Cosmopolis - Kritik

Cosmopolis

CA/FR/PT/IT · 2012 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 6

    die dialooge in cronenbergs filme mag ich einfach.nicht der beste aber dennoch kann man den sich ansehen

    • 9

      Leider habe ich bisher noch keinen Roman von DeLillo gelesen. Zugegebenermaßen muss ich da wohl etwas verpasst haben. Den Film hatte ich schon seit dem ersten Trailer auf der Merkliste. Erst jetzt hatte ich die Gelegenheit dazu, ihn mir anzusehen.

      Obwohl ich keine großen Erwartunge hatten (was meiner Meinung nach immer ein Lüge ist!), war ich doch mehr als positiv überrascht! Zu Anfang vermisst man den typischen Cronenberg-Style, aber nach und nach, im Verlauf des gezeigten Tages, tritt seine unverwechselbare Optik immer mehr in den Vordergrund; passend zu der Fortentwicklung der Geschichte. Insgesamt erinnert die Story von Cosmopolis an Werke von Bret Easton Ellis. Vor allem das Motiv des "Dandee" ist absolut zentral, wird aber dem aktuellen Zeitgeist angepasst und noch ein wenig weitergeführt.

      Auch wenn die Storyline das Rad nicht neu erfindet und wenige Überraschungen und innovative Turns anbietet: Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, habe ich ehrlich gesagt mit irgend welchen Darstellungen surrealer Zeit- und Traumebenen gerechnet. Die Optik des Films legt dieses Nahe, aber die Erwartungshaltung bleibt unerfüllt. Zugleich scheint diese Thematik der unerfüllten Erwartungen ein zentraler Punkt des gesamten Films zu sein. Ähnlich wie "American Psycho" wabert die Geschichte daher. Das Motiv der "Langeweile" blitz immer wieder auf, doch in Zeiten des Hyperkapitalismus darf es eigentlich keine Langeweile mehr geben. "Ich hasse es, vernünftig zu sein", sagt die Hauptperson Eric am Ende der Handlung immer und immer wieder.

      Cronenberg schafft hier eine absolut überzeugende Story-Umsetzung. Über Geschmack mag man ja bekanntlich nicht streiten, denn für mich ist Cosmopolis zwar kein Meisterwerk aber ein verdammt guter Film. Und mit einiger Distanz kann ich mir noch nichtmal mehr einen anderen Darsteller als Robert "Sparkles" Pattinson in der Hauptrolle vorstellen.

      Sehr zu empfehlen, beide Daumen hoch!

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      • 2

        Wenn ich mal spoilern dürfte:

        Zwei verlorene Seelen. Robert Pattinson spielt einen von sich und seiner Umwelt entfremdeten Multimilliardär den sein Ausbruch aus Leere und Gefühllosigkeit in einen Selbstzerstörungstrip führt, und Paul Giamatti einen verzweifelten Loser, der seinem Dasein etwas Sinn verleihen möchte, indem er ersteren umbringt. Die beiden finden auf schicksalhafte Weise zueinander.
        Es wird während dessen unaufhörlich ein Blech daher geredet, daß das gesprochene Wort völlig seine Bedeutung zu verlieren droht.
        Dann gibt's noch zweimal Sex, einen Mord, mehrfach verweigerten ehelichen Beischlaf, etwas Rattensymbolik, einen Haarschnitt und eine Prostata-Untersuchung.
        Hübsche Oberfläche, wenig dahinter.

        Fazit: "Twilight" für Intellektuelle.

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        • 1 .5

          Der Film hätte in 3D kommen sollen! Die Atemberaubende Spannung und Atmosphäre, diese unbeschreibliche Kulisse, diese hochgradigst tiefsinnigen Dialoge. Ich glaub ich muss mich übergeben. Was für eine Zeitverschwendung. Das war Rob Pattinson's letzte Chance bei mir zu zeigen, dass er auch mal in einem guten Film mitspielt. Nun ist er ein Garant für miese Werke. Ich persönlich nehme jetzt Abstand von "Mr. Ich kann auch anders - nämlich langweilig hoch 3 sein".

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          • 8 .5

            Der Film ist ein Krampf. Man versucht sehr lange, sehr verzweifelt die Idee zu finden und wenn man sie dann gefunden hat, ist der Film vorbei. Das Stärkste am Film ist eine oberflächliche Betrachtung des Films und das Ende. Eigentlich kann man sich auch nur die ersten zehn Minuten und die letzte Szene anschauen. Was dazwischen ist, ist egal und man könnte es sich auch so erschließen ohne etwas zu verpassen.

