Don't Breathe - Kritik

Don't Breathe / AT: A Man in the Dark

US · 2016 · Laufzeit 89 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 4

    Als Steppke fand ich Filme wie Disturbia noch spannend aber heute reißt einen das nicht mehr vom Hocker. Und einen zweiten Panic Room sehe ich darin auch nicht.

    • 9

      #horrorctober 2018, Podcast No. #2

      Uns ist ein Blinder mit dem Schlagstock auf den Fersen, also keine Zeit für langen Schnack: In unserem 2. Round-up zum 2018er #horrorctober returns geht es wieder um fünf Horrorfilme verschiedenster Subgenres.

      Dieses Mal haben wir (meint wieder: Arne & Jens) Insidious, Die Brut, Life, Mächte des Wahnsinns & Don’t Breathe (den wir zum Abschluss detailliert und mit Spoiler-Sektion besprechen) im Gepäck und kommen – Stichwort: Enough Talk’sche Gründlichkeit – natürlich nicht um ein Abdriften in die Tiefen der Werke einiger beteiligter Regisseure herum. Buuuuuuh!

      Ab ca. 1h55min Laufzeit feiern wir Fede Alvarez und DON'T BREATHE in einer ausführlichen Besprechung ab. Gegen Ende gibt es dann auch noch einen ausgewiesenen SPOILER-Part, in dem wir unsere GEdanken zu Wendungen und Ende ordnen.

      Hören im Blog: https://enoughtalk.de/et042-2-atemloser-zwergenterror-im-kindergarten/

      Oder bei Spotify: https://spoti.fi/2rjUaNW

      Oder bei iTunes: https://apple.co/2Ua9kCB

      4
      • 8

        Packend und fesselnd !!! Ich bin wirklich überrascht, dass dieser Film mit dem typischen Horror-Film-Cover so gut ist. Der Fiesling aus Avatar hat sich kein bißchen geändert - nun gut... er ist jetzt blind - aber immerhin noch genau so fies :-D

        Ich mag Filme die mehr auf Spannung und dafür wenig auf Ekel und Blut setzen... und genau das ist hier der Fall! Ich war erschrocken. Ich habe mitgefiebert.

        Ich mochte es, dass dieser Film eine Story hat, die mir echt Angst machte und nicht wie gewöhnliche fein paar feier willige Jugendliche im Wald zeigt.

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        • 7

          Eine echte Überraschung, hätte nie gedacht das der so viel Spass macht.
          Eine Horror-Thriller genau nach meinem Geschmack, mit guten Jumpscares und guten Wendungen.
          Bin normalerweise kein Horrorfan, aber für mich ist das kein typischer Horrorfilm, Thriller triffts eher.
          Für einen dunklen Filmabend ist er richtig perfekt.

          3
          • 8

            Don't breathe erfindet das Rad nicht neu, allerdings nimmt er ordentlich Fahrt auf und weiß zu überzeugen.
            Einbrecher haben es nicht sonderlich leicht. Die Gefahr erwischt zu werden, Alarm auszulösen, oder von einem Blinden nach und nach abgemurkst zu werden, ist gegeben.
            Letzteres passiert 3 sympathischen Herrschaften, die nicht einsehen wollen, daß Eigentum Eigentum ist. Das sieht der Besitzer ähnlich (Wortwitz!), und fängt an der einbrecherischen Bande den Garaus zu machen.
            Allerdings verbirgt sich in dem Haus noch etwas mehr, als sich die Herrschaften ausmalen.....
            Darstellerisch gibt es nichts zu meckern, spannend ist Don't Breathe allemal und auch sonst macht Der Film eine richtig gute Figur.
            Eine wertvolle Perle, die man im tristen Horror und Thriller Dschungel gefunden hat.

