Der Biber - Kritik

The Beaver

US · 2011 · Laufzeit 91 Minuten · FSK 6 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • [...] Wichtig ist nur, dass ich mich selbst lieben kann und daran denke, dass ohne mich die eine oder andere Sache plötzlich nicht mehr funktionieren würde. Dass ich sonst plötzlich nichts mehr hier schreiben würde und dass würde mich unendlich unglücklich machen. Es geht also weiter. Ich hab Freunde und Familie, für die es sich lohnt glücklich zu sein.

    1
    • 8 .5

      Sehr bewegendes sowie inspirierendes Comedy-Drama, dessen Handlung mich doch sehr mitnahm.
      Mel Gibson liefert hier eine ganz große Leistung ab und man merkt seinem Charakter, Walter Black, seinen Fall und seinen Hilferuf durch den Biber sehr an.
      Schönes sowie trauriges Independent-Kino. Ein Hochgenuss!

      2
      • 7
        WithOpenEyez 05.11.2017, 22:56 Geändert 05.11.2017, 22:59

        "Starting over isn't crazy. Crazy is being miserable and walking around half asleep, numb, day after day after day. Crazy is pretending to be happy. Pretending that the way things are is the way they have to be for the rest of your bleeding life. All the potential, hope, all that joy, feeling, all that passion that life has sucked out of you. Reach out, grab a hold of it and snatch it back from that bloodsucking rabble."

        Familienvater Walter Black hat Depressionen. Ungewollt zieht er seine ganze Familie mehr oder weniger stark mit in diesen Strudel der Bedrückung rein. Seine starke Frau hält die Familie halbwegs zusammen. "The Beaver" erzählt eine unkonventionelle, auszugsweise sogar absurd wirkende Geschichte und dennoch oder gerade deshalb funktioniert sie phasenweise richtig gut. Jodie Foster gibt nicht nur die Rolle der Mutter, sondern inszeniert auch hinter der Kamera gekonnt ein einerseits dem Inhalt entsprechendes nachdenklich, düsteres Werk, aber dann doch wieder gespickt mit regelmäßigen hoffnungsvollen, belustigenden, herzerwärmenden Momenten. Es gelang mir durchaus über Strecken, mit Walter Black mitzufühlen, aber genauso seine Familie zu verstehen zu können. Man muss den Film wohl sehen, damit man eigenen Augen sehen kann, wie die Biber-Idee tatsächlich einen für Drama-Fans unterhaltsamen Film zimmern kann.

        Darstellerisch überzeugt der Cast, der leider verstorbene Anton Yelchin darf den äußerlich coolen, aber innerlich zerrissenen Sohnemann mimen. Mel Gibson's Akzent ist zwar nicht ganz einfach zu verstehen, er bringt diese nicht einfache Rolle aber gut rüber. Hätte er nicht die notwendige Sympathie und Ernsthaftigkeit mitgebracht, hätte der Film auch völlig bescheuert sein können. Warum dieser Film mir besser gefiel als gestern "The Hours"? Wohl weil ich mich in diesen Charakteren, diesen Emotionen und der ganzen Geschichte wieder finden konnte. Kurzweilig umgesetzt, krankt "The Beaver" aber auch an der Kürze, er wirkt an mehreren Stellen gehetzt, ist auch nur 80 Minuten kurz. Dazu empfand ich die Teilgeschichte um den Sohn und dessen Freundin sicher nicht verkehrt, aber irgendwie bremsend und nicht richtig auf den Punkt (sollte natürlich ein jüngeres Publikum ansprechen, four character drama script), zu gewollt. Ich sah ein kurzweiliges, emotionales Drama, menschlich nahe und gut bespielt, dazu ein stimmiger Score. War nicht verwunderlich kein Erfolg und wahrlich kein Massenfilm, über die ich froh bin, dass sie gemacht werden.

