Das letzte Einhorn - Kritik

The Last Unicorn

US/JP/GB · 1982 · Laufzeit 92 Minuten · FSK 6 · Fantasyfilm, Animationsfilm · Kinostart
Du
  • 8
    GerritWuCha 01.11.2018, 20:38 Geändert 01.11.2018, 20:40

    So das erste mal nun diesen Klassiker gesehen.
    Der Film hat was die Hintergründe, wie z.B. Landschaften, betrifft, einen großartigen Zeichenstil. Davon war ich wirklich begeistert. Und wenn im späteren Verlauf des Films, unheimliche Gesichter in den Wänden zu sehen sind, dann ist das kreativ große Klasse... (muss man selbst sehen, um zu verstehen, was ich meine). Die Zeichnungen einiger Figuren hingegen sind etwas schwächer. Während ich die Harpie oder auch die alte Hexe, sowie die anderen Fabelwesen, fantastisch fand, haben mich die Zeichnungen der Menschen und das Einhorn etwas enttäuscht. Irgendwie zu glatt und das Einhorn hat tatsächlich einen leichten Kitschfaktor.
    Narrativ war der Film sehr ambivalent: teilweise berührend und innovativ, teilweise rührselig und konfus. Bestimmte Dialoge waren wirklich seltsam...Zudem habe ich relativ wenig emotionalen Zugang zu den Figuren bekommen. Dafür bietet der Film immer wieder teilweise absurd-interessante Einfälle... z.B. der Schmetterling, oder die Robin-Hood Szene.

    Naja insgesamt war ich aber dennoch sehr positiv überrascht. Auch die Musik von America ist zum Teil klasse, aber auch zum Teil sehr kitschig...

    Ich gebe daher für alles zusammen eine 8/10, weil ich die künstlerische und kreative Vision des Films würdigen möchte.
    Wer hier sagt, die Zeichnungen bzw. Animationen wären insgesamt grottig, hat entweder null Ahnung, oder einfach keinen Sinn für Ästhetik. Mal abgesehen von den Zeichnungen des Einhorns oder der Menschen,die ich auch nicht sooo toll finde... aber weit weg von schlecht. 90% der Zeichnungen sind jedoch wirklich märchen- und meisterhaft. Punkt.

    • 8

      Zeitlos.

      • 8 .5

        Eine Kindheitserinnerung erster Klasse,ausgezeichnetes Filmchen.

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        • 7 .5

          Fantastischer Trickfilm. Alles drin. Da haben inzwischen schon ganze Generationen gebannt zugeschaut. Muss mich auch Vorrezensenten anschließen, dass das hier für einen Einhorn-Film schon richtig guter Stoff ist, der nicht so lächerlich daherkommt wie manche Verblödungssendungen ohne Anspruch in der Richtung heutzutage (jaja "Opa" erzählt ausm Kriech). Ein wenig in die Jahre gekommen ist er natürlich trotzdem, auch wenn das ein unfairer Vergleich mit so manch aktuellerem Anime/Animationsfilm ist mit viel mehr Ressourcen. Aber auch damals war es nun nicht an jeder Stelle überragend. Da bin ich dann auch wieder realistisch. Echte Liebhaber geben hier aber verständlicherweise eine 10, was auch voll in Ordnung geht und nun mal im Auge des Betrachters bzw. des Persönlichen liegt.

          • 10

            Der Kinderfim meiner Kindheit. Heute läuft dieser jedes Jahr zu Weihnachten. Er ist zeitlos und für mich ein Klassiker in der Filmgeschichte. Die Titelmusik rührt einen zu Tränen so wie die Story und das zugehörige Ende. Ein Film den man gesehen haben muss, auch wenn man kein Fan von Einhörner ist. Den dieses Einhorn zeigt, dass sie nicht nur schön sind, sondern auch zu kämpfen wissen

            • 7

              Ein super Zeichentrickfilm, der optisch und von der Story überzeugen kann. Die Musik von “America“ ist hervorragend.

              Der Film war dazumal einer der brutalsten Zeichentrickfilm und wurde daher oftmals nicht an Kinder weiterempfohlen. Aber ich weiß die heutigen Kids sind sich was anders gewohnt.

              Warum dieser Film als Weihnachtsfilm verkauft wird begreife ich nicht. Hat doch bildlich und von Plot nix mit Weihnachten zu tun oder?

