Die rote Schildkröte - Kritik

La Tortue Rouge / AT: The Red Turtle

FR/JP/NL · 2016 · Laufzeit 81 Minuten · FSK 0 · Animationsfilm · Kinostart
Du
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    Coopis Kurzer:
    Ich nenne diese Robinsonade mit phantastischen Einflüssen zwar nicht Meisterwerk, doch ist dieser Trickfilm ein ruhiges Kleinod.
    Herrausragend und Sehenswert auch ohne Dialoge!

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    • 7 .5

      Ein in vielerlei Hinsicht sehr schöner Film.

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      • 7 .5

        -Wunderschön für`s Auge
        -Rührende Geschichte
        -Spannende Phasen
        -Beängstigender Überlebenskampf
        -"Mach es nicht "!!!- Momente
        -"Warum passiert das ?"Szene
        -Kreislauf des Lebens...Mmmmhhh !
        -Liebe , Familie , Hoffnung , Gefahr ....Die rote Schildkröte ....
        ....einfach nur schön !!!

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        • 7 .5

          Schön animierter und mutig inszenierter Animationsfilm, der ohne Worte eine rührende Geschichte erzählt. Trotz kleiner Längen im Mittelteil auf jeden Fall sehenswert!

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          • 8 .5

            Ich hatte gestern Geburtstag. Ich habe folgende Geschenke bekommen:
            1) Männertee
            2) Mein eigenes Turtles T-Shirt, das ich zuvor verliehen habe (ich war sehr glücklich, es wieder zu haben)
            3) Schleich Schildkröte (Wunderschön. In einem Glas. Mit Löchern zum Atmen.)
            4) Gutschein über einen Kuchen meiner Wahl

            Geile Freunde.

            Aber als ich diesen Film gesehen habe, war ich richtig glücklich.

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              Tupou 28.08.2017, 03:00 Geändert 28.08.2017, 03:02

              Spoiler:
              Meiner Meinung nach sind die beiden wichtigsten Themen des Films das Verhältnis von Mensch und Natur und der Tod.
              Die wichtigste Aussage ist meiner Meinung nach die Akzeptanz der Natur (und damit auch des Todes). Wenn der Protagonist versucht der Natur zu trotzen, um von der Insel zu kommen, hindert ihn die Schildkröte daran. Erst als er ihre Schönheit anerkennt erkennt er, dass er nicht von der Insel weg will, und alles wandelt sich zum Guten. Der Tod des Protagonisten ist deshalb auch nicht traurig. Er ist alt und hat sein Leben gelebt, hat die Natur als das erkannt, was sie ist, und da der Tod genauso ein Bestandteil der Natur ist, wie das Leben( wir sehen das immerzu während des Films), akzeptiert er diesen genauso wie er sein Leben auf der Insel akzeptiert hat. Der bestmögliche Abschluss seiner Geschichte.

              Alles in Allem kann ich diesen Film jedem empfehlen, der mal eine ganz andere Art von Zeichentrickfilm sehen will.

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              • 9

                La Tortue Rouge

                Bilder sagen mehr als Worte was für ein Meisterwerk dieser Animationfilm. Emotional und wunderschön. Ein schwerverdaulicher Film und trotzdem so faszinierend. Erstmal arbeiten das Kult Studio aus Japan Ghilbi mit einem europäischen Studio zusammen. Isao Takahata ist sogar mit Produzent. Also der Film ist eine Belgische/Französische/Japan Produktion. Das besondere daran ist das nicht alles animiert ist sondern auch Hand gezeichnet ist. Es ist ja bekannt das ich kein Fan von CGI bin und deswegen war es für mich wieder so ein richtiges Film Erlebnis.

                Ein richtiges Kino -Juwel wer hätte das von einem Film aus der heutige Zeit erwartet?
                Ich war wirklich sprachlos begeistert von diesem Film.

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                  Eine Parabel auf das Leben selbst! Über Entstehen und Vergehen, Freud und Leid, Hass und Liebe.
                  "The Red Turtle" ist ein unheimlich bewegender Film, der ganze ohne Worte auskommt - dafür mit einer liebevollen Animation. Vom ersten Moment ist man gebannt von der Kraft der Bilder, der wunderschönen und zugleich erschreckenden Naturgewalt. Absoluter Purismus, keine Ablenkung vom Wesentlichen. Realistische und surrealistische Elemente fügen sich wunderbar zusammen. Und wer ein Freund subtiler Komik ist, der wird auch bedient.
                  Einer der schönsten Animationsfilme, die ich je gesehen habe.

