Die Eiserne Lady - Kritik

The Iron Lady

GB · 2011 · Laufzeit 105 Minuten · FSK 6 · Drama · Kinostart
Du
  • 10

    In diesen Film sieht man Margaret Thatcher und ihr manchmal nicht so leichtes Leben.Sie war die Tochter eines Ladenverkäufers,dann ging sie in Politik und obwohl schlauer als viele Männer darf sie nicht viel mitreden.Dann heiratet sie Denis Thatcher und mit ihn hat sie Kinder.Dann wird sie Unterrichtsministerin und wird wegen ihrer Stimme ausgelacht.Doch dann eines Tages wird sie Spitzenkandidat der Konservativen und sie gewinnt die Unterhauswahlen.Dann wird sie die erste Regierungschefin der westlichen Welt.Jedoch schwankt ihre Beliebtheit.Manchmal ist sie unbeliebt wegen der Schließung der Kohleplätze aber auch manchmal beliebt wegen dem gewonnenen Falklandkrieg.Dann 1990 wird sie von ihrer eigener Partei abgesetzt.Dann kommt ihr späteres Leben und sie hat mit Demenz zu kämpfen.
    Entweder man mag es oder man hasst es.Ich gehöre definitiv zu der ersten Gruppe.Ein wirklich spannendes Biopic mit der wunderbaren Meryl Streep und einen tollen Jim Broadbent.
    Top!

    7
    • 6

      Ich bin in den 80er Jahren aufgewachsen und beim abendlichen Essen liefen manchmal die Nachrichten im Hintergrund – aus der Sicht ist es klar dass mir Margaret Thatcher ein Begriff ist. Allerdings eben nur als eine Figur, eine Frau mit eiskaltem Auftreten und markanter Frisur- Daher interessierte mich der Film durchaus, der eine Chance zu sein schien dieser Person, dieser Frau ein wenig „näher“ zu kommen und sie ein wenig näher zu durchleuchten. Am Ende ist aber außer Spesen (Zeitspesen, ganze 100 Minuten Laufzeit) wenig gewesen. Der Film verheddert sich in einer ziemlich dürftigen Nebenhandlung bei der man die alte und demente Thatcher sieht die sich an ihre Vergangenheit erinnert. Diese Rückblenden sind zumeist wahllos daher kommende Flashbacks, einzelne Momente für die man die politischen Umstände der gezeigten Zeit wohl besser präsent hätte. Ein klarer Weg, von unten nach oben und zurück wird kaum angedeutet. Größtes Plus ist indes Meryl Streep die absolut perfekt mit dem realen Vorbild verschmilzt. Trotz Streeps eindringlichem und optimalen Spiel kommt man der Figur kaum näher und hat am Ende nicht wirklich wesentliches über sie erfahren. Letztlich sehr schade wenn so großartige Schauspielkunst in einem ansonsten biederen und unattraktiven Film verpufft.

      Faziut: zwar toll gespielt, aber ansonsten in jeder Form unspannend und kaum greifbar.

      • 5 .5
        RoboMaus 15.12.2016, 10:34 Geändert 16.12.2016, 09:14

        'Die Eiserne Lady' - selten ist ein Titel passender. Margaret Thatchers unnachgiebiges Aufräumen im eigenen Land und ihr Einfluss auf die Politik der 80er Jahre brachten ihr sogar den Respekt der Sowiets ein, die ihr diesen Namen verpassten. Mit Meryl Streep fand man eine optisch ideale Besetzung, die auch den beinharten Charakter dieser Frau glaubhaft wiedergibt.

        Doch wozu dieser sprunghafte, wirre Plot? Wenn man nicht weiß, dass sie zum Ende an Wahnvorstellungen litt, und dass ihr immer wieder auftretender Mann nur eine Illusion ist (er verstarb 10 Jahre vor ihr), nimmt man das für bare Münze bis es allmählich dämmert.

        Ihre letzten Jahre bilden eine Rahmenhandlung, in die immer wieder Spielszenen zum historischen Geschehen eingestreut sind. Leider ist der Rahmen breiter als der Inhalt, so dass die wirklich wichtigen Ereignisse nur in stark verkürzter und kaum verständlicher Form angerisssen werden. Gefühlt nimmt der Kernpunkt ihrer Vita, die Zeit 1979-1990 als britische Premierministerin (worum es im Grunde geht) weniger als ein Drittel des Plots ein.

