Der Marsianer - Rettet Mark Watney - Kritik

The Martian

US · 2015 · Laufzeit 144 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film, Abenteuerfilm, Actionfilm · Kinostart
Du
  • 9
    thomas.dauberger 16.12.2018, 23:25 Geändert 16.12.2018, 23:25

    Da kann man doch als Astrofan gar nicht mehr abwarten bis es wirklich los geht zum Mars. Ich weiß es ist eine fiktive Geschichte aber sie ist so real - genau so stelle ich mir die ersten Jahrzehnte der Marsbesiedelung vor. Klasse Film!

    • 3 .5
      Roach 02.11.2018, 20:51 Geändert 03.11.2018, 00:25

      Matt Damon, der sich als Weltraum-Crusoe mit dem Mars zankt, funktioniert und garantiert dem Film eine gewisse Mindestzahl an Punkten. Leider bekommt man davon bei Weitem nicht genug zu sehen: Stattdessen stopft der Film sich mit NASA-Szenen auf der Erde zu, die visuell (im Gegensatz zu den Mars-Szenen) komplett uninteressant sind und noch dazu den Fokus auf einen Haufen Charaktere lenken, die langweilig, klischeehaft und größtenteils maximal mittelmäßig gespielt sind. Die einzigen Schauspieler, die dort auf positive Weise aus der Reihe tanzen, sind Bean und Glover, und genau die haben am wenigsten zu sagen, wobei Glover obendrein die undankbare Rolle eines tonal völlig unpassenden „ha, der ist ja lustich!“-Charakters spielt und seine Leistung deshalb ebenfalls kaum zu würdigen ist. Die Erdszenen nehmen dem Film nicht nur einen Großteil seiner Mars-Atmosphäre, sondern neigen auch genau dann zu kommen, wenn Watneys Handlungen auf dem Mars mal anfangen, spannend zu werden. Damit aber noch nicht genug: Das das komplette Ausmaß der NASA-Zeitverschwendung, die etwa die Hälfte des (überlangen) Filmes darstellt, wird tatsächlich erst am Ende des Films gänzlich messbar, und ab hier gilt eine SPOILERWARNUNG: Die Charaktere sind nicht nur langweilig, sie sind auch noch ziemlich überflüssig.

      Tatsächlich ist das Finale des Filmes ansehlich, wirkt zwar ein wenig wie die Interstellar-Spannungsszenen in einer Light-Variante, ist aber alles in allem gut gemacht. Doch diejenigen, die Mark am Ende zur Hilfe kommen, sind nicht die Charaktere, mit denen man die ganze Zeit über gezwungenermaßen Zeit verbracht hat, sondern die Truppe, die ihn auf den Mars gelassen hat, und obwohl diese Entscheidung an sich kein Problem ist, tun sich damit endgültig die Versäumnisse des Films auf: Nur einer der Charaktere, die bei der Rettung von Bedeutung sind – nämlich Chastains – ist dem Zuschauer überhaupt vertraut gemacht worden. Der Rest? Ja, der eine heißt Vogel und ist Deutscher, aber viel mehr weiß man auch nicht (Ach ja! Er ist Chemiker! Das wird einem aber erst in der Szene gesagt, in der es wichtig wird). Die große Frechheit begeht der Film dann bei der Semi-Kussszene. Der Film sagt an dieser Stelle sinngemäß: „Übrigens, es existiert eine Beziehung zwischen diesen beiden Charakteren“. Aber warum war ihm das zuvor zwei Stunden lang egal? Stattdessen schlägt er sich mit der NASA-Bande rum und belohnt den Zuschauer nicht mal damit, dass diese für das Ende bedeutsam werden. Stattdessen verlangt er am Ende das Unmögliche: Mitfiebern mit einem Haufen Charaktere, die für den Zuschauer fast ausschließlich leere Blätter sind. So wird auch das wie gesagt an sich gelungene Finale zu einem Riesenhaufen verschenkten Potenzials und gleichzeitig zur endgültigen Bekundung, dass die Schwächen des Filmes bis dahin keine zu duldenden Notwendigkeiten darstellten, sondern obendrein eine komplette Zeitvergeudung waren.