            • 4

              Aufgesetzte Dialoge, hölzern und unnatürlich, dazu unsympathische Charaktere. Viel mehr gibts da ned zu sagen.
              Spätestens nach 30 min verliert man bei diesem öden, langweiligen und nervtötenden Gelaber einfach völlig das Interesse.
              Ich denk mal der Film wollte ne Botschaft vermitteln, aber die blieb mir leider verschlossen.
              Das einzige was mir hier klar geworden ist, der Pattinson ist ein wirklich miserabler Schauspieler!

              Manno David du warst mal so gut!

              • 6

                Eigentlich ein sehr interessanter, intelligenter Film der gut gespielt ist und echt abgedreht ist aber das Ganze ist mir zu sehr Theater.
                An sich ist das Konzept interessant mit den wenigen Schauplätzen und den sehr langen Plansequenzen aber es ist einfach zu anstrengend. Zu viel schweres Gerede.
                Man kann sich schon kaum mehr drauf einlassen.

                2
                • 3

                  Langatmiges und kalt distanziertes Portrait eines ziemlich langweiligen und zynischen Möchtegerns der noch nicht begriffen hat das seine Zeit vorbei ist. Besetzt mit einem schwachen und wenig unterhaltsam agierenden Pattinson der hier mehr als deutlich macht warum er bislang nur in kitschigen Vampirlovestorys für pubertierende Mädchen zu sehen war. Alles in allem macht der Film genau die Dinge furchtbar falsch die in der Romanvorlage ungeheuer gut waren. Sehr enttäuschend Mr. Cronenberg!

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                  • 8 .5

                    'Meine Prostata ist asymmetrisch.'

                    • 8 .5

                      Cosmopolis
                      Der "Apocalypse Now" des Finanzmarktes.

                      Eine verstörende Reise ins Herz der Finsternis.
                      Begrenzt in seinem Schauplatz wie in Theatherstück. Figuren, die keine sind. Nur leere Hüllen die Botschaften vortragen. Und ihre Botschaften ergeben nicht einmal Sinn. Oft widersprechen sie sich selbst. Der Finanzmarkt macht keinen Sinn. Die Unterhaltungen sind bedeutungslos. Das Schiff beginnt zu sinken. Was bleibt ist die totale Selbstzerstörung.
                      Größte Überraschung : Robert Pattinson schafft es der Figur des Multimilliardärs jegliches Leben zu entziehen. Emotionen bringt er nicht rüber, soll er gar nicht. Größtes Highlight : Paul Giamatti als Col. Kurtz Verschnitt in einem unglaublichen Dialog.
                      Das Ende des Finanzmarktes
                      Das Ende des Kapitalismus
                      Das Ende der eigenen Zerstörung
                      Cosmopolis ist die reinste Apocalypse. Und eine verdammte Offenbarung !

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                      • 6

                        Der Film ist in seiner Aussage und Existenzberechtigung ungefähr so vielsagend wie die Behauptung dass 2 + 3 gleich 5 ist und genau da liegt auch irgendwie sein besonderer Reiz

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                        • 5

                          Hätte Colin Farrell nicht für die Rolle von „Total Recall“ vorgesprochen hätte er in dem 100 Minuten Film mitgespielt, meine Güte war der langweilig. Marion Cotillard war auch für die Rolle vorgesehen bekam die Rolle aber nicht weil sie schwanger war, dann Noomi Rapace und Keira Knightley hätten eine Hauptrolle kriegen sollen, aber die waren für andere Projekte verpflichtet. Dann bekam halt Juliette Binoche die Rolle der Didi Fancher, dann hat man Robert Pattinson die Rolle des Eric Packer gegeben, der grausam aussehende Kevin Durand spielt die Rolle des Toval, Sicherheitsbeamter im Dienst von Eric. Eine unbedeutende Rolle spielt Witzgranate Jay Baruchel, der spielt hier den Shiner, ja eigentlich wie alle Leute hat er unbedeutende Dialoge, ist halt eine nette Rolle und meiner Meinung nach nicht wichtig. O.K. er trägt schon bei zur Handlung aber wie halt alle Figuren hat der Film nichts, absolut nichts mit einer Auflösung zu tun, deren Ende mich sehr enttäuscht hat übrigens. Die Beste und wichtigste Rolle nach Pattinson hatte Paul Giamatti, als Benno Levin, der einen Spitznamen hat und Richard heißt.

