Der schwarze Falke - Kritik

The Searchers

US · 1956 · Laufzeit 119 Minuten · FSK 16 · Western, Drama · Kinostart
Du
  • 8

    [...] Ethan ist schlicht unfähig, sich in irgendwelche Strukturen einzufügen, er ist ein Gefangener zwischen zwei Welten. Und während er die Kultur der Indianer versteht, aber nicht akzeptiert, schafft er es auch nicht mehr, einen Platz in seiner eigenen Kultur zu ergattern: „What makes a man go wander?“. „Der Schwarze Falke“ porträtiert nicht nur den ethnischen Konflikt während des 19. Jahrhundert, er zeigt durch Ethan auch einen inneren Kampf mit sich und den Dämonen auf, die man über Jahre nicht mehr loswerden kann. Am Ende zieht es Ethan wieder hinaus in die Wildnis und die Tür, die anfangs noch für ihn geöffnet wurde, schließt sich wieder: Die traditionellen Werte einer Familie sind ihm noch bekannt, doch ein echter Teil von ihnen kann er nie mehr sein.

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    • 5 .5

      [...] Zwischen den Zeilen mag sich einiges verbergen, doch das Problem besteht darin, dass sich der jahrelange Ritt der Hauptfiguren in Wiederholungen und unmotivierten Überblendungen erschöpft, denn vordergründig geht es trotz allem nur um die Suche nach Entführungsopfern, welche aufgrund mangelhafter Anhaltspunkte nicht selten etwas planlos ist. Sich dabei an der Schönheit des Monument Valley zu laben, ist leider kein Ersatz für Spannung. „Der schwarze Falke“ ist prächtig und durchdacht, aber die Kombination aus inszenatorischer Ausschweifung und fragmentarischen Hintergründen darf als unbefriedigend bezeichnet werden.

      1
      • 7 .5

        «The Searchers» ist keinesfalls der beste Film von John Ford. «The Man Who Shot Liberty Valance», ebenfalls mit Wayne, oder «Young Mr. Lincoln» sind um Welten besser. Die vielschichtige Auseinandersetzung mit der Eroberung des Westens in «The Searchers» ist aber sicher nicht zu verachten, besonders wegen den atemberaubenden, in VistaVision gedrehten Aufnahmen