      Und es ist erstaunlich, aber sogar die Verwendung von Bowies „Starman“ wirkt sich nicht positiv auf den Film aus – ein derart schillernder Song weist nur umso vehementer auf die drögen Bilder hin, und Bowies detailverliebte Arrangements zeugen von einer künstlerischen Kreativität, die dem Film in jeder Szene fehlt. In diesem Fall gilt wohl so etwas wie „Don’t put a good song into your bad movie.“

      Außerdem noch als Randbemerkung ein Hinweis darauf, dass der Film mit seiner einen, einzigen Szene auf Chinesisch mit gleich mehreren leuchtenden Pfeilen auf seine rein kommerzielle Intention hinweist. Diese existiert lediglich, um eine Ausstrahlung in China zu garantieren, wo ein großer Markt für internationale Filme besteht. Der Sinn der Szene innerhalb des Films? Keiner. Die Figuren werden nie wichtig, Mandarin kommt als Sprache auch kein zweites Mal vor. Man ist für eine Szene in einem anderen Film, mit anderen Charakteren, auf anderer Sprache. Zum Schluss – nach der Rettung – zeigt man sie sogar noch einmal kurz – nicht als Payoff, denn statt, dass sie wichtig werden, scheinen sie sich nur zu freuen. Es wirkt fast, als würde man dem Zuschauer noch einmal unter die Nase reiben wollen: „Ja. Sie waren wirklich komplett unnötig. Richtig.“ In Anbetracht dieser Umstände ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass das Interesse des Films nicht auf seiner Qualität beruht.

      • 8 .5
        cyberpunky 28.10.2018, 16:44 Geändert 28.10.2018, 16:44

        Die extended OV in 4K HDR hat den Film bei mir nochmal viel besser wirken lassen, hatte bei der Erstsichtung damals überhaupt keinen Schimmer um was es überhaupt geht und war mehr auf ein Sci-Fi Thriller eingestellt, das es sich eher um ein Survival-Drama handelt hatte mich da etwas enttäuscht zurückgelassen, mittlerweile gefällt er mir richtig gut.

        • 6 .5

          Robinsonade auf dem Mars, grob vereinfacht gesagt.
          Matt Damon spielt seine Figur auch wirklich glaubhaft. Doch stellt sich bei mir immer mehr Langeweile ein.
          Trotz vieler Rückschläge lässt sich der Marsianer nicht unterkriegen und auch auf der Erde wird an seiner Rückkehr gebastelt.
          Spannend, glaubhaft, viele schöne Aufnahmen vom Mars und dem All und trotzdem, trotzdem mag ich den Film nicht so wirklich, weil sich zu viel Langeweile bei mir eingestellt hat.
          Vieles war zu sehr ausgewalzt, dann überschlug sich die Handlung wieder und es passierte zu viel auf einmal.
          Dennoch ist der Marsianer ein sehenswerter Film!

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          • 4 .5
            sam-antha 10.09.2018, 23:56 Geändert 12.09.2018, 22:07

            Ridley Scott kann auch hier seinem Hang zum Schwafeln nicht wiederstehen, und so bleibt wieder einmal die Frage im Raum, warum so eine Story 144 Minuten benötigt?
            Ferner verpasst er es genauso einige landschaftliche Wow-Momente auf dem Mars einzufangen - das ganze könnte genauso gut in irgendeinem Canyon spielen... einem langweiligen - wie die Notlage genügend zu dramatisieren. So ist Tom Hanks Lage in Cast Away, um mal einen Vergleich zu bemühen, trotz zig-tausendhafter besserer Aussicht auf eine Rettung, verstörender und traumatisierender dargestellt. Der gute Mark Watney kommt mit seiner Notlage, den kaum existenten Aussichten auf Rettung und der einseitigen Ernährung alles in allem recht gut klar. Natürlich klingt der Film hier und da an - eine emotionale Nachricht an die Eltern, ein paar Flecken auf der Haut -, der Film ist dennoch unangenehm darum bemüht eine allseits Dramatik brechende Wohlfühlatmosphäre zu kreieren. Probleme werden nur angesprochen, wenn in der Folgeszene auch eine Lösung gefunden werden kann.

            Mir gefiel die stärkere Fokussierung auf die Science als auf die Fiction, als Unterhaltung ist mir das Gesamtprodukt allerdings zu seicht geraten.