              Jedenfalls sorgt “Das letzte Einhorn“ für gute Unterhaltung und das ist die Hauptsache.

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              • 9

                Das letzte Einhorn ist ein künstlerisches Meisterwerk, welches es so nicht oft gibt. Die Kombination aus japanischer Zeichentricktechnik und einer von europäischen Mythen beeinflusste Geschichte harmonieren perfekt miteinander und bilden ein echtes Unikat. Der Soundtrack von AMERICA fügt sich hervorragend in die Geschichte ein. Was mich aber am meisten, an dem Film fasziniert, ist seine (unbeabsichtigte?) Philosophie: Die Unzufriedenheit der Menschen in ihrem Dasein, die sich nach etwas größerem, göttlicherem und schöneren sehnen (Einhorn) und doch nie genug kriegen können (König Haggard), da jeglicher Besitz nicht zur Zustandsveränderung führt und der Mensch dennoch Mensch bleibt, ein unglückliches Wesen (Molly), welches die Göttlichkeit verwehrt bleibt.

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                • 7 .5
                  Heinz_Klett 04.08.2017, 22:07 Geändert 19.08.2017, 23:00

                  ,,Das letzte Einhorn" schafft das Kunststück, alle Nebencharaktere interessanter darzustellen als die titelgebende, den ganzen Verlauf der Geschichte über blasse und teils sogar nervige Hauptfigur. Vor allem die Widersacher des ungewöhnlichen Heldengespanns, allen voran natürlich König Haggard und sein roter Stier, aber auch Mommy Fortuna und der Zauberer Marbruk, sind toll angelegt und so voller Wahnsinn und abgründiger Bösartigkeit, wie man es nur selten in Zeichentrickfilmen erleben darf. Zudem bietet der Film einige wundervoll düstere Momente, die teils ins Absurde abgleiten, wie beispielsweise das Treffen mit dem sprechenden, alkoholkranken Skelett, Mommy Fortunas Zirkus und ihre Schicksalsgemeischaft mit der Harpyie oder die Schmuseeinlage mit dem verzauberten und bis in alle Ewigkeit liebenden Baum. Wundervolle, einzigartige Momente, die sich etwas beißen mit der Überdosis Kitsch, die sich der Film wiederum in anderen Situationen gönnt, wie der überflüssigen Liebelei zwischen Lady Almathea und Prinz Lir und den dazugehörigen scheußlichen Gesangseinlagen...Die in der Qualität schwankende Tricktechnik wird allemal wettgemacht von der hervorragenden deutschen Synchronisation (lässt man Frank Zanders nervtötende Performance einmal außen vor), die ein Who-Is-Who bekannter Stimmen der 80er auffährt und Christopher Lee seinem König Haggard auch auf Deutsch eine beängstigende Verbitterung und Kälte geben lässt. Immer noch und immer wieder sehenswert.

                  • 6 .5

                    ich war als kind kein märchen trick fan aber meine mutter wollte mir immer was vorsetzen...das hier ist einer der wenigen der wirklich schön gemacht ist...story und lieder gefallen

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                    • 7

                      Kein Weihnachten ohne "Das letzte Einhorn"!
                      Bass & Rankin haben mit diesem Film ein wunderschönes Märchen geschaffen, das einem die Melancholie nur so um die Ohren haut. Zauberwälder, Fabelwesen, die sanfte, leuchtende Optik und die grandiose Musik.
                      Nur im Mittelteil ist eine unangenehme Länge drin, aber die kann man verschmerzen. An Weihnachten verzeiht man ja ganz gerne.

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                      • 7

                        SPOILER

                        Das letzte Einhorn gefällt mir bis zu dem Punkt, an dem sie in eine menschliche Frau gewandelt wird. Wie sie und der Prinz sich in einander verlieben, ihr auf einmal anscheinend alle anderen Einhörner absolut egal zu sein scheinen.
                        Erst als sie wieder zum Einhorn verwandelt wird, gefällt mir der Film wieder.

                        Die Lieder gefallen und untermalen sehr schön die Stimmung, die Figuren sind allesamt glaubhaft und haben Ecken und Kanten, man kann sich mit ihnen identifizieren. Auch dass es kein Happy End für Prinz und "sein" Einhorn gibt, gefällt mir hier. Beide sind durch ihre Liebe gewandelt und miteinander verbunden. Sie erinnert sich auch als Einhorn noch an ihn und ihre Liebe.

