Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1 - Kritik

The Hunger Games: Mockingjay - Part 1

US · 2014 · Laufzeit 123 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Science Fiction-Film, Thriller, Fantasyfilm, Actionfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 10

    Ich möchte in dieser Rezension zuerst über die Filmreihe im Allgemeinen reden und dann auf jeden einzelnen Film eingehen.

    "Die Tribute von Panem" gehört, um das vorwegzunehmen, zu meinen absoluten Lieblingsbuch- und filmreihen. Wer also hier eine wirkliche Rezension im wahrsten Sinne erwartet (mit konstruktiver Kritik), der ist hier höchstwahrscheinlich falsch, denn das, was jetzt folgt, gleicht eher einer Laudatio oder Lobeshymne anstatt einer waschechten Rezension.

    Um ehrlich zu sein, und das unterscheidet wie so vieles diese von allen anderen Rezensionen, weiß ich nicht, wo ich hier anfangen soll. "Die Tribute von Panem" ist ein solch komplexes, vielschichtiges, weitreichendes und überwältigendes Werk, bei dem man so viel ansprechen könnte, dass ich ein wenig überfordert bin, diese Punkte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen.

    Die Hauptfiguren können bei "Die Tribute von Panem" von vorne bis hinten überzeugen. Die Charaktere, die in den Büchern beschrieben wurden, sind meiner Meinung nach perfekt getroffen. So ist Jennifer Lawrence die absolut optimale Besetzung für Katniss Everdeen und hat sich über die vier Filme zu meiner Lieblingsschauspielerin etabliert, was an mehreren Faktoren liegt. Sie schafft es meisterhaft, die Rolle der starken, selbstbewussten Katniss zu spielen und wirkt dabei unfassbar glaubhaft. Sie kann durch ihre natürliche und emotionale Art überzeugen und schafft es mit allen ihren Mitteln, den Zuschauer mitzureißen. Dabei macht sie über die vier Filme hinweg eine unglaubliche Veränderung mit, und interpretiert und stellt die innere Zerrissenheit der Protagonistin v.a. in den letzten Filmen bravourös dar. Auch die anderen Schauspieler sind mehr als nur erwähnenswert und schmiegen sich perfekt in ihre Persönlichkeiten ein und arbeiten jeder seinen eigenen Stil und seine eigenen Charaktermerkmale heraus.

    Die Geschichte rund um "Die Tribute von Panem" ist, wie bereits eingehend erwähnt, so vielschichtig und komplex wie kein zweites Werk. Es vermischen sich so viele sozialkritische und wichtig anzusprechende und lehrreiche Punkte, die so nah an unserer Gesellschaft liegen, dass es erschreckend ist, ohne dabei zu überdröhnt und unnötig kompliziert zu wirken. Es ist spannend zu beobachten, wie sich aus dem Mädchen, das von Anfang an nur ihre Familie retten möchte, eine Kriegsheldin und Rebellionsanführerin entwickelt, die für das unterdrückte Volk eine Hoffnungsträgerin ist. Dabei kommen unglaublich viele Handlungsstränge zueinander, aber nicht zu viele, dass der Zuschauer den Überblick verliert. So gibt es den größten Strang von Katniss, die sich gegen das diktatorische System auflehnt, aber auch noch eine Liebesgeschichte nebenbei, die nie auch nur ansatzweise aufgesetzt wirkt, sondern mit dem emotionalen, inneren Zustand der Protagonisten angepasst ist. Dabei schlägt diese Filmreihe sehr skeptische Töne gegenüber den Medien an und greift die auch für die Schule sehr wichtigen Themen Diktatur, Propaganda, Manipulierung, Gedankenwäsche, politische Meinungen und ihre Auswirkungen, Rebellionen, Einsetzung für das eigene Wohl, Selbstlosigkeit, Liebe seiner Familie gegenüber auf. Die Filme arbeiten sehr gut den Unterschied zwischen den bettelarmen, am Hungertuch nagenden Distrikten und dem skurrilen, überreichen, verwöhnten, über alles herrschendem Kapitol heraus. Dass die Bewohner von den Medien so überrollt werden, dass sie sich an barbarischen Gladiatorenspielen, bei denen unschuldige Menschen sich gegenseitig ermorden müssen, erfreuen und ihre Favoriten anfeuern. Dabei finde ich auch die Art und Weise, wie sich Katniss Everdeen in "Die Tribute von Panem" zu einem Hoffnungsträger etabliert, erwähnenswert, als "das Mädchen, das in Flammen steht". Diese Filmreihe lebt nicht nur von ihrer zwar vorhandenen brachialen Action, sondern von vielen emotionalen Sequenzen, in denen ich immer wieder Gänsehaut bekomme. Auch gibt es immer wieder starke Dialoge, die man vollkommen durchblicken muss, um sich nicht zu langweilen. "Die Tribute von Panem" nimmt sich Zeit für die Zuschauer, um sie in diese fern scheinende, futuristische Welt einzuführen, die aber meiner Meinung nach doch näher an der Realität ist, als viele von uns glauben, ohne dass es sich anfühlt, als wären die Filme zu lang. Und kommen wir zu einem nächsten, sehr großen positiven Aspekt: "Die Tribute von Panem" ist eine der besten Buchverfilmungen, die ich kenne. Natürlich lassen sich nicht alle Seiten aus 400-Seiten-Büchern getreu verfilmen, aber so schaffen es die Filme meisterhaft, die düstere Atmosphäre und die starken, aber mit der Zeit innerlich "kaputt gehenden" Protagonisten aufzufangen und die Bücher in bombastische, mitreißende Filme zu verwandeln. Die Geschichte im Allgemeinen hat mich in der Trilogie (in den Büchern) unglaublich mitgerissen, überwältigt und mitgenommen und die Filme fangen diese Atmosphäre perfekt ein und schaffen es, durch so unglaublich viele Aspekte zu einer grandiosen Buchverfilmung, die die Vielschichtigkeit und die Komplexität dieser Werke voll und ganz trifft und sich von Film zu Film steigert.

