Die Bourne Identität - Kritik

The Bourne Identity

US/DE/CZ · 2002 · Laufzeit 118 Minuten · FSK 12 · Thriller, Actionfilm · Kinostart
Du
  • 8 .5

    Es ist dunkel. Das Meer tobt. Ein Fischkutter tanzt auf den Wellen. Die Besatzung spielt unter Deck Karten. Mittelmeer. 100 km südlich von Marseille. Es herrscht trotz des Seegangs ausgelassene Stimmung bei den Leuten an Bord.

    Ein Schatten ist im Wasser auszumachen. Die Umrisse zeugen von einem Menschen, der auf dem Rücken in der aufgewühlten See treibt. Einer der Männer geht an Deck, um Fischabfälle über der Reling zu entsorgen. Es regnet stark. Durch seine beschlagenen Brillengläser entdeckt er einen Mann in den Fluten...

    „Wer sind sie? Wie heißen sie? Wie ist ihr Name? - Ich weiß es nicht... oh Gott.“

    Der namenlose Fremde arbeitet an Bord mit. Er scheint dazuzugehören. Nur wenn man sieht, wie er die Verbände an seinen Verletzungen wechselt, dann kommen dem unwissenden Beobachter Zweifel daran, ob er wirklich ein gewöhnlicher Fischer ist. Und wenn man noch näher an diesen Mann herantritt, dann wird die Verwunderung größer. Er spricht fließend mehrere Sprachen, beherrscht Fingerfertigkeiten, wie komplizierte Seemannsknoten, aber er weiß nicht, was vor seiner Rettung durch die Seeleute geschehen ist. Er weiß, dass er angeschossen wurde. Auch, dass er eine Kontonummer in der Hüfte implantiert hatte. Doch wie ist sein Name? Und welches Leben verbirgt sich hinter der Unwissenheit?

    Er geht an Land. Nächster Halt Schweiz...

    „Wer hat ein Schließfach bei einer Bank voll mit... Geld, sechs Reisepässen und 'ner Waffe?“

    Als er von einem Killer ausgeschaltet werden soll, weiß er sich gekonnt zu wehren. Er liefert sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei mitten durch Paris – in einem Mini. Ich muss nicht erwähnen, wer diesen wilden Ritt am Ende für sich entscheidet.
    Er ist so kontrolliert, sicher und gewandt in dem, was er tut, doch trotzdem bleibt die Verzweiflung darüber, nicht zu wissen, wer er eigentlich ist.
    Mal scheint er dem Rätsel auf die Spur zu kommen, nur um dann ein weiteres Puzzleteil serviert zu bekommen, das die Jagd neu eröffnet.

    Doch er geht weiter, er bleibt nie stehen...

    „Wer bin ich? - Sie sind Eigentum der Regierung der Vereinigten Staaten. Sie sind eine völlig defekte 30-Millionen-Dollar-Waffe.“

    Fäden werden entwirrt. Drahtzieher werden zu Problemen und beseitigt. An höherer Stelle wird vertuscht. Bourne verschwindet und taucht wieder auf. Es gibt ein Happy End, das einen zufrieden zurücklässt. Jedenfalls für diese erste Etappe auf der Reise des Jason Bourne.

    Ein großartiger Action-Thriller, der so viel mehr ist: Eine Art von Road-Movie mit einem Hauch John le Carré, eine gut portionierte Love Story, ein wenig Drama... Viele Filme sind an derlei Ansprüchen schon kläglich gescheitert, doch dieser nicht. „Die Bourne Identität“ hat seiner Sparte zu neuem Glanz verholfen. Er bringt einen damals unverbrauchten Sympathieträger in Person von Matt Damon, den viele sich in solch einer Rolle nie hätten vorstellen können, doch er meistert die Ansprüche aus den verschiedenen Ecken, die dieser Film in sich vereint, bravourös.

    Und dann gibt es da noch diesen grandiosen Score aus der Feder von John Powell, der die Stimmung so gut transportiert, dass der Zuschauer hautnah dabei ist im Geschehen. Ganz ruhig in seinen Anfängen, doch fesselnd von der ersten Sekunde an, nimmt er einen gekonnt mit, immer dicht an der Seite von Jason Bourne... bis man eins wird mit ihm.