        2
        • 6
          BrodiesFilmkritiken 19.08.2017, 09:37 Geändert 20.08.2017, 09:27

          Es ist eine Schande das der einstige Megastar Mel Gibson mittlerweile ein solch gemiedener Mensch ist. Egal ob ers selber Schuld ist oder nicht, der Mann kann was – vor wie hinter der Kamera. Und wenn man Darsteller wegen ihres persönlichen Verhaltens meidet entginge einem so manch guter Titel … aber gut. Hier ist es auch noch sehr sehr schön dass Gibson sich mit seiner alten Freundin Jodie Foster zusammentut und einen ungewöhnlichen Film zu tage bringt. Die Handlung ist einfach und unkompliziert, der Film aber in seiner Wirkung extrem: kein lustiger Wohlfühlfilm, sondern ein wirklich stellenweise unbequemes Drama in dem Gibson keine Indentifikationsfigur spielt sondern eben einen total kaputten Kerl auf der Suche nach Hilfe. Dabei ist es aber Gibsons brilliantes Spiel welches den Film aufrecht hält und trägt – und ich hab kein Problem das ganze nieder zu machen nur weil es Mel Gibson ist. Mich stört mehr dass die Nummer zum Ende hin irgendwie ins Leere geht und recht schnell und wirklungslos verpufft. Da wäre am Ende mehr machbar gewesen.

          Fazit: Bizarrer Film mit einigen heftigen Momenten, hinterlässt einen zwar etwas ratlos, ist aber insbesondere von Gibson grandios gespielt

          • 8

            Fazit: "Der Biber" ist ein schönes Drama mit einer etwas anderen Story, die auf dem Papier ein wenig skurril klingen mag, aber alles andere als lächerlich umgesetzt wurde. Das hat man ordentlich geschrieben und vor allen Dingen wird das stark gespielt. Dazu gibt es eine authentische Figurenzeichnung, eine schöne Umsetzung und eine emotionale Atmosphäre. Überwiegend ist das doch recht traurig gestaltet, aber Hoffnung wird hier nicht vergessen und ich fand den Film sehr warmherzig. Die Laufzeit vergeht dabei sehr kurzweilig und so kann ich Drama-Fans und natürlich Fans von Mel Gibson "Der Biber" nur empfehlen!

            1
            • 8

              "The Beaver" ist ein super Drama von Jodie Foster, die eine gute Regiearbeit abliefert. Das Mel Gibson ein guter Actor ist muss ich wohl niemandem mehr erklären.
              Mel Gibson spielt ein depressiver Familienvater der kurz vor dem Selbstmord steht. Getrennt von seiner Familie leidet er noch mehr au bei der Arbeit läuft es nicht gut. Er lässt sich auch von den Ärzten nicht Hefen. Eines Tages findet er im Mülleimer eine Handpuppe in Form eines Biber. Er trägt von jetzt an immer in seiner hat und lässt der Biber für sich sprechen. Er nähert sich wieder seine Familie an und es gibt ihn wieder Lebensmut und ist durch die Puppe wieder glücklicher. Auch seine Familie heisst ihn wieder willkommen nur sein ältesten Sohn ( Anton Yelchin), der sich mit einer Schulkameradin Jennifer Lawrence anfreundet, er hat immer noch Mühe mit der Situation seines Vaters.Aber Gibson (Walter) Frau gespielt von Jodie Foster gibst sich wirklich Mühe um es zuverstehen und die Familie wieder zusammen zubringen. Als die Puppe dann jedoch beginnt Überhand zu nehmen. Ist Walter gezwungen, sich zwischen seiner Familie und dem bedeutsamen Biber zu entscheiden.

              Ich finde Mel spielt genial und ich nehme in die Rolle hundertprozentig ab. Seine Gesichtszüge sind einzigartig und machen sein Charakter glaubhaft. Jodie versinkt mit ihrer Leistung neben Gibson.
              Der Film ist sehr ruhig erzählt genau das mag ich so an ihm die Kameraführung und die Farbbilder sogen für eine gute Atmosphäre unterstützt wird das ganze noch von einem sehr guten Score.
              Was mir auch gefällt ist die Gesellschaftskritische Aussagen die der Film vermittelt und sorgen für Diskussionen. Ich persönlich finde die Puppe hilft ihm und er wird ja wieder glücklich und das ohne ärztliche Hilfen, logisch ist die Puppe für anderen unangenehm und auch die Familie findet es peinlich aber sie sehen das für mich aus egoistischen Gründen, weil ihnen ist es einfach unangenehm und schämen sich in der Öffentlichkeit aber für Walter ist es das Heilmittel und er tut ja keiner Fliege was zu leide. Die Massage erinnert stark an den Film "Mein Freund Harvey" mit James Stewart.

