Chronicle - Wozu bist du fähig? - Kritik

Chronicle

GB/US · 2012 · Laufzeit 84 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film, Thriller, Drama · Kinostart
Du
  • 6 .5
    Mattscheibenvorfall 09.09.2018, 19:45 Geändert 09.09.2018, 22:42

    "A lion does not feel guilty when it kills a gazelle, right? You do not feel guilty when you squash a fly... and I think that means something. I just think that really means something."

    Im Grunde verhandelt Chronicle eine Frage, welche vermutlich bereits in unzähligen Kinderzimmern gestellt worden ist: was würdest du tun, wenn du Superkräfte hättest? Aufbauend auf dieser simplen und dennoch durchaus interessanten Idee vermischt dann Josh Trank in seinem Regiedebüt Elemente aus Science Fiction, Coming of Age-Drama, Superheldenkino und Found-Footage auf der Suche nach der Antwort auf eben diese Frage. Und so versetzt er die drei Teenager Andrew, Matt und Steve in eine Situation, mit der sie nicht nur umzugehen lernen müssen, sondern welche auch ihr ganzes Leben umkrempeln wird. Zunächst ist es für die drei Jungs auch kaum mehr als ein harmloses Spiel mit unbegrenzten Möglichkeiten, wenn sie Gegenstände in Bewegung versetzen, ohne sie zu berühren, Cheerleader-Röcke aufwirbeln, reichlich kichernd Schabernack im Supermarkt treiben oder durch die endlosen weiten des Himmels fliegen. Es ist lange ein eher kindliches Herantasten und auch Austesten von Grenzen und Möglichkeiten und besonders in diesen Momenten deutlich mit Bezug auf das Erwachsenwerden an sich zu lesen.

    Auch, wenn die neu erworbenen Fähigkeiten der drei Jungs anfänglich ein festes Band aus Zusammenhalt, Freundschaft und dem Wissen um Überlegenheit zwischen ihnen entstehen lässt, so bleibt Andrew jedoch immer etwas außen vor. Seine dysfunktionalen Familienumstände rund um die todkranke Mutter und den trinkenden und prügelnden Vater entspringen zwar tiefsten Drehbuch-Klischees und werden viel zu dick und vordergründig aufgetragen, erfüllen im erzählerischen Kontext aber zumindest ihren Zweck. Wirklich gebraucht hätte Chronicle diesen erzählerischen Vorschlaghammer jedoch nicht. Wenn Andrew schließlich endgültig seinen Impulsen nachgibt, dann macht das Drehbuch von Max Landis ihn wenigstens nicht zu einem stereotypen Bösewicht voller Allmachtsphantasien, sondern eher zu einer tragischen Figur und einem Opfer seiner Umstände. Nicht die Superkräfte sind es, welche ihn in den Abgrund des Wahnsinns taumeln lassen, diese Tendenz war schon vorher da, doch sie machen es ihm leichter.

    Einerseits erlaubt die Nähe zum Found-Footage eine extrem günstige Produktionsweise, bringt aber auch immer Probleme mit sich, wenn der Punkt erreicht wird, an dem es keinen Sinn mehr macht, dass die Figuren in buchstäblich jeder Situation – ob nun erschreckend bedrohlich oder vollkommen banal – immerzu filmen und die Glaubwürdigkeit unterwandert wird. Zwar bedient sich Josh Trank so manchem hübschen Kniff, wenn beispielsweise die telekinetischen Fähigkeiten genutzt werden um die Kamera schweben zu lassen oder die Jungs geradezu geil darauf sind, ihre Experimente aufzunehmen, und mildert diese Problematik so ein wenig ab, letztlich aber lässt diese Form der Inszenierung vermuten, dass sie allein dem niedrigen Budget geschuldet ist, lässt sich so doch viel kaschieren. Und besonders im etwas überbordenden Finale sieht man Chronicle sein schmales Budget auch immer wieder an, aber Trank versucht das kreativ wieder auszugleichen. Erzählerisch allerdings wirkt vor allem im letzten Drittel vieles seltsam überhastet, unterentwickelt und nicht immer so ganz nachvollziehbar, wenn sich Andrews Entwicklung dann doch etwas zu schnell vollzieht, sich provisorisch anfühlt und der Umschwung von ausgelassener Heiterkeit hin zum Drama zu plötzlich kommt. Das mag vielleicht der begrenzten Laufzeit von etwa 85 Minuten geschuldet sein, führt aber auch dazu, dass das eigentlich emotionale Finale an Wirkung verfehlt, weil die Entwicklung der Figuren zu Gunsten von Schauwerten abgebrochen wird.

