Don Jon - Kritik

Don Jon / AT: Don Jon's Addiction

US · 2013 · Laufzeit 94 Minuten · FSK 16 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Joseph Gordon-Levitt ist sowohl Regisseur, Drehbuchautor als auch Protagonist des Filmes. Er spielt einen Porno- und Fitnesssüchtigen, der wöchentlich brav zur Kirche geht und dazu noch ein angenehmer Familienmensch ist. In einem Club lernt er Barbara (Scarlett Johansson) kennen und verliebt sich sofort in sie. Einer echten Beziehung steht seine Sucht im Weg. Seine Pornos geben ihm einfach mehr als echte Frauen. Eine für mich neue Story mit sehr guten Schauspielern. Eine weitere wichtige Rolle nimmt außerdem Julianne Moore als Mitschülerin von Jon ein. Für mich ein guter Film!  Nichts Weltbewegendes, aber kann man sich ansehen.

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    • "I fucking loose myself..."
      Das ist doch eigentlich ein gar nicht so schlechter Zustand oder? Für Don ist es zumindest der Grund für seine Pornosucht. „Für einen Moment lang - erzählt er uns - blende ich all die Scheiße aus. I fucking loose myself.“ Es scheint im ersten Moment echt verrückt, wenn er sich nach dem Sex mit seiner heißen Freundin (Scarlett Johanson) aus dem Bett an seinen Computer schleicht, um sich bei Pornos einen runter zu holen. Pornos sind für ihn besser als echter Sex, denn man bekommt eben genau das, was man will. Und das auch noch ganz einfach! Besser geht’s doch gar nicht oder!? Und machen das nicht tausende Leute auf eine andere Weise, wenn sie sich am Wochenende mit Alkohol und Koks wegbeamen? Ist das nicht irgendwie das Selbe?

      Die Frage ist, macht es auf Dauer glücklich??
      Denn das alles ist, wie es Esther, eine Mitstudentin von Don ausdrückt, „nicht echt.“
      Im Grunde ist es für ihn ein Zwang, eine Flucht vor der Realität und letztendlich vor den Untiefen seines Selbst. Die Pornos genauso wie seine Selbstdarstellung.
      Erst als ihn seine scheinbar perfekte Freundin wegen seiner Pornosucht verlässt und er sich auf echte Nähe mit der reiferen Esther einlässt, verwandelt sich seine gespielte Coolness in entspannte Souveränität und Glück. In dem Moment, in dem er seine Obsession aufgibt, sich in einer anderen Person „verliert“, findet er zu sich selbst. Obsession wird zu echter Liebe...

      THEMA OBSESSION auf unserem Filmblog https://blog.indieswitch.de/

      • 4 .5

        Beim Abspann fragt man sich, was man jetzt da eigentlich gesehen hat? Hat Regisseur Gordon-Levitt (auch Drehbuch und Hauptrolle) Eine Sex Groteske gedreht? Einen Softporno oder ein Coming of Age? Am Ende verkauft er uns noch eine Message, die so alt ist wie die Welt.
        Oder musste das mal gesagt sein, weil Männer ohnehin nur das Eine im Sinn haben und in jedem Satz mindestens ein F-Wörtchen vorkommen muss, im Deutschen gefolgt von ‘Dich‘.
        Auf dem faktischen Boden der Tatsachen stellt sich dieser Masturbations-Marathon so dar, dass Jon ein sexsüchtiger Dauerwichser ist, der nicht nur immer kann, sondern auch immer will. Dazu schaut er Pornos an. Er geht brav zur Kirche und zur Beichte (sic!) und faselt im Fitness Studio laufend Gebete.
        In dieses eintönige Leben zwischen Training und Kirche kommt Bewegung, als er Barbara (Scarlett Johansson) begegnet. Die zickt zwar noch ein bisschen rum bis sie endlich ‘Ja!‘ sagt zu ihrem neuen Beglücker, doch als sie seine Pornosucht bemerkt, gibt sie ihm den Laufpass. Justament in diesem Augenblick taucht die reife Esther (Julianne Moore) auf, die Mann und Sohn verloren hat und ihn zu einer reiferen Einstellung zum Sex bringt. Nicht so besitzergreifend, keinerlei Eheabsichten…Und genau das hat Don gesucht. Loriot hätte dazu bemerkt ‘Ach was!?‘
        Auch das Umfeld kommt sehr grotesk rüber. Seine Freunde sind echte ‘Arschlöcher‘, seine Familie, abgesehen von der stillen Schwester Monica (Brie Larson) angepasste Kaputtniks.
        Letzter Satz nach der letzten Matratzeneinlage von Jon und Esther ‘Sie sind gemeinsam verloren‘. Wer hätte das gedacht?
        Eine Sexgroteske, die die Welt nicht braucht.