                          Was am Film stört, die Szenen wirken nicht so richtig schön zusammengenäht, sondern aneinander gestückelt, Rückblenden was man so sieht im Film, ja die sind da, aber leider sind sie nicht zusammenhängend, man erfährt im Film nicht viel außer dass der Hauptdarsteller an die 20 – 30 Milliarden US $ Vermögen hat dass er ein altes Flugzeug hat das in Arizona parkt und das er oft besucht, das er mit dem ohne Waffen in der russischen Wüste So und So geflogen ist ohne Bewaffnung halt, und dass er ein Mörder sein kann.

                          Das reduzierte Filmsetting ist meiner Meinung nach der größte Schwachpunkt. Alles spielt sich zum Großteil, sagen wir 80 % in einer gepanzerten Stretch Limousine ab, Marke keine Ahnung, das Teil kostet 1 Million. Beim Vorspann zu dem Film dachte ich mir, naja vielleicht schauen wir uns den an und sahen wir den Film der meiner Meinung nach ein Dreck ist. 7,50 € und 100 Minuten später muss ich sagen dass es die größte Filmverschwendung im Kino 2012 war und ich kann dem Film nichts Gutes abgewinnen außer das er philosophische Züge und Gespräche hatte, zum Nachdenken hin und wieder angeregt hat und nun weiß ich dass der Yuan, die China Währung und der Baht, die Währung aus Thailand, gefährlich sind und was mit denen gemacht werden muss oder so.

                          Anfangs wird im Film viel gesagt und gemacht, es kommt zu einer Revolution und die Handlung selbst ist auch kurz. Pattinson will zum Friseur, muss durch halb New York, erfährt von Durand dem Sicherheitsmann dass der US Präsident in der Stadt ist und man den Weg woanders fortsetzen soll, aber Pattinson setzt sich durch er will quer durch die Stadt zu dem Friseur der schon seinen Vater bedient hat, de m Eric ist langweilig, man sieht ihn 3 x Sex haben was unnötig war im Film und zu genau gezeigt wurde etwas, 1 Toter, ein bisschen Blut, ein Besuch in einer Disco samt Philosophischen Sprüchen, ein paar nette Szenen, eine Revolte und meiner Meinung nach, ja der Rest war Mist.

                          Dass der 1986 geborene Engländer der mit Kristen Swanson zusammen ist, seit seiner Vampirstory sich diesen Film aussuchte, der 105 oder 110 Minuten dauerte, keine Ahnung, ja keine Ahnung. Man erfährt dass der im Asset Management tätige Milliardär einfach nur Langeweile hat, also er ist Vermögensverwalter, man erfährt nicht viel über Familie usw.

                          Das Drehbuch dass Cronenberg der Regisseur in 6 Tagen schrieb hat er verfasst als er „Eine dunkle Begierde“ drehte aus 2011. Im Originalroman ist es nicht der chinesische Yuan, sondern der japanische Yen den er verzockte und wieder hat die Wall Street einen Deppen mehr der Ihr Geld verspielt. Der Roman ist übrigens von Don DeLillo der meiner Meinung nach sicher auch ein Trottel Buch schrieb, wer interessiert sich bitte dafür. Der Film ist langweilig, er ist eine Verschwendung, man sieht Pattinson im Auto essen Sex haben, mit Frauen reden philosophieren, im Auto pissen, in eine spezielle Vorrichtung, man bekommt wenig erklärt und man ist froh wenn der Film aus ist, ich wäre fast aus dem Kino gelaufen. Tut euch den Film nicht an, sonst war er gut gespielt, ohne Zweifel, anspruchsvoll ja etwas Kamera und Technik gut, keine CGI Effekte und irgendwie, ein reiner Dreck. Und darum ist es auch meine kürzeste Filmkritik seit Jahren.

                          55 von 100 Punkten.