                        Das wiederum versöhnt mit der Handlung, doch, Entschuldigung, die Liebesgeschichte an sich ist für mich in der Umsetzung etwas arg plump und konstruiert, auch kitschig geraten.

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                        • Ich habe mir den Film auch schon angeschaut. Sehr emotional, also nichts für Kleinkinder. Aber meine Meinung könnt ihr in meinem Review lesen: http://einhornwelten.de/das-letzte-einhorn-der-schoenste-einhornfilme-aller-zeiten/

                          • 8 .5

                            "Auf der grünen Wiese habe ich sie gefragt, ob sie mich noch liebe. Ja hat sie gesagt."

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                            • 8

                              Das gibt es etwas, was ich mir auch in neueren Animationsfilmen wünschen würde: keinen sinnfreien Sprechgesang mehr sondern echte, emotionale Musik.

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                              • 8 .5

                                Auch mit meinen fast 30 einmal jährlich Pflicht...meist am Weihnachtstag ;)

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                                • 5 .5

                                  icumtomorrow vor 9 Monaten Geändert vor 9 Monaten

                                  Also seid doch mal ehrlich, als Kind geliebt.
                                  Aber:
                                  Die Dialoge sind grauenhaft. Alles ultra überspitzt. übertriebens Drama, ja fast schon lächerlich.

                                  Ich hab ihn nichtma in der Kindheit gesehen, aber wenn der nostalgische Wert sogar über die Jahre vergeht, brauch ich mir ja keine vorwürfe machen, dass dieser Film für mich nichts besonderes war. GUTER SOUNDTRACK !

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                                  • 10

                                    Der Film ist unfassbar rührend und wunderschön.Die Musik macht einen großen Teil des Films aus ohne sie währe der Film nicht halb so gut. Sie lässt einen mitfühlen.

                                    • 4
                                      icumtomorrow 18.03.2016, 19:27 Geändert 20.03.2016, 13:20

                                      Also seid doch mal ehrlich, als Kind geliebt.
                                      Aber:
                                      Die Dialoge sind grauenhaft. Alles ultra überspitzt. übertriebens Drama, ja fast schon lächerlich.

                                      • 5 .5

                                        Werden heute noch reine Zeichentrickfilme fürs Kino produziert? In Zeiten der Computertrick-Abenteuer aus den Häusern Pixar und DreamWorks wohl kaum. Die perfekte Tricktechnik moderner Animationsfilme führt leider – auch beim Rezensenten – obendrein dazu, dass Klassiker wie „Das letzte Einhorn“ heute etwas altbacken wirken. Auch Dramaturgie und Action sind nach heutigen Maßstäben etwas angestaubt. Das ist bedauerlich, denn wenn man sich drauf einlässt, entfaltet der Film durchaus seinen Reiz. Guckt euch „Das letzte Einhorn“ einfach mit euren Kindern an, deren unverdorbene Augen wissen ein schönes Märchen noch zu schätzen.

                                        Ausführlich bei DIE NACHT DER LEBENDEN TEXTE.

                                        • 10

                                          Ja, ich bin mit dem Film aufgewachsen und finde ihn super. So, zurück zu Darkthrone. Mir wird seltsam warm ums Herz. :D

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                                          • 7
                                            Zimtmond 29.11.2015, 10:32 Geändert 29.11.2015, 11:58

                                            Dieser Kommentar ist ein Wichtelgeschenk für die liebe Laudania. Solche Aktionen sind wirklich ganz wunderbar, um hier auch neue Menschen kennen zu lernen und die gemeinsame Liebe zu Filmen zu entdecken. Ich wünsche allen einen schönen ersten Advendssonntag!
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                                            Ein Einhorn lebt in einem Wald, in dem nie Schnee fällt oder es gar Herbst wird. Zwei Jäger, die es erblicken und niemals etwas in dem Wald des Einhorns jagen wollen; Im Wald des letzten Einhorns?! Ein Einhorn, das sich auf die Suche macht, die anderen Einhörner zu suchen und sie zu finden.