    Letztlich verfolgt Josh Trank mit seinem Regiedebüt einen wirklich interessanten wie spannenden Ansatz und gestaltet diesen über weite Strecken auch wirklich gut, doch im letzten Drittel droht all dem etwas die Luft auszugehen, wenn die guten Ansätze und Ideen dann doch dem schablonenhaften Treiben geopfert werden, statt vielleicht wirklich Mut zu beweisen. Dennoch zweifelsohne sehenswert, allein schon, weil Chronicle sich lange wirklich ernsthaft und erstaunlich reif mit dem „große Kraft/große Verantwortung“-Dilemma auseinandersetzt. Der Schritt zu Fantastic 4 ist zwar nachvollziehbar, aber zweifellos die falsche Richtung gewesen.

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    • 8

      Klasse Film! Gute Schauspieler, eine sich glaubhaft entwickelnde Story und vor allem eine geniale Idee, denn: irgendwie kann sich doch jeder mit den drei Halbstarken identifizieren. Fast jeder Mensch wird sich irgendwann mal vorgestellt haben, wie es so wäre, Superkräfte zu haben, was man damit alles anstellen KÖNNTE und was man tun WÜRDE.
      In "Chronicle" geht Regisseur Josh Trank (der mich aber anschließend mit seiner Fantastic 4-Verfilmung arg enttäuscht) mit Hilfe dreier Jungs exakt dieser Frage nach und meistert dieses Vorhaben mit Bravour. Gegen Ende war es vielleicht ein bisschen viel Wind in den Segeln, aber die Idee war nur konsequent zu Ende gedacht. Die Kamera geht einem trotz FF nicht auf den Sack, sondern gibt dem Ganzen eher noch mehr frechen Teenie-Charme. Erinnert mich ein bisschen an "Project Almanac".

      Bis auf die manchmal schlechte Synchro finde ich kaum negatives an dem Film und empfehle in daher guten Gewissens an jeden Filmfan!

      8
      • 7

        Tatsache, meine 800. Review hier:
        "Chronicle" ist eine runde Sache.
        Interessante Thematik, die einen zum nachdenken anregt: Was würde man machen, wenn man plötzlich Superkräfte hat? Wie würde man reagieren?
        3 Jugendlichen ist genau das passiert und sie machen eine große Wandlung durch. Alle 3 werden gut von ihren Darstellern porträtiert, besonders Dane DeHaan hat mich beeindruckt.
        Zur Machart: Es ist ein Found Footage-Film. Es gibt zwar absolut keinen Grund für den Film, Found Footage zu sein (er hätte auch normal gedreht funktioniert), aber er nutzt das Prinzip auf höchst interessante Weise, in dem er zwischen verschiedenen Kameras von verschiedenen Charakteren/Passanten etc. wechselt. Das wird im Finale nochmal sehr deutlich, auch wenn es eben dort mit dem angesprochenen Wechsel etwas anstrengend zu schauen sein kann.
        Fazit: Guter Film, als Found Footage interessant gemacht, wenn auch als dieses eher unnötig. Nicht mehr, nicht weniger.

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        • 7

          Glaubwürdige Entwicklung des Bösewichts. Die etwas andere Art Super(anti)heldenfilm. Hat mich begeistert, schon allein deshalb, weil ich mich nicht erinnern kann, sowas schon mal gesehen zu haben. Damit meine ich nicht die Art der Kameraführung

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          • 7

            Mal eine etwas andere Art von Superhelden-Film. War recht unterhaltsam, kann ich weiterempfehlen. Dass es sich um einen Found-Footage Film handelt fand ich nicht weiter schlimm.

