Die Taschendiebin - Kritik

Ah-ga-ssi / AT: Agassi; Ahgassi; The Handmaid; Mademoiselle; Lady; The Handmaiden

KR · 2016 · Laufzeit 145 Minuten · FSK 16 · Drama, Thriller · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Vom Oldboy-Regisseur hatte ich doch etwas ganz anderes erwartet. Der Film hat sehr gute, einfühlsame Bilder und alles was dem Oldboy-Regisseur bekannt gemacht hat. Leider fehlt mir dann doch die Poesie und die Story eines Oldboys. Aufkeinenfall ein schlechter Film, aber mich hat er nicht so unterhalten wie ein Oldboy z.B.

    • 8
      RolfMuller 17.01.2018, 15:46 Geändert 17.01.2018, 16:05

      Mit „Oldboy“ (2003) hat sich Park Chan-Wook in mein Hirn gebrannt und in mein Herz gefilmt. Eine absolute Ausnahmeerscheinung von einem Film und dementsprechend groß sind die Erwartungen, die ich an seine weiteren Filme gestellt habe. Sein Ausflug nach Hollywood mit „Stoker“ (2013) überzeugte mich optisch aber lieferte eben nicht den brillianten inhaltlichen Input ab, der sich in „OldBoy“ herauskristallisierte. Mit „Die Taschendiebin“ hat sich der südkoreanische Regisseur wieder seiner Heimat gewidmet und einen Film nach der Vorlage von Sarah Waters Roman „Fingersmith“ kreiert, der komplex angelegt ist und aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird.

      Eine Gaunergeschichte im Korea und Asien der 1930er-Jahre handelnd, welche sich aber immer mehr zu einem Liebes- und Intrigenspiel wandelt. Gefühle werden ergaunert wie Geld. Es wird darum gefeilscht, gehandelt. Virtuos erzählt und absolut berauschend dargestellt entdecken die beiden Frauen Sook-Hee und Hideko inmitten einer von Männern dominierten Lebens- und Gefühlswelt wahrhaftige Lust und Leidenschaft füreinander. Selten hat man Sexszenen als so anregend, ästhetisch und verführerisch empfunden. Demgegnüber stehen alte Säcke die sich sabbernd und lechzend Schmuddelheftchen vorlesen lassen und sich an ihren Fantasien ergötzen. Plumpe, naive, egoistische, machterprobte Pornografie (Männerwelt) trifft auf leidenschaftliche, gemeinschaftliche, gerissene, sexuelle Befreiung (Frauenwelt).

      Der wenig raffinierte, aber herausragend erzählte Thrillerplot unterstreicht den Ausbruch der beiden tragenden Frauenfiguren aus dem unterkühlten Männerzirkus voller Raubtiere und Clowns. „Die Taschendiebin“ ist ein betörend-sinnlicher Bilderrausch um das Erwecken und Entdecken von Lebens-und Liebeslust und dem Losreißen und Lossagen daran hinderlicher Dinge.

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      • 7

        Die ungewöhnliche Geschichte, die sinnliche Intensität und die wunderbaren Darsteller machen The Handmaiden zu einem echten Schmuckstück aus Fernost.

        5
        • 9

          Ein einziger Triumphzug, der neue Chan-wook Park. Formell wie gewohnt von beinah schon übermenschlicher Eleganz, manchmal an der Grenze der Überstilisierung, bleibt ein ästhetisches Feuerwerk zurück, das nicht heult und kracht, sondern gleitet, schwebt, beobachtet und unterwandert. Passend zum Inhalt, der sowohl ein zeitlich-politisches Gesellschafts- und Sittengemälde darstellt. Von Geschlechter-, Schichten- und Herkunftsdominanz erzählt, jedoch mit seinen Täter/Opfer-Löwen/Lämmer-Rollen geschickt spielt, vorliest wie aus einem guten Buch, stetig bewusst das der Zuschauer so ausgeliefert und abhängig ist von der Narration wie die Protagonistinnen offenkundig vom starken Geschlecht. Chan-wook Park liefert mit Die Taschendiebin nicht nur einen der besten Filme (wenn nicht vielleicht sogar den besten Film) des vergangenen Jahres ab, er durfte definitiv mit einem der besten Drehbücher arbeiten. Zwischen ineinander verschachteltem, sich behutsam schälenden Thriller, verbotener Romanze und galligem Geschlechterkampf, der eindeutig aus parteiischer Perspektive teilweise stark überspitzt, aber nie unpassend vorgetragen wird. Selbst den Vorwurf des Voyeurismus lässt sich so kaum aufrechterhalten. Denn nur weil die Weiblichkeit nicht in ihrer zärtlichen Sinnlichkeit und Grazie dem Zuschauer ausgespart wird, während die hässliche Männlichkeit in letzter Konsequenz nur im ihren Schwanz fürchtet, ist es nicht automatisch gleichzusetzen mit einem Blick durchs Schlüsselloch. Der Ton macht die Musik und wer sich bei einem so ergreifendem Lied eines heimlichen, aber gerechten Sieg in einer grausamen Welt voller Intrigen, Hochstapler und brutaler Unterdrückung doch noch in den Schritt greifen zu meint, hat irgendwas leider nicht verstanden.