        Schade, dass man dieses Biopic zu Lasten von wichtigen Inhalten unnötig auf vermeintlichen cineastischen Anspruch getrimmt hat.

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        • 6
          Der Siegemund 13.11.2016, 13:42 Geändert 20.11.2016, 00:17

          Meryl Streep 10 Punkte
          Film 6 Punkte

          Im wilden Mash-Up-Style erleben wird Thatchers Kindheit und Ehe, ihr Kampf gegen die Chauvinisten, Wirtschaftskrise in England, Irischer Bombenterror und den Falklandkrieg. Dubstep hätte als Soundtrack besser zu diesem Schnittmassacker gepasst. Da sterben plötzlich Menschen bei einem Hungerstreik, aber zu den Hintergründen erhält man nicht mal die Basisinformationen. Mitreißende politische Reden zum Thema Gewerkschaften, Sparpolitik, Irland oder EU sind so sparsam eingesetzt, dass man am Ende weder das politische Werk Thatchers noch ihre Persönlichkeit erfassen kann.

          Gerade das was Lady Thatcher in dem Film kritisiert

          "Heute zählen nur noch Emotionen und keine Gedanken mehr"

          spiegelt sich in jeder Sekunde mit diesem auf Emotionen gebürsteten Film wieder. Er besteht fast vollständig aus Emotionen und Gedanken sind Fehlanzeige. Die Oberflächlichkeit ist erschreckend.

          Statt einer ernsthaften Auseinandersetzung mit ihrer Politik, die aus heutiger Sicht alles andere als empathisch war, erleben wir einen Schnelldurchlauf, der oberflächlicher nicht sein könnte. Aber die alternde Lady Thatcher ist sowas von witzig, wie sie mit ihrem verstorbenen Mann spricht, wie sie sich in der Zeit zurückdenkt, so dass man das Gefühl hat, dass der Film das Thema Verharmlosung der "Demenz" mehr in den Vordergrund stellt, als alles andere.

          So ein Thema braucht mindestens einen Dreiteiler, dann lass ich mir auch das Emotionale gefallen!

          9
          • 10

            Mein Fazit:

            Meryl Streep ist die vielseitigste, glaubhafteste und überzeugendste Schauspielerin unserer Gegenwart. Keine Rolle ist ihr zu schwer, nichts ist für sie eine Hürde. Und immer wieder liefert sie eine grandiose Leistung ab mit einer bestechenden Brillianz und Authenzität.

            Der Film beginnt mit einer alltäglichen Szene: Eine alte Frau geht eine Tüte Milch kaufen. Maggie Thatcher ist unter dem Kopftuch kaum zu erkennen, fast könnte man meinen, es wäre die echte Maggie Thatcher. Im weiteren Verlauf des Films offenbahrt sich dem Zuschauer eine Frau voller Melancholie und Trauer. Dennis (toll gespielt von Jim Broadbent) ist schon lange tot, und doch geistert er in ihren Gedanken, in ihrer kleinen Welt, die von Demenz immer mehr und mehr eingenommen wird. Hausangestellte und die Tochter übernehmen viele Dinge in ihrem Leben, und doch versucht sie selbst soviel wie möglich zu machen. Dabei stößt sie an ihre eigenen Grenzen und wirkt zuweilen wie ein kleines bockiges Kind.

            Sie erinnert sich immer wieder an ihr Leben – mit ihrem Mann, mit ihren Zwilligen, in der Politik und in ihrem stillen Kämmerlein. Es kommt dabei nicht unbedingt auf ihre politische Karriere an, sonden eher auf ihr Empfinden, den Wandel und das eigene Gefühl, was ihre Entscheidungen im Land bewirkt haben.

            Fasziniert und mit einer unendlichen Bewunderung habe ich diesen Film gesehen und ich kann kaum glauben, das er in den Medien so wenig Beachtung findet. Zu Recht hat Meryl Streep für diese Rolle ihren dritten Oscar und auch viele andere Preise gewonnen – sie ist fast verschwunden hinter der Figur Maggie Thatcher.

            Für mich bekommt der Film 100% und ich hoffe, das Regisseurin Phyllida Lloyd und Meryl Streep noch öfter zusammen arbeiten werden, denn es kommen garantiert tolle Filme dabei heraus!

