Cosmopolis - Kritik

Cosmopolis

CA/FR/PT/IT · 2012 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 2

    Es hat mich gewundert, dass ich den Film bis zum Ende durchgehalten habe. Vermutlich lag dies an den interessant wirkenden Kameraufnahmen. Das hatte was. Der Film selbst erschien mir eher wie ein abgefilmtes Kammerspiel. Muss ich als Film wirklich nicht haben.

    • 6

      ok. der streifen laeuft in den letzten zuegen. jetzt ne zigarette und ein glas wein und mit den letzten sequenzen kommt eine art "genuss". also durchhalten lohnt sich! mehr kann ich im moment nicht sagen.

      • 3 .5

        Bis man zusammen mit Pattinson bei Giamatti ankommt, hat man den Kampf schon längst aufgegeben und hofft nur noch, dass es bald zu Ende ist. Das Ende kommt dann auch endlich, abrupt und ohne wirkliche Auflösung. Natürlich war und ist das Kino des David Cronenberg stets sperrig, aber nicht auf diese künstliche Art und Weise. "Cosmopolis" hat nichts, was ihn auch nur irgendwie rehabilitieren würde. Er ist nichts weiter als eine 108-minütige Tour de Force im schlechtesten Sinne. Cronenberg hat damit entgegen der Erwartungen "A Dangerous Method" um Längen unterboten und ich hasse es zu sagen, aber auch einen der schlechtesten Filme des Jahres abgeliefert.

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        • 4

          ich bin echt überrascht das ich nich eingepennt bin
          wirklich viel passiert is nicht außer das dieser Typ in seiner schicken Limo durch die City tuckert und ständig irgendwelche Pseudogespräche mit komischen Leuten führt...
          das is nix für mich da denk ich lieber an alte Cronenberg Sachen zurück

          • 3 .5

            Anfangs dachte ich "Woow, endlich mal wieder Stoff zum Denken", doch später, als mir klar wurde, dass man in den Film nur unnötig reininterpretieren kann und sich keine tiefgründigere Erklärung ergab, dachte ich nur noch "So nen schwachsinniger Film".

            Ich weiß nicht ob der Film, den Kapitalismus mit seiner blöden und langweiligen Art kritisieren möchte, oder ob der Film einfach blöd und langweilig ist?!

            Letztendlich kann man sagen: "Reiner Zeitvertreib"

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            • 7

              Ein Film der die psychischen Probleme unserer Leistungsgesellschaft vor allem auf Seite unserer Leistungsträger beleuchtet.

              • 3

                3.0 Punkte, weil:

                + Kamera
                + Paul Giamatti (Gott sei Dank gab es ihn!)
                (+ Zbigniew Herbert-Zitat am Anfang)
                – furchtbar prätentiöses Geschwafel (Drehbuch war einfach Bockmist)
                – lieblose Handlung
                – keine Handlungsmotivation bei den Charakteren (wer ist das? was will er/sie? wieso will er/sie das?)
                – Figuren wie wichtigtuerische Roboter (allen voran der Protagonist und seine "Ehefrau", weder Charakter noch Persönlichkeit vorhanden, Figuren waren stereotype Dummköpfe, auf der Suche nach... irgendeinem sinnfreien Schwachsinn)

                Keine Ahnung, ob Pattinson mehr hätte herausreißen können. Für seine Leistung bin ich ihm nicht böse: das Drehbuch hat nicht viel hergegeben.

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                • 1

                  langweilig, billig, dumm.

                  • 3 .5

                    Als Buch kann ich mir durchaus vorstellen, dass das interessant ist, aber als Film war das ganze viel zu langatmig und öde inszeniert. Und das Mr. Cullen den Film rettet, war sowieso nicht zu erwarten...

                    • 5 .5

                      So etwas wie der Stadtneurotiker des 21. Jahrhunderts, dem aber im direkten Vergleich Woody Allens beißender Humor völlig abgeht. Dafür hat dieser zutiefst liebensunwürdige Protagonist mehr von einem lächerlichen Misanthropen. Anfangs recht amüsant und mit einigen Überraschungen geht Cronenberg nach spätestens zwei Dritteln die Luft aus. Dafür gibt es wieder feinen Bodyhorror nach gewohnter Manier. Das Ende jedoch ist nur dämlich.

