Easy Rider - Kritik

Easy Rider

US · 1969 · Laufzeit 91 Minuten · FSK 16 · Road Movie, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
  • 10
    EudoraFletcher68 29.09.2018, 19:58 Geändert 30.09.2018, 12:26

    Nachdem ich 3 Filme nacheinander einfach nur öde fand (muss für ein paar Tage das Bett hüten und was gibt´s da besseres zu tun als Filme gucken?) und mich schon fragte, ob´s wohl an mir und meiner momentanen Stimmung liegt, habe ich nach vielleicht 10,15 Jahren mal wieder diesen Klassiker, zum ersten Mal in OV, eingelegt – und siehe da: Vom ersten Moment an stimmt hier für mich einfach alles! Bilder, Musik, Geschichte, Schauspieler, Charaktere und vor allem die 60er Jahre Atmo. Genial!!! „Easy Rider“ ist ein Film der mich emotional berührt und geradezu mitreißt, und das von der ersten Minute an.
    Das ist doch schon was für einen Film, der bald 50 Jahre auf dem Buckel hat.
    Peter Fonda als junger Biker ist noch dazu ein totaler Schnuckel! Dennis Hopper wie er leibt und lebt ist auch klasse, aber nicht halb so sexy wie Fonda. Wunderbarerweise sind die beiden Hauptprotagonisten auch noch auf dem Weg nach New Orleans, sodass Easy Rider nun auch noch seinen wohlverdienten Platz 1 auf meiner Louisiana-Liste erhalten hat. Der junge Jack Nicholson in einer Nebenrolle als saufender Jurist ist einfach nur GENIAL! Wie er den beiden Hauptprotagonisten mit sehr gewählter Ausdrucksweise die Anwesenheit von außerirdischen Lebensformen erklärt, ist köstlich. Als Fonda Nicholson fragt, wie es seinem Joint gehe und dieser natürlich nicht versteht, dass er ihn hätte weiter geben sollen. Dazu das Lied „don´t bogart that Joint my friend“- einfach großartig.

    An alle die so begeistert von Oliver Stones „the doors“ sind, wegen der angeblich so überzeugend-authentischen Darstellung eines Drogenrauschs: Schaut euch „easy Rider“ an, den Trip auf einem Friedhof von New Orleans finde ich um Welten überzeugender (auch wenn zum Anschauen etwas anstrengend).

    Das Lebensgefühl, das „Easy Rider“ rüber bringt, berührt mich in den Untiefen meiner Sehnsüchte. Dass es um Sehnsucht geht, macht „Easy Rider“ deutlich, denn die wahre Freiheit gibt es dort auch nicht, bzw. sind es eben kurze Momente und dann hat diese Lebensweise ihren Preis – und der ist hoch. Es werden gegensätzlichste Facetten der US-amerikanischen Gesellschaft auf den Punkt gebracht, ohne Idealisierung (Auch die drei Jungs sind ja keine idealen Menschen, einer ist ein Säufer, die anderen beiden Kleinkriminelle. Und dass das Lager der Aussteiger nicht lange gut gehen wird, sieht ein Blinder mit nem Krückstock) und ohne große Ausschmückung (der lockere Roadtrip kippt recht abrupt und es ist plötzlich Schluss mit lustig).
    Das Ende ist heftig und bringt mich immer wieder zum Weinen, ist aber konsequent und passend. Denn der Film steht letztlich für das Ende einer Ära und den Abgesang an die Idee einer alternativen, unsortierten Lebensweise, die sich gegen den Militarismus und Konsumwahn richtete. Man spürt in „Easy Rider“ das Bedürfnis von Hopper und Fonda, sich persönlich auszudrücken und dem Mainstream etwas entgegen zu setzen. Das macht den Film zu etwas Besonderem.

    Wer „Easy Rider“ nicht kennt: Unbedingt sofort und auf der Stelle alles andere liegen lassen und nachholen (des gilt insbesondere für Nofuture)!
    Und wer ihn schon mehr als 10 Jahre nicht gesehen hat: Dringend erneut sichten!

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    • 8

      Sehr persönlicher Film von Dennis Hopper und Peter Fonda. Die beiden beweisen hier schon fast seherische Fähigkeiten, 1969 den Zeitgeist dermaßen messerscharf und absolut authentisch einzufangen - auf der einen Seite Vietnam, auf der anderen Seite die Hippies und dazwischen die beiden Biker auf der vergeblichen Suche nach ihrer Heimat Amerika.