    Auch die Musik schafft es, diese einerseits bombastische, überwältigende Seite von "Die Tribute von Panem" und andererseits die vielen ruhigen, berührenden Sequenzen zu untermalen. Durch tolle, auch manchmal wiederkehrende Motive unterstützt James Newton Howard die Vielschichtigkeit von dieser Reihe. So kehrt das eigentliche Thema der "Tribute von Panem" immer wieder, an vielen emotionalen, starken Sequenzen, an denen ich oftmals Gänsehaut bekomme. Wer kennt bitte nicht die grandiose Stelle des Songs "The Hanging Tree", der weltweit als erster Filmsong mehrere Wochen sich auf Platz 1 der Charts hielt? Solche Szenen machen für mich "Die Tribute von Panem" aus, die vor Energie und Stärke, die die Menschen gegen das Kapitol aufbringen, nur so sprühen, und sich auf den Zuschauer übertragen lassen, dass man am liebsten auch etwas dazu beitragen würde.

    Auch die Settings und die visuellen Effekte können mich von vorne bis hinten überzeugen. V.a. das Endbild des zweiten Teils, "Catching Fire", ist atemberaubend und auch im letzten Teil sind die Actionszenen hervorragend inszeniert, so wie in den übrigen Teilen genauso. Das Kapitol kann mit seiner Mächtigkeit, die Distrikte durch ihre Armut, Distrikt 13 durch seine Simplizität, aber auch seiner schieren Größe überzeugen.

    Das Drehbuch ist ebenfalls sehr stark, es gibt v.a. in den letzten beiden Teilen unglaublich viele starke Dialoge, auf die man sich einlassen muss, um sie voll zu durchblicken. Diese sind nie zu lang, um langweilig zu werden, und machen ebenfalls ein Schachzug des Krieges aus. Auch die vielen Reden von den verschiedenen Anführern schaffen es, den Zuschauer mitzureißen und zu überzeugen.

    Alle Teile haben einen gut gesetzten Spannungsbogen. So funktioniert jeder Teil für sich gut als Film, was mich überzeugen konnte. Dabei setzen die Filme nicht nur auf brachiale, actiongeladene und brutale Spannung - die sehr wohl auch auftaucht - , sondern vor allem in "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil I" und wenn es um das Kapitol, Präsident Snow und seine skrupellosen Methoden geht, auf die psychische Spannung.

    Was mich gleich zum nächsten Punkt dieser schier endlosen Liste an Faktoren, die für diese Reihe sprechen, bringt: "Die Tribute von Panem" vermischt so viele unterschiedliche Genre miteinander, ohne dabei zu wirken, als könne es sich nicht entscheiden oder wäre zu überladen, sondern liegt einfach an der Tatsache, dass dieses komplexe Werk sich im Laufe auch verändert und die Genre wechselt, da sich das Szenario immer wieder wechselt: von der diktatorischen Herrschaft über den Aufstand und die Revolution bis hin zum totalen Krieg. Dabei werden die Genre Action, Spannung, Kriegsfilm, Psychothriller, Liebesfilm und Drama ineinander vermischt, und heraus kommt: "Die Tribute von Panem". Wer hätte es gedacht? :)

    Ihr seht schon, dieses riesige, überwältigende Werk kann mich von vorne bis hinten einfach nur begeistern und ich kann die Gefühle, die ich mit "Die Tribute von Panem" verbinde, schon fast nicht mehr in Worte fassen.

