Das Milan Protokoll - Kritik

Das Milan Protokoll / AT: Vor der Sperre; Die monotheistische Zelle; Das Milan-Protokoll

DE · 2017 · Laufzeit 100 Minuten · FSK 12 · Thriller · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Die Stärke des Milan-Protokolls liegt [...] in der genauen Zeichnung der Figuren, die auf den Schachbrettern der Mächte hin- und hergeschoben werden und im Verlauf der Handlung einem starken physischen wie psychischen Verfall ausgesetzt sind. [Bernd Buder]

    1
    • 7

      »Das Milan-Protokoll« ist nicht eingängig. Ott will zeigen, wer in Konflikten wie agiert, will ran an die Akteure und ihre Überlebensstrategien. Will nicht werten, sondern klassische menschliche Situationen zeigen: Was bedeutet Existenz - wenn sie im nächsten Moment beendet wird?

      Der Krieg wird nicht gut konsumierbar strukturiert, sondern als Panoptikum, als Symbol für die Handlungen in den Außenzonen und Anrainerstaaten der Europäischen Union dargestellt. Es gehe darum, zu begreifen, dass »scheinbare Alternativlosigkeit nur eine Frage der Erzählebene ist«, sagt Ott.

      Keine Frage: Diese Art Kino ist ein Ort für Verwirrungen und für Diskussionen nach der Aufführung.

      1
      • 8

        Der Film, der von pulsierenden elektronischen Klängen angetrieben wird, profitiert von seiner beachtenswerten, vielschichtig gezeichneten Hauptfigur. Und: einer klugen, verschachtelten Erzählweise, die eine mitreißende Eigendynamik entwickelt.
        [Björn Schneider]

        1