            8
            • 8 .5

              Ein fesselnder Thriller/Horrorfilm, der eine coole Prämisse hat, auf die man sich aber etwas einlassen muss, da hier und da etwas unglaubwürdig und nicht frei von Logikfehlern. Die Story um die Jugendlichen, die diese Einbrüche motivieren soll, war mir ziemlich schnuppe, der Film wird dann zum Katz-und-Maus-Spiel, das es immer schafft, neue Ideen reinzubringen und über eine beachtliche Lauflänge in einer Location niemals langatmig oder gleichförmig zu werden. Stephen Lang macht seinen Job ganz gut und wirkt am Ende suuper bedrohlich, Jane Levy hat mir nach ihrer ersten Zusammenarbeit mit Alvarez im Evil Dead Remake hier schon wieder echt gut gefallen. Der Film ist kreativ, kommt mir paar coolen Twists daher und ist überaus kompetent von Fede Alvarez inszeniert. Ein spannender Film, der etwas braucht, um in die Gänge zu kommen, aber in der zweiten Hälfte absolut packend ist.

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              • 8
                christoph.fuchs 29.10.2018, 15:03 Geändert 30.10.2018, 22:46

                Story: Die junge Rocky und ihre beiden Komplizen Alex und Money sind Einbrecher aus Detroit. Sie erhalten einen Tipp, wonach sich im Haus eines blinden Veteranen eine Geldsumme von 300.000 US-Dollar befinden soll, die er als Entschädigung bekommen hatte, nachdem eine Frau versehentlich seine Tochter überfahren hatte. Diese Summe würde Rocky und ihrer kleinen Schwester endlich ein schönes Leben, abseits von ihrer tyrannischen Mutter, ermöglichen. Als der Einbruch beginnt, müssen sie allerdings schon bald feststellen, dass sie den Veteranen gewaltig unterschätzt haben.

                Kritik: Zwei Jahre nach seinem Erscheinen habe ich den Film wegen den vielen Lobeshymnen nachgeholt und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht; obwohl er für mich mehr Thriller als Horrorfilm ist. Am auffälligsten war für mich die von Anfang an exzellente Kameraarbeit von Pedro Luque. Er fängt jede Intensität in der Szenerie perfekt ein und lässt sich Zeit, um für Immersion zu sorgen. Das Geschehen wirkt generell wie aus dem Leben gegriffen und es wird geschickt mit den Rollenverteilungen des Genres gespielt.

                Die Darsteller sind allesamt überzeugend, vor allem Stephen Lang als der blinde Veteran wirkt sehr authentisch und bleibt bei seiner Verkörperung schön dezent, trotz beeindruckender Physis. Alle Entscheidungen der Figuren sind zumindest nachvollziehbar und es erwartet einen auch die ein oder andere interessante Wendung. Zu den Schwachpunkten des Filmes gehört die sehr minimalistische Handlung, sowie die teils fragwürdigen und erzwungen wirkenden Metaphern und Hintergrundinfos (Stichwort: Marienkäfer und Mutter der Hauptperson). Von der simplen Idee aber mal abgesehen, glänzt die handwerkliche Umsetzung des Streifens ungemein und Spannung ist immer präsent.

                Fazit: Handwerklich exzellenter Home-Invasion-Thriller, der mit dem klassischen Szenario spielt und durch immersive Optik sowie guten Darstellern überzeugt. Obwohl ein paar Elemente erzwungen und uninspiriert wirken und der Film handlungstechnisch sehr simpel ausgelegt ist, ein spannendes Seherlebnis und definitiv einen Blick wert.

                • 6
                  RoboMaus 27.10.2018, 18:27 Geändert 28.10.2018, 09:26

                  Wäre ich mental auf einen Hirn-aus-Film vorbereitet gewesen, hätte mir 'Don't Breathe' (2016) vermutlich besser gefallen. Dieser invertierte Home Invasion-Thriller ist atmosphärisch stark gemacht, hat ein paar gut gesetzte Scares, krankt aber an zu vielen Szenen, worin sich die Protagonisten zu dämlich verhalten, um ernst genommen zu werden, oder die einfach nicht nachvollziehbar sind. Wenn damit auch noch plotentscheidende Wendungen herbeigeführt werden sollen, geht zumindest bei mir die Spannung flöten - Abwinken statt Thrill.