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          • 9

            Mein Platz 3 der besten Filme des Jahres: The Handmaiden

            Park Chan-wook, Regisseur von Old Boy, konnte in diesem Jahr sein nächstes Meisterwerk in die deutschen Kinos bringen und zeigt einmal mehr, wie gut das asiatische Kino ist. The Handmaiden erzählt mit wunderschönen Bildern eine unfassbar interessante, völlig innovative Geschichte. In drei Kapiteln offenbart sich immer mehr von der Handlung und viele unerwartete Wendungen überraschen den Zuschauer so sehr, dass M. Night Shayamalan daneben verblassen würde. Die ersten beiden Kapitel zeigen die gleichen Geschehnisse aus unterschiedlicher Perspektive. Ein inszenatorischer Kniff, der so gut funktioniert, dass er den ganzen Film auf ein neues Level hebt. Diese Geschichte wird dann im dritten Akt zu Ende gebracht und ließ mich staunend zurück. Ein inszenatorisch wie inhaltlich beeindruckender Film.

            Meine 10 Filme des Jahres gibt es auf: http://derfilm.blog/

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            • 7 .5

              Geld oder Liebe, oder vieleicht beides?

              Spannend erzählter Krimi bis zum Schluss, und optisch ein
              photograpischer wie auch erotischer Leckerbissen. ;)

              • 9 .5

                Ein Meisterwerk. Ein düsteres Meisterwerk.

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                • 4
                  Kallekowsky 05.12.2017, 12:51 Geändert 06.12.2017, 16:22

                  Neben The Wailing ist The Handmaiden aktuell der wohl gehypteste Film aus Fernost, weshalb ich, leicht gelangweilt von der weltfressenden US-amerikanischen Filmkonvention, eigentlich ziemlich Bock auf ein frisches Lüftchen im heimischen Wohnzimmer hatte. Wertungs-Spoiler: Hätte ich doch einfach nur das Fenster gekippt...

                  Hey, mal ohne Flachs, Leute. Was hat euch bloß dieser verkrampfte Softporno gegeben, das mir offenbar durchgerutscht ist..?

                  War es der sich selbst auf die Schulter klopfende Twist in Akt 2?
                  Die seicht dahin nudelnde Lesbo-Action?
                  Oder die zur Fremdscham ausufernden Beschreibungen von Geschlechtsteilen und Sex? "Der fleischerne Vorhang"?

                  Nein, ich weiß schon, ist mir doch auch aufgefallen: Die Bilder sind unter anderem dank einer wirklich tollen Kameraarbeit, malerisch, teilweise skurril und haben Charme. Ich erinnere zudem einiger denkwürdiger Piano-Stücke. Auch, dass komplett ohne Hast erzählt und aufgebaut wird, finde ich eine nette Abwechslung zum "FRISS UND ERSTICK DARAN!!!"-Marvel-Bombast. Soweit. Nun gut.

                  An dieser Stelle ein weises Zitat vom sonst so dummen Eddard Stark: "Everything before the word but is horse shit."

                  But... mal ehrlich, der Film ist doch maximal ne' lauwarme Männerfantasie, die sich nach ihrer kurz an Tempo gewinnenden "Oh Schock, es ist alles anders als ich dachte"-Wendung, mit der insgeheim jeder gerechnet hat, wieder gemütlich ins eigene Fahrtwasser setzt, um nach unendlichen zweieinhalb Stunden letztlich gelangweilt zum Stillstand zu kommen.

                  Und warscheinlich liegt es wie so oft nur an mir. Ehrlich gesagt habe ich mich schon mit "Blau ist eine warme Farbe", "Stoker", "Carol" und sogar "Oldboy" recht schwer getan, weshalb meine Meinung für Fans von Ente süß-sauer und dramatischen Edel-Kitsch hier warscheinlich garnicht so viel zählen sollte (Twist?).

                  Deshalb, ihr lieben, amerikanisch geprägten Möchtegern-Cineasten, wie ich es einer bin: Öffnet euren Browser und tippt w w w . p o r n h u b . c o m, spart euch diesen Film und schaut euch stattdessen The Raid 2 an. Weil das Asiaten nunmal immernoch am besten können: Auf die Mappe hauen!

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                  • 9 .5

                    Park Chan-wook hat wieder ein Kunstwerk geschaffen, welches schön bebildert und inszeniert ist!
                    Die Handlung ist sehr verschachtelt und nutzt die Inszenierung gekonnt, um diese zu erzählen und wartet mit dem ein oder anderen Twist auf!
                    Die Darsteller spielen auch großartig ihre Rollen, was dem Film ebenfalls zu gute kommt!
                    Alles in allem einer der besten Filme des Jahres!

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                    • 7 .5

                      Wunderschöne Aufnahmen mit guter Musik. Man konnte zwar erahnen, wie sich der Film gegen Schluss drehen würde, jedoch war immer wieder für Überraschungen gut.

                      • 8 .5

                        Ein toller Film, der in seiner Handlung zunächst harmloser erscheint als er - später - tatsächlich ist.
                        Es gibt halt die eine oder andere Wendung und Überraschung. Die Regie hat sich richtig Mühe gegeben diesen rätselhaften Film zu formen. Ein kleines Krimi-Kunstwerk mit einer intriganten Handlung im Gestern , zu sehen für eine Zeit wie heute.
                        Sehr spannend, da man ab der Hälfte nicht mehr weiss, was hinten am Ende rauskommt. Und deshalb unbedingt sehens- und geniessenwert.

                        • 5

                          Ich fand ihn einfach langweilig. 5 Punkte, weil das Bild und die schauspielerische Leistung gut waren.

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                          • 9

                            Dieser Film hat es in sich! Man erwartet ja eigentlich eher etwas historisch angehauchtes, oder etwas, das in diese Schiene mit der unterschwelligen Erotik geht, die man aus asiatischen Filmen kennt, aber dass es dann derart deutlich und heftig zugeht, ist ziemlich überraschend.
                            Die zweite Überraschung ist dann, dass der Film dennoch sehr ästhetisch inszeniert ist, Tiefgang hat und einiges mehr fürs Auge bietet, als nur schöne Frauen.
                            Ab dann gibt es dann nur noch Überraschungen in Form von Wendungen in der Geschichte, die aber als Ganzes betrachtet stets logisch und tatsächlich auch konsequent sind.
                            Großes Lob an die Macher, dass sie sich an keiner Stelle verrannt oder im eigenen Anspruch verloren haben!

                            • 8

                              "Die Taschendiebin" beginnt damit, dass der Zuschauer einfach mal so ins Geschehen geworfen wird und die ersten 10-20 Minuten damit verbringt, sich selbst in der Handlung und der Figurenkonstellation zurechtzufinden. Seine Wirkung entfaltet der Film fortlaufend immer stärker; das Intrigenspiel wird immer komplexer und die Charaktere gewinnen permanent an Tiefe. Bis zum Ende sitzt man gebannt vor diesem Werk und freut sich anschließend, endlich mal wieder einen echt guten Film gesehen haben zu dürfen.
                              Einen Nachteil hat der Film für mich - da ich keine Eastern gewöhnt bin, empfinde ich das Spiel der asiatischen Schauspieler meist als ziemlich lust- und leidenschaftslos. Dies wird aber durch die enorm gute Umsetzung der Figuren auf andere Weise wettgemacht. Die Besetzung ist für mich trotzdem relativ austauschbar - nun, 3 Tage nach Sichtung erinnere ich mich kaum noch an eins der Gesichter.
                              Optisch und atmosphärisch ist der Streifen ein Feuerwerk der fernöstlichen Ästhetik und übertrifft dabei den bei manchem als Kultfilm geltenden "Die Geisha" um Längen. Die Kamera leistet gute Arbeit und fängt die verschiedenen Stimmungen rund um Intrigen, Erotik, Perversion und Geheimnisse verblüffend gut ein; hervorragend wird sie dabei von einem sich dezent im Hintergrund haltenden, aber dennoch ordentlich Drama versprühendem Score, der für Gänsehaut sorgt. Die Einteilung in drei Akte aus unterschiedlichen Perspektiven sorgen für eine interessante Erzählstruktur, die dennoch zu keinem Zeitpunkt verworren wirkt, wie es bspw. bei Erzählungen wie "Cloud Atlas" der Fall ist.
                              Das einzige, was ich dem Film vielleicht noch ankreiden kann ist die Laufzeit, die deutliche 20 Minuten zu lang ist. Dort, wo der "dritte Teil" beginnt, hätte man von der reinen Spielzeit her eigentlich Schluss machen sollen.
                              Ansonsten ist "Die Taschendiebin" ein sehr sehenswertes Werk - vielleicht nicht zur seichten Abendunterhaltung, besonders nicht wenn man erschöpft ist; aber wenn man mal Bock auf einen vereinnahmenden und in gewisser Weise anspruchsvollen Film hat, sollte man hier zugreifen.

                              Schauspiel ★★★★
                              Besetzung ★★★★
                              Figuren ★★★★★

                              Optik ★★★★★
                              Effekte ★★★★
                              Setting ★★★★★
                              Kamera ★★★★★
                              Soundtrack/Tonkulisse ★★★★
                              Atmosphäre ★★★★★

                              Idee ★★★★
                              Handlung/Umsetzung ★★★★
                              Originalität ★★★★★
                              Spannung ★★★
                              Anspruch ★★★★
                              Struktur★★★★★
                              Relevanz ★★
                              Unterhaltungswert ★★★
                              Authentizität ★★★★★
                              Kontext ★★★
                              Laufzeit ★★★

                              82/100.

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                              • 6 .5

                                Inszenatorisch sehr hohes Niveau, die verwickelte Geschichte ist interessant und die musikalische Untermalung passend. Ich fand den Grundton aber bei weitem nicht dramatisch genug als das man mit den Figuren stärker mitfühlen könnte.

                                Ein interessanter Film, von dem es aber bessere asiatische Vertreter gibt.

                                • 10

                                  SPOILER! Ungeheuer sinnlich, mit wahnsinnig erotischen Szenen, die dahingehend empfindliche Gemütern Schnappatmung verschaffen könnten. Dazu poetisch, gewitzt und ab und an mit einer gehörigen Portion Irrsinn. Mit einem Wohlfühlende, in welchem zwei Frauen das Glück erfahren, dass ihnen der Zuschauer ohnehin längst wünscht und den gemeinen Mann, die Arschkarte ziehen läßt, was ja auch mal ganz nett ist. Dies alles ergibt ein rundherum stimmiges, gelungenes Filmerlebnis, dem ich einzig ankreiden mag, dass man von solcher Art Filme keine zweiten Teile macht, bedauerlicherweise. PS: Wer gerne liest sollte sich Sarah Waters Romane mal näher betrachten

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                                  • 7 .5

                                    Sinnlich und auf die falsche Fährte schickend. Eingerahmt von einer klassen Kameraarbeit nebst Soundtrack.

                                    Empfehlung.

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                                    • 8 .5

                                      GENIAL!

                                      So etwas bekommt Hollywood nicht mehr hin!
                                      Soundtrack,Set,Schauspiel geht nicht besser + geilen Plot und wohl die besten erotischen Szenen seit langem, wenn nicht sogar die besten der Filmgeschichte.

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                                        jotha84m 14.09.2017, 01:18 Geändert 14.09.2017, 22:34

                                        Ich glaub, ich hör die Glocken läuten.
                                        Man, war das ein guter Streifen. Ich habe so eine Art des Erzählstrangs bisher in noch keinem anderen Film gesehen.
                                        Die Atmosphäre, die Technik, das ganze Filmhandwerk hat ungeschönt Weltniveau. Da braucht man sich aber bei Herrn Chan-Wook auch keine Sorgen zu machen. Mit 'Die Taschendiebin' hat er ein weiteres großartiges Filmerlebnis geschaffen.

                                        Ein einziger Punkt Abzug zum völligen Glückserlebnis gibt es hauptsächlich wegen der fast zweieinhalb Stunden Länge.

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                                        • 6

                                          Barry Lyndon trifft auf Nymphomaniac, das hätte Klasse, wäre es nicht so langweilig. Mag einer antworten, Ist nicht langweilig, ist komplex, musst nur genau hinsehen. Klar, ich guck auch Blumen beim Wachsen zu, weil so komplex das Ganze.

