Falling Down - Ein ganz normaler Tag - Kritik

Falling Down

US · 1993 · Laufzeit 108 Minuten · FSK 16 · Drama, Thriller · Kinostart
Du
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    Jeder der mal einen stressigen Tag hatte kann mit D-Fens wohl mitfühlen. Die wandelnde Zeitbombe Michael Douglas bahnt sich seinen Weg durch das glutheiße 90er-Jahre-L.A. und erlebt dabei seinen ganz persönlichen Wahnsinn mit gewaltbereiten Gangs, penetranten Schmarotzern, durchgeknallten Nazi-Spinnern und den Essenszeiten von Fast-Food-Läden. Falling Down zeigt Douglas in der Vorstellung seines Lebens in einem mit manchem Augenzwinkern und stetiger Anspannung versehenen Psychothriller, der auch heute topaktueller nicht sein kann.

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    • 4

      Vorhersage 8,0...aber ich fand den einfach saulangweilig inszeniert. Keine Ahnung, ob es an meiner Stimmung lag und ich dem ganzen in ferner Zukunft vielleicht nochmal eine Chance gebe, aber ich konnte weder der Story noch den Darstellern hier was abgewinnen. Die letzte halbe Stunde hab ich dann gar nicht mehr gesehen und meinen Freund gefragt, wies geendet hat...ziemlich vorhersehbar.

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      • 9

        Wie Michael Douglas den durchgeknallten spielt und man irgendwie trotzdem auf seiner seite ist,das schaffen nur die besten Schauspieler.

        Aber andersrum haben die meisten anderen in diesem film auch einen an der Klatsche(;

        Ein film den man immer wieder schauen kann ohne langweilig zu werden!

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        • 9

          Michael Douglas tut 108 Minuten lang das, was jeder werktätige Mensch jeden Montag gern tun würde.

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          • 8 .5

            Michael Douglas hat es eh drauf als Schauspieler und liefert hier eine seiner besten Darstellungen ab. Sollte jeder Thriller Fan gesehen haben wie Douglas hier schritt für schritt immer mehr explodiert und seine Wut über das System an dem abschaum der Gesellschaft auslässt. Dabei will der Mann eigentlich nur zu seiner Tochter und ihr ein Geburtstags Geschenk geben. ;-))

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            • 6 .5

              Ein schön psychopatischer Roadtrip, aber eben auch arg aus der Zeit gefallen. Wenigstens ist der Hund am Ende traurig...

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                Gewaltverherrlichung oder doch gesellschaftskritisch? Der Macher von "Acht Millimeter" und "Number 23" schuf einen umstrittenen, aber irrwitzigen Actionthriller mit Michael Douglas in Höchstform.

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                • 8

                  Ein absolut geiles Ding. Vor allem der Part im Bürgerladen ist der absolute Knaller. Für mich ist das definitiv Michael Douglas beste Schauspielleistung.

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                  • 8

                    Die Rolle hat Herr Douglas sehr gut rübergebracht.

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                    • 7 .5

                      Ein Klassiker, auch 25 Jahre später noch sehenswert!

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                      • 7
                        smartbo 22.05.2018, 14:18 Geändert 02.08.2018, 16:33

                        Selten eine solche Schreibblockade gehabt, wie bei diesem Film. Aufgrund seiner Vielschichtigkeit hatte ich anfangs Schwierigkeiten, einen Kommentar zu verfassen. Er weist ja so viele Merkmale auf. Was soll man denn über ihn schreiben? Welche Schwerpunkte soll man setzen? Was ist er primär? Pure Action? Gesellschaftskritisch? Eher eine Komödie? Eine psychologische Studie? Familiendrama? Ich beschränke mich einfachheitshalber auf die aus meiner Perspektive auffälligsten Aspekte, ohne alle oben genannten Punkte anzusprechen.

