Blade Runner 2049 - Kritik

Blade Runner 2049 / AT: Blade Runner 2

GB/US/CA/HU · 2017 · Laufzeit 163 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 7

    Viel Lust hatte ich eigentlich nicht auf „Blade Runner 2049“, aber bei den zum Teil hervorragenden Kritiken musste ich ihn mir einfach mal ansehen. Die Meinungen scheinen hier ja sehr auseinander zu gehen, was ich gut verstehen kann, denn „Blade Runner 2049“ ist mit Sicherheit kein einfacher Film. Ridley Scott selbst hatte zu sehr mit seinem neuen „Alien“ Film zu tun, fungierte nur als Produzent und die Regie durfte deshalb Denis Villeneuve übernehmen. Der Mann hat mit Werken wie „Enemy“ oder „Prisoners“ bereits bewiesen, dass er starke Filme drehen kann, gleichzeitig aber auch, dass er es sperrig und langsam mag. Genau das ist es dann auch, was „Blade Runner 2049“ so anstrengend macht. Das Werk ist dermaßen langsam und lang, dass man als Zuschauer auch schon mal die Geduld verlieren kann. Leider macht diese Langsamkeit für mich persönlich einiges kaputt, obwohl der Film ein paar enorme Stärken besitzt.

    Das Geschehen spielt ungefähr dreißig Jahre nach dem ersten Teil. Die Welt hat sich verändert und sieht nicht gerade gut aus. Das Problem mit den Replikanten wurde größtenteils gelöst, doch noch immer gibt es die Blade Runner, welche Jagd auf sie machen. So einer ist auch K, der bald einen wichtigen Auftrag bekommen soll. Scheinbar ist es den Replikanten nämlich möglich Kinder zu gebären. Das darf nicht sein und so muss K jemanden eliminieren. Tja und mehr geschieht eigentlich auch gar nicht. Das Drehbuch ist eine extrem zwiespältige Sache geworden. Auf der einen Seite setzt man die originale Geschichte gut fort und es gibt genügend Verweise auf das Original. Allerdings ist die Story im Kern doch äußerst dünn und wird nicht gerade interessant erzählt. Außerdem behandelt man hier dieselben Themen, wie schon bei „Blade Runner“. Da geht es wieder viel um die große Frage, was uns denn menschlich macht. Philosophische Ansätze sind da genügend vorhanden; man kann auch selbst interpretieren und sich seine Gedanken machen. Im Großen und Ganzen lädt „Blade Runner 2049“ den Zuschauer in meinen Augen aber nicht unbedingt dazu ein, dies zu tun. Mir war das alles etwas zu dünn und nichtssagend.

    Gerade wenn man beachtet, dass dieser Film 163 (!) Minuten läuft. Musste das denn wirklich sein? Lange Filme können etwas Schönes sein, doch wenn schon die Handlung nicht so viel hergibt, dann unterstützt das eher Langeweile. Ich will nicht soweit gehen und hier von Langeweile sprechen, aber „Blade Runner 2049“ ist äußerst langatmig. Es gibt nahezu keine Actionszenen, die das Ganze mal etwas flotter gemacht hätten und auch mit Spannung hält sich das sehr in Grenzen. Stattdessen müssen oftmals die Bilder für sich sprechen, denn leider vermisst man nebenbei auch so richtig tiefgründige Dialoge. Für mich war es jedenfalls eine kleine Geduldsprobe hier am Ball zu bleiben und ich bin ganz ehrlich, dass ich froh war, als der Film zu Ende war.