                                          • 5
                                            TwoLips 26.08.2017, 01:50 Geändert 26.08.2017, 01:57

                                            „Der Kirschbaum der mit mir auf dem Schiff aus Japan gekommen war hat
                                            zweimal geblüht."

                                            >>>WoW, dat is Poesie!<<<

                                            „Als *bla bla bla* endlich ihren Kimono auszog, erforschte *blubb blubb
                                            blubb* ihre südliche Pforte und stellte fest das sie vollständig
                                            haarlos, so weiß und weich wie Schnee und glatt wie ein Jadekristall
                                            war... so fest wie die Rüstung eines Clitschiss äh *hüstel* Klischees respektive Samurais und so gleich so zart wie Seide -was auch immer- war".

                                            >>>Ja nee ist klar, ist ein KInderporno<<<

                                            „Kaum hatte er den fleischlichen Vorhang zur Seite gezogen entstieg aus
                                            dem Inneren der Geruch eines Gut gereiften Weines während sich um das
                                            rosa samtene Portal peu a peu der Tau der Lust bildete".

                                            Bevor ich zum Zucken den Zentrums der Lust komme stoppe ich mit den
                                            Zitaten und beginne mit der Einleitung meines TEXTES direkt into the Tubus!

                                            Und unter uns Männern : Ich bin sehr hart der Meinung das die Bezeichnung "der fleischliche Vorhang" nicht so perfekt gewählt ist. Das könnte durchaus auch auf's männliche Genital bezogen sein .. zugegeben VORhaut und VORhang passt nicht ganz zusammen, hat aber irgendwie doch eine Ähnlichkeit?
                                            Naja wie auch immer : Es ist ein Vorhang und er öffnet sich SEITLICH und genauso funktioniert die Sache auch. Wir ziehen etwas >in dem Fall< auseinander um zur Wahrheit zu gelangen.Ein Mann oder eine Frau ist solange im Dunklen unterwegs bevor er/sie den Vorhang öffnet und dahinter blickt. Erst danach kann er/sie die wahre Erleuchtung finden bzw. sehen. Ich erinnere an Californication S01E01 die Kirchenszene. Für alle Pilger : Der kleine Mann im Boot ist der Schlüssel!

                                            Zur Geburt:

                                            Als erstes : Ich habe nix gegen die Weiblichkeit, aber wenn ich soetwas
                                            poetisch gesülztes wie das oben geschriebene mitbekomme dann erinnere
                                            ich mich an Jugendtage. Wollt ihr wissen wie meine Jugendtage waren ?
                                            Die rochen! und zwar nach ***** Wenn ihr's genau wissen wollt dann googelt bitte den : Amingeruch!

                                            Alles Leben kommt aus dem Wasser und Der Regisseur, der vermutlich auch aus dem Wasser kam, will natürlich wieder einen Erfolg verbuchen können und betrachtet werden.Was hatte ich mich auf den Film gefreut. Der wurde hier ja so heiß angekündigt! Ist fast ein asistisches American Beauty nur genauso scheiss konservativ dargebracht. Märchen und Schmalz, leider.
                                            Als Möchtegern erotischer Film eher schwach.In einer Szene in der ein Zahn
                                            gerieben wird, wirkt der Film eher ernüchternd abstoßend und verwirrend als das er
                                            sexuell ist.

                                            Nächste Szene : Die Entdeckung der Sexualität und Sinnlichkleit durch's
                                            Aufknüpfen des Korsetts wird fast schon traumatisch anstrengend vollbracht wenn nicht rüpelhaft und sinnlos inszeniert das ich gähnend abwinken möchte. Die Auskleideszenen zeigen erstmals wie Grotesk und lächerlich dieser Film in seiner Vorhersehbarkeit eigentlich ist. Auch der gelegentliche Blick auf die Brüste vermag kaum zu erregen, noch vermögen das die Dialoge, die eher in ein Kinderbuch oder ein Komödien Buch gehören.Das möchte Erotik sein, dieser Film ist zum Dahinschmalzen gut, genauso wie die aufgesetzt agierenden Schauspieler. Magie gleich Null. Vorhersehbarkeit tauscht den Platz mit Suspense.Der Film mag ja
                                            irgendwie ambivalent sein, aber Was mich am meisten ankotzt ist der
                                            Pseudo Feminismus. Männer werden hier von Anfang an wie Idioten
                                            gezeigt.Hausmädchen und Hausherrin begegnen sich hier wie in
                                            Schundliteratur des 20ten jahrhunderts.Ich bin wirklich sehr enttäuscht über die Banalität des Films und des Hypes der hier zelebriert wird.