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                      • 4 .5

                        So interessant die deutliche Kritik an der modernen (Finanz-)Welt, der Transzendierung des Kapitalismus, am Wahnsinn der Beschleunigung und an der Sinnleere esoterischen Geschwafels auch ist, so hölzern wie die Protagonisten in 'Cosmopolis' auftreten und aneinander vorbeilaufende Dialogsalven abfeuern, kann man nicht anders, als nach 109 Minuten Spieldauer komplett genervt zu sein. Cronenberg hätte seinem Script vielleicht mehr als nur sechs Tage Arbeit widmen sollen.

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                        • 5

                          Die Idee ist nicht schlecht, Pattinson schon!

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                          • 6

                            Cronenberg betritt das Zwielicht. Pattinson kommt nicht raus.

                            Erik Packer ist jung, sieht gut aus, hat eine eigene Limo und ist so ungefähr 200 Mrd. Dollar schwer. Nach eigenen Angaben.
                            Der gute Erik möchte gerne zum Friseur und zwar mit seiner Limo. Da gerade der Präsident in der Stadt ist herrscht ein Verkehrschaos. Genug Zeit also um über das Sein zu philosophieren, sich von seinem Arzt untersuchen zu lassen, eine Nummer zu schieben und zuzusehen wie seine schwer erspekulierten Moneten sich in Wohlgefallen auflösen, da er sich schwer verschätzt hat.
                            Ach ja… Irgendjemand versucht Erik Packer umzubringen.

                            Ich kann nicht unbedingt behaupten, dass ich mich sonderlich auf diesen neuen Cronenberg gefreut habe. Das klang alles nicht so vielversprechend. Die Handlung hörte sich von Weiten sehr nach abgefilmten Theater an, die Wahl des Hauptdarstellers hat mich auch nicht begeistert und außerdem hatte ich gerade erst das Wachkoma abgelegt, das „Eine dunkle Begierde“ bei mir ausgelöst hat.
                            Was soll ich sagen? So ziemlich alle Vorbehalte, die ich hatte wurden auch prompt bestätigt. Der Film ist abgefilmtes Theater, der Hauptdarsteller passt in die Rolle, fesselt aber nicht und zur Handlung komme ich jetzt.

                            Irgendwie erinnert mich „Cosmopolis“ sehr an eine weichgespülte Variante von „American Psycho“ (Buch). Erik Packer könnte, in seiner Emotionslosigkeit, der kleine Bruder von Patrick Bateman sein. Oder vielleicht besser „Global Psycho“. Cronenberg geht relativ offen mit der Hochfinanz ins Gericht. Das ist schön. Sonderlich neu sind seine Erkenntnisse nicht.
                            Während „American Psycho“ seine Gesellschaftskritik in eine Thrillerhandlung einbettet, werden bei „Cosmopolis“ die einzelnen Handlungselemente eher Blockweise abgearbeitet. Die Spannungselemente sind stark vernachlässigt worden, was aber wahrscheinlich Absicht war, um den Zuschauer besser in diese „alles ganz schlimm, ist mir aber egal“ Stimmung des Hauptcharakters zu bringen.
                            Da gibt es Globalisierungskritik hier, ein bisschen Wehklagen über die eigene Existenz da und am Schluss eine Katharsis, die keine ist und mit der, bei der Ziellosigkeit des Ganzen, wahrscheinlich auch keiner mehr rechnet.
                            Es ist jetzt schon zwei Wochen her, dass ich den Streifen gesehen habe und viel mehr lese ich da nicht raus. Ich habe mir meine Gedanken gemacht, versucht alles aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Aber nichts.
                            Entweder habe ich den letzten Monaten verlernt Handlungen auf verschieden Weisen zu interpretieren oder Cronenberg hat seine Vielschichtigkeit verloren. Was auch immer.

                            Darstellerisch und Handwerklich ist alles auf der Höhe.
                            Die Nebendarsteller sind superb, in ihren Miniauftritten allerdings auch ziemlich verschenkt. Cronenberg degradiert Größen wie Giamatti, Binoche oder Samantha Morton zu Stichwortgebern für den blassen Robert Pattinson.
                            Der ist für seinen Part gut ausgewählt, passt durch seine abwesende Art perfekt in die Rolle, seine Reputation als Mime wird dadurch auch nicht besser. Viel mehr als gut aussehen muss er auch nicht und wenn er dann im Finale auf Paul Giamatti trifft dürfte klar sein wer da punktet.