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            • 7

              Hat mich eigentlich ganz gut unterhalten. Fand den ganzen Lernprozess der Fähigkeiten spannend. Zum Ende hin vielleicht ein bisschen wenig Tiefe, aber was solls. Ach und hat mich etwas an Akira erinnert ;)

              Kann man sich mal anschauen auf jedenfall.

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              • 8

                In CHRONICLE verbindet die eher ungleichen Freunde Andrew (Dane Dehaan-A Place Beyond The Pines), Matt (Alex Russell-Jungle) und Steve (Michael B. Jordan-Fruitvale Station) vor allem Eins...Superkräfte!
                Was mit amüsanten Spielereien beginnt, endet in einem vernichtenden Amoklauf der etwas anderen Art!
                ...
                Wer für solch übermenschlichen Humbug nicht viel übrig hat, der sollte sich jetzt auf jeden Fall nicht abschrecken lassen...denn Josh Tranks fantastischer Genre-Mix ist authentisch aufgezogen, verfügt über gelungene visuelle Effekte und schafft kraft meisterhaft geführter Wackelkamera und überzeugend spielender Besetzung eine super einnehmende Atmosphäre!
                Die bösartige, aber durchaus nachvollziehbare Entwicklung von Andrew, stark verkörpert von Dane Dehaan, zum sogenannten 'Spitzen-Predator' gestaltet sich zunehmend spannend und lässt die Laufzeit von circa 85 Minuten wortwörtlich wie im Flug vergehen!
                ...
                Fazit: 'Chronicle-Wozu Bist Du Fähig?' ...hoffentlich Dazu, diesem originellen und unterhaltsamen Found Footage-Spektakel eine Chance zu geben!
                https://www.youtube.com/watch?v=dw7wuQKTkzU
                ...
                8 / 10 mal Nasenbluten

                PS: Wem die dramatische SciFi-Show mit ihrem Handkamera-Stil gefällt, der sollte unbedingt auch einen Blick auf das Horror-artige Gegenstück 'Afflicted' wagen, welches 'Chronicle' vom Stil her doch sehr ähnlich ist!

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                • 6 .5

                  Gar nicht mal so schlecht, was uns hier geboten wird. Auch wenn die Story teils vorhersehbar ist und einige Logiklöcher hat, wird man gut unterhalten.
                  Sehr solide Effekte und auch die Action kam nicht zu kurz. Jetzt kein megakracher, aber für einen Blick allemal zu gebrauchen.
                  Im Steelbook erhältlich.

                  • 7 .5
                    sibisch 22.08.2017, 19:39 Geändert 22.08.2017, 19:40

                    Super lustig am anfang wie die Teens ihre Fähigkeiten lernen. Schade aber dass es zu wenig in die tiefe geht. Dane Dehhan wie immer hervorragernd. Er erinnert mich jedes mal ein bisschen an den jungen Leonardo di caprio (Meine Meinung) Ist es die gleiche synchro wie bei Leo ?

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                    • 6
                      Foxpictures 21.08.2017, 03:49 Geändert 14.03.2018, 11:50

                      Einer der Besten Found Footage Filme, die ich bisher gesehen habe...doch erstickt das Ende meiner Meinung nach die, in der Handlung aufgebaute, Atmosphäre. Es erinnerte sogar sehr an Carrie und dahin sollte es nun meiner Meinung nach nicht gehen...Das sah dann mehr nach "Wir wollen unsere Animationskünste noch einmal unter Beweis stellen" aus. Und eben selbige Spezialeffekte fand ich ebenso niederdrückend. Der Rest, die Handlung, die Schauspieler, auch die Schauplätze, waren meiner Meinung nach ganz in Ordnung gewählt.

                      • 7

                        ScienceFiction Nights von Filmfreund!
                        Film: Chronicle - Wozu bist du fähig?