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                          • Wenn man den Film retten wollen würde, täte man das so: Es ist vorbildlich, dass Cronenberg sich eines aktuellen Themas widmet, einem, das von allen Seiten verschleiert wird und dessen zentrale Frage lautet: Wieso kriegt keiner das, was er verdient? Wieso verdienen Menschen nichts als einen Tritt in den Arsch und bekommen dennoch viel Geld. Gut, dass ein renommierter Regisseur-Ninja sich diesem Thema annimmt. Pattinson, der anscheinend der filmgewordene Justin Biber (also der junge Mel Gibson sozusagen) zu sein scheint, spielt dann die Hauptrolle. Einen Zuckerberg-Verschnitt, der aus unerklärlichen Gründen zu viel Geld gelangt ist und deshalb sein Leben hinter den abgedunkelten Fenstern einer Limousine verbringt. Er empfängt dort seine Partner, die mit ihrem iPad die Börsenkurse abchecken, ihm Tips für die nächste Investition geben oder den Finger für die Dauer eines Gastauftritts der hochgeschätzten Juliette Binoche in den Arsch stecken. So weit die metaphorologische Ausdeutung des 'die Leben in ihrer eigenen Welt', bzw. 'die wissen gar nicht, was hier bei uns echten Leuten eigentlich los ist', so gut. Zu diesem ganzen Stress im gestreckten PKW kommt, dass Pattinson eine Frau geheiratet hat, die er nicht liebt, die er eigentlich nur aus 'alteuropäischer Tradition' geehelicht hat mit dem Ziel, das Einkommen zu sichern. So sehr, dass er sich ganze Gebäude in seinen Wohnsitz einbauen könnte. Aber! Es sind nicht nur irgendwelche Gebäude, nein, es wäre das von Rothko, wo wir beim interessanten Aspekt des Films wären, denn: Er schreibt die Geschichte der Malerei. Wir kommen von Pollocks 'Autumn Rhythm' über Rothko zu dem, was die meisten in beiden zu finden vermeinten: Dem Blut. Nach dem gewohnt anstrengenden Tag im fahrbaren Büro wird Pattinson angeschossen. Von...ja, von einem ehemaligen Mitarbeiter, der ein wenig frustriert ist. Die Letzten zehn Minuten des Films sind bedauerlich. Weil sie nicht die ersten zehn Minuten waren.

                            Wenn man den Film nicht retten, sondern über ihn reden wollen würde, wäre man geneigt zu sagen, dass er feige ist. Abziehbilder sind offenbar unvermeidlich. Der junge Millionär muss gut aussehen, sein aufs iPad glotzender Freund muss Asiate sein, er muss emotional völlig unterkühlt bleiben. Ich frage mich da natürlich: Könnte es nicht auch sein, dass tagelang in einer Limousine sitzen blöd macht? Dass man einfach zu keinem halbwegs geistreichen Gespräch in der Lage ist, wenn man sich jeden Tag einer Prostatauntersuchung unterzieht? Tut's einem nicht weh, wenn die eigene Ehefrau einen vertröstet mit den Worten 'Versprochen, wir schlafen schon noch miteinander'? Kann, oder? Klar. Mancher würde sagen: Muss sogar. Aber wenn es sogar sein könnte, dass so ein Leben einen blöd macht, wieso dann nicht nur den einen? Wieso sind immer gleich alle Personen, die diejenige, die solch ein Leben führt, genauso bescheuert?

                            Wenn man ein gutes Wort für den Film einlegen wollte, könnte man sagen, dass er eine schnelllebige Welt zeigt, in der man für nichts mehr Zeit hat, wo alles nur auf ökonomischen Tatsachen basiert, wo jeder auf den eigenen finanziellen Vorteil fixiert ist. Wenn man allerdings wirklich hinschaut, fällt auf, dass der Film eigentlich viel mehr gekonnt hätte.

                            Pattinson zu engagieren war ein PR-Coup, der dem Film hohe Zuschauerzahlen garantiert. Binoche - deren Auftritt nicht länger Dauert als ein Fingerzeig auf den Arsch - genauso. Ich weiß auch nicht genau, aber irgendwie funktioniert das ganze nicht so gut. Ich glaube, dass der Film großes vor hat. Eine Ikone der Wirtschaftskrise werden wollte, ein Zeugnis der Zeit oder so. In etwa so, wie Taxi Driver es ist. Das - oder besser: ein - Problem ist aber, dass Pattinson nicht mitmacht. Eben weil Pattinson einfach alles mit sich machen lässt. Dem fällt gar nicht auf, dass er ständig überbelichtet wird, dass ihm sogar mit der Lampe in's Gesicht geleuchtet wird nur für diesen einen 'subversiven' Witz: Hey, du spielst doch sonst einen Vampir. Da hätte mehr kommen können und auch müssen. Eine vergebene Chance wäre aber nicht so schlimm. Viel mehr wär's ein Versuch einen jungen Teenie-Star in die große Welt des Autorenkinos einzuführen. Aber in den letzten zehn Minuten, wo Pattinson sich in die Hand schießt und kurz vor dem endgültigen Schnitt, der Blut bringt in die Kamera schaut, hab ich gedacht, dass mehr drin gewesen wäre. Sowohl für Pattinson, als auch für Cronenberg, der hier wohl nach dem missglückten Freud-Experiment die Ratte beim Schwanz, bzw. den Vampir im Arsch packen wollte.