    Nachdem ich mich nun mit dem Gesamtwerk beschäftigt habe, möchte ich noch kurz auf die einzelnen Filme eingehen, bevor ich zu meinem Fazit komme, das - und so viel kann ich euch jetzt schon verraten - nicht schlecht ausfallen wird.

    "Die Tribute von Panem - The Hunger Games"

    Der erste Film dieser Reihe, "The Hunger Games", schafft es sehr gut, den Zuschauer in Panems politisches System einzuführen und ihm die barbarischen Hungerspiele zu erklären. Dabei fängt der Film, wie bereits oben erwähnt, den krassen Kontrast zwischen dem reichen Kapitol und den armen Distrikten ein. Der Zuschauer akzeptiert die Protagonistin sofort, welche für Selbstlosigkeit und Zuneigung zur Familie steht. Man bemerkt sofort ihre rebellische Ader und ihren großen Mut, und Jennifer Lawrence gelingt es wunderbar, diese starke Persönlichkeit darzustellen. Der Film ist zu keiner Sekunde langweilig und man steigt sofort ins Geschehen ein und ist seit der ersten Sekunde gefesselt. Die schauspielerische Leistung ist wie in allen Filmen brillant. Der Film fängt die verschiedenen Gefühle der unterschiedlichen Charaktere sehr gut ein. Man erfährt als Zuschauer im vollen Umfang die erschreckende Grausamkeit der Hungerspiele, da Regisseur Gary Ross keineswegs vor Brutalität scheut und kein glattgebügelter FSK-12-Jugendfilm daraus entstanden ist, sondern die ganze Reihe für eine ausgegebene "Jugendreihe" doch recht brutal ist, was mich aber nicht im Geringsten stört, im Gegenteil. Ich finde es toll, dass die Filme diese düstere Atmosphäre einfangen können. Auch das Finale ist super spannend, und macht Lust auf die nächsten Teile, da man schon einen kleinen Happen von Sachen Rebellion erfährt. Einziges, kleines Manko ist die an manchen Stellen doch zu hektische Kameraführung, die auch an unsinnigsten Stellen verwendet wird, bei den Hungerspielen meiner Meinung nach absolut Sinn macht.

    Bewertung:
    Genrewertung: 10/10
    Gesamtwertung: 10/10

    "Die Tribute von Panem - Catching Fire"

    Der zweite Film ist besonders durch die Tatsache packend, dass der Zuschauer nun den Beginn der Revolution erfährt. Dabei kommen v.a. in der ersten Hälfte besonders emotionale, bewegende Szenen vor, in denen sich einzelne Kämpfer gegen das System auflehnen. Präsident Snow zeigt ebenfalls, zwar noch nicht im vollen Umfang, seine Skrupellosigkeit und seine diktatorische Übermacht, mit der er jeden Gegenwind, der das System einzustürzen droht, wie eine kleine, lästige Fliege zerquetschen will und Katniss droht und ihr zeigen möchte, dass er trotz ihrer Handlung am Ende des ersten Films die Oberhand hat. Die Wendung zu Mitte des Films ist meiner Meinung nach sehr geschickt gemacht und zeigt in Teilen die Methoden des Kapitols, jeglichen Widerstand zu unterdrücken. Diese Ansätze der wirklichen Rebellion und die vergeblichen Versuche, diese zu unterdrücken, machen "Catching Fire" für mich besonders sehenswert. Dadurch legt der zweite Teil auch deutlich an Emotionen zu, und die Protagonistin wird auch immer mehr in die Ecke gedrängt und steht nun zwischen zwei Ebenen, wenn sie sich entscheiden muss für die Revolution oder die Ergebung. Das Schlussbild des zweiten Films ist atemberaubend und der gemeine Cliffhanger am Schluss haben mir damals das Warten auf den nächsten Teil fast unmöglich gemacht, sodass ich die darauffolgenden Filme mit wachsendem Hype erwartet habe.

