Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2 - Kritik

The Hunger Games: Mockingjay - Part 2

US · 2015 · Laufzeit 137 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film, Drama, Abenteuerfilm, Actionfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 10

    Ich möchte in dieser Rezension zuerst über die Filmreihe im Allgemeinen reden und dann auf jeden einzelnen Film eingehen.

    "Die Tribute von Panem" gehört, um das vorwegzunehmen, zu meinen absoluten Lieblingsbuch- und filmreihen. Wer also hier eine wirkliche Rezension im wahrsten Sinne erwartet (mit konstruktiver Kritik), der ist hier höchstwahrscheinlich falsch, denn das, was jetzt folgt, gleicht eher einer Laudatio oder Lobeshymne anstatt einer waschechten Rezension.

    Um ehrlich zu sein, und das unterscheidet wie so vieles diese von allen anderen Rezensionen, weiß ich nicht, wo ich hier anfangen soll. "Die Tribute von Panem" ist ein solch komplexes, vielschichtiges, weitreichendes und überwältigendes Werk, bei dem man so viel ansprechen könnte, dass ich ein wenig überfordert bin, diese Punkte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen.

    Die Hauptfiguren können bei "Die Tribute von Panem" von vorne bis hinten überzeugen. Die Charaktere, die in den Büchern beschrieben wurden, sind meiner Meinung nach perfekt getroffen. So ist Jennifer Lawrence die absolut optimale Besetzung für Katniss Everdeen und hat sich über die vier Filme zu meiner Lieblingsschauspielerin etabliert, was an mehreren Faktoren liegt. Sie schafft es meisterhaft, die Rolle der starken, selbstbewussten Katniss zu spielen und wirkt dabei unfassbar glaubhaft. Sie kann durch ihre natürliche und emotionale Art überzeugen und schafft es mit allen ihren Mitteln, den Zuschauer mitzureißen. Dabei macht sie über die vier Filme hinweg eine unglaubliche Veränderung mit, und interpretiert und stellt die innere Zerrissenheit der Protagonistin v.a. in den letzten Filmen bravourös dar. Auch die anderen Schauspieler sind mehr als nur erwähnenswert und schmiegen sich perfekt in ihre Persönlichkeiten ein und arbeiten jeder seinen eigenen Stil und seine eigenen Charaktermerkmale heraus.

    Die Geschichte rund um "Die Tribute von Panem" ist, wie bereits eingehend erwähnt, so vielschichtig und komplex wie kein zweites Werk. Es vermischen sich so viele sozialkritische und wichtig anzusprechende und lehrreiche Punkte, die so nah an unserer Gesellschaft liegen, dass es erschreckend ist, ohne dabei zu überdröhnt und unnötig kompliziert zu wirken. Es ist spannend zu beobachten, wie sich aus dem Mädchen, das von Anfang an nur ihre Familie retten möchte, eine Kriegsheldin und Rebellionsanführerin entwickelt, die für das unterdrückte Volk eine Hoffnungsträgerin ist. Dabei kommen unglaublich viele Handlungsstränge zueinander, aber nicht zu viele, dass der Zuschauer den Überblick verliert. So gibt es den größten Strang von Katniss, die sich gegen das diktatorische System auflehnt, aber auch noch eine Liebesgeschichte nebenbei, die nie auch nur ansatzweise aufgesetzt wirkt, sondern mit dem emotionalen, inneren Zustand der Protagonisten angepasst ist. Dabei schlägt diese Filmreihe sehr skeptische Töne gegenüber den Medien an und greift die auch für die Schule sehr wichtigen Themen Diktatur, Propaganda, Manipulierung, Gedankenwäsche, politische Meinungen und ihre Auswirkungen, Rebellionen, Einsetzung für das eigene Wohl, Selbstlosigkeit, Liebe seiner Familie gegenüber auf. Die Filme arbeiten sehr gut den Unterschied zwischen den bettelarmen, am Hungertuch nagenden Distrikten und dem skurrilen, überreichen, verwöhnten, über alles herrschendem Kapitol heraus. Dass die Bewohner von den Medien so überrollt werden, dass sie sich an barbarischen Gladiatorenspielen, bei denen unschuldige Menschen sich gegenseitig ermorden müssen, erfreuen und ihre Favoriten anfeuern. Dabei finde ich auch die Art und Weise, wie sich Katniss Everdeen in "Die Tribute von Panem" zu einem Hoffnungsträger etabliert, erwähnenswert, als "das Mädchen, das in Flammen steht". Diese Filmreihe lebt nicht nur von ihrer zwar vorhandenen brachialen Action, sondern von vielen emotionalen Sequenzen, in denen ich immer wieder Gänsehaut bekomme. Auch gibt es immer wieder starke Dialoge, die man vollkommen durchblicken muss, um sich nicht zu langweilen. "Die Tribute von Panem" nimmt sich Zeit für die Zuschauer, um sie in diese fern scheinende, futuristische Welt einzuführen, die aber meiner Meinung nach doch näher an der Realität ist, als viele von uns glauben, ohne dass es sich anfühlt, als wären die Filme zu lang. Und kommen wir zu einem nächsten, sehr großen positiven Aspekt: "Die Tribute von Panem" ist eine der besten Buchverfilmungen, die ich kenne. Natürlich lassen sich nicht alle Seiten aus 400-Seiten-Büchern getreu verfilmen, aber so schaffen es die Filme meisterhaft, die düstere Atmosphäre und die starken, aber mit der Zeit innerlich "kaputt gehenden" Protagonisten aufzufangen und die Bücher in bombastische, mitreißende Filme zu verwandeln. Die Geschichte im Allgemeinen hat mich in der Trilogie (in den Büchern) unglaublich mitgerissen, überwältigt und mitgenommen und die Filme fangen diese Atmosphäre perfekt ein und schaffen es, durch so unglaublich viele Aspekte zu einer grandiosen Buchverfilmung, die die Vielschichtigkeit und die Komplexität dieser Werke voll und ganz trifft und sich von Film zu Film steigert.