                        "Was glaubt ihr, ist das irgendeine geheime Strahlung oder etwas ... ?"
                        "Da steckt bestimmt die Regierung hinter! "

                        Ich denke jeder hat schon mindestens einmal von einer solchen Superkraft wie in diesem Steifen geträjmt. Soch was würde man wohl machen, wenn man solch eine Macht besäße?
                        Würde man Steine auf dem Wasser flitschen und aus Spaß einige Objekte levitieren zu lassen? Jep. Würde man sich selbst levitieren lassen und wie Superman durch die Lüfte fliegen? Oho ja, auf jeden Fall!
                        Doch würde man sie auch dazu nutzen, seine Widersacher bestrafen? Ich denke früher oder später schon.

                        "Der Löwe fühlt sich nicht schuldig, wenn er eine Gazelle tötet."

                        Grandios lässt "Chronicle" den Zuschauer diese Fragestellungen selbst reflektieren und verpackt diese Auseinandersetzung in einem interessanten Found Footage Gewand.

                        Immer schön, einen Found Footage Film zu sehen, der nicht im Horrorgenre angesiedelt ist. Mehr davon!

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                        • 5

                          Look siegt mal wieder über Inhalt, wobei das hier echt schade ist. Die Story an sich, ein paar Jugendliche die übermenschliche Kräfte entwickeln und nach anfänglichem Spaß damit aufeinander losgehen ist ok, hätte aber bestenfalls für nen soliden DVD Geheimtipp gereicht. Ins Kino kommt die Geschichte nun wohl dank des glücklichen Umstandes dass er im populären Wackelkamerastil gehalten ist: einer der drei hat permanent eine Kamera dabei die ihn und seine Freunde und das laufende Geschehen einfangen. Das mag zwar eine gewisse authentische Sicht besitzen und ausstrahlen, trägt aber die konventionelle Story kaum. Am Ende wird’s dann gar zum Riesennachteil: beim effektegeladenen Showdown würde man als Zuschauer von der Action gerne etwas mehr sehen als die distanzierte, eingeschränkte Sicht die man hat. Aber vielleicht gibt’s ja noch die Chance dazu. Der Film war bislang so erfolgreich dass eine Fortsetzung beschlossene Sache zu sein scheint. Für mich bräuchte es das aber nicht.

                          Fazit: Möchtegern Origineller Film mit brauchbaren Ansätzen, in seiner Art und Umsetzung aber eher ermüdend.

                          Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=f57axvM8haI

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                          • 9

                            So muss ein guter Superheldenfilm sein. Figuren, die ihre Kräfte langsam erforschen und entdecken was Ihnen dadurch alles Möglich wird.

                            • 8

                              obwohl fsk 12 wirkt es 0 weichgespuehlt..perfekter grad zwischen teeni-und erwachsenenfilm

                              • 7 .5

                                Das ist ein sehr interessanter Film ,der sich mit der Frage beschäftigt, was WÜRDEST du tun, WENN du alles könntest ...

                                • 3

                                  Wir begleiten Andrew, der etwas seltsam ist, sei es aufgrund seiner schwerkranken Mutter oder seinem brutalen Vater. Dabei wird Andrew so extrem losermäßig dargestellt, dass er einfach nur seltsam ist. Sollte das so gewollt sein, dann haben sie gute Arbeit geleistet. Ansonsten ist der Protagonist etwas unsympathisch und sogar recht dumm.
                                  Alle anderen Menschen sind wesentlich sympatischer, so dass ich es schwer fand, auf der Seite des Protagonisten zu sein.
                                  Als die Drei dann ihre Fähigkeiten bekommen, wird es anfangs noch recht nett gezeigt, jedoch wird es gegen Ende etwas überladen. Der Endkampf streckt sich und wird langweilig. Das Ende ist naja.
                                  Alles im Allem ein eher langweiliger Film, der mich nicht überzeugen konnte. Der Protagonist ist mir einfach zu unsympathisch und dumm, so dass mich seine Geschichte nicht wirklich interessiert.