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                  • 10
                    Copacabanasun 15.08.2017, 09:45 Geändert 15.08.2017, 09:46

                    Worte sind schnell, Schall und Rauch.
                    Bilder jedoch, sind für die Ewigkeit.
                    Genauso wie Filme, und "Die rote Schildkröte" ist ein wunderbares Stück Animationskunst, das ohne Worte, und rein mit seiner magischen anmutenden Bildsprache zu verzaubern weiß.
                    Auf eine ganz besondere Art und Weise.
                    Bin ganz hin und weg, von diesem tollen, anspruchsvollen Erlebnis.
                    Kann ich daher nur jedem wärmsten empfehlen, der für solche Filme, eine Schwäche hat.
                    .
                    (⌒.⌒/"

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                      Ein Kommentar wird gelesen und oftmals habe ich bald darauf
                      schon wieder alles vergessen. Die rote Schildkröte. Keine Idee
                      worum es ging, ist auch nicht wichtig, nur dass ich ihn gucken
                      wollte ist von Belang, mehr braucht es nicht. Nach 15 Minuten
                      wurde immer noch kein einziges Wort gesprochen und der Film
                      hat mich felsenfest im Griff. Ich habe bereits gestaunt, die
                      Daumen gedrückt, wurde bezaubert und nach einem überraschend
                      breiten Grinser der von Herzen kam, hätte ich mich fast verschluckt.
                      Das sirren und flirren im Wald, das Gezirpe der Grillen nach dem
                      Sonnuntergang, das sanfte Wellenrauschen, man braucht den Film
                      nur starten, es dauert nicht lange bis man eingelullt wird von dieser
                      anregenden Massage für die Seele. Plötzlich bricht die Musik wie
                      Sonnenstrahlen durch die dunklen Wolken der Verzweiflung, da ist
                      sie die rote Schildkröte. Was für ein wundervoller Crusoe-ohne-Freitag
                      Film.

                      Sehr prägnant ist der Zeichenstil, den es fast identisch bei diversen
                      Comiczeichnern zu genießen gibt. Zeichentrick ist ein dehnbarer
                      Begriff geworden, jetzt heißt er nur noch Trickfilm durch die Arbeit am
                      Rechner. Die rote Schildkröte ist ein lebendiger Comic, prachtvolle
                      Landschaften sind anzusehen in vollkommenen Zeichnungen dieses
                      Stils, mit den sehr auffälligen Schatten ist diese klassische Art einen
                      Trickfilm zu drehen eine Rarität. Jedes Bild kann ich aufschlürfen und
                      mich der emotionalen Reise, der Erzählung ohne Worte hingeben.
                      Verwundert bin ich über die flüssigen Bewegungen, für die sich
                      normalerweise eine Sklavenarmee von Zeichnern verantwortlich zeigt.
                      Was für ein verführerischer Zauber der Filmwelt! Diese 77 Minuten
                      zählen zu den schönsten Filmerlebnissen die ich dieses Jahr hatte und
                      noch haben werde. Wer unbedingt genaueres wissen will, dem fehlt
                      hoffentlich nicht die Neugierde, sich noch von einem tiefschürfenden
                      und bewegendem Film überraschen zu lassen.

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                        Laserdance 12.08.2017, 03:25 Geändert 12.08.2017, 03:34

                        Ich habe schon befürchtet das mir dieser Film nicht gefällt. Nein ich kann nicht Hellsehen, aber immer wenn in Kommentaren viel geschrieben wird, aber nix gesagt. Also Konkretes. Bin ich vor gewarnt. Also so Sachen wie Parabel, Transzendentalität also ich denkt mir nun was aus. Weil inhaltlich nix da ist usw.

                        So wars dann auch. Langweiliger Film. Zeichnerisch recht öde.

                        Ich vergleiche das mal mit Wall E der Anfang. Da wird auch kein Wort gesprochen ist aber toll anzusehen. Unterhaltsam und ich musste mir eben nix dazu reimen oder spekulieren. In ein fast inhaltliches Nichts hinein.

                        Als Filmfreund muss ich sagen, dass ich diesen Film keinesfalls weiterempfehlen würde. Zu belanglos. Zu uninteressant. Einfach viel zu nichtssagend.

                        Wenn man also ins Schwärmen kommt, wenn man eigentlich nichts weiß und nur abstrakte Brocken hingeworfen bekommt und meint, die Erkenntnis, dass da etwas dahinter stecken muss, reiche schon für den Applaus nach dem Abspann - bitte schön.

                        Nicht mein Ding

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                          Der Siegemund 03.08.2017, 15:44 Geändert 07.08.2017, 18:26

                          Die frühen Menschen, in allen Teilen der Welt, waren davon überzeugt, dass es hinter all den sichtbaren Erscheinungen eine transzendente Kraft gibt, welche dem Menschen meistens verborgen bleibt.

                          Von dieser Transzendentalität der Natur, habe ich mich ein Stück mitnehmen lassen.

                          Sobald sich der Mensch unter seinesgleichen zurückzieht und der Natur nicht mehr völlig allein begegnet, verändert er sich und seine Wahrnehmung. Seine Perspektive auf das Ganze wird anthropozentrisch, alles wird aus Sicht des Schwarms gesehen und alles dient dem Kollektiv. Er muss sich auf die Steuerung der Altvorderen des Schwarms verlassen.

                          Dieser Prozess ist sehr gut an der Entstehung und Entwicklung von institutioneller Religion erkennbar, insbesondere der Religionen aus dem mittleren Osten, welche sich auf Dreiviertel der Weltbevölkerung ausgebreitet haben und sich anschicken mit ihrem neuen Paradigma die alten spirituellen Einsichten zu überbieten.

                          "Füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht." - Moses 1, 28

                          Dieser Spruch aus der Bibel ist sehr inflationär gebraucht worden, vor allem in den letzten Jahrhunderten, als der Mensch sich als Krone der Schöpfung begriffen hat und die Industrialisierung vorantrieb, ohne an die Konsequenzen zu denken. Das Zitat ist so abgegriffen, dass es lange Zeit niemand mehr hinterfragt hat, weil es klar schien, dass der Mensch im Zentrum alles existierenden stehen muss. Doch in einem Zeitalter, in dem die Natur deutlich auf unser Wirken reagiert, kommen wir nach und nach zu uns und bemerken, dass wir in einer Froschperspektive gelebt haben.

                          Unser Anthropozentrismus hat uns Fortschritt gebracht, aber er hat uns auch blind gemacht vor den wahren Mechanismen der Natur und des Kosmos. Das Wenige was die frühen Menschen über die physikalischen Gesetze der Kosmos wussten, haben sie aber mit der Nähe zur Natur und Transzendentalität ausgeglichen. Der Schiffbrüchige lebt von Bruchholz und muss keinen Baum fällen. Einmal ist er in der Versuchung einen Baum anzugreifen, weil er wütend ist. Die frühen Menschen haben auch von Bruchholz gelebt, in Achtsamtkeit vor der Natur. Sie haben diese Dinge als Geschenke der Natur betrachtet. Sich mehr zu nehmen hätte den Kreislauf in Gefahr gebracht. Die Menschheit ist ein kleiner Junge, der in seinem Selbstbildungsprozess wild Dinge ausprobiert und dabei vieles unbewusst zerstört, wie der Nachwuchs des Schiffbrüchigen, der eine Krabbe in den Mund steckte. Kindern kann man dafür nicht böse sein, doch aber auch sie können Achtsamkeit lernen. Nun war die Menschheit ein unachtsames Kind, das erst aus Schaden klug werden musste.

                          „Wenn wir die Vollkommenheit des Ganzen erkennen werden, wird unser Stückwerk aufhören. Ich war wie ein Kind, ich dachte, fühlte, redete unreflektiert und handelte dadurch voreilig, ohne die notwendige Weitsicht zu haben. Aber da ich nun erwachsen werde, muss ich alles lassen was unvernünftig war. Noch sehen wir alle in unserem Spiegelbild nur dunkle Umrisse unseres Seins, obwohl wir nah davorstehen. Aber dann erkenne ich, dass das Stückwerk aufhört und ich eine ganzheitliche Perspektive bekomme, genauso wie mich meine andere Hälfte fand und mit mir zu Eins verschmolz.“ – 1 Korinther 13,10-13

                          Das Neue Testament ist ein Reifesprung der Menschheit gegenüber dem Alten Testament, wie obiges Zitat, das auf das heutige Verständnis übersetzt habe, sehr wohl deutlich macht. Es geht in der Analogie von Kindheit und Erwachsenen nicht darum, dass Kinder nicht auch gute Eigenschaften haben, aber es geht darum zu erkennen welche Defizite das kindliche birgt. Sie wohlen das Gute, aber sie kennen die Konsequenzen ihres Handelns noch nicht, außerdem imitieren sie Erwachsene. Das Imitieren der Erwachsenen führt dazu, dass sie auch die Fehler übernehmen, die die Erwachsenen eigentlich nach ihrer Kindheit hätten ablegen sollen. Schließlich sind es die Erwachsenen, die die Welt in die Situation gebracht haben in der wir heute leben und nicht die Kinder. Nun erkennen wir Stück für Stück, dass wir ein Rädchen im Kreislauf der Natur sind, einen Kreislauf den wir nicht vollkommen verstanden haben, der Konsequenzen hat, die zunächst außerhalb unsere alltäglichen Wahrnehmungsbereiches liegen. Die Schwierige Aufgabe ist es also ganzheitlich zu denken, was mit Nachhaltigkeit beginnt. Der glauben an eine transzendente Kraft in der Natur könnte dabei helfen die Natur als tiefer organisiert anzusehen als wir es in den letzten Jahrhunderten taten.