      • 10

        Ich als Rocker und Harley Rider fühle mich voll und ganz mit diesen Charakteren mit.
        Ein zeitloses Meisterwerk.

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        • 9
          tadaaaaa 11.12.2017, 15:10 Geändert 11.12.2017, 15:14

          Easy Rider fasziniert! Ich kann mich nicht entsinnen jemals einen Film gesehen zu haben, der es schafft einen bestimmten Zeitgeist so gut einzufangen. Die Sex-Drugs und Rock N`Roll Bewegung wird hier in Form eines Roadtrips verpackt.

          Authentizität entsteht durch den fast schon dokumentarischen Charakter. Tatsächlich erinnerte mich der Film in vielen Momenten an die tolle Dokumentation zum Woodstock-Festival. Das große Thema ist Freiheit, welche einem doch durch die Idee "Amerika" versprochen wird. 2 Biker begeben sich nun auf die Suche nach diese Freiheit und finden verschiedene Ansätze. Sei es die autark lebende Hippe-Kommune oder der trinkende Anwalt, der es schafft die gesamte Welt kritisch zu reflektieren, auch wenn er dabei gelegentlich über das Ziel hinausschießt. Die Ideale der Hippie-Bewegung werden durch Peter Fonda und Dennis Hooper auch beim Dreh des Films intensiv ausgelebt und das merkt man dem Film an! Gras wurde in Massen geraucht und psychedelische Zustände kamen schonmal vor. Häufig inspirierten diese sogar ganze Szenen, wie die auf dem Friedhof, welche ich persönlich für die beeindruckendste und mutigste des ganzen Films halte, allein schon weil Peter Fonda sich hier tatsächlich auf Drogen seiner Mutter (in Form einer Heiligenstatue) zuwendet und sie fragt, weshalb sie ihn verlassen habe! Das nenne ich mal Methode-Acting. Ein Wunder, dass diese Szene den Schnitt überlebt hat. Aspekte wie Selbstverwirklichung und Männlichkeit werden ebenfalls thematisiert. Besonders die Gestaltung der individuellen Bikes verdeutlichen dies. Ich meine die großen tränenförmigen Tanks vor dem Fahren sehen aus wie ein riesiges Phallussymbol.
          Das Drehbuch wurde erst während des Drehs zusammengestellt und viel Rollen wurden mit einfachen Personen von Straße sehr authentisch besetzt, z.B. die hasserfüllten Sheriffs in dem Lokal, welche tatsächlich ihrem Hass auf die Leute mit langen Haaren freien Lauf ließen. Es wird also auch deutlich welcher realen Konfrontation sich die Jugendgeneration der damaligen Zeit ausgesetzt gesehen haben muss. Besonders gegen Ende hin wird der Zeitgeist jedoch nicht nur glorifiziert, sondern auch in Frage gestellt. Zum Beispiel die Frage nach dem Ziel von allem. Geht es einfach nur um einen übermäßigen Drogenkonsum? Ich kann mir richtig vorstellen, wie sich viele Menschen der damaligen Zeit mit diesem Film aufgrund seiner in diesem Ausmaß nie dagewesenen authentischen Darstellung identifizieren konnten.

          Darstellerisch gelingt hier alles super. Viele Szenen waren nicht einmal gespielt, sondern sind einfach live entstanden. Besonders Jack Nicholson mit seinen Ticks und seinen Reden hinterlässt Eindruck. Auch die Musik ist perfekt ausgewählt und die Kamerafahrten während der Bikertouren erinnern im Zusammenspiel mit der Musik an die glorreichen Western. Besonders bei der Kamera tritt auch der B-Movie-Charakter hervor, welche sich perfekt in die Thematik des Films einfügt.

          Allgemein darf man bei diesem Film keine Spannung erwarten. Es ist ein sehr realistischer, fast schon dokumentarischer Film, der den Zeitgeist Ende der 60er Jahre einfangen soll und das machte der Film fantastisch. Das New Hollywood Kino beginnt und schafft es durch solche kleineren künstlerischen Filme ernstere Themen zu behandeln und sich kritisch mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Auch Filme wie später Fear and Loathing in Las Vegas versuchen an den Erfolg dieses Films anzuknüpfen können aber nicht sein Niveau erreichen. Wer sich also für die Thematik interessiert: Unbedingt anschauen!

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          • 10

            Musik cool, dargestellte Zeit cool-
            Beim zweiten Sehen gabs nen Punkt rauf, vielleicht beim Dritten ja das Herz dazu..

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            • 5 .5

              Ich habe den Film in den Siebzigern im Kino gesehen und fand ihn schon damals etwas überbewertet. Die Musik ist auf jeden Fall cool.

              • 7 .5
                lieber_tee 13.05.2017, 12:04 Geändert 17.06.2018, 11:42

                »SoulReaver und lieber_tee in den Untiefen des ganz normalen Genrewahnsinns«
                #18 (Staffel – 2)
                R…wie Road-Movie
                "Morgens ein Joint und der Tag ist Dein Freund."
                Lange verfilzte Haare, Mega-Schnäuzer, Cowboyhut, Fransenlederjacke. Zwei gesellschaftlich entwurzelte Outlaws reiten mit ihren Choppern durch Amerika, im Gürtel Friedensdrogen statt Patronen. In Mitten eines angepassten und korrupten Umfeldes, voller Verfolgungswahn, Bigotterie und Gewalt suchen sie ihren individuellen Standpunkt, suchen die Freiheit, finden aber nur die Illusion davon.
                Easy Rider ist der Inbegriff eines Roadmovies. Erinnert nicht nur bei den Accessoires der rebellischen Helden an Western, sondern thematisiert durch den Fetisch Bewegung ein Hippie-Lebensgefühl zwischen Unabhängigkeit und Unterdrückung. Sie reisen durch ein Land in dem Vergangenes auf Gegenwärtiges trifft und eine düstere Zukunft prognostiziert. Die Suche nach der Freiheit wird zu einem Horrortrip. Die Flower-Power-Bewegung wird scheitern, das Friedvolle wird von sinnloser Gewalt vernichtet, da nutzt auch das Stück Peace in der Tasche nichts.
                Als experimenteller Autoren-Film, der in Montage und Erzählung an ein Delirium erinnert, löst sich Drogen-Dennis Hopper komplett von den gängigen Hollywood-Konventionen und improvisiert ein filmisches Zeitzeugnis zustande, das noch heute ein Sinnbild für die Sehnsucht und den Untergang einer Gegenkultur ist.
                7,5-mal im Schlafsack erschlagen werden.
                http://www.moviepilot.de/liste/soulreaver-und-lieber_tee-in-den-untiefen-des-ganz-normalen-genrewahnsinns-soulreaver

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                • 8 .5

                  Völlig zu Recht Kult! Ein grossartiger Film, der von der ersten bis zur letzten Minute fesselt.

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                  • Super Film!!! Ein Muss für jeden Film liebhaber!!!

                    Am Schluss würde man die Hinterwäldler Mistkerle am liebsten erledigen...!

                    • 7

                      »SoulReaver und lieber_tee in den Untiefen des ganz normalen Genrewahnsinns«
                      #18 (Staffel – 2)
                      R…wie Road-Movie

                      Lasst alle Hoffnung fahren. Wer dem endlosen Horizont hinterherjagt, findet sich auf lange Sicht erst recht hinter Gitterstäben wieder. In Easy Rider müssen das Wyatt und Billy erkennen. Auf Distinktionsmerkmale verzichtet der Film in Bezug auf die beiden Hauptfiguren vollständig, diese sind indes auch vollkommen unnötig, da es den beiden Männern nie um die Vergangenheit, sondern durchweg um die Zukunft geht. Eine Zukunft, in der die Zeit keine Rolle mehr spielt. Die Flucht aus antiquierten Schalen, die Einkehr in einen Zustand, in dem der Garten Eden noch nicht in Flammen aufgegangen ist. Allerdings ist dieser Zustand nur durch Drogen zu erreichen, was dem Versuch, individuelle Freiheit zu erreichen, einen neuen Riegel vorschiebt. Easy Rider erzählt als Zeitdokument vor allem von verlorenen Idealen und den letzten Überbleibsel eines Landes, welche sich noch nicht eingestehen möchten, verlebt, ausgebrannt und abgestumpft zu sein. Das wiederholte Einstreuen amerikanischer Nationalflaggen ist da nicht nur als abfällige Geste zu deuten, sondern auch als der Hilfeschrei einer Generation, die sich gewahr werden muss, dass die individuelle Freiheit nur im Tode wartet. Der Rest ist Todessehnsucht, Angst und die Fehlinterpretation von Ungebundenheit als egoistischer Akt. Born to Die.

                      http://www.moviepilot.de/liste/soulreaver-und-lieber_tee-in-den-untiefen-des-ganz-normalen-genrewahnsinns-soulreaver

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                      • 6 .5

                        Ich fand ihn sehenswert mehr aber auch nicht.