            Anmerkung: Die Rezension stammt vom 30.03.2012!

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            • 4 .5

              Hatte mir deutlich mehr erhofft. Das politische Wirken der Margaret Thatcher kam eindeutig viel zu kurz. Langweiliges Drehbuch, jedoch gut gespielt.

              • 5

                Ein Biopic, das einer der berühmtesten Frauen der Geschichte nicht gerecht wird.
                Der Einstieg mit Thatcher als alte und kranke Frau ist dabei noch ganz gut gelungen.
                Dann verirrt sich die Story aber zunehmend in einer losen Abhandlung der wichtigsten Episoden im Leben und Wirken der eisernen Lady. Das ist für dieses Genre der Biopics zwar schon fast typisch, aber es gibt unzählige Filme, die dies besser und interessanter darstellen können.
                So gut Maryl Streep auch spielt (und das ist hier trotzdem weit unter ihren Möglichkeiten), das schwache Drehbuch und die uninspirierte Regie kann sie dadurch nicht wett machen.

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                • 5

                  So gerne ich Meryl Streep auch sehe, aber die unnachgiebige englische Premierministerin spielt sie nur bedingt überzeugend – keinesfalls jedoch überragend, was letztendlich den Oscar rechtfertigen würde (da gab es einige andere Filme, wofür sie die Trophäe verdientermaßen in Empfang hätte nehmen können bzw. müssen).

                  Die besten Szenen hat das Biopic ohnehin bereits am Anfang und bei den der Demenz geschuldeten halluzinativen Phasen, während denen ihr verstorbener Ehegatte (Jim Broadbent) immer wieder aufs Neue plötzlich ins Geschehen eingebunden wird. Wobei diese Passagen im weiteren Verlauf für meinen Geschmack dann doch zu sehr Überhand nehmen, auch wenn dies natürlich dem Krankheitsverlauf entsprechen soll.

                  Vom eigentlichen politischen Wirken Thatchers, mit all den Zündstoff bietenden Geschehnissen während ihrer Regierungszeit (Rezession, soziale Unruhen, Falklandkrieg), hätte ich eigentlich ganz gerne gesehen, inwiefern das die betreffenden Personen berührt und ihr Handeln beeinflusst, stattdessen werden Originalaufnahmen eingearbeitet, die auf mich jedoch keine großartige Wirkung hatten.

                  Kann man sich mal ansehen; muss man aber nicht zwangsläufig. Daher gibt es meinerseits fünf Zähler, die auf einem wackeligen Fundament stehen.

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                  • 5 .5

                    Guter Film über eine Krankheit, uninspiriertes Biopic

                    Letztes Endes ist dieser Film eine Liebesgeschichte. Die Liebe zwischen Margeret Thatcher und ihren Mann. Darum geht es hier hauptsächlich. Die Darstellung der eisernen Lady von Meryl Streep ist exzellent. Das muss man ihr zugestehen. Auch die anderen Schauspieler wirken sehr passend in ihren Rollen. Neben Streep sei hier vor allen Jim Broadbent als Mann zu sagen. Der Film zeigt das Fortschreiten einer Krankheit in kühl-emotionalen Bildern. Diese vermischen sich mit Rückblenden über das Leben von Thatcher. Diese Rückblenden allerdings sind seltsam uninspiriert und belanglos. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der emotionalen Tiefe der Lady und ihrem politischen Wirken. Sie war mit Sicherheit keine Heilige. Sie hat viel bewirkt, aber auch viel zerschlagen. Dies alles kommt hier sehr gering zum Vorschein. Es scheint, als wolle die Regisseurin einer alten Dame kein Leid mehr zufügen. Und das scheint hier fehl am Platz. Man hätte mehr darauf eingehen können, was sie bewirkt hat und hätte somit ein kritisch-zeitloses Portait der 80er Jahre machen können (dessen Auswirkungen auch heute noch spürbar sind). Aber es bleibt bei einem seichten Liebesfilm mit einer Krankheit im Hintergrund. Und das ist ziemlich schade.

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                    • 4 .5
                      TakaTukaLand 25.12.2015, 23:51 Geändert 11.01.2016, 02:15

                      Zwar sehr stark gespielt von Meryl Streep, aber dennoch... Das politische Tun und Wirken Margret Thatchers gerät allzu sehr in den Hintergrund. Das hier zu sehende Krankheitsbild dient beinahe schon als Entschuldigung. 4 Punkte für Meryl Streep.

                      • 8
                        Realizator 03.12.2015, 17:31 Geändert 03.12.2015, 17:32

                        Besser als erwartet nach eingen Kommentare hier. Nachdem ich den Film ansah, bin ich der Meinung, die meisten schlechten Bewertungen hier, beruhen auf politischen Ideen und nicht dem Film selbst.Gute Erzählung einer aussergewöhnlichen Frau, die tat, was sie tun musste und den Grunstein des heutigen Wohlstands Gross Britaniens legte. Leider solche persönlichkeiten werden immer seltener.

                        • 5 .5
                          ENORTON 07.07.2015, 11:58 Geändert 07.07.2015, 12:51

                          Dieser Biopic macht den gleichen Fehler seiner Konkurrenten, er getraut sich nicht negative Taten von dem Charakter zu zeigen. All ihre Befehle die ausgeführt wurden, sind so oberflächlich gehalten, der Film klärt einem nichts auf, auch Thatcher wurde aus der Reichweite des Zuschauers gehalten, er zeigte nicht gerade viel über ihre persönliche Empfindungen bei ihren Handlungen. Er zeigte nur, das sie die Menschen dominieren wollte, aber keine Anerkennung brauchte. Auch die Person Thatcher gefällt mir in keinster Weise, auch wenn der Film sie in gewissen Punkten sicherlich falsch dargestellt hatte,( alle sollen gleich viel Steuer zahlen, das sei nur fair, dann sage ich, alle sollen gleich viel verdienen, denn alle müssen gleich lang arbeiten, trotzdem gibt es grosse Lohnunterschiede).
                          Dieser Film und ihr Protagonist stellen Behauptungen auf, welche sie in keinster Weise begründen.
                          Aber die Idee mit den Sprüngen in die Gegenwart und Zukunft fand empfand ich als grösstenteils angenehm, auch wenn der Alzheimer zu fest in den Vordergrund geschoben wurde. Auch die Darstellung von Thatcher war für mich absolut überzeugend, auch wenn der Charakter nicht ausführlich gezeichnet wurde.

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                          • 7

                            Hats off to Meryl Streep!

                            Über den Rest kann man streiten! ;)

                            • 7
                              markus.rittner 25.05.2015, 12:01 Geändert 25.05.2015, 12:05

                              Stimmt das alles, ist das wirklich alles so gewsen, kann ich nicht beantworten aber die Machart des Film mit den Rückblenden hat mir gut gefallen. Und Streep ist Überragend und die Ähnlichkeit absolut verblüffend

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                              • 3
                                angucker 16.03.2015, 05:36 Geändert 16.03.2015, 05:37

                                Einer der ärgerlichen Bio-Pics überhaupt . Eine der einflussreichsten Politikerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts zu reduzieren auf eine stark geschminkte Krämerstochter mit Oxford Abschluss und Alzheimer, ist mit Verlaub die dämlichste Drehbuchidee aller Zeiten. Nicht nur werden die ohnehin aus dem Zusammenhang gerissenen historischen Bezüge in Form wahlloser Rückblenden präsentiert, ohne die tiefgreifenden Veränderungen der britischen Gesellschaft durch Thatcher auch nur zu erwähnen (Zerschlagung der Gewerkschaften, hemmungslose Privatisierung, rücksichtslose Staatsverschuldung und der Auslandskrieg als Mittel des Wahlkampfes). Selbst die wenigen Bezüge zu Politik sind wirr und einfallslos abgehandelt. In gefühlt zehn praktisch identischen Einstellungen sieht man die eiserne Lady von schräg oben gefilmt in einem Auto sitzen umgeben von tobenden Demonstranten. Eine weitere halbe Stunde wühlt Thatcher in den Anzügen ihres verstorbenen Mannes herum. Meryl Street spielt diese sich immer wiederholenden Einstellungen zwar routiniert herunter. Das macht aber noch keinen interessanten Film.

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                                • 5

                                  Sehr einseitig und fast propagandistisch dargestellte Begründungen für die "eisernen" Entscheidungen dieser unbelehrbaren Frau die der Meinung anzuhängen schien, nur "harte" auf Kompromisslosigkeit und Konfrontation setzende Entscheidungen seien richtig. Eine gebildete Meinung konnte sie nicht mehr korrigieren, selbst bei Diktatoren und Massenmördern. Bsp. Pinochet oder das Apartheid Regime in Südafrika. Auch wird bspw. die Iren Problematik oder die Falkland Problematik so einseitig pro Britannien dargestellt, dass es propagandistisch anmutet.

                                  Meryl Streep spielt wirklich gut und auch die Umgebung macht die Sache sehr gut. Weswegen der Film als Film eine 5 erhält.

                                  • 3 .5

                                    Eine Biopic erzählt normalerweise das Leben einer Person nach, aber was ist dann bitte dieser Film?
                                    Magaret Thatcher war eine der umstrittensten Frauen der Geschichte, davon wird in diesem Streifen fast nichts gezeigt. Vielmehr wird das Leben einer alten kranken Frau gezeigt, die sich ab und zu an die Höhepunkte ihres Lebens erinnert. Ja Höhepunkte, mehr aber auch nicht und das sind auch noch die, die jeder kennt. Der Film ist einfach wunderbar oberflächlich.
                                    Keine Frage Meryl Streep spielt großartig, dass ist wirklich das einzige großartige an dem Film.

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                                    • 6 .5
                                      I_have_seen 06.12.2014, 00:57 Geändert 06.12.2014, 01:07

                                      Punkte: 6,5 (= "ganz Ok")

                                      Es ist wie ist... etwas lang für etwas zu wenig "politische Substanz". Ich nehme an, Frauen sehen den Film lieber als Männer und ältere lieber als jüngere ...

                                      Der Film widmet sich dem Familien- und Beziehungsmensch Thatchers zu; es geht um die emotional nächsten Mitmenschen von M. Thatcher in ihrer letzten Lebensphase. Es geht (erstaunlich) wenig um ihre politische Pionierleistung.

                                      Inszenierung: Biografische Deutung
                                      Es gibt sekundenweise (gelungene) emotionale Szenen ...es gibt Szenen die mir klar vermitteln wie "beispiellos" und "(süffisant) Eitel" die englische Hochkultur eine "Krämerstöchter" in ihren Reihen aufnimmt (*schrägstrich* duldet) ...nämlich "widerwillig" ... ich bekomme ein Gefühl dafür wie "rau" der Weg zur Macht und wie "rau und entbehrungsreich" ihre Jugendjahre gewesen sein mussten, das die Erlebnisse vom Bombenkrieg und von der Nachkriegszeit beinhaltet und obendrein ihres Vaters Haltung folgend (als ein positives Vorbild), eine progressive Charakterkristallisation beförderte was "Anstrengung" angeht; und sich gegen das (negativ) Vorbild ihrer Mutter stemmte die sich nicht "anstrengte", die keine "Kraft" aufbot, um das Leben (nach den eigenen Vorstellungen) zu gestalten. All dies schafft der Film vor allem durch die hervorragende darstellerische Leistung von M. Streep und J. Broadbent.

                                      Ebenso klar bin ich der Meinung, ohne das emotionale einbringen von Streep und ohne den auflockernd sympathischen wirken von J. Bradbent die Filmlänge von über 2 Stunden auf keinen Fall auszuhalten wäre.

                                      Auch so ist der Film nicht leicht zugänglich, voraussetzen muss man wohl schon 1. ein gewisses Alter (um die Gesellschaftsverhältnisse durch Wissen und Erinnerungsbilder einzuordnen) und 2. ein gewisses Einfühlungsvermögen und Interesse für "Politiker" mitbringen.

                                      Erzählstil/Erzählinhalt
                                      Der Film "Die eiserne Lady" widmet sich der "privaten Empfindungswelt" von der Person M. Thatchers und zwar aus Ihrer Perspektive die Ihre Erinnerungen beleuchtet, in ihrer letzten Lebensphase, die "abgeschottet" in Ihrer Wohnung leben soll und wenig Verwandtschaftszuwendung erfährt und einem zweitem Anteil der nicht resümiert sondern in der Gegenwartsrealität ihrer abgeschotteten Wohnung lebt und sich ihren längst verstorbenen Ehemann einbildet (teils gewünscht - teils verwehrend) - Der Zuschauer springt letztlich lediglich zwischen dem hin und her was sie gerade erlebt und an was Sie denkt, ein "echter" (Kino-)Film.