                            (Im Übrigen sind die Liebesbekundungen in Richtung Scorsese ja zahlreich. Oder bin ich der einzige, der bei 'Ratte' an 'The Departed' denken muss? Vielleicht hat Ralph ja auch Recht, wenn er sagt: 'Die Ratte verkörpert filmische Redundanz?' Alles schonmal gesehen, oder? Bei Will-Jauch-Maischberger-Kerner-Illner-Plasberg und den anderen Klofrauen (Lanz oder Beckmann).)

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                            • 10

                              robert hat überzeugt, croneberg, die dialoge und die bilder... mir hat alles gefallen an dem film, vorallem die gesichtsausdrücke der 16 jährigen twilight fans, als sie das sahn und nichts verstanden :)

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                              • 5 .5

                                Cronenberg traut sich was. Aber ist es deshalb gelungen?

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                                • 6

                                  Nee, bin leider nicht so ganz überzeugt. Der moderne Cronenberg seit "A Dangerous Method" lässt mich ratlos zurück. Wo bei "Crash" das Verweigern einer herkömmlichen Erzählstruktur wunderbar funktionierte und einen einzigartigen Bilder- und Mindfuckrausch hervorrief, scheitert dieses Konzept im neuesten Werk weitestgehend. Belanglose Dialoge, risiko- und ideenarm inszeniert, schwacher Pattinson. Lediglich in den letzten zwanzig Minuten blitzt die Cronenberg'sche Genialität auf, in welchen er uns ein wirklich tolles Finale mit einem grandiosen Paul Giamatti schenkt.
                                  Alles in allem "ganz ok", aber leider nicht mehr. Quo vadis, David?

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                                  • 8 .5

                                    Da hat sich der eine David von dem anderen David inspirieren lassen, guter gelungener Lynch Verschnitt , ein Film der besonderen Optik und Dialogen , bei dem zum Ende wohl jeder seine eigene Wahrnehmung über den Film hat.

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                                    • 0 .5

                                      Die Welt muss vor diesem schlechten Film gewarnt werden!

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                                      • 3

                                        Wie bitter! Da wendet sich endlich mal wieder ein (Alt-)Meister einem äußerst aktuellen, wichtigen Thema zu – und dann dermaßen oberflächlich und ideenlos.
                                        Mal abgesehen davon, dass der Film fast nur aus minutenlangen Debattierclub-Dialogen besteht, die sich noch nie sonderlich für filmische Umsetzungen eigneten, klingen diese auch noch durchweg so bemüht naseweis und verblasen, dass im Vergleich jeder halbwegs passable Zeitungsartikel über soziale Ungerechtigkeit oder sinnentleerten Kapitalismus deutlich weniger papiern daherkommt und dabei weit mehr in die Tiefe geht – ohne dafür 113 Minuten kostbare Lebenszeit zu verschlingen.
                                        Allein die etwas bizarre Pointe von der asymetrischen Prostata sorgte bei mir, ob beabsichtigt oder nicht, für ein paar Sekunden vergnüglichen Schmunzelns.

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                                        • 0 .5

                                          Zitat aus dem Film:
                                          "Ich ging spontan hin. Waren nicht viele Leute da. Fünf Minuten nach Beginn wusste ich, wieso."
                                          --> Irony Level: Over 9000

                                          Wahnsinn. Nachdem der Erste das Eis gebrochen hatte, sind die Leute reihenweise aufgestanden und aus dem Kino gegangen. Habe bis zum bitteren Ende durchgehalten. Die letzte halbe Stunde nur noch apathisch im Sitz gewankt und vor mich hingemurmelt: "Jetzt erschieß ihn doch endlich..."
                                          Richtig schlecht der Film. Mehr will ich dazu nicht schreiben, weil ich keine Minute Lebenszeit mehr verschwenden will, als die zwei Stunden, die ich im Kino saß...