    Unterhaltungswert und künstlerische Qualität gehen eben leider nicht immer Hand in Hand. Dass dieses Werk dennoch unbedingt sehenswert ist, liegt ganz klar an der Inszenierung und an den Bildern. Hier fährt man nämlich schwere Geschütze auf. „Blade Runner 2049“ sieht unverschämt gut aus und besitzt einen enorm hohen Schauwert. Da werden die Bilder dermaßen stark eingefangen, dass man schon beeindruckt sein kann und genau das ist es, was diesen Film ausmacht. Außerdem wird das vom Score äußerst druckvoll begleitet. Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch sollten wohl nahe an Vangelis bleiben, der „Blade Runner“ zu einem echten Hörgenuss gemacht hatte. Dies ist ihnen gelungen und das Ergebnis kann sich absolut hören lassen. Es war mit Sicherheit auch keine schlechte Entscheidung, die Musik nicht so oft einzusetzen, denn wenn sie dann zu hören ist, entfaltet sie zusammen mit den Bildern eine ordentliche Wirkung.

    Bei den Darstellern kann man übrigens ruhigen Gewissens geteilter Meinung sein. Ryan Gosling ist für mich ein sehr guter Darsteller, aber in „Blade Runner 2049“ wirkt er etwas gelangweilt, was die Rolle von ihm leider erfordert und deshalb kann ich das nicht schlecht bewerten. Mit Harrison Ford wurde ja auch groß geworben, deshalb war ich schon leicht überrascht, dass dieser sich erst nach fast zwei Stunden Laufzeit mal blicken lässt. Kleinere Rollen von Jared Leto und Dave Bautista sind solide, auch Ana de Armas ist gut, doch so richtige Begeisterung wollte bei mir bei diesen Schauspielern irgendwie kaum aufkommen. Hinzu kommt noch eine recht nichtssagende Figurenzeichnung, die zwar immer mal vorgibt eine Tiefe zu besitzen, bei mir allerdings nur emotionale Distanz gefördert hat.

    Fazit: Ich finde es schwer „Blade Runner 2049“ zu bewerten. Auf der einen Seite kann ich die ganzen positiven Kritiken echt verstehen, denn handwerklich wurde der Film sehr gut gemacht und die Bilder ergeben zusammen mit dem starken Score schon eine recht einzigartige Stimmung. Auf der anderen Seite kann ich aber auch jeden verstehen, der damit nichts anfangen kann, weil besonders die Story etwas enttäuschend ist. Da wird eigentlich nicht viel erzählt und dass das dann auch noch Ganze 163 Minuten laufen muss, macht es nicht leichter hier einen Zugang zu finden. Interessant ist auf jeden Fall, dass es sich bei „Blade Runner 2049“ um einen Mainstream-Blockbuster handelt, der trotzdem nicht unbedingt das Mainstream-Publikum anspricht. Das ist eigenwillige, sehr langsame und unkonventionelle Kost, die zwar extrem gut aussieht und von den Darstellern solide gespielt wird, der es zeitgleich aber irgendwie an einem roten Faden fehlt und die lange Laufzeit durchzuhalten war, zumindest für mich, eine kleine Herausforderung. Wer das Original stark fand, sollte durchaus mal einen Blick riskieren, sich aber nicht zwangsläufig darauf einstellen hier begeistert zu sein. Extrem starke Geschmackssache!

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    • 10

      Ich habe Blade Runner 2049 direkt nach dem Directors Cut von Blade Runner gesehen und muss sagen das mich das umgehauen hat.
      Ich kann mich nicht daran erinnern das es jemals eine Fortsetzung eines Filmes gegeben hat die so nahtlos übergegangen ist.
      Wie die Ästhetik, die Bildsprache, der Soundtrack, die Stimmung in Blade Runner 2049 wieder eingefangen wurde. Einmalig!

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      • 10

        Dieser Film ist die persofinizierte Dichotomie und wie beim Ur Blade Runner von 1982 liebt man ihn oder hasst ihn.

        Ich für meinen Teil bin Regisseur Villeneuve unendlich dankbar dass er nicht auf den Zug des heutigen "Marvel" und "Transformers" Sci Fi Kinos aufgesprungen ist nur weil sie sich verkaufen und einen absoluten Klassiker ( hier habt ihr es zuerst gelesen ) produziert hat, der nicht durch schnelle Kamerafahrten oder Explosionen zu überzeugen weiss sondern durch eine Atmossphäre die ihresgleichen sucht.