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    • 7 .5

      Bei dem Thema Action ist es wohl schwer an der "Bourne-Reihe" vorbei zukommen. Diese Filme haben in diesem Genre einfach neue Maßstäbe gesetzt. Weshalb ich mir auch letztens dachte mich mal wieder mit den Filmen zu befassen. Den Auftakt macht da natürlich "Die Bourne Identität".
      Doug Liman's furiose Einführung in die Geschichte des Jason Bourne beeindruckt mich damals wie heute. Schon das die Wahl des Hauptprotagonisten auf Matt Damon fiel schien auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich. Nur bei genaueren hinsehen merkt man gleich das er scheinbar wie geschaffen für die Rolle ist. Neben Damon ist es wie erwartet die Action mich begeistert hat. Eher Realistisch, hart, brutal und vor allem bei den Fights geht es richtig ab. Neben den genannten Punkten ist es auch die Story die dem Ganzen die nötige Spannung verleiht.
      Also, wer auf hochklassiges Actionkino steht sollte diesen Film gesehen haben!

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      • 10

        Der beste Auftakt-Film der besten Agenten-Thriller-Trilogie - schon bei den ersten sieben Mal anschauen grandios, wird er immer noch besser. Neben der perfekten Besetzung, praktisch ausnahmslos herausragender Schauspielerleistung, sehr guter Kamera, über den markanten Score, äußerst gelungenem Schnitt und erkennbar gutem Drehbuch bis zur ebensolchen Postproduktion und nicht zuletzt tollen Action-Szenen-Choreographien fallen jedes weitere Mal noch wieder Details ins Auge, die die ganze Geschichte nur umso runder und gelungener machen.

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        • 2

          Das seichte Action-Kino gefällt mir gar nicht. James Bond reicht mir völlig aus. Matt Damon und Action das passt gar nicht zusammen. In Sachen Action agiert er überfordert und ich musste mich für ihn schämen.
          Ob Mark Wahlberg, Keanu Reeves,Liam Neeson,Denzel Washington oder Ben Affleck hier zusehen ist kommt nicht drauf an. Sie alle sind keine Actionhelden und ich nehme denen die Rolle eines Actionhelden keine Sekunde ab. So kann es nicht funktionieren es gäbe extra Schauspieler dafür aber die in Hollywood begreifen das nicht.
          Aber ich stehe sowieso nicht auf seichte FSK-12 massentauglichen Actionfilme. Für alle die Spaß daran haben ist das auch Ok aber diese Reihe ist gar nichts für mich.

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          • 9

            Die Bourne Identität ist in meinen Augen bis heute der beste Agentenfilm, den ich gesehen habe. Hier stimmt von Drehbuch über Regie bis zum Casting einfach alles. Hinzu kommt, dass die Kameraführung in den Actionszenen für das Jahr 2002 revolutionär war. Auch die Distanz zu dem mitunter üblen Geschäft der Geheimdienste, wie wir nicht zuletzt seit Snowden wissen, gefiel und gefällt mir außerordentlich gut. Der Film hat an Aktualität nichts verloren.

            Leider ist es wie bei Die Hard, The Terminator und Co.. Durch die vielen Nachfolger, die im Grunde genommen die gleiche Geschichte actionreicher und im größerem Kontext (was in meinen Augen zu der im Grunde genommen bodenständigen Inszenierung nicht passt) immer wieder von neuem erzählen, hat das Franchize etwas an Schaden genommen.

            Das mindert für mich aber nicht die Genialität des ersten Teils. Ein actionreiches Meisterwerk!

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            • 9

              Intensiv-, emotional und körperlich hart, als auch verdammt fokusiert dieser Bourne....
              Alle 3 Teile ein Fest und sollten fester Bestandteil einer DVD-Grundausstattung sein.
              Was danach kam war mehr oder weniger "melke die Kuh" Prinzip. Darf man also ruhig ignorieren.

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              • 8 .5

                Der Mann und sein Rucksack geht in die erste Runde.

                Mittlerweile schon 15 jahre auf dem Buckel...ohne Worte wie die Zeit rennt.
                Doug Liman verschafft uns einen wunderbaren Einstieg in das Franchise.
                Der Film hat Tempo...aber auch ruhigere Phasen... die andere dann gerne als Längen bezeichnen :).
                Für mich steht der Film mit diesen "Längen" absolut im Einklang und Liman inszeniert das alles sehr Europäisch.
                Die Drehorte unterstreichen das nur noch.

                Damon spielt das wunderbar und ist einfach Bourne durch und durch.
                Franka Potente steht zwar bei mir nie hoch im Kurs passt hier aber ganz gut.
                Mit Damon einfach auch eine Einheit.
                Chris Cooper sehr solide muss man aber eigentlich auch nicht erwähnen.
                Walton Googins ist hier leider nur zum Inventar verdammt :).
                Clive Owen gefiel mir sehr gut...ein wenig mehr Screentime wäre nett gewesen.