                          Es kann nicht gut sein, wenn wir Menschen Müll produzieren, denn wie kann es sein, dass etwas was aus universellen kosmischen Materialien besteht als nicht mehr verwendbar bezeichnet wird. Nicht nur, dass wir vieles nur einmal gebrauchen, was wir eigentlich mehrfach verwenden könnten, wir denken, dass alles ein Ende hat, bei dem es unbrauchbar wird. Das liegt wohl auch an unserer menschlichen Perspektive, denn Verstorbene sortieren wir aus und behandeln sie wie besseren Müll in dem wir sie sorgsam zeremoniell vergraben. Dabei ist die ganze Existenz ein riesiges Recyclingprodukt. Nun es wäre auch unromantisch im Zuge von einer Beerdigung die Arbeit der Destruenten zu belobigen oder doch. In dem Film wird der Schiffbrüchige einfach am Strand liegengelassen. Es gibt keine Beerdigung und die Vögel freuen sich schon auf eine leckere Speise. Aber wie wäre es, wenn wir dies als naturalistische Transzendenz wieder aufgreifen würden, ähnlich wie den fernöstlichen Vorstellungen die man durchaus als Recycling begreifen kann. In dem Film „Die rote Schildkröte“ wird eine tote Schildkröte zu einem menschlichen Wesen wiedergeboren und als aus der Verbindung zwischen Schildkrötenfrau und Schiffbrüchigen einer kleiner Junge entsteht, wird eine der Krabben, die immer beim Schiffbrüchigen war, aus ihrer Existenz genommen, als wollte man damit sagen, dass im natürlichen Kreis etwas weggenommen werden muss, wenn etwas Anderes dazu gekommen ist.

                          Die Schildkröte ist das Tier der mit dem Element Erde verbundenen Mutter Erde. Schildkröten können ein ungewöhnlich hohes Lebensalter von bis zu 150 Jahren und mehr erreichen. Die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents ehrten die Schildkröte, in dem sie Nordamerika als „Schildkröteninsel“ bezeichneten. Unter anderem liegt die Ursache hierfür in mehreren Legenden, in denen es heißt, dass die Schildkröte oder Meeresschildkröte ihren Rücken als Fundament für das heutige Nordamerika und Kanada zur Verfügung gestellt hat. Dies hatte sich zugetragen, nachdem die Erde durch die Macht des Wassers gesäubert worden war. Eine Geistfrau, Erste Frau, kam aus den Himmeln, fand eine Handvoll Erde, verteilte sie auf dem Rücken der Schildkröte und blies der Erde Leben ein, damit die Schildkröte zurückkehren und mit den Kreaturen ihrer eigenen Art leben konnte. Der Schildkröte und ihrer Opferbereitschaft wurde Ehre erwiesen, in dem die Indianer Nordamerika nach ihr benannten. Damit ist die Bedeutung für einen abendländischen Europäer eher weniger greifbar, denn es gab in Europa keine Schildkröten und damit auch keine bekannte Assoziation. Hingegen wird auch im fernöstlichen Kulturkreis die Schildkröte als Verbindung zur Schöpfung der Erde gesehen und mit Weisheit, Klugheit und Lebensweisheit verbunden. Insbesondere die Meeresschildkröte referiert auf die Bedeutung des Fundaments eines Lebens in Bezug auf Philosophien und Ideale, welche die Wurzeln bilden. Dadurch wird eine Verbindung mit dem Planeten und dem Element Erde erfahren, wodurch die Verpflichtung gegenüber der Erde erkennbar wird.

                          Der Schiffbrüchige ist übertrieben verbissen und dickköpfig. Er versucht drei Mal von der Insel wegzukommen, wozu er mit harter Arbeit ein Floss baut. Am Ende erfährt er, dass eine Schildkröte sich mit ihrer Dickköpfigkeit entgegensetzt, ihn hier behalten zu wollen. Doch als das Tier an Land kommt ist es wehrlos und er nutzt die Chance es zu töten, indem er es auf dem Rücken verenden lässt. Es baut sich ein Schuldkomplex bei ihm auf und so versucht er das Tier doch noch zu retten, aber es ist zu spät. Es ist tot. Doch dann schlüpft eine Frau heraus.

                          Das ist der Moment in dem er seine andere Hälfte findet und Eins wird, dadurch wird er eins mit der Natur und dem Kosmos, wie in 1 Korinther 13 beschrieben.

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                            fujay 30.07.2017, 23:36 Geändert 15.08.2017, 10:45

                            Wirklich schöner, komplett anderer Zeichentrickfilm, sehr liebevoll gezeichnet mit einem ganz eigenen Stil und keinem einzigen Wort. Magisch. Sehr selten so etwas. Toll.