        • 3

          Scarlett Johannson in ihrer billigsten Rolle.

          • 7 .5

            Das sind die kleinen, freudigen Überraschungen: Joseph-Gordon Levitt ist seit vielen Jahren ein überaus aktiver Darsteller der auch alle Genres problemlos absolviert, von Komödie über action bis hin zu Drama. Nun erweitert er sein Spektrum um seine erste Regiearbeit zu der er auch das Drehbuch geschrieben hat. Und wer hätte das gedacht: er entfernt sich von einem simplen Mainstreamfilm (die reine Inhaltsangabe hätte auch eine seichte Komödie ergeben können) und macht etwas völlig eigensinniges. Das geht manchmal schief, hier hats bestens funktioniert: Levit begeistert als fanatischer Pornofan der versucht eine Beziehung im wahren Leben zu führen. Die Story ist dabei simpel, begeistert mich ganz persnlich aber vor allem in einem Punkt: er liefert mal einen Beleg dafür daß es nicht wirklich etwas erstrebenswertes ist die vermeintliche Traumfrau abzukriegen wenn die sich (wie eben hier) als unfassbare Zimtzicke erweist. Ansonsten holt der Film den lange vermissten Tony Danza zurück der als Fernsehdad aus „Wer ist hier der Boss“ bekannt ist, hier aber das totale Gegenteil seiner damaligen Rolle spielt und damit einige sehr vergnügliche Szenen liefert. Wie eben der gesamte Film: trotz des an sich ernsten Themas wird’s im Gesamtresultat kurzweilig, vergnüglich und stellenweise entlarvend. Und trotz des Themas wird’s niemals geschmacklos. Großartig!

            Fazit: Eigensinniger Film, gewitzt und clever ausgedacht und inszeniert. Levitt macht Lust auf mehr!

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            • 7 .5

              Das Thema Internet-Pornografie und Sexsucht in dieser Weise zu bearbeiten halte ich zunächst für unbedingt lobenswert. Ohne moralischem Zeigefinger und mit bitter süßem Blick auf die Kirche, mit diesem Thema umzugehen, spielen hier drei großartige Schauspieler, die konsequent in ihrer Rolle bleiben.

              • 4 .5

                Alias Der Wichser. Wenn man die heißesten Frauen abbekommt, und trotzdem nur richtig Spaß hat, wenn man sich auf Pornos einen runter holt, läuft gewaltig was schief. Ernsthaft, wenn ich Scarlett Johansson in der Kiste liegen habe, und nach getanem Werk den Laptop aufklappen und Hand anlegen würde, würde ich mich selbst zur Notschlachtung freigeben. Zugegeben, kein wirklich realistisches Szenario, aber dennoch, das würde mir ernsthaft zu denken geben.

                Es ist ein ungewöhnliches Thema für einen Film, und so eine Rolle zu spielen, dürfte selbst von einem Profi eine gewisse Selbstüberwindung verlangen. Das spricht für den Film. Auch der Umgang mit der pornösen Reizüberflutung aus dem Netz ist durchaus gelungen. Selbst die obskure Therapie passt irgendwie, und der leichte Seitenhieb gegen die Kirche und den willkürlichen Absolutionskrampf hat was. Trotzdem ist der Film insgesamt schlicht und ergreifend langweilig. Es werden etliche Dinge aus den Bereichen Beziehung und Sex abgearbeitet, aber mit fortlaufender Dauer fand ich es immer anstrengender, den Film zu gucken.