                        Der Film ist nach meinem Empfinden hinsichtlich der Charaktere und phasenweise handlungstechnisch mit Klischees überzogen, und die Inszenierung unverkennbar stark Applaus erheischend. Der Protagonist William wird als ein Otto-Normal-Verbraucher wie „du und ich“ präsentiert und die Szenen emotional so akzentuiert, dass man sich als Zuschauer mit dem Protagonisten identifiziert und ihn permanent bestärkt: „ja, bravo, richtig so, dem hätte ich aber auch eins gegeben“. Die Szenen und die Protagonisten sind nach meinem Empfinden teilweise stark überzeichnet. Der Film kam daher partiell bei mir rüber, wie eine Groteske oder eine schwarzhumorige Satire. Überflüssig und übertrieben fand ich jedenfalls, dass der Protagonist William im Verlauf der Handlung ein immer größeres Waffenarsenal einsammelt. Das geht so weit, dass er sogar über eine Bazooka verfügt und diese auch einsetzt. Grotesk. Darauf hätte der Film meiner Meinung nach verzichten können.

                        Der Film hat auch –ganz klar- Vorzüge aufzuweisen. So sind einige Szenen so exzellent, dass sie meines Erachtens in die Filmgeschichte eingeordnet werden können, z.B. die Anfangsszene im Stau oder der Aufenthalt beim McDonalds. Das ist wirklich gut gemacht und insbesondere schauspielerisch brillant umgesetzt. Wenn wir schon mal beim Waffenarsenal sind: das Großkaliber des Filmes ist –ganz klar- Michael Douglas, den ich zu einem der besten Schauspielern zähle. Dazu gehört meiner Meinung nach aber auch Robert Duval, der den alten Polizisten spielt und den Streifen qualitativ ebenfalls nach oben pusht. Die Inszenierung ist glatt, der Handlungsverlauf frei von Längen. Spannung ist ausreichend vorhanden. Mich hat er jedenfalls trotz meiner oben aufgeführten kritischen Anmerkungen gut unterhalten.

                        Fazit: aus meiner Sicht nicht der Knüller. Empfehlenswert ist er jedoch in jedem Fall. Schon alleine deswegen, weil er Kult ist und zur Filmgeschichte gehört.

                        P.S. Eine gute professionelle, kritische Analyse zu dem Film findet Ihr im Netz unter:
                        http://www.film-kultur.de/filme/filmhefte/falling_down.pdf

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                        • 10

                          Heute gibt es eine neue Ausgabe von : Vergessene Perlen. Es ist wohl die beste schauspielerische Leistung, die Michael Douglas jemals vollbracht hat. Falling Down ist eine bitterböse Satire über das zivilisierte Leben in einer Großstadt. Dieser Film schafft es, dass man mit einem gewalttätigen Menschen sympathisiert, der einfach die Schnauze voll hat. Was auch immer Douglas hier erlebt, es sind immer wieder Situationen, in denen wir es nachvollziehen können, warum ihn gewisse Dinge auf die Palme bringen. Falling Down ist eine Satire, die entlarvend ist und genau das macht gute Satire aus.

                          Ein Autostau, ein kaputtes Autofenster, provozierende Blicke, nerviges Kindergeschrei und eine penetrante Fliege im Auto. Ein Mann wird genau von solchen Problemen geplagt. Voller Wut verlässt er das Auto und geht zu Fuß weiter. Doch in der Stadt wird es auch nicht besser. Erst hat er nicht genügend Kleingeld für ein Telefonat, dann verlangt ein koreanischer Verkäufer auch noch zu viel für eine Cola. Als wäre das nicht genug, gerät er auch noch an zwielichtige Gestalten. Der Mann, der schon vorher voller Wut war, gerät nun völlig außer Kontrolle, sodass auch die Polizei bald auf ihn aufmerksam wird.

                          Von der ersten Sekunde an ist man wie gefesselt, denn der Film springt sofort ins Geschehen ein und verzichtet fast gänzlich auf eine längere Einleitