Contact - Kritik

Contact

US · 1997 · Laufzeit 150 Minuten · FSK 12 · Drama, Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 8 .5

    Contact ist ein großartiger Film mit viel Tiefe. Damals, als er im Kino lief, war ich fasziniert von der Spannung, die mich regelrecht an den Kinosessel gefesselt hat.
    Ganz großes Kino - den könnte ich mir immer wieder anschauen.

    2
    • 8 .5

      Wenn man mich fragt, welche SF-Filme meine absoluten Lieblinge sind, und die ich getrost in einem einzigen Atemzug nenne, dann sind es "The Abyss", "Interstellar", "2001" und "Contact". Ich habe mit vielen über die Fürs und Widers des Filmes diskutiert - ist wohl Geschmackssache. Aber um den Film zu verstehen, muss man sich auch auf die Tiefe einlassen, welche dieser Film in seinem Genre wie kaum ein anderer vertritt.

      Der Buchautor Carl Sagan (Unser Kosmos) wollte einen realistischen SF-Roman schreiben. Optimistischer Philosoph, der er war, hat er einen wirklich großartigen Roman hingelegt, der - mit einigen Abzügen zwar - von Robert Zemechis (Forrest Gump, Back To The Future) wirklich grandios umgesetzt wurde.

      "In dem Film gibt es aber keine Raumschiffe"
      Eines meiner meistgehassten Zitate: Natürlich gibt es die nicht. Contact ist immerhin weder Star Trek noch Independence Day, sondern eher ein Film, der sich mit der grundliegenden Frage beschäftigt, was wäre, wenn wir plötzlich außerirdisches Leben durch ein Signal wirklich und tatsächlich beweisen könnten. Und genau darum geht es hier. Es gibt eine Kapsel, die man als Raumschiff bezeichnen kann, aber es geht hier vor allem um die Reise Ellen Arroways (Jodie Foster) und die Frage nach dem Sinn und dem Alleinsein.

      "In dem Film gibt es keine Aliens!"
      Verdammt - und das ist auch gut so! Was erwartet ihr denn? Graue Männchen? Ein 17tentakeliges Monster? Das würde den Film ruinieren! Die Weise, wie das Ganze gelöst wurde konnte gar keine bessere sein und ehrlichgesagt stelle ich mir so auch am ehesten Alien-Leben vor. Es muss von uns verstanden werden.

      Contact ist für mich ein tiefgründiger eingängiger und nachdenklicher Film, auf den man sich einlassen muss. Klar braucht man mit 149 Minuten Lauflänge eine Menge Sitzfleisch und für viele wirkt er sicher auch langartmig. Aber für mich ist die Zeit nötig, um "Contact" auch vollends verstehen zu können. Die Zeit selbst jedenfalls wird toll genutzt.

      Jodie Foster und Matthew McConaughey tragen den Film großartig. Dabei bekommen wir tolle Bilder zu sehen, die eine erhabene Stimmung aufbauen.

      Am Ende bleibt nur zu sagen: Wir haben hier kein "Independence Day", wir haben "Contact". Einen Film, der mich bei jedem erneuten Gucken nachhaltig zu beeindrucken weiß.

      3
      • 9

        Ganz großer Film. Könnte ich immer wieder aus dem Schrank holen. Nichts für Konsumenten, die durchgehende Transformers-Action brauchen. Aber wer sich darauf einlässt, vielleicht spät abends der Spannungskurve dieser Erstkontaktgeschichte zu folgen, weil er/sie schon immer gerne in die Sterne gesehen und über Astronomie gelesen hat, weil da draußen einfach noch jemand sein muss, der hat hier ganz großes Kino. Ein Punkt Abzug für die etwas käsige 90er Machart. Aber ansonsten: top!

        1
        • 7

          Da muß man selber mit umgehen können: ein Science-Fiction Film der eigentlich nur in der Gegenwart spielt, ein Alienfilm in dem es keine Aliens zu sehen gibt und all jenes dann über einen Zeitraum von 2 1/2 Stunden. Trotzdem sind genug interessante Namen mit an Bord, allen voran natürlich Jodie Foster der die Rolle der fanatischen Forscherin geradezu auf den Leib geschneidert ist - daneben macht aber Spaß Matthew McConaughey als deren recht lässigen Freund zu sehen. Ansonsten halten sich all die Dinge die einen Alienfilm ausmachen bewußt zurück: Action gibts nahezu garnicht, Effekte bleiben auch aus. Trotzdem wird der Film nicht langweilig, er zeigt eben nur das ernsthafte Drama einer Frau die ihren Lebenstraum sucht und wirft allerhand politische und philophische Gedanken auf die diesem im Wege stehen. Ob man das spannend oder nervig findet bleibt jedem selbst überlassen - die letztliche Frage ist ob man einen so redseligen Film über eine solche Lauflänge aushält.