                                            "... das kann nicht sein... wieso sollte ich das Letzte sein?...Was wissen die Menschen schon nur weil sie für eine Weile keine Einhörner mehr gesehen haben heißt es doch nicht das wir alle verschwunden sind!...Wir verschwinden doch nicht...“

                                            Eigentlich war ich immer verwundert, wieso ich diesen Film so mag, wie er Jahr für Jahr vor meinen Augen ablaufen kann, wieso er mich Jahr für Jahr wieder fasziniert und in seinen Bann zieht.
                                            Der Film sieht nicht besonders schön aus. Das irgendwie viel zu menschlich wirkende Einhorn und seine dann menschliche Gestalt gefallen mir ebenfalls nicht. Abgesehen davon, dass ich Pferden sowieso nie etwas abgewinnen konnte. Die ganze Zeit wird man von Kitsch und Romantik überhäuft. Der Soundtrack ist schmalzig, der Zeichenstil flach.
                                            Wieso also, WIESO kann ich dem letzten Einhorn nicht widerstehen, obwohl so viel gegen ihn spricht? Auch die Nostalgiebrille kann kein Grund sein, da all diese Punkte damals schon gegen ihn sprachen. Ich weiß es also nicht, kann es mir selbst nicht erklären.
                                            Weine ich jedes Mal, weil ich den Film eigentlich schrecklich finde? Nein, nein, nein.

                                            "Die Wahrheit schmilzt jeden Zauber! Immer!"

                                            Das letzte Einhorn ist ein verträumtes, melancholisch schönes Märchen. Nicht nur, dass es mich immer wieder verzaubert, nicht nur, dass es mich jedes Mal zum mitfühlen und zum weinen zwingt, nicht nur das macht es so wundervoll, nein auch diese teils herzlichen, teils bösen aber wunderbar charakteristisch gezeichneten Charaktere wollen mich einfach bis zum Schluss nicht loslassen.
                                            Dieses Märchen wird mit so viel Liebe, mit so viel Gefühl, mit soviel Schlichtheit erzählt, dass ich einfach nicht anders kann.
                                            Das Einhorn, das beginnt Freude und Trauer zu empfinden und Angst vor der Einsamkeit hat. Das Einhorn, das seinen Platz in der Welt sucht, wonach wir auch alle streben.
                                            Der tollpatschige Schmendrick, der versucht endlich ein guter Zauberer zu sein. Molly Grue, die bereits als kleines Mädchen davon träumte, einem Einhorn zu begegnen, erst im Alter eines sieht und in ein Wechselbad der Gefühle fällt. König Haggard, der irgendwie böse ist, aber eigentlich nur Dinge besitzen möchte, die er gleichermaßen schön und faszinierend findet und das um jeden Preis. Sein Adoptivsohn Lir, der der Inbegriff des typischen Heldenprinzen ist und sich in das zu Mensch gewordene Einhorn verliebt und noch einige mehr.

                                            Dieser Film ist einfach rührend und voller Poesie.
                                            Diese Geschichte steckt voller Gefühlen und Symbolen.
                                            Die Erzählweise der Geschichte, die für die nötige Tiefe sorgt.
                                            Die kitschige Musik, die ich einfach nicht hassen kann und immer mitsingen muss.
                                            All das verhilft dem letzten Einhorn einen Platz bei mir zu haben, Jahr für Jahr zu Weihnachten geschaut zu werden und immer wieder von neuem zu hoffen, dass alles gut wird.

                                            "Es gibt nie ein glückliches Ende, denn es endet nichts."

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                                            • 10

                                              Das letzte Einhorn ist einer der besten Zeichentrickfilme aller Zeiten und hat von seiner Magie bis heute nichts verloren !!!

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                                              • 6

                                                Ich schließe mich wie so einigen Vorrednern an. Die Animation und die Zeichnungen waren teilweise echt grottig. das hat mir den ganzen Spaß am Film versaut.

                                                • 7 .5

                                                  Kommt vielleicht nicht ganz an einige Disney Klassiker ran.
                                                  Ist aber trotzdem eine schöne Geschichte sowohl für jung und alt.
                                                  Einer der Größten Stärken dieses Films ist der Soundtrack.

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                                                    drahdinedum 15.04.2015, 15:49 Geändert 30.04.2015, 12:55

                                                    Ein für Kinderaugen sehr düsterer Film! Dafür voller Fantasie, Fabelwesen und wunderschön gezeichnet! Auch die Story ist wohl mit die Stärkste, die ein Zeichentrickfilm haben kann! Und Ich liebe den Betrunkenen Skelett! Herrlich!

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