              Jennifer Lawrence, spielt ihre Rolle auch gut, sie ist zwar noch jünger und noch nicht so bekannt aber ich merke sie hat hier schon Talent. Und Anton Yelchin(Hearts in Atlantis" finde ich sowieso ein guter Schauspieler, der leider viel zu früh gestorben ist.

              Mel Gibson hätte eine Oscarnominierung verdient aber wegen seiner Eskapaden in seinem Privatleben wurde er in Hollywood boykottiert und hatte lange Mühe überhaupt Angebote zukriegen.
              "The Beaver" ist einer seiner besten Filmen und Rolle.
              Glaubwürdig und brillant.

              1
              • 4 .5

                Ich fand den Ansatz mit der Biber-Handpuppe ganz gut. Der Film als solcher trödelt sich ein bisschen. So richtig gezündet hat er am Schluss leider nicht. Ein eher mäßiges Filmexperiment.

                • 9
                  Rocket Man: Movic Freakz 13.12.2016, 20:35 Geändert 21.08.2018, 21:12

                  [...] Die verschiedensten Therapiemöglichkeiten gaukeln uns vor, zu helfen und den Verstand zu manipulieren. In Der Biber bekommt das alles eine ganz neue Betrachtungsweise und das auf Natürliche und witzige Art und Weise. [...]

                  16
                  • 6 .5

                    Schade, dass Der Biber zum Ende die schöne Idee in Sahnepuddingkitsch ertränkt. Ein typisches Ami-Phänomen, so dass ich schon fast gewillt war, ihn in meine AMERICAN BULLSHIT Liste aufzunehmen. Aber zieht man den Pudding ab, bleibt zumindest noch *etwas* übrig, was man von den meisten Filmen dieser Kategorie nicht behaupten kann. Und Jody Foster ist nun auch alles andere als Bullshit.

                    Aber auf jeden Fall ist es AMERICAN GRÖSSENWAHN. Hier wird mal wieder das meistverkaufte Spielzeug erfunden und ein Mann, der auf ALLEN Zeitschriftencovers gleichzeitig ist. Jetzt mal ehrlich: Gehts noch ne Portion großspuriger? Biber 4 president. Und alle so: Yay!

                    BF: 4 (für Anton Yelchin)

                    • 6

                      Ein einfühlsames Drama mit bizarrem Einschlag. Jodie Foster porträtiert einen schwer depressiven Mann, der durch die resolute Intervention einer Biber-Handpuppe zurück ins Leben findet und fortan nicht mehr von ihr zu trennen ist – was zu gravierenden neuen Problemen führt. Einzelne Handlungsstränge fransen aus, die Balance zwischen Tragik und schrägem Humor gelingt nur teilweise. Doch Mel Gibsons zugleich eindringliche und hochkomische Leistung macht den Film sehenswert. [Patrick Seyboth]

                      • 7

                        Eine Geschichte über Depression und die Auswirkungen auf die Familie. Die Rolle des Bibers wirkt zwar etwas wired und teilweise unfreiwillig komisch. Trotzdem jedoch ist es der Teil des Films, der wohl in Erinnerung bleiben wird und das Werk am Ende zu einem grossen ganzen werden lässt. Eine schöne, zum Nachdenken anregende Story, getragen von guten Darstellern und einem mässigen Plüsch-Tier.

                        3
                        • 6 .5

                          Die schauspielerischen Leistungen sind hier wirklich ausgezeichnet und geben keinen Grund zur Beanstandung. Das Hauptproblem des Filmes liegt aber bei der kurzen Laufzeit und der stiefmütterlichen Behandlung mit dem Thema Depression, dadurch wirkte das Ganze zu aufgesetzt und oftmals nicht realitätsnah. Aus diesem Grund war eine bessere Bewertung als 6 Punkte leider nicht möglich.