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                • 4

                  Hätte mein Film werden können, aber Don und ich sind dann doch zu verschieden.

                  • 6 .5
                    K. 08.05.2017, 16:01 Geändert 11.05.2017, 09:44

                    Möge Spoiler enthalten.
                    Sicherlich ist es ein Leichtes, in 'Don Jon' eine oberflächliche Teeniekomödie zu sehen, die keine wirklich innovative Story aufbietet, dafür aber einiges an pubertärem Humor.
                    Aber das eigentlich Interessante steckt hier in der herrlich selbstironischen Metaeebene.
                    Vielleicht hab ich da auch nur einiges reininterpretiert, was in der Form kaum gewollt war, aber für mich passte da letztendlich mehreres zusammen.
                    Für mich handelt dieser Film von der fehlenden und nur bruchstückhaften Darstellbarkeit zwischenmenschlicher Realität und der Naivität des Rezipienten, gesehene Ideale aus dem Kino oder bestimmter Websites auf das eigene Selbstbild zu übertragen.
                    Schlüsselszene ist dabei für mich die Szene im Kino in der Mitte des Films.
                    Hier wird die RomCom als eine Art (weibliches?) Äquivalent zur Pornographie dargestellt und von da an zieht sich oben erwähntes Thema eigentlich durchgehend bis zum Ende des Films.
                    Wenn Jon aus dem Off den stereotyp-vorbestimmten Handlungsverlauf einer RomCom beschreibt und sich abfällig über die ebenso kitschige wie obligatorische Knutschszene auslässt um keine Filmminute später just mit ebenjener Kitschmusik untermalt seine Barbara zu küssen, offenbart sich die gesamte Doppeldeutigkeit des Handlungsverlaufs.
                    Jon wie auch Barbara schaffen es nicht, sich von ihren Idealbildern zu lösen und projezieren ihre Eindrücke aus Kino und Pornographie auf ihre Partnerschaft.
                    Das Scheitern der Beziehung zwischen diesen beiden naturgemäß fehlerbehafteten menschlichen Individuen ist somit unausweichlich.
                    Jon schafft es letztlich mithilfe der reiferen Esther (hier hat Mr. Ödipus seinen Auftritt), die er wohl nicht zufällig in einem Seminar kennenlernt, sich von ebendiesen verhängnisvollen Idealen zu lösen und eine sexuelle Beziehung aufzubauen auf der Basis von Vertrauen und Gegenseitigkeit, und nicht unterdrückt durch die gleisnerischen Ideale, die Werbung und kommerzielle Medien propagieren.
                    Barbara hingegen bleibt bis zum Ende des Films in ihrer Verblendung stecken, belehrt Jon noch bei der letzten Begegnung, was ein 'richtiger Mann' (womit sie freilich das Stereotyp amerikanischer RomComs vor allem der Neunziger- und Nullerjahre beschreibt) zu tun habe. Es versteht sich von selbst, dass sie mit einem Mann, von dem sie diese Selbstaufgabe verlangt, niemals eine glückliche Beziehung wird aufbauen können (so toll sie im Bett auch sein mag).
                    Dass die beiden nicht - wie in der Kinoszene noch von Jon prophezeit - nach der pseudodramatischen Trennung wieder zusammen finden, macht den Anspruch des Dramas deutlich, sich nicht in der Tradition herkömmlicher RomComs zu sehen.
                    Auch das Familienleben bleibt nicht verschont von Kritik an Medien und Medienkonsum.
                    Die Mudda verharrt in Idealen, die ihr Sohn weder erfüllen kann noch will, der Vater schaut beim Essen lieber Sport als sich zu unterhalten und die Smombie-Schwester schaut während des gesamten Films nur ein einziges Mal von ihrem Handy auf um zu sprechen - interessanterweise beweist sie mit dem da geäußerten Satz wohl mehr Weitblick als der Rest der Familie zusammen.
                    Insgesamt bleibt der Eindruck eines interessanten Regiedebuts, hinter dem womöglich mehr steckt als der platte Klappentext es vermuten lässt.
                    Letztendlich plätschert der Film dennoch über weite Strecken der nur 85 Minuten Laufzeit doch recht ereignislos vor sich hin, was ihn zumindest bei der Erstsichtung um eine wirklich hohe Wertung bringt.