                  Nicht falsch verstehen - solche Szenen kommen in vielen Filmen vor und sind zu einem gewissen Grad tolerierbar, doch hier basiert beinahe der gesamte Plot darauf, und dann hört der Spass auf. Es fängt damit an,
                  (SPOILER)
                  dass der Einbrecher mit der Pistole sich die Knarre einfach von dem Blinden(!) abnehmen lässt. Obwohl er genau weiß, wie gefährlich der ist, lässt er ihn an sich herankommen, und schwupp..... Es hört damit auf, dass der Blinde das Mädchen wieder in seine Wohnung zerrt, sie aber einfach unbeachtet liegenlässt, wonach sie sich wieder befreien und ihn fertig machen kann.
                  (SPOILER ENDE).

                  Inszenatorisch und in der Schaffung von Suspense ist 'Don't Breathe' vom Feinsten, aber plottechnisch-dramaturgisch auf dem Niveau dieser einfallslosen Psychopathenfilme, die immer den gleichen Showdown haben, der auf einer plötzlichen Alzheimer-Attacke des sonst so ultra-cleveren Psychopathen beruht. Wenn das nicht überwiegend so hanebüchen konstruiert und damit auch vorhersehbar wäre, wären hier 8 oder mehr Punkte drin - so reicht der Eindruck leider nur für ein "ganz gut".

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                  • 7 .5

                    Dont Breathe musste ich mir auch nach dem Kauf des Steelbooks mit einem Jahr Pause nochmal ansehen. Der Trailer damals war einfach der Hammer. Den Film musste ich mir unbedingt im Kino ansehen. Den Anfang fand ich sehr stark, die Anspannung bevor sie in das Haus steigen war echt genial. Dann das Spiel mit der Stille wo man als Zuschauer auch den Atem angehalten hat. Stephen Lang als Blinder war wirklich perfekt besetzt und macht seine Sache wirklich sehr creapy. Doch schon vor einem Jahr haben mich einige unlogische Szenen gestört, die immer einen Faden Beigeschmack hatten. Wenn der Typ zum vierten mal aufsteht , obwohl er schon längst tot sein müsste, viele Szenen mit dem Rottweiler usw. Auch wie bei Es hätte man hier brutaler vorgehen können und warum muss so ein Film eigentlich ein Happy End haben?

                    • 7 .5

                      Okay, die Protagonisten waren alle durchweg austauschbar und die Handlung die dem Film zu Grunde liegt war ebenfalls etwas zu viel an den Haaren gezogen. Jedoch war es handwerklich super gemacht und es hat mich schon in die Couch gefesselt.
                      Das Spiel zwischen Bild und Ton war perfekt gemacht und hat wunderbar Spannung erzeugt.

                      *eventuelle Spoiler*
                      Gerade der Endteil (Klavier&Alarmanlage) + Tanzchoreo. Top! :) Wobei die gefühlt tausend Enden irgendwann zu viel waren. Twist an Twist an Twist.
                      Der Mittelteil war etwas verstörend. Nun gut, gehört wohl auch dazu. Hätte man mal weglassen können. Muss ja nicht jeder gleich immer so verstörend sein.
                      *Spoiler Ende*

                      Egal, Fazit: Hab ich echt nicht erwartet, fand ich gut!

                      • 4 .5

                        Immer ein schlechtes Zeichen, wenn der Mörder/Böse in Filmen weit sympathischer wirkt als die eigentlichen Protagonisten. Null Identifikationsfiguren vorhanden, wenig Spannung und sich wiederholende Szenen.
                        Auch das Ende war sehr schwach.

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                        • 7

                          Handwerkliche schöner Film überwiegend super besetzt. Die Geschichte ist solide bis gut, leider fand ich das Ende etwas zu langgezogen. Es wiederholte sich eigentlich eine immer gleiche vorhersehbare szeen. Würde man das Ende kürzen hätte der Film, meiner Meinung nach, noch eine ganze Ecke besser sein können. In der Summe fand ich ihn aber wirklich überraschend gut.

