Der Pate 2 - Kritik

The Godfather: Part II

US · 1974 · Laufzeit 200 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 10

    Genialer Klassiker - erste Filmfortsetzung, die den Oscar erhielt.

    1
    • 6 .5

      Etwas schlechter als der erste Teil und auch deutlich länger...warum muss man einen Film so unnötig in die Länge ziehen?! Al Pacino hat mir überhaupt nicht gefallen, der wirkt als Michael Corleone irgendwie sehr lethargisch. Robert de Niro fand ich dagegen sehr erfrischend und hat eine gute und solide Schauspielerische Leistung gezeigt.

      6
      • 10

        Man muss zu diesem Film nichts sagen.
        Der Klassiker aller Klassiker! Der beste Film der je gedreht wurde, geballte Atmosphäre mit geballter Schauspielerischer Leistung.

        Die Geschichte Rund um die Corleone Familie zieht mich immer und immer wieder in den Bann.

        Wer diesen Film nicht gesehen hat, verpasst etwas.

        Alle Teile von 1-3 sind der Wahnsinn !

        • Toller Film

          • 10
            littering 15.03.2018, 23:44 Geändert 16.03.2018, 00:13

            Beste Fortsetzung ever, auch weil sie neben der Fortsetzung Hintergründe offenbart. Mir offenbart sich nichts was ich am Werk zu bemängeln hätte. Allenfalls an der Wesenheit Mensch die in diesem Film so trefflich aufzeigt wird.
            Wir leben mit dem Paten.
            Mich erinnert das Ganze an: "Dons sind pure Scheisse und überflüssig", jeder der auf Alphatier macht muss in seiner Art verderben.
            Alle Macht den Krankenschwestern!

            • 9
              Gi4nn1 04.02.2018, 10:57 Geändert 11.02.2018, 09:38

              Von vielen als beste Filmfortsetzung gekrönt - muss ich sagen, dass ich das nicht ganz nachvollziehen kann. Teil 1 hatte mehr Atmosphäre, mehr Tiefgang und nicht so viele Längen.
              Versteht mich nicht falsch, ich liebe lange Filme, aber die 200 Minuten bei der Pate 2 hätte man durchaus mit mehr Spannung und Tiefe füllen können.

              Dennoch ist es eine würdige epische Fortsetzung zur Familiensaga der Corleone-Familie und Al Pacino brilliert hier in Höchstform. Jede Bewegung, jedes Wort hat so viel Perfektion und ist uritalienisch - Das ist Film!
              Lediglich die Szenen mit der Kirche und den ganzen Glaubensblödsinn verhindern eine 10 von mir.
              Klar, zur damaligen Zeit war noch fast jeder gläubig und Religion spielte eine große Rolle, aber mich stört es und ich finde es gehört NICHT in ein Mafia-Epos!
              Zum Glück hält sich das im 2er noch sehr gering, in Der Pate 3 handelt die halbe Handlung von Kirche, Beichten und den ganzen Scheiß.
              Schade, dass vermasselt für mich die sonst so perfekte Mafia-Triologie!
              Diesmal kein Perfetto von mir sondern "nur" 9 Pkt.

              3
              • 10

                Es ist eine meisterliche epische monumentale Fortführung der Familiensaga.

                Allein die 1ste filmische Zusammenkunft der Schauspielgrößen de Niro und Pacino, auch wenn sie keine einzige gemeinsame Szene haben, bleibt es doch magisch.

                Francis Ford Coppola schafft hier Brillant den Übergang zwischen Vergangenheit und Gegenwart der Corleones, seine Bildersprache ist phänomenal und man fühlt sich in die Zeit hineingezogen.

                Auch hier vereint er großartige Schauspieler zu einem perfekten filmischen Mikrokosmos. Jede Rolle ist wieder auf den Punkt besetzt.

                Hier gibt es Szenen, Zitate und Ereignisse die unvergessen bleiben und einen festen Platz in der Filmgeschichte haben.