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                    • 6

                      Nette Komödie mit einer klasse Inszenierung und einigen schwarzhumorigen Szenen, die aber auf der anderen Seite auch jede Menge Leerlauf hat und das Ende zu überhastet wirkte.

                      • 7

                        Joseph Gordon-Levitt ist momentan einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler. Er ist einfach so vielseitig und sympathisch, dass er mir in beinah jeder Rolle gefällt.
                        Für Don Jon schrieb er auch das Drehbuch und führte Regie und was soll man sagen, der Junge hats halt einfach drauf. Mit subtilem Witz und Humor führt Levitt durch den Film und zeigt das verkorkste Leben des Singles Jon. Man darf hier keine totalen Schenkelklopfer erwarten, aber bekommt trotzdem geile Lacher geboten.
                        Die Nebenrollen sind alle richtig geil besetzt und wie das Thema Pornos, Erwartungen und Liebe hier behandelt wird, finde ich super. Viel Wahrheit, viel Spaß - gute Unterhaltung.

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                        • 3 .5

                          Zu primitiv für einen tiefgründigen Film (was er glaube ich irgendwie sein will),
                          zu unlustig für eine Komödie und
                          zu einfallslos für ein Kustprojekt!
                          Von mir aus darf Joseph Gordon-Levitt NUR beim Schauspielern bleiben.

                          • 7 .5
                            Filmfreund2015: MovicFreakz 12.11.2016, 22:20 Geändert 19.11.2017, 16:24

                            Drama Nights von Filmfreund! (¬_¬)
                            Film „Don Jon“

                            Habe den Film bewusst in die Drama Ecke gesteckt, statt der Comedy Ecke. Denn bei nicht oberflächlicher Betrachtung ist Joseph Gordon-Levitts grandioses Regie Debüt „Don Jon“ mehr als irgendeine Beziehungskomödie mit leicht schmutzigen Einschlag. Was nicht bedeuten soll, der Streifen hätte keine humorvollen Einlagen zu bieten, denn das hat er. Aber eben in letzter Instanz nicht vordergründig.

                            Gesellschaftskritisch in mehreren Belangen in Bezug auf sexuellem Selbstverständnis und damit verbundenen Komplikationen oder Umgehensweisen geschürt und hervorgerufen durch soziale Kontakte, Werbung & Religion gelingt es Levitt ein wunderbares Portaits eines innerlich zwiegespaltenen Mannes (sich selbst?) aufzuzeigen.

                            Ein Film der gegebenenfalls Diskussionsstoff zu bieten hat, zum Nachdenken und/oder zur Selbstreflexion anregt. In in jeden Fall aber ein unterhaltsamer und sehenswerter Film, der auf den ersten und zweiten Blick zu überzeugen und die Meisten in irgendeiner Art und Weise anzusprechen weiß.

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                            • 8 .5

                              Filme sind wohl meistens dann am besten, wenn man ohne jede Erwartung ran geht und sich das Ding einfach reinzieht. So ging es mir auch mit Don Jon. Ich wusste um was es geht, ich wusste dass der Film bei vielen Kritikern gut weggekommen ist, und das wars auch schon. Kein Trailer und kein Spoiler konnte mir einen Floh ins Ohr setzen der mir sagt, was ich zu erwarten hätte.