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                            • 7

                              Allegorischer, "langer Kurzfilm" über den Einklang von Mensch und Natur, der kongenial franko-belgischen Zeichenstil à la Tim und Struppi mit japanischer Animationstechnik verbindet. Der pompöse Soundtrack harmoniert dabei wunderbar mit den gemäldeartigen Bildern, gesprochen wird außer "Heeeey!" kein einziges Wort. Visuell ist das herausragend, die Symbolik macht auch durchaus Sinn und es kommt im Kino nicht immer auf den Plot an, etwas mehr Erzählen statt bloßem Zeigen hätte dem Film aber bestimmt gut getan. So zieht sich "Die rote Schildkröte" trotz aller Schönheit und der kurzen Spieldauer leider an manchen Stellen und lässt ein kleines Gefühl der Unzufriedenheit zurück.

                              • 8

                                Moritz Schlick war es, der von der Jugend als Gipfelpunkt des Menschen und nicht als temporären Lebensabschnitt sprach.
                                Das Spiel als eine Handlung, die sich selbst genügt, stellt dabei das entscheidende Element zum Erreichen der Jugend, die denn Sinn des Lebens entspricht, dar.
                                Nach Schlich könne man Spiel überall erfahren, selbst in der Arbeit.

                                Ähnlich geht es in Die rote Schildkröte vor sich , der Protagonist- gefangen auf der Insel- findet seinen Modus Vivendi, in dem er mit den gegebenen Umständen arbeitet, eine Familie gründet , einen Sinn in der Natur findet.
                                Das eigene "Ich" macht hier eine Erfahrungsreise durch, befreit von Gesellschaft, von Zwang und Stadt wird eine Innenschau ermöglicht , die das Erkennen des einfachen Glücks ermöglicht.
                                Des weiteren wird die Erfahrung der Natur als allumfassendes Element mit all der erbrachten Wertschätzung in den Fokus gerückt.

                                Am Ende wird klar: Die Natur, Tiere , Menschen...wir sind alle Teil desselben Kosmos und haben alle unseren individuellen Sinn.

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                                • 8
                                  Mr_Phil 23.04.2017, 12:40 Geändert 29.08.2017, 12:02

                                  Phil und Amara gaben sich gemeinsam dieser poetischen Fabel über das Leben und die Liebe hin, die eine ganz besondere Magie auf sie ausgeübt hat.
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                                  Gestrandet.
                                  Einsam und verlassen auf einer Insel, wo Traum und Realität, Wirklichkeit und Illusion einander treffen und die Grenzen dabei fließend ineinander übergehen.

                                  Ich wische mir den Sand aus den Augen, gehe ein paar Schritte und halte inne.
                                  Der Boden unter meinen Füßen ist ganz weich und warm, das Meerwasser streift meine Füße.
                                  Die Vögel am Himmel sind nur schemenhaft zu erkennen, lediglich ihre Konturen sind zu erahnen und doch weiß ich ganz genau, wie sie aussehen würden.
                                  Es ist wie ein Traum, der noch nicht begonnen und doch bereits Spuren hinterlassen hat.
                                  Meine Gedanken schweifen langsam ab, während die Sonne meine Haut wärmt.
                                  Weit und breit gibt es nur mich und meine Angst, hier nie wieder wegzukommen.
                                  Egal was ich nämlich auch versucht habe - irgendwas lässt mich hier nicht weg, hält mich hier fest.
                                  Ich spüre jedoch zunehmend, wie die Luft befreiender wirkt, die kleinen Meerestiere um mich herum Teil meiner Natur, ich ein Teil dieser Insel werde.
                                  Manchmal ist akzeptieren scheinbar doch der einzige Weg, um sich neuen Möglichkeiten hinzugeben. Und manchmal bedarf es einfach nur einer kleinen Begegnung, um seine Einstellung von Grund auf zu verändern.

                                  Die ohne Worte (die es, nebenbei bemerkt, ohnehin überhaupt nicht bedarf) auskommende Ghibli-Koprodukion "La Tortue Rouge" ist für mich das bisher überraschendste Kinoerlebnis diesen Jahres geworden.
                                  Mit wohltuenden Klängen, mit träumerischem und anmutend bezauberndem Zeichenstil wird der Zuschauer für 90 Minuten auf eine Insel inmitten eines Abenteuers geschickt, welches beinahe meditative Ausmaße annimmt.
                                  Ruhig, äußerst kraftvoll und kontrastreich wird die Handlung um den Gestrandeten inszeniert, sodass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir uns in den Zeichnungen verlieren.
                                  Die Details, die Feinheiten sind es hierbei dann, die uns den Blick nicht abwenden lassen, die uns tief im Inneren ansprechen.
                                  Alles kommt anfangs auch so unscheinbar daher, aber ist deshalb, aufgrund des tiefgreifenden Nachklangs, rückblickend vielleicht umso beeindruckender.
                                  Ein Film für Träumer zum Träumen. Ein Film für mich.