        Meiner persönlichen Meinung nach ist dieser Film noch mehr als der 1982 Blade Runner ein bisschen wie ein Museumsbesuch - wenn man es liebt sich einfach nur in die bombastische Atmossphäre aus Bildgewalt und dem melancholischen Soundtrack fallen zu lassen dann könnte dieser Film auch gut und gerne 4 Stunden dauern.

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        • 4 .5
          Manuel Peters 10.11.2018, 01:07 Geändert 10.11.2018, 01:12

          blade runner 2049 fand ich soooo überirdisch schlecht... ich bin kurz gesagt... eingeschlafen!!!
          und wenn man langeweile damit zu rechtfertigen versucht das ja heutzutage nur blockbuster bumm bumm kino produziert wird und dieser streifen dazu nicht passt, dann hat man anspruchvolles kino nicht verstanden und versucht sich alles schönzureden... es gibt auch menschen die finden das farbige kleckse kunst sind.

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          • 6

            Fast 3 Stunden der Qual, die ich mehrfach unterbrach, um am nächsten Tag weiter zu sehen . .

            Der Film hat wenig mit dem brillianten Original zu tun und hat 0 Klasse.

            Die angenommene 6,5 reduzierte ich wohlwohlend nur auf 6,0.

            Fazit :
            Er ist eine Zumutung und jeder der im Kino Geld ausgegeben hat um diesen Schund zu sehen, sollte es wieder
            bekommen !

            Imdb / so viel Harrison Ford - Fans .. ?

            8,0/10
            340.969

            • 5

              L.A. im Jahr 2049: Replikanten der alten Generation sind für vogelfrei erklärt und werden daher in den „Ruhestand“ versetzt. Officer K (Ryan Gosling) ist einer dieser Blade Runner, der für diese spezielle Aufgabe auserwählt wurde. Der dystopische Trip setzt dabei vorrangig auf vermeintlichen Anspruch als auf kurzweilige Unterhaltung; wer drauf steht, wird hier bestens bedient! Visuell und soundmäßig ganz sicherlich einwandfrei, allerdings streckenweise auch ungemein langweilig. Zu meiner Verwunderung änderte sich das schlagartig, als Harrison Ford, der alte Knochen, der nochmals in die Rolle des Rick Deckard schlüpft, die Bühne betritt und das bis dahin etwas trostlos vorgetragene Geschehen mit einigen gelungenen Sprüchen aufmischt. Das reißt das Ruder zwar nicht mehr entscheidend herum, bringt aber zumindest zwischenzeitlich noch einen wenig frischen Wind in den Laden.

              Nun finde ich auch den Vorgänger nicht gerade überragend, schaue mir den aber dennoch in regelmäßigen Abständen gerne mal an. Bei der Fortführung der Geschichte wird es hingegen wohl für mich eher bei einer einmaligen Begegnung bleiben.

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              • 9

                „Blade Runner 2049" gibt einem den vor längerer Zeit bereits verlorenen Glauben an das Blockbusterkino zurück, denn Denis Villeneuve beweist auf höchst eindrucksvolle Weise, dass man mit einem Budget von 150 Mio. Dollar auch etwas anderes machen kann, als immer öder werdende Superheldenuniversen wachsen zu lassen oder erfolgreiche Science Fiction-Franchises vor die kreative Wand zu fahren.
                „Blade Runner 2049" ist anders, ist klug, anspruchsvoll, aufgrund seines heruntergefahrenen Tempos etwas sperrig, verlangt die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers und: Er sieht einfach nur wahnsinnig toll aus! Jede Einstellung, jedes Bild gleicht einem Gemälde und man hat sich nach 2,5h immer noch nicht satt gesehen an dieser düsteren, aber auf seltsame Weise auch wunderschönen Zukunftsvision.
                Villeneuve vermeidet es zudem vollständig, plumpe Fanservice-Verweise auf den übergroßen Vorgänger einzubauen, wofür man ihm gar nicht dankbar genug sein kann und trotzdem oder gerade deshalb funktioniert der Film so gut als logisch-konsequente Fortsetzung aus einem Guss.
                Meisterwerk!