                                  • 6

                                    Andrew hat sich vorgenommen ab jetzt sein Leben mit einer Kamera zu begleiten, und so filmt er wie sein Vater ihn betrunken verprügelt und anschreit, sowie seine Schulkameraden, und wie er Zeit mit seinen neuen Freunden verbringt. Eines Nachts stoßen sie auf ein Loch im Boden was aussieht wie von einem Meteoriteneinschlag, und erkunden die dunkle Höhle darunter. Dort finden sie eine glühende Konsistenz vor, die ihnen kurzerhand Nasenbluten beschert, und sie ohnmächtig macht. Sie kommen irgendwie dort hinaus, und stellen so langsam fest das sie sich verändert haben, und über neue Kräfte verfügen. Sie demonstrieren sich gegenseitig wie sie Dinge schweben lassen können, und später auch sich selbst. Ein paar kleine Scherze untereinander, und mit anderen Leuten zu Beginn was noch harmlos wirkt, bis es zu einem tragischen Zwischenfall unter ihnen kommt, und die Sache aus dem Ruder zu laufen scheint. Dann gibt es da noch seine kranke Mutter die dringend Medikamente braucht, denn die Kosten dafür sind sehr hoch, und das Geld muss er nun irgendwie eintreiben.

                                    Wie werden die Leute auf die Superkräfte reagieren?
                                    Lässt es sich wieder rückgängig machen?
                                    Was stellen sie noch alles an?
                                    Endet es im Chaos?

                                    Am Anfang ziemlich unterhaltsam und spannend da man erfahren möchte was sie noch so alles anstellen werden, doch zum Ende hin nimmt es immer unglaubwürdigere und übertriebene Ausmaße an, sodass weniger bekanntlich manchmal mehr ist. Trotz allem eine nette Unterhaltung im Found-Footage Style, die trotzdem unterhalten kann.

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                                      Dady 14.09.2016, 11:13 Geändert 14.09.2016, 11:17

                                      Bevor ich hier groß aushole....Chronicle ist wirklich mal was anderes und hebt sich ab von den typischen Superheldenverfilmungen. Nach anfänglichen Problemen kam ich dann auch mit der "Wackelkamera" klar. Auch wenn sie in einigen Szenen eher störend war und ich mir dachte das einiges ohne dieses gewackel bestimmt noch besser ausgesehen hätte. Ein Problem das ich ja schon von "Cloverfield" kannte. Ja sonst hatt mir Dane DeHaan in seiner Rolle sehr gut gefallen und wieder gezeigt das er ein besonderes Talent besitzt.
                                      Also Chronicle sticht halt heraus ist aber in meinen Augen nicht der ganz große Wurf wie vielleicht erhofft.

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                                      • 7 .5

                                        Endlich wurde dem langweiligen Superhelden Genre wieder ein bischen Leben eingehaucht. Echte Ausnahme in dem Genre und gerade deswegen so interessant. Ich denke hier kann man auch mal getrost zugreifen, selbst wenn man mit diesem Genre nichts anfangen kann.

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                                        • 7 .5
                                          SupeerFranzi 05.06.2016, 00:11 Geändert 28.07.2016, 23:25

                                          Ich hab von dem Film an sich nicht viel erwartet. Aber ich wurde positiv überrascht. Ist es ironisch zu sagen, dass ein Film mit Superkräften sehr real wirkt? Denn genau das tut er. Dieser Film überzeugt damit, dass man sich wirklich vorstellen kann, dass es so ist, wenn man Kräfte bekommt. Wie sie sie testen und immer sicherer werden. Immer stärker. Und wie man sich selbst verlieren kann in Größenwahn und der Macht verfallen kann, wenn man nicht aufpasst.

                                          Der Film hat mich überrascht und ist wirklich etwas besonderes. Und das schafft fast kein Film in dieser Zeit, in der sich Storys immer wieder wiederholen und man das Gefühl hat, dass nur die Schauspieler wechseln.