                        • 3 .5

                          Für die Motorradszenen mit den schönen Landschaftsaufnahmen, cooler Musik und einem super Feeling. Leider ist das nur etwa ein Drittel des Films.

                          • 5

                            Einige schön psychedelische Szenen. Ansonsten wohl eher unfreiwillig (auf der Metaebene) eine treffende und auch heute noch durchaus interessante Charakterisierung der Jugendkulturen und Gesellschaftstrends der späten 60er Jahre.

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                            • 5

                              Kult, aber in seiner sehr oberflächlich und plakativ wirkenden Handlung für mich deutlich überschätzt. Was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich sowohl Peter Fonda als auch Dennis Hopper ziemlich nichtssagend finde. Sozusagen die Blaupause des schlichten 60er Kults und die Vorlage für alle Roadmovies dieser Welt.

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                              • 4 .5
                                doenef 10.07.2016, 00:52 Geändert 10.07.2016, 00:57

                                Unbenommen vom angeblichen(!/?) absoluten Kultcharakters des wohl unumstrittenen Meilensteins von Filmen über Rocker/Biker bzw. eben das Biker Milieu, ist der Film leider irgendwie doch arg „zusammengeschustert“ und wirkt passagenweise sogar eher wie im Drogenrausch aufgenommen
                                (Stelle in dem 'berühmt berüchtigten' und langersehnten Ziel „Mardi Gras“),
                                dafür ist das Auftreten des noch jungen Jack Nicholson legendär
                                Erwähnenswert sind weiterhin die philosophischen Ansätze:
                                Wie man Freiheit zu verstehen hat bzw. diese verstehen kann
                                "Geht so" ist noch eine Nuance zu gut bewertet => 4,5 - den halben Punkt gibt's vor allem aufgrund der schönen Landschaftsaufnahmen

                                • 3 .5

                                  Bis auf die schönen Landschaften während der Fahrten ist der Film ganz schön lahm.

                                  • 7 .5
                                    (VincentVega) 04.02.2016, 17:04 Geändert 04.02.2016, 17:06

                                    Die Mutter aller Bikerfilme.
                                    Ikonisch, wegweisend, stilsicher und als Abbild einer gesamten Subkultur, ebnete "Easy Rider" den Weg für eine Filmepoche, die später den Namen "New Hollywood" erhielt.
                                    Spätestens mit dem erklingen von Steppenwolfs "Born to be Wild" und Dennis Hopper und Peter Fonda auf der elend langen und weiten Staubpiste kommt der erste Gänsehautmoment. Eine Szene die so oft kopiert wurde, dass ich mir des Urspungs unsicher war.
                                    Das ist er.
                                    https://www.youtube.com/watch?v=J1cDECkN2xg (ab 01:55)

                                    Falls es den "American Dream" tatsächlich einmal gab, dann hatte es sich nach "Easy Rider" schlussendlich ausgeträumt.

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                                    • 5 .5

                                      Ich war enttäuscht, als ich den vor vielen Jahren im Kino sah, mir fehlt eine Handlung in diesem Film. Die gute Musik allein reicht mir da nicht für eine bessere Bewertung. Vielleicht sollte ich ihn noch einmal heute ansehen.

                                      • 10

                                        Das filmisch gewordene Gefühl von Freiheit, ein Roadmovie das Filmgeschichte schrieb und ist.
                                        Unvergessene Soundoase dazu wunderschön Poetische Bilder und ungeheurer Strahlkraft.
                                        Ein Film der auch heute nach über 40zig Jahren immer noch seine Zuseher spaltet.
                                        Für mich ist Easy Rider ein Meisterwerk, das es so nie wieder geben wird, da können noch 100 Jahre vergehen.
                                        Der Heilige Grahl der Roadmovies!

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                                        • 10
                                          chrischris 05.11.2015, 19:42 Geändert 22.01.2016, 18:34

                                          Hammer Film und Kult. Super Music!