                                      Wenn ich auf ein "Ziel tippen müsste (das die "Macher" im Auge hatten) dann Glaube ich wollten Sie eine Frau zeigen die "erreicht hat was Sie im Leben erreichen wollte...nämlich mit voller Kraft ihre Ideen von Ihrem Leben und dem Leben in dessen Land Sie leben möchte voranzubringen - es ging (demnach) darum "Ideen" zu "Wirklichkeit " werden zu lassen ... und dies wird klar:
                                      M. Thatscher ist (hiernach) eine gestandene Persönlichkeit im Beruf und im Privaten "Eine Person mit Rückrad"; eine Frau allein in einer Männerwelt ...eine Frau mit dem konservativen Frauenbild brach... und die das Leben vieler veränderte ob Sie es wollten oder nicht ... Dies macht der Film anerkennend deutlich und er macht auch deutlich das es "neben der eisernen Lady" "selbstverständlich" auch eine "beherzte Lady" gab, die in Sorge lebt(e) um sich aber vor allem um Ihre Freunde und Familie ... dies gezeigt zu bekommen müsste man "unterhaltsam" finden ... ich find's nicht sehr überraschend ...ich hätte gern mehr über das Verhältnis zwischen Ihr und Ihrer Partei und der Bevölkerung erfahren... das zu kurz kommen letzteres muss man negativ Anmerken, weil man -glaub ich- wirklich leicht mehr und das vorhandene nicht so "nebensächlich" einbauen brauchte.

                                      Mein Fazit:
                                      Der Film wirkt auf mich recht "freundlich" (Ihrem Wirken und Ihrer Führungsrolle gegenüber weitestgehend unkritisch)... nicht mal die Namensgebung "Die eiserne Lady" wird richtig behandelt ... vielmehr scheint es ein anliegen gewesen zu sein, diese Zuschreibung ein ("wenig") zu revidieren...

                                      Wenn ihr die DVD habt, schaut mal in das Interview von M. Streep (Gesamtlänge: 9min.)... das lohnt sich !!!

                                      Zum Schluss noch ein Tipp:
                                      Wem dieser Film einigermaßen gefiel, aber die "politische Auseinandersetzung" etwas zu kurz kam und eine "einfühlsame Annäherung an die Politiker" nicht scheut, dem empfehle ich die Serie "Borgen - Gefährliche Seilschaften" ... die ist "erhellend" und "spannend"

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                                      • 4 .5

                                        Es ist eines der liebsten Genres, das Biopic. Nach einigen hochkarätigen Musiker-Legenden erwischt es mit "Die Eiserne Lady" nun eine der streitbarsten Figuren des Polit-Geschehens: Margaret Thatcher. Die erste Premier-Ministerin Englands, erst Licht-Gestalt der konservativen Tory-Party, dann Geißel des vereinten Europas und schließlich die wohl meistgehasste Person des Landes.

                                        Margaret Thatcher war wohl beides, politischer Triumphator und wandelnder Widerspruch. Eine filmische Betrachtung ihres Lebens und Schaffens erscheint als eine durchaus lohnende Aufgabe. Ein Versprechen, welches "Die Eiserne Lady" jedoch zu erfüllen vermag. Selbst mit Meryl Streep in der Hauptrolle.

                                        Ja, Frau Streep verfügt über ein Wahnsinns-Talent. Manchmal überstrahlt auch die Schwächen der Filme, in denen sie mitwirkt. Bei "Der Teufel Trägt Prada" war das ihre herrliche, unausstehliche Art, welche einer etwas biederen Komödie erst Pfeffer gab. Natürlich war Meryl Streep da nicht die einzige, die brillierte. Keineswegs, sie ist auch nicht bei "Die Eiserne Lady".

                                        Das Problem mit dem Porträt von Margaret Thatcher ist nicht das der Besetzung. Es ist die Art und Weise, mit der dieser Film durch ein Leben stolpert und sein lebendiges Sujet behandelt. Sicher, Thatcher lebte noch, während der Film entstand und veröffentlichte wurde. Fakt ist, sie litt an Demenz. Für "Die Eiserne Lady" ist dieser Umstand dann die Entschuldigung, eine Frau darzustellen, die verloren und angeschlagen mit der gegenwärtigen Welt hadert. Nicht erkannt wird oder werden will und bei einem Dinner merklich überfordert ist.