          Fazit: Recht tiefgründiger Science-Fiction Film mit Angrenzungen an Langatmigkeit!

          2
          • 3

            Geht ganz gut los und lässt stark nach. Jodie Foster ist völlig unglaubwürdig als Wissenschaftlerin. Ihre hektischen Auftritte werden im Laufe des Films immer peinlicher. Vielleicht wäre der Film mit einer anderen Hauptdarstellerin besser geworden.

            • 8 .5

              Vorhersage 6,5 ?! Am Arsch! Da sind mindestens 8 Punkte drin!

              "Contact" ist ein Science-Fiction-Film der etwas anderen, ruhigeren Art. Er zielt gar nicht so sehr darauf ab, was die Außerirdischen wollen oder tun, sondern viel mehr wie die Menschen damit umgehen.Contact lässt mehrere verschiedene Sichtweisen auf die Entdeckung durchscheinen, von euphorischem "das ist der größte wissenschaftliche Durchbruch seit dem Feuer" bis zu fanatischem "Gott will nicht, dass wir mit Aliens in Kontakt kommen!" ist vieles dabei.
              Der Film bietet viel Zeit zum Nachdenken, insbesondere zum Ende hin und bei den Rückblenden in Alloways Kindheit.

              Leider hat der Film sich mit der Reise durchs Wurmloch für meinen Geschmack in die falsche Richtung entwickelt, das ging mir dann doch zu sehr ins Fantastische. Außerdem ist der Film optisch nicht gut gealtert, aber das ist zweitrangig.

              Ich werde mich hier trotzallem bei einer mehr als soliden 8,5 einordnen, für mich ist Contact auf einer Linie, ja fast ein Vorgänger von Arrival. Und das sind mit Abstand meine beiden Lieblings-SciFi-Filme.

              2
              • 9
                RoboMaus 17.03.2017, 08:30 Geändert 17.03.2017, 14:30

                Welch ein wunderbarer Film, von dem eine ungeheure Faszination ausgeht - nichts weniger als den Kontakt zu einer fremden Zivilsation mit einem Weltallabhorch-Programm zu erhaschen, das tatsächlich für diesen Zweck ins Leben gerufen wurde: SETI. Mehr braucht es nicht. Hier greifen nicht zum x-ten Mal die Aliens an, hier flimmern keine Lasergeschosse über den Bildschirm, sondern man dreht die Realität nur eine Nuance weiter: was wäre, wenn SETI wirklich eine Botschaft aus der Tiefe des Alls empfängt?

                Dabei ist Jodie Foster die treibende Kraft, die das Programm entgegen allen Unkenrufen und Beschneidungen weiterführt. Sie ist die perfekte, absolut glaubwürdige Besetzung für die Rolle der Idealistin, die dafür mit dem größten Abenteuer belohnt wird, das ein Mensch haben kann.

                Wie der Titel 'Contact' schon verrät, kommt die Botschaft, und was für eine: die Bauanleitung zu einer Anlage, von der zunächst niemand weiß, wofür sie gut sein soll. Anders kann es nicht sein - hier darf nichts Prophanes entstehen, das sofort durchschaubar wäre. Genau das verleiht dem Geschehen seine ungeheure Spannung.

                Da es sich um die fortgeschrittene Technologie einer fremden Zivilisation handelt, findet sich genug Antrieb, das extrem teure Unternehmen umzusetzen. Doch hierin liegt auch der einzige Punkt, der mir an diesem Plot weniger gefällt (SPOILER: der böse Bube, der allein das größte Projekt aller Zeiten sabotiert, überzeugt weder im Vorgehen, noch passt das in die Handlung; SPOILER ENDE). Damit wird lediglich versucht, zusätzliche Dramatik zu schüren, was dieser Film nicht nötig hat.