    Auch die Musik schafft es, diese einerseits bombastische, überwältigende Seite von "Die Tribute von Panem" und andererseits die vielen ruhigen, berührenden Sequenzen zu untermalen. Durch tolle, auch manchmal wiederkehrende Motive unterstützt James Newton Howard die Vielschichtigkeit von dieser Reihe. So kehrt das eigentliche Thema der "Tribute von Panem" immer wieder, an vielen emotionalen, starken Sequenzen, an denen ich oftmals Gänsehaut bekomme. Wer kennt bitte nicht die grandiose Stelle des Songs "The Hanging Tree", der weltweit als erster Filmsong mehrere Wochen sich auf Platz 1 der Charts hielt? Solche Szenen machen für mich "Die Tribute von Panem" aus, die vor Energie und Stärke, die die Menschen gegen das Kapitol aufbringen, nur so sprühen, und sich auf den Zuschauer übertragen lassen, dass man am liebsten auch etwas dazu beitragen würde.

    Auch die Settings und die visuellen Effekte können mich von vorne bis hinten überzeugen. V.a. das Endbild des zweiten Teils, "Catching Fire", ist atemberaubend und auch im letzten Teil sind die Actionszenen hervorragend inszeniert, so wie in den übrigen Teilen genauso. Das Kapitol kann mit seiner Mächtigkeit, die Distrikte durch ihre Armut, Distrikt 13 durch seine Simplizität, aber auch seiner schieren Größe überzeugen.

    Das Drehbuch ist ebenfalls sehr stark, es gibt v.a. in den letzten beiden Teilen unglaublich viele starke Dialoge, auf die man sich einlassen muss, um sie voll zu durchblicken. Diese sind nie zu lang, um langweilig zu werden, und machen ebenfalls ein Schachzug des Krieges aus. Auch die vielen Reden von den verschiedenen Anführern schaffen es, den Zuschauer mitzureißen und zu überzeugen.

    Alle Teile haben einen gut gesetzten Spannungsbogen. So funktioniert jeder Teil für sich gut als Film, was mich überzeugen konnte. Dabei setzen die Filme nicht nur auf brachiale, actiongeladene und brutale Spannung - die sehr wohl auch auftaucht - , sondern vor allem in "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil I" und wenn es um das Kapitol, Präsident Snow und seine skrupellosen Methoden geht, auf die psychische Spannung.

    Was mich gleich zum nächsten Punkt dieser schier endlosen Liste an Faktoren, die für diese Reihe sprechen, bringt: "Die Tribute von Panem" vermischt so viele unterschiedliche Genre miteinander, ohne dabei zu wirken, als könne es sich nicht entscheiden oder wäre zu überladen, sondern liegt einfach an der Tatsache, dass dieses komplexe Werk sich im Laufe auch verändert und die Genre wechselt, da sich das Szenario immer wieder wechselt: von der diktatorischen Herrschaft über den Aufstand und die Revolution bis hin zum totalen Krieg. Dabei werden die Genre Action, Spannung, Kriegsfilm, Psychothriller, Liebesfilm und Drama ineinander vermischt, und heraus kommt: "Die Tribute von Panem". Wer hätte es gedacht? :)

    Ihr seht schon, dieses riesige, überwältigende Werk kann mich von vorne bis hinten einfach nur begeistern und ich kann die Gefühle, die ich mit "Die Tribute von Panem" verbinde, schon fast nicht mehr in Worte fassen.

    Nachdem ich mich nun mit dem Gesamtwerk beschäftigt habe, möchte ich noch kurz auf die einzelnen Filme eingehen, bevor ich zu meinem Fazit komme, das - und so viel kann ich euch jetzt schon verraten - nicht schlecht ausfallen wird.

    "Die Tribute von Panem - The Hunger Games"