                                        Die Margaret Thatcher des Films ist ein Krankheitsfall mit honorablem Lebenslauf. Auf dem Papier natürlich. Herkunft, der Einstieg in die männer-verkrustete Politik Britanniens, der Aufstieg und gleichzeitiges Familien- und Eheleben, das alles geschieht ein wenig wie im Rausch. Vieles scheint zu unbedeutend und lieb- und danklos aufgegriffen. Wäre nicht die stellenweise exquisite Ausrüstung und eben sehr gute Schauspieler, ich müsste meinen, einen eher zweitklassigen Fernseh-Film anzusehen. Ein Gefühl, das leider nur bedingt beschwichtigt wird. Denn viel zu häufig ist eben mit ähnlichen Kniffen gearbeitet worden. Archiv-Bilder und eine Meryl Streep, die vor Kulisse dazu redet. Oder nur Gespräche über so wichtige Themen wie die Zerschlagung der Gewerkschaften, den Krieg um die Falkland-Inseln.

                                        "Die Eiserne Lady" wurde sicherlich nicht als Lehrstück und Geschichts-Stunde konzipiert. Doch genau hier liegt der Fehler. Bei Filmen über Johnny Cash und Bob Dylan wurde noch auf die Bedeutung einzelner Werke und künstlerischer Phasen hingearbeitet. Bei "Die Eiserne Lady" verpuffen diese historischen Einschnitte. Obwohl Streep diese Rolle glänzend erfüllt, fehlt es der dargestellten Thatcher an einer Richtung. Die Politikerin ist halt immer gleich, wenn sie um das Amt kämpft, wenn sie in den Krieg zieht oder sich gegen die Meute Kerle erwehrt, die an ihrem Stuhl sägen.

                                        So muss die Margaret Thatcher eben ein alterndes, hilfloses Mütterchen bleiben, mit dem wir Mitleid haben können oder eben nicht. So toll die Ehe und Zwiegespräche mit ihrem Film-Gatten Jim Broadbent auch sind, sie halten "Die Eiserne Lady" in einem gefälligen Zustand. Einer, in dem über die großen Missgriffe einer Person nicht mehr geurteilt wird, sondern eine Altersmilde vorherrscht, die gerade die immer noch betroffenen Folge-Generationen aufbringen sollen.

                                        Vielleicht ist das zu viel Hektik. Und wenn schon, "Die Eiserne Lady" ist halt kein herausragender Film, selbst wenn es das Talent vor der Kamera ist, das uns mächtig entgegen glüht. Ein spannenderes, mutigeres und differenzierteres Porträt wäre es gewesen, das Margaret Thatcher und ihr Wesen beleuchtet, was uns wirklich interessiert hätte.

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                                          Wer hier einen Portrait über die bedeutsame Politikerin Margaret Thatcher erwartet, wird doch recht enttäuscht werden.
                                          In "Die Eiserne Lady" geht es vor allem um die letzten Jahre der an Alzheimer erkrankten Margaret Thatcher und nur am Rande um die hoch umstrittene Eiserne Lady.
                                          Nur die einschneidendsten Ereignisse ihrer politischen Karriere werden dabei durch Rückblenden mal kurz angeschnitten, so das auch keine Auseinandersetzung damit stattfindet.
                                          Davon abgesehen ist dieses hin und herspringen generell sehr gewöhnungsbedürftig, was unter anderem daran liegt, da man nicht immer weiß, wann genau gerade ein bestimmtes Ereignis stattfindet.
                                          Das einzigste was diesen Film wirklich über Wasser hält ist Meryl Streep, die hervorragend in der Rolle der an Alzheimer leidenden Thatcher ist.

                                          Alles in allem eine nicht besonders gelungene und teils etwas ermüdete Filmbiografie über die eigentlich sehr interessante Margaret Thatcher.