                Kritik am System scheint in diesen Filmen immer mehr als durch.
                Oft werden Demonstrationen geschickt in den Film eingebaut...die zwar einerseits zur Atmosphäre beitragen sollen...aber es dürfte nicht nur das alleinige Ziel sein.
                Der ganze Machtapparat CIA kommt ebenso wenig gut davon.
                Damon gilt ja auch als jemand..im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen...der nicht alles Awesome und Amazing findet auf diesem Planeten.

                John Powell's Musik passt perfekt zu diesem und dem Franchise insgesamt.
                Moby's Song mittlerweile schon Kult für die Reihe.

                Abschließend kann man sagen ein würdiger Auftakt...ein realistischerer Ansatz als Bond oder Hunt...aber diese Reihen sollte sowieso nicht miteinander verglichen werden.
                Bond steht ausserhalb jeder Konkurrenz dafür gibt es die Reihe viel zu lange.
                Für mich ist Bourne einfach eine willkommende Abwechslung zu den anderen Tierchen.
                Jede Reihe hat Ihren eigenen Ansatz ohne besser oder schlechter zu sein.
                Alles nur eine Frage was mir in Momenten besser gefällt.

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                • 8 .5
                  Filmfreak96 21.05.2017, 06:56 Geändert 21.05.2017, 06:57

                  Richtig guter Actionfilm. Nicht der beste Teil, aber trotzdem richtig geil!

                  • 9

                    Realistische Action Scenen , Nah Kampf Scenen auf sehr hohem Niveau und Matt Damon und Franka Potente in Höchstform und in sehr sympathischen Character Rollen. Der Film hatt so ziemlich eine konsequente Spannung und macht einfach Spaß ! Realistischer Agenten Thriller der Spitzenklasse der die übertriebenen James Bond und Mission Impossible Filme hinter sich liegen lässt

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                    • 3

                      Pure und ausschließliche Aktion war noch nie meins, daher habe ich mir den Film bis Dato nicht angesehen, aber wie es so ist: die anderen meinten er sei toll, und ich müsse ihn sehen, also anschauen.
                      Der Anfang ist auch noch recht spannend bis zur Autoverfolgungsjagd in Paris, da überkam mich große Langeweile. Ich finde Matt Damon nicht sooo überzeugend; ihm kaufe ich die Story nicht ab. Irgendwie finde ich auch diese Vorgehensweisen à la ex machina nicht so toll und schon gar nicht überzeugend.
                      Franka Potente finde ich zwar super natürlich, aber ihre Rolle war irgendwie seltsam dargestellt.
                      Der Film ist ziemlich langatmig und wird dem entsprechend gegen Ende mal so richtig langweilig. Obwohl ich ihn gerade gesehen habe, kann ich eigentlich schon gar nicht mehr richtig sagen, was da eigentlich nun Sache ist; die Auflösung ist so wirr, wie viele Filmszenen. Das Ende- Ende ist mal eben wieder möchte gern Happy End, naja, hätte man ruhig sein lassen können.
                      War auch keiner mehr am Schluss im Raum, war dann doch nicht so toll für die anderen. Als ich kommentiert habe, dass der Film langweilig sei, hieß es, naja, das Ende ist immer langweilig... eigentlich nicht, nur bei diesem Film.
                      Als ich genauer wegen dem Ende nachgefragt habe, wussten die nicht einmal zwischenzeitliche Handlungsstränge (wtf?!) - trotzdem würden sie den Film nicht so schlecht bewerten, wie ich... und ich frage mich wieso? Die Hälfte des Films ist langweilig und die Geschichte ist augenscheinlich nicht so wichtig.
                      Für diejenigen, die einfach nur Aktion haben wollen, die werden wohl ihre Freude mit dem Film haben, andere eher nicht...
                      Ich wüsste noch nicht einmal, ob ich mir den zweiten Teil anschauen wollen würde. Für mich eher eine Reihe, die man nicht gesehen haben muss.

                      • 7

                        Auf Matt Damon konnte ich ja noch nie, aber der Erstling aus dieser Reihe gefällt mir auch bei der zweiten Sichtung noch ganz gut. Der Rhythmus wechselt geschickt zwischen ruhig und krachend, die Kampfszenen zum Beispiel in der Pariser Wohnung haben hohes Niveau. Franka Potente ist der originellste weibliche Sidekick in einem Actionfilm seit Emma Peel. Gute Musik, schöne Außenaufnahmen, nur die krassen Löcher in der Handlung verhindern bei mir bessere Noten. Und bitte wo war Walton Goggins?

