Donnie Brasco - Kritik

Donnie Brasco

US · 1997 · Laufzeit 126 Minuten · FSK 16 · Drama, Thriller · Kinostart
Du
  • Mann, was bin ich enttäuscht.

    Wie hat man aus so einem guten Stoff nur so einen langweiligen Film machen können.
    Selbst die Doku darüber war viel spannender als dieser Film. Man hatte nie das Gefühl als wäre der Protagonist tatsächlich in Gefahr und die Mafia hat so gewirkt als würden hier ein paar Straßengangster unterwegs sein. Es sind 500.000 Dollar auf den Kopf von Donnie Brasco ausgesetzt. Im Film hatte man den Eindruck als wären die allesamt abgebrannt und könnten sich nicht mal nen Cheeseburger leisten wenn sie alle zusammenlegen. In keiner Weise hatte man den Eindruck als würde hier tatsächlich die Mafia am Werk sein.

    Muss auch was heißen wenn der echte Fall viel spannender ist als die Verfilmung.
    Lest euch den Wikipedia Eintrag dazu durch, ist aufregender.

    • 8 .5
      mookzz 27.07.2018, 22:41 Geändert 27.07.2018, 22:43

      Freundin: "Donnie Brasco ist 2018 immernoch ein Brett!"

      Ich: "Man piss' die Wand an."

      1
      • 6

        Das Leben schreibt manchmal die spannendsten Geschichten – in diesem Fall zum Beispiel. Der Film basiert auf den wahren Erlebnissen des FBI Agenten Joseph D. Pistone und zeichnet dessen real geschehenen Undercover-Einsatz nach – die Frage in wie weit der Film wahr ist und ob und was dazugebastelt wurde bleibt aber bestehen. In erster Linie ist es ein Schauspielerfilm der von zwei phantastischen Darstellern getragen wird: zum einen Johnny Depp als nüchterner Ermittler in Gewissensnöten, zum andern der geniale Al Pacino der als Kleinganove Lefty eine weitere Glanzleistung seiner Karriere bringt. Das Zusammenspiel der beiden ist es auch was den Film am Leben hält – die Kriminaltstory um die Mafia und all die Intrigen wer mit wem gemeinsame Sache macht sind nämlich ziemlich verworren und undurchsichtig so dass man recht schnell den Faden verliert. Aber es ist halt ein Drama, actionfrei und auf seine Darsteller fokussiert – in dem Punkt ist „Donnie Brasco“ jedoch Klasse.Fazit: Toll gespieltes Männerdrama in den Mantel einer Kriminalstory gehüllt – toll gespielt, aber etwas schleppend!

        • 9

          Einfach geil.