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                • 10

                  "Einen Moment...wunderschön! Nicht wahr?"

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                  • 3

                    163 Minuten Langeweile pur.
                    Selten musste ich mich so zwingen einen Film zu Ende zu sehen wie hier und dann zieht sich dieser Schmarn auch noch so eeeeeeewig in die Länge.

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                    • 8

                      Sehr guter Film auch wenn er sich zum ende hin etwas zieht
                      Gosling und Ford sind ein tolles Duo!

                      • 10

                        In was für einer faszinierenden Zeit wir doch leben, in der wir die Möglichkeit haben solch zeitlose Meisterwerke wie Blade Runner 2049 bestaunen zu dürfen. Villeneuve fängt die einmalige Atmosphäre des Vorgängers ein und übertrifft ihn noch, es ist viel mehr als ein Tribut an den Klassiker - Er serviert uns überwältigende Optik und Ästhetik in einem dystopischen Noir-Cyberpunk Mix, kombiniert einen epischen Soundtrack mit ruhigen, philosophischen Schnitten. Ohne Zweifel schon jetzt ein "Timeless classic". Danke dafür!

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                        • 2

                          Schrecklich langweilig und schrecklich langatmig. Zudem diverse Logikfehler. Kein Vergleich zum Ur-Bladerunner und eine große Enttäuschung.
                          Das waren 2.5 Stunden gestohlene Lebenszeit.

                          • 4

                            Vorab die Information, dass meine Erwartungen relativ hovh waren.
                            Ich kenne den alten Bladerunner... obwohl ich meist die Neuverfilmungen besser finde trifft dies hier nicht zu.

                            Allggemein:
                            Dieser Film schläft mehr ein als er einem den Atem beraubt.
                            Das soll heißen. Mit einer Länge von über 2,5 Stunden zeigt dieser Film viele Szenen, welche nicht zur Geschichte beitragen, alles in die Länge ziehen und die Qualität des Films deutlich reduzieren.

                            Vergleich mit dem Original:
                            Das Original spielt mehr auf die Psyche des Menschen, mit solch einer Form des intelligenten Lebens, ohne jegliche Emotionen umzugehen, was sehr spannend und empathisch dargestellt ist. Das Remake dagegen spielt mit Effekten und guten Schauspielern, welche erst garnicht die Möglichkeit bekommen eine gute Rolle darzustellen, weil die Charaktere zu monoton geschrieben sind (Ryan Gosling mal nebenab)

                            Positiv:
                            - Gute Effekte
                            - Ende lange nicht vorhersehbar

                            Negativ:
                            - Ein Ausdauerwettbewerb, da extrem wenig relevante Handlung stattfindet
                            - Die schönen Inszinierungen kommen nicht zur Geltung
                            - 3D Effekte sind standard

                            Dieser Film ist niemandem zu empfehlen, aufgrund der extremen Langatmigkeit. Wäre er um ca 1 Stunde grkürzt auf Normaldauer, wäre es ein würdiger Nachfolger gewesen.

                            • 6

                              Schöne Bilder, Schöne Musik, hat mich ein wenig an Stalker erinnert, eine leere Welt ohne Strom, ohne Emotionen, langsam wartend auf den Tot, doch irgendwo sollte es noch ein Kind geben, ein Kind das Hoffnung gibt. Es gibt leider keine Story die wirklich erzählt wird, die Dinge sind nun mal so. Man trifft eine distopische Version von Blade Runner an, doch was ist mit der Harrison Ford Blade Runner Welt passiert, wird leider nicht erzählt. Dafür bekommt man viele lange Bildsequenzen mit einem fliegenden Auto präsentiert, viele lange Beziehungssequenzen von Ana de Armas und viele lange Szenen von Jared Leto, aja nicht zu vergessen viele lange Erinnerungssequenzen. Irgendwie hatte ich das Gefühl der Film will mehr belehren als unterhalten, mehr reden als Taten sprechen lassen, mehr das Nichts zeigen in dem wir Leben, doch es gibt da ja noch ein Kind, aber es ist nicht Jesus.

