Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins - Kritik

The unbearable lightness of being

US · 1988 · Laufzeit 171 Minuten · FSK 16 · Drama, Erotikfilm · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Eine sehr gute Milan Kundera Verfilmung die von Regisseur Philip Kaufman super inszeniert wurde. Das Daniel Day-Lewis ein genialer Schauspieler ist muss man niemanden sagen. Er spielt den Arzt zwar eher weniger überzeugend dafür aber den Casanova. Wenig arbeiten dafür mehr Zeit haben zum herum hurren, Tomas(Day-Lewis) erinnerte mich einwenig an Charlie Harper.
    Was mich aber dennoch einwenig irritierte ist das er ein Tscheche spielt und überhaupt nicht wie ein Tscheche oder geschweige wie ein Osteuropäer aussieht und auch sein Charakter bis zum Namen erinnert mich nicht an einen Tschechischen Arzt.
    Der Film ist nicht nur Sex oder Romanze sondern erzählt auch eine politische Geschichte was dem Film zugute kommt. Das weitere Cast konnte mich mit Juliette Binhoche, Lena Olin und Stellan Skarsgard überzeugen.

    Empfehlenswert.

    10
    • 9

      Mein Fazit:

      Leider hat mein Freund den Film nicht gaanz aufgenommen, ein paar Minuten fehlen, sehr zu meiner Enttäuschung. Somit kann ich auf das Ende des Films gar nicht eingehen, weil ich es einfach nicht weiß.

      Aber dennoch hat dieser Film mich sehr beeindruckt. Eine noch sehr junge Juliette Binoche strahlte mir entgegen und es war einfach entzückend, ihr erfrischendes Gesich zu sehen. Sie hat die Rolle der Tereza sehr gut gemeistert und ihre Position behauptet. Aber die Hauptrollen spielen im Grunde Daniel Day-Lewis und Lena Olin! Ein Paar, das sich im Wesen ähnelt, dennoch scheuen sie vor einer festen Bindung zurück. Das Paar konnte die Magie und die Leidenschaft glaubhaft wie auch wunderschön rüberbringen. Ich habe ihnen gern beim Sex zugesehen *smile*

      Was ich sehr gut fand, war, als die Szenen mit dem Einmarsch der Russen in Prag kamen. Sie waren bewußt in schwarz-weiß-Bildern gehalten und erschienen eher dokumentarisch als filmerisch. Der Clou: Tomas und Tereza waren stets zu sehen, sind also nachträglich eingearbeitet worden. Und man sieht es dem Film nicht an. Für 1988 eine unglaubliche Arbeit, sensationell!

      Alles in allem ist es eine ziemlich tiefgründige Geschichte, die mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Sensibilität dargestellt wird. Und die Komik kommt bei weitem nicht zu kurz! Ein sehr anspruchsvoller Film, der nicht für jeden geeignet ist!

      Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.04.2008.

      • 10

        Jeder, der den Film mit weniger als 8/10 bewertet, ist für mich ein widerwärtiger Idiot hoch 1000.

        Ja, ich weiß, ich bin die Reinkarnation von Himmler-Goebbels-Hitler oder so, weil ich mir anmaße, so etwas zu sagen und nicht nur zu denken! ;)

        • 5 .5

          Dieser kack Hut von der Sabina/Lena Olin immer...

          • 8 .5

            Original auf Tschechisch "Nesnesitelná lehkost bytí". Sowohl die deutsche Version "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins", als auch die englische Übersetzung "The unbearable lightness of being" zeigen das Können des tschechisch-französischen Schriftstellers Milan Kundera in der wunderbaren filmischen Umsetzung unter der Regie von Philip Kauman.

            • 10

              Gefühlvoll gekonnte Verfilmung des Bestsellers von Milan Kundera. Tomáš liebt die Frauen, und Tomáš liebt Teresa. Aus diesem ständigen Spannungsdreieck vor dem Hintergrund des entstehenden Kommunismus in der Tschechei und der Niederschlagung des Prager Frühlings versteht es Kundera in der Litaraturvorlage perfekt, die Spielarten der Liebe und die Denunziation und Feigheit des Einzelnen im Spitzelsystem des Sozialismus zu zeigen.

