Du hast es versprochen - Kritik

Du hast es versprochen

DE · 2012 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 16 · Thriller, Drama · Kinostart
Du
  • 5

    da wär mehr drinn gewesen...

    • 6

      Manchmal überrascht der deutsche Film, das muss ich schon sagen. "Du hast es versprochen" ist in meinen Augen ein sehr gutes Beispiel dafür, dass man sich vom Produktionsland nicht abschrecken lassen sollte. Sicher, der Film hat so seine Schwächen, hier und da hätte man ihn stimmungsvoller inszenieren können. Aber er ist wirklich stabil und spannend erzählt, hat mich gut unterhalten. Ich empfehle ihn sogar gerne weiter. Als kleine Info: Das mache ich bei Horrorfilmen, Horrorthrillern und Ähnlichem nicht oft ^_-

      • 5 .5

        Der Film empfängt uns mit einem Prolog in schwarz, rot und weiß - die klassischen Schneewittchenfarben. Auf einer namenlosen Insel ist vor langer Zeit etwas Schreckliches geschehen, aber was? Zusammen mit der Hauptdarstellerin, ihrer besten Freundin und der Tochter begeben wir uns auf die Insel, um das Geheimnis zu lösen. Dabei weiß sie zunächst gar nicht, dass sie hier ein ungelöstes Geheimnis erwartet...nur hin und wieder brechen Erinnerungsfetzen in ihr Bewusstsein und dazu die passenden merkwürdigen Geschehnisse tun ihr Übriges.
        Der Film zeigt sich in schillernden Inselimpressionen - von den typischen Häusern über Strand und Schilf im Wechsel mit dem verschneiten Wald aus den Rückblenden. In einem als Horror angelegten Film könnte das alles aber auch noch düsterer gestaltet werden. Dazu kommen die Inselbewohner: was hat es mit der alten Fischverkäuferin auf sich? Und welche Rolle spielt der kauzige Nachbar? Der junge Mann, der vor irgendwas warnen will, es aber doch nicht tut?
        Das klingt nach `ner ganzen Menge Horrorspaß, doch fehlt es, wie gesagt, an der richtigen Atmosphäre und wenn man das Ende sieht, überzeugt das ganze auch nicht unbedingt mehr als zuvor.

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        • 7
          Andron 10.12.2015, 22:41 Geändert 10.12.2015, 22:42

          Subtiler Horror, welcher sich in eine andere Richtung entwickelt als man zunächst glaubt...

          Für einen deutschen Film erstaunlich gut!

          • 7
            Der Siegemund 30.09.2015, 20:26 Geändert 30.09.2015, 20:44

            Mit ein wenig längeren Einstellungen bei den Zwischensequenzen, z.B. wehendes Gras, einsame graue Küste, schlafendes winterliches Dorf, hätte man die Qualität gut um einen Punkt steigern können. Den liebevoll inszenierten Rückblenden hätte beim Szenenwechsel eine Kontemplation gut getan.

            Bei der Filmmusik hört man deutlich heraus, dass sie abgekupfert ist, denn sie klingt wie schon tausend Mal gehört. Durch diese lieblose Retortenmusik wird eine ansonsten durch tolles Schauspiel und Schauspieler glänzende sowie an Einfällen reiche Atmosphäre verdorben.

            So viel Licht und Schatten im krassen Gegensatz fallen natürlich eher auf. Mit der Bewertung habe ich mir deshalb schwer getan, weil ich zwischen Kunst und Verschnitt vermitteln musste, doch letztlich gebe ich dann doch 6,5 Punkte.

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            • 7
              The Woman 03.09.2015, 09:35 Geändert 03.09.2015, 09:40

              Erstaunlich gruseliger Film aus Deutschland.
              Natürlich kaut er alles durch, was das Grusel- und Mysterygenre schon hervorgebracht hat, also nicht wirklich was neues und leicht vorhersehbar war er teilweise auch.
              Trotzdem hat es für mich gereicht, mich unwohl zu fühlen. Tatsächlich habe ich mich auch ein paar mal erschrocken, das passiert mir grad bei Deutschen Filmen eher selten.
              Die Schauspieler sind klasse, sogar die Kinder machen ihre Sache echt gut.
              Das Ende war dann für mich eine kleine Überraschung, den Zuschauer so konsequent mit einem Scheißgefühl hängen zu lassen, das trauen sich wenige.

              Ich würde mir wünschen, dass mehr solcher Genrevertreter aus Deutschland kommen, schon bei "Der letzte Angestellte" hat der Deutsche Film gezeigt, dass das Potential da ist.

              5
              • 5 .5

                Die einsame, nordische Küste ist eine schöne Kulisse, die eine angenehme, mystische Stimmung verbreitet. Die Musik klimpert sich in die Gewöhnlichkeit. Irgendwie hat man das gefühl die Musik schon in 10000 anderen Filmen gehört zu haben. Dazu ist im gesamten Film schlechtes Wetter und alles ist grau in grau. Die Qualität selbst ist sehr schön. Es ruckelt wenig, das Bild ist klar und der Ton sauber. Leider ist die Tonspur wohl nicht normalisiert worden, da man nur am hoch und runter regeln des Pegels ist.

                Die Story selbst ist ganz gut. Ein Horrorfilm aus Deutschland, ich freu mich jetzt schon auf meine Alkoholvergiftung. Katharina Thalbach verbreitet immerhin in mir Hoffnung, die sie auch erfüllt. Aber auch der Rest liefert ziemlich gute Schauspielerei ab, was man von deutschen Filmen sonst eher weniger gewohnt ist. Dafür ist die Story so schnell erzählt, dass man sich hier schon sehr bemühen muss, nicht zu spoilern. Auch der Film ist nach der Hälfte mit der Geschichte fertig. Leider sind Filme mit 50 Minuten länge eher doof, also musste noch was folgen. Das wirkt ein wenig rankopiert und ist auch längst nicht mehr so spannend, wie der Anfang. Die Geschichte wird dabei so zärtlich wie ein Boxkampf erzählt und die Hinweise erfolgen mit dem Holzhammer.
                Leider kommt irgendwie kein Gruselfeeling auf und das hat nichts mit weniger Kohle als Hollywood zu tun. Es ist eine Frage der Inszenierung und der Umsetzung. Das Ensemble gibt sich hier viel Mühe, doch die Holzhammermethode und das Kopieren der ewig selben Tricks aus hundert anderen Filmen ist nicht gerade das, was ich mir unter einem Thriller/Horror vorstelle.

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                • 6

                  Der streckenweise spannende Mystery-Thriller hat atmosphärische Momente. Das unausgegorene Drehbuch schmälert das Gruselvergnügen. [Manfred Riepe]

                  • 5 .5

                    Ich fand den Film ganz gut, jedoch furchtbar unbefriedigend.

                    So eine blöde Psychoschla*** die sollte besser wieder eine stationäre Therapie machen -

                    • 7

                      Der Film bietet einige Wendungen, die den einen oder anderen Zuschauer überraschen könnten. Atmosphärisch ganz gut. Der abgebrühte Horrorfilm- und Psychothrillerfan muss allerdings bis zum Ende warten, um eine wirkliche Überraschung zu erleben. Nicht ganz originell, aber durchaus sehenswert.

                      • 4

                        Der Film verspricht (und hält) vor allem eines: man wird KEINEN Moment verpassen, in dem die Macher uns gruseln wollen... Die Musik ist hier wie ein Zaunpfahl, der einem um die Ohren gehauen wird. Das ist nicht nur schade, sondern nervig.

                        Und im letzten Drittel des Filmes hat man wohl den Erklärbär das Drehbruch schreiben lassen.
                        Das war einfach zuviel von allem und hat im Endeffekt die Stimmung ziemlich beeinträchtigt.

                        • 7

                          So Heute mal mein Karfreitags Programm. Für einen Deutschen Film war der Ordentlich OK. Die Kulissen ob das Haus oder auch die Landschaften sind absolut Klasse . Die Story geht sogar Konform und hat doch da eine Wendung mit der man nicht Unbedingt rechnen musste. Mina Tander und Laura de Boer sowie Max Riemelt hat schon was. Schöne Mysteryatmosphäre -- sind mir auch 7 Versprechen wert

                          • 9

                            Dieser Film war echt gut gemacht. Die story braucht zwar ein wenig bis alles in fahrt kommt aber das Ende hohlt alles wett .. diese Hilflosigkeit das man nicht helfen kann am ende des film ..... grrrr ^^

                            • 8

                              Deutsche Horrorfilme haben ja nicht gerade den besten Ruf und ich konnte bisher auch keinen sagen der mir gefallen hat - bis jetzt. Auch wenn "Du hast es versprochen" eher ein Gruseldrama, als ein Horrorfilm ist. So richtige Schockmomente gibt es kaum, dafür baut sich den ganzen Film über eine unheimliche Atmosphäre auf und es wird auch recht spannend und teilweise sogar sehr bewegend. Zwar gibt es die üblichen Horror-Klischees, aber die haben, meiner Meinung nach, erstaunlich gut funktioniert. Die Story ist auch nicht schlecht und die Rückblicke gut inszeniert und am Ende ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild, was mehr ist, als man von vielen anderen Genre-Vertretern behaupten kann. Den Twist gegen Ende habe ich vorher sogar fast erraten, hab das zu dem Zeitpunkt aber noch nicht für logisch und machbar gehalten. Das Cast war auch erstaunlich talentiert. Ein sehr gelungener, deutscher Gruselfilm.

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                              • 6 .5

                                Der Film ist zwar vollgestopft mit typischen Mysteryfilmen-Klischees und der Aufbau der Geschichte lässt sich auch etwas Zeit trotzdem fand ich ihn recht unterhaltsam. Die Story der Vergangenheit der Mädels deckt sich stück für stück auf - die Rückblenden fand ich toll gemacht.

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                                • 10

                                  Ich wusste, dass Produktionen aus dem eigenen Land mit Hollywood mithalten können. Dieser Film hier beweist es, meiner Meinung nach. Er baut langsam Spannung auf, bedient sich einiger Gruselmomente, die allerdings nicht zu oft zum Einsatz kommen und hat interessante Charaktere, sowie sehr schöne Wendungen.

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                                  • 3

                                    Wenn der Grusel mit dem Holzhammer kommt. Dann kann es einen schon mal Grausen.

                                    Wobei da eher das Grausen über den Film selber war.

                                    Wie hier schon erwähnt, wird ja nun alles reingepackt, was man finden konnte an Klischees. Dabei hat man simpel das richtige Timing nicht gefunden. So was wirkt nur wenn man es Dosiert macht.

                                    Diese Holzhammer Methode hat einen schnell mächtig angeödet. Es wirkte schlicht stümperhaft.

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                                    • 10

                                      Also ich muss ehrlich sagen, dass ich mich über einige Kommentare hier stark wundern muss...na ja, andererseits ist das öfter so, wenn ein Film besonders ist. Ja, er bedient sich einiger Gruselfilm-Klischees, aber was ist so schlimm daran, wenn die Geschichte, die Kamera, die Hauptdarstellerin wirklich toll und gar nicht Klischee sind? Ich war völlig begeistert, habe mich unheimlich gegruselt und war sogar sehr berührt am Ende. Es ist viel mehr als ein Gruselfilm- der Film behandelt vielschichtige und psychologische Themen, die vor allem Mina Tander wahnsinnig beeindruckend spielt. Wenn ich sie nicht schon in Maria, ihm schmeckt's nicht gesehen hätte, hätte ich gedacht, sie sei wirklich so wie in dem Film...
                                      Ein toller, erfrischender Film, der sehr un-deutsch ist (was nicht heissen soll, dass ich keine Deutschen Filme mag, aber dieser ist einfach untypisch!)!

                                      • Ist das Lena, die GrandPrix-Hupfdohle?
                                        Ohne Katharina Thalbach und vor allem Max Riemelt hätte der Film bei mir wenig Chancen. 3, 2, 1 - meins!

                                        • 9

                                          Ich war sehr überrascht, hatte große Befürchtungen: Ein deutscher Horror-Film? Ein schreckliches Label irgendwie, fast wie "englische Autos" oder "polnische Küche". Aber dann hat er mich tatsächlich gepackt. Ein großartig aufspielende Mina Tander, mit der man gerne mitfühlt. Eine ungewöhnliche Geschichte mit unerwarteten Wendungen. Stark fotografiert. Einzig Katharina Thalbach und Thomas Sarbacher waren für mein Gefühl überzeichnet, die Thalbach kam doch sehr als die Horror-Hexe aus dem Wald rüber. Und der Sarbacher wirkte mir ein wenig zu unterbelichtet. Das konnte mir mein Seherlebnis aber nicht trüben.

                                          • 4

                                            Am Ende allerdings entwirren sich die Fäden der Geschichte viel zu rest- und widerstandslos, und aller Spuk löst sich in Luft auf. Das mag die Handlung ein ganz klein wenig glaubwürdiger machen – einem Film, der mehr auf Stimmung und Beklemmung gesetzt hat denn auf Schlüssigkeit, schadet es indes enorm.

                                            • 7

                                              Dabei erweisen sich die sehr lauten Schocker im ersten Teil von Du hast es versprochen als vielleicht unnötiges Warm-Up für einen dann doch raffinierteren Psycho-Thriller mit in Nuancen überraschendem Ausgang.

                                              • 2

                                                Der Versuch, mit Du hast es versprochen das psychische Dunkel bis in die entlegensten Winkel auszuleuchten, ist so schlecht durchdacht und gleichgültig ausgeführt wie Hannas folgenschwerer Kinderstreich – und genauso desaströs.

                                                • 7 .5

                                                  Es ist bravourös, wie souverän die Regisseurin Alex Schmidt auf der Klaviatur gediegenen Schreckens spielt. [...] So wenig originell die Story ist: Buch und Regie verstehen es, sie geschickt dramaturgisch aufzubereiten.

                                                  • 5 .5

                                                    Und zwischendrin flackert die Vergangenheit so verwirrend auf, dass man glauben soll, nicht nur Hanna, sondern alle auf der Insel litten an Verfolgungswahn. Das ist so, als würde man in der Geisterbahn noch Schilder aufstellen: 'Achtung, hier geht’s zum Schrecken, bitte gruseln Sie sich jetzt!'