                Die spannende Handlung kulminiert mit einer phantastischen Reise, die Foster mit Hilfe der außerirdischen Technologie antritt. Das ist mitreißend gemacht - als Zuschauer wird man in eine Welt gezogen, die jenseits der Vorstellungskraft liegt, und doch so greifbar erscheint. Es wirkt, als wäre man selbst auf einem Trip zu den Ufern am Rande des Meeres der Erkenntnis, was enormes Suchtpotential birgt - ich wäre wieder und wieder in diese Kapsel gestiegen....

                Grandioses Kino im Format der Neunziger, als Begriffe wie "Handlung" und "Inhalt" noch eine Bedeutung hatten, die heutzutage immer mehr verloren geht.

                31
                • 6

                  Ein Film der die Überheblichkeit der Politik und Religion zeigt. Judie Foster spielt ihre Rolle ausgezeichnet. Auch James Woods scheint seine Rolle als Heuchler gefunden zu haben. Sicher nichts Perfektes aber alles in allem ein gelungener Sience-Fiction.

                  • 1 .5

                    Langweiliges Stück Ödnis, mit pseudophilophischem Anspruch und viel Geschwurbel. Eher Besinnungskino als Science-Fiction.

                    1
                    • 9

                      Mein Fazit:

                      Der Film mit Jodie Foster ist ein spannendes und bewegendes Epos um die interessanteste Frage aller Fragen: Sind wir allein? Laut diesem Film sind wir es wohl nicht! Denn eine solche Maschine konnte nie und nimmer von einem Mensch konstruiert sein.

                      Jodie Foster hat wieder mal grandios gespielt. Sie ist eine engagierte Wissenschaftlerin, die gleichzeitig den Glauben an Gott verloren hat. Sie kann stets nur etwas erklären, was sich auch beweisen lässt. Gefangen von ihrer eigenen Entdeckung und gedeckelt von der US-Regierung steht sie inmitten ihres Labors, um Erklärungen für all das zu finden, was dieses Signal noch übertragen hat.

                      Der Film zeigt, wie kontrovers eine solche Entdeckung aufgenommen werden kann. Ist das Signal friedlich? Stammt es nicht doch von der Erde? Was sagt das Signal aus? Wozu ist dieser hochkomplizierte Bauplan mitgeliefert worden? Warum reißen immer Menschen den Ruhm ansich, die sie vorher ausgebootet haben? Und der Film zeigt auch deutlich, aus welchen Blickwinkeln die ganze Sache betrachtet werden kann, das es keine universelle Lösung geben kann für den richtigen Representanten der Welt.

                      Allie wird von vielen Freunden, aber auch von vielen Feinden begleitet, die alle in irgendeiner Form einen interessanten Ansatz bringen. Einer dieser Freunde ist der Theologe und Schriftsteller Palmer Joss (Matthew McConaughey), der sie heimlich liebt und sie indirekt, wenn auch aus selbstsüchtigen Gründen, versucht, von ihrem Projekt abzuhalten.

                      Der Film bietet viel Diskussions-Stoff über diese und jene Frage. Letztendlich ist er jedoch nur ein glaubwürdiger und gut gemachter Science-Fiction Film mit einigen wahrheitsgemäßen Elementen. Für diesen ungewöhnlichen Film und für eine tolle Jodie Foster gibt es 90% von mir.

                      Anmerkung: Die Rezension stammt vom 01.06.2009.

                      3
                      • 2
                        Landru71 14.11.2016, 01:58 Geändert 14.11.2016, 02:00

                        Ich habe den Film damals im Kino gesehen und weiß noch, dass mein Kommentar beim Verlassen des Saals war: "Was für ein Schwachsinn". Man kann von mir aus gern in diesen Film viel hineininterpretieren - so wie es jene machen, die vor einer weißen Leinwand mit einem roten Klecks stehen und in diesem Botschaften vieler Art zu erkennen glauben. Ich sehe im Plot von Contact wirklich keinen Sinn. Sicher will der Film Anfangs eine Message rüberbringen, was ok und ganz gut gemacht ist. Nur verstrickt der Streifen sich dann mehr und mehr in Absurditäten. Um eine Gesellschaftskritik oder ähnliches zu äußern, braucht es eine solide Stoyline bis zum Ende und nicht einen solch abgedrehten Firlefanz.
                        Zu Beginn passt alles. Die Schauspieler machen einen guten Job. Ab dem 2. Drittel muss ich den Film jedoch abschalten. Ich erwarte bei einem SF-Film nicht unbedingt 100% Logik und die Beachtung physikalischer Gesetzmäßigkeiten. Aber spätestens wenn Judie Foster auf Ihren Trip geht, kommt es mir vor, als hätten alle Beteiligten sich die eine oder andere Pille eingeworfen. Sie kann durch "Wände" sehen, reist kreuz und quer durch die Galaxis ohne auch nur ein Steuerelement - abgesehen von dem einfachen Kompass ;), landet plötzlich an einem kunterbunten Strand... Vielleicht braucht man den einen oder anderen "Muntermacher", um das 2. Drittel des Films zu verstehen... Vielleicht ist aber auch nur an mir etwas vorbeigegangen. Wie auch immer...
                        Abgesehen von der an den Haaren herbeigezogenen Story und dem total kitschigen Schlusspart, ist der Cast wie schon erwähnt soweit ganz gut. Nur Foster, die ich eigentlich sehr mag, kann mich hier in keinem Moment überzeugen. Vielleicht lag es ja daran, dass auch sie wenig Sinn in dem Plot und ihrer Arbeit sehen konnte :). Ich persönlich finde diesen Film einfach schlecht und wundere mich über die hohen Bewertungen.

                        • 6

                          auch wenn der mir zu lang geht...anschauen kann man den

                          2
                          • 7
                            marvel_master 14.11.2016, 01:43 Geändert 14.11.2016, 01:45

                            An sich ein gut gemachter Film. Was ich nicht verstehe ist, warum sich Ellie durch den Fleischwolf drehen lässt. Sie hat weder jemanden gezwungen die Maschine für 500 Mrd zu bauen noch hat sie jemanden erpresst das Teil einzuschalten.

                            Wenn ihr der Ausschuss nicht glauben will, kann ihr das doch egal sein. Sie weiss ja, was sie gesehen hat.
                            Abgesehen davon, ich hätte noch eine Polaroid mitgenommen. Sicher ist sicher. :D

                            VG
                            Marvel

                            • marcel.schmexx 01.10.2016, 14:43 Geändert 01.10.2016, 15:19

                              Die Story ist eine nette Idee, zumindest bis kurz vor Ende des Films. Warum sollte uns eine so extrem hochentwickelte Zivilisation einen Bauplan schicken, für eine Maschine die umgerechnet 500 Milliarden Dollar verschwendet, nur damit ein Mensch eine Vision hat diese er genauso wenig wie einen Traum beweisen kann? Komischerweise wird diese Maschine auch nur einmal für einen einzgen Menschen eingesetzt. Die Story ist ziemlich unlogisch und ergibt am Ende einfach keinen Sinn mehr. Ansonsten ist der Film wirklich gut gemacht und ich kann ihn empfehlen.

                              • 10

                                „Wenn wir die Einzigen im Universum sein sollten, wäre das eine ziemliche Platzverschwendung.“

                                Der Roman von Carl Sagan von 1985 ist einfach eine phantastische Vorlage. Sagan war auch mit verantwortlich für die goldene Datenplatte an den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 – und galt als Ausnahme-Astronom.

                                Die Geschichte: Ellie Arroway (brilliant: Jodie Foster) ist bereits seit ihrer Kindheit fasziniert von den Sternen, und bekommt liebevolle Anleitung von ihrem Vater, gespielt von David Morse. Morse kennen wir als schiesswütigen Gangster im Getaway-Remake drei Jahre zuvor. Umso erstaunlicher, dass die sanfte Rolle des Daddys in „Contact“ absolut funktioniert. Morse wirkt, als habe er nie etwas anderes verkörpert.

                                Aber auch Matthew McConaughey, William Fichtner, James Woods und John Hurt spielen brilliant. Der Film ist bis in jede Nebenrolle top besetzt.

                                Und das unglaubliche Funksignal kommt. Eine Bauanleitung für eine Maschine, dessen Funktion niemand kennt. Die Maschine wird von internationalen Geldgebern für Unsummen gebaut. Das Ereignis zieht Spinner, Weltverbesserer und Sekten aller Art an.
                                Was nun über Ellie hereinbricht, ist ein Spektakel der Medien, des Militärs und der Politik. Kotzbrocken Dr. Drumlin (superfies: Tom Skerritt) stellt sich selbst als Pilot zur Verfügung, und heimst alle Lorbeeren ein, für die Ellie verantwortlich zeichnete.

                                Regisseur Robert Zemeckis („Forrest Gump“, „Cast Away“) schafft es perfekt, seine Vision mit ganz realen irdischen Verhaltensweisen zu koppeln, die genau so wahrscheinlich passieren würden. Das unglaubliche Ende darf man nicht erzählen, weil es wunderschön und tragisch zugleich ist.