                Ein MEISTERWERK!

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                • 8 .5

                  Hm.... hier vergebe ich die gleiche Punktzahl wie für Teil 1.
                  Und ich kann auch nicht mehr schreiben, als ich bereits beim ersten Teil geschrieben habe.
                  Für mich nach wie vor kein Meisterwerk, sondern "nur" ein sehr guter Film
                  Fazit: sollte man gesehen haben

                  2
                  • 5 .5

                    Besser,als Teil 1.Für mich hat der einfach die bessere Handlung.
                    Allein der brutale Anfang ist schon toll und erschütternd.
                    Hier ist tatsächlich der zweite Teil besser als der Erste.Das gibt es nur sehr selten.

                    3
                    • 7

                      Diesmal bekommt man für 200 Minuten Spielzeit ja eigentlich zwei Filme in einem .
                      Der "Ast" mit Al Pacino ist mal wieder sehr langatmig . Selbst die Gerichts-Anhörungsszene verfehlt ihren Höhepunkt . Weiterhin gut dargestellt und man bleibt ja natürlich am Ball , weil man wissen will wie es weitergeht . Gute oder abwechslungsreiche Einfälle bleiben weiterhin Mangelware .
                      Doch da gibt es diese Vorgeschichte , mit Robert De Niro als jungen Vito . Er rettet den ganzen Streifen vor der Eintönigkeit . Das hat Biss , und Rache und ....Das war ganz stark !
                      Der beste Teil !

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                      • 7 .5

                        Wenn ich böse sein möchte, würde ich behaupten beim zweiten Teil handelt es sich um ein 3,5 Stunden langes Deleted Scenes. Die Idee die Anfänge der Familie mit deren anzunehmbares Ende zu kontrastieren ist prinzipiell gut. Doch mir ist das ganze zu dramaturgisch. Es wurde deutlich mehr darauf geachtet eine spannende Story abzuliefern, anstatt einem die Charaktäre näher zu bringen. Michael Corleone ist mittlerweile völlig enthumanisiert, und die großartige Darstellung der sozialen und psychologischen Strukturen, sowie der Fokus auf die mafiöse Mentalität, die den originalen Film zu dem machten was er ist, fehlen hier nahezu vollkommen. Übrig bleibt ein viel zu langer Film, der erstaunlicherweise trotz Überlänge Lücken aufweist. Es macht Spaß ihn anzusehen, doch konnte er mich bei weitem nicht so packen wie sein Fundament.

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                        • 9 .5
                          FA_14 17.10.2017, 18:11 Geändert 14.12.2017, 22:33

                          Ich versuche Filme deren Laufzeit 2h30 übersteigt zu meiden, daher habe ich die Sichtung dieses Films mit einer Laufzeit von 3h30 trotz dem großartigen Vorgänger lange aufgeschoben.
                          Dass mich ein Film tatsächlich durchgängig 196min unterhalten kann, hätte ich nicht erwartet.
                          Die Story sowie die schauspielerische Darbietung, speziell der Haupt- aber auch der Nebendarsteller ist dermaßen fesselnd, wie in kaum einem anderen Film.
                          Was für ein Meisterwerk.

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                          • Unser täglicher youtube stream. http://cinegeek.de/featured-movies The Godfather II ist ein musikalischer Film. Der Score spielt eine noch grössere Rolle als im ersten Teil, klingt nostalgisch, klagend, so als wollte die Musik die Vergangenheit heraufbeschwören. Ein Klagelied, das unser Mitleid provoziert? Warum aber sollten wir Mitleid verspüren, dafür, dass ein Verbrecher-Regime unterging? Immerhin beruhte es auf Mord! Nino Rotas Musik aber bringt uns dazu, ganz andere Gefühle zu hegen. Im ersten Godfather erlebten wir, wie Michael Corleone (Al Pacino), der sich von seiner Familie absetzen wollte, schliesslich die Kontrolle über das Familien-Unternehmen übernahm. Er liess jegliche moralische Bedenken hinter sich und wandelte sich zu einer leeren Hülle. Was war noch menschlich an Michael? Steht der Soundtrack für sein Selbstmitleid? Als Michael in die Fussstapfen seines Vaters trat, verlor den Blick dafür, was Vito Corleone ausmachte: Vito Corleone war zuletzt ein Grossvater und Familienmensch, nur so gefährlich bzw. schlecht wie es eben nötig war. Er starb glücklich im Garten beim Spiel mit den Enkeln. Und Michael? Er ist nicht mehr als ein Geschäftsmann. Das wird pathetisch durch die Filmmusik unterlegt, aber kennt man so etwas nicht aus der Oper? Die Musik erweckt Gefühle, die unangemessen sind. Immer wieder wird diese Verkümmerung Michael unterbrochen durch Rückblenden, in denen wir den jungen Vito (Robert De Niro) in Italien erleben. Die Szenen in Sizilien und New York zeigen den Aufstieg eines jungen Mannes, der den Mafia Kodex in seinem Blut aufnimmt. Es ist Vito, der über die Dächer New Yorks klettert, einen Mann hinterrücks überfällt, ermordet und entkommt. Das Perfide an FILM an sich: Wir identifizieren uns mit dem Mörder. Dadurch, dass wir den jungen Vito kennenlernen, verstehen wir auch den alten viel besser. Sein Leben beruht auf dem, was man gemeinhin "Omerta" nennt: Es ist das Schweigegelübde der Mafia. Auch Michael ist davon betroffen. Er verändert sich, weil er das MUSS. Michael ist gezwungen, die Regeln einzuhalten(...)

                            • 10

                              Mir unverständlich wie es Coppola gelingen konnte etwas großartiges (Pate1) noch besser fortzusetzen (Pate 2). Der beste Film den ich je gesehen habe.

                              • 10
                                tripple.sixeightyseven 05.06.2017, 17:02 Geändert 05.06.2017, 17:02

                                Was soll Ich hier noch groß zu sagen? Ein perfekter Film.

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                                • 7

                                  Geschäfte & Familie
                                  Dieser zweite Teil erfüllt drei Aufgaben: er füllt mit vielen Retrospektiven die Lücken der Geschichte, die der erste Teil gelassen hat, widmet sich vor allem den Geschäften des neuen Paten Don Michael (Al Pacino) und konzentriert sich auf die Querelen innerhalb des Corleone Clans.
                                  Michael macht Geschäfte mit Kuba und hier ist sein Verhandlungspartner Roth (gespielt von Schauspiellehrerlegende Lee Strasberg, durch dessen Schule fast alle Größen Hollywoods gegangen sind). Der Zusammenhalt der Familie scheint in Gefahr: Bruder Fredo wird zum Verräter, Kay lässt sich scheiden, Schwester Connie (Thalia Shire) heiratet gegen den Willen von Michael.
                                  Robert De Niro spielt den jungen Don. Wir sehen seine ersten Untaten und Wohltaten zum eigenen Ruhm. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss setzt Michael zu. Manches kann er ausbügeln, manches nicht vergessen. Die Wirkung der vielen Toten am Ende wird durch eine Retro abgemildert. Hier sind nochmals alle – auch die bereits Toten - wieder am Tisch zum Geburtstag des 1. Dons. Es wird einsam um Don Michael. Einzig der Berater Tom Hagen (Robert Duvall) bleibt der ruhende Pol, auf den er sich verlassen kann. Für deutsche Ohren klingt der nach ‘dem treuen Hagen‘ aus dem Nibelungenlied. Darauf kann der letzte Teil aufbauen. Weniger Mafia, dafür mehr Family.

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                                  • 8 .5

                                    Mafia, geil!

                                    • 9 .5

                                      ""Der Pate"....wer kennt diesen Film nicht?! Tolle Kamera, gute Schauspieler, feiner Soundtrack, tolle Geschichte und Bilder! Natürlich ist das kein Popcorn-Kino wie heute, wo einfach jede Szene ohne Liebe abgedreht wird, bissle am PC nachgearbeitet oder ergänzt wird und die Story einen Furz zählt, solange die Kasse stimmt. den Paten muss man genießen und sich Zeit nehmen!"
                                      Das war mein comment zu "Der Pate". "Der Pate 2" ist für mich noch etwas besser....gerade de Niro packt nochmal etwas Würze dazu!

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                                      • 8 .5

                                        Der erste Teil war ein Meisterwerk, der zweite war nur marginal schwächer aber es kann halt nur einen Marion Brando geben und den wird man niemals ersetzen können.

                                        • 10

                                          Wie der erste Teil ein Meisterwerk!! Und wohl die beste Fortsetzung eines Filmes, die jemals gedreht wurde!

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                                          • 8

                                            Da ich den ersten Teil der ''Pate'' Trilogie schon ziemlich gut fand, konnte ich mir die Fortsetzung natürlich nicht die vermeintlich bessere Fortetzung nicht entgehen lassen. Dem Punkt, dass Teil 2 dem ersten überlegen ist, würde ich so mal nicht zustimmen, doch trotzdem ist er sehr nah dran und ich bin überzeugt, dass die, aus meiner Sicht, größte Schwäche des Films, nämlich das Leben des Vito Corleone vor ''Der Pate'', quasi das Prequel, was zwischendurch immer mal eingeschoben wird, doch komischerweise fand ich diese Rückblenden in das Leben des Vito Corleone eher zäh, im Gegensatz zur spannenden Geschichte seines Sohns Michael Corleone, gespielt von Al Pacino.

                                            Damit will ich nicht sagen, dass Robert de Niro schlecht aussieht in der Rolle und er gibt auch eine solide Leistung, doch an Marlon Brando kommt er allerdings nicht ran, zumindest nicht in dem Streifen hier. Doch irgendwie empfand ich die Vorgeschichte des Vito Corleone recht uninteressant, was ich eigentlich schade finde, da diese den Film nur etwas in die Länge zieht und es auch nicht unbedingt gebraucht hätte, doch nun mal weg von der Thematik und zum eigentlich wichtigen.
                                            Denn wie oben schon erwähnt, geht es hauptsächlich um die Geschichte von Michael Corleone und wie er das Geschäft seines Vaters weiterlaufen lässt, was jedoch durch einige Zwischenfälle, die ich hier lieber mal nicht erwähnen möchte, falls jemand den Film noch nicht gesehen hat, etwas schwerer gemacht wird und natürlich geht es auch viel um Michaels Familie und seine Verwandten und das Mafialeben halt. Also eigentlich ähnlich, wie in Teil 1 und ich bin auch der Meinung, dass Al Pacino doch ein würdiger Nachfolger von Marlon Brando, dem Paten aus dem Vorgänger, ist. Pacino wirkt in seiner Rolle viel unruhiger und etwas wilder, als es Brando tat, was gewiss auch dem Alter der jeweiligen Darsteller geschuldet sein wird, dennoch gefallen mir beide auf ihre Art besonders gut. Dabei schafft es Coppola, eine wahnsinnig gute Atmosphäre zu kreieren, die wunderbar zu den 50ern passt. Es gibt in ''Der Pate 2'' in den knapp 200 Minuten so viel Handlung, dass man schon fast am Ende teilweise manche Sachen vom Beginn des Films vergessen hat, da es so viele interessante und wichtige Szenen im Film gibt, die man sich alle fast gar nicht merken kann, jedenfalls nicht mit meinem Gedächtnis. Ein weiterer positiver Punkt is meiner Meinung nach, dass der Zuschauer nie weiß, was als nächstes passieren wird, da der Film so unvorhersehbar und clever gestrickt ist. Wie oben erwähnt sind die Schauspieler wieder einmal sehr gut gewählt, besonders Al Pacino sticht heraus und ist wahrscheinlich in der besten Rolle seines Lebens, Robert de Niro entgegen tut mir etwas leid in der Rolle des Vito, da man irgendwie immer Marlon Brando vor Augen hat und an die Leistung aus ''Der Pate'' kann leider selbst ein Robert de Niro nicht herankommen, doch solide ist die Leistung trotzdem noch. Doch auch Robert Duvall läuft wieder zu Höchstleistungen auf, als Freund der Familie Corleone, Tom Hagen.