                              • 9

                                Ein Film wie aus einer anderen Epoche, als man sich im Kino noch Zeit für Geschichten nahm

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                                • 9 .5

                                  Wow. Was hat Villeneuve denn hier wieder geschaffen?! Für mich ist dieser Film sowohl seinem (für viele legendären) Vorgänger überlegen als auch sein bisher stärkster Film. Blade Runner 2049 ist wunderschön und fantastisch inszeniert, sodass man gern noch mehr Zeit in dieser Welt verbringen will, mit so viel Detailreichtum, dass man gerne mehr erfahren will. Villeneuve nimmt sich stark zurück und nimmt mit dem subtil, aber toll aufspielenden Ryan Gosling das Erzähltempo ordentlich raus, ohne dass der Film jemals langweilig wird. Ganz im Gegenteil, das Finale zum Ende hin ist abnorm spannend, die Einführung der Charaktere ist schon interessant und faszinierend: Mit der Polizei, mit Goslings Bot-Freundin, mit Jared Leto bietet der Film viele spannende Charaktere und Handlungsstränge, die zum Ende ein tolles Gesamtbild ergeben. Es ist auch schön, Deckard wiederzusehen, und der Film kommentiert auch die ewige Replikaten-Frage. Nach den tollen Kurzfilmen, die als "what happened in the meantime" Anreicherung dienen, baut der Film ein schönes Mysterium auf, das in einem guten Pacing über 2,5 Stunden aufgeklärt wird. Für mich der beste Film des Jahres 2017.

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                                  • 7 .5

                                    Ich habe das Original, bewusst, erst NACH dem 2049er erneut geschaut, denke das war ganz klug.

                                    Ich hatte den ersten zwar auf dem Schirm aber nur noch vage, was aber blieb, war die Erinnerung an eine echt düstere Atmo. Der Nachfolger greift diese erneut auf und konnte mich wirklich gut mitnehmen.
                                    Die Story ist gut erdacht und schließt herrlich an, ohne unnötig übertrieben zu kollidieren, auch braucht man Teil 1. nicht kennen um folgen zu können (wie ich finde).

                                    Der Streifen wird sich nicht zwingend in meine Top 10 von Filmen einreihen, ist aber sicher auch in 5-6 Jahren erneut ein Genuss.

                                    Die Action passt in Balance zu den ruhigen Passagen und trotz der Gesamtlänge bleibt der Streifen unterhaltsam, mein Lob an Denis Villeneuve.

                                    Mein Fazit: Hatte Schlimmeres erwartet und bin zufrieden mit dem Ergebnis.

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                                    • 1
                                      PaulThunder 06.08.2018, 09:29 Geändert 06.08.2018, 09:33

                                      Wahrscheinlich bin ich ein Banause, aber ich fand den Film so dermaßen langweilig. Nach 30 Minuten haben wir, einer Meinung, abgeschaltet.

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                                        In Vorbereitung auf diesen Film habe ich mir nochmal den Klassiker von Ridley Scott angesehen. Nein, auch dieses Mal wollte der Funken nicht so ganz zünden. Auch deshalb waren meine Erwartungen an "Blade Runner 2049" trotz aller guten Kritiken nicht allzu hoch.
                                        Zum Glück wurde ich positiv überrascht. Ok, die Story braucht ein paar Momente um in die Gänge zu kommen. Doch was Denis Villeneuve hier optisch auftischt ist großes Kino. Bilder die man so vorher noch nicht gesehen hat. So voller Schönheit und Einzigartigkeit das sie mich zum staunen gebracht haben. Dazu ist die Besetzung ohne Frage erstklassig. Nur mit Jared Leto hatte ich wie so oft in letzter Zeit meine Probleme.
                                        Also, "Blade Runner 2049" ist ein Film der es wirklich in sich hat!