                                Der Score von Alan Silvestri scheint aus einer anderen Dimension zu stammen. Er hat eines der schönsten Klavierthemen ever geschrieben.

                                Sicher ist es Jodie Fosters einmaliger Schauspielleistung zu verdanken, dass wir mit einer genialen und enthusiastischen Wissenschaftlerin in jeder Minute mitfiebern. Es ist auch der deutschen Synchronstimme Hansi Jochmann zu verdanken, dass der Auftritt Fosters für uns ein Ereignis ist. Sie synchronisiert einfach phantastisch gut.

                                Fazit: Zemeckis versteht es, die persönlichen und politischen Ambitionen und die damit verbundenen Machtspiele realistisch zu inszenieren. Und uns gleichzeitig eine der schönsten Kinoversionen des Kontaktes zu Außerirdischen zu präsentieren, ohne dass diese auch nur eine Minute lang kitschig wirkt. Volle Punktzahl.

                                3
                                • 8

                                  Schöner,guter Film.Mehr dazu unter Rüdiger Suchslandkritik......

                                  • 5 .5
                                    Hans.Ongerth 24.07.2016, 10:22 Geändert 07.08.2016, 23:23

                                    Ich habe mir neulich Contact nach ca. 15 Jahren wieder angeschaut. Fand ihn damals eigentlich sehr gut, sogar Jodie Foster, die ich sonst nicht ausstehen kann. Inzwischen muss ich mich allerdings schon fragen, was ich mir damals dabei gedacht habe... Die Special Effects und der Sound können sich immer noch sehen lassen, die Story ist aber an den Haaren herbeigezogen. Die Szene, in der Ellie den Alien trifft, der sich als ihr Vater ausgibt, überschreitet schon deutlich die Kitschgrenze. Den dazugehörigen Strand würde ich mir aber doch ganz gerne zur Erde beamen lassen, falls er noch im Angebot ist. Die Wellen sollten sich aber dann Richtung Ufer hin bewegen, nicht umgekehrt :-)

                                    1
                                    • 7

                                      Fand ihn ziehmmlich gut

                                      • 8 .5
                                        Singtoo Thai 15.03.2016, 05:58 Geändert 09.04.2016, 11:37

                                        Schön gemacht mit einigen philosophischen Elementen.
                                        Achtung Spoiler!
                                        Schade ist eigentlich nur, dass man am Schluss eine tolle Chance verschenkt hat:
                                        Ellie muss vor dem Ausschuss Auskunft über ihre Erlebnisse geben, muss aber zugeben "Ich kann nichts beweisen" - also glaubt ihr der Ausschuss auch nicht. Hier hätte nun folgender kurze Dialog kommen sollen: Fragen von Ellie an den Ausschuss "Glauben Sie an Gott?" - Der Vorsitzende hätte natürlich mit "Ja" antworten müssen (Religion / Gott ist ja zum Teil ein Thema in diesem Film). Dann hätte Ellie sagen müssen "Beweisen Sie es" - was natürlich niemand könnte.
                                        Fazit: an Gott glauben so viele (obwohl nichts bewiesen werden kann), aber niemand glaubt an Ellies fantastisches Abenteuer - weil sie nichts beweisen kann. Wo bleibt auch da die Logik liebe Christen & Co.??

                                        3
                                        • 9

                                          Contact. Nun der Film brauchte nicht lange um Kontakt zu mir herzustellen.

                                          Das "raus-zoomen" von der erde weg immer weiter untermalt mit den Markanten Sendungen die in der Zeit "rückwärts" laufen um so zu zeigen wie lange doch unsere Radiosignale brauchen bis sie irgendwo ankommen war einfach genial.

                                          Dann die kleine Ellie die sich Gedanken macht ob sie mit ihrem Funkgerät ihre verstorbene Mutter erreichen kann. Die Triebfeder durch welche sie sich später im SETI Projekt engagiert. Nahezu besessen verfolgt sie ihre Ziele.

                                          Der Film wird getragen von der Geschichte um Ellie, gespielt von einer intensiv genial auftrumpfenden Jodie Foster. Sie spielt die Besessenheit soweit, das ihr Charakter manchmal nahe an die Linie zum nervigen kommt ohne diese aber je zu überschreiten. Ich fand das war eine Glanzleistung.

