Der mit dem Wolf tanzt - Kritik

Dances with Wolves

US · 1990 · Laufzeit 224 Minuten · FSK 12 · Western, Drama, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
  • 10

    Es ist zwar noch gar nicht solange her, aber ich habe mir heute doch noch mal den DC zu Gemüte geführt.
    Was soll man sagen? Ein Meisterwerk!! Jeder einzelne der 7 Oscars ist sowas von verdient.
    Die weite Landschaft, die Sioux, der Soundtrack und natürlich die Story.
    Da passt einfach alles. Selbst der 4 stündige DC vergeht wie im Flug.
    Und jedes Mal wieder stellen sich mir die Nackenhaare auf und ich habe Pipi in den Augen wenn "Wind im Haar" ihm am Ende des Films hinterher ruft das er für immer sein Freund sein wird.

    11
    • ?

      Ich werde es wahrscheinlich bereuen, da ich gerade das Buch lese. Aber wenn er schon mal da ist, kann ich ihn ja dann auch schauen. Positiv bleiben!

      • 8 .5

        Die neunziger Jahre sind wahrlich ein goldenes Jahrzehnt, mit so vielen Weltklasse Filmen,dass man aus dem Staunen kaum noch heraus kommt.Und der Start in diese glorreiche Dekade fand mit "Der mit dem Wolf tanzt" in der Tat einen mehr als gelungenen Einstieg.Bis heute ist dieser Western der "Oscarkönig" unter den Western,ja ganze sieben Academy Awards staubte dieser wunderbare Film ab,das ist bis zum jetzigen Zeitpunkt ein Rekord.Kevin Costner hätte nur diesen einen Film machen brauchen und er wäre trotzdem ein Held für mich.Hier sieht man Landschaftsaufnahmen wie sie im schönsten Bilderbuch nicht besser hätten sein können und gepaart mit einer Herz erwärmenden Musik,die immer wieder zum Träumen und genießen einlädt,reiht sich die Geschichte mit dem "tanzenden" Wolf mühelos in die Rubrik "Zeitloser Klassiker" ein.

        2
        • 10

          Gegen die Westernmythen formuliertes Meisterwerk, das sieben Oscars erhielt - u. a. als bester Film, für Regie und Kamera.

          1
          • 10

            Für mich ist "Der mit dem Wolf tanzt" ein Meisterwerk, das ich schon als Kind geliebt habe und sich bis heute nicht geändert hat. Besonders der Aufbau und die Entwicklung der Story im Verlauf des Filmes die einfach so stimmig und Bild gewaltig in Szene gesetzt das es mich bei jeder neuen Sichtung immer wieder total beeindruckt. Für mich wirkt alles so Glaubhaft bzw. Authentisch das es mir keineswegs schwer fällt mich da herein zu versetzten und ich das Gefühl bekomme so war der Wilde Westen damals. Diesen Film kann ich jedem nur ans Herz legen ihn sich anzusehen auch wenn man keine Western mag.

            11
            • 10

              Fazit: "Der mit dem Wolf tanzt" ist wirklich ein toller Film. Man bekommt hier eine Handlung fernab von jeglichen Klischees, die sehr realistisch wirkt und gerade dadurch so überzeugt. Es gibt eine echte Moral und der Film stimmt zum nachdenken an. Die Darsteller machen ihre Sache perfekt und auch die Inszenierung ist sehr stark. Das Werk ist absolut authentisch geraten und bestens gefilmt. Die Atmosphäre ist oft einfach nur locker und harmonisch, dadurch wirken die böseren Szenen aber auch wirklich sehr böse. Der Unterhaltungswert ist bei der epischen Länge tatsächlich kurzweilig, denn es gibt keine füllenden Szenen, hier ist alles wichtig und ich möchte keine Minute missen. Ein wirklich starker, perfekter und im Endeffekt sehr schöner, aber auch irgendwie trauriger Film, der wohl zurecht als einer der besten Western überhaupt gilt!