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                                            Schubi09 26.05.2016, 13:30 Geändert 27.05.2016, 00:18

                                            Ist es nicht genau das, was sich die Mehrzahl aller Menschen schon mal gewünscht hat? Telekinetische Fähigkeiten, Objekte mit der reinen Gedankenkraft zu bewegen und auch fliegen zu können.Genau diese Fähigkeiten erlangen die 3 mehr oder weniger normalen Teenager Andrew, Matt und Steve in Chronicle.
                                            Doch wie setzt man seine neuen Fähigkeiten ein? Genau wie die 3 hätte es wahrscheinlich jeder gemacht: Erst einmal zum Testen und dann, wenn man sie ein wenig unter Kontrolle hat, zum eigenen Vergnügen.
                                            Genau daran liegt zum Teil der Reiz an diesem Film. Wenn man den Jungs anfangs noch zusieht, wie sie ihre Kräfte austesten, dann fängt man selbst noch an zu schmunzeln und wünscht sich selbst derartige Fähigkeiten. Doch wo liegen die Grenzen, wenn die Kräfte weiter bis zu einem gewissen Punkt trainiert werden? Wie lange sind sie kontrollierbar?
                                            Was zu Beginn in die Richtung Science-Fiction geht, entwickelt sich auch im weiteren Verlauf ebenso zu einem überzeugenden Jugenddrama. Gerade Andrew, welcher eher ein Außenseiter ist und von den dreien noch die meisten Probleme (gerade im familiären Bereich) mit sich zieht, macht dabei eine durchaus überzeugende, aber auch nachvollziehbare Entwicklung durch.
                                            Was noch relativ ungewöhnlich für dieses Science-Fiction-Superhelden-Jugend-Drama ist, ist der Found Footage-Look, den ich bisher nur in Horrorfilmen sehen konnte. Das verleiht dem ganzen noch etwas innovatives, auch wenn dieser Style natürlich nicht grundlegend, jedoch in diesem Genre neu erfunden wurde. Was die Logik der allseits vorhandenen Hand-Kamera angeht, lassen wir mal dahingestellt, da es dem ganzen keinen Abbruch tut.

                                            Trotz der wirklich interessanten Grundthematik des Films, bin ich sogar noch ein wenig überrascht (im positiven Sinn). Das liegt dabei vor allem an der starken Authentizität des Streifens und seiner enormen Kurzweiligkeit. Bitte mehr davon!

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                                              Das Ende hatte ein bisschen was von Akira...fand ich gut!

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                                                Einen Superhelden-Film im Found-Footage-Stil zu drehen ist echt mal eine interessante und frische Idee. Diese Art von Film, die bisher fast ausschließlich im Horror-Genre zu sehen war, leidet zwar auch hier an der Logik, dass die Figuren immer und überall eine Kamera zur Hand haben, aber dem Unterhaltungswert tut das keinen Abbruch. Denn "Chronicle" zeigt eine interessante Geschichte mit überzeugend gespielten Charakteren. Besonders Dane DeHaan als leicht psychotischer Außenseiter hat mir richtig gut gefallen. Seine Entwicklung war dank der guten Hintergrundgeschichte absolut nachvollziehbar und authentisch.
                                                Dazu gibt es einige sehenswerte Actionszenen mit tollen Effekte, die aber nicht einfach so eingefügt wurden, sondern die Handlung immer vorantreiben und dramaturgisch wichtig sind.
                                                Ich war von dem Film sehr positiv überrascht.

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                                                  ehcbasel 22.05.2016, 00:45 Geändert 22.05.2016, 00:46

                                                  Die Geschichte an sich ist ganz interessant. Tontechnisch ist es keine Offenbarung. Der Charakter des Hauptdarstellers war mir von Anfang nicht wirklich gefallen, ein richtiger Psycho halt, die anderen sind eher wenig ausgeprägt. In der Phase wo die Jungs die Kräfte entdecken und der Hauptdarsteller kurz beliebt wird finde ich den Film wirklich gut, an sonsten ist er höchst Durchschnittlich vor allem das Ende. Die Schauspieler finde ich ganz gut allen voran Dane DeHaan, Michael B Jordan und Michael Kelly. Die Wackelkamera gefällt mir auch nur bedingt.

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                                                    Überraschender kurzweiliger und Mega interessanter Sci-fi Hammer.
                                                    Sei fähig und schau ihn dir an!

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