              Juliette Binoche spielt wunderbar natürlich die Kellnerin Teresa.

              Vierkantgesicht und Dauergrinser Daniel Day-Lewis wählt seine Rollen sehr akribisch aus, bis er irgendwo zusagt. Und er macht seine Sache als Verführer Tomáš auch hier sehr überzeugend.

              Lena Olin war damals ein heisser Feger, und füllt die Rolle der verführerischen Sabina perfekt aus.

              Die Musik des längst verstorbenen tschechischen Komponisten Leoš Janáček passt ideal zur leicht schwermütigen und verträumten Szenerie.

              Regisseur Philip Kaufman („Die Körperfresser kommen“ mit Donald Sutherland 1978) gönnt dem Thema eine extrem lange Laufzeit (165 min.), die ihm aber die Gelegenheit gibt, seine Charaktere in Ruhe zu entwickeln. Dies gelingt ihm ohne Zweifel perfekt.

              Fazit: Eine der schönsten und aufrichtigsten Liebesgeschichten aller Zeiten. Man muss schon hartgesotten sein, um am Ende nicht zu weinen.

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              • 7
                jeanpatrick 26.07.2016, 18:01 Geändert 27.07.2016, 08:27

                Den Film habe ich kurz nach seinem Erscheinen im Jahre 1988 im Kino gesehen. Schon damals fand ich ihn recht ansprechend. Das Hauptthema ist der Gegensatz zwischen unkomplizierten und zeitlich begrenzten sexuellen Abenteuern auf der einen Seite und dem Anspruch, eine feste und dauerhafte Beziehung zu führen. Das Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen und Gedanken bringt der Film recht ordentlich auf den Punkt. Allerdings ist die Einbindung des Themas in die historischen Ereignisse während des Prager Frühlings und dessen gewaltsamer Zerschlagung, nicht wirklich überzeugend.
                Auch nimmt man es dem leichtlebigen Tomás nicht so recht ab, dass er sich letztlich gegen die „Leichtigkeit“ des Seins entscheidet. Nachdem ich den Film jetzt noch mal auf „arte“ gesehen habe, erscheint er mir etwas zu lang geraten. Eine halbe Stunde weniger hätte bestimmt keinen Schaden angerichtet. Was die schauspielerische Seite anbelangt, ist vor allem die Leistung von Juliette Binoche hervorzuheben. Mit ihrer durch und durch sinnlichen Präsenz verleiht sie diesem Film eine ganz besondere Note. Ich fühlte mich unweigerlich an den Film „Verhängnis“ von Louis Malle erinnert, in dem ihre Sinnlichkeit und erotische Ausstrahlung noch intensiver zum Ausdruck kommt.

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                • 8

                  Hab den Film durch Zufall vor einigen Jahren mal im TV gesehen und obwohl ich erst dachte er ist langweilig, hat er mich doch irgendwie gefesselt.

                  • 6 .5

                    Für meinen Geschmack einfach viel zu sehr in die Länge gezogen und Lena Olin konnte ich auch noch nie leiden... Aber ansonsten ok wenn man die nächsten 3 Stunden nichts weiter vor hat.

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                    • 9 .5

                      Das Buch ist unschlagbar, der Film eigentlich auch, Olin ist hinreißend, Frau Binoche geht mir mit ihrem dauerbetroffenen Gesichtsausdruck seit einigen Jahren mehr und mehr auf die Nerven-ein Wehrmutstropfen!

                      • 10

                        Eine wunderbare, zeitlose Literaturverfilmung. Ein Meisterwerk.

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                        • 7

                          Sexualität hier, Politikgeschichte da, Juliette Binoche, andere Schauspieler aus mindestens 5 anderen EU-Ländern, die seltsame paneuropäische Akzente kreiert haben und eine Literaturverfilmung - Arte würde "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" sicher gerne in Dauerschleife laufen lassen.
                          Kein schlechter Film, auch kein schlechter Roman, reißt mich beides einfach nicht sonderlich mit.