          • 7 .5

            >>> Achtung!!! Enthält Spoiler!!! <<<
            Gelungene Mafia-Milieustudie. Obwohl ich mit diesem Genre im Normalfall eher nicht allzu viel anfangen kann, hat mir der Streifen recht gut gefallen. Zumal dieser nicht die in Saus und Braus lebenden Clanbosse zeigt, sondern sich auf die in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen lebenden Kleinganoven fokussiert. Die dazu passende, leicht angegrindelte Sechziger-Jahre-Optik tut ihr übriges und schafft einen stimmigen und mit guter Atmosphäre gefällig inszenierten Mafiathriller. Dabei sind echte Spannungspunkte eher dünn gesät, die ruhige Grundstimmung punktet mehr mit einer latent interessanten Thematik. Allein deswegen war die Überlänge absolut nötig, dadurch konnten die Hintergründe und die Charaktere gut ausgeleuchtet werden, was dem Streifen viel an Tiefgründigkeit beschert.
            Interessant vor allem die Figur des Lefty, einem Verlierer innerhalb des Verbrecherclans, ein kleines Rädchen, das durch seine Ungeschicklichkeit immer ein solches bleiben wird. Im beruflichen Umfeld kommen einem solche Typen immer wieder mal unter, kleine Schreibtischtäter, die – wie man so schön sagt - eine große Zukunft hinter sich haben. Lefty erkennt und versteht die Mechanismen der Organisation, kann diese für sich aber nicht nutzen. Anders als Donnie, der die Gunst der Bosse rasch zu erringen weiß und eine entsprechende „Karriere“ beginnt.
            Bei diesem ist vor allem die charakterliche Wandlung von Joe zu Donnie von Interesse, macht er sich den Mafia-Habitus mehr und mehr zu eigen (bzw. muss es machen), entfremdet sich damit von seiner Frau und seiner Familie und nähert sich zunehmend der Clan-Familie an. Das erklärt sich natürlich mit der Gefahr, in der Joe und seine Familie schweben, ist aber auch aus jenem Aspekt interessant, dass ein Mensch ja auch immer das Produkt seiner Umwelt ist. Anpassung, das sogenannte „Hineinwachsen“ in ein Umfeld, eine Firma, eine Clique. Joe droht sich in dieser Rolle zu verlieren, das FBI zieht die Reißleine jedoch rechtzeitig. Bei der Ehrung seiner Verdienste ganz am Schluss vermeinte ich etwas Wehmut über den Verlust seiner ihm während der Operation ans Herz gewachsenen „Verbrecher-Freunde“ zu erkennen. Schließlich waren sie ihm gegenüber auch immer loyal gewesen, man denke nur an die Szene in dem japanischen Restaurant.
            Vom Cast bekam man durch die Bank Qualität geboten, die zum Großteil bekannten und erfahrenen Darsteller machten ihre Sache sehr gut. Al Pacino und Johnny Depp ein kongeniales Duo, stellte die Befindlichkeiten ihrer Charaktere und die Beziehung ihrer Figuren zueinander gut dar. Vor allem Pacino passte die Rolle wie die Faust aufs Auge, aber auch in anderen Rollen ist es mir immer wieder eine Freude, ihm bei der Arbeit zuzusehen. Michael Madsen tat, was er am Besten konnte, den unterschwelligen Psychopathen mit latent vorhandenem Aggressionspotential kann er wie kein zweiter. Anne Heche als zunehmend verzweifelte Ehefrau ebenfalls sehr glaubwürdig. Alle anderen solide, auch die Synchronisation sehr gut.
            Für diesen Streifen möchte ich eine fast uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Auch nicht ausgemachte Genre-Freunde werden ihre Freude daran haben, eine einzige Sichtung lohnt wegen der oben beschriebenen Stärken und der Charakterdarstellungen allemal. Mit mehr Bezug zum Genre hätte ich durchaus eine achteinhalb oder neun vergeben - so bleibt es bei der siebeneinhalb, wobei ich das Ding damit zwar wahrscheinlich etwas unter Wert schlage, meiner subjektiven Einschätzung aber eher entspreche.

            5
            • 7 .5

              Donnie Brasco ist ein ruhiger, atmosphärischer Mafiafilm der aber durch seine Ruhe nicht langweilig wird, da die Darsteller wie Johnny Depp, Al Pacino sowie Michael Madsen den Film aufwerten und auf eine unterhaltende Ebene heben.

              3
              • 8 .5

                Ein Atmosphärisch dichter Mafiafilm mit tollen Darstellern. Ich lobe die Leistungen von Al Pacino, Johnny Depp und Michael Madson.

                Der Film ist sehr spannend und hat gut Charakteren die sogar Tiefgang haben.
                Es ist eher ein ruhiger Mafiafilm nicht so eine Ballade wie "The Godfather" aber ihn Vergleich zu den anderen sehr ruhig. Es gibt kaum Actionszenen aber dafür sehr viel Dialogen. Ich finde den Film einfach realistischer als "Casino" oder "Goodfellas"

                Für mich ein kleines Highlight aus der Filmographie von Al Pacino und Johnny Depp.

                Der Film ist eine Mischung aus "Made of Steel" und "Goodfellas" einfach grossartig.

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                • 7 .5

                  Tja wow. Gar nicht schlecht. Also erst langweilte er mich ja. So 08/15. Yet another ganster movie. Und Als Pacino als overacting mehr Pate 3 denn Scarface. Aber am Ende zaubert er doch ein bisschen. Nur ein bisschen Aber genug.