    Bewertung:
    Genrewertung: 10/10
    Gesamtwertung: 10/10

    "Die Tribute von Panem - Mockingjay Part I"

    Das ist wohl der umstrittenste Teil der Reihe. Entweder man liebt oder man hasst ihn. Dreimal dürft ihr raten, was ich wohl tue. Es gibt die zwei Möglichkeiten: Man findet diesen Film langweilig oder genial. Das, was den meisten Menschen wahrscheinlich nicht gefällt, sind die vielen Dialoge. Das sind jedoch die, die meiner Meinung nach den Film entscheiden und so besonders, aber auch anders als die vorherigen Teile machen. Dieser Film legt nicht so viel Wert auf brachiale Action, sondern auf ruhige, psychische Spannung. Es ist erschreckend, mit anzusehen, wie sich die Protagonistin lieber umbringen möchte als weiter zu leben, zeigt andererseits auch die Tatsache, wie kaputt sie innerlich das Kapitol gemacht hat. Und das ist das Geniale an diesem Film: die ruhige, bedrohliche Spannung, die herankriechende Angst vor dem großen Sturm. Das macht "Mockingjay Part I" zu einem unglaublich heftig spannendem Film, den ich schwachen Nerven nicht empfehlen würde. Denn dieses Action-SciFi-Franchise hat sich langsam, aber stetig in einen düsteren Kriegsfilm verwandelt. Und ich leugne nicht, dass das für manche Jugendliche ab 12 Jahren wahrscheinlich kein empfehlenswerter Film ist, der auch nicht, wie die anderen Teile, für die breite Masse etwas taugt und in meinen Augen trotzdem ein absolutes Meisterwerk ist. Es ist kein gewöhnlicher Blockbuster, obwohl sehr viel Budget in diesem Teil steckt. Vor allem in diesem Teil großes Lob an Jennifer Lawrence (Katniss), Josh Hutcherson (Peeta) und Donald Sutherland (Präsident Snow). Ebenfalls an die Szenenbildner für das simple, aber unglaublich große Areal von Distrikt 13. Es ist ebenfalls sehr spannend, wie sich die Meinungen mancher Menschen durch Manipulation anderer über die Teile hinweg geändert haben. "Mockingjay Teil I" ist ein besonders heftiger, emotionaler, gleichzeitig aber auch erschreckend ruhiger Film, der nichts für schwache Nerven ist.

    Bewertung:
    Genrewertung: 10/10
    Gesamtwertung: 10/10

    "Die Tribute von Panem - Mockingjay Part II"

    Wie lange habe ich auf das große Finale der "Die Tribute von Panem"-Saga hingefiebert! Und dieser Film hat mich nicht enttäuscht. So schlägt der Film zu Beginn noch düstere, aber ruhige Töne wie sein Vorgänger an, legt aber in der zweiten Hälfte mit bombastischer, knallharter Action voll los, so wie es sich für ein würdiges Ende dieser Saga gehört. Dabei lässt er zwar einige Schrecklichkeiten der Bücher weg, was aber an sich nicht weiter schlimm ist, da er die Grundatmosphäre des Buches voll trifft, und der Film sonst sicherlich ab 16 bzw. 18 Jahren freigegeben worden wäre, wo er doch jetzt schon so knapp am FSK 16 vorbeigeschrammt ist. Die Wendung am Ende wurde sehr gut umgesetzt und auch in diesem Film untermalt James Newton Howard den Film mit passender Musik, ohne zu überdrehte Töne zu verwenden. "Mockingjay Part II" ist ein in allen Aspekten überzeugendes Finale dieser atemberaubenden Saga und er löst alle offenen Fragen auf, lässt jedoch noch Platz für Interpretationen übrig. Er bringt diesen schrecklichen Krieg würdig zu Ende, ohne dabei an Schrecklichkeiten zu sparen. Spannend ist es ebenfalls, mitzuerleben, wie verschiedene Menschen hinter ihrer Fassade denken, um ihre Ziele erreichen zu können und zu der schrecklichen Erkenntnis zu Ende zu gelangen, dass die Menschen aus diesem Teufelskreis nie heraus kommen werden. Das Ende wird jeden beschäftigen und in seinen Bann schlagen, denn die Erkenntnis, die die Protagonisten zum Schluss erlangen, ist schrecklich und doch so glaubhaft, da er der menschlichen Identität und dem Aufbau unserer Gesellschaft voll entspricht und daher wirklich die kritischen Beäugungen unserer Gesellschaft in vielen Aspekten toll zu Ende bringt und dem Zuschauer viele Fragen gegen den Kopf wirft, ob unsere Welt wirklich so perfekt ist, mal ganz abgesehen von all den Kriegen. Dieser Film hat es in sich. Wahnsinn!

