Camp - Tödliche Ferien - Kritik

Summer Camp

US/ES · 2015 · Laufzeit 81 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm
Du
  • 0 .5
    Layalina 09.08.2018, 19:17 Geändert 09.08.2018, 19:18

    Selten so einen haufen scheisse gesehen.
    Der Rerigsseur war weder besoffen oder behindert.

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      Es ist schon fast ein Verbrechen so einen Schund zu produzieren.

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        Chionati 15.06.2018, 00:46 Geändert 15.06.2018, 05:53

        Camp - Tödliche Ferien (US/ES - 2015)
        Spuren von Spoiler

        Ein Besuch in einem Sommercamp wird für vier Freunde zu einem wahrhaftigen Horrortrip. Irgendetwas infiziert Menschen und Tiere, die sich daraufhin in Zombies verwandeln und Jagd auf Nichtinfizierte machen. Nach einer bestimmten Zeit wird der Infizierte aber wieder normal und die Normalen auf einmal infiziert.
        So entsteht unter den Beteiligten immer eine Unsicherheit, wen sie denn nun bekämpfen müssen.
        Optimale Terrorverbreitung unterstützt durch ein wenig Wackelkamera. So entsteht eine bedrohliche Atmosphäre. Allerdings war mir persönlich das deutlich zuviel Gekreische, so dass ich mit der Zeit eher genervt war. Die Umsetzung war auch B-Movie-lastig und man hat das Gefühl, alles irgendwo schon mal gesehen zu haben. Die beste Szene war noch, als einer eine laufende elektrische Bohrmaschine im Fuss stecken hat.
        Freunde von Zombieterrorfilmen könnten hier durchaus ihren Spass haben. Ich bin kein grosser Fan von solchen Zombiestreifen.

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        • 6

          Das sonnige Spanien ist aus vielen Gründen immer eine Reise wert, auch oder gerade in filmischer Hinsicht. Mit wichtigen Genrevertretern wie REC, SLEEP TIGHT oder FRÀGILES hat sich das Team um den hier als Produzent fungierenden Jaume Balaguerò einen Namen gemacht und ist für viele Filmbegeisterte ein Garant für Spannung und Nervenkitzel. Der Italiener Alberto Marini durfte nun für CAMP das erste Mal auf dem Regiestuhl Platz nehmen, ist aber alles andere als ein Neuling im Filmgeschäft. Er war maßgeblich bei der Entwicklung zahlreicher Produktionen beteiligt, unter anderem bei den eingangs erwähnten REC und SLEEP TIGHT aber auch im Rahmen der Erfolgsserie POLSERES VERMELLES, die in Deutschland als CLUB DER ROTEN BÄNDER neu -und ebenfalls sehr erfolgreich-aufgelegt wurde. Einem fast schon obligatorischen Remake (wie z.B. bei REC / QUARANTÄNE) für das untertitelscheuende amerikanische Publikum hat man bei dieser spanisch-amerikanischen Produktion umgangen, denn es wurde direkt in englischer Sprache gedreht. Auf den ersten Blick sind zu Filmbeginn alle Komponenten für einen typischen Camp-Slasher gegeben: Ein gutaussehender Leiter, der den Damen an die Wäsche will, dazu drei mehr oder weniger fortpflanzungswillige und trinkfreudige Mittzwanziger aus Amerika, die den einheimischen Kindern in ihren Ferien Englisch beibringen sollen. Ein abgewohntes Camp mitten im einsamen Wald, außerdem ein Wohnwagen voller düster dreinblickender Hinterwäldler, die nur allzu gerne an den camp-eigenen Jeep pinkeln und den jungen Leuten im Wald nachstellen. Doch dann kommt es etwas anders als gedacht: Bevor auch nur ein tapsiger Kinderfuß das Camp betreten hat, greift ein mysteriöser Virus um sich, der seine Träger in fleischfressende Zombies mutieren lässt.