              2
              • 10
                intemporel 05.05.2018, 12:57 Geändert 05.05.2018, 13:43

                Der mit dem Wolf tanzt, USA 1990

                Als ich diesen Film das erstemal sah konnte ich kaum glauben was ich gesehen habe, mit beeindruckenden Bildern wird hier eine Geschichte erzählt die weit mehr ist als nur ein Western. Hier geht es in erster Linie um einen respektvollen Umgang mit andersdenkenden Kulturen und auch die Symbiose zwischen Mensch und Natur spielt hierbei eine wichtige Rolle.

                +++ Nur etwas zur Handlung ohne Details +++
                Der kriegsmüden Lt. John Dunbar der sich zu einem Aussenposten versetzen läßt, trifft diesen verlassen vor. Nach und nach baut er den Aussenposten wieder auf, dabei trifft er zum erstenmal auf einen Indianer der aber keine kriegerischen Absichten verfolgt. Mit der Ungewissheit was jetzt nach diesen ersten Kontakt passieren könnte entschließt sich John Dunbar dieses Indianerdorf aufzusuchen.

                Alles was darauf folgt verändert John Dunbars voherige Sichtweise auf die Indianer, beeindruckt von den Indianern und deren Umgang miteinander übernimmt John Dunbar nach und nach deren Lebensweise mit allen damit verbundenen Risiken.
                +++

                Ein Meisterwerk das es wahrlich in sich hat, von tolle Naturaufnahmen über Freunschaft, Liebe, Schmerz, Zusammenhalt in der Gemeinschaft ist alles vorhanden und selbst der Humor kommt hier nicht zu kurz.

                Was hier Kevin Costner auf die Beine gestellt hat bei all den Schwierigkeiten, ob nun finanziell oder direkt wärend der Dreharbeiten, ist schon eine Glanzleistung und wäre ohne Herzblut kaum umsetzbar gewesen. Im nachhinein wurde aber diese Mühe belohnt mit unglaublichen 7 Oscars und 12 Nominierungen.

                Dafür "Zehn Bären"-Starke-Punkte von mir. ;)

                1
                • 9

                  Ein genialer Western.

                  2
                  • 9

                    "Der mit dem Wolf tanzt!

                    Ich bin Wind im Haar!

                    Siehst du,dass ich dein Freund bin?

                    Siehst du,dass du immer mein Freund sein wirst?"

                    <3<3<3

                    PS: Die Indianer im Film, sehen alle fabelhaft aus! <3

                    https://www.youtube.com/watch?v=FQ9pxFB6tVU&t=361s

                    7
                    • 5

                      nach langer Zeit ...
                      ... hab ich es nun doch geschafft und mir den gesamten Film zusammen mit meinem Bruder in alle Ruhe anzusehen - für mich persönlich reicht es nicht den Film in meine Sammlung reinzunehmen, mein Bruder hat ihn nun auch nur mit einem na ja mitgenommen und das obwohl er vorher SO überzuckert davon war ...

                      • 9

                        Ein extrem langer Schinken von Kevin Costner deswegen schaue ich den nicht alle Tage aber ein Meisterwerk ist der Film allerdings. John Wayne und die früheren Western benötigen die Indianer als Feindbilder und so blieben sie Jahre lang dem Westen-Genre erhalten. Es gibt ein gutes Interview von Franco Nero darüber. Also in diesem Western werden die Indianer andres dargestellt und auch der gesamte Western liefert mal etwas Neues. Kevin Costner zeigt vor und hinter der Kamera eine super Leistung.
                        John J. Dunbar (K. Costner), Lieutenant während des Bürgerkrieges, lässt sich von der Armee an die Grenze zum "wilden Land" der Sioux-Indianer an einen Aussenposten versetzen. Lange hält er einsam und verlassen den Posten und ist mit viel Geduld bemüht, Kontakt zu den Indianern aufzunehmen, um ihr Denken, Ihr Handeln und ihre Kultur zu verstehen. Nach einiger Zeit wird er bei den Indianern aufgenommen und verliebt sich sogar in eine Sioux-Squaw (M. McDonnell). Sein neues Leben wird jäh gestört, als eines Tages Soldaten auftauchen und ihn als Verräter gefangen nehmen...