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            • 8

              "Der Marsianer" ist in erster Linie ziemlich beeindruckende und faszinierende Science-Fiction-Kost, die ziemlich toll aussieht. Die Bilder vom Mars inkl. des ganzen technischen Equippments sehen großartig aus und man kann sich kaum sattsehen. Auch musikalisch macht der Film viel Freude - nicht nur durch den stimmigen Soundtrack von Harry Gregson-Williams, sondern auch weil hier und da einige ryhtmische "Erdenklänge" untergebracht sind (ABBA auf dem Mars hört sich genauso gut an, wie auf der Erde).
              Eine gar nicht mal so kleine Schwäche muss man Ridley Scott hier aber anlasten. (SPOILERALARM!!!!) Denn insgesamt geht auf dieser schwierigen Mission doch alles relativ leicht und entspannt über die Bühne. Zudem kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Psyche eines Menschen, der über ein Jahr auf einem einsamen Planeten festhängt, deutlich mehr unter Beschuss ist als bei Mark Watney, der das alles recht leicht nimmt (ist ja möglich, nur schwer vorstellbar). Erfreulicherweise macht das den Film nicht schlechter - die Faszination Mars und das Tüfteln des promovierten NASA-Botanikers am täglichen Überleben überstrahlen die Schwächen der Story.

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              • 9

                Da hat uns Ridley Scott mal wieder hochklassige und intelligente Science-Fiction Survival Kost serviert.

                Wunderbare Bildersprache die allein schon sehenswert ist, da muss nicht einmal ein Satz gesprochen werden. Das er auf eine Mucke aus den 70ern als Soundkulisse setzt, ist auch einfach nur Genial. 
                Auch sein verzicht auf Krawummiges alles übertönendes sekündliches Effektspektakel, macht den Film zu was besonderem in seinem Genre. Raumfahrt für Jedermann und ziemlich menschlich. 
                Das der Humor hier nicht eine Nuance zu kurz kommt, ist ebenfalls ganz großes Kino.

                Matt Damon spielt hier einfach brillant, seine Art Mark Watney zu verkörpern ist fesselndes One Man Acting vom feinsten. Unerschütterlich und mit viel Humor meistert er jede noch so kleine/große Katastrophe und versprüht dabei jede Menge Charming.

                Blockbuster Kino, das auch ohne Hirntötenden Effekten absolut überzeugt, im gegenteil, es macht ihn sogar deshalb noch besser und sympatischer!

                Marsstarkes Kino!

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                • 9
                  hung_a 27.08.2018, 12:19 Geändert 27.08.2018, 13:10

                  Ich mag Matt Damon. Er hat einen guten Riecher für gute Rollen und Filme. Zugegebenermaßen ist diese Annahme ausschließlich valide, wenn man ''The Great Wall'' als Ausrutscher betrachtet. Aber der Marsianer ist ein klasse Film mit Top Besetzung und einem wirklich gut adaptieren Drehbuch. Dieser Film lebt wirklich von seinem Plot und von seinen Dialogen. Denn eigentlich wird im ganzen Film nur über zweierlei Sachen gefachsimpelt: Erstens erörtert Mark Watney in seinen Vlogs, wie er am besten seine Überlebenschancen auf einem öden Planeten maximieren kann. Zweitens fachsimpeln Experten auf der Erde, wie sie den verlassenen Mann Mark Watney am schnellsten und effektivsten wieder zurückbringen. Die Handlung verspricht also keine schnulzigen oder moralischen Dialoge der Crew, was ethisch korrekt war, als sie Witney so mirnichtsdirnichts auf dem Mars alleine gelassen haben. Nein, der Zuschauer wird wie in einer Diskussionsrunde mit Elon Musk oder einer mal interessanten wissenschaftlichen Abhandlung ganz akribisch und genau an die Probleme und Lösungsansätze herangeführt: Zuerst wird ein Problem dargestellt; dann dessen Konsequenzen vorgelegt; daraufhin wird erläutert was für Ressourcen vorhanden sind, um das Problem zu lösen und dann wird an verschiedenen Lösungsansätzen gearbeitet; bis schließlich der Finale Countdown kommt - wo man sich dann fragt, ob das Fachsimpeln was gebracht hat. Genau weil die Handlung so strukturiert ist und jede Phase im Film mit ausreichend guten Dialogen und Momenten ausgestattet ist, wird ein überzeugendes Gedankenkonstrukt aufgebaut, sodass man am Ende tatsächlich in die Lage der Forscher versetzt wird und mitfiebert. Der Film ist in seinem Spannungsaufbau und seiner Dramaturgie gut proportioniert und weist in den richtigen Stellen, Emotionen beim Zuschauer heraufzubeschwören oder ruhige Momente einzuleiten. Gerade deswegen bleibt der Film wohl so lange im Gedächtnis haften, weil jedes Detail, Dialog, Musikstück, Filmsequenz etc. seinen gerechten und effektiven Platz im Film hat. Ridley Scott hat hier alle Fäden richtig gezogen und ökonomisch an die richtige Stelle verwiesen.
                  Außerdem möchte ich die wirklich gute Filmmmusik sowie die Ausstattung hervorheben. Mit ''Der Marsianer'' konnte Ridley Scott endlich mal wieder beweisen, dass er es drauf hat.

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                  • 8 .5

                    Als nicht der größte Sci - Fi- Fan hat mich einfach die Sache an sich interessiert und ich wurde von "Der Marsianer" nicht enttäuscht. Mit Witz, sehr guter Optik und Hintergundfakten und gut aufgelegten Schauspielern (insbesondere Sean Bean) erschafft Ridley Scott eine Leinwandproduktion, an der man nicht vorbeikommt, wenn man mal den Weltraum abseits von Star Wars oder Star Trek sehen will. Wirklich rundum gelungener Streifen.

                    • 6 .5

                      Seit "Prometheus" war ich eigentlich skeptisch, was Ridley Scott angeht, gehörte er doch seitdem für mich zu jenen ehemals grandiosen Regisseuren, die fleißig an ihrem eigenen Denkmal sägen. Dieses Werk hat mich jedoch positiv überrascht, was aber wohl vor allem auch an Hauptdarsteller Matt Damon liegt. Anders als in "Interstellar", wo er ebenfalls einen gestrandeten Astronauten spielt, verkörpert er hier einen Menschen, der sich der Herausforderung stellt und sich auch durch diverse Rückschläge nicht entmutigen lässt. Dass er dies mit einer gehörigen Portion Humor und Selbstironie angeht, macht ihn nur noch menschlicher.
                      Auch sonst spart Scott nicht mit Humor, was eine gewisse Kurzweiligkeit erzeugt, andererseits aber auch zeitweise die Frage aufkommen lässt, ob man es hier mit einem Drama oder einer Komödie zu tun hat.
                      Die Ausstattung des Films ist aufwändig und die Besetzungsliste hochkarätig, wobei man sich hier ab und an fragt, ob der Film nicht auch mit dem ein oder anderen Nebencharakter weniger ausgekommen wäre. Logikfehler halten sich meines Erachtens in Grenzen...und ohne gewisse Klischees (der berechnende Chef, der aufrichtige Flight Director, die toughe Kommandantin, der durchgeknallte Nerd, die amerikanischen Flagge...) geht es halt einfach nicht. Naja...und die Disco-Hits...wem`s gefällt...

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                      • 8

                        Die Geschichte des Films, die von einem Überlebenskampf erzählt, bei dem einen ständig Steine in den Weg gelegen werden, fand ich überraschend intensiv (im guten Sinne). Es fiel mir nicht sonderlich schwer die ganze Zeit mit Mark Watney mitzufiebern und zu hoffen, dass er das alles überlebt. So wirkten auch die Rückschläge sehr eindrucksvoll.
                        Die Charaktere fand ich ziemlich sympathisch. Mark Watney, mit dem man die meiste Zeit verbringt, hatte etwas nettes, aber auch leicht vulgäres an sich, was einfach nur toll fand. Der Zusammenhalt der gesamten Crew wurde auch wunderbar dargestellt. Das einzige, was mir wirklich gefehlt hat, war ein richtiger Arschloch-Charakter, der mich richtig aufregt und den ich richtig hassen konnte. Aber sonst super Charaktere.
                        Die Darsteller fand ich alle sehr angenehm. Matt Damon füllt seine Rolle gut aus und schafft es sogar den Zuschauer in eine Beziehung mit einem Mars-Auto einzubeziehen - ganz große Klasse. Die anderen Schauspieler waren um Längen nicht so present wie Damon, aber mir ist niemand so wirklich negativ aufgefallen.
                        Die Darstellung des Films war teilweise atemberaubend, mit unglaublich schönen Kamerafahrten, Darstellungen des Mars und sonstigem, aber wirkte auch hier und da etwas billig, so hab ich dem Film den Sturm ganz am Anfang des Films einfach nicht abgekauft, das sah für mich einfach nicht gut aus. Eine Szene, die hervorheben möchte ist die Szene, in der sich Mark Watney selbst verarztet, das wurde seit Rambo 1 nicht mehr so gut dargestellt.
                        Eine Empfehlung für jeden. Kein großes Action-Feuerwerk, aber ein emotionaler Film mit vielen Höhen.