                                  Die Dämmerung bricht nun langsam ein und lässt den Tag zu Ende gehen.
                                  Der Himmel ist klar und die Sterne leuchten hell über meinem Kopf.
                                  Ich lege mich hin, schließe die Augen und träume von einem Ort, an dem ich jetzt gerne wäre.
                                  Vielleicht ja genau hier, vielleicht aber auch ganz woanders.

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                                    Amarawish 23.04.2017, 12:27 Geändert 27.04.2017, 21:35

                                    Phil und Amara gaben sich gemeinsam dieser poetischen Fabel über das Leben und die Liebe hin, die eine ganz besondere Magie auf sie ausgeübt hat:
                                    ….

                                    Die endlose Weite des stillen, alleinigen Daseins ist trügerisch in ihrer Freiheit.
 So sehr man sich oft nach ihr zu sehnen glaubt ist sie umso erschreckender im Moment ihrer Erreichung. Völlig auf sich gestellt ist es nicht minder schwer sich mit ihr anzufreunden und eine ganze Weile wird es benötigen, bis man die Angst überwunden und wohlige Wärme der Sicherheit nicht mehr missen wird. Vielleicht wird uns auch die Sehnsucht nach ihr niemals ganz verlassen können.

                                    Die anfänglichen Entdeckungen sind aufregend, jedoch bleibt dieses lebendige Gefühl der Unbändigkeit nicht für immer spürbar. Überleben funktioniert nunmal durch unseren inneren Trieb dieses angeboren Willens, wird aber zusehends schwächer, wenn die Regelmäßigkeit Einzug hält und es nur noch kleine Herausforderungen der Alltäglichkeit zu meistern gibt. Ein einsamer Strand bleibt ein Naturschauspiel durch die Schönheit der kleinen Dinge und doch birgt er genauso Gefahren und Herausforderungen im Kampf um Nahrung und das nackte Überleben selbst. Wir befinden uns nun umso mehr in einem Kreislauf, der in seiner Unendlichkeit nicht durchbrochen werden kann.

                                    Die Menschlichkeit, wohl ein Vorteil gegenüber dem Tier ist unsere letzte Verbindung zu unserem früheren Leben. Gefühle meist nur im Weg, das Denken hingegen durchaus hilfreich als Werkzeug und wenn man nicht ohne weiters egoistisch sein Dasein fristet, merzt man die Einsamkeit selbst ohne die offensichtliche Wechselbeziehung etwas aus, denn die Natur und seine Bewohner kommuniziert mit uns, wenn auch auf andere, subtilere Weise.

                                    Sonnengetönte Strandspaziergänge mitsamt Halluzinationen erwecken den Erfindergeist in uns, so wankelmütig der Verstand in der Hitze auch manchmal sein mag, er führt uns an Orte, die sind oder auch eben nie da waren. Irgendwann ist der Gedanke an Realität oder Traum nicht mehr von Relevanz, der Unterschied von Nebel verdeckt. 


                                    Und manchmal, so absurd und fern der Gedanke in dieser Hinsicht vielleicht sein mag, gibt es Begegnungen, die traumgleich in unser Leben gleiten, es verzaubern, uns auf magische Weise andere Blickwinkel eröffnen und es vielleicht für immer verändern. Was zuvor nur ein Ärgernis der Natur war, ist durch einen plötzlichen Wandel ein neu gefundenes Wesen, welches uns mehr als einmal zu zeigen vermochte, was wir früher nicht für möglich gehalten oder sonst nicht entdeckt hätten. Es kann so einfach und gleichzeitig so schön sein. 



                                    Doch ist es nicht möglich diese Blase, der ohne Zweifel wunderbaren Utopie, aufrecht zu erhalten. Wenn die Realität wieder Einzug hält, dann tut sie das meistens mit voller Wucht und ohne Rücksicht auf Vergangenes. Sie ist weder sanft noch vorhersehbar und auch, wenn man all dies überstehen kann und sich des Lebens weiterhin erfreut, so ist es die Unausweichlichkeit des Lebens, dass wir irgendwann einmal Abschied nehmen müssen. Vielleicht ist die Sterblichkeit weniger schrecklich, wenn man sie als Teil des ewigen Kreises sieht, mehr eine Erlösung und eine zweckdienliche Erneuerung, die dafür sorgt, dass man sich des Lebens schon zu Lebzeiten bewusster fragt, ob nicht doch eben genau die Fehler oder Tiefschläge es sind, die es eigentlich im Verlauf erinnerungswürdiger und lebenswerter für die schönen Dinge werden ließen.
                                    ....

                                    „La Tortue Rouge“ ist ohne Zweifel ein Juwel aus dem Jahre 2016, welches eindeutig eure Aufmerksamkeit verdient hat. Die von Hand gezeichneten, schönen Bilder der Natur sind klar vom Stile Ghiblis durchzogen und so seine Mitwirkung deutlich erkennbar. Poetisch, träumerisch und keineswegs langweilig wird die Fabel erzählt, mit wunderbar, eindringlichen Klängen untermalt und kommt tatsächlich ohne Dialog aus. Klare (Kino-)Empfehlung.

