Die Welt sehen - Kritik

Voir du pays / AT: The Stopover

FR/GR · 2016 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 7 .5

    (..) Delphine und Muriel Coulin interessieren sich wie bereits in ihrem starken Debüt „17 Mädchen“ letztendlich für die Reaktion. Was passiert, wenn starkes, weibliches Selbstbewußtsein auf antiquierte Rollenvorstellungen treffen. Waren es bei den „17 Mädchen“ die nahezu gesichtslosen Väter, die kaum bis gar keine Verantwortung für ihren Nachwuchs übernommen haben, sind es bei „Voir du pays“, wie der Film im Original heißt, die als Nebenfiguren auftretenden männlichen Soldaten, die sich den Frauen gegenüber wie „Übermenschen“ verhalten.

    • 7

      Dabei entsteht ein nachdenkliches, vielschichtiges Drama, das einerseits den Schwierigkeiten nachspürt, die die Protagonistinnen als Frauen in der Männerdomäne Militär bewältigen müssen, das andererseits aber auch Fragen aufwirft um den Sinn des Kriegseinsatzes und um die Situation in Europa. [Kirsten Taylor]

      • 8

        In einem Urlaubsresort absolvieren SoldatInnen ein »Dekompressions-Camp«. Eine hässliche Eskalation, die die strukturelle Gewalt der Institution Militär bloß legt. [Alexandra Seitz]

        • 7

          Viele Themen reißen Delphine & Muriel Coulin an, was ihren Film vielschichtig und reich macht. [Michael Meyns]

          • 5
            outnow 29.09.2016, 11:58 Geändert 29.09.2016, 11:58

            Voir du pays bleibt so emotionslos, wie es die Strukturen der Armee nur erlauben, und wenn Emotionen aufkommen, erscheinen sie aufgrund der Gleichgültigkeit des Films eher fehl am Platz. [Yannick Bracher]