Dampfnudelblues - Kritik

Dampfnudelblues

DE · 2013 · Laufzeit 91 Minuten · FSK 12 · Komödie, Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 6
    Framolf 29.08.2018, 04:08 Geändert 29.08.2018, 04:11

    Die niederbayerische Version der Rosenheim Cops... Charmant und humorvoll wird hier ein Kriminalfall in Szene gesetzt, der simpler kaum sein könnte, aber dennoch äußerst kurzweilige Unterhaltung garantiert. Der leitende Ermittler Franz Eberhofer wird immer wieder von seinem Vorgesetzten eingebremst, für den scheinbar jeder Todesfall grundsätzlich ein Unfall oder Selbstmord ist... Eberhofer macht sich allerdings auch selbst das Leben schwer. Viele entscheidende Hinweise hätte er auch einfach bei seinen Freunden abfragen können - bzw. er tut es relativ spät dann auch. Aber letztlich steht hier sowieso vielmehr der Spaß an kleinen und großen Schrulligkeiten im Vordergrund.

    Auch beim Buhlen um seine Herzensdame Susi erweist sich Eberhofer als eher unbeholfen. Aber gerade dieser Antiheld macht einen großen Teil des Charmes des Auftakts dieser Filmreihe aus. Aber gegen seinen Co-Ermittler Rudi Birkenberger wirkt selbst Eberhofer wie eine richtig coole Socke...

    Man sieht der Produktion an, dass sie scheinbar zeit- und kosteneffizient gedreht werden musste. Immer wieder werden dieselben Charaktere an den selben Locations gezeigt, was sich naturgemäß relativ schnell und günstig drehen lässt. Einen großen Abbruch tut dies dem Vergnügen aber keineswegs. Auch wenn sich ein paar Goofs mit eingeschlichen haben, so ist dieser Film dennoch absolut sehenswert.

    Unterhaltsamer Krimi mit schrulligen Figuren, der die Niederbayersiche Pampa erstaunlich treffend in Szene setzt.

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    • 6 .5
      Chionati 11.02.2018, 11:08 Geändert 11.02.2018, 11:20

      Dampfnudelblues (DE - 2013) ist der erste Teil der mom. 4.teiligen Krimireihe von Ed Herzog. Dass dieses Jahr der 5. Teil (Sauerkrautkoma DE - 2018) erscheint, zeigt den großen Erfolg der bayerischen Kriminalkomödie.
      Die ersten 5 Minuten von Dampfnudelblues zeigen schon so viel bayerische Liebe zum Detail. Sebastian Bezzel (Franz Eberhofer) ist Polizist in Niederkaltenkirchen. Wer die Weltstadt noch nicht kennt, braucht sich nicht zu wundern. Es gibt ein hinter Kaltenkirchen, das ist aber irgendwo ausserhalb der bayerischen Staatsgrenzen im hohen Norden (Schleswig-Holstein). Und Niederkaltenkirchen heisst in Wirklichkeit Frontenhausen, 4600 Einwohner-Metropole, 121 km Nordöstlich von München.
      Der Polizist Franz wurde nach "Niederkaltenkirchen" zwangsversetzt, weil er damals mit einem Kollegen etwas zu rabiat mit einem schlimmen Verbrecher vorgegangen ist. Doch Franz passt des ganz guad. Dort gibt es Probleme wie Vandalismus (nicht nur vom allg. Volk verursacht), er spielt Aufpasser im Kreisligaspiel des Vereins und dreht seine Runden an der berühmten Kreisverkehrsstelle. Ausserdem arbeitet im Rathaus sein Gschmusi, die Susi, in seiner obersten Schublade im Büro gibts ausschließlich verschiedene Senfsorten und die Familie von ihm ist auch herzlich. In der Dorfkneipe trifft er sich regelmäßig mit seinen besten Freunden. Der Vater vom Franz hat eine eigene Hanfplantage und der Chef zieht sich jede Minute Alpenkoks (Schnupftabak) rein. Um es kurz zu machen. Der Schulrektor wird vom Zug überfahren. Ois schaut nach Suizid aus, aber der Franz glaubt das nicht und ermittelt. Es handelt sich um eine sympathische Kriminalkomödie und ist eine willkommene Abwechslung abseits der Hollywoodproduktionen.

      17
      • 9

        Ganz feiner Humor. Skurille Charaktere. Freue mich schon auf die anderen Teile.

        • 1

          Verstehe kein Wort ... schade.