          Die größte Stärke des Films ist definitiv sein Tempo. Wir werden schnell ins Geschehen geworfen, viel Zeit für eine Einleitung braucht die Geschichte ohnehin nicht. Die Dynamik des Films steigert sich außerdem auch maßgeblich durch Perspektivwechsel. Es gibt nicht nur eine Hauptfigur, der Fokus und die Sichtweise ändern sich während der Geschichte mehrmals und das funktioniert wirklich gut.
          In einem beliebten und filmreichen Genre wie dem Zombiefilm ist es natürlich schwer, noch etwas wirklich Neues zu liefern. Der geneigte Zuschauer hat in den letzten Jahren schon alles gesehen. Einige, nicht bahnbrechende, aber durchaus kreative Ideen (so viel sei verraten: der Infektionsverlauf des Virus unterscheidet sich von dem üblichen Muster) haben die Filmemacher in CAMP aber parat und bauen sie zudem so ein, dass Sie die ohnehin temporeiche Erzählweise des Films noch weiter unterstützen.
          Weitere Pluspunkte gibt es für Jocelin Donahue, die schon in THE HOUSE OF THE DEVIL von Ti West zeigen durfte, dass ihr spielerisch einiges zuzutrauen ist. Sie spielt die verwöhnte, zimperliche und egoistische Christy so unglaublich hassenswert, dass es einem fast körperliche Schmerzen bereitet. Das muss man so erst mal hinbekommen. Auch die anderen Darsteller (Maiara Walsh und Diego Boneta) machen ihre Sache ziemlich überzeugend, haben es durch ihre sympathischen Rollen aber auch etwas leichter. Das geringe Budget des Films ist bei den Effekten teilweise nicht zu leugnen. Auch bei den Dialogen muss man häufig beide Augen zudrücken, vor allem da die Synchronisation es nicht unbedingt besser macht. Wer darüber jedoch hinwegsehen kann, wird mit sehr unterhaltsamen und dynamischen 84 Filmminuten belohnt, samt einem bitterbösen und irgendwie sehr befriedigendem Ende.

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          • 7

            ...die Storyline lässt auf einen Film vermuten, wie man ihn schon hundert mal vorgeführt bekommen hat. An dieser Stelle aber gleich mal Respekt an Alberto Marini, denn "Summer Camp" ist vielleicht nicht wie aus dem Ei gepellt, aber es gelingt ihm, diesen Beitrag einige wohltuende Spritzer an Kreativität zu injektieren.
            "Summer Camp" fackelt nicht lange und baut sehr schnell eine unangenehme Stimmung auf und sorgt so schnell für die Aufmerksamkeit seines Publikums.
            Einziger Nachteil hier ist, das die Charaktere inhaltlich recht blass bleiben, ihre Rollen aber so spielen, das dies nicht wirklich ins Gewicht fällt.

            Ab hier mit Spoilern versehen, Weiterlesen auf eigenes Risiko !

            Bekommt man anfangs den Anschein, man ist hier beim xten Camp-Slasher ala "Freitag der 13." gestrandet, so wird man schnell eines Besseren belehrt, denn spätestens mit der Szene um einen erkrankten Hund, weiss man, das was anderes dahinter steckt.
            Nun entpuppt sich "Camp" zu einem Infizierten/Zombie-Streifen der vor allem eines hat, einen überaus intelligenten Kniff.
            Das die Infizierten nicht dauerhaft infiziert sind, ist ein Schachzug erster Güte denn so wirkt der Film nie eintönig oder öde, durch diesen Kniff entsteht ein zusätzlicher Thrill für Protagonisten und Publikum, dem Marini zusätzlich noch einige nette Ideen beifügt...