                        Der Film ist natürlich ein Meisterwerk für mich trotz Längen bliebt der Film immer interessant und die Ruhige Atmosphäre des Films liebe ich.

                        5
                        • 10

                          Bis dato ein Highlight der Filmgeschichte und nach all den Jahrzehnten, in denen Indianer im US-Fernsehen stets die Bösen waren, war "Der mit dem Wolf tanzt" endlich eine US-Produktion, die einiges zurecht rückte. Kevin Costner und sein Team haben ihr alles richtig gemacht - angefangen von Native Americans als Darsteller, der mit Untertiteln versehenen Sprache der Lakota sowie der Handlung. Die Liebesgeschichte zwischen Lt. John J. Dunbar und Steht mit einer Faust mag manchmal übertrieben kitschig wirken, aber okay - zu verschmerzen. Die Extended Version ist noch mal um einiges länger - trotzdem nie langweilig. Ein Film, der sicherlich Kinogeschichte schrieb und verdient mit 7 Oscars ausgezeichnet wurde. Immernoch ein Film, den ich gerne sehe ...

                          1
                          • 8
                            Erlkoenig 23.06.2017, 19:44 Geändert 23.06.2017, 23:56

                            Vier Stunden Laufzeit...in der Zeit kann ich gefühlt ein Kind adoptieren, es groß ziehen und es einen Abschluss in Medizin machen lassen. Sitzfleisch ist hier ein Muss. Wer dieses aber besitzt, der wird mit einem kritischen Historienfilm inkl. Bildern wie aus dem Bilderbuch belohnt.
                            Generell bin ich kein Freund von Überlängen...2 Stunden sind bei mir das absolut äusserste. Es sei denn, man kann sich in dem Film verlieren - dann merkt man kaum, wie die Zeit vergeht. Wahrscheinlich war "Der mit dem Wolf tanzt" mein Training für den zukünftigen Kinoabend, an dem alle drei Teile von "Der Herr der Ringe" in der Extended-Version hintereinander gezeigt wurden.

                            5
                            • 9 .5

                              Ein perfektes Kinoepos, das vier Stunden lang fesselt.

                              • 9

                                [...] Das gegenseitige Ab- und Herantasten verschiedener Kulturen sowie den dazugehörigen Philosophien bildet von nun an die Kernkompetenz der Erzählung und weist einige der poetischsten Augenblicke auf, die das Kino seit jeher heraufbeschwören konnte. Nicht nur scheinen die Landschaftspanoramen von einer romantischen Magie beseelt zu sein, die jeden Zuschauer angesichts dieser gemäldegleichen Naturaufnahmen ins Schwelgen geraten lässt. Kevin Costner widmet sich den Indianern, in diesem Fall der Stamm der Lakota, mit entwaffnender Offenherzigkeit. Es liegt ihm nicht daran, Abbitte für all die Karikaturen zu leisten, die der Western dem Indianer in der Vergangenheit immer schon aufgezwungen hat. Der mit dem Wolf tanzt behandelt die Suche nach sich selbst, die Suche nach einem Platz im Leben, zeigt sich fasziniert von der Eintracht des Volkes und findet gleichwohl innerhalb der Zeichnung der Ureinwohner maßgebliche Ambivalenzen, die diese feingeistige Schönheit von Mammutwerk so lebendig machen. [...]

                                23
                                • 9 .5

                                  Dafür, dass im Kino drei Sitze entfernt von mir jemand saß, der bei bestimmten Szenen immer vor sich hin kicherte, kann der Film ja nichts.