                              Und so war ich dann auch überrascht was das hier für ein "geiler" Streifen (Im wahrsten Sinne des Wortes) ist. Gordon-Levitt hat hier mit seinem Regiedebüt ganze Arbeit abgeliefert. Und auch das Drehbuch welches von Ihm verfasst wurde, fühlt sich einfach rund an.

                              Der Film ist zwar nicht sehr tiefgründig, und doch trifft er den Nagel auf den Kopf. Es geht um Pornosucht, die verfälschten Vorstellungen für den eigenen Partner die wir durch die sexualisierung der Werbung und TV haben, es geht um echte Gefühle die wertvoller sind als der schnelle Rausch der Lust. Auch ein Schuss Religionskritik ist dabei, und natürlich darf auch ein wenig Familien Klischee nicht fehlen.

                              Alles in allem ist das ganze ein extrem unterhaltsamer Mix, und auch der Cast ist durchwegs gelungen. Allen voran darf hier natürlich Tony Danza erwähnt werden, der nicht die meiste Screentime erhalten hat, aber wenn er dann in Fahrt kommt, allen die Show stiehlt.

                              Das Drehbuch finde ich bis zum Schluss durchwegs gelungen und das "offene" Ende hat wohl selten so gepasst. Sicher kein Film der irgend etwas besser macht als andere Filme, aber das was er macht, macht er verdammt gut.

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                              • 7 .5

                                Manchmal scheint es so, als wirds jetzt schnulzig, abgegriffen, beliebig, bekannt. Ist aber nicht so.
                                Joseph Gordon-Levitt und alle anderen machen einen guten, nicht weltklasse, aber guten Job.

                                • 6

                                  Joseph Gordon-Levitt hat sich in seinem Regie-Debüt mal so richtig im Bett ausgetobt und für einige erotische Szenen u.a. Scarlett Johansson gecastet.
                                  Ganz ehrlich, hätte ich zumindest so ähnlich gemacht.
                                  Pornos gucken, im Gym die Muckis aufpumpen, im Club die Mädels abschleppen, mit Kumpels saufen gehen, bei Mama Nudeln essen, nen geilen V8 fahren, noch mehr Pornos gucken... so ein Job als Regisseur und Hauptdarsteller kann schon echt Spaß machen!

                                  'Don Jon' drückt anfangs ziemlich auf die Tube, ist vollgepumpt mit willigen Frauen und Testosteron, für das auch Tony Danza als Don Jon Senior in weißem Unterhemd verantwortlich ist.
                                  Auch ich als Zuschauer hatte phasenweise meinen Spaß bis sich so manche Dinge dann doch zu oft wiederholt haben. Als der Film schließlich ernstere Töne anschlägt, für die Julianne Moore verantwortlich ist, war meine "Lust" fast erloschen.

                                  Die Porno- und Sexsucht, die eine Beziehung für Don quasi unmöglich macht, wird hier schon recht witzig, selbstironisch und irgendwie auch charmant dargestellt. Aber diese Thematik hielt mich leider nicht die volle Distanz über bei der Stange. Ups...

                                  Ach, übrigens: alle Männer gucken Pornos! Wirklich alle!

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                                  • 5

                                    Hat durchaus interessante Ansätze, aber leider durch die Bank unsympatische Charaktere. Nunja.

                                    • 4

                                      "Durchaus cool", dachte ich zu Beginn. In den ersten 5-10 Minuten war ich neugierig und glaubte (auch aufgrund der Bewertungen überall) an einen guten Film. Leider passierte dann nur noch Langweiliges, so dass ich mir das Ende förmlich herbeigesehnt habe. Gordon-Levitt spielt sonst ja meistens in guten Filmen mit, der hier aber ist schlichtweg langweilig und hat kaum etwas, das mich an einem Film reizt. Keine Spannung, keine Wendungen, keine Tiefe. Die Charakter sind mir auch egal.

                                      Wie kommt so ein einfach gestrickter 0815-Film auf solche Bewertungen bei imdb, rotten und moviepilot?

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                                      • 6 .5

                                        Ein durchaus gelungenes Regiedebüt des Schauspielers, der sich auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete und zudem die Hauptrolle übernahm. Wie viel Elan er in seinen Film steckte, zeigt Gordon-Levitt auch physisch, indem er für diesen Film einige Kilogramm an Muskelmasse zulegte. Auf dem Papier mag sein Film wie ein typischer Vertreter der RomCom klingen, doch achtet Gordon-Levitt bei jeder Szene darauf, geschickt die Klischees zu umschiffen. Dabei lässt sich sein Film weder der romantischen Komödie noch einem Drama zuordnen, wie zum Beispiel "Shame" es bei ähnlicher Thematik ist. Hierbei verhaspelt sich der Regisseur allerdings zusehends etwas in seinem Genre-Konglomerat. Wenn "Don Jon" in den letzten Minuten plötzlich erste Töne anschlägt, dann beißt sich dies immer wieder mit dem grundsätzlich heiteren Grundton. Zwar ist der dramatische Unterbau des Filmes stets spürbar, doch wirkt dies im Gesamten nicht immer ausreichend ausbalanciert.
                                        Dennoch ist "Don Jon" ein äußerst unterhaltsamer und ungewöhnlicher Liebesfilm.

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                                        • 8

                                          Für mich ein sehr realistisch er Film , der die Reifwerdung des Hauptcharakters auf charmante Weise begleitet. Ein Gutelaunefilm.

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                                          • 5

                                            Schade! Ich mag die ganze Combo der wichtigen Darsteller, ob nun Gordon-Levitt, Johansson oder Moore. Ich gönne dem guten Joseph auch jeden Erfolg, ob nun als Darsteller oder Regisseur. Aber dieser Film hat mich einfach nicht gepackt. Das Leben von Don Jon und seinem Finden seiner Gefühlswelt hat mich irgendwie nicht interessiert. Schade!

                                            • 7
                                              mikkean 11.07.2016, 17:54 Geändert 11.07.2016, 17:58

                                              Glückwunsch zum Regie- und Drehbuch-Debüt, Herr Gordon-Levitt. Der Herr gibt sich nämlich bei "Don Jon" höchstpersönlich die Ehre und inszeniert sich als Macker Jon. Den Ober-Checker, der noch den feinen Unterschied lernen muss, zwischen der hübschen Scheinwelt der "Bums-Filme" und echter körperlicher, wie emotionaler Verbundenheit.

                                              Also sucht hier jemand nach dem wahren Glück. Wo dieses viel zu lange von den heißen Filmchen versprochen wurde und auch nicht eingelöst werden kann von der hübschen Barbara. Scarlett Johansson gibt hier alles in ihrer Rolle als Tussi vom Dienst. Das schickste Chick, mit dem sich Jon gerne brüsten möchte. Aber das ihm auch nicht das Happy End bescherrt.

                                              Bis dahin braucht es noch ein wenig. Und "Don Jon" darf zeigen, dass es neben den meisten Gags aus den Trailern noch eine gefühlvolle Seite in diesem Film gibt. Eine Eigenschaft, die durchaus angenehm überrascht und das Spiel mit Stereotypen oder Pornosucht um eine hübsche inhaltliche Note bereichert.

                                              Denn seien wir mal ehrlich, "Don Jon" ist noch nicht ganz der absolute Volltreffer. Er liegt aber auch nicht meilenweit davon entfernt. Mitunter liegen einige Füll-Minuten zwischen den wirklich tollen Dialogen (besonders der mit den Filmpreisen) und der langsamen Wandlung unseres Helden.

                                              Trotzdem kann Joseph Gordon-Levitt nicht nur mit eine rguten Besetzung oder passenden Cameos punkten. Obwohl es natürlich auch an Julianne Moore oder Tony Danza als Vorzeige Proletten-Dad liegt, dass die Ideen hier zünden. Außerdem mit dabei und doch fast ständig mit ihrem Handy beschäftigt: Bire Larson. Vermutlich wartete sie auf die Zusage für "Room". Kleiner Scherz am Rande.

                                              "Don Jon" ist eine gute Komödie geworden. Eine, die sich nur selten mit dem üblichen Pärchen-Kram herumschlägt. Die Suche nach echter Zufriedenheit und der Tausch schneller Stimulanz mit echter seelischer Verpflichtung, kommt schon von guter Hand geführt daher. Sicherlich ist Herr Gordon-Levitt noch zum Größerem fähig, sein "Don Jon" zeigt dennoch, dass ihm dieses Projekt sehr am Herzen lag. Und das ist zu jeder Sekunde spürbar.

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                                              • 6

                                                Respekt an Joseh Gordon Levitt, der einen ganz schön heikles Thema betrachetet, mit dem Frauen eher weniger zu tun haben (wollen)
                                                Scarlett Johansson wirkte auf mich aber schon sehr vulgär in ihrer Rolle.Joseph Gordon Levitt gefiel mir (wie immer)richtig gut in seiner Rolle. Er war meiner Meinung nach der sympathischte.

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                                                  Waldez 05.06.2016, 12:44 Geändert 05.06.2016, 17:29

                                                  Respekt an Gordon-Levitt, der es schafft ein Thema zu bringen, das besonders von Frauen vermieden wird, wenn sie etwas über Mann nicht wissen wollen;)
                                                  Sympatisch, komisch und sehr gut besetzt macht Don Jon sehenswert, um mal einen Einblick des Inhalts zu gewähren, zählt nur dieser Satz:
                                                  "There's only a few things I really care about in life. My body. My pad. My ride. My family. My church. My boys. My girls. My porn."

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                                                    Männer (von mir aus auch Frauen), stellt euch mal vor, es räkelt sich das heißeste Gerät in euren Laken und kannst sie durch die ganze Wohnung knallen. Doch nein, du findest Pornos einfach geiler. Der Sex mit ihr ist ganz ok, aber Pornos sind das was ihr wirklich braucht und anscheinend wirklich erfüllend für euch.

                                                    Joseph Gordon Levitt hätte es sich thematisch in seinem Regiedebüt schon weitaus einfacher machen können, demnach ist sein Film auch sehr speziell und eigen. Das kann man ihm aber zu Gute halten. Er inszeniert sich hier selbst als den Womanizer Jon, der eine Frau nach der anderen flachlegt. Was ihm aber rein gar Nichts bedeuetet. Nebenher wedelt er sich eben gehörig einen von der Palme, während er sich einen geilen Porno nach dem anderen reinzieht. Sein schlechtes Gewissen beruhigt er mit dem Gang in die Kirche und auferlegte „Vater Unser“, welche er beim Pumpen in der Fitte abarbeitet. Er lernt die heiße Barbara kennen, gespielt von Scarlett Johannson. Mit ihr will er eine ernsthafte Beziehung eingehen. Doch sein Schwanz steht ihm da sprichwörtlich im Weg....

                                                    Das ist schon mal was Anderes was uns hier der gute Joseph-Gordon Levitt zeigt. Zu keiner Zeit langweilig liefert er einen mutigen handwerklich mehr als soliden Film ab, der durch schräge Figuren und derben Humor glänzen kann. Anfangs sehr oberflächlich gehalten entwickelt der Film eine Tiefe, die man ihm nicht zugetraut hätte. Der Film endet ziemlich aprupt, aber wohlwollend nicht mit einer eindeutig belehrenden Botschaft, welche die Thematik natürlich provoziert.

                                                    „Don Jon“ ist ein kurzweiliger, lustiger Film. Der aber mit seiner speziellen Story und seinen ungewöhnlichen Humor nicht jeden begeistern dürfte. Aber seht euch den Stei...äh Streifen ruhig mal an. Also „Trommelfeuer aus der Sackkanone“ unterbrechen und bei „Don Jon“ reinschauen. Danach könnt ihr ja mit „Analdin und die wunde Schlampe“ oder „Räuber Fotzenplotz“ wieder weitermachen. Viel Spaß!

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