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                                      J-S-S 26.03.2017, 23:12 Geändert 28.03.2017, 23:44

                                      Bevor ich überhaupt im Kino ankam, zauberte mir "Die rote Schildkröte" bereits ein Lächeln ins Gesicht. An der Kinokasse offenbarte sich schon die Besonderheit der FR/JP/NL Ko-Produktion.

                                      "Oh, das ist ein sehr guter Film. Du bist alleine im Kino.", sagte mir der werte Herr hinter dem Tresen. Der muss es wissen, dachte ich mir.

                                      Im Kino angekommen, hatten sich dann doch noch zwei Gleichgesinnte in den Saal verirrt, die meinen scheinbar außergewöhnlichen Geschmack teilten.

                                      Als dann, das diesmal untypisch rot (!) unterlegte "Studio Ghibli" Logo, auf der Leinwand erschien wusste ich, etwas ist hier anders als in Kino 7, wo parallel der Mainstream Blockbuster "Die schöne und das Biest" das breite Publikum fütterte.

                                      Fernab vom Mainstream, einen Stummfilm, mitten in der City.
                                      Er hatte noch nicht einmal begonnen und mich mit seiner (nicht existenten?) Außenwirkung mehr beeindruckt als jeder andere Film.

                                      Als es dann begann, war es zwischenzeitlich so ruhig und still, dass mir die Geräusche meines Popcorn-Eimers und das Geschlürfe am Softdrink beinahe peinlich waren, wollte ich doch auf die zwei anderen Zuschauer, nicht wie ein respektloser Kulturbanause wirken.

                                      Ein Mann erleidet Schiffbruch und findet sich auf einer einsamen Inseln wieder. Soviel zur Ausgangsposition. Danach wird der Fantasie freien Lauf gelassen und einen tieferen Sinn in dem Werk zu sehen, bleibt sicher jedem selbst überlassen.

                                      Dennoch hat "Die rote Schildkröte" mich beeindruckt. Weil sie außergewöhnlich ist. Weil sie mich gerade nicht vom Hocker gerissen hat und ganz subtil ihre Aussagekraft darlegt. Weil sie 80 Minuten lang eine Geschichte ohne Worte erzählte, welche mir als besondere im Gedächtnis bleiben wird.

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                                        Obwohl die im Titel beschriebene rote Schildkröte nur in wenigen Szenen zu sehen ist - welche jedoch zu den eindringlichsten Kinomomenten des Jahres 2017 gehören dürften - ist sie nichtsdestotrotz sowohl die treibende Kraft als auch das eigentliche Herzstück des Films. Verhindert sie anfangs noch, dass der namenlose Protagonist die einsame Insel verlässt, auf der er unglücklicherweise gestrandet ist, leitet sie später dann einen radikalen Wendepunkt in der Charakterentwicklung des Mannes ein und sorgt indirekt sogar dafür, dass er die anfänglichen Fluchtversuche aufgibt und seine Ansicht über die Natur sowie das Leben in ihr grundlegend überdenkt.

                                        Demzufolge lässt sich die rote Schildkröte als Symbol für die Natur als solche interpretieren. Zu Beginn bekämpft sie der Protagonist noch - er beutet die Natur beispielsweise aus, um schnellstmöglich ein Floß zu erbauen - und versucht ihr zu entkommen, doch nach und nach wandelt sich die Beziehung zwischen den beiden. Ab diesem Punkt beginnt der Mann, seine Situation zu akzeptieren. Anstatt vor ihr davonzulaufen, lernt er die Dinge wertzuschätzen, die ihm auf dieser winzigen Insel gegeben wurden, wodurch sich nicht zuletzt auch seine Einstellung zum Leben selbst maßgeblich verändert.

                                        Natürlich spricht es nur für die Fähigkeiten des Studio Ghibli im Allgemeinen und für die Qualität ihres neuesten Meisterstreiches "Die rote Schildkröte" im Besonderen, dass ein derart bedeutungsschwangerer Film tatsächlich ohne ein einziges gesprochenes Wort auskommen kann. Denn trotz der allgegenwärtigen, nur selten durch minimalistischen Musikeinsatz unterbrochenen Stille hat "Die rote Schildkröte" dem aufmerksamen Zuschauer so vieles mitzuteilen. Allein der anmutige und wundervoll melancholische Schlussmoment spricht diesbezüglich Bände: Das Publikum soll endlich begreifen, dass es für ein glückliches Leben nicht selten von Vorteil sein kann, ab und an innezuhalten, die Hektik und den Stress des Alltags zu vergessen und aus dem Wettrennen des Lebens auszusteigen. Sich an dem zu erfreuen, was man bereits hat, ist oftmals nämlich weit erfüllender als auf die Dinge zuzuhetzen, die man noch nicht hat.