          • 7 .5

            Mord in Hintertupfingen - das ist in der Vergangenheit ein gern genutztes Alternativrezept zum Tatort. Ob nun Hinnerk Schönemann tollpatschig durch Norddeutschland stolpert oder hier Herr Eberhofer mit Familie, Vergangenheit und einem Mordfall ringt.

            Aber das Rezept geht gut auf, auch, wenn es nicht mehr übermäßig kreativ ist, verdankt ihm der geneigte Zuschauer doch so einige unterhaltsame Stunden.

            Hier lebt der zum Dorfsheriff degradierte Eberhofer wieder auf dem heimischen Hof, mit Oma und Papa. Zwischen Beatles und Schweinemist gedeiht Papas Haschplantage, der Dorffußballklub will in die Bezirksliga und auch sonst ist alles so klischeehaft landeimäßig, dass man doch schmunzeln muss.

            Wenn der Protagonist dann auch noch amouröse Schwierigkeiten mit der Dorfschönheit Susi (entzückend: Lisa Marie Potthoff) hat und nebenbei auch noch ein Schulrektor den Kopf verliert, dann ist am Arsch Bayerns die Kacke am Dampfen.

            Durch den Wust von Ex-Kollegen, trotteligen Jugendfreunden (das Duo Simmerl und Flötzinger sind neben dem Papa die heimlichen Helden), Vorgesetzten, Lehrern und Schülern muss Eberhofer seinen "Polizeiinspektion 1 Gedächtniskarren" pilotieren, um irgendwann zu einer Lösung zu kommen, nebenbei auch noch auf das Kind seines Bruders aufpassen, während seine thailändische Schwägrin einen Deutschkurs macht und sich auch noch darum bemühen, Susis Gunst zurückzugewinnen....

            Ländlicher Klischeeeintopf Hausmacher Art. Schmeckt fast so gut wie der Braten bei Großmutter Eberhofer.

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            • 7

              Erstsichtung: 24.07.2016
              Vorhersage 6,5 --> Bewertung 7

              Sehr lustiger und unterhaltsamer Provinzkrimi!

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              • 8

                Witzige Krimikomödie mit sehr guter Besetzung und netter Story. Bin schon auf den zweiten Teil gespannt :)

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                • 7

                  Einfacher deutscher Film im Genre der neuen deutschen Heimatfilme ;-)
                  Die Besetzung mit internationalen Schauspielern wurde gut gewählt, die Story (im Film) ist schlüssig. Allerdings kein Vergleich zum Buch ;-(

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                  • 6 .5
                    lil.weeze 02.01.2016, 14:14 Geändert 02.01.2016, 14:15

                    Seichter aber durchaus sehr unterhaltsamer Provinzkrimi mit einem sympathischen Ermittlergespann und viel Lokalkolorit, der nicht nur einmal an die großartigen Brenner-Verfilmungen erinnert, ohne aber jemals deren Qualität zu erreichen.

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                    • 9

                      Ich habe selten so gelacht. Mit viel Gespür für's Detail wird hier das Zwerchfell trainiert, wodurch der eigentliche Mordfall etwas in den Hintergrund gerät. Die Unterhaltung leidet darunter nicht.
                      Auch wenn der Film nichts für die Große Leinwand ist, sollte man ihn sich anschauen. Man wird es nicht bereuen.

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                      • 8 .5

                        Man muss deutlich machen - dieser Film ist nichts für Anti-Bayern. Denn diese würden sich in Grund und Boden ärgern, diesem Film anzuschauen. Es wird die niederbayerische Gemütlichkeit gelebt, manches als egal hingestellt und Lässigkeit als Priorität dargestellt.

                        Alles in allem verdammt gelungen, denn schließlich will man bei solch einem Film nicht mehr hinter dem Stuhl hervorkommen vor lauter lachen.

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                        • 8

                          ein kleiner Bonuspunkt - einfach weil er im schönsten Bundesland der Welt spielt

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                          • 7 .5

                            Amüsanter Provinzkrimi mit einer Menge Lokalkolorit: Selbstmord? Mord?
                            Mit der bayerischen Beschaulichkeit ist es erst mal vorbei. Stress pur für den Provinzpolizisten Franz Eberhofer,...
                            Die dargestellte bayerische Gemütlichkeit (Lokalkolorit) hebt die Punktevergabe!