                                  • 10
                                    cycloo77 26.03.2016, 01:11 Geändert 26.03.2016, 01:14

                                    Ein Monumentales Epochales Meisterwerk voller strahlkraft und unvergesslichen Bildern.
                                    Kevin Costner hat ein Regiedebüt rausgehauen, wie es wohl vor ihm noch nie ein Schauspieler geschafft hat.
                                    Seine Abrechnung mit der Amerikanischen Geschichte und den Verbrechen an seinen Ur-Einwohnern ist brilliantes zeitloses Kino.
                                    Ein fast 4 Stündiger Bilderreigen voller wunderschönen Naturaufnahmen und einer endlosen Weite.
                                    Es gibt Filme die alle Jahre mal erscheinen, die von solch einer größe sind, das sie unerreicht bleiben in ihrem Genre, die ist...
                                    DER MIT DEM WOLF TANZT!

                                    11
                                    • 9 .5
                                      Crow369 15.02.2016, 20:29 Geändert 15.02.2016, 20:30

                                      Auch wenn die Rollenverteilung geradezu vor Klischees trieft, ist dies ein großartiger Western geworden, in dem man sich geradezu verlieren kann. Allerdings sollte man keinen historisch korrekten Indianerfilm erwarten. Denn das ist "Der mit dem Wolf tanzt" in keinem Moment.

                                      • 6
                                        Teezy123 17.01.2016, 18:29 Geändert 17.01.2016, 18:29

                                        Um es vorweg zu nehmen... Dieses ist natürlich kein schlechter Film.
                                        Mit viel Liebe wurde hier versucht, dem Zuschauer unter anderem das Rot-Weiß-Problem näher zu bringen.
                                        Und auch Kevin Costner liefert hier sicherlich große Schauspielkunst ab... ebenso wie der Rest der Crew.
                                        Woran also lag es, daß mich der Film so gut wie gar nicht berührt hat...
                                        Woran lag es, daß ich mich die meiste Zeit über bei dem Film gelangweilt habe...
                                        Böse Zungen könnten jetzt behaupten, daß ich einfach gefühllos bin...
                                        Mag sein...
                                        Bei mir hats letztendlich auf Grund der Inszenierung wohl nicht zu einem wirklich großen Film gereicht.
                                        Geradezu störend empfand ich z.B. die klare Rollenverteilung... guter Roter, böser Weißer... hier hätte ich mir mehr Neutralität gewünscht.
                                        So aber bleibt nur mein...
                                        Fazit: Liebevolle und dennoch zu oft langweilige Inszenierung

                                        1
                                        • 10

                                          Ein Kunstwerk von einem Film!!!

                                          3
                                          • 10
                                            Adrian.Cinemacritics 17.10.2015, 13:43 Geändert 17.10.2015, 15:45

                                            Wofür wurden Filme geschaffen?
                                            Sie wurden geschaffen, um die Menschen aufs Beste zu unterhalten.
                                            Doch manchmal erreichte man mehr als eine fast 2 Stunden lange genussvolle Unterhaltung.
                                            Manchmal erschuf der Mensch mithilfe ein paar Kameras, wunderbaren Landschaften, grandiosen Schauspielern und einem wunderbaren Sinn fürs Detail wahre Monumente.
                                            Monumente, die die Zeit überdauern und uns immer wieder aufs Neue beeindrucken und faszinieren.
                                            So ein Fall ist ,,Der mit dem Wolf tanzt".
                                            Das Westerngenre schien schon fast ausgestorben und niemand hat an Costners Vision geglaubt. Man wollte seine Zeit kaum noch mit solchen Filmen verschwenden. Doch Costner wusste, was er tat und erschuf eines der größten Monumente in der Geschichte des Kinos.