                  1
                  • 7 .5

                    [...] Inszenatorisch weitestgehend sachlich bis unspektakulär mutet Donnie Brasco wie eine nüchterne, faktentreue Wiedergabe der realen Ereignisse an. Ganz so ist es nicht, denn Mike Newell fokussiert sich eindeutig auf die Beziehung seiner beiden Hauptfiguren und das massive Identitäts- und Loyalitätsdilemma welches damit einhergeht. [...] Johnny Depp (zu seiner seriösen Zeit, war das noch schön) weiß seine Figur und deren schrittweisen Wandel jederzeit nachvollziehbar und ohne großes Brimborium zu verkörpern, nimmt sich vielleicht sogar ein stückweit zurück, um Al Pacino die Bühne zu geben, die er berechtigt – und ebenfalls angenehm gedrosselt - annimmt. Besonders Pacino hat im Gangsterfilmgenre bereits die gesamte Palette abgeliefert. [...] Nun ist er das arme Würstchen im billigen Altkleidercontainer-Outfit, da schon alles gesehen und erlebt hat, ohne davon zu profitieren und immer noch wie ein Greenhorn um etwas Wertschätzung bettelt. Diese tragische Vater-Sohn- und Brutus-Dolchstoß-Geschichte ist es, die alle großen Momente des Films kompromisslos für sich beansprucht. Mit Recht.

                    Obwohl der Film mit den erlösenden Worten „Komm Joe, wir gehen nach Hause“ die Story um Joe Pistone versöhnlich abschließt, die finale, die wichtige Szene spielt sich eigentlich vorher ab. Lefty, der mit all seinem erlernten Anstand nicht mit dem Schicksal hadert, sondern es wie ein echter Wise Guy hinnimmt. Wie ein Mann von Ehre. Seine spärlichen Wertsachen ablegt, sich von seiner Lebensgefährtin beruhigend, unaufgeregt verabschiedet und einfach kurz nochmal weg muss. Ein würdevoller Abgang. [...]

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                    • 7 .5

                      Lange nicht so atmosphärisch wie "GoodFellas" oder die "Godfather"-Trilogie und sicher auch nicht derart fantastisch inszeniert. Dennoch schafft es "Donnie Brasco", abgesehen von wenigen Längen, den Zuschauer zu fesseln. Der Start war mitunter etwas holprig, aber gegen Ende hin gleicht der Streifen dies aus. Vor allem die Bindung zwischen Pacino und Depp, die ihre Rollen großartig spielen, ist eines der Kernelemente dieses großartigen Mafiastreifens und geht vor allem zum Schluss wahnsinnig unter die Haut.
                      "Donnie Brasco" hat zwar seine Schwächen, aber verstecken muss er sich auch nicht, zumal der Film auf wahren Begebenheiten basiert und passend realistisch umgesetzt wurde, sowohl thematisch wie auch im engeren Sinn. Für Genrefreunde und Filmliebhaber eine absolute Empfehlung.

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                      • 7

                        Nicht der beste Mafia-Film, aber dank Al Pacino und Johnny Depp zumindest ein ziemlich Guter!

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                        • 7 .5

                          Ein Klassiker unter den Gangster Filmen , der es schafft durchweg Spannung zu erzeugen.

                          Dieser Film lebt von Atmosphäre und Dialog !

                          • 8

                            Ausdruckstarker Gangsterfilm mit einer hervorragenden Cast.
                            Al Pacino und Johnny Depp harmonieren prächtig, auch der Rest der Cast ist sehr fein nuanciert besetzt und spielt klasse.
                            Auch wenn die Geschichte manchmal etwas zu lang gezogen ist, werden kleine Längen durch wohl dosierte Actionsequenzen und starken Dialogen wunderbar umschifft.
                            Das der Film auf wahren Begebenheiten beruht, macht das ganze noch spannender.
                            Donnie Brasco ist ganz sicher nicht der größte Gangster-Mafiafilm, aber ganz sicher einer der besseren seiner Art.

                            MAN PISS DIE WAND AN, wenn dir das hier nicht gefällt!