    Der erste Film dieser Reihe, "The Hunger Games", schafft es sehr gut, den Zuschauer in Panems politisches System einzuführen und ihm die barbarischen Hungerspiele zu erklären. Dabei fängt der Film, wie bereits oben erwähnt, den krassen Kontrast zwischen dem reichen Kapitol und den armen Distrikten ein. Der Zuschauer akzeptiert die Protagonistin sofort, welche für Selbstlosigkeit und Zuneigung zur Familie steht. Man bemerkt sofort ihre rebellische Ader und ihren großen Mut, und Jennifer Lawrence gelingt es wunderbar, diese starke Persönlichkeit darzustellen. Der Film ist zu keiner Sekunde langweilig und man steigt sofort ins Geschehen ein und ist seit der ersten Sekunde gefesselt. Die schauspielerische Leistung ist wie in allen Filmen brillant. Der Film fängt die verschiedenen Gefühle der unterschiedlichen Charaktere sehr gut ein. Man erfährt als Zuschauer im vollen Umfang die erschreckende Grausamkeit der Hungerspiele, da Regisseur Gary Ross keineswegs vor Brutalität scheut und kein glattgebügelter FSK-12-Jugendfilm daraus entstanden ist, sondern die ganze Reihe für eine ausgegebene "Jugendreihe" doch recht brutal ist, was mich aber nicht im Geringsten stört, im Gegenteil. Ich finde es toll, dass die Filme diese düstere Atmosphäre einfangen können. Auch das Finale ist super spannend, und macht Lust auf die nächsten Teile, da man schon einen kleinen Happen von Sachen Rebellion erfährt. Einziges, kleines Manko ist die an manchen Stellen doch zu hektische Kameraführung, die auch an unsinnigsten Stellen verwendet wird, bei den Hungerspielen meiner Meinung nach absolut Sinn macht.

    Bewertung:
    Genrewertung: 10/10
    Gesamtwertung: 10/10

    "Die Tribute von Panem - Catching Fire"

    Der zweite Film ist besonders durch die Tatsache packend, dass der Zuschauer nun den Beginn der Revolution erfährt. Dabei kommen v.a. in der ersten Hälfte besonders emotionale, bewegende Szenen vor, in denen sich einzelne Kämpfer gegen das System auflehnen. Präsident Snow zeigt ebenfalls, zwar noch nicht im vollen Umfang, seine Skrupellosigkeit und seine diktatorische Übermacht, mit der er jeden Gegenwind, der das System einzustürzen droht, wie eine kleine, lästige Fliege zerquetschen will und Katniss droht und ihr zeigen möchte, dass er trotz ihrer Handlung am Ende des ersten Films die Oberhand hat. Die Wendung zu Mitte des Films ist meiner Meinung nach sehr geschickt gemacht und zeigt in Teilen die Methoden des Kapitols, jeglichen Widerstand zu unterdrücken. Diese Ansätze der wirklichen Rebellion und die vergeblichen Versuche, diese zu unterdrücken, machen "Catching Fire" für mich besonders sehenswert. Dadurch legt der zweite Teil auch deutlich an Emotionen zu, und die Protagonistin wird auch immer mehr in die Ecke gedrängt und steht nun zwischen zwei Ebenen, wenn sie sich entscheiden muss für die Revolution oder die Ergebung. Das Schlussbild des zweiten Films ist atemberaubend und der gemeine Cliffhanger am Schluss haben mir damals das Warten auf den nächsten Teil fast unmöglich gemacht, sodass ich die darauffolgenden Filme mit wachsendem Hype erwartet habe.

    Bewertung:
    Genrewertung: 10/10
    Gesamtwertung: 10/10

    "Die Tribute von Panem - Mockingjay Part I"

    Das ist wohl der umstrittenste Teil der Reihe. Entweder man liebt oder man hasst ihn. Dreimal dürft ihr raten, was ich wohl tue. Es gibt die zwei Möglichkeiten: Man findet diesen Film langweilig oder genial. Das, was den meisten Menschen wahrscheinlich nicht gefällt, sind die vielen Dialoge. Das sind jedoch die, die meiner Meinung nach den Film entscheiden und so besonders, aber auch anders als die vorherigen Teile machen. Dieser Film legt nicht so viel Wert auf brachiale Action, sondern auf ruhige, psychische Spannung. Es ist erschreckend, mit anzusehen, wie sich die Protagonistin lieber umbringen möchte als weiter zu leben, zeigt andererseits auch die Tatsache, wie kaputt sie innerlich das Kapitol gemacht hat. Und das ist das Geniale an diesem Film: die ruhige, bedrohliche Spannung, die herankriechende Angst vor dem großen Sturm. Das macht "Mockingjay Part I" zu einem unglaublich heftig spannendem Film, den ich schwachen Nerven nicht empfehlen würde. Denn dieses Action-SciFi-Franchise hat sich langsam, aber stetig in einen düsteren Kriegsfilm verwandelt. Und ich leugne nicht, dass das für manche Jugendliche ab 12 Jahren wahrscheinlich kein empfehlenswerter Film ist, der auch nicht, wie die anderen Teile, für die breite Masse etwas taugt und in meinen Augen trotzdem ein absolutes Meisterwerk ist. Es ist kein gewöhnlicher Blockbuster, obwohl sehr viel Budget in diesem Teil steckt. Vor allem in diesem Teil großes Lob an Jennifer Lawrence (Katniss), Josh Hutcherson (Peeta) und Donald Sutherland (Präsident Snow). Ebenfalls an die Szenenbildner für das simple, aber unglaublich große Areal von Distrikt 13. Es ist ebenfalls sehr spannend, wie sich die Meinungen mancher Menschen durch Manipulation anderer über die Teile hinweg geändert haben. "Mockingjay Teil I" ist ein besonders heftiger, emotionaler, gleichzeitig aber auch erschreckend ruhiger Film, der nichts für schwache Nerven ist.

    Bewertung:
    Genrewertung: 10/10
    Gesamtwertung: 10/10

    "Die Tribute von Panem - Mockingjay Part II"

    Wie lange habe ich auf das große Finale der "Die Tribute von Panem"-Saga hingefiebert! Und dieser Film hat mich nicht enttäuscht. So schlägt der Film zu Beginn noch düstere, aber ruhige Töne wie sein Vorgänger an, legt aber in der zweiten Hälfte mit bombastischer, knallharter Action voll los, so wie es sich für ein würdiges Ende dieser Saga gehört. Dabei lässt er zwar einige Schrecklichkeiten der Bücher weg, was aber an sich nicht weiter schlimm ist, da er die Grundatmosphäre des Buches voll trifft, und der Film sonst sicherlich ab 16 bzw. 18 Jahren freigegeben worden wäre, wo er doch jetzt schon so knapp am FSK 16 vorbeigeschrammt ist. Die Wendung am Ende wurde sehr gut umgesetzt und auch in diesem Film untermalt James Newton Howard den Film mit passender Musik, ohne zu überdrehte Töne zu verwenden. "Mockingjay Part II" ist ein in allen Aspekten überzeugendes Finale dieser atemberaubenden Saga und er löst alle offenen Fragen auf, lässt jedoch noch Platz für Interpretationen übrig. Er bringt diesen schrecklichen Krieg würdig zu Ende, ohne dabei an Schrecklichkeiten zu sparen. Spannend ist es ebenfalls, mitzuerleben, wie verschiedene Menschen hinter ihrer Fassade denken, um ihre Ziele erreichen zu können und zu der schrecklichen Erkenntnis zu Ende zu gelangen, dass die Menschen aus diesem Teufelskreis nie heraus kommen werden. Das Ende wird jeden beschäftigen und in seinen Bann schlagen, denn die Erkenntnis, die die Protagonisten zum Schluss erlangen, ist schrecklich und doch so glaubhaft, da er der menschlichen Identität und dem Aufbau unserer Gesellschaft voll entspricht und daher wirklich die kritischen Beäugungen unserer Gesellschaft in vielen Aspekten toll zu Ende bringt und dem Zuschauer viele Fragen gegen den Kopf wirft, ob unsere Welt wirklich so perfekt ist, mal ganz abgesehen von all den Kriegen. Dieser Film hat es in sich. Wahnsinn!

    Bewertung:
    Genrewertung: 10/10
    Gesamtwertung: 10/10

    Fazit:
    "Die Tribute von Panem" ist ein nachhaltig beeindruckendes Werk, von vorne bis hinten. Es hat mich voll in seinen Bann geschlagen und ich übertreibe nicht mit der Behauptung, dass dies ein absolutes Meisterwerk ist und nicht mehr und nicht weniger als die volle Punktzahl in jeglichen Aspekten von mir bekommt. Hut ab!

    1
    • 4

      Hell no, das war kein gelungenes und würdiges Ende für eine als neue Retterin etablierte Figur der Katniss. Da funktioniert leider gar nichts mehr: abgelatschte Story, eine unüberzeugendste Dreiecksliebesgeschichte seit langem, hölzerne Darsteller, bescheuerte Straßenkämpfe, bescheuerte Entscheidungen, bescheuertes Ende. Einzig Hoffmann und Moore waren so kleine Lichtblicke, die aber in ihrer Eindimensionalität der Figuren verharrten.
      Aber vielleicht liegst ja an der literarischen Vorlage?

      5
      • 6

        Ewiges Propaganda-Geschachere, eine Dreiecksbeziehung die zu keiner Minute funktioniert (eher nervt) und am Ende die ultimative Häuserkampf-Arena. Mit 260 Minuten Laufzeit fühlt sich MOCKINGJAY selbst von Zeit zu Zeit wie ein filmisches Hungerspiel an, ohne ihm jetzt einen gewissen Unterhaltungswert völlig madig machen zu wollen. Aber die beiden Filme sind schon lang, und dann noch Liam Hemsworth (Hmmmmpfff…) und der grauenvolle Josh Hutcherson (Pffffffftttt…).

        Viel mehr gibt es an dieser Stelle auch vorerst nicht zu sagen. Vielleicht läuft MOCKINGJAY bei der Zweitsichtung für mich etwas runder . . .

        7
        • 5

          War für mich einfach ein enttäuschend schwaches Finale.

          6
          • 8

            So...Wäre diese Film-Reihe nun auch auf meiner To-See-Liste ausradiert. Es wird sicher nicht das letzte mal sein, dass ich sie mir ansehe. Für mich nach Harry Potter eine der besten Abenteuer-Filmreihen überhaupt. Teil 1 war der Beste von allen, die anderen reihten sich aber fast nahtlos ein. Der 4. Legt nun mehr ein größeres Augenmerk auf Action, wobei ich mit vorstellen kann, dass der nicht jedem gefällt. Für mich ein Genuss:)

            1
            • 3

              eine leere welt, in der je nach pacing-wünschen übertriebene attraktionen auftauchen, verheizte charaktere und eine geschichte, die auf ein kleines blatt papier passt - auf vier filme gestreckt!
              dazu eine dystopie, wie ich sie bisher nirgendwo liebloser gedacht gefunden habe. es passt einfach vieles nicht zusammen, so als würden sich aspekte und details nach den gerade vorhandenen entwicklungsbedürfnissen des erzählers richten, aber keine in sich logische einheit darstellen.