                          1
                          • 8 .5

                            Ein wirklich ernstes Thema, das einen deprimiert! Mel Gibson, spielt in Jodie Foster's Film, echt verdammt gut! Man kann ihm alles glauben was er in dem Film sagt und man fühlt durch ihn mit und kann ihn in gewissen Situationen sogar verstehen! Einfach ein wirklich saumäßig gut gespieltes und deprimierendes Drama!

                            • 8

                              Ja, der Film hat Schwächen und Längen und nicht jede Teilgeschichte kann überzeugen, aber der Film hat etwas ganz besonderes, nämlich die Hauptgeschichte. Die musikalische Untermalung und der ganze Aufbau wirkten am Anfang wie eine schlechte Komödie und ich hatte ganz klar ein Drama erwartet. Es war unglaublich befremdlich und sogar etwas albern, als er anfängt mit dem Biber zu sprechen. Man fragt sich sofort: Wie soll man das den ganzen Film aushalten, dass sich der Mund von beiden bewegt. Doch als jemand, der schon an so manche Depression schnuppern durfte, konnte die Idee schnell verstehen und so war ich fasziniert von der Entwicklung. *spoiler* Die Familie akzentuiert es im Flug und auch in der Firma läuft alles super. Besonders gut fand ich die Interviews die der Biber geführt hat. Wie überzeugend er war als er sagte, dass es wichtig wäre alles hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Ich war exakt dieser Meinung und doch fragte ich mich, wie soll es den nun weiter gehen? Er kann doch nicht für immer mit der Puppe am Werk sein. Ich fand die Lösung des Films genial den Heilsbringer umzukehren, als etwas darzustellen, der den eigentlichen Menschen immer mehr verdrängt und der erst mit radikalsten Mitteln wieder aus dem Leben entfernt werden kann. Klar vielleicht liegt hier auch die Schwäche des Film alles wieder in die Familienvereinigung zu investieren, ich fand es aber eine gute Wendung und verzeihe daher den Film alles andere. Mich hat er bewegt und das erwarte ich von einem guten Drama.

                              • Den Film "Der Biber" hab ich nicht gesehen, aber weil ich es kann und es derweil keine andere Möglichkeit gibt, hier darauf aufmerksam zu machen, möchte ich ganz herzlich den Film 'BEAVERLAND' empfehlen, den ich auf dem Filmfest Hamburg sehen durfte. Hierzu ein Link zur Kritik (http://www.cereality.net/dokumentation/beaverland-092188) und mal ein kleiner Auszug, viel Spaß beim Lesen:

                                [...] Da hebt er sich schon am Anfang von allem ab, was man so aus dem Genre erwarten würde und blickt aus dem Kosmos heraus auf die Chronologie des Bibers, wie er nach Chile kam und warum sich ein bestimmtes Pärchen, Derek und Giorgia, dazu entschlossen hat, ihn in seiner Population einzudämmen, sprich zu exterminieren. Je näher wir dann in jenes Gebiet Südamerikas eindringen, erleben wir zu psychedelischen Tönen eine mysteriöse abgehalftert-bewölkte Landschaft, die wirklich einem fremden Planeten ähnlich sieht und genauso wie außerirdische Besucher begutachten wir fortan das drollige Gespann der Biberjäger bei ihrer gewissenhaften Arbeit. [...]

                                8,5 von 10 Punkten

                                5
                                • 7 .5

                                  Das Wichtigste zuerst. Ich mag den Film sehr. Ich wusste ehrlich gesagt bis dahin nicht, dass Jodie Foster auch Regie führte. Ich habe den Film mit 7,5 bewertet, weil er zum Denken anregt. Er wirft die Frage auf, wie sehr man einen Menschen lieben kann, wenn dieser sich seltsam und plötzlich fern vieler gesellschaftlicher Normen verhält, für sich selbst aber eine aus seiner Sicht nachvollziehbare und fast schon verständliches Motiv für sein Verhalten hat. Wie sehr kann man dies tolerieren und bis zu welchem Punkt kann man ihm folgen und lieben?
                                  Klar ist dieses Beispiel vielleicht überzeichnet. Wer sich jedoch mit psychischen Erkrankungen und darin begründetem Verhalten beschäftigt hat, kann dies nicht einfach so als Spinnerei abtun. Wer weiss zum Beispiel schon, dass eine Multiple Persönlichkeit unterschiedliche Handschriften in sich trägt und diese hat wenn er gerade in einer anderen Persönlichkeit steckt.
                                  Besonders hat mich als Vater eines Kindes die Vater Sohn Beziehung besonders gerührt. Denn Fakt ist, dass die Eltern nun einmal Teil eines selbst sind und gerade wenn man sich mit ihnen nicht identifizieren mag, steht die Frage...was steckt dennoch von ihnen in mir?
                                  Der Film hat hier und da natürlich Schwächen und bedient teils Klischees wie dies des (amerikanischen) Familienwohls. Aber ich finde ihn unterhaltsam, kurzweilige und dennoch nachdenklich. Und das ist es, was ich von einem Film erwarte.