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                            • 8

                              Endlich ein guter Filmbeitrag aus Deutschland. Pardon, aus Bayern. Manche denken ja, dass unsere süddeutschen Freunde aus dem Ausland kommen........ Zum Glück nicht wie dieses Schmankerl an Film beweist. Gnadenlos provinziell, sympathisch und witzig. Eine Freude.........

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                              • 7

                                Dampfnudelblues ist gelungene Unterhaltung. Warum der Film im Kino lief, ist fraglich. Denn abgesehen vom erfolgreichen Namen ist der Film von der Art her nicht mehr als typisch öffentlich rechtliche Wochenendunterhaltung aus den bayrischen Gefilden … wenn auch gute.

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                                • 6

                                  Die Groteske der Provinz, Einöde zu überlebensgroßer Lethargie stilisiert, in heftigstem Dialekt gebadet und dadurch reichlich schwarzhumorig ins Absurde überzeichnet.

                                  DAMPFNUDELBLUES - der Name ist Programm, die Nudel schmeckt (und kräftigt, wie die Ludolfs es uns lehrten), der Blues ist blue as it can be. Wie auch sonst, wenn man als Cop, dank unangemessener Arbeitsweise ("mia homm dehm die Eier wägg'schossn") aus Metropole München in die tiefste niederbayrische Walachei (Niederkaltenkirchen um genau zu sein) versetzt wurde, die Freundin nichts mehr von einem wissen will und das tägliche Highlight in den drei Leberkäsbemmen mit Senf besteht.

                                  Dann kracht es im Örtchen. Erst Graffiti, dann Mord, dann noch mehr Mord. Plötzlich sind sie da, die Drogensüchtigen und S/M-Keller und Polizist Franz bekommt richtig zu tun. Hätte er zumindest, so richtig kann und will er sich aus dem eingefahrenen Slow-Motion-Trott jedoch nicht befreien.
                                  Too blue.

                                  Der Film ist optisch die typische deutsche Fernsehproduktion, spielt aber so herrlich mit dörflichen Klischees - seien es das 'zufällige' Stieren der Nachbarn über die Hecke, die jeder-kennt-jeden Mentalität, oder das kollektiv-Besäufnis beim Fußball-Spiel des Dorfvereins - dass er überdurchschnittlich viel Spaß macht. Wenn man denn überhaupt versteht was da genuschelt wird. OmU wär denkbar, denn auch bei doppelter TV-Lautstärke kommt noch lediglich die Hälfte an. Im Kopf, nicht im Ohr.

                                  Skurril, amüsant und leicht - nicht mehr und nicht weniger.

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                                  • 7

                                    Rundum gelungene schwarze Komödie aus der bayrischen Provinz mit derbem Humor.

                                    • 8

                                      Alles in allem ist “Dampfnudelblues” ein gelungener Blick in eine vermeintlich typische bayrische Provinz. Ich für meinen Teil hoffe dass Eberhofer wieder auf die Leinwand zurückkehrt – genug Stoff dafür scheint es ja zu geben.

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                                      • 7 .5

                                        Schöner Film, mit einer wahren Schwäche.
                                        Im Kino wirkt er einfach nur wie das, was er auch ist: ein überdurchschnittlicher TV Krimi.
                                        Das ist zwar gar nicht schlimm, aber dadurch auch nichts wirklich Großes. Dennoch kann man nicht sehr viel schlechtes über den Film sagen. Die Schauspieler überzeugen alle ( wobei Gerhard Wittmann als genialverbitterter, aber dennoch sympatischer Polizist hervorzuheben ist ) , für Lacher ist reichlich gesorgt und die Story kann man sich auch so ansehen (selbst wenn sie eben nichts wirklich neues/innovatives ist) . Besonders wenn man irgendwie eine Affinität für bayerische Kultur hat, wird man hier seine Freude haben - denn dafür wird reichlich gesorgt. Sei es die Kuhkaffatmosphäre, die Auffassung Weißbier sei Grundnahrungsmittel oder auch der Provinzfußballverein mit dem exotischen Superstar aus Afrika. Alles ist dabei. Und da der Drehbuchautor schon für den wunderbaren "Lammbock" verantwortlich war, gibt es auch ein wenig Kifferkultur.
                                        Schwachpunkt ist leider, wie gesagt, die relativ dünne Geschichte. Dennoch kann man sich den Film als Liebhaber deutscher Produktionen gut ansehen.