              2
              • 5

                Ich fand dieses Finale etwas schwach. Klar sind manche Bilder schön anzusehen aber ansonsten ist die Geschichte ziemlich langweilig. Bin nach wie vor der Meinung,dass man den dritten Band nicht auf zwei Filme aufteilen musste!

                2
                • 6

                  Die Kälte der "Panem"-Filme finde ich immer noch bemerkenswert. Keine Ahnung, wer auf die Idee kam, so eine bleischwere Depri-Tour, die ihre Figuren ständig ans Messer liefert, könnte an den Kassen bestehen. Dadurch wird selbst dieses fußlahme Finale anschaubar. Lawrence hat allerdings wirklich keinen Bock mehr und die übrigen Mitglieder des über Gebühr besetzten Ensembles sind ohnehin nur noch Stichwortgeber. Nur Donald Sutherland zieht als (größen)wahnsinniger Despot nochmal alle Register. Das Spektakel der ersten Teile gehört der Vergangenheit an, statt dessen geht es durch Betonwüsten und Abwasserkanäle. Die pathosdurchtränkten Bilder sind aber teils nur schwer erträglich.

                  3
                  • 6

                    Das war also das große Finale von Panem.
                    "Harry Potter" hat gezeigt, wie man es richtig macht. "Panem" scheitert grandios. Eine so oberflächliche, dünne Handlung auf zwei Filme aufzuteilen ist hier nur wegen des Geldes erfolgt. Etwas anderes kann mir keiner erzählen.
                    Wenigstens gibt es eine Handvoll guter Actionszenen, die aber auch nicht besonders spektakulär sind. Eine große finale Schlacht oder ein letztes Duell mit Snow sucht man vergebens. Hier hat sich das Warten absolut nicht gelohnt.
                    Alles in allem eine Quadrilogie, die ihren guten Ruf in meinen Augen nicht verdient. Schlicht und ergreifend overhyped.

                    5
                    • 6

                      -Enthält Spoiler-
                      Tja, der letzte Teil der "Panem-Reihe" war für mich leider der Schwächste. Ich hatte auf ein episches Finale mit einer mitreißenden Schlacht gehofft, aber nichts da. Es wurde noch nicht mal gezeigt, wie die Rebellen Präsident Snow geschnappt haben, auf einmal war er gefangen genommen, ohne das es irgendwie packend inszeniert wurde. Wie kann man ein Finale nur so schwach machen?
                      Sicherlich gab es einige spannende Momente z.B. wenn die Helden in der Kanalisation von brutalen Anphibien attackiert werden oder sie von einer Brühe (oder was auch immer das war) verfolgt werden. Aber das waren auch schon die wenigen Highlights im Film.
                      Am meisten regt es mich jedoch auf, dass Katniss sich am Ende für den falschen Typen entscheidet. Echt mal! Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Mädchen Liam Hemsworth einen Korb gibt und schon gar nicht wegen Josh Hutcherson. Zumal dieser Jammerlappen ihr auch nichts als Ärger eingebracht hat. Gale hat alles für Katniss und ihre Familie getan und da ist ihm ein einziges Mal ein Fehler unterlaufen, der noch nicht mal richtig erklärt wurde, dann will sie schon nichts mehr mit ihm zu tun haben. Während Peeta eine Scheiße nach der anderen anstellt, aber da verzeiht Katniss ihm alles. Das kann man mir doch nicht erzählen. Am Ende war mir Katniss deswegen schon fast unsympathisch.
                      Lichtblicke waren auf jeden Fall die guten Schauspieler: Woody Harrelson, Philip Seymour Hoffman, Stanley Tucci (der hier aber nur einen kurzen Cameo hatte), Jennifer Lawrence etc.
                      Aber im Großen und Ganzen war der Film schon eine ziemliche Enttäuschung und hat fast alles zerstört was die Vorgänger so gut ausmachte. Schade.

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                      • 5 .5
                        Kenduskeag 13.11.2017, 11:16 Geändert 13.11.2017, 13:52

                        Der letzte Film der "Tribute von Panem"-Reihe gefiel mir noch mit am besten, da der Film etwas weniger auf die Teenie Zielgruppe zugeschnitten und weniger langatmig als sein direkter Vorgänger rüberkommt. Dennoch bleibt der Eindruck bestehen, dass diese Geschichte auch in insgesamt zwei Filme gepasst hätte. Unablässig drängt sich hier der Gedanke auf, dass Panem vorgibt mehr zu sein, als es wirklich ist. Zahlreiche bedeutungsschwere Dialoge und das Verweilen der Kamera auf dem Mienenspiel der Protagonisten unterstreichen diesen Eindruck zusätzlich. Die Figuren - allen voran Katniss - erscheinen kühl und distanziert, weshalb es mir schwer fiel, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Elemente wie die Fallen im letzten Teil kommen in ihrer Umsetzung größtenteils recht fantasielos daher, insgesamt besticht die Reihe eher durch ausgefallenes Make-Up und Kostüme, als durch fantastische Storyelemente oder einen detailreichen Weltenbau. So fehlte mir in Panem auch immer ein Stück weit Orientierung. Einerseits gibt es riesige Arenen und zahlreiche Districte, andererseits scheinen die meisten Orte nur einen Katzensprung voneinander entfernt zu sein.
                        Die Handlung ist auch im letzten Teil weitestgehend überraschungsarm und kommt ohne große Highlights aus.