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                          • 7 .5

                            Fede Alvarez hat mit seinem "Evil Dead" mMn das beste Horror-Remake der letzten Jahre abgeliefert und mich auch mit seinem nächsten Horrorfilm nicht enttäuscht. "Don`t Breathe" ist zwar tlw. etwas zu vorhersehbar und Dylan Minnette ist nicht so ganz die richtige Wahl für diesen Film, aber die lautlosen Szenen sind spannend inszeniert und Stephan Lang ist beängstigend gut.
                            Bin gespannt auf weiteres von Alvarez!

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                            • 7

                              Ein Film der die Grundidee mal etwas umdenkt. Klar, das Setting ist ziemlich ähnlich zu vielen anderen Filmen, aber trotzdem ist es wieder mal etwas anderes, etwas unkonventioneller.
                              Das Setting und die Atmosphäre sind stimmig und werden auch hervorragend in Szene gesetzt. Dadurch wird eine Grundspannung erstellt und über weite Teile des Films aufrechterhalten, was einen vor dem Fernseher fesselt.
                              Storytechnisch nicht das große Meisterwerk, was aber aber auch nicht zu erwarten war, wenn auch ein kleiner Plottwist für etwas zusätzliche Aspekte sorgt. Ein paar kleine Logiklöcher und stellenweise schwache Charaktere sind zu verkraften, da das durch andere Punkte ziemlich gut ausgeglichen wird.
                              Der Film bietet im Großen und Ganzen eine gute Unterhaltung mit einer guten Spannungskurve die zum Ende hin etwas ausläuft.

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                              • 7

                                Für manche vllt kleine Spoiler:

                                Am Anfang dachte ich mir: „Was für Arschloch-Kids. Wie soll Spannung aufkommen, wenn ich hoffe, dass die sterben?“ Die Antwort war eigentlich zu erwarten: Der alte Bilde muss ein größeres Arschloch werden. Letzten Endes kam mehr und auch bessere Spannung auf als ich erwartet hätte, gerade da meine Erwartungen in diesem Genre eher tief liegen. Jedoch rutschte mir in vielen Situationen schon mal ein „ach komm“ oder „ja ist klar“ raus.
                                Ich bin auch nicht unbedingt ein Fan davon, dass das Ende einfach kein Ende finden will.
                                Abschließend bleibt nur zu sagen, dass mich der Film ohne anfängliche Erwartungen positiv überrascht hat und ich ihn in seinem Genre sehr gut finde. Aber finde ich ihn auch im Vergleich die der Gesamtheit der Filmlandschaft sehr gut? Definitives und klares jain. Spannend von, naja sagen wir, der 20. Minute bis zum Ende und nette Twists, aber am Ende doch eher einfach gestrickt und zu langatmig nach hinten raus.

                                Peace.

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                                • 9 .5

                                  Stephen Lang...
                                  Sein Debüt bekam der 1952 geborene amerikanische Schauspieler als Sidekick in Michael Mann´s Serie "Crime Story" aus de 1980er Jahren. Das war praktisch "Miami Vice", nur eben nicht in Miami sondern Las Vegas und zudem in den 1950er und 60er Jahren.

                                  Dann wurde es eine Weile ruhig um ihn, bis er mit knapp 60 seinen beeindruckenden Körper in "Avatar" präsentieren konnte. Das hat offensichtlich irgendwem gut gefallen, so dass er hier in "Don´t Breathe" mal so richtig abrocken konnte.

                                  Es ist irgendwie schon toll, dass wir gerade Zeuge in der filmsprachlichen Evolution werden: Der "Gute" und der "Böse" haben ausgedient. Es ist niemand frei von Schuld, es hat keiner eine weiße Weste. Die Figuren auf der Leinwand spiegeln in jeder Hinsicht die Schuld des einzelnen wider - aber auch, wie er damit klar kommen kann.

                                  Es ist eben schwer, für ein Einbrecher-Trio Sympathien zu entwickeln. Die drei jungen Leute plündern andere Menschen aus und dafür braucht es eine Bestrafung. So will es seit jeher der Filmgott.