                                            Es ist selten der Fall, dass ich sage, dass ein Film eine einzige Schönheit ist, doch hier muss ich es einfach loswerden. Schon als kleines Kind war ich beeindruckt von dieser Geschichte. Ich hätte nie gedacht, dass ich als kleines Kind wirklich 4 Stunden auf der Couch gespannt zuschauen konnte, anstatt meine Zeit mit meinen Spielzeugen zu verbringen. Ich habe mit meinen jungen Augen sicher nicht alles verstanden, doch ich wusste innerlich, dass dieses Abenteuer mit dem weißen Mann, der mit dem Wolf tanzt und sich mit den Indianern anfreundete, etwas zu bedeuten hatte. Ich kann mich noch deutlich erinnern, dass ich geweint habe, als ich diesen Film mit meine Vater angesehen habe. Die Jahre sind vergangen und ich weine immer noch wie ein kleines Kind.

                                            Ich muss auf jeden Fall eins loswerden: Ja, der Film ist lang. Ich will nicht lügen, er ist ziemlich lang. Doch bei diesem Film habe ich mich zu keiner Sekunde gelangweilt , nie hatte ich das Gefühl, dass irgendwas in die Länge gezogen wurde oder es sich langatmig vor sich dahinzieht. Jede Szene war notwendig und wichtig. Es musste so erzählt werden. Und nicht nur das. Als der Film zu Ende war, hatte ich nicht mal das Gefühl, dass ich gerade 4 Stunden auf den Fernseher gebannt gestarrt habe. Es fühlte sich wie 2 Stunden an. Denn der Film hat die perfekte Laufzeit. 4 Stunden mag sich nach sehr viel anhören, doch genau so wollte Costner seinen Film haben: Episch, groß und nicht minder wunderschön. Denn wenn jemand etwas Gewagtes vorhat, sorg dafür, dass es klasse wird. Und mit diesem Film wäre der Begriff klasse untertrieben.

                                            Man merkte, dass Kevin Costner sein Herz in dieses Projekt ausgeschüttet hat, denn er macht als Regisseur und Hauptcharakter eine sehr gute Figur. Die Oscarnominierungen wundern mich daher überhaupt nicht. Als John Dunbar brachte er eine seiner besten Schauspielleistungen überhaupt rüber. Sein Charakter definierte die Bezeichnung Held neu. Er ist kein üblicher Filmheld, es lässt sich nicht in Worten beschreiben. Er ist ein Lieutenant, der sein Herz am rechten Fleck hat und im Vergleich zu seinem nervigen Partner zu Anfang keine Vorurteile gegen die Indianer hegt, ihnen aber trotzdem nicht vertraut. Doch alles ändert sich seit ein Indianer bei seinem Fort vorbeigeschaut hat, sein Pferd nehmen wollte und Dunbar bei seinem Bad gestört hat. Nach und nach merkt er, dass all die Vorurteile gegen die Rothäute eine Lüge waren und er verwandelt sich nicht nur nach einer Zeit lang in einen Sioux, er verwandelt sich immer mehr in sein Alter Ego Der mit dem Wolf tanzt. Seinem wahren Ich.
                                            Mich hat es immer fasziniert, dass obwohl er sich als Teil des Volkes sieht, dennoch wusste, was kommen wird. Er wusste, dass die Weißen irgendwann das Land überrollen werden. Und er weiß, dass sie keine Chance haben, doch er stellt sich auf die Seite seiner neu gefundenen Freunde. Das ist viel heldenhafter als ein Krieg gegen die Weißen mit viel Blut und Mord zu gewinnen.