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                        • 7

                          Der Film an sich ist eigentlich ganz unterhaltsam, tolle Bilder und gut gespielt von Matt Damooon. Aber was ist bei diesem Cheesy-Soap-Abspann schiefgegangen? Hat Ridley da dem Credit Designer von FRIENDS freie Hand gelassen? :D Der völlig unnötige Kackabspann klaut fast einen ganzen Punkt, zumal er nach einem Ende kommt, das bereits recht low ist. Aber sonst: gut guckbar auf großem Screen.

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                          • 4 .5
                            smartbo 06.08.2018, 13:48 Geändert 06.08.2018, 22:53

                            ---Enthält leichte Spoiler

                            In dem Science Fiction-Film wird der NASA-Astronaut Mark Watney von der Crew, mit der er im Weltall unterwegs war, auf dem Mars zurückgelassen. Sein Team glaubt, dass er im Sandsturm, vor dem die Crew flüchten musste, ums Leben gekommen sei. Watney hat aber überlebt und muss nunmehr auf dem Mars ums Überleben kämpfen. Als die Crew nach der Rückkehr auf die Erde erfährt, dass er lebt, beginnt eine Rettungsaktion.......

                            Gerne würde ich zu der Story mehr schreiben. Aber da ist nicht viel. Und so sehe ich auch den gesamten Film. Was stark beginnt und Interesse weckt, zerfließt schon nach kurzer Zeit in Langeweile. So dümpelt die Handlung vor sich hin und wird lediglich von ein paar wenigen fesselnden Filmsequenzen und paar guten Songs, u.a. von David Bowie, unterbrochen. Spannung oder fesselnde Handlung? Wenig.
                            Trotz eines Ridley Scott ist nach meinem Empfinden die Inszenierung hinsichtlich der Handlung, aber auch in Bezug auf die Figuren, recht oberflächlich. Es fehlen die Tiefe und eine detaillierte Ausarbeitung der Charaktere, was insbesondere für Mark Watney gilt. So beschränkt sich die Präsentation des Protagonisten im wesentlichen darauf, dass er allen Herausforderungen auf dem Mars gewachsen ist, stets für alles eine Lösung hat und lustige Sprüche klopft. Es verwundert daher auch nicht, dass der Film kaum Emotionalität ausstrahlt und nur wenige dramaturgische Höhen und Tiefen bietet, auch wenn der Plot dafür genügend Potential hat. Da hilft auch nicht die pathetische und mit Klischees überzogene Szene, als die ganze Welt die Rettung Watneys bejubelt. Das hat mir dann auch den Rest gegeben.

                            Fazit: trotz der zweifelsfrei exzellenten Optik und der großen Namen Ridley Scott, Matt Damon, Kate Mara, die eine von meinen Lieblingsschauspielerinnen ist, hat mich der Film nicht überzeugt. Ridley Scott scheint ja ohnehin eine Wundertüte zu sein. Du weißt nie was kommt. Aus meiner Perspektive kann ich für diesen Film keine Empfehlung abgeben.

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                            • 7 .5

                              Zweitsichtung.

                              Eine moderne Robinson Geschichte. Eine andere Art Castaway. Trotz bekannter Story und Vorhersehbarkeit, hat auch dieser Film seine Berechtigung und macht durchaus Spaß und hält einen bei der Stange.

                              Ich mag diese Art von Film. Auch wenn ich mir hier einen ernsteren Matt Damon gewünscht hätte, der seine Situation nicht ins Lächerliche zieht. Aber vielleicht ist das seine Art mit der Situation umzugehen um nicht in Selbstmitleid und Panik zu verfallen.