    Bewertung:
    Genrewertung: 10/10
    Gesamtwertung: 10/10

    Fazit:
    "Die Tribute von Panem" ist ein nachhaltig beeindruckendes Werk, von vorne bis hinten. Es hat mich voll in seinen Bann geschlagen und ich übertreibe nicht mit der Behauptung, dass dies ein absolutes Meisterwerk ist und nicht mehr und nicht weniger als die volle Punktzahl in jeglichen Aspekten von mir bekommt. Hut ab!

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    • 8
      Adventpuss 06.09.2018, 14:21 Geändert 17.09.2018, 10:33

      Mit "Die Tribute von Panem-Mockingjay Teil 1" wird die ganze Reihe um einiges Erwachsener. Mich hat die Stimmung der letzten beiden Teile eher erdrückt, was aber für den Film spricht.Da ich die Bücher nicht gelesen habe, kann ich da wohl kaum Vergleiche machen. Fakt ist: Teil 3 ist für meine Bedürfnisse ein gut gespielter, erstaunlich erwachsener und spannender Jugendthriller. Ähnlich wie "Batman Begins" ein düstererer aber dadurch auch ernstzunehmender Blockbuster.

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      • 6

        Ewiges Propaganda-Geschachere, eine Dreiecksbeziehung die zu keiner Minute funktioniert (eher nervt) und am Ende die ultimative Häuserkampf-Arena. Mit 260 Minuten Laufzeit fühlt sich MOCKINGJAY selbst von Zeit zu Zeit wie ein filmisches Hungerspiel an, ohne ihm jetzt einen gewissen Unterhaltungswert völlig madig machen zu wollen. Aber die beiden Filme sind schon lang, und dann noch Liam Hemsworth (Hmmmmpfff…) und der grauenvolle Josh Hutcherson (Pffffffftttt…).

        Viel mehr gibt es an dieser Stelle auch vorerst nicht zu sagen. Vielleicht läuft MOCKINGJAY bei der Zweitsichtung für mich etwas runder . . .

        9
        • 7

          Die Revolution in Panem ist nun in vollem Gange, die Stimmung wird zunehmend ernster, die Situation wird unübersichtlich und angespannt. Teil 3 der Panem-Saga ist in etwa auf dem Niveau seiner beiden Vorgänger angesiedelt - ordentliche Teenie-Dystopie ohne Überraschungen, dafür mit einnehmender Atmosphäre.

          6
          • 8

            Gleich im Anschluss an Teil 2 eingelegt. Auch wieder ein sehr sehenswerter Part dieser heroischen Fantasy-Reihe, diesmal jedoch ohne Hunger-Spiele. Das klappt aber alles hervorragend, sodass die 2 Stunden im Flug vergehen und man ordentlich heiß auf das Finale ist. Mal schauen wie das ausgeht, ich für meinen Teil bin mehr als gespannt!

            • 3

              pathetisch bis "pathetic".
              die emotionalen schlüsselmomente laufen mir das rückgrat runter, offenbar ohne den umweg über das großhirn zu nehmen - erschreckend!
              - denn insgesamt erlebe ich keine konsistenz in der emotionalen beteiligung, sondern fremdscham beim anblick dieser konstruierten, oberflächlichen darstellungen, die sich zudem durch die hauptdarstellerin teils weiterhin ausufernd produzieren dürfen.
              ich war mehrfach versucht, nicht zu ende zu schauen.
              die schlüsselstelle für mich ist die erkenntnis der rebellen, dass der spotttölpel keinen werbespot im studio drehen kann - soviel selbstironie hätte ich dem team und frau lawrence gar nicht zugetraut.

              • 2

                Jennifer Lawrence- entweder Top oder Flop..zum Teil peinliches Acting.

                1
                • 8

                  Mir gefällt die Reihe von Film zu Film immer besser. "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1" ist sehr düster und hat das Problem, dass im Grunde nicht wirklich viel essentielles passiert. Trotzdem ist der Film visuell und auch emotional sehr beeindruckend und die Schauspieler sind durch die Bank hervorragend. Leider der letzte Film von Philip Seymour Hoffman, einem der besten Schauspieler unserer Zeit.