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                                          • 9

                                            Es gibt Filme ohne wirkliche Message. Es gibt Filme, die keine Themengebiete erforschen, die uns keine Geschichte erzählen und keine neue Sichtweise auf die Welt ermöglichen. Filme ohne wirkliches Thema. Bei denen man nicht sagen kann "Es geht um den Kampf ums eigene Leben" oder "Es geht um die Einsamkeit des Menschen im 21. Jahrhundert".

                                            Es gibt Filme, die sich einfach nur ein Setting und ein paar Figuren nehmen und diese verbal Amok laufen lassen. Filme, die über ihre gesamte Laufzeit einfach nur eine traumartige Atmosphäre und vor Witz und Verstand explodierende Dialoge zelebrieren.
                                            Cosmopolis ist so ein Film. Und ich war von der ersten Minute an in ihn verliebt.

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                                            • 6 .5

                                              „Wann haben wir wieder Sex?“
                                              „Ich hab Lust auf Bockwurst!“

                                              So in etwa müsst ihr euch in „Cosmopolis“ etwaige Dialoge vorstellen.
                                              Robert Pattinson sitzt dabei in seiner schicken Limousine und unterhält sich mit verschiedensten Leuten. Da kann es auch mal passieren, dass sie Beide völlig an sich vorbei reden. Das aber nicht mal in einem Satz, sondern ganze 10 Minuten lang. Das führt dazu, dass man sich ein Lachen oftmals nicht verkneifen kann.
                                              Cronenberg pendelt hierbei sehr oft zwischen Satire und unfreiwilliger Komik. Hier und da haben die Gespräche tatsächlich Gehalt, erklären Vorgänge an der Börse, auf dem Weltmarkt und greifen verschiedenste Theorien auf. Hervorzuheben ist dabei der Dialog mit seiner führenden Theoretikerin. Hier flammt Interesse auf, wenn das Problem klar benannt wird und nicht drumherum geredet wird.
                                              Allerdings ist das leider selten der Fall. Oftmals muss sich der Zuschauer bemühen um sein Interesse aufrecht zu erhalten. Da hilft auch eine überzeugende Optik und klasse Schauspieler nicht. Robert Pattinson passt in die Rolle des gefühlskalten Finanzhais wie die Faust aufs Auge, auch alle Nebendarsteller machen einen fabelhaften Job. Paul Giamatti ist dabei besonders hervorzuheben.
                                              „Cosmopolis“ ist auch ein Film, der auf viele verschiedene Arten interpretiert werden kann. Das Wörtchen kann ist wichtig, denn man weiß nie, ob das wirklich auch das ist, was uns Cronenberg und DeLillo erzählen wollen.
                                              Der Charakter Pattinson ist gefühlskalt und glaubt nur seinen Berechnungen. Ungereimtheiten oder Zufälle gibt es nicht. Alles geschieht genau nach seinem Muster. Taucht allerdings etwas auf, was vorher niemand vorhersehen konnte, eine asymetrische Prostata zum Beispiel, ist die Überraschung groß. Cronenberg nimmt sich hier viel Zeit seine Hauptfigur zu präsentieren. Das nutzt Pattinson um mal zu zeigen, was wirklich in ihm steckt. Anfangs ohne jegliche Regung, nicht einmal Sex bringt ihn dazu Emotionen zu zeigen, verändert er sich doch dank vielerlei Unvorhersehbarkeiten zusehends.
                                              Das alles klingt super und bietet Basis für einen wirklich guten Film. Neben einem ambivalenten Charakter gibt es noch eine ordentliche Schippe Gesellschaftskritik, den Niedergang der Finanzwelt und eine Diskussion um den Nutzen von Kapitalismus.
                                              Leider aber vergisst Cronenberg bei all den Themen eine den Zuschauer miteinbeziehende Inszenierung. Meistens dümpelt der Film vor sich hin und kann von seinen ausufernden Dialogen kaum getragen werden. Auch das Wortduell am Ende kann dem Film kaum Spannung hinzufügen.
                                              „Cosmopolis“ mag irgendwo ganz viel zu erzählen haben, eine wichtige Botschaft besitzen, doch diese ist dank viel unfreiwilliger Komik und einer steifen Inszenierung ziemlich schwer zu erkennen.
                                              Schade, denn seine faszinierenden Momente hat er sicherlich.