                                          Auch die Story kann mich überzeugen. Schwächen hatte für mich nur das Ende der Reise. Das driftete viel zu sehr ins Mystische ab. Aber das waren so ca 5 Minuten im ganzen Film die ich nicht wirklich prickelnd fand.
                                          Ich bin auch absolut kein Freund von Matthew McConaughey und fand seinen Charakter ziemlich Unsymphatisch aber das ist... naja schon persöhnliche Abneigung.

                                          Sehr gelungen und sehr unterhaltsam.

                                          Wenn wir die einzigen Intelligenten Lebewesen im Universum sind, dann ist das eine riesige Platzverschwendung.

                                          6
                                          • 7 .5

                                            Sehr interessanter Sci Fi Streifen der einen bis zum Schluss gut unterhält und ungeduldig auf das Ende warten lässt und am Ende die Fragezeichen im Kopf nicht wirklich abbaut. Trotzallem ein Movie der oberen Klasse

                                            1
                                            • 7 .5

                                              In voller Länge lesen: https://thomasschroers.wordpress.com/2015/11/01/contact-robert-zemeckis-1997/

                                              [...]
                                              „Contact“ beginnt mit einer unglaublich einleuchtenden Kamerafahrt. Langsam fliegen wir von der Sonne aus rückwärts durch das Weltall. Planeten und Sterne kommen und gehen und wir fliegen immer weiter. Das Sonnensystem zieht vorüber. Nicht nur ist diese Kamerafahrt eindrucksvoll ausgeführt und glänzend gestaltet, sie verdeutlicht auch eine der Hauptaussagen von „Contact“. Im Vergleich zu der unendlichen Weite des Universums ist der Mensch nur ein kleines Wesen in einer winzigen Ecke, irgendwo in einer riesigen Welt. Wenn also Ellie Arroway (Jodie Foster) diese Tatsache am Ende des Filmes in die Welt hinausspricht, dann schließt sich der Kreis.
                                              [...]

                                              2
                                              • 6 .5

                                                Was für ein Opening, mit das Beste was ich bislang gesehen habe.
                                                Das Weltall ist so erstaunlich.
                                                Nach diesen Bildern wird einem klar wie klein wir sind und das es eine macht da draussen geben muss.
                                                Jodie Foster sucht sich und das Leben im All.
                                                Es macht viel Spaß ihr dabei zuzusehen.
                                                Vor allem der großartige Matthew McConaughey bereichert diesen Film, wie viele andere Filme auch.
                                                Kritiktpunkte sind vielleicht die etwas lange Filmdauer und die paar Längen, die etwas die Spannung aus der Handlung herausnehmen.
                                                Ansonsten ein gutes Science-Fiction-Drama mit einem tollen Beginn und einem sehr guten Ende.

                                                7
                                                • 6 .5
                                                  delawy 16.07.2015, 19:41 Geändert 24.07.2015, 16:43

                                                  Ein Film, der wunderschön beginnt, immer wieder gute Dialoge bietet, insgesamt einen wirklich interessanten roten Faden aufweist.
                                                  Doch durch seinen Anspruch, immer wieder konform "unterhalten" zu wollen, driftet er allzu oft ins hollywoodeske ab. In solchen Momenten wird dick aufgetragen, die Figurzeichnung wirkt platt, die Dialoge sind populärwissenschatfliche Blender und Palmer wünscht man sich nur weit, weit weg. Am Ende stellt sich die (leicht wehmütige) Frage, was wohl Tarkovsky, oder vielleicht auch Kubrick, mit dem Stoff angefangen hätte.

                                                  1
                                                  • 6 .5
                                                    Moviegod 17.05.2015, 09:55 Geändert 20.03.2016, 18:25

                                                    "Contact" ist ein Science-Fiction-Film, der einen sehr realistischen, beinah schon philosophischen Ansatz wählt, um seine Geschichte zu erzählen. So legt auch Zemeckis viel mehr Wert auf seine Figuren, als den Zuschauer nur Action und Effekte zu bieten. Dadurch wirkt der Film allerdings über weite Strecken ziemlich langsam, beinah langatmig. Erst zum Ende hin kann wird es etwas rasanter und somit auch spannender.
                                                    So ist "Contact" unterm Strich ein anderer Sci-Fi-Film, der dank seiner guter Darsteller den unterschwelligen Konflikt von Religion und Wissenschaft für den Zuschauer angenehm und ertragbar vermittelt.

                                                    2