                                  Der Home Invasion Plot mal aus der Perspektive der Invaders, denen der Spieß gehörig umgedreht wird, ist gottseidank nicht ganz abgelutscht. Und so kann, mit den richtigen Schauspielern, Regie und Drehbuch, auch aus einem kleinem, billigen Kammerspiel ein sauguter Film werden, der einiges an Wendungen anzubieten hat.

                                  Es war zwar zwischendurch schwer vorstellbar, wie da alle wieder aus ihren selbst gestrickten Fallen heraus kommen. Aber - Respekt. Die Auflösung hatte was für sich und kann sich sehen lassen.

                                  und der kleine Seitenhieb auf die Porno-Industrie war großartig :-)

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                                  • 5
                                    jotha84m 23.08.2018, 02:16 Geändert 24.08.2018, 10:09

                                    Schade. Der Film hat bei mir nicht funktioniert. Dabei wurde er so hoch gelobt.
                                    Filmtechnisch sind mir keine Mängel aufgefallen. Die Geschichte ist einfach nur mega-lahm. Die Figuren waren allesamt vorhersehbar und das Setting bereicherte einmal mehr das Klischee. Man hätte das auch nicht viel besser machen können. Das zeigen die übrigen guten Bewertungen.

                                    Fazit: Ich habe Horror erwartet und 'nen müden Thriller bekommen. Oder ich bin einfach nur zu sehr abgestumpft. ( ;-) Winnie )

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                                    • 8 .5
                                      smartbo 21.08.2018, 12:08 Geändert 21.08.2018, 12:35

                                      Die Handlung ist schnell erzählt: ein nächtlicher Einbruch in ein abgelegenes Haus, in dem ein Blinder wohnt, mutiert für drei jugendliche Diebe zu einem gnadenlosen und brutalen Überlebenskampf. Denn der blinde Mann ist gar nicht so wehrlos, wie es sich die drei vorher gedacht haben ....

                                      Ein klasse Thriller, der auf Nervenkitzel pur setzt. Und das gelingt ihm auch vortrefflich. Ein brillant inszeniertes Katz-Und-Maus-Spiel, das eine wuchtige und beängstigende Atmosphäre und Schockeffekte vom Feinsten bietet. Gewürzt wird er mit schmackhaften Zutaten wie Twists und Jumpscares. Alles was ein Horrorschocker benötigt ist da. Und genauso spannend und fesselnd ist er auch.

                                      Fazit: Don’t breathe? Es ist noch viel schlimmer! Du bekommt vom Film Schnappatmung. Ein Thriller mit dem Prädikat „absolut sehenswert“.

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                                      • 6 .5

                                        So, habe mir nach reichlichen Überlegungen auch diesen Film angetan. Zu meiner Überraschung war er gar besser als ich es erwartet hatte.

                                        Doch vorher muss ich eines anmerken. Die "Titel" der Filme, werden immer lächerlicher. Der Kerl ist "Blind" von daher hätte man denken können, dass er durch sein verstärktes Gehör einen gar atmen hören kann, weswegen der Titel Sinn ergeben würde. Er hat ihm Film niemanden auch nur ansatzweise irgendwie durchs atmen aufgespürt oder es versucht. Die Charaktere haben gar ab und zu gewinselt und geschluchzt, ohne dass er sie wirklich erwischen konnte. Daher ziemlich unpassend.

                                        Desweiteren. Es war wohl ein Film, bei dem ich die ganze Zeit auf der Seite des ... nun "gestörten" Blinden gewesen bin. Die Einbrecher waren absolut unsympathisch und trotz der Geschichte der Protagonistin, habe ich ihr den ganzen Film über nur den Tod gewünscht. Selbstsüchtig, Heuchlerisch, Dumm und Ignorant- beschreibt diese Frau hervorragend. Der blinde war da wohl noch der am meisten sympathische Charakter, obwohl paar seiner Handlungen enorm fragwürdig waren, was die Moral anbelangt.