                                        In vielerlei Hinsicht macht dies aus "Die rote Schildkröte" ein filmisches Gegenstück zu "Die Legende der Prinzessin Kaguya", einem der neueren Werke des Studios. Während der letztere Film von einer jungen Frau erzählt, welche die Natur - einen Bambuswald - verlässt, um in die weit entfernte Zivilisation zu ziehen und schließlich aus den dort vorherrschenden Traditionen auszubrechen versucht, dreht sich "Die rote Schildkröte" um einen Mann, der aus der Zivilisation in die Natur - ebenfalls in einen Bambuswald - verschlagen wird, dieser zuerst entkommen will, sich dann aber mit ihr abfindet und sie letztlich zu schätzen, ja, gar zu lieben lernt. "Die Legende der Prinzessin Kaguya" macht dem Zuseher also Mut, über den Tellerrand hinauszublicken und sich nicht zwangsläufig mit geographischen, sozialen oder spirituellen Grenzen abzufinden. "Die rote Schildkröte" hingegen zeigt das Glück und die Zufriedenheit, die man mitunter in seinem gegenwärtigen Zustand entdecken kann, wenn man diesen nur so gut es geht akzeptiert.

                                        Wie bei den meisten Ghibli-Filmen ist auch die Botschaft von "Die rote Schildkröte" nicht leicht erfassbar und eher subtil in den erstaunlich realitätsnahen Naturbildern und den wortlosen Aktionen der männlichen Hauptfigur verankert. Die ständige Stille und das Fehlen einer einprägsamen Hintergrundmusik mögen den einen oder anderen Ghibli-Fan freilich etwas irritiert und unschlüssig zurücklassen, könnten möglicherweise sogar eine emotionale Distanz verursachen. In seiner unaufgeregten und nüchternen Machart, die angenehm an Michael Dudok de Wits bekanntesten Kurzfilm "Vater und Tochter" erinnert, weiß "Die rote Schildkröte" allerdings sehr zu beeindrucken. Nur leider befürchte ich, dass dieses ruhige und meditative Werk genauso still an den deutschen Kinobesuchern und Rezipienten weltweit vorbeiziehen wird, wie der Protagonist sein stummes Einsiedlerdasein auf der kleinen Insel führt. Im Grunde ist das überaus bedauerlich. Denn genau für solche Filme wurde das Kino erdacht.

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                                          maxim.braun.3 23.03.2017, 10:17 Geändert 23.03.2017, 10:24

                                          Ganze Kritik: http://filmtastisch.com/die-rote-schildkroete

                                          [...] Ist die Natur am Ende etwas, das wir überwinden müssen? Etwas das in unserem Weg steht? Unserem Weg wohin? Für Dudok de Wit bleibt sie eine unüberwindbare Kraft, mit der wir uns versöhnen müssen, um glücklich sein zu können. Eine Möglichkeit, aus der wir all unsere Inspirationen schöpfen dürfen, wenn wir sie nur gut behandeln, und uns nicht über sie stellen. Denn wir stehen nicht über der Natur, wir sind ein Teil von ihr. [...]

                                          • soilent 21.03.2017, 23:38 Geändert 21.03.2017, 23:40

                                            7.0 Kritiker 18 Bewertungen
                                            6.9 Community 79 Bewertungen
                                            -1 Kommentare

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                                            Also ich zähle 9 Kritiker Rezensionen und 3 Community Kommentare (exklusive diesem).

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                                              SpiegelOnline 17.03.2017, 10:25 Geändert 17.03.2017, 10:29

                                              So erzählt Die Rote Schildkröte die Geschichte eines natürlichen Kreislaufs, die so einfach wie universell und doch vielschichtig ist. Man möchte sich länger sattsehen an den einzelnen Frames, die wie Gemälde wirken und doch so spielerisch ineinanderfließen. [Karsten Munt]

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                                                  Wie die meisten Ghibli-Filme enthält auch Die rote Schildkröte Momente der Erhabenheit, in denen die Figuren ganz auf sich zurückgeworfen werden, in denen sie über die Schönheit der Natur staunen und in denen die Zeit stillzustehen scheint. Ein Hauch von Shinto weht durch diesen kontemplativen Animationsfilm, der eine Brücke zwischen Japan und Europa schlägt. [Stefan Stiletto]

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                                                    Von mit 3D-Effekten vollgeballerten Streifen, wie sie im Wochentakt in die Kinos kommen, ist diese zeitlose Filmfabel so weit entfernt wie ein spektakuläres Feuerwerk von einer Rose. Doch man fragt sich nach Die rote Schildkröte verstärkt: Was macht das Leben und einen guten Animationsfilm eigentlich aus? [Gabriele Summen]