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                                            Bin kein Fan von Meryl Streep und erst recht nicht von Margaret Thatcher(s Politik). Doch der Film zeigt die Hintergründe. Es wird verständlich, was die Frau dazu bewegte, eine der kaltschnäuzigsten Politikerinnen der neueren Geschichte zu werden. Dass Thatcher Engländerin von ganzem Herzen war und, so wirds gezeigt, durchaus den typischen englischen Humor hatte. Und dass es Frauen gibt, die nicht mit dem Bauch handeln und entscheiden.

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                                              Also erst mal das Positive. Das ist auch schnell abgehandelt.
                                              Marly Streep macht das Super. Sie sieht wirklich sehr nach Thatcher aus. Auch die Körperhaltung.

                                              Den Film finde ich aber vernichtend.
                                              Man sieht eine alte Thatcher offenbar schon dement mit ihren Halluzinationen. Die Rückblenden sind auch vollkommen wertlos.

                                              Beispiel
                                              Sie ist im Keller. Ihr fällt ein Sie muss die Butter abdecken. Geht nach oben und geht wieder in den Keller. Schnitt. Dauer 1 Minute. Was man sich dabei gedacht hat, das entgeht mir vollkommen. Ich kann nur Spekulieren das soll sagen, das Thatcher den Krieg erlebt hat. Aber das ist wirklich nur eine Vermutung. Danach

                                              Halluzinationen

                                              Schnitt sie wird in Oxford angenommen. Schnitt. Dauer 1 Minute,

                                              Halluzinationen

                                              Sie ist fertig mit Oxford? und im Gespräch mit keine Ahnung wer die Männer in der Runde waren. Schnitt. Dauer 1 Minute.

                                              Wir reden hier von 1-2 Minuten Szenen, die vollkommen fragmentarisch sind. Also wirklich wie Flashbacks aus einem Geist der Alzheimer hat. Oder anders, das ist einfach nur eine Montage von Szenen. Spiel oder Erzählfluss sieht anders aus.

                                              Wer soll sich das bitte schön ansehen?
                                              So was ödes an Erzählstruktur habe ich lange nicht mehr gesehen. Von der überbordenden Langweile nicht mal zu reden.

                                              Und man kann hier auch nicht mit Erwartungshaltung kommen. Wer will den bitteschön sehen, wie die senile Oma über vergangene Konzerte sinniert oder olle 8MM Filme guckt. Und mit ihrem toten Mann redet. Oder das Thatcher im Krieg, die Butter abgedeckt hat. Als Ersatz das Sie den Krieg erlebt hat?

                                              Und das Alzheimer sollte am ende kommen und nicht den ganzen Film einnehmen.

                                              Da fühl ich mich einfach verarscht.

                                              Man sieht weder wie Sie in die Politik kam, noch wieso. Warum sie die eiserne Lady hieß. Das ganze Politische leben ist ein Totalausfall im Film.

                                              Meine Wertung. Wertlos.

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                                                "The Iron Lady" ist ein gelungenes Biopic, das für mich nur daran schwächelt, dass Robert Downey Jr. nicht mitgespielt hat und dass ich Margaret Thatcher nicht sonderlich interessant oder faszinierend finde. Meryl Streep ist, wie immer, voll dabei und spielt wirklich großartig und das Make-Up wirkt äußerst authentisch.

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                                                  Puuuuhhh, was hab ich mich gelangweilt, der Streifen ist irgendwie extrem eintönig, nix wirklich interessantes passiert, ein paar schöne Momente mit Meryl Streep und Jim Broadbent lassen kurz Hoffnung aufkommen, die aber schnell wieder verpufft.
                                                  Mrs. Streep ist eine geniale Darstellerin, und die 4,5 Punkte sind ALLEIN ihr und dem tollen Jim Broadbent zu verdanken.
                                                  Alles in allem ist "Die Eiserne Lady" eine öde Version des herzzereissenden "Iris"
                                                  (auch mit Jim Broadbent sowie Judy Dench), der auch ohne Politik das Thema Alzheimer und wie es sich auf die Angehörigen auswirkt wesentlich gefühlvoller aufarbeitet.
                                                  Schade, eine missglückte Gelegenheit, das Leben einer kontroversen, großen Politikerin darzustellen.

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                                                    Aus gegebenem Anlass:
                                                    http://www.news.com.au/entertainment/music/judy-garlands-ding-dong-the-witch-is-dead-races-up-charts-after-margaret-thatchers-death/story-e6frfn09-1226615599379

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