                              Auf der Pro Seite, haben wir eine tolle Optik, einen tollen Score der ein wenig an Hans Zimmer erinnert und ein neues Setting für den Robinson-Klassiker.

                              Auf der Contra Seite sehe ich einen schlechten Schnitt (Handlung springt teilweise), die zu große Leichtigkeit und den fehlenden Ernst der Lage. Es kommt nie das Gefühl einer Bedrohung auf.

                              Es ist nun mal ein "Spaßfilm" der aber auch so funktioniert.

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                              • 8

                                Spannend ist das Marsunglück weniger, dafür ist die Geschichte zu vorhersehbar und zu humorvoll angelegt. Der Unterhaltungsfaktor ist dafür hoch, dazu gibt es absurd viele bekannte Gesichter und wunderbare Marsbilder zu bestaunen.

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                                • 7

                                  Während eines heftigen Sturms auf dem Mars, muss die gegenwärtige NASA-Crew ihre Mission abbrechen und sich auf eine unvorbereitete Rückreise zur Erde machen. Kurz vor dem Abflug wird allerdings einer der Crew-Mitglieder, Mark Watney (Matt Damon), von einem herumfliegenden Gegenstand erfasst und als vermeintlich Tod zurückgelassen. Völlig allein versucht Mark nun auf dem Planeten Mars zu überleben und profitiert von seinen Fähigkeiten als Botaniker. Die gelungene Darstellung von Matt Damon sowie die wunderbaren Bilder machen den Film "Der Marsianer" zu einem sehenswerten Science-Fiction-Drama. Mit der fesselnde, halbwegs realistischen Story schafft es der Film zu sieben verdienten Oscarnominierungen. Sehenswerter Science-Fiction-Blockbuster!

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                                  • 7 .5

                                    Geht schon in Ordnung. Aber eben auch nicht viel mehr. Klar, Red Planet (hey, so schlecht ist der nun auch wieder nicht! ;) sollte das nun wirklich nicht werden. Thx übrigens für realistische Ansätze! Aber nicht immer lässt sich ein gutes Buch auch richtig gut auf die Leinwand bringen. Dennoch. Wer seine Dosis "Space" braucht, zugreifen.

                                    • 7 .5

                                      Dieser Film macht deutlich, wie wichtig Wissenschaft und die Suche nach Alternativen in ausweglosen Situationen ist. Sicher kommt er etwas seicht daher... was soll's, man wird allemal klug und manchmal auch flockig unterhalten. Und wie Mark Watney schon sagt: "Mit Wissenschaft aus der Scheiße ziehen" halt.
                                      Der Film reicht ganz sicher nicht an das Buch heran, gefällt mir aber trotzdem richtig gut.

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                                      • 7 .5

                                        Cooler Film :) keine schlechte Handlung - beklemmende Situation, aber ein wenig zu amerikanisch dargestellt - überall muss es lässig und lustig sein. Auch die Mimik von Matt Damon passt nicht in allen Situationen gut dazu...leider. Trotzdem gut gemacht und sehenswerter Film!

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                                        • 7

                                          Film #6 meiner Ridley Scott-Sichtung. Für das was er ist, find ich den Film super. Der versehentlich übrig gebliebene Astronaut auf dem Mars ist ein toller Überlebenskünstler. Wie hoch der Realitätsgehalt ist, weiß ich nicht, jedoch hat mir ein befreundeter Ingenieur vom DLR, der mit Raumfahrt und Satellitenprogrammierung zu tun hat, gesagt, dass der Film gut recherchiert wäre. Umso besser. Matt Damon macht seine Sache sehr gut und hielt mich den ganzen Film hindurch bei der Stange.