                                            Für alle interessierten : Googelt doch einfach mal so das Box Office des
                                            Films.Ich weiß der Film bietet mehr als das oben kritisierte,allerdings muß ich sagen und das in aller Deutlichkeit :

                                            MIR HAT'S GEREICHT.

                                            Für alle anderen :

                                            Happy Watching!

                                            Eine ganz schwere 5,0 Geburt

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                                            • 6 .5
                                              elmnope 23.08.2017, 19:16 Geändert 23.08.2017, 19:21

                                              In seinen besten Momenten schwelgt "Die Taschendiebin" in seinen betörenden Bildern und Interieurs und weiß durch verschiedene Erzählperspektiven und Kniffe zu überzeugen.
                                              Doch dann sind da noch die Lesestunden, Glöckchen, Kraken-Sex und das ganze andere erotische Brimborium. Was eigentlich das Salz in einem sonst recht gelungenen Mix aus Drama, Crime- und Lovestory sein sollte, gerät allzu sehr zu der lüsternen Altherrenfantasie, welche die Protagonistinnen des Films doch eigentlich in Wasser und Farbe zu ertränken versuchen. In Kombination mit der eigentlichen Handlung hinterlässt das einen recht zwiespältigen Eindruck.

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                                              • 6

                                                Bei mir schwingt eine kleine Portion Enttäuschung mit ! Meine Erwartung und Vorfreude war groß , da die Bewertungen hier meist hoch hinaus ranken und ich schon viele gute asiatische Filme schauen durfte . Zunächst ein Lob an Schauspiel und Bebilderung .Die Darsteller sind alle sehr gut , und die Kostüme und Location sehr schön Auch die eigentliche Handlung ist ganz gut , aber keineswegs überragend oder außergewöhnlich . Es werden ein paar Wendungen/Überraschungen eingebaut , von der mich aber nur die erste Überzeugt . Ein wichtiger Part ist sicher auch der erotische Anteil um zu verstehen wie die Beziehungen der Filmcharaktere zueinander ist . Aber dieser Anteil ist viel zu groß , zu lang , zu aufdringlich . Bei der Vorlesung musste ich ja noch lachen , aber sich eine ganze Zeit diese Sexspielchen anzuschauen nervt ...dazu gibt es andere "Filme" , da bräuchte ich keinen "spannenden" Spielfilm für . Für mich : Ansehnlich aber irgendwie auch sehr Schade !!!

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                                                • 7 .5

                                                  Ein sehr sehenswerter Film, daher 7,5/10 Punkten! :)

                                                  Der Film ist halt in 3 Teile unterteilt und der erste Teil ist so gut, dass ich dem Film da sogar 10/10 geben würde. Die anderen Teile sind auch gut, aber man merkt, dass sich der Film da teils zieht, auch wenn die Story sehr gut und wendungsreich ist und auch die Schauspieler verdammt gut sind! Aber dadurch, dass er sich dann in 1-2 Szenen doch etwas zieht, bekommt er von mir nur 7,5/10 Punkte. Auch aus dem Hintergrund, dass der Flim meiner Meinung nach bei weiteren Sichtungen nicht mehr so viel Spaß macht, wenn man weiß wieso das alles passiert^^

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                                                  • 8

                                                    Erinnerte mich etwas an „Die Töchter des chinesischen Gärtners“

                                                    Sicher ist der Film nix für jedermann. Man muss für so was schon eine Antenne haben. Sonst kann man den Film auch einfach stink langweilig finden.

                                                    Wer aber eine Antenne für so was hat, wird bestimmt begeistert sein. Eine sehr tolle Atmosphäre. Ausstattung, Stil und Flair sind klasse. Spricht einfach die Sinne an. Und man kann dem wenigen stundenlang zusehen. Wirklich viel passiert ja nun nicht. Und der Film geht über 2 Stunden.

                                                    Ich muss aber auch zugeben im 2,,3 Teil erschloss sich mir die Handlung ab und zu doch nicht ganz. Etwas viel Zeitebenen. Dazu das ein oder andere wirkte doch etwas skurril.