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                        • 6 .5

                          Wer ist dieser Jason Bourne? Erst wird er mit zwei Kugeln im Rücken aus dem Mittelmeer gefischt, dann entpuppt er sich plötzlich als Sprachtalent, das sich von einer Sekunde auf die nächste flüssig auf Französisch, Schweizerdeutsch oder Niederländisch unterhalten kann und dann ist er auch noch eine wahre Ein-Mann-Armee, die schwerbewaffnete Widersacher mit wenigen Handgriffen außer Gefecht setzt.
                          In Doug Limans "The Bourne Identity" ist man über diesen Mann ebenso verwundert wie er selbst, denn Jason Bourne ist ein wandelndes Rätsel ohne Erinnerungen, das immer genau zum richtigen Zeitpunkt von den offenbar antrainierten körperlichen Reflexen und geistigen Kapazitäten Unterstützung erhält, um sich auf eine ruhelose Suche nach der eigenen Identität zu begeben. Inszeniert ist dieser Auftakt einer auf mehrere Teile angelegten, mit Elementen des Agenten-Thrillers versehenen Reihe gewissermaßen als Gegenentwurf des Bond-Franchise, das Vorzeigebeispiel des Genres schlechthin.
                          Matt Damon spielt Bourne vor allem zu Beginn als fast schon eingeschüchterte Person, die introvertiert, verwirrt und überfordert von Schauplatz zu Schauplatz, von einem Land ins nächste hetzt. Im Gegensatz zum durch James Bond geprägten Bild des abgeklärten, lässigen Charmeurs bringt "The Bourne Identity" wieder die nötige, geerdete Bodenständigkeit in das Genre und stellt einen Protagonisten in den Mittelpunkt des Geschehens, der sich nicht in die Karten schauen lässt, da er die Karten selbst gar nicht in der Hand hält und noch dazu von einer Frauenfigur begleitet wird, die äußerlich keineswegs dem Rollentypus entspricht, der in Filmen dieser Art gerne verwendet wird. Liman unterbricht die geradlinige Schnitzeljagd, bei der sich aus einzelnen Puzzleteilen langsam ein Bild zusammensetzt, dabei mit konzentrierten Action-Szenen, in denen er überwiegend auf präzise, physische Auseinandersetzungen setzt, die sich in beachtlich choreographierten Nahkämpfen entladen.
                          Als Gesamtwerk ist dieser erste Teil inhaltlich allerdings ein wenig zu sehr an seiner repetitiven Struktur verhaftet. Bourne erreicht ein neues Ziel, sucht nach einem weiteren Indiz, die CIA, die im Fall der Bourne-Identität eine maßgebliche Rolle spielt, verfolgt seine Spur, es kommt zum Kampf und das Schema beginnt von vorne. Zu Beginn erzeugt Liman hierdurch noch ein reibungsloses Pacing, doch spätestens in der zweiten Hälfte gerät der ansonsten temporeiche Erzählfluss ein wenig ins Wanken.
                          Am Ende steht dann die Auflösung des Filmtitels. Wer dieser Jason Bourne ist, dürfte nun klar sein. Wo die weitere Reise mit ihm hingeht, bleibt hingegen offen.

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                          • 9
                            sachsenkrieger 03.11.2016, 20:36 Geändert 04.11.2016, 12:04


                            Bourne to run - damit ist nicht die Biographie von Bruce Springsteen gemeint, sondern eher die von Jason Bourne, seines Zeichens, zumindest im ersten Teil der Reihe, ein seines Gedächtnisses beraubter Froschmann. Welcher Zeitpunkt könnte besser passen, eine ca. vierte Sichtung des Franchises zu starten, als die Reaktivierung des Originals? Und das Teil ist immer noch ´ne Feier wert. Klar ist das nicht mehr der totale Flash, wie damals vor 15 Jahren, als die meisten von euch noch Aü-a-ah zur Polizei gesagt haben. Aber durch eine damals recht zeitlose Inszenierung, mit einem ziemlich coolen Sound, schaffte Doug Liman es, zumindest diesen Teil über die mittlerweile 15 Jahre zu retten. Nicht allzu viele Schnitzer, die Chemie zwischen Damon und Potente stimmt, die Nebenrollen sind mit Burnern, wie Chris Cooper, Brian Cox oder Clive Owen besetzt ... was will man selbst nach so langer Zeit noch mehr. Mir fällt im Moment kein anderes Agenten-Franchise ein, das ich sogar noch ein fünftes Mal sehen möchte...

