Blind & Hässlich - Kritik

Blind & Hässlich

DE · 2016 · Laufzeit 105 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 2 .5

    (..) Verrückte Dialoge, amateurhafte Jump-Cuts, bis zum Klamauk überzeichnete Figuren, … was sich zwischen Jona und Ferdi entwickelt, ist schwer erträgliches Mumblecore-Impro-Theater, das allen Beteiligten zwar sichtlich Spaß gemacht haben muss, vor allem an der Groteske und am „over-acting“, als Zuschauer jedoch spätestens beim Brust-Zwicken in einer Frauenarztpraxis oder bei Tom Lass´ WG-Auseinandersetzungen nur schwer erträglich ist. Dabei mochte ich Lass´ Vorgänger „Kaptn Oskar“ sehr. „Blind und hässlich“ – Schnell vergessen.

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    • 7

      [...] Tom Lass jongliert viel mehr mit plot points und spielt mit den Standards der Filmdramaturgie, als sie brav zu befolgen. Ganz deutlich ist Blind & Hässlich anzumerken: Hier will jemand mehr, streckt sich zur Decke, entdeckt neue künstlerische Möglichkeiten. [Oliver Kaever]

      • 8

        Wir können auch anders: Tom Lass hat eine hübsch versponnene Liebesgeschichte inszeniert und damit bewiesen, dass deutsche Komödien auch lustig sein können. Wenn sie nicht unter die Betten kriechen. [Rudolf Worschech]

        • 7

          Stell dir vor, ein hässlicher Typ und ein blindes Mädchen verlieben sich ineinander. In „Blind & Hässlich“ stimmt das Szenario zwar nicht, dafür sind die beiden anderweitig total verkorkst. Das macht die Tragikomödie sehr sympathisch, zumal es aufgrund vieler märchenhaft-absurder Einfälle auch einiges zu lachen gibt. Zum Ende wird es dann aber doch eher konventionell und unnötig dramatisch.

          • 6 .5

            Der Humor speist sich aus den Eigenheiten der Charaktere und einer liebevollen Satire auf Helferberufe. In der zweiten Hälfte wandelt sich der Film allerdings zum bemühten Drama, über dessen „feministischen“ Showdown auch die große Schar glänzender Darsteller nur mühsam hinweghilft. [Alexandra Wach]

            • 8

              "Vergesst Godard! Tom Lass erzählt eine bittersüße Liebesgeschichte mit dem nicht allzu hübschen Ferdi und der nicht allzu blinden Jona – und erweist sich dabei geradezu als Meister des Jump Cuts." [Martin Gobbin]

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              • 7 .5

                Der Film profitiert von seinen glaubwürdig und gefühlvoll agierenden Hauptdarstellern. Und: von der Unmittelbarkeit und Direktheit der Inszenierung, erzielt durch Handkamera und Improvisation. [Björn Schneider]