                                            Wie ich schon erwähnt habe, ist der Film für mich die Schönheit in Form einer DVD. Denn es gab nicht eine Szene in diesem Film, wo meine Gefühle nicht mit mir spielten:
                                            Freude, Trauer, Hass, Verzweiflung, Hoffnung.
                                            Wenn wir als Zuschauer uns mit ansehen, wie ein junges Büffelkind ihre sterbenden Eltern sieht, die von den Weißen gehäutet und in der heißen Sonne liegen gelassen wurden, um zu verfaulen, kommen uns die Tränen und gleichzeitig kommt der Hass in uns hoch und wir verfluchen die Weißen.
                                            Und dieser Film hat viele solcher Momente und seien sie traurig oder schön.
                                            Denn wenn wir uns mit ansehen, wie der Wolf Socke zum ersten Mal aus der Hand von John frisst oder wenn wir Steht mit einer Faust trauernd unter einem Baum sehen oder wir im dichten Nebel Büffel vorbeiziehen sehen, ist der ganze Film eine ganz Schüssel voller Emotionen, die jeder Mensch verspürt.

                                            Und mir ist klar, dass Kevin Costner mit dem Wolf Socke mehr bezwecken wollte als einen loyalen Freund. Denn wenn dieser mit dem wunderbaren Score von John Barry seinem ,,Herrchen" zu jeder Sekunde verfolgt und dieser aus einem gewissen Grund fasziniert und interessiert von ihm ist, steht der Wolf meiner Meinung nach für etwas viel Größeres. Jedes Mal wenn er erscheint, habe ich das Gefühl, dass er für irgendetwas Metaphorisches steht. Ich kann es mir nicht erklären, doch dieser Wolf löst in mir Emotionen der Freude aus.

                                            Und Costner hätte wirklich keine passenderen Schauspieler finden können, jeder taucht förmlich in seine Rolle ein. Und obwohl wir viele Figuren wie der freundliche Sioux Strampelnder Vogel nur mithilfe von Untertiteln verstehen können, schafft es Costner, dass wir jeden einzelnen dieser Indianer lieben lernen. Und die Frau Steht mit einer Faust hat eine Stärke, die unerklärbar ist und das liegt nicht nur an ihren Namen. Das mag sich vielleicht alles unsinnig klingen, doch das sagen meine Gefühle, die der Film in mich ausgelöst hat. Denn der Film bringt mich jedes Mal zum Nachdenken.

                                            Dieser Film hat mich aufs Tiefste berührt und dass tut er immer noch. Einfach jede Szene, jedes Wort, jeder Blick hat eine Perfektion, die mir noch nie untergekommen ist. Kevin Costner erschuf eine der besten und schönsten Hommagen an die Indianer und lehrte uns ungewollt, uns selbst zu hassen. Und unsere Kultur. Denn wenn wir auf den Boden schauen und die Straßen sehen, fragen wir uns, ob vielleicht hier eine wunderschöne Graslandschaft war und eine Gruppe Indianer hier gewohnt hat. Denn obwohl Costner in diesem Film nie zeigt, wie die Indianer ausgelöscht werden, wird uns das von alleine bewusst und das ist der Grund, warum wir weinen.

                                            Kevin Costner hat bewiesen, dass obwohl wir verschiedene Sprachen sprechen, andere Hautfarben haben und verschiedene Gebräuche ausüben unsere Herzen dennoch gemeinsam schlagen. Wir sind alle gleich. Wenn ich mir selbst einen Namen geben würde, dann wäre es Der vor Freude tanzt. Denn ich habe eine der schönsten Erfahrungen erlebt. Das ist mehr als nur ein paar Stunden Unterhaltung!
                                            Das ist Wissen! Das ist Wahrheit! Das ist Schönheit! Das ist Liebe!
                                            Ein Applaus für sie, Herr Costner. An ihrem Wolfstanz ist bisher keiner rangekommen!

                                            ,,I had never really known who John Dunbar was.
                                            Perhaps because the Name itself had no meaning.
                                            But as I heard my Sioux Name being called over and over, I knew for the first time who I really was."