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                            • 8 .5

                              Gestern mal wieder in den Player gezimmert und eines fiel schnell auf, er hat wenig von seinem Charme verloren. Matt Damon als Jason Bourne gefiel mir damals schon sehr und bei dem ersten Teil, der mittlerweile recht ausgereizten Reihe, stimmt so gut wie fast alles. Die Story über einen Agenten, der sein Gedächtnis verloren hat, und durch temporeiche Verfolgungen und Bedrohungen auf der Suche nach seiner wahren Identität ist, ist spannend und mit einigen gelungenen Nahkampfszenen, die ich, wenn sie gut gemacht sind, in Filmen dieser Art liebe, inszeniert. Auffällig, im positiven Sinne, sind die fürs Auge angenehmen Schnitte. Man kann den Nahkampfszenen gut folgen, ohne dass einem die Kotze aus der Fresse fliegt, da das Schnittgewitter mancher Regisseure meist dazu einlädt, sich Antikonvulsiva, folglich Tabletten gegen Epilepsie, einzupfeifen, die man bei 3 Cuts pro Sekunde und etlichen Nahaufnahmen von Händen und Füßen auch bitter nötig hat, im dritten Bourne Teil tobte man sich nämlich diesbezüglich schon ordentlich aus.....

                              Es war sehr schön mal wieder Matthias Hinze zu hören, DIE Stimme von Matt Damon. Hinze verstarb leider vor knapp 9 Jahren im Alter von nur 38 Jahren, ein großer Verlust für die Synchronwelt. Ein paar Probleme hatte ich mit Franka Potente, vor allem aufgrund ihrer furchtbaren Eigensynchronsation. Ich finde es schlimm, wenn deutsche Schauspieler sich selbst synchronisieren, es wirkt immer wie schlecht auswendig runtergeleiert, genau so ins Klo greift auch immer Diane Kruger. Man sollte die Synchronisation einfach den Profis überlassen... Neben bekannten Gesichtern in Nebenrollen, vor allem ein junger Clive Owen als Profikiller, ist es auch der geniale Titel von Moby im Abspann, der die ganze Sache rund abschließt. "Bourne Identität" ist ein wahrhaft klasse Vertreter im Genre , den ich sicherlich nicht das letzte mal gesehen habe.

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                              • 9

                                Das Buch ist grandios und der Film ist es auch, Chapeau Doug Liman.

                                Hochspannungs Agenten Thriller-Hats die einen sofort emotional packt und hineinzieht in die dunkle Welt der Geheimnisse und Geheimdienste.

                                Matt Damon ist und bleibt JASON BOURNE eine perfekte Symbiose die kein anderer Schauspieler je durchbrechen wird. Franka Potente ist hier sogar auszuhalten, auch wenn sie mir immer noch auf Subtile Art deplaziert vorkommt.

                                Die Actionsequenzen sind wohl dosiert und herrausragend fotografiert.

                                Perfekte Thriller Unterhaltung!

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                                  brucelee76 18.10.2016, 20:32 Geändert 18.10.2016, 22:17

                                  Hi Leute,

                                  vergesst James Bond, Ethan Hunt, Derrick und Inspektor Clouseau!

                                  Jason Bourne definiert das Agenten Katz und Maus Spiel neu!

                                  Story-Line, Cast, Score, Action, Schnitt ist mit das Beste was ich in diesem Genre gehehen habe!

                                  Matt Damons Parade-Rolle!
                                  "Ich will nicht mehr töten!" - "Darüber hast du nicht zu entscheiden!
                                  "Soldat sie haben versagt! Eine 30 Millionen Dollar Waffe hat versagt in Marseille!

                                  Mein Fazit: So läuft der Hase. Unerwünschte Personen, aus Wirtschaft und Politik, kommen auf mysteriöse Weise um! Verdeckte Geheim-Operationen, das ist das ABC dreckiger Machenschaften, in höchsten Kreisen.

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                                  • 7

                                    Bei meiner Zweitsichtung muss ich wohl leider einen Punkt abziehen, weil wenn man sich mal auf asiatischer Seite Agententhriller ansieht, wurde Jason Bourne schon lange überholt und abgehängt z.B. The Berlin File gefiel mir deutlich besser und das ist nicht mal einer meiner Favoriten aus diesem Genre. Aber keinesfalls ein schlechter Film, aber mir gefielen auch nicht die schnellen Schnitte bzw. war es echt schwierig bei dieser Kameraführung bei den Nahkämpfen am Ball zu bleiben. Sehenswert ist und wird Jason Bourne immer bleiben, aber heutzutage gibt es da deutlich bessere Genrevertreter.......

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                                      Für die Bourne-Filme steht neben Matt Damon der Name Paul Greengrass. Nicht zu Unrecht, ist sein Handwerk doch stilprägend für das "moderne" Actionkino geworden, was mal mal mehr, mal weniger geglückte Nachahmer gefunden hat - 007 lässt grüßen. Doug Liman wird da gerne mal vergessen, er ist allerdings derjenige, der die Romanvorlage erst in die Neuzeit transferiert hat und wesentliche Grundbausteine für diese Kinoreihe gesetzt und geschürft hat.