                                        Ansonsten lief der Film recht spannend ab und konnte ordentlich Unterhalten. Der Blinde war wie gesagt, ein durchaus solider Charakter und der Rest eher Unterdurchschnittliches Kanonenfutter. Gegen Ende wurde er immer schwächer, besonders durch den ständigen Plot Armor der Protagonistin. Aber immer noch wert einmal gesehen zu werden.

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                                        • 7 .5

                                          Endlich mal wieder ein Horrorthriller der gute Spannung bietet und auch überrascht. Stephen Lang spielt den blinden Kriegsveteran super. Die Tatsache, dass es eigentlich keine "Helden" in der Geschichte gibt finde ich gelungen.
                                          Ich mag die Handschrift von Fede Alvarez einfach.
                                          Leider musste ich bei der Figur des Dylan Minette immer ständig beim Schauen des Films denken: "Kein Wunder, dass Clay auf die schiefe Bahn gerät, bei dem ganzen Brimborium um Hannahs Selbstmord."... :D

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                                          • 5 .5
                                            Jelli 18.08.2018, 00:57 Geändert 18.08.2018, 11:29

                                            "Don`t Breathe" ist ein düsterer und recht brutaler Thriller, der vor allem aufgrund der teilweise recht ungewöhnlichen Inszenierung und der guten Darsteller eine Zeit lang durchaus spannend ist, aber im weiteren Verlauf zunehmend grotesker und unglaubwürdiger wird. Freunde des Genres werden sicherlich trotzdem zufrieden sein...

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                                            • Ein dickes FUCK YOU vom Regisseur an das amerikanische Durchschnittspublikum. Denn: in Amerika werden Kriegsveteranen als Helden betrachtet. Diesen Mythos des Vaterlandshelden, der von vandalierenden Jugendlichen ausgeraubt wird, unterzieht Alvarez einer geschickten Dekonstruktion durch die Umkehrung der Verhältnisse, wie sie bereits in "The Collector" MEISTERHAFT zelebriert wurde. Darin wird ein Gewohnheitseinbrecher in einem fremden Haus selbst zum Gejagten.
                                              Ich stapel hoch, aber ich stehe dazu: wie zum Beispiel "It follows" ist auch dieser Horrorfilm von subtiler Neoliberalismus- und Imperialismuskritik durchzogen. Deswegen: Doch, ich konnte mich mit den jungen Einbrechern durchaus identifizieren. Es sind keine gelangweilten Upper Class-Sprösslinge wie in "The Bling Bling Ring", sondern die letzten Erben eines Systems, das darin gescheitert ist, den Menschen Wohlstand, Sicherheit, Gerechtigkeit und einen Lebenssinn zu spenden. Doch so kaputt der Kriegsveteran auch sein mag, in einem Punkt ähneln sich das Opfer und seine Beute: Beide verschaffen sich selbst ihre Gerechtigkeit. An dieser Stelle ein kleiner Verweis auf die "Privatisierung der Selbstjustiz" im Essay zu Deathwish vom Filmkritiker.

                                              • 7

                                                Es ist oft ein gefährlich schmaler Grat auf dem sich ein Horrorfilm bewegt wenn er für keinen seiner Unsympathischen Protagonisten Empathie aufkommen lässt und dem Zuschauer wie hier geschehen das Schicksal aller Beteiligten ziemlich am Arsch vorbei geht.

                                                Don´t Breath ist aber dennoch knackig und straff inszeniert sowie gut gespielt was ihn glücklicherweise zu einer amüsanten und kurzweiligen Angelegenheit macht. (90 Min olé olé!)

                                                Hätte noch etwas mehr Blut vertragen können aber das wird durch die unzähligen Logiklöcher abgeflossen sein.

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                                                • 6

                                                  zu viele Logiklöcher und fehlende identifikation.

                                                  • 8

                                                    Wirklich mal wieder ein feiner Horrorfilm. Die guten Bewertungen hat der Streifen zu Recht. Da gibt es echt deutlich schlechtere Filme. Sollte man gesehen haben.

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