                                            18
                                            • 5
                                              Davki90 16.10.2015, 18:56 Geändert 16.10.2015, 19:18

                                              Ich kann mich dem Lobgesang der vielen Leute leider nicht anschliessen! Finde den Film lang und mühselig! Verstehe nicht, wie dieses Werk so viele Oscars gewinnen konnte. in dem Jahr gab es viel die besseren Filmen wie "Goodfellas", "Der Pate Teil 3" und "Zeit des Erwachens"! Bin wahrscheinlich mal wieder zu jung für diesen Streifen. Er ist durchschnittlich aber längst nicht grossartig oder gar ein Meilenstein. Schaut lieber "Zwei glorreiche Halunken" oder "Spiel mir das Lied vom Tod"!

                                              • 10
                                                DonChris 22.05.2015, 15:09 Geändert 23.05.2015, 18:37

                                                DER MIT DEM WOLF TANZT, das ist ein Oscar für Film, Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Ton und Musik. Das klingt ja schon mal ganz nett, doch der Film ist eben viel mehr, als nur ein hochgradig ausgezeichnetes Machwerk, denn er pfeift in vielerlei Hinsicht auf konventionelle Blockbustergewohnheiten. Schon allein die Länge ist abnormal. Die normale Fassung geht rund 180 Minuten, doch der Director`s Cut übertrifft diese mit seinen rund 240 Minuten noch mal um schlappe 60 Minuten. Ich kenne natürlich beide Fassungen und kann nur sagen, dass der kleine 180 Minuten-Snack nicht mehr den Weg in meinen Player findet ;). Im Ernst, der Film mag längere Phasen haben, die der ein oder andere als ereignislos empfindet, doch gerade diese Phasen machen den Film aus, weil eben doch viel "passiert", nur eben nicht so offensichtlich. Auch ungewöhnlich sind außerdem die langen untertitel Phasen, in denen angeblich echtes Sioux gesprochen wird. Angeblich, weil das wohl keiner mehr so genau sagen kann ;). Selbst die Indianer im Film benötigten was das anging konkrete Nachhilfe, wie ich gelesen habe. Dass der Film trotzdem so erfolgreich war und ist, spricht absolut für ihn. Einen besseren Regiedebütfilm, wird man schwer finden. Zumal der Hauptcharakter gleichzeitig Costner selbst ist. Doch schauspielern kann er ja, das war nun weniger neu.

                                                ++leichte Spoiler++

                                                Und er macht das ausgesprochen gut, wie ich finde. Denn sein Charakter - genauso wie der Film - durchläuft mehrere Wandlungen. So lernen wir zu Anfang einen gewissen Soldaten John J. Dunbar kennen, der bevor der Film los geht, auch schon so schwer verletzt ist, dass man ihm ein Bein amputieren müsste. Ein solches Leben findet der gute Dunbar wohl nicht lebenswert, woraufhin er eigentlich alles versucht, um vom Feind den Gnadenschuss zu bekommen. Nur durch Glück und Unvermögen der Anderen überlebt er dies und wird gleichzeitig zum Helden, da durch diese Ablenkung ein Gegenschlag zum Erfolg führte. Zur Belohnung gab es auch gleich einen Titel.

                                                Als Zuschauer bekommt man also einen rasanten Beginn geboten, es knallt an allen Ecken und Enden und man bekommt ein Gefühl für den Krieg der damaligen Zeit, samt seiner Sinnlosigkeit. In unserem Protagonisten hat diese Situation in jedem Fall etwas ausgelöst. Er wirkte müde und ausgelaugt, womit ich mich nach den Geschehnissen gut identifizieren konnte. Auch wirkte er nicht ganz so stumpf, einfältig und niveaulos wie viele andere Zeitgenossen die ihn begleiteten. Deutlich wird dies auch als er sich in die Weite Steppe versetzen lies und ihn den Weg dorthin der wiederwertigste Typ begleitete, der ihm begegnen sollte. Auf diesem Weg wird auch das Bild des Indianers gezeichnet, wie es damals allgemein geprägt war - nämlich das Bild von wilden, mitleidlosen, denen man besser nie begegnet, sonst geht es einem so wie im Text von den ÄRZTEN "Du darfst gehen, aber deine Kopfhaut bleibt hier" ;).