                  • 6

                    Was passiert in diesem Abschnitt? Herzlich wenig eigentlich und es es sicherlich der schlechteste Teil für Katniss. Sie lässt nun die Haare offen (leider!) und ihr Verhalten geht passend zum nun eher düsteren Setting ins frodoeske über: ständig traurig- bedeutungsschwere Gesten. Somit der wohl laueste Teil der Reihe

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                    • 5
                      Moviegod 28.02.2017, 09:12 Geändert 18.11.2017, 13:46

                      Es war ein großer Fehler, das Finale auf zwei Teile zu splitten.
                      Was bei "Harry Potter" noch funktioniert hat, versandet bei diesem Film in sinntentleerten Dialogen und einer spürbar gestreckten spannungsarmen Handlung.
                      Ständig wird über die Revolution, den Kampf etc. geredet. Aber man sieht nichts davon. Der Konflikt, der schon in den ersten beiden Filmen angedeutet wurde, zieht sich hier wie Gummi scheinbar unendlich in die Länge. Spannungsaufbau sieht anders aus. Nur die Szene am Damm hat etwas episches gehabt. Alles andere ist höchstens Durchschnitt.
                      Ich hoffe echt, dass der letzte Film endlich ordentliche Action bietet, damit sich das jahrelange Warten eventuell mal gelohnt hat.

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                      • Im Podcast haben wir die beiden Filme nicht getrennt besprochen, also werde ich das hier auch nich tun. Für mich geht es also gleich um beide Filme, um ein Ende der "Hunger Games"-Geschichte.

                        Ich habe hier wieder mehr Probleme als zu Beginn oder der Mitte der Saga. Im ersten Teil geht es um Katniss und ihre Unangepasstheit. Im zweiten Teil formt sie damit die Welt um sich herum. Und hier geht es dann leider viel zu stark um eben jene Welt, die in den bisherigen Teilen einfach viel zu schwach aufgebaut wurde.

                        Nun gut, dann bleiben wir also bei Katniss. Eine wirklich spannende Heldin, ein ganz eigener Helden-Typ. Hineingeworfen in ihre eigene Erzählung, als Symbol herausgepickt für die Rettung der Welt. Dabei will sie eigentlich nur ihr eigenes Fleckchen Erde genießen, ihre Menschen um sie herum und nichts von großen Revolutionen wissen. Ihr wird die Heldinnen-Rolle aufgedrückt, die sie ohne Korsett bestreiten will und auch hier wieder nach eigenen Regeln und Vorstellungen arbeiten. Schön, sehr schön.

                        Schlussendlich kann ich sie aber nur aus einer gewissen Distanz respektieren, wirklich dafür lieben leider nicht. Meine Helden folgen einem anderen Schema, mir sind die fehlbaren und angeknacksten Helden mittlerweile über.

                        Insgesamt ein uneleganter Abschluss einer sehr schönen Filmreihe, der wie so oft an der Aufteilung in zwei Filme krankt, dadurch zu wenig Tempo besitzt und zu aufgebläht daher kommt. Katniss hat sich ihren Platz in der Heldenriege aber mehr als verdient.

                        • 5 .5
                          Harry_Moff 27.01.2017, 22:11 Geändert 27.01.2017, 22:11

                          Komisch. Wir waren Fans der ersten beiden Teile, aber Teil 3 hat uns eher nur genervt. Das Girliemäßige Hin und Her zwischen den Boys ging uns gehörig auf die Nerven. Und Action kommt im Vergleich zu den Vorgängern deutlich zu kurz. Vielleicht ist das ja das Ergebnis dessen, dass man einen Teil mal wieder auf zwei Filme aufsplitten musste. Wie dem auch sei... der Film wollte zwar erwachsener als die Vorgänger rüber kommen, für uns war er dennoch zu Teenie Like. Schade! Hoffentlich entschädigt der Abschluss wenigstens.

                          • 6 .5

                            Wie auch schon die beiden Vorgänger zählt der 3. Teil der Panem - Reihe nicht zur ganz großen Kinounterhaltung. Es handelt sich hier nunmal um eine Teenieromanverfilmung die eher ein jüngeres Publikum als Zielgruppe hat. Inhaltlich wird es hier ein wenig anspruchsvoller und die Politik steht mehr im Vordergrund. Besonders mitreißend ist das Ganze nicht und alle namenhaften Darsteller hat man auch schon in überzeugenderen Rollen gesehen. Doch Fans von Jennifer Lawrence und Leser der Bücher werden hier schon auf ihre Kosten kommen. Bin mal gespannt ob der finale Part das Ruder noch herumreißen kann.