                                            Doch bei 200 Minuten Länge kann man sich schon denken, dass es da einige zähe Momente, abseits der Vorgeschichte von Vito, gibt diese sind im Michael Corleone Handlungsstrang zwar nicht so verbreitet, jedoch stolpert man auch dort über diverse Längen. Meiner Meinung nach hätte der Herr Coppola das eventuell ein bisschen kürzen können, denn einige recht belanglose Szenen sind noch vorhanden, auf welche ich gut hätte verzichten können.

                                            Fazit: ''Der Pate 2'' ist ein würdiger Nachfolger des brillianten ersten Teils, jedoch nicht auf dessen Niveau, was hauptsächlich dem zweiten Handlungsstrang, nämlich der Vorgeschichte des Vito Corleone geschuldet ist. Jedoch nach wie vor ein guter Film, aus meiner Sicht nicht unbedingt einer der besten, doch ein sehr guter.

                                            10
                                            • 9

                                              Zwei Jahre nach Teil 1 die Fortsetzung. Coppola zeigt uns in Rückblenden den jungen Vater von Michael Corleone – gespielt von Robert de Niro – der in eiskalter Manier Don Fanucci erledigt, um endlich den verhassten Paten aus seiner Straße los zu sein. Denn Fanucci kassierte von allen ab, und alle hatten Angst vor ihm. So erlebt Vito (de Niro) durch diesen Mord den Machtzuwachs, den er über Nacht erhält.

                                              Wir erleben das System des gegenseitigen Gefallens, der nichts anderes als Mord und Erpressung bedeutet. Man muss den Paten nicht bezahlen, um von ihm einen Gefallen zu bekommen. Lediglich ihm seine Freundschaft versichern, was bedeutet, wenn der Pate einmal ruft, sollte man sich dankbar zeigen. Diese Art der sizilianischen Verlogenheit ist schon makaber. Denn es geht zwar vordergründig um ganz banale Gefälligkeiten, die sogar durchaus berechtigt sind. Aber sie werden eben durch pure Gewalt oder Gewaltandrohung durchgesetzt. Merke: Je höflicher der Pate Dir begegnet, umso größer schwebst Du in Lebensgefahr.

                                              Auf Michael Corleone (gewohnt brilliant: Al Pacino) wird ein Anschlag verübt, und er muss lange suchen, bis er den Drahtzieher ermitteln kann. Eine wichtige Rolle hierbei spielt Hyman Roth – gespielt von Lee Strasberg. Unzählige Weltklasseschauspieler sind durch Strasbergs Schauspielakademie in New York gegangen, und erlernten das sog. „Method Acting“. Vereinfacht gesagt lässt der Schauspieler hierbei persönliche Erlebnisse gefühlsmässig in die Rolle einfließen. Muss jemand bspw. in Tränen ausbrechen, erinnert sich der Method-Acter an den realen Tod eines Angehörigen, um die Tränen auf Abruf bereit zu halten. Oder muss jemand besonders eiskalt und feindselig schauen, hilft die Erinnerung an eine große Verletzung im Leben. Diese Art der Selbstvergewaltigung ist in Schauspielkreisen durchaus umstritten. Die sagenhaften Schauspieler aus Strasbergs Schule jedoch sprechen eine deutliche Sprache (Marlon Brando, Dustin Hoffman, Paul Newman, Robert de Niro, Al Pacino u.a.)
                                              Insofern ist es interessant, den Meister selbst bei der Arbeit zu sehen. Obwohl diese Rolle nicht allzu viel von Strasberg einfordert.