                                                Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt er dann endlich am Lager an, doch dieses ist entgegen aller Abmachungen verwahrlost und verlassen. Die Ungewissheit, was geschehen sei und ob man ihn dort wieder ablösen wird, wird den Film über weite Strecken prägen. Ab diesem Moment gefällt mir persönlich vor allem die Ruhe, die der Film ausstrahlt. Dunbar ist ab jetzt wie in einer anderen Welt und lernt sowohl die Natur, als auch sich selbst kennen. Als es dann zu ersten Lebenszeichen anderer Menschen in der Umgebung kommt - natürlich Indianer - löst das sofort eine innere Angst aus. Doch in der Folge wird es zu ersten Stückweisen Annäherungsversuchen kommen, in denen Vorurteile abgebaut und Vertrauen und Freundschaft aufgebaut werden. Ein wenig symbolisch könnte man auch die Beziehung bezeichnen, auf der der Name des Streifens beruht - Die Beziehung zu einem Wolf. Auch dieser ist am Anfang extrem scheu, traut sich Meter für Meter näher an das Lager, später näher und näher an Dunbar, bis er ihm am Ende gar aus der Hand isst und ihm immer folgt. Sie haben eine Beziehung geschaffen, die über Worte hinaus geht.

                                                Genauso lernt Dunbar den Stamm kennen, der ihn aufsucht und baut eine Tiefe Verbindung zu ihnen auf. Nach einiger Zeit identifiziert er sich viel mehr mit diesem Leben, als mit seinem früheren und als eigentlich alles idyllisch ist kommt es wie es kommen musste ... das alte Leben holt ihn ein. Da ich hier aber keine Inhaltsangabe schreiben will, schaut ihr das kommende einfach selbst. Vermutlich kennt ihr den Film ja auch schon längst ;).

                                                Was mir jedenfalls am Film am besten gefällt ist seine Atmosphäre und seine Aussage, denn kaum ein Film bringt die Gutherzigkeit dieser fremden Kultur so auf den Punkt. Es ist wie so oft, die die am wenigsten haben, geben am meisten. Doch wie überall setzt sich leider immer die Macht des stärkeren durch. Der Mensch scheint nicht geschaffen für ein faires miteinander. Doch der Film vermittelt neben diesem moralischen Zeigefinger auch Naturverbundenheit, Toleranz, wahre Freundschaft und das ganze verpackt in monumentalen Bildern.

                                                In meinen Augen ist der Film zu Recht ein Meisterwerk.

                                                30
                                                • 10

                                                  Der Einzelgänger den die Ferne ruft, sich zurückzuziehen, der mit sich allein gut klarkommt, der die Natur und die Weite vermag. Der der Hoffnung für ein besseres Leben, die richtige Gesellschaft, die wahre Liebe.

                                                  10
                                                  • 9 .5
                                                    drahdinedum 05.05.2015, 02:29 Geändert 05.05.2015, 08:20

                                                    *Spoiler inside*

                                                    Meisterwerk! Man muss sich nur Filme wie last Samurai, Avatar... im Prinzip sogar Fearless ansehen... Alle hohe Bewertungen! Und Alle haben sich vieler Storyelemente dieses Filmes bedient... Der abgehalfterte Soldat, das kennen- und lieben lernen der fremden Kultur und das Wechseln der Seiten trotz drohendem Untergang! Ja sogar die Lovestory kommt in ähnlicher Form vor (z.b. in Samurai)! Dieser Film schlägt die Nachfolger dennoch um Längen! Kevin Costner in einer seiner Besten Rollen, eine traumhafte Kulisse, eine langsame und um so schönere Einführung in die fremde Kultur und das Leben der Indianer! Dazu epische Bilder und Szenen... Der Tanz mit Socke, die Büffeljagd! Definitiv einer Meiner Favoriten und hier deutlich zu schlecht bewertet, wie ich finde!