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                            • 7

                              Kein "GoodFellas" oder "Der Pate" Niveau, aber das Duo Pacino/Depp überzeugt und kaschiert durch sein fantastisches Schauspiel einige Längen in der etwas trockenen Handlung.

                              • 9
                                smartbo 23.07.2016, 19:40 Geändert 27.07.2016, 11:31

                                Der Thriller hat mich vom Anfang bis zum Ende ohne Leerlauf gefesselt. Vor allen die exzellente schauspielerische Performance von Al Pacino hat mich fast umgehauen. Wow, was für eine geniale Leistung. Auch an der schauspielerischen Qualität der anderen Protagonisten gibt es von meiner Seite aus nichts zu meckern. Klar, dass man von Johnny Depp eine gute Leistung erwarten kann, ist selbstversändlich. Exzellente Story, coole Action, erstklassige Inszenierung, guter Score. Ja, was will man noch mehr.

                                „Piss die Wand an“, ein spannender und absolut empfehlenswerter Streifen.

                                • 7
                                  Taxxido Mask 09.06.2016, 23:38 Geändert 10.06.2016, 00:01

                                  Bin kein Undercover Agent aber wieso nimmt man dann private kontakte auf während man sich wo einschleust . und seit wann Telefoniert man von Zuhause mit dem jenigen dem man aufliegen lassen will ? Al Pacino vertraut ihm etwas zu schnell. Mäßige Dialoge. In allem viel zu langer Film

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                                  • 5

                                    Erstsichtung: 30.05.2016
                                    Vorhersage 7 -> Bewertung 5

                                    Nettes Undercover Cop Mafia Drama. Nicht mehr und nicht weniger.
                                    Trotz der mit Johnny Depp und Al Paciono hochkarätigen Besetzung, hat mich "Donnie Brasco" nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Irgendwie hat man die Thematik schon tausendmal in anderen Filmen gesehen.

                                    • 9
                                      Heckenritter 16.04.2016, 11:47 Geändert 26.05.2016, 15:54

                                      * einige SPOILER sind hier zu lesen *

                                      Lefty träumt davon von den großen Tieren respektiert zu
                                      werden und irgendwann für die Mühen jahrelanger Arbeit
                                      die Lorbeeren einstreichen zu können. Dabei ist er nur ein
                                      kleines Rädchen im Getriebe, er fühlt sich übergangen. Er hat massig Kerben im Brett, ist gefürchtet, ein loyaler Soldat. Wäre da nur nicht sein schlichtes Gemüt. Mit einem billigen Trainingsanzug vor der Glotze hängend, glaubt er ernsthaft einen Mafiaboss mit einer Glückwunschkarte und ein paar Hundertern beeindrucken zu können. Ein Träumer und Schwätzer den seine Kumpels am Strand mit Sand zuschütten. Mit Dope Kohle machen ist ok, aber wehe der eigene Sohn hängt an der Nadel. Die Frau ist für die Hausarbeit da, aufräumen bitte, ich bin ein Mann. Ein Killer, ein Mitglied der Mafia, vollgepfropft mit Machoklischees, der sich unfreiwillig gerne lächerlich macht. Parkuhren mit einem Hammer aufzuknacken ist keine Referenz um in der Hierarchie nach oben zu rutschen. Mann, piss die Wand an.....

                                      Mike Newell kriegt es sehr gut gebacken dem von Al Pacino dargestellten Lefty eine tragische Aura zu verpassen. Mit Lefty könnte man fast Mitleid haben. Ebenso wie mit der Undercover Ratte Joe Pistone, der seine Familie der Zerstörung preisgibt, nur um seinen Job zu machen. Das Leben der Mafiosis macht er sich zu eigen, ganz langsam driftet er ab, überschreitet die Grenze vom strahlenden Held zum Schurken, zum Schläger, zum Ignoranten, zum streitsüchtigen Gatten. Seine Umgebung färbt auf ihn ab, ein Urlaub könnte helfen, von gelben Zetteln hat die Mafia noch nie etwas gehört, will er das denn überhaupt? Mann, piss die Wand an! Joe steckt bis zu den Ohren im Sumpf der Attitüden seiner neuen "Freunde", langsam aber sicher wird er einer von ihnen. Und wofür das alles? Joe und Lefty sind Freunde, sie sind sich ähnlich, halten zusammen. Wie Vater und Sohn oder Blutsbrüder. Doch irgendwann kommt die Stunde der Wahrheit, wie wird die Belohnung ausfallen für ihren unermüdlichen Einsatz? War es das wirklich alles wert? Mann, piss die Wand an.....