                                              Die Verlogenheit Michael Corleones wird vor dem Kongress deutlich. Er negiert schlichtweg jede Art der Beteiligung an irgendwelchen krummen Geschäften, und setzt den gegen ihn aussagenden Kronzeugen schachmatt, indem er dessen Bruder aus Sizilien ankarrt und sich im Gericht einfach neben ihn setzt. Der Pate muss zudem eine schwere Entscheidung treffen, was seinen schwachen älteren Bruder Fredo betrifft (John Cazale).

                                              Coppola zeigt uns zudem einen gesalzenen Ehekrach bei den Corleones. Ehefrau Kay wird plötzlich klar, mit wem sie zusammenlebt. Doch man verlässt nicht so einfach den Paten.

                                              Nino Rota und der Vater von Coppola – Carmine Coppola – liefern den oscarreifen Score.

                                              Fazit: Würdige Fortsetzung von Teil 1. Ich ziehe einen Punkt ab, da Teil 1 mein Lieblingsteil ist.

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                                              • 8
                                                Leinzi 01.02.2017, 12:53 Geändert 09.10.2017, 15:13

                                                Des Paten zweiter Teil gefiel mir besser als dessen erster. Das liegt unter anderem daran, dass die meisten Charaktere im ersten Teil ausgiebig eingeführt wurden, sodass ich mich schneller zurechtfinden konnte. Hinzu kommt die Vorgeschichte Don Vitos, grandios von de Niro dargestellt. Das hätte man meiner Meinung nach noch ausdehnen können. Während der Gegenwartsgeschichte habe ich des öfteren auf einen Zeitsprung zu de Niro gehofft.

                                                Trotz längerer Laufzeit verging dieser Film gefühlt schneller als der erste Teil. Im Grunde ein Punkt, dem man dem Vorgänger anschreiben sollte. Ohne diese Grundlage hätte sich der zweite Teil nicht so entfalten können. Mal sehen, ob sich das noch bis in den dritten Teil halten kann. Der wurde ja weniger gut aufgenommen.

                                                Ich habe mal von einer TV-Version des Paten gehört, bei dem die Teile umgeschnitten sein sollen. Kann mir da jemand mehr darüber erzählen? Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass der de Niro-Teil auch wunderbar vor den ursprünglichen Anfang von Teil 1 passen würde. Dann hätte man bereits eine Vorstellung Don Vitos, bevor Marlon Brando in Erscheinung tritt.

                                                Bewertung: 79% [29.01.2017]

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                                                • 6
                                                  Ungluecksjunge 31.01.2017, 15:36 Geändert 31.01.2017, 15:37

                                                  Dass der Film ein absoluter Klassiker ist und die Trilogie mittlerweile Kultstatus genießt möchte ich hier gar nicht abstreiten...

                                                  Aber der Film ist meiner Meinung nach für die heutigen Sehgewohnheiten total langatmig inszeniert. Einzig die Rückblenden zum Aufstieg von Vito Corleone vom armen Einwandererkind zum mächtigen Paten Don Corleone sind dank dem gewohnt gutem Spiel von Robert De Niro interessant anzusehen. Außerdem nehme ich De Niro den Paten mehr ab als Marlon Brando im Vorgänger.

                                                  Leider reicht das für mich immer noch nicht zu einer höheren Bewertung, als wie bei Teil 1.

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                                                  • 10

                                                    Die Performances von De Niro und Al Pacino haben mich einfach nur begeistert!
                                                    Der Film ist wunderschön gemacht und greift perfekt das Thema der Anfänge der italienischen Mafia in den USA auf. Der Film steht dem ersten Teil der Mafia Saga in nichts nach. Für einen so alten Film ist er wirklich immer noch mehr als sehenswert!

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