                            Ein Kunstprodukt, das zu kommerziell geraten ist oder ein Kommerzprodukt, das zu kunstvoll geraten ist?

                            Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht.
                            Ordentlich ist der Film schon, hat mit seiner Aussage das Herz am rechten Fleck, aber ein Cronenberg Classic wird es sicher nicht. Dafür ist er einfach nicht radikal genug, bestätigt eigentlich nur die Vorurteile die sowieso alle gegenüber Superreichen haben und bietet auch keine Lösungsansätze.

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                            • 6

                              Die zweite Hälfte des Films gefiel mir, vermutlich auch durch Paul Giamatti, deutlich besser. Irgendwie wirkte das Limo Setting nicht so wirklich bei mir. Einfach zuviele blaue LEDs. Naja Pattinson konnte auch irgendwie nich überzeugen... aber mal sehen kann man den Film dann schonmal. Soweit man die Motivation mitbringt sich zunächst langweilen zu lassen. Bei einigen Charakteren hatte ich leider das Gefühl das ihre Daseinsberechtigung alleine in der literarischen Vorlage lag und sie im Film eher überflüssig waren.

                              • 6

                                Hat mir anfangs sehr gut gefallen. Ich mag die Atmosphäre des Films. Aber irgendwann konnte oder wollte ich den Dialogen nicht mehr folgen.
                                Vielleicht werde ich mir das Ganze irgendwann noch mal anschauen, und dann klarer bewerten können.
                                Einen Seltsamkeitsbonus bekommt der Film auch.

                                • 3

                                  Altmeister Cronenberg unter jeglichen Niveau. Der bis ins unkenntliche zerquatschte Film zog stark an meinen Nerven. Sicher, abgefilmtes Theater kann man auch im Kino bringen, nur ist es in keiner Form ansprechend aufbereitet (eine Verfremdung des Settings wäre sicher ganz gut gewesen), so fährt ein Kerl schlicht durch New York und labbert. Die Dialoge bestehen hauptsächlich aus Finanznerd Sprache und einer seltsam zur Schau gestellten Unwissenheit der Pattinsonschen Gesprächpartner - immer wieder wie ein Pingpong und danach wieder von vorn. Hatte mich in etwa daran erinnert [http://www.youtube.com/watch?v=kGpObOSCA1o&feature=related] …
                                  Ob es ein Ziel war mit Nonsensdialogen die, wie auch immer geartete, leere der Figuren auszudrücken? Vielleicht, funktionierern tut es jedenfalls schlecht.
                                  Erwähnenswert ist ein bisschen Humor und eine grandiose Szene in einer Diskothek. Wenn's dem Ende zu geht wird noch einmal versucht aufzudrehen, leider geht dabei auch der Rest an Subtilität verloren, selbst der Erklärbär könnte unseren Kapitalismus raffinierter angreifen [http://www.youtube.com/watch?v=ZMmlvrX_ctw].
                                  Ein stärkerer Blick auf Pattinsons Sexualleben wäre wirklich interessant. Aber naja, so gab es dieses Jahr zumindest bisher einen Film der eine innerlich total ausgebrannte Figur bis zum letzten Meter Filmrolle grandios portraitierte. 'Shame' on you Mr. Cronenberg!

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                                  • 2

                                    Da ist mir zu viel pseudo-intellektuelles Gequatsche auf einem Haufen.
                                    Für Paul Giamatti gibt es 2 Punkte. Leider nicht mehr, weil auch die Rolle ziemlich daneben war.

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                                    • Bin dabei eingeschlafen. Und dann hat es irgendwann ganz laut geknallt...

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                                      • 0

                                        Ich fand den Trailer eigentlich ganz gut und bin generell bei Robert über alles froh, dass über seine jämmerlichen Darstellungen mit Kristen Stewart in Twilight hinaus gehen. Ich habe es eigentlich noch nie erlebt, dass ich nach zehn Minuten aus einem Film flüchten wollte. Ich glaube ich habe mich während 90% der Zeit gefragt warum ich meine kostbar erschauten Movie Points dafür geopfert habe. Der Film schafft es weder den Charakter des von Pattinson nicht mal mehr so schlecht dargestellten Hauptcharakters vernünftig aufzuzeigen, man kann das Thema des Filmes am Ende auch nur erraten. Ich habe viele schreckliche Filme geguckt aber Cosmopolis hat etwas einzigartiges geschafft, alles was ich vom Film danach wusste war: Er hat eine asymmetrische Prostata. Der Film findet mit Sicherheit ein paar Leute die ihn gut finden, jene die sich entweder mit dem Thema näher beschäftigt haben oder jene die einfach alles gut finden was bei dem Restpublikum nicht ankommt.

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                                          “Lying is a scandal. But we all do it.”
                                          Was Cronenberg mit 'Cosmopolis' erschafft, ist in erster Linie gar nicht nur das Kino über das kühle Dasein eines Finanzherrn einschließlich des waghalsigen Reifeprozesses eines Teeniestars. Er offenbart uns das, was sich hinter den verdunkelten Scheiben der Stretch-Limousine verbirgt. Er schaut hinein, aber dennoch nicht ganz dahinter. Cronenberg zeigt uns nicht das, was sich hinter der ganzen Oberfläche des gesamten Milieus befindet – wie vielleicht menschliche Seelen – und er zeigt auch keine einfache Kritik auf die Menschlichkeit in Relation mit Kapitalismus, sondern exakt das, was an dieser Oberfläche klebt und zu kleben droht: Sex, Gewalt, seltsame Gestalten, bedrohende Gegebenheiten und eine wirre Fahrt durch die Weltmetropole des Erfolgs, des Kapitals und Vermögens. Die Limousine braust durch New York, doch ihr Inneres scheint wie abgeschottet. Sie fährt durchs Chaos, doch der Protagonist bleibt unbeeindruckt, es bleibt ihm gleichgültig. Ein Bild der Sinnlosigkeit, des nichtsschaffenden Treibens im Irgendwo und der Gefühlslosigkeit, die letztlich nur durch die Selbstzerstörung gebrochen werden kann. Eine hämische Parallele zu unserer Zeit, denn haben wir nicht alle schon einmal Bekanntschaft mit einem solch ähnlichen Bild gemacht?

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                                          • Ich kann den Film noch nicht bewerten! Hab den zwar bis zum Ende hin geschaut aber nicht so ganz verstanden was er mir sagen will!

                                            !!! ACHTUNG, EVENTUELLER SPOILERINHALT !!!

                                            Gut, die Subjektive Message kam schon rüber aber da wird so viel pseudogequasselt das man da recht schnell die Übersicht verlieren kann und das Ende erst.... Ich muss mir den nochmal anschauen!

                                            !!! EVENTUELLER SPOILERINHALT ENDE !!!

                                            • 4 .5

                                              voll weird und langatmig. Und nichts passiert.

                                              • 4

                                                Tja, was soll man von diesem Film halten. Er greift die Realität auf und es spiegel konzentriert grösstenteils im der Limo des Superreichen. Dennoch kam irgendwie nie wirklich das Gefühl von Spannung und Aha auf. Im Gegenteil, gummiartig zieht sich der Film von Minute zu Minute.

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                                                  Cronenberg versucht sich an Kapitalismus/Gesellschafts/Menscheitskritik im ganz großen Stil. Dabei herausgekommen ist eine sterbenslangweile Aneinanderreihung von Filmfragmenten die im geplanten Skandälchen, einer Prostatauntersuchung in einer Strechlimosine, gipfelt. Verbunden wird das ganze durch einfaltslose Kameraeinstellungen die alles vermeiden was irgendwie Spannung aufkommen lassen könnte, denn der Zuschauer soll sich nicht von Nebensächlichkeiten ablenken lassen sondern sich ganz und gar auf das unfassbar, einfältig bedeutungschwer aufgesprizte Geschwafel konzentrieren. Es wird geredet und geredet und geredet was nicht so schlecht wäre würde man denn irgendetwas kurzweiliges dabei in Erfahrung bringen. Aber Kurzweiligkeit würde nur die Message verwässern die aber bedauerlicherweise in der lobotomisierten Gesichtsmimik von Robert Pattinson stecken bleibt.

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                                                  • 5 .5

                                                    Cosmopolis ist mit Sicherheit vieles, aber in erster Linie gewöhnungsbedürftig! Fast der gesamte Film wird durch reine Dialoge getragen, sodass sich vieles zwischen den Zeilen abspielt, was aber auch irgendwie den Reiz des Films ausmacht. Die größte Schwäche des Films dürfte aber Hauptdarsteller Pattinson sein, der zwar durchaus Mut beweist, aber die Rolle nicht glaubhaft ausfüllt.

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