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                        • 9

                          Ich bin überrascht, dass die Geschichtsführung am Ende dem Ganzen dann doch noch Logik geschenkt hat.

                          Respekt an die versteckten Hinweise, musste öfters zurückspulen.

                          Am Ende macht die Beziehungssituation Sinn, die Politik macht wieder Sinn, Ihre Logik macht wieder Sinn und es findet sich alles zusammen.
                          Mich hat dieser staatskritische Mehrteiler überrascht. Erst diese komische Kameraführung, dann ging es um das Filme machen, wie man Revolutionen aufbaut... Respekt. Ich frage mich, ob man Profis die das selbst tun engagiert hat, oder ob man sich alles ausgedacht hat.

                          Hat mich gefreut, dieses Werk zu sehen, obwohl ich es schade fand, dann doch keine rote Rüstung zu sehen :(

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                          • 7

                            Großes Finish, endlich . Wobei meine Erwartung gebremst war da ich das Buch gelesen und für furchtbar befunden habe, allerdings sehe ich schon daß man insbesondere in der zweiten Hälfte eine lange Actionpassage hat die sich in filmischer Form viel besser präsentieren läßt als in geschriebener. Die vorherigen Filme haben den Standard insgesamt hoch angesetzt und gerade die Figur Katniss durch Jennifer Lawrences Darstellung etabliert. Und nun läuft alles auf das große Finale raus auf das vielleicht jeder gewartet hat, ich aber nicht. Um es kurz zu halten: im Grunde gibt’s nichts zu meckern, die Action ist solide, die Spannung gegeben und die Geschichten werden zu soliden Enden gebracht. Aber irgendwie ist der Film unterkühlt, liefert kaum emotionale Bindung und läßt einen distanziert zurück. Fans werden zufrieden sein, Buchkenner bekommen genau was zu erwarten war und es bleibt die Erkenntnis: Panem ist eine große Kinoserie, das Finale ist aber nicht das beste Kapitel.

                            Fazit: Solides Finale mit vielem Guten, aber genrell kaum mehr emotional bewegend

                            Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=gS4IP4tt_fU

                            • 7 .5

                              Ich fand den Abschluss der Story doch ziemlich überraschend und, in der letzten halben Stunde, auch etwas enttäuschend. Dennoch im Ganzen unterhaltsam.

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                              • 7 .5

                                Kein krönender Abschluss, aber auch kein schlechter. Zumindest besser, als der vorige Teil.

                                PS: Bin ich der Einzige, der Katniss nicht leiden kann?

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                                • 6 .5

                                  Der letzte Teil der Reihe setzt die Ähnlichkeiten mit Herr der Ringe fort, dieses Mal noch mehr in Richtung Schlacht. Katniss und Peeda sind zusammen auch ein passabler Frodo...kurzum, Teil 1+2 sind deutlich eigenständiger mit ihren schillernden Figuren, der letzte Teil wirkt wie ein Film den man schon mal gesehen hat - und das Ende ist nun wirklich so gar nicht überraschend

                                  • 4 .5
                                    shortybuster 08.03.2017, 17:30 Geändert 08.03.2017, 17:31

                                    Der überraschend klägliche CGI-Abschluss einer ansonsten überdurchschnittlichen Dystopie-Saga für Teenager. Grau in grau, teilweise lustlos, verloren in schwermütigen, aber schematischen Dialogen, überraschungsarm bis zum Schluss, aber vor allem eins: unepisch und eines großen Finales unwürdig. Unterkühlte Emotionen bei den Figuren, unterkühlte Emotionen bei den Zuschauern, die nicht mehr mitgerissen werden können.

                                    Der zweite Teil des letzten Panem-Films setzt dem Kampf zwischen den verarmten, unterjochten Distrikten und dem im Luxus schwelgenden Kapitol ein schnörkelloses und ideenarmes Ende, ohne den offensichtlich stattfindenden Krieg (die Ruinen könnten Geschichten erzählen) auch tatsächlich darzustellen. Allein deswegen ist "Mockingjay Teil 2" schon kein bombastischer Action-Reißer, sondern ein unentschlossenes, zögerliches und - beide Teile des dritten Films zusammengenommen- zu geschwätziges Drama, das mit seiner dosierten Action zu kalkuliert wirkt, um ausgelassen genießbar zu sein.

                                    Bereits mit der ersten Viertelstunde wird noch einmal offenkundig, was geschehen muss in diesem Krieg, und es folgt die übliche Geschichte über schmerzhaften Verlust gemixt mit Kampf und Wille bis zum Schluss - eine Geschichte, die die eklatante Spielzeit von über zwei Stunden nie wirklich rechtfertigen kann und pikanterweise in der Schlussphase doch noch gehetzt wirkt.

                                    **Leichter Spoiler zum Ende**
                                    Zu allem Übel verkommt auch noch das Ende zum verkitschten Ideal der Biedermeier-Epoche und greift damit in die schlimmste Klischeekiste. Nicht, dass solch ein Ende per se zu belächeln wäre, aber die Figuren, ihre Charakterisierung, ihre Erlebnisse und Entwicklungen werden kurzerhand über Bord geworfen.

                                    6
                                    • 7 .5
                                      ChaozzZJohnny 27.02.2017, 20:44 Geändert 27.02.2017, 20:49

                                      Überrascht mich, dass der Film bei der Zuschauerschaft so schlecht davonkommt, für mich war er der beste der ohnehin nicht so prallen Panem-Reihe.