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                                              • 0

                                                Mir fehlen die Worte. Einfach der schlechteste und schlimmste Film, den ich je ertragen musste. Und der erste, bei dem ich jemals einen Kinosaal verlassen habe. Ich mag ihn nicht mal analysieren, das wäre auch noch Zeitverschwendung.

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                                                  schon länger her, dass ein Film bei mir ein derartiges "WTF?!?" hervorgerufen hat. Cronenberg, du cooler Schlingel Du.

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                                                    Die Handlung des Films ist schnell erzählt: ein Multimilliardär (!) will zum Frisör. Dafür muss er aber durch die ganze Stadt New York chauffiert werden. Und das an dem Tag, an dem der US-Präsident in New York einen Auftritt hat. Doch der Superreiche lässt sich davon nicht abhalten und so setzt sich seine Stretchlimousine in Bewegung. Dabei hat auch er Feinde genug.

                                                    Regisseur David Cronenberg ist bekannt für ausgefallene Filme. So ist es gar nicht verwunderlich, das ausgerechnet er den Roman von Don DeLillo für die Leinwand umsetzte. „Cosmopolis“ spaltete die Kritiker bereits vor dem offiziellen Start. Schund oder Kunst? Beim Publikum ist es jetzt genauso. Ent-weder man steht auf den Film oder man hasst ihn. Dazwischen gibt es nichts. Der überwiegende Teil von „Cosmopolis“, vor allem die ersten beiden Drittel, spielen in der bereits erwähnten Limousine. Hier empfängt Milliardär Eric Packer alias Robert Pattinson seine Wegbegleiter auf dem Weg zum Frisör-besuch und es wird geredet, über Gott und die Welt - und über Geld. Mal mehr, mal weniger hochtra-bend.

                                                    Für den geneigten Zuschauer ist das gerade zu Beginn nicht einfach. Es gibt keine Einleitung zu den Charakteren, sie kommen und gehen, alles Wichtige muss den Dialogen entnommen werden. Die wiederum sind sehr sperrig und werden wie spitze Pfeile abgefeuert. Was ist überhaupt wichtig und was nicht? Die Atmosphäre in dem Auto wirkt sehr künstlich, von der Straße dringt kein laut nach in-nen. Doch die Kamera nimmt alles mit, was draußen passiert, mal mehr, mal weniger verschwommen. Der Zuschauer kann sich hier ein Bild über die Situation in der Stadt machen, auch wenn es oftmals nur Fetzen sind. Das langsame dahin Gleiten der Limousine wirkt mit der Zeit irgendwie faszinierend und verstörend zugleich.

                                                    Es liegt eine Bedrohung in der Luft. Diese Bedrohung nimmt im Laufe des Films immer mehr zu. Die Menschen gehen auf die Straße und protestieren, teils mit drastischen Mitteln. Da werden dann schon mal Ratten durch ein Bistro geworfen oder es zündet sich jemand bei lebendigem Leibe an. Worum es hier geht wird öfters mal angeschnitten bzw. angesprochen. Es geht um Finanztransaktionen und Spekulationen, die die gesamte Welt mal wieder an den Abgrund getrieben haben. Doch steckt nicht noch mehr dahinter? Der Film lässt das offen und folgt seinem Hauptprotagonisten.

                                                    Robert Pattinson beweißt dabei, dass er mehr kann, als Blutsaugen. Er spielt den Milliardär unterkühlt und emotionslos. Selbst der Sex ist heftig, aber gefühlslos. Dieser Mann hat alles, bekommt alles und doch macht ihn das nicht mehr glücklich. Worum geht es Eric Packer wirklich? Was treibt ihn hier an? Lange bleibt es ein Rätsel, bis die Handlung am Ende aus der Limousine herausverlagert wird. Seine Berufung ist zum Fluch geworden. Er kann und will so nicht mehr leben. Im Frisörsalon (!) seiner Kindheit wird das vor dem Finale erstmals deutlich. Inzwischen ist es Nacht geworden.

                                                    Wer es schafft, den Film bis zum Ende durchzustehen, wird mit einem großartigen Finale belohnt. Doch Vorsicht: auch dieses Finale ist wie im Prinzip der ganze Film ein Dialog. Nicht mehr und nicht weniger. Viel schlauer ist man danach auch nicht.