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                                        • 6
                                          hallidalli 02.07.2018, 23:35 Geändert 02.07.2018, 23:36

                                          Ana de Armas,.. ein ganz heisses Eisen muss ich sagen und vorallem hat sie... ÄHMMM ... ... . Blade Runner, ja von Blade Runner 2049 ist hier die Rede. Ein Mammutfilm in ruhiger CGI Optik. Fand jetzt nichts revolutionäres daran. Villeneuve hat für mich eh noch nichts richtiges gerissen.

                                          • 7 .5
                                            Kill_Diether 30.06.2018, 12:03 Geändert 30.06.2018, 12:08

                                            wenn ich ehrlich zu mir selbst bin muss ich zugeben, mir hat Blade Runner 1 seinerzeit zwar gefallen, aber mich nicht komplett vom Hocker gerissen. Das waren viel mehr Filme wie "Die Klapperschlange", "Das Ding aus einer anderen Welt" und natürlich "Alien 1". Ich bin ganz und gar kein Äktschn-Fan, mag ruhige Filme und vor allem gute Schauspieler incl. intelligenter Dialoge.
                                            Blade Runner 1 und 2 hat grandiose Bilder, klasse dystopische Atmosphäre, gute Schauspieler incl. intelligenter Dialoge. Was beiden Teilen jedoch fehlt ist Thrill, Spannung, etwas packendes.
                                            Dabei fängt Blade Runner 2 sehr spannend an, wird aber immer philosophischer und verliert sich im Laufe der Geschichte darin.

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                                            • 4 .5

                                              Start der Versuchsreihe Blade Runner 2049
                                              Proband: Weiblich, 50 Kilo. Nüchtern und entspannt. Uhrzeit 20Uhr
                                              Film läuft. Eingeschlafen nach 20 Minuten
                                              Versuch 2: Sämtliche Parameter wie beim ersten Mal. Uhrzeit 15Uhr
                                              Film läuft. Eingeschlafen nach 60 Minuten
                                              Versuch 3: Parameter wurden auf ihre Tauglichkeit überprüft. Leichte Veränderungen vorgenommen. Uhrzeit 22 Uhr.
                                              Film läuft. ZzzzzzZzzzzz

                                              Wow!! Das gab es noch nie. Jedes Mal eingeschlafen. Analysiere, interpretiere, analysiere, interpretiere. Es muss an mir liegen. Eine seltene Blade Runner Narkolepsie Erkrankung vielleicht! Schwer zu sagen! Kann es am Film liegen? In weiten Teilen wird dieses Etwas doch ziemlich abgefeiert. Nicht das es sonderlich repräsentativ wäre, dieses mal regt es mich aber schon an, genauer hinzusehen. Normalerweise mag ich eine ruhige Erzählweise. Auch diese Traurigkeit die sämtliche Szenen begleitet, kann ich in der Regel etwas abgewinnen. Es muss etwas anderes sein.
                                              Nächster Versuch. Eine riesige Kanne Kaffee war aufgestellt. 14Uhr
                                              Film ab. Abbruch nach 45 Minuten. Nicht wegen dem Film. Aber den vielen Kaffee habe ich echt nicht vertragen.
                                              5 Versuch. Letzte Chance. Letzte Hoffnung. Nicht das die Probandin noch Schaden davonträgt!
                                              Langsam wird es mir klar, woran ich mich stoße. Dieser Film bietet nichts, dass es zu fühlen lohnt. Ausdruckslose Gesichter, blicken durch ausdruckslose Augen in eine ausdruckslose Welt, alles im Nebel. Nicht gerade schöne Dialoge, alles in einer unendlich monotonen Stimmlage, die zwar zum Rest passt, auf mich aber sehr ermüdend wirkt. In begleiten natürlich schöne Bilder, das Thema ist ja auch nicht schlecht, ich merke selber wie es mich in verschiedene Richtungen zieht. Dennoch, wenn ein Film auf mich die Wirkung hat, als hätte ich 2 Valium genommen, sagt das schon etwas. Eingeschlafen nach... Ach, wen interessiert's schon. Versuch auf unbestimmte Zeit verschoben!