                                      Das CGI war beschissen, aber nicht so beschissen wie davor.
                                      Die Handlung war kompromissloser.
                                      Die Actionszenen nicht so schlecht inszeniert wie zuvor.
                                      Und irgendwie war er auch ab und an mal spannend.
                                      Ich fand auch endlich mal die Tonmische nicht so furchtbar unausgewogen.

                                      Dass es eine theatralische, vorhersehbare Teenie-Coming-of-Age-irgendwas-Schmonzette mit teilweise richtig kitschigen Fremdschammomenten und einer verdammt lächerlichen Endszene ist ... naja ... was erwartet man halt auch nach drei ebenso theatralischen, vorhersehbaren Teenie-Coming-of-Age-irgendwas-Schmonzetten mit teilweise richtig kitschigen Fremdschammomenten?

                                      Vor allem der "Bombing-Scene" zolle ich aber Respekt. Durch den Aufbau und die Ausführung kam eine unerwartete Härte in die ansonsten glattgelutschte Handlung, die Szenen sonst ständig heroisch enden ließ.

                                      (Wie immer, wenn die Wertung zu hoch erscheint: Einfach einen bis anderthalb Punkte abziehen, dann passt es eher zum Wertungskonsens der Seite, aber ich bewerte für mich nach einem eigenen Konsens. ;))

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                                        alex023 24.02.2017, 20:24 Geändert 24.02.2017, 20:30

                                        Manchmal denke ich, dass man sich so sehr zwischen all den anderen Menschen verliert, dass der Blick für richtig und falsch, gut und schlecht und alle anderen großen Konfrontationen versperrt wird. Immer dann ist man nicht im Stande, zu wissen, was man eigentlich will. Am Rande sausten Lichter von Häusern, Laternen oder sogar Taschenlampen (man mag es sich gelegentlich vorstellen) blitzschnell wie die Autobahn unter uns vorbei. Meine Gefühle spielten seltsam verrückt zu dieser Zeit, doch ich reduzierte die innere Aufregung mit einer Normalitätseinordnung, ja, war ich doch gerade 17 Jahre alt. Damals bestand der Alltag aus diesem sich stets wiederholenden Trott, mehrere, unendlich lange Schulstunden, von denen sich jede einzelne länger als 45 Minuten anfühlte. Der regelmäßige Schabernack mit dem Sitznachbarn in Englisch wurde zur Routine, das hitzige Wortgefecht zwischen dem Chaoten und der Deutsch-Lehrerin versüßte zwar den Augenblick, aber großes Glück waren nur diese Bio-Doppelstunden, in denen der Lehrer uns stets mit einem Haufen Arbeitsblättern für die komplette Zeit alleine ließ, um, naja, „kopieren zu gehen“; was für die meisten dummes Gelaber und Geläster bedeutete. Oh, der Christian hatte mit der Anna rumgeknutscht, auf dieser einen Party, zu der ich natürlich nicht eingeladen war.
                                        In diesen frühjährlichen Tagen las ich gerade auf Empfehlung einer Mitschülerin hin den neuesten Hype in der „Young Dystopia“-Szene, wobei es wohl der erste dieser Sorte war, dem noch viele folgen sollten (womöglich hat nur „Twilight“ das alles begonnen): „The Hunger Games“, oder wie wir es natürlich nannten: „Die Tribute von Panem“. Zugegeben: ich fand das schon ganz nice. Auch wenn ich schon dieser Zeit irgendwie weitaus anspruchsvolleres verschlungen hatte, packte mich die Geschichte, obwohl ich den Schreibstil als schlecht abtat und mich die Protagonistin und Erzählerin nervte. Doch ich war so angetan von der Spannung, dass ich auch die beiden Fortsetzungen las. Zur gleichen Zeit behandelten wir im Englisch-LK zum ersten Mal Shakespeare und lasen „Much Ado About Nothing“, zu dem wir uns dann auch gleich eine Theateraufführung anschauen wollten. Kursausflug! Zum Glück gab es da diese paar Leute, die schon mit Volljährigkeit, Führerschein und Auto ausgestattet waren, da der Weg aus unserem Kaff bis zum Schauspielhaus nun nicht unbedingt ein Katzensprung gewesen war. Und während ich bei diesem Pärchen mitfuhr, alles irgendwie eine spannende, interessante Angelegenheit war (im Dorfleben passiert sonst absolut nichts von Relevanz), vermischen sich in meiner Erinnerung die Eindrücke von Theaterstück, Autofahrt, dem in der Pause verschwundenen Libanesen und dem Jugendroman zu einer großen, seltsamen Blase.
                                        Geht es in der Geschichte von Katniss Everdeen nicht auch gerade darum, dass sie sich von einer relativ stabilen, weil sich so in Abhängigkeit von allem anderen befindenden, Selbstwahrnehmung zu einem Subjekt verloren in Eindrücken, zwischen Ratschlägen und Befehlen, eigenen Ideen und Entscheidungen entwickelt? Vielleicht bedeutet der Reifeprozess, den man in einem bestimmten Alter durchläuft (wenn man mit der westlichen Moderne sprechen möchte), so ein wenig das Gegenteil. Man versucht sich in bestimmten Zusammenhängen zu verorten und vielleicht mag das an irgendeinem Punkt endlich mal gelingen und man ist für den Augenblick zufrieden.
                                        Ich erinnere mich noch daran, wie ich „Mockingjay“ lesend im Zug saß und mir vorstellte, dass man diesen doch eher blöden Roman doch, zumindest zum Ende hin, ganz ansprechend und spannend verfilmen könnte. Nun, ich hätte es bei der Vorstellung belassen sollen.