            Spoiler ende

            Auf die Frage der Ursache gibt es auch lange keine Antwort, denn auch dort zeigt sich Marini mit netten Wendungen ideenreich, auch wenn besonders helle Köpfe den Grund des ganzen Unglücks wohl schneller auf die Schliche kommen wie die Beteiligten.
            Fazit: Das Alberto Marini im Horror Business kein Unbekannter ist, wissen Horror-Jünger längst, produzierte er unter anderem REC. mit und schrieb die Drehbücher für Sleep Tight und Extinction.
            Dies jedoch ist sein Regie-Debüt, das jetzt sicher kein Meilenstein ala REC. ist, dank seiner Kreativität aber überzeugen kann.

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            • 6 .5

              Fieser kleiner Scheisser von Horrorfilm, der manchmal zu hektisch ist, aber trotzdem gut anschaubar ist.

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                Mein Gott war das ein hektischer Film und das permanente Gebrülle geht einem auch irgendwann mächtig auf den Sack. Zumal der ja gar nicht so übel anfing, entwickelte er sich dann zu einem nervtötenden Unterfangen. Trotzdem optisch akzeptabel, akustisch und Storyverlauf nur ein naja. 5 Punkte mit Müh und Not.

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                  knusperzwieback 08.03.2018, 19:40 Geändert 08.03.2018, 19:42

                  Hat man auf die ein oder andere Art halt alles schon x mal gesehen. Noch dazu wirkt alles sehr billig. Motto: Hey, ich hab hier ne HD-Cam, lass uns doch mal nen Film drehen. Ingrid, hast du und Tom morgen Zeit für nen Dreh zwischen dem Shoppen.

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                  • 5 .5
                    999CINEASTOR666 07.03.2018, 12:51 Geändert 09.03.2018, 19:42

                    Camp - Tödliche Ferien (OT: Summer Camp) / ES/US / 2015

                    >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

                    Die amerikanisch-spanische Produktion SUMMER CAMP, die außerdem das Regiedebüt von Drehbuchautor und Produzent ALBERTO MARINI ist, verschwendet zum Glück nicht viel Zeit und hält bis zum Schluss ein hohes Tempo. Doch dadurch bleiben die Figuren bedauerlicherweise flach.
                    Anfangs wirkt das Ganze, als ob es nach der altbewährten Formel des Infektions-Horrorfilms à la 28 DAYS LATER abläuft, doch gelegentlich wird die Erwartungshaltung des Zuschauers unterlaufen und mit Klischees gespielt.
                    Die Vertrauensübungen zum Filmbeginn spielen im späteren Verlauf eine Rolle. Denn wenn erst mal einer der Protagonisten "infiziert" ist, ist er das nicht auf Dauer, und kann sich danach an nichts mehr erinnern.
                    Dadurch kommt es zu etlichen Missverständnissen, aus denen Misstrauen resultiert, eingebunden in re­pe­ti­tive und mit etwas handgemachten Gore garnierte Hetzjagden, bei denen die Wackelkamera à la [REC] ausgepackt wird, um Spannung und Dynamik zu erzeugen, was leider nicht besonders gut funktioniert und deshalb den erfrischenden Impulsen nicht unbedingt gut tut.
                    Dennoch ist SUMMER CAMP, als kurzweilig und solide inszeniert zu bezeichnen. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass wenn man Horrorfilm-interessiert ist, doch noch nicht so viele gesehen hat, SUMMER CAMP dem einen oder anderen außerordentlich gut gefallen könnte, aufgrund des ständigen hin und her, dem schwarzhumorigen Unterton und der vielen ungewohnten Situationen.

                    5,5 chemisch veränderte Pilzsporen im Trinkwasserbrunnen.