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                                          • 6
                                            PumaDAce94 31.03.2018, 11:34 Geändert 31.03.2018, 11:35

                                            Es gibt schon einige Dinge, die ich dem Film positiv anrechnen würde.
                                            Er sieht toll aus, hat eine interessante Grundprämisse (quasi ,,Cast away" im Weltraum) und einen Hauptdarsteller (Matt Damon) der seine Sache großartig macht. Dazu hat der Film weitestgehend keine schnulzigen und sentimentalen Szenen, denn der Klassiker und das was ich erwartet hatte, wäre dann gewesen ihm noch irgendwelche Fotos von seiner Familie mitzugeben, die er dann unter Tränen in einer schweren Situation anguckt - zum Glück nicht der Fall. Sehr erfrischend.
                                            Die ersten 45-60 Minuten haben mir dann noch Spass gemacht, allerdings macht sich dann doch die Laufzeit von 144 Minuten bemerkbar. An sich noch nicht übertrieben lang, allerdings hätte man hier locker 20-30 Minuten sparen MÜSSEN. Der Film wird sowas von langatmig und das Erzähltempo stagniert teilweise komplett, alles wirkt ein wenig belanglos. Spannung Fehlanzeige. Weniger wäre hier mehr gewesen. Durch das mMn aber gelungene Ende geht er noch auf die 6 Punkte.

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                                            • 6

                                              Fluffige Robinson-Crusoe-"in Space"-Komödie, mehr Science, als Fiction, mehr Feel-Good-Entertainment als Spannungskanone. Die Bilder sind auch relativ durchschnittlich. Dank ein paar charmanter Gags und guter Nebendarsteller aber durchaus unterhaltsam und relativ frei von Langeweile. Zum Finale hin gibt es auch kurz eine Szene mit etwas Druck. Würde trotzdem eher 'Gravity' empfehlen, wenn es um Space-Survival geht.

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                                              • 7 .5

                                                Ridley Scott steht mit seinem Namen schon für Qualitätsproduktionen, auch wenn ich nicht alle Filme von ihm über alle Massen lobe, so sind sie doch schon zumindest vom Regiehandwerk alleine interessant und das ist auch bei Marsianer dessen Story mich frappierend an Robinson Crouse erinnert, interessant, aber wie bei vielen Filmen des Regisseurs gibt es auch hier ein paar Hochs und Tiefs.

                                                Zum einen fühlt sich die Marslandschaft ein bissle öde an und ich finde es fehlt das letzte Quäntchen das den Film noch besser machen würde, ist schwierig zu sagen was. Aber den Film hat auch viele gute Seiten. Und zu denen kommen wir jetzt.

                                                Mir der Überlebenswille und die Kreatvität von Mark Watney, ausgesprochen gut gefallen, schwer verletzt und dem Tode geweiht und gibt ums Verrecken nicht auf, und ja das finde ich das der Marsianer ein lebensbejahender Film ist, und wer Gemüse auf einem lebensfeindlichen Planeten anbaut und mit einem selbstgebauten Cabrio durch Weltall fliegt und zum Schluss noch einen auf Iron Man macht, hat alle meine Sympahtiepunkte. Überlebenswille gepaart mit Coolness und Matt Damon spielt seine Rolle grandios musste sich aber bei der Oscarverleihung Leonardo DiCaprio (THe Revenant - Der Rückkehrer) geschlagen geben, nicht das die Rolle nicht das selbe Prinzip gewesen wäre, aber letztere war einfach physisch um einiges fordernder und deswegen verstehe ich das und heiße ich auch so gut.

                                                Alles in allem hat mir der Marsianer sehr gut gefallen, kleine Abstriche gibt's wegen der bissel öden Optik und das letzte Quäntchen fehlt aber das macht die Idee mit dem Überleben auf einem fremdenfeindlichen Planeten gepaart mit Kreativität und dem Willen zu Überleben mit Coolness und Witz mehr als wett.

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                                                • 5

                                                  Die Idee dass jemand auf dem Mars zurück bleibt fand ich sehr interessant, deswegen habe ich mir den Film angesehen obwohl Science Fiction Filme nicht gerade meine Stärke sind. Aber der Film war wie es andere hier schon beschreiben, sehr Oberflächlich und Matt Damon liefert eine sehr emotionslose Show ab.

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                                                    Joah, ganz unterhaltsam, aber für meine Begriffe zu oberflächlich, zu wenig emotional. Zu selten hat man wirkliche Angst um ihn und bei der finalen Rettung ist mir alles zu Friede-Freude-Eierkuchen und Nationen-verbindend, inkl. Massen auf öffentl. Plätzen. Nett, aber leider nicht mehr. Nicht die Dramatik von Gravity, nicht die Tiefe von Cast Away. Matt Damon zeigt dafür viel zu selten Gefühle, ist oft witzig vor der Tagebuch-Kamera, lässt fetzige Musik laufen, etc.

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