                                      Mit drolligen Humornoten wird dieses Cosa Nostra Drama aufgelockert,
                                      Freund von uns, Freund von mir, Freund von dir, alles klar? Mann, piss
                                      die Wand an! Ist doch nicht so schwer Greenhorn! Goodfellas fuhr auf
                                      einer sehr spaßigen Schiene, Donnie Brasco setzt auf die Tragik zweier
                                      Freunde, die eigentlich Feinde sind. Gut und Böse Hand in Hand, man kann sie kaum noch unterscheiden. Oberklasse ist der Omnibus voller
                                      authentischer Nebendarsteller, unter denen Michael Madsen zeigen darf
                                      was er kann, wenn man ihn lässt. Der ruhige Rahmen steht dem Film sehr gut, statt viele Ballereien zwei ausgefeilte Figuren. In den richtigen
                                      Momenten wird es spannend, damit Donnie Brasco nie in die Langweiligkeit abrutschen kann. Die 70er kommen sehr authentisch rüber, die Mafiatypen sind zum schmunzeln bis beängstigend und fies brutal. Eine sehr stimmiger, toll fotografierter Film mit zwei großartigen Schauspielern, der das Genre Mafiafilm enorm bereichert hat.
                                      Mann, piss die Wand an!

                                      Der echte Joe Pistone ist immer noch als Experte für die Regierung
                                      tätig, wenn es um organisiertes Verbrechen geht. Er meidet Orte mit
                                      erhöhter Mafiakonzentration. Das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld wurde nie zurückgezogen....

                                      "Ich habe mich vor die ganze Bande gestellt, der Schwanzlutscher Sonny
                                      Red war auch dabei. Weißt du was das bedeutet? Ich habe mich für dich
                                      verbürgt, nicht mal Jesus Christus könnte dir jetzt was tun. Denn ich stehe vor dir. Du bist jetzt mein Mann." ....Lefty two guns....

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                                      • 8 .5

                                        Super Mafia-Streifen!

                                        • 8
                                          oliver.roth.5059 22.12.2015, 19:23 Geändert 22.12.2015, 21:47

                                          Newells Mafia- Streifen beleuchtet die Ereignisse um den FBI Agenten Joe Pistone ( Johnny Depp ), der ab 1976 unter dem Decknamen "Donnie Brasco" im Rahmen einer Undercovermission mehrere Jahre lang erfolgreich belastendes Beweismaterial gegen die Bonanno-Familie aus New York City gesammelt hat.
                                          Der Film ist in der Zeichnung der realen Charaktere recht lose, abgesehen davon jedoch spannend und realistisch erzählt. Es gelingt, die nervliche Anspannung Pistones und die mit seiner Arbeit verbundenen Verhaltensänderungen, die sich irgendwann nicht mehr von seinem verbliebenen Privatleben trennen lassen, sehr anschaulich einzufangen. Depp & Pacino machen ihre Sache ausnahmslos prima, die Entwicklung ihrer Beziehung innerhalb des Mobs ist in ihrem Fortlauf überzeugend und einnehmend dargestellt. Obwohl natürlich einige Beteiligte aus den verschiedensten Gründen per Blei ins Jenseits befördert werden um der Einhaltung der sizilianischen Omertá innerhalb des Clans etwas nachzuhelfen, verzichtet das Movie auf zuviel Mafia-Pathos und hält sich an seine Geschichte. Und das ein oder andere ( hier gut erzählt & gefilmte ) Klischee will man am Ende vielleicht ja auch doch sehen, wenn wir ehrlich sind. Das Schicksal des echten Gangsters " Sonny Black" Napolitano hätte dramaturgisch sogar tatsächlich noch ein klein wenig mehr hergegeben aber sei´s drum.
                                          Fazit: Nicht ganz so wuchtig und dicht wie Mafia-Klassiker a la " der Pate" oder " Goodfellas" , aber dennoch ein wirklich starker Gangsterfilm vor atmosphärischer Kulisse im Brooklyn der 70er Jahre.

                                          5
                                          • 8 .5

                                            Nun habe ich mal wieder einen Mafiafilm genau nach meinem Geschmack entdeckt. Erstmal zur Story: Ein Undercover FBI Agent nistet sich bei der Mafia ein, doch langsam aber sicher gefällt es ihm dort besser, als er zuerst gedacht hat.
                                            So, das hört sich doch eigentlich ziemlich gut an. Doch noch besser klingt es wenn man hört, dass die Hauptrollen mit Johnny Depp, Al Pacino und Michael Madsen (der mich hier stark an Seagal erinnert) besetzt sind. Alle drei spielen hier großartig, doch am stärksten war meiner Meinung nach die Leistung von Al Pacino als altes Mafiaurgestein. Der Film besteht eigentlich fast nur aus Dialogen und bis auf zwei drei Schießereien passiert hier auch nix groß, doch das ist man ja eigentlich von den Mafiafilmen gewohnt. Jedenfalls sind die Dialoge sehr stark und wirklich gut geschrieben. Doch hat mich der Konflikt mit Donnie und seiner Frau schon etwas genervt und man hätte das eigentlich getrost rauslassen können. Die 2 Stunden Laufzeit sind auch nötig für den Film um den Zuschauer nicht durchzuhetzen. An sich ist alles sehr ruhig gehalten und es ist eine super Atmosphäre spürbar.

                                            Donnie Brasco kann sich zwar nicht mit Größen wie GoodFellas messen, doch brauch er sich keinesfalls vor seinen großen Brüdern zu verstecken. Also für jeden Mafia-Gangsterfilmfan ist Donnie Brasco eigentlich sogar schon fast rin Geheimtipp.

                                            10
                                            • 8 .5

                                              Ein Film zur Zeit, in der Newell reihenweise Top Filme machte, eine packende wahre Begebenheit im Mafiamillieu und ein bis in die Nebenrollen ausgezeichneter Cast machen Donnie Brasco zu einem der besten Filme seines Genres, auch wenn man dieses kaum definieren kann.

                                              Pacino und Depp spielen hier selbstverständlich in Bestform, aber am einprägsamsten ist klar Michael Madsen. Das sind einfach seine Rollen.

                                              Die Undercoverstory ist gut inszeniert, durch viele Zufälle und glückliche Situationen entwickelt sich eine Buddy-Story zwischen Pacino und Depp mit einer spielerischen Eigendynamik.
                                              Es gibt nur eins zu sagen: Piss die Wand an!

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                                              • 7

                                                SEINE FRAU NERVT!

                                                • 10
                                                  Sonnyblack745 25.05.2015, 08:00 Geändert 25.05.2015, 08:02

                                                  Donnie Brasco ist ein feiner Film. Eine Zeit in der die Drehbücher richtig gut geschrieben wurden. Starke Dialoge, tolle Charaktere. Die Erzählweise ist sehr erfrischend. Da der Film sehr spritzige Dialoge enthält und trotzdem sehr ernst ist. Emotional wird es vorallem dann, wenn Al Pacino immer die Tiefer in die Scheiße reitet.
                                                  Super Soundtrack, der in den richtigen Momenten tolle Stimmung erzeugt. Die Regie ist tadellos. Stilsicher wurde das ganze von Mike Newell inszeniert. Man merkt dem Film eben an, das hier sehr erfahrene Filmemacher am Werk waren. Denn von Anfang an, wird die Geschichte sehr impulsiv vorangetrieben. Trotz ruhiger Passagen, verliert der Film nie seinen roten Faden und konzentriert sich auf das wesentliche.
                                                  Schauspielerisch gibt es hier nichts auszusetzen. Denn jeder Schauspieler agiert auf höchstem Niveau. Vorallem Al Pacino und Johnny Depp spielen ihre Rollen sagenhaft. Auch Michael Madsen agierte hier bravourös, was man heute kaum glauben kann. Doch es gab mal eine Zeit in denen er noch in großen Kinofilme mitgespielt hat. Optisch wurde das ganze mit tollem Szenenbild ausgestattet. Donald Graham Burt hat unter anderem auch das Szenenbild für "Gone Girl", "Verblendung", "Zodiac" übernommen. Daher wirkt der Film auch so, als hätte man ihn wirklich in den 70er Jahren gedreht. Auch die Kostüme wirken sehr detailgetreu.
                                                  Also technisch ist der Film ebenfalls sehr gut umgesetzt.