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                      lieber_tee 05.03.2018, 19:25 Geändert 05.03.2018, 19:28

                      Sprinkler des Grauens.
                      „Summer Camp“ ist kein Slasher-Film, wo ein Jason Voorhees-Abklatsch am Badesee hormon-geprägte Jugendliche killt. Das Regiedebüt von Drehbuchautor und Produzent Alberto Marini ist eine Metamorphose aus der Wackelkamera von [REC] (aber kein Found Footage) und dem Wut-verursachenden Virus aus „28 Days Later“. Sein durchaus aggressiv-treibender Horrorfilm bietet neben reichlich Gore und Gewalt eine angenehme Einfachheit, die an achtziger Jahre Produktionen erinnert. Die bewährte Formel des Infektion- bzw. Zombie-Themas zu variieren und die Erwartungshaltung des Zuschauers (manchmal) zu unterlaufen sind die Stärken des Films. Hier geht es um Vertrauen, oder das Fehlen davon. Den Plot um eine Wut-Seuche mit Misstrauen und wechselnden Loyalitäten, sowie einigen herrlich makaberen Ideen, zu erzählen, um ein brutales Katz und Maus-Spiel zu entwickeln, nutzt der Streifen aber nicht wirklich. Denn die effektiven Wendungen gehen verloren, weil die Interesse an den unsympathisch und unglaublich flachen Figuren schnell verloren geht. Und weil der Debütant Hektik, nervige Parkinson-Kamera-Arbeit und konfusen Schnitt mit Spannung bzw. Dynamik verwechselt. Bei den ständig sich wiederholenden Verfolgungsjagden bleibt der Nervenkitzel aus, trotz kreativer Drehbuchideen. Schade.
                      5 Hill-Billy-Meth-Labor-Wohnwagen.

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                      • 8

                        was für eine Perle in dem an sich ausgelatschten Zombie-Genre. Hier wird nicht groß palavert sondern gleich losgelegt. Guter Cast, klasse Story, und so wie der Film mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielt und bekannte Klischees ansetzt, um sie neu zusammen zu setzen, ist das ein wahrer Augenschmaus.

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                        • 3 .5

                          gerade so an der schmerzgrenze. story 0815, logik fürn arsch...schauspieler: naja. ringelpietz mit anfassen...

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                          • ?

                            Hoff kein Found Footage !! Hasse solche Filme !

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                            • 6 .5
                              Litharien 24.08.2016, 15:44 Geändert 24.08.2016, 15:53

                              "Summer Camp" - so nennt eine Firma ihr super Orientierungs-Event-Wochenende, zu dem einige Angestellte sich klassisch in einer kleinen Blockhütte verkriechen. Saublöde Teambuilding-Aufgaben (hier wird schon ein fieser Aspekt der umgebenden Natur angedeutet, der geschickt wiederholt genutzt und am Ende sogar recht drastisch eingesetzt wird), kein warmes Wasser, kein Internet...ach, ich kann schon verstehen, dass einem da langweilig wird.
                              Zum Glück (...? Oo) findet die Langeweile ein jähes Ende, als erste Angestellte plötzlich von einem Virus attackiert werden, der die Infizierten zu rasenden, blutgierigen Monstern mutieren lässt. Und los geht die Dezimierung der Angestellten. Sowas passiert, wenn man kein 13. Monatsgehalt bezahlen will !

                              So weit, so gut - alles recht klassisch und nichts Neues hinter'm Berge. Allerdings darf sich "Summer Camp" dennoch zu den besseren Genrevertretern zählen, was den teils recht überzeugenden Schauspielern wie auch dem durchgehend sehr hohen Tempo des Films zu verdanken ist.

                              Vergleiche zu Parallelfilmen wie [REC] oder "The Crazies" (etc...) lassen sich nicht von der Hand weisen. Aber da könnte man ja auch jeden Home Invasion Film, jeden Haunted Hause Film, jeden Zombiefilm schlecht werten und dürfte nur dem jeweils allerersten Film des Genres eine gute Benotung geben. Solange ein Film solide umgesetzt ist, sehe ich persönlich darin jedenfalls kein Problem. Ein Abklatsch ist "Summer Camp" jedoch in keinem Fall - dieser Film WILL zu keinem Zeitpunkt ein "Outdoor REC" sein, sondern geht eigene Wege - lediglich die "Infizierten" bleiben eine Gemeinsamkeit. Aber erneut....da könnte ich auch jeden Vampirfilm abstrafen, oder jeden Actionfilm, aufgrund der Gemeinsamkeiten zu bestehenden Filmen. So päpstlich ist nicht mal der Papst.