                            6
                            • 9

                              Na, gibts sowas.... Mockingjay hält nicht nur das Niveau der Vorgänger, sondern haut sogar noch mal ne tüchtige Schippe drauf.
                              Mockingjay verlässt jetzt endgültig das Teenagealter und überrascht hier durch eine doch sehr düstere Atmospäre, die einen bis zum Schluss nicht los lässt.
                              Die ausgeklügelte Story tut dazu ihr Übriges, lediglich Jennifer Lawrence kommt in diesem Teil dann doch irgendwie verletzbarer rüber.
                              Aber auch das tut der Reihe mehr als nur gut.
                              Von den Actionsequenzen wurde hier ein Gang zurückgeschaltet, aber auch das ist als gelungen zu bezeichnen.
                              Fazit: Die Reihe erhöht das Niveau noch mal... und macht Lust auf mehr

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                              • 7 .5

                                Ok, das war zugegebenermaßen der bisher schlechteste Teil der Reihe. Was aber nicht heißen soll, das dieser Teil schlecht war. Gegen zwei/drittel schwächelte und langweillte er etwas aber trotzdem konnte er fast die ganze Zeit über gut unterhalten. Wie man hier 1er-4er Bewertungen zücken kann, kann ich nicht nachvollziehen. Scheinbar ist der/die ein oder andere noch etwas zu jung um wirklich schlechte Filme gesehen zu haben, die diese Bewertung verdienen.

                                • 5 .5

                                  Ein größtenteils ereignislos dahinplätschernder erster Teil des letzten Teiles. Durchaus ansprechend in Szene gesetzt, mit gelungen dargestellten Kriegspropaganda-Mechanismen, die junge Leute durchaus wachzurütteln vermag, tritt man mit dem Film inhaltlich jedoch auf der Stelle. Jennifer Lawrence ist gewohnt souverän und mit vollem Körpereinsatz dabei.

                                  • 1 .5

                                    Langweilig, unauthentisch, unemotional. Eingeschlafen

                                    • Spotttölpel... Fand die ersten zwei Teile schon öde aber dieser hier war dann doch eine Nummer zu hart (will heißen langweilig). Musste nach der Hälfte abschalten weil ich von der sowieso schon die Hälfte verpennt hab. Deswegen auch keine Bewertung. Sehr lahm!

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                                        Übersehen wir mal die kitschigen Aspekte ( Spottölpel , weiße Rosen abwerfen und Co.Kg ) bleibt ein typischer Übergangsfilm zum Finalteil , in dem fast nichts passiert . Die ersten Teile waren wohl wegen den "Spielen" noch akzeptabel , aber hier gibt es jetzt auch noch Actionarmut .

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                                          Mit das Schlimmste, was ich im Kino erleben musste.
                                          Natürlich wurde ich wegen meiner damaligen Freundin und ihrer Schwester mitgeschleppt und dacht mir "Naja die ersten beiden Teile waren ganz ok, der erste sogar ganz gut!"
                                          Und dann fing es an, ständig sah ich nur das Gesicht von Jennifer Lawrence auf der Leinwand und meine Hand näherte sich von Minute zu Minute meinem Schuh, um ihn letztendlich gegen zu feuern. (Nicht gemacht!)
                                          Es war reine folter, ich wollte schon gar nicht mehr hinsehen. Das was sie von sich gegeben hatte, war Dünnpfiff und der Spotttölpel war da die Krönung.
                                          Ich konnts net mehr fassen, wollte irgend jemanden durchschütteln und in den Kinositz beißen. Glaub das waren die längsten zwei Stunden meines Lebens, vergeudet. Letztendlich glaube ich, dass es so der erste Schritt war eine Frau in den Vordergrund zu stellen und ihr die Heldenrolle aufzudrücken (Feministinnen!). Kein Problem, wenn dabei nicht soviel Mist produziert wird. Ehrlich gesagt ist mir Jennifer Lawrence überhaupt nicht sympathisch, hat man beim letzten X-Men Teil erst wieder gesehn. Sie wollt sich wieder als Ikone in den Vordergrund stellen, denkste. Hat Gott sei Dank nicht funktioniert!
                                          Kurz nach der Verfilmung starb dann auch der Schauspieler Philip Seymour Hoffman, es war "unfreiwilliger" Selbstmord.
                                          Jedenfalls würde es mich nicht wundern, wenn er nicht darüber erfreut war, was in den heutigen Kinos gefeiert wird und eventuell besonders nicht bei diesem Film hier.
                                          Letztendlich gebe ich zumindest einen Punkt für den ganzen Aufwand, die Kostüme, die Effekte und weil Lenny Kravitz zusehen war.
                                          Danke, dass ich meinen Frust aus der Seele lassen konnte.

                                          • 4

                                            Besser wirds leider nicht. Ist die Story theoretisch interessant (Rebellion usw..) wird sie jedoch zäh und langweilig umgesetzt. Diesmal verzichtet man sogar fast ganz auf Actionszenen und fokussiert sich noch mehr auf Katniss Dauergeheule. Der logische Schritt wäre es gewesen den Konflikt Panems nun deutlicher zu zeigen, das wird aber auf ein Minimum reduziert.

