Das Vaterspiel - Kritik

Das Vaterspiel

DE/AT · 2009 · Laufzeit 117 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher was mir der Film sagen möchte aber ich fand es mal wieder schön Sabine Timoteo in einer Rolle zu sehen. Ich Frau ist ne Wucht.

    • 8

      Regisseur Michael Glawogger verzichtet zudem auf jede unnötige Dramatisierung der Ereignisse. [...] Ein genuin österreichischer Humor, zu dem es gehört, selbst in eigentlich schrecklichen Augenblicken eine gewisse ironische Distanz zu bewahren, übernimmt die Funktion des notwendigen Druckventils. Vor allem hütet sich Glawogger davor, schwierige Fragen nach Schuld, Sühne und persönlicher Verantwortung, einfache Antworten gegenüber stellen zu wollen. Umso mehr erstaunt es, mit welch leichter Hand das alles am Ende doch inszeniert ist. Irritierende Klangwelten treffen hier auf Bilder grobpixeliger Computerspielmassaker. Die multiplen (Groß-)Vater-Sohn/Tochter-Konstellationen goss Glawogger in eine außergewöhnliche Form, die ihn nach „Slumming“ und der Drogen-Groteske „Contact High“ einmal mehr als kreativen Querdenker outet.

      • 7

        Überhaupt ist es gerade dieser Eindruck des zeitweiligen Kontrollverlusts, der den versammelten Trivialitäten das Haarsträubende nimmt. Beziehungsweise wird das Haarsträubende als genuin interessantes Verstörungsmoment so erst produktiv. Zuerst und zuletzt macht den Film aber eins zu einer wirklich aufregenden Sache: die Musik der Komponistin Olga Neuwirth und die Art, wie Glawogger sie offensiv einsetzt. [...] Sie ist nicht der einzige, aber doch der wichtigste Grund dafür, dass dieser Film, der fast ausschließlich aus Klischees zusammengebaut scheint, unberechenbar bleibt.

        • ?

          Der Plot klingt schrecklich österreichisch-deutsch.

          Udn der Trailer schafft es, noch nerviger zu sein.

          Bäh!

          • ?

            Michael Glawogger, mit dem eindringlichen Dokumentarfilm Workingman’s Death (2004) nachhaltig in Erscheinung getreten, entspinnt eine mehrdimensionale genreübergreifende Geschichte, die niemals an ihrer enormen Komplexität scheitert. [...] Glawogger weiß dem Ideenreichtum der Vorlage Josef Haslingers mit einer korrespondierenden inszenatorischen Vielfalt zu begegnen. Sein eleganter visueller Stil offenbart sich beispielsweise in der intensivsten Autofahrt seit Helden der Nacht (We own the Night, 2007).

            • 7 .5

              Michael Glawoggers unfokussierte, verwucherte, unbedingt sehenswerte Verfilmung des Romans von Josef Haslinger skizziert zwei grundverschiedene Umgangsformen mit etwas, das man "Generationenballast" nennen könnte.