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                                        • Der ausführliche Podcast zu beiden Abschlussfilmen:

                                          Im Podcast haben wir die beiden Filme nicht getrennt besprochen, also werde ich das hier auch nich tun. Für mich geht es also gleich um beide Filme, um ein Ende der "Hunger Games"-Geschichte.

                                          Ich habe hier wieder mehr Probleme als zu Beginn oder der Mitte der Saga. Im ersten Teil geht es um Katniss und ihre Unangepasstheit. Im zweiten Teil formt sie damit die Welt um sich herum. Und hier geht es dann leider viel zu stark um eben jene Welt, die in den bisherigen Teilen einfach viel zu schwach aufgebaut wurde.

                                          Nun gut, dann bleiben wir also bei Katniss. Eine wirklich spannende Heldin, ein ganz eigener Helden-Typ. Hineingeworfen in ihre eigene Erzählung, als Symbol herausgepickt für die Rettung der Welt. Dabei will sie eigentlich nur ihr eigenes Fleckchen Erde genießen, ihre Menschen um sie herum und nichts von großen Revolutionen wissen. Ihr wird die Heldinnen-Rolle aufgedrückt, die sie ohne Korsett bestreiten will und auch hier wieder nach eigenen Regeln und Vorstellungen arbeiten. Schön, sehr schön.

                                          Schlussendlich kann ich sie aber nur aus einer gewissen Distanz respektieren, wirklich dafür lieben leider nicht. Meine Helden folgen einem anderen Schema, mir sind die fehlbaren und angeknacksten Helden mittlerweile über.

                                          Insgesamt ein uneleganter Abschluss einer sehr schönen Filmreihe, der wie so oft an der Aufteilung in zwei Filme krankt, dadurch zu wenig Tempo besitzt und zu aufgebläht daher kommt. Katniss hat sich ihren Platz in der Heldenriege aber mehr als verdient.

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                                            Völlig langweilig inszenierter Abschluss der Panem Reihe, der sich gänzlich uninspiriert und vorhersehbar präsentiert. Man muss eine geschlagene Stunde abwarten, bis endlich mal so etwas wie Spannung entsteht. Bis dahin hat man die Jammerei der Figuren und die triste Atmosphären freie Präsentation eh schon satt und weiß, dass egal was noch kommen mag, dieser Abschluss nicht mehr zu retten ist. Einige unfreiwillig komische Szenen später ist es dann auch endlich vorbei. 2 Stunden Zeitverschwendung.

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                                              Vielleicht ein guter Film und/oder eine gute Trilogie +1. Ich bin allerdings nie so ganz mit den merkwürdigen Charakteren warm geworden und die LoveStory lässt mich kalt. Der Präsident des Grauens hatte was. Wann und warum die Clownin die Seiten gewechselt hat, ist mir irgendwie entgangen. Das Panem-Universum ist auch irgendwie aus Pappe.
                                              Der letzte Teil zeigt sich wie erwartet sehr actionlastig. Er ist aber darüber hinaus für einige sehr lehrreich. Und zwar für die, die immer noch glauben, die Welt in gut und böse einteilen zu können.

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                                                Hm, die negativen Kritiken hier überraschen mich dann doch etwas, aber seis drum.
                                                Das Finale ist in der Tat ein Finale.
                                                Genialer Soundtrack, Kamera- und Tonarbeit auf höchstem Niveau, fesselnde Story mit einigen überraschenden Wendungen...
                                                Das Adrenalin wird in die Höhe gepuscht und als Zuseher erlebt man ein Wechselbad der Gefühle.
                                                Teil 2 lässt kaum Wünsche offen und in Anbetracht der Tatsache, daß dieses Genre eigentlich so überhaupt nicht mein Genre ist, so gibt es für mich für den zweiten Teil wie auch für diese ganze Reihe auch nur ein...
                                                Fazit: Ehre wem Ehre gebührt - Großes Kino !!!

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                                                • 6 .5

                                                  Tja, leider tatsächlich der schlechteste Teil der Reihe. Und ich dachte eigentlich, der Dritte wäre der schlechteste. Immernoch gut ansehbar aber so richtig kicken wollte er mich nicht. Besserer Duchschnitt.

                                                  • 4 .5

                                                    Der letzte ist leider der schlechteste Teil der Filmreihe - und eigentlich völlig unnötig, da man ja unbedingt aus dem letzten Buch zwei Filme machen musste: gut für die Einnahmen, schlecht für den Film. Die Story im letzten Teil passt auf einen Bierdeckel: Hut ab für einen Film, der 2 1/4 Stunden geht. Jennifer Lawrence kommt dementsprechend gelangweilt rüber, Woody Harrelson und Philip Seymour Hoffman spielen leider nur ganz am Rande und die paar gelungenen Special effects können den Film auch nicht mehr retten. Ein schlechter Abschluss, der leider einen faden Beigeschmack hinterläßt.