                              Diego Boneta und Maiara Walsh machen einen überzeugenden Job - Diego's Charakter "Will" ist gar ein seltener Lichtblick im Horrorgenre - er verhält sich klug, hilft seinen Freunden auch unter persönlicher Gefahr, deckt die Ursache des Virus auf - Mensch, es geht doch !!! Und dann ist da Jocelin Donahue, alias "Christy" - und der Herr sei mir gnädig, GANZ GANZ GANZ selten habe ich einen Filmcharakter so sehr, so abgrundtief, so glühend gehasst wie "Christy". Du liebe Zeit ! So feige, so egoistisch, so link, heimtückisch und skrupellos - wow. Somit ist klar, dass Miss Donahue zumindest in meinen Augen eine unglaublich gute Performance hingelegt hat. Sympathisch sein ist leicht, aber den absoluten Abschaum zu spielen, und das als Protagonist, in so einem kleinen Streifen - Hut ab ! Und wie hab ich mich im Nachhinein geärgert, dass ich sie so so so hübsch fand (vor Allem in der Hütte, im weißen Kleidchen, schüchtern und zurückhaltend - da hat mein Herz gleich einen Sprung gemacht !) - und dann ist sie so eine fiese Möb, uff. Ich hab noch nie so gebetet, dass es in einem Horror-B-Movie ENDLICH zu Ende geht mit einem Charakter. Aber wie es so ist, die sich selbst am Nächsten sind, kommen am Weitesten...seht selbst ;-) (Vor Allem die Szene im Bus - OMG, dafür hätte ich sie umgebracht. Die wäre nicht aus diesem Bus gekommen, niemals, und hätte es mich mein Leben gekostet). Also, was soll man sagen - die drei Protagonisten fand ich sehr gut.

                              Der Look des Films schreit natürlich "VIDEO" in den Himmel, und der Score war sehr unauffällig - damit aber auch unaufdringlich, was ich ganz okay finde. Lieber so, als nervige Sounds in Dauerschleife. Das Gebrülle der Infizierten fand ich persönlich gut gemacht und ordentlich gruselig. Oh: an den Rezensenten hier, der irgendwas davon redet, dass das so stark berarbeitet war: Du hast offenbar noch nie in Deinem Leben wirklich, wirklich, aus voller Lunge, geschrien. Was der Mensch an Geräuschen erzeugen kann, übersteigt das bei "Summer Camp" Gezeigte erheblich ;-)

                              Ich mochte auch den kleinen Twist !

                              SPOILER !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (kein sehr schlimmer, wird das Filmvergnügen nicht beeinträchtigen :-) )

                              dass der Virus nur temporär anhält und die Infizierten danach ohne Erinnerung an die Taten während der Infektion "erwachen" - und dann aber nicht, wie sonst gerne üblich, immun sind, sondern jederzeit nochmal angesteckt werden können. Schöne Idee, die sehr viel Dynamik in den Film brachte - no one's safe.

                              SPOILER ENDE :-)

                              Die Effekte wurden sparsam eingesetzt, waren aber handgemacht, was mir gut gefallen hat. Normal bin ich auch echt skeptisch bei Horrorfilmen dieser Art mit sehr wenigen Protagonisten - ich bin ein Gorehound und mag hohe Bodycounts :-D Hat dem Film hier aber null Abbruch getan, denn das Tempo des Films ist unheimlich hoch gehalten, was fast schon der heimliche Glanzpunkt des Films ist - das habe ich ähnlich gelungen zuletzt bei "Running Scared" gesehen, mit - Gott hab ihn selig - dem guten Paul Walker seinerzeit. In einem so überlaufenen Genre ist es wirklich schwer, echte Spannung zu erzeugen - "Summer Camp" schafft das spielend, und zwar über die gesamte Zeit des Films hinweg. Das finde ich für einen Film aus dieser Preisklasse mehr als nur eine Glanzleistung !

                              Der Editor war definitiv auch Keiner, der nicht wusste was er tut - "Summer Camp" ist schlüssig und schnell geschnitten, das Colour Grading ist zweckmässig und versucht gar nicht erst, den Filmlook zu erzeugen - wieso auch nicht, an Video ist nichts Schlechtes, man frage Herrn Robert Rodriguez !

                              All diese gelungenen Ideen täuschen aber nicht darüber hinweg, dass eine gewisse Handlungsarmut besteht. Mich hat es nicht gestört, der Film ist mehr die Momentaufnahme einer wahnsinnig spannenden Nacht, das ist okay. Aber ein klein bisschen mehr Charakterentwicklung angesichts der Extremsituationen hätte mir gefallen, sowas verändert einen doch. Das Skript ist halt zweckmässig, die Dialoge - naja, die sind teils echt nicht so gut. Was mir aber gut gefallen hat, war der Bruch mit den goldenen Plot Point Regeln, insbesondere beim zweiten. Man muss sich ein bisserl auskennen, um zu verstehen was ich meine, den Kennern wird es aber im Vergleich der Minuten (ca.) 60 und 90 klar :-) Der Schluss ist ein kleines Augenzwinkern, ein bisserl grinsen musst ich schon, auch wenn's makaber war :-D

                              "Summer Camp", den ich eher zufällig in der Grabbelkiste gefunden habe und von dem ich zuvor nichts gehört oder gesehen habe, konnte mich definitiv positiv überraschen und hat mich wunderbar unterhalten. Für die 7 Punkte reicht es nicht ganz, dazu wäre einfach - in meiner persönlichen Auslegung des 10 Punkte Systems - noch ein paar Upgrades nötig gewesen, ein bisschen mehr Budget, ein bisschen mehr Charakterentwicklung - und ja, vielleicht auch noch ein paar mehr Protagonisten, die wegen mir auch gerne noch ein bisschen blutiger zur Sache gehen bzw. das Zeitliche segnen gekonnt hätten, aber okay.

                              6,5 Punkte finde ich fair für einen No-Budget-Film (alles unter 2,5 Mio. Dollar ist "no budget", erst danach fängt "Low Budget" an, für die, die es bis dato nicht wussten), der für einen Popcorn Abend vor der Glotze - evtl eher mit Kumpels als der Liebsten - zu überzeugen weiß.

                              Wie üblich könnt Ihr Euch das Lesen der übrigen Rezensionen somit sparen, die sind leider nicht objektiv. Einfach anschauen. Wenn "Summer Camp" Euch nicht überzeugen konnte, könnt Ihr mich dann ja in den Kommentaren anmeckern. Und jetzt los, "Christy" hassen gehen, los geht's :-D

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                              • 5 .5

                                paar gute idden und paar sachen die nicht wirklich neu sind...aber bin der überzeugung das den vielen anderen besser gefällt

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                                • 7

                                  [...] Die amerikanisch-spanische Produktion SUMMER CAMP glänzt durch markerschütternde Hetzjagden, die kaum Zeit zum Verschnaufen geben. Ist erst einmal einer der Protagonisten infiziert, geht es Schlag auf Schlag. Weil sich Regisseur ALBERTO MARINI aufs Wesentliche reduziert und Nebensächlichkeiten außer Acht lässt, bleibt der Überlebenskampf über weite Strecken wirklich spannend. Das soll schon was heißen, in einem Subgenre, das die immer wieder gleichen Geschichten abspult. [...]

                                  Eine komplette Kritik gibt es auf dem Horrorblog FILMCHECKER zu lesen.

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