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                          • 10

                            Allein der Titel enthält in seinem ambivalenten Antagonismus Stoff genug für ein philosophisches Seminar. Das Leben könnte so leicht sein. Beschwingt verfolgen die drei Hauptfiguren ihre hedonistischen Ziele und es entsteht ein Dreiecksverhältnis, das durch den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in Prag heftig durcheinandergewirbelt wird. Damit bekommt die Geschichte eine feste zeitliche Einordnung. Das Geniale daran ist die wechselseitige Beeinflussung von Liebesbeziehungen und politischen Verhältnissen. Im dritten Teil sehen wir zwei Protagonisten wieder nach Flucht und Rückkehr in die CSSR bei ihrer Auseinandersetzung mit den wiedererstarkten Altkommunisten. Der unpolitische Womanizer und Chirurg Thomas (Daniel Day-Lewis) wird nicht zum politischen Wendehals dafür aber menschlich reifer. Fast ebenso ergeht es seiner Ehefrau Theresa (Juliette Binoche). Die Szene, in der sie und die Dritte im Bunde (Lena Olin) sich gegenseitig nackt fotografieren ist eine der schauspielerischen und dramaturgischen Highlights des Films. Es knistert zwischen beiden, die eigentlich Rivalinnen sind. Zuvor kommt der böhmische Charme zum Einsatz. Selten gab es eine lustigere Trauung!
                            Nach mehreren überraschenden Wendungen kommt der Schocker am Schluss. Es ist nichts für Happy End Fetischisten. Und es ist nicht nur so, dass das, was erzählt wird, unter die Haut geht, sonder auch wie es erzählt wird. Im ach so leichten Leben mit vielen Höhen gibt es halt auch unerträgliche Tiefen. So ist halt das Leben. Kongenial von Regisseur Kaufman und Romanautor Kundera. Spannend, berührend, meisterhaft!

                            7
                            • 7

                              Nachdem ich das Buch gelesen hatte, bin ich mit einem hohen Anspruch und orfreude an den Film gegangen. Nur leider habe ich oft auf die Uhr geschaut, weil er mir nicht gefallen hat. Zum Beispiel war mir Sabina so unsympatisch im Film. Dafür ist Juliette Binoche echt eine der schönsten Frauen die es gibt.
                              Die Musik ist wunderbar. Lass grad auch das Hauptmenue laufen, um sie zu hören :)

                              • 9 .5

                                Ein wahrer Genuss, wenn man Buch als auch Film konsumiert, da beide so unterschiedlich agieren, und trotzdem am selbem Fundament aufgebaut sind. Aufjedenfall empfehlenswert! Herausragende Leistung, ein solches Buch für die Leindwand schmackhaft zu machen.

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                                • 8 .5

                                  War ein klasse Film seinerzeit im Kino.
                                  Eine Romanze die auch mir gefallen hat.

                                  • 6

                                    Sehr langatmiges Drama, welches teilweise zum dahingleiten einläd.

                                    Ich selber hab das Buch nie gelesen und fand auch die Verfilmung etwas anstrengend.
                                    Zuviel Dialoge und zu lange Bildersprachen waren das Problem, auch diese Beziehungsgeschichte war nicht so meins.

                                    Der geschichtliche Hintergrund des Prager Frühlings war ein ganz interessanter Aspekt des Film, mehr begeisterte mich aber auch nicht an ihm.

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                                    • 10

                                      Der Filmtitel ist allein die 10 Punkte wert. Einzig das Ende im Film ist ein bisschen "komisch". Die Erotikszene vom ersten Mal zwischen den Beiden Hauptdarstellern ist einfach genial. Naja, man kann nicht alles haben. :)

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                                      • 9

                                        Wunderschöne Verfilmung eines grandiosen Buches! Tolle schauspielerische Leistungen von Binoche und Olin. Hut ab!