                                      Ich mag "Die Bourne Identität" aus verschiedenen Gründen
                                      noch immer sehr gern (was ich bei der erneuten Sichtung anfangs selbst nicht gedacht hätte): Ein klare wie nebulöse Amnesie-Prämisse, gut einbezogene Sets in Europa, handgemachte Actionszenen und im Herzen ein empathisches Duo, welches unterschiedlicher nicht sein könnte. Matt Damon wirkt hier als Bourne noch nicht wie der stahlharte Kerl, den nichts umstoßen könnte. Seine ihm selbst unheimlichen Fähigkeiten kommen erst nur langsam zu Tage. An seiner Seite sind wir als Zuschauer ebenso überrascht wie er selbst, sobald es auf die Ego-Suche geht. Franka Potente ist dagegen der kleine, freundliche Rettungsanker in dieser brisanten Ausgangslage, bei der die Verfolger scheinbar übermächtig erscheinen. Diese Verlorenheit und ständige Unsicherheit vermittelt Liman sehr wirkungsvoll, sodass man ständig die Bedrohung vor CIA & Co. spüren kann. Der mächtige Überwachungsapparat, wie wir ihn heute kennen, wird schon hier deutlich.

                                      "Die Bourne Identität" ist ein erstklassiger und runder Actionthriller geblieben, der sich auch ohne das prägende Greengrass-Gewackel gekonnt behaupten kann. Er könnte ohne Probleme für sich stehen, da er im Grunde die wesentlichen Themen über das unschöne Agententum und fragwürdige Behördenvorgänge aufbereitet, aber wie wir wissen, ist er ebenso ein kräftiger Appetithappen für weitere Bourne-Abenteuer. Das schmerzhaft-digitale Katz-und-Maus-Spiel, was wahrscheinlich doch kein Ende kennt.

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                                        Bourne Identität ist ein sehr spannender Thriller mit Matt Damon und aus meiner Sicht der beste Teil der Trilogie, da der Zuschauer hier am Anfang genauso ahnungslos wie Jason Bourne ist. Die Geschichte unterhält sehr gut, wozu auch der klasse Soundtrack seinen Beitrag leistet. Action und Stealth wechseln sich hier sehr gekonnt ab und ergeben einen der besten Agententhriller im Genre.

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                                          Auch beim vierten Mal gucken noch ein Genuss. Der Amnesie-Handlungsbogen funktioniert richtig gut, weil man unbedingt was über diesen Superagenten, seine Fähigkeiten und seine Geschichte erfahren will und daher woll mitfiebert. Wunderbar verkörpert von einem recht jungen Matt Damon, der aber sowohl charismatisch als auch glaubwürdig in den Actionszenen ist, auch Bournes Beziehung zu Marie (größer Fame-Moment für Franka Potente, die das Ganze echt ganz gut macht) wirkt glaubwürdig. Clive Owen hat eine kleine, aber nette Rolle. Die Verfolgungsjagd in Paris ist gut, die Flucht aus der Botschaft ist super, die finale Actionszene ist etwas übertrieben. Hier noch etwas ruhiger inszeniert als die Greengrass-Teile bietet The Bourne Identity den Auftakt zu einer super Trilogie, die geerdete, dynamisch inszenierte Action, Hand-to-Hand-Combat und moderne spy movies vereint.

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                                            Nach 2003 gestern die zweite Sichtung. Klasse Agenten-Thriller. Der Film wirkt keinesfalls so als wäre er in die Jahre gekommen. Klasse Action-Szenen und verdammt spannend. Am besten keinen Trailer anschauen falls man den Film noch nicht kennt.

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                                            • 9
                                              Oneliner 12.08.2016, 21:55 Geändert 15.08.2016, 17:56

                                              Der 1.Teil der Bourne-Reihe ist ein toller und spannender Einstieg in das actionreiche Agenten-Franchise!

                                              Jetzt ist es mal wieder soweit, mein zweitliebster Agent läuft mal wieder in der Glotze! Mit dem Kinostart des neuen Jason Bourne-Teils, schaue ich mir nochmal die alte Trilogie und das Aaron Cross-Spin-Off an. Durch die leichte Übersättigung der letzten Jahre hab ich die Reihe jetzt ein paar Jahre ruhen lassen und dachte schon seit dem ersten Trailer des neuen Films das es mal wieder Zeit wäre.