                                  2
                                  • 8

                                    Ich hatte ehrlich gesagt meine Zweifel, als ich den Namen und den Trailer des Films gesehen habe, doch was ich letztendlich gesehen habe, war wirklich klasse. Nicht immer gelingt es, wenn berühmte Schauspieler/innen (in diesem Fall Jodie Foster) die Regie übernehmen, aber hier hat es wunderbar funktioniert. Die Story hinter "Der Biber" wirkt anfangs ein wenig lächerlich und sehr skuril, doch je weiter der Film voran schreitet desto mehr versteht man langsam, was der Film darstellen möchte. Mel Gibson und Jodie Foster spielen hervorragend, aber Jennifer Lawrence und Anton Yelchin machen ihren Job sehr gut.
                                    Insgesamt hat mir "Der Biber" wirklich gut gefallen und über ein paar Schwächen kann man meiner Meinung nach hinwegsehen.

                                    • 3 .5

                                      Die erste zehn Minuten im Film sind ganz lustig. Den Rest des Films hab ich mich ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt. Gut war, dass der Film meiner Meinung nach ein Mix aus Komödie und Drama ist. Weiß gar nicht, unter welchem Genre er offiziell steht.

                                      An wenigen Stellen ist der Film schon packend, was mir jedoch nicht ausreichte.
                                      Einziger Hingucker, Mel Gibson *.*

                                      1
                                      • 8

                                        Merkwürdig, aber gerade dadurch irgendwie packend.

                                        • 5

                                          Wunderschöne Kameraarbeit, solider Mel Gibson und eine unausgereifte Story. Die Charaktere bis auf Walter bleiben alle blass, die reingezwängte Liebesgeschichte um Porter und Norah ist nervig und unnötig. Alleine schon, weil Lawrence sie einfach echt unsympathisch spielt und Porter in seiner Freizeit Löcher mit seinem Kopf in Wände haut, da konnte ja nichts Gescheites bei herauskommen^^
                                          Fesselt nicht wirklich, ist ein bisschen verstörend und von "Ehedrama" ist nicht viel zu sehen. Ich meine, es ist entweder 100% oder 0% bei den Beiden, richtiger Konflikt geht doch anders. Frustriert mich ein wenig, wie da Potential verschenkt wurde. Ich finde die einzelnen Kameraeinstellungen aber derart artistisch, dass ich dann auch wieder nicht umschalten wollte. Ganz in Ordnung, aber hätte definitiv besser werden müssen!

                                          1
                                          • 9

                                            Eine kleine Filmperle würd ich sagen. Irgendetwas in mir hat mich zu der hohen Bewertung gebracht.

                                            Mel Gibson versteckt sich hinter einer Biberpuppe und versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Es zeigt wie hart es manchmal zugehen kann. Ein kleines aber feines Familiendrama mit nem Top - Cast und wirklich ausgezeichnetem Schauspiel.
                                            Vorallem Mel Gibson hat mir sehr gut gefallen, der kann schon richtig gut spielen, ich mag ihn wirklich sehr.

                                            Wer auf Dramen steht kann sich den ruhig mal anschauen, auf jeden Fall keine Zeitverschwendung.

                                            2
                                            • 9

                                              Hat mich positiv überrascht. Ist normalerweise überhaupt nicht meine Gerne - aber der Film war echt super.