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                                        • 8

                                          Dampfnudelblues

                                          Heute schönes Bayerisches Kino gesehen.
                                          Es gibt doch noch Deutsch Produzierte Filme die so richtig Lustig sein können.
                                          Die Krimikomödie macht echt was her.
                                          Der Strafversetzte Dorf Sheriff Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) steht in der ersten Filmeinstellung mit Rektor Höpft vor dessen Hauswand.
                                          In Roten grossen Buchstaben steht dort :
                                          STIRB DU SAU
                                          Anzeige aufgenommen kann der Polizist nicht ahnen das Rektor Höpfl einige Tage später vom Zug überollt wird. Was erst wie Selbstmord aussieht entpuppt sich immer mehr als Mord.
                                          Sein ehemaliger Partner Rudi Birkenberger ( Simon Schwarrz) holt Franz zur Unterstützung nach mehrmaligen strengen urbayerischen Überlegungen mit ins Boot.
                                          Ein echt toller Film. Schöne Bayerische Kulissen.
                                          Ein Dorf Sheriff, der noch bei Vadda ( der nebenbei ein bisschen Cannabis anbaut) aufm Hof wohnt mitsamt Oma.
                                          Urbayerische Gemütlichkeit - eine solide ( wenn auch nicht Überraschende ) Story.
                                          Dazwischen Bayerisches Geplänkel.
                                          Einder der wenigen Filme die ARD und BR Produziert sind fürs Kino, wo ich sage echt Toll.

                                          8 von 10 Punkten

                                          Servus

                                          • 8

                                            Eins vorne weg: ich kenn die Bücher nicht. Allerdings bin ich stark schmunzelnd in einer Schar aus lachenden Menschen aus dem Kino gegangen. Die Besetzung wurde sehr gut gewählt, zusammengepflückt aus allerlei regionalen und mittelmäßig bekannten Schauspielern, die es verstanden, ihre Rollen so zu interpretieren, wie sie sein sollten. Ich freue mich schon auf einen weiteren Film, denn dieser Film zeigt alles das positiv, was man bei den bisherigen "Kluftinger" Verfilmungen versaut hat.

                                            • 6

                                              Dampfnudelblues könnte/ist ein Tatort-Film sein, der in Bayern spielt. Szenen werden mehrfach aneinandergereiht. Sie ergeben nur mäßig bis keinen narrativen Kontext.
                                              Somit geht auch der Mainplot etwas in den Hintergrund.
                                              Ein paar lustige Sachen sind freilich enthalten. Mal durch Situationskomik oder einfach durch den Dialekt. Dialoge sind recht mittelmäßig und dienen oftmals nur als Kommentar.
                                              Die Schauspieler sind soweit alle gut aufgelegt. Sebastian Bezzel läuft meist mit derselben Miene herum, weil ihn der Alltag auf dem Lande langweilt und sein familiäres Umfeld ihm auf die Nerven geht.
                                              Sympatisch fand ich Simon Schwarz, den Freund von dem Charakter Bezzels. Dieser hatte allerdings für meinen Geschmack zu wenig Screenzeit.
                                              Der Film wird sicherlich noch weiterhin zahlreich von der bayrischen Gemeinde besucht und auch bestimmt mehr gemocht, als ich es wohl tat. Für Zwischendurch ganz passabel, leider auch nicht mehr.

                                              • 5

                                                Der Film ist an sich ganz lustig. Jedoch hat er mittendurch einen ziemlichen Durchhänger. Eine solide 5. Nicht mehr und nicht weniger.

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                                                • 8 .5

                                                  Es gibt deutsche Filme und es gibt bayrische Filme und zur zweiten Rubrik gehört dieser Streifen. Viele bekannte Gesicherter in einem schwarzhumorigen Krimi, der leider im Trailer schon viele Gags preisgibt aber auch noch einige in petto hat. Dennoch wer den Trailer mag und auch den bayrischen Dialekt versteht sollte sich diesen Streifen nicht entgehen lassen. Die Darsteller sind Klasse besetzt und die Story wird nicht langweilig! Mir persönlich hat der ganiale Simon Schwarz am besten gefallen. Wieder ein toller Beitag aus Bayern....Vielen Dank an Rita Falk für Ihre Romanvorlage!

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                                                  • 6

                                                    Einen großen Teil des Witzes gewinnt der Film durch seine trockenen und teils derben dialektalen Dialoge. Die Darstellung des Landlebens macht genügend Spass, um dem Film seinen durchschnittlichen und innovationslosen Kriminalfall zu verzeihen.