                                          • 4

                                            Die Mutter aller Road Movies, Jack Nicholson mit seinem Durchbruch, Chrom-glitzernde Motorräder, grossartige Landschaften, das Gefühl von Freiheit und Anarchie, und natürlich der Score. Es gibt wohl ein Dutzend guter Gründe, diesen Streifen zu verklären und in die Sphären des Kultfilms zu heben. Doch 'Easy Rider' hat seine Tücken. Die dünne Story kommt nur zäh voran, wenn sie überhaupt von irgendeiner gewollten Bedeutung ist. Eher schon ist der Weg das Ziel: am Lagerfeuer sitzen und in bester end-sechziger/siebziger-Manier bekifft stundenlang belanglosen Kram diskutieren. Danach Gas geben auf dem Highway. Sorry, aber mit diesem ziellosen Gelaber kann ich einfach nichts anfangen, und Motorrad habe ich auch keins. Ich kann auch dem Ende keine Message abringen - es bot sich den Machern wahrscheinlich nur an, weil ein Happy End in so einem Film ja überhaupt nicht geht. Vom Strassenheld zum Organspender. Aus der Traum. Was bleibt ist ein starker Score mit einem Song, den man selbst heute noch ab und zu im Radio hört: 'Born to be Wild' von 'Steppenwolf' - immer noch ein gutes Gefühl.

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                                            • 7

                                              Ein toller 60er-Kultfilm und Road Movie mit einem klasse Score und toller Aufmachung. Schade, dass das Ende nicht so dolle ist. Es gibt schon jede Menge Vollpfosten auf dieser Welt...
                                              Aber hey: Jack Nicholson!

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                                              • 7 .5

                                                Ein zeitloser Klassiker, der mit seinen Bildern, seinem Soundtrack, seinem Lebensgefühl und zuletzt mit seiner Botschaft zu überzeugen weiß und mit dem Freiheitsmotiv aktueller denn je ist.

                                                • 4

                                                  Ich verstehe nicht, warum so viele diesen Film als Bikerfilm ansehen, da er kaum was aus der Bikerkultur zeigt, sondern nur ein paar Dealer aus den sixties, die zufällig auf Choppern bewegen und ansonsten ein Hippieleben führen, welches für außenstehende vielleicht wie ein knallhartes Rockerleben aussieht aber allerhöchstens parallelen aufweist.

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                                                  • 8
                                                    RockyRambo 05.06.2015, 20:54 Geändert 06.06.2015, 14:01

                                                    Easy Rider ist ein klasse sehenswerter Streifen welcher das Lebensgefühl der Biker, Hippiekulter und deren Drang nach einer eigenen Lebensphilosophie Abseits der üblichen Normen der gängigen Spießerkultur der damaligen Zeit zu führen und dies sehr schön einfängt. Die Botschaft des Films welche in etwa so lautet ist das zwar jeder Mensch frei ist aber ob man auch frei lebt eine ganz andere Sache ist. Freiheit erreicht man nur indem man sich als Individuum von der Masse der Gesellschaft nicht in seinen Entscheidungen beeinflussen lässt oder sich deren Regeln unterordnet. Auch wenn das Leben was man wählt anderen Persönlich nicht zusagt sollte jeder die Wahl des anderen Respektieren und sich nicht von Vorurteilen leiten lassen. Wenn dies nicht so ist passiert das was unseren Hauptfiguren Wyatt oder auch Captain America (Peter Fonda)
                                                    Billy (Dennis Hopper) sowie bereits früher ihrem neuen leicht verrücktem liebenswertem Freund George Hanson (genaile Performence des noch jungen
                                                    Jack Nicholson) wiederfährt. Der Hass des Mobs auf das unbekannte kann manschmal einfach alles was Freiheit ausmacht zerstören.

                                                    Easy Rider zeigt dem Publikum dabei ganz eigene Formen der Erzählstruktur, Szenenwechsel sowie des Erzähltempos welche es dem Zuschauer zwar aufgrund des Eigensinigen Styles nich immer wirklich leicht macht (besonders die letzten 15 Minuten während des Drogentrips von Wyatt und Billy mit den Huren und das Ende der beiden auf der Landstaße sind da aufgrund der ungewohnten da damals Amateurhaften Inzenierung recht anstrengend) aber wunderbar funktionieren. Die sensationellen Landschaftsaufnahmen der Wüste sowie der kultige Soundtrack machen das allerdings wirklich locker wieder weg.

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