                                              Der Film war damals bei der Erstsichtung sehr erfrischend und anders. Es wirkte zum größtenteils realistisch und dynamisch. Das hohe Tempo in den Actionszenen war einfach atemberaubend. Diese schnell geschnittenen Fights, die Verfolgungsjagd mit dem Mini oder auch die Fassadenkletterei in der amerikanischen Botschaft waren einfach großartig inszeniert! Nur die finale Actionszene wo Bourne von einem hohen Treppenhaus herunterspringt und auf eine Leiche aufprallt war dann doch ein bisschen zu unrealistisch. Das ist aber verschmerzbar. Ansonsten machte das ganze einen realistisch guten Eindruck!

                                              Matt Damon der damals mit Action-Filmen so gar nichts am Hut hatte, konnte sich hier sehr gut als Action-Star des Films etablieren und das trotz Milchgesicht! In den Kampfszenen machte er eine sehr gute Figur und konnte mich darin vollends überzeugen. Aber auch schauspielerisch liefert er ab! Er gibt der Rolle erst den richtigen Feinschliff! Es ist sein Verdienst dass die Rolle des Jason Bourne so interessant und spannend zugleich ist. Matt Damon ist Jason Bourne! Franka Potente dagegen ist schon eine Stufe tiefer anzusiedeln. Ihre Marie Kreutz ist solide gespielt von ihr, dennoch finde ich die Rolle jetzt auch nicht großartig spannend. Sie ist ein netter Anhängsel! Aber mit Damon harmoniert sie ganz gut. Passt schon! Chris Cooper und Brian Cox liefern ebenfalls solide Nebenrollen ab und sind dabei schön unsympathisch. Julia Stiles macht hingegen einen sympathischen Eindruck in ihrer kleinen Rolle! Hin und wieder läuft auch ein solider, wortkarger Clive Owen als Auftragskiller durchs Bild.

                                              Die Story des Films ist spannend erzählt! Man rätselt anfangs mit und schaut gespannt zu, auch wenn die Story jetzt nicht allzu komplex ist. Kenner des Genre können sich sicher schon denken was passiert. Im Grunde ist die Story schon ziemlich simpel! Das ist aber absolut nicht negativ gemeint. Denn erst die Kombination aus der realistisch angehauchten Action, den guten Schauspielleistungen, der interessanten Hauptfigur, der schönen, echten Europa-Atmosphäre, dem phä­no­me­nalen Score von John Powell und der temporeichen, gleichzeitig aber auch ruhigen Inszenierung, machen den Film erst zu einem besonderen Erlebnis! Und hier schreibe ich nur vom 1. Teil! Teil 2 & 3 sollen da noch einen drauf setzen! Nicht unerwähnt sollte der tolle Soundtrack von Moby's Abspannsong Extreme Ways bleiben. Den höre ich auch Privat sehr gerne!

                                              Die Bourne Identität ein richtig guter Agenten-Thriller mit gut dosierter Action, einer spannenden Handlung und einem hervorragendem Matt Damon als Jason Bourne!

                                              Ich bin ein riesen Fan der Reihe und freue mich schon auf die nächsten Teile und dem baldigen Kinobesuch!

                                              Von mir gibt's dann auch abschließend starke 9,0 Punkte!!!

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                                              • 7 .5

                                                Mit diesem Film begann vor 14 Jahren die Bourne Reihe, die noch bis heute das Nonplusultra in Sachen Action-Agenten-Thriller ist. Man setze im Gegensatz zu dem Konkurrenzprogramm James Bond und Mission: Impossible auf handgemachte und realistische Action, was nicht bedeutet, dass dies auch Konsequent durchgehalten wurde (Treppenhaus Szene). Was mich damals am meisten überraschte war, dass der Gebrauch der shaky Cam als Stilmittel auf ein Minimum reduziert wurde. Dadurch hat der Film nicht die Hektik und Spannung der Nachfolger und schafft es nicht zu hundert Prozent den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Nichtsdestotrotz ist die Bourne Identität ein überaus faszinierender Film, den jeder Film Fan mindestens einmal gesehen haben sollte.

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                                                • 6 .5