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                                                Bob Loblaw 26.06.2018, 18:20 Geändert 26.06.2018, 20:31

                                                Da, wo der alte Blade Runner Film für mich voller Leben war (selbst der Regen dort war ein Symbol für Fruchtbarkeit), ist der neue Blade Runner 2049 völlig leblos (auch symbolisiert durch den Schnee und den Staub)

                                                Das war vielleicht das konsequenteste und beste, was Villeneuve in der Fortsetzung machen konnte... leider wurde die Fortsetzung dadurch auch überflüssig... wer will schon einen leblosen Film.
                                                Durch starke Inhalte hätte man das ganze noch retten können, aber es gibt nur noch langweilige Klischees (auch hier sind die Frauen immer noch gerne Prostituierte und die Männer gucken traurig, Replikanten wollen Aufstände machen, megalomanische Firmenbosse schwingen in Peter Zumthor Thermalbädern wichtigtuerische Reden usw. usw.)

                                                ...und die "Geburt"... "...because you've never seen a miracle." ... COME ON!!!
                                                Reduktion von Leben auf seine Funktionsweise und nicht auf die "Seele"... meiner Meinung nach genau der falsche Ansatz , der sich aber durch den gesamten Film zieht.
                                                Während es in 2049 krampfhaft um (zu) "grosse" Dinge, wie das Erfüllen seiner Bestimmung geht, waren es im alten Blade Runner eher die kleinen "menschlichen" Dinge, die dem Film seine Stärke verliehen...
                                                ...naja... Abgesehen von der Abschlussrede des mega arischen Roy Batty... aber die hat in ihrer Theatralik wenigstens gepasst.

                                                trotzdem bewerte ich den Film einigermassen gut, weil ich die Darsteller mochte (verstehe jetzt endlich, was alle mit Ryan Goslings Augen haben.... und Sylvia Hoeks hat mich total an Famke Janssens Xenia Onatopp erinnert).
                                                Und "CELLS INTERLINKED..." hatte eine gewisse Poesie, da kann man nicht meckern... INTERLINKED...

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                                                • 8

                                                  Optisch präsentiert sich der Nachfolger zwar wesentlich glatter und weit weniger düster und dreckig als der Vorgänger, jedoch ähneln sich beide hinsichtlich visueller Opulenz sowie Stil. Bei den Effekten wird ebenso auf das allerhöchste Niveau zurückgegriffen, um auf diese Weise viele einzigartige Momente zu erschaffen. Die männliche Seite der Darsteller mag zwar die größeren Namen haben und obwohl sie durchaus überzeugen können, liegt eine der Stärken von "Blade Runner 2049" bei den weiblichen Protagonisten. Die gesamte Bandbreite an unterschiedlichen Charakteren wird hier hochklassig abgedeckt. All dies findet ausreichend Platz in einem sehr langen Film, der trotz seines überwiegend ruhigen und bedächtigen Verlaufs nicht langatmig wirkt und einen die komplette Laufzeit über fesselt.

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                                                  • 8

                                                    Wow. Bildgewaltig wie kaum ein Film davor. Visuell einer der besten Filme die mir bis dahin untergekommen sind. Einzigartige Bilder, bei denen man wirklich mehr als 100 als "Perfect Shot" bezeichnen kann. Die Story wirkt sehr zäh, kann aber in diesem speziellen Fall hinten angestellt werden.

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