                                              • 6 .5

                                                Auch wenn „Der Biber“ über eine aufgesetzte Nebenhandlung verfügt, sowie dem simplifizierten Kitsch zum Schluss etwas anheimfällt, versteht dieses Drama – denn als Tragikomödie geschweige als Komödie würde ich „Der Biber“ niemals bezeichnen – die Leere seines Protagonisten eindrucksvoll darzustellen, was nicht zuletzt auch an dem überzeugenden Schauspiel von Mel Gibson liegen mag. So verdichtet sich die Tragik um die Familie Black (welch passender Name) bis zum Schluss gekonnt, sodass trotz einiger Unstimmigkeiten, die Emotionalität des Kampfes gegen das Unglück den Zuschauer erfassen wird. Mag man „Der Biber“ Oberflächlichkeit vorwerfen, so lässt man sich vielleicht zu schnell dazu verleiten Mel Gibson und seine Puppe zu verurteilen. Ich kann durchaus nachvollziehen der Geschichte skeptisch gegenüberzustehen, doch birgt sie in sich doch mehr als plumpe Küchenpsychologie und Puppentheater. Das soll allerdings auch nicht dem Film psychologische Finesse oder gar philosophische Tiefe zuschreiben. Doch „Der Biber“ als dämliches Dramödchen abzutun, ist ebenso nicht richtig.
                                                Möglicherweise wäre aus Jodie Fosters dritter Regiearbeit etwas Großes geworden, hätte man den Fokus mehr auf Walter gelegt und die zu ausladenden geratene Coming-of-Age/Teenieromanze-Nebenhandlung des Sohnes gekürzt.
                                                Nichtsdestotrotz ist „Der Biber“ ein einfühlsames und in seiner Grundidee originelles Drama, das hätte durchaus mehr Potential gehabt, aber dennoch berührt und Mel Gibson Raum für seine Schauspielkunst lässt.

                                                2
                                                • 6 .5

                                                  [...]

                                                  Inszenatorisch macht Jodie Foster nichts falsch, handwerklich ohne Mängel, aber mehr als solide ist das eben auch nicht und es gibt kaum etwas im Film, an das man sich länger erinnern dürfte. Wäre da eben nicht der Biber. Eine Figur, die skurril, witzig, unheimlich, völlig merkwürdig und doch irgendwie passend ist. Wegen dieser ungewöhnlichen Idee, die dem standardisierten Familiendrama ungewohnte Komödien- und Thrillerelemente beisteuert, und wegen eines entfesselt und sehr gut spielenden Mel Gibson kann man sich diesen Film ohne Probleme ansehen.

                                                  29
                                                  • 6

                                                    "Der Biber" ist irgendwie zum großen Teil ein langweiliges Familiengeseiere, statt eines Psychodramas eines depressiven Menschen. Der Geschichte um den älteren Sohn wird zu viel Platz eingeräumt. Ich mag auch Mel Gibson, aber hier war er nicht so toll, wie angekündigt. Das einzige Starpotential hatte der Biber, den man so einfach nicht umbringen durfte. Bei diesem Film sind Tiere zu Schaden gekommen... Gemeinheit!
                                                    Alleine der herrische Biber reißt einen Teil der Geschichte heraus, Frau Foster ist hinter der Kamera ein Flop und davor dieses Mal auch. Mel hat Glück, dass sein Partner so auftrumpft... :p
                                                    Man stelle sich nur mal den Biber in der Hauptrolle bei "Braveheart" oder "Mad Max" vor, vielleicht auch als "Lethal Weapon" Martin Riggs... Großartiges Schauspieltalent, welches sich bei seinem Kreissägen-Stunt hoffentlich nicht allzu sehr verstümmelt hat.
                                                    Spaß bei Seite: Zwar nicht kitschig, dieser Film, aber sehr fade und belanglos. Nix für Drama-Fans, nix für Fans von Stories aus dem richtigen Leben, nix für Gibson-Jünger, nix richtiges für mich.
                                                    Hätte vielleicht was werden können, wenn man die Story anders gewichtet hätte.
                                                    Die 6 Punkte gibt es für Mels Doppelspiel, sonst wären es weniger!

                                                    3