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                                            • 4 .5

                                              Während die ersten beiden Verfilmungen noch ganz ansehnlich waren, konnte ich mich mit diesem Film gar nicht so recht anfreunden. Julianne Moore, die ich sonst ganz gerne sehe, hätte auf die Kontaktlinsen verzichten sollen. Sie gefällt mir überhaupt nicht in diesem Film. Die Handlung ist wenig komplex, der Verlauf langweilt einfach nur. Kein Darsteller kann das retten. Sehr schade. Da Katniss' Inneres im Film sicherlich viel kürzer kommt, als im Buch, nervt dieses Hin und Her ungemein. Zuschauer, die die Romane nicht kennen, kennen ihre Zerrissenheit nicht. Das hätte anders gelöst werden müssen. Selbst ich war genervt davon. Zudem wurde die Buchvorlage mit dem erneuten Auftreten von Effie, die eigentlich gar nicht mehr vorkommen dürfte, völlig ignoriert. Das fand ich sehr störend. Dass Handlungsstränge ein Stück weit geändert, weg gelassen oder hinzu gefügt werden, kommt vor und ist nicht schlimm. Elisabeth Banks hat es geschafft, dem Charakter Effie innerhalb zweier Filme Profil zu geben und die Veränderung ihrer Figur glaubhaft darzustellen. Effie hatte im Film so einen tollen Abschluss. Danach MUSSTE Schluss sein. Nö. Da kommen die Macher und schwupps, da isse ja. Affektiert wie am Anfang, das hat mich wirklich geärgert. Absolut spannungsfreier Streifen.

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                                              • 7 .5

                                                Mit dieser Bewertung habe ich mich sehr schwer getan. Teil 1 & 2 habe ich in meiner Begeisterung die volle Punktzahl verpasst, die ich hier als eingefleischter Fan der Reihe nicht vergeben kann. Würde ich den Film Bewerten, ohne die Vorgänger zu kennen, dann würde ich vielleicht zu 5,5 tendieren, was daran liegt, dass nicht die Spannung entsteht wie in den Hungerspielen zuvor. Jedoch geht es aufs Finale zu, nun kommt der Aufstand, der ebenfalls einiges zu bieten hat... Zwar ist die Story im Vergleich eher ruhig, dennoch baut sich eine solide Spannung auf, die am Ende des Films auch richtig aufgeht.
                                                Ich würde den Film keineswegs als schlecht bezeichnen, da er ein wichtiger Teil der in meinen Augen großartigen Filmreihe ist, dennoch aber als schwächsten Film der Reihe...

                                                • 5
                                                  lieber_tee 27.03.2016, 21:38 Geändert 28.03.2016, 14:35

                                                  Hungerspiele die verhungern...
                                                  Der lange und verwinkelte Weg zur Revolution ist mit 7-Tage-Regenwetter-Gesicht eine wahrlich zähe Angelegenheit. Der Film trauert einer aseptischen Liebesgeschichte hinterher und die Macht des phrasenhaften Dialogs ist vergleichbar wie der Weg zum Erwachsen werden. Mockingjay - Teil 1 will deep sein, will ein moderner Kriegsfilm über Medien-Manipulation, Faschismus, fremdbestimmten Erwartungen und inneren Kämpfen sein, will tiefenpsychologisch die Zielgruppenbedürfnisse, die Lebenswelten des jugendlichen Publikums mit großer Ernsthaftigkeit ernst nehmen. Das ist ehrbar und nicht so von einem Industrieprodukt zu erwarten gewesen. Entstanden ist eine Art Warteschlange auf die große Schlacht, der erzählerische Bogen des eh schon schmalen Romans wird gewaltsam unterbrochen. Leider entstehen so unnötige Längen, Kern-Motive werden immer und immer wieder wiederholt. Emotionale Highlights sind eher spärlich gesät, eine trübe Beerdigungsstimmung kommt auf. Der eh schon arg dünne Plot weißt wenig erzählerischer Substanz auf, verstärkt durch die Fehlentscheidung das Finale in zwei Teile zu splitten.
                                                  5 Punkte für das hotte Leder-Outfit von Jennifer Lawrence.

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                                                  • 5

                                                    Ach herrje...
                                                    Das war diesmal nix.
                                                    Alleine der Angriff auf das Wasserwerk..tz..tz..und Katniss?tja die heult und säuselt so oft sie eben kann.
                                                    In diesen Streich der Reihe funktioniert nicht wirklich viel.
                                                    Vielleicht tritt Besserung im letzten Teil ein.
                                                    Merkwürdig auch 12 Minuten für einen Abspann?!