                                                  Ein sehr interessanter Ansatz, den man hier bietet und welcher wohl auch der Grund dafür ist, warum sich Robert Ludlums Romanvorlage noch immer großer Beliebtheit erfreut. Wir folgen einem Mann ohne Gedächtnis und wissen dabei nur selten wirklich mehr als er, enträtseln mit ihm nach und nach die Spuren, woher er nun kam, was mit ihm passiert ist und wie er angeschossen im Wasser landen konnte. Regisseur Doug Liman kann dabei die Spannung über 118 Minuten stets auf einem recht hohen Niveau halten und den Zuschauer fesseln, besonders in der ersten Hälfte lässt er uns dabei kaum Zeit zum Luftholen. Es werden geschickt immer kleinere Brotkrumen gestreut, das Puzzle setzt sich langsam zusammen und auch für einige wirklich starke Actionszenen, die hier im Vergleich zu den großen Action-Franchises a la "Mission: Impossible" oder "James Bond" deutlich realistischer und somit auch intensiver ausfallen, gerade eine längere Autoverfolgungsjagd in den Straßen von Paris macht dabei richtig Laune.
                                                  In der zweiten Hälfte verfliegt der Reiz allerdings ein wenig, die Story wird wirrer und verliert an Tempo, wird zu einem doch recht einseitigen Action-Thriller, dem schon vor dem enttäuschenden Finale ein wenig die Puste ausgeht. Auch die Beziehung zwischen Bourne und der eher unfreiwillig in die Situation hineingezogene Marie Kreutz will kein rechtes Feuer entwickeln, was ein wenig am Skript, aber sicherlich auch an Franka Potente liegen mag, denn warum diese zu Kinostart für ihre Leistung so bejubelt wurde, ist heute kaum mehr nachzuvollziehen. Im Gegensatz zu einem besonders physisch sehr präsenten Matt Damon wirkt Potente hier sehr steif, ihre Performance zeigt in jedem Blick etwas unnatürliches. Der ganz große Durchbruch gelang ihr damit, trotz späteren kleineren Rollen in Hollywood, dann bekanntlich auch nicht. In Nebenrollen überzeugen dafür ein gewohnt undurchsichtiger Chris Cooper, der neben Brian Cox und "Lost"-Star Adewale Akinnuoye-Agbaje noch einmal herauszustechen vermag, einzig Clive Owen bleibt hier ein wenig unterfordert, was aber nur an der Rolle, sicherlich nicht an seinem schauspielerischen Talent liegen dürfte.
                                                  Zu erwähnen ist auch noch der sehr flotte Soundtrack von John Powell, der auch heute noch zu den bekannteren des Genres gehört und noch länger im Ohr bleibt, ebenso wie der im Abspann laufende Song "Extreme Ways" von Moby. Aus der originellen Grundidee wurde also einiges gemacht und generell bietet "Die Bourne Identität" durchgehend gute Unterhaltung mit starker Action und nettem Suspense. Die Fortsetzungen haben dennoch ein wenig mehr geboten, weswegen sich dieser erste Teil "nur" im überdurchschnittlichen Mittelmaß einordnen darf... aber das ist ja immerhin auch schon was.
                                                  Fazit: Tempo und Spannung sinken in der zweiten Hälfte, insgesamt aber dennoch ein sehr cleverer Action-Thriller, der mit den Erwartungen des Zuschauers spielt und sie auf eine unterhaltsame Schnitzeljagd mitnimmt.

                                                  https://flollis-filmblog.blogspot.de/

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                                                    RoboMaus 03.08.2016, 08:53 Geändert 03.08.2016, 23:55

                                                    Franka Potente schaffte mit 'Bourne Identity' nach 'Blow' (2001, Johnny Depp) bereits ihren zweiten internationalen Erfolg, und das zurecht. An der Seite von Matt Damon überzeugt sie als ziellose, abgebrannte Opportunistin, die durch ihn in den Sog einer perfiden Kampagne gezogen wird: Damon war ein Top-Agent, wurde von der CIA fallengelassen und ist nun das Ziel einer Hetzjagd, um ihn auszulöschen. Dabei war er zu Beginn schon so gut wie tot, wurde aber von Fischern aus dem Meer gezogen und musste feststellen, dass er sein Gedächtnis verloren hat.....

                                                    Das Konzept von 'Bourne Identity' setzt auf einen gut durchdachten, spannenden Plot, in dem der Ablauf sehr real wirkt. Es ist nicht das Stehaufmännchen-Prinzip, wobei der Held die unmöglichsten Situationen mit aberwitziger Action überlebt, sondern in jeder Phase nachvollziehbar. Damon sieht mit Intuition und scharfer Kombinationsgabe die Gefahr kommen und handelt entsprechend seiner Ausbildung zur "30 Million Dollar-Killermaschine", der er sich langsam bewusst wird. Dabei wecheln sich Phasen der Anspannung, in denen ihm seine Häscher dicht auf den Fersen sind, mit Phasen der Entspannung und (vermeintlichen) Sicherheit ab, in denen er Distanz gewinnt. Dramaturgisch erinnert das etwas an 'Terminator 2' (1991).

                                                    Mit 'Bourne Identity' besetzte Matt Damon eine Nische im Agententhriller-Bereich, charakterisiert durch clever aufgebaute Spannung und ein hohes Maß an Realismus, dem noch gute Fortsetzungen folgen sollten.

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