                                                  Fazit: Für mich ein Meilenstein wenn es um Mafiafilme geht. PERFEKT!!!!!! 10/10

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                                                    U-Bahnmensch 23.05.2015, 23:55 Geändert 21.01.2016, 12:06

                                                    Donnie Brasco, 1997 - Mike Newell

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                                                    Als ich das letzte Mal "Donnie Basco" sah, schlief ich nach etwa der Hälfte ein.
                                                    Das lag allerdings Gott weiß nicht am Film, ich werde wohl einfach eine anstrengende Woche hinter mir gehabt haben.
                                                    Denn Donnie Brasco ist tatsächlich ein alles andere als langweiliger Film. Im Gegenteil - "Donnie Brasco" zeigt die wahnsinnig spannend inszenierte Geschichte um Mafiosi Lefty Ruggiero (Al Pacino) und den verdeckten FBI Ermittler Joe Pistone alias Donnie Brasco (Johnny Depp), die auch eine gekonnt eingebrachte emotionale Komponente bietet und noch dazu auf einer wahren Begebenheit beruht. Der Film legt dabei das Haupt-Augenmerk auf den inneren Konflikt, welcher von Pistone Besitz ergreift, nachdem dieser sich immer besser mit Lefty anfreundet. Außerdem äußert der Film auch Kritik an der Wertschätzung, welche die Gesellschaft Personen wie Pistone entgegenbringt, die ihr Leben für eine gute Sache riskieren und am Ende lediglich mit einem 500$ Check und einem formellen Handschlag seitens eines unehrlichen Politikers dafür entlohnt werden, obwohl sie für diese Sache nicht nur eine Freundschaft und ihre Familie aufgeben mussten, sondern auch ihre Ideale und Prinzipien und somit schlussendlich auch sich selber.

                                                    All das verkörpert Johnny Depp hier so unfassbar gut, dass wir uns als Zuschauer nur fragen können, warum dieser geniale Schauspieler in den letzten Jahren bloß nur noch so einen Mist spielt. Neben seiner Darstellung als Raoul Duke und seiner Leistung in Blow wohl meine absolute Lieblingsrolle von ihm.
                                                    Zu Al Pacino braucht man wohl kaum ein Wort verlieren. Wenn dieser Name auf dem Cover eines Gangster Filmes steht, hat das grundsätzlich etwas gutes, um nicht zu sagen etwas großartiges zu bedeuten. Das beweist er hier wie schon in so vielen anderen Genre Vertretern erneut mit Bravur. Auch harmonieren die beiden im zum Teil recht undurchsichtigen Wechselspiel zwischen Freund und Gegner wunderbar und schaffen so ein grandioses Filmerlebnis. Abgerundet wird der Cast von Michael Madsen, der hier trotz solider Leistungen in meinen Augen nicht ganz an seine Leistungen in den Tarantino Filmen herankommt.

                                                    Insgesamt liefert "Donnie Brasco" einen extrem starken Beitrag zum Mafia/Gangster Genre, der trotz richtig stark umgesetzter Drama Elemente nichts an Coolheit einbüßen muss und somit ein absolut kultiges Gesamtbild liefert. Klasse Schauspieler, wunderbarer Soundtrack und ein durch und durch spannender Plot, der sogar realen Ereignissen zu verdanken ist.

                                                    Wer das noch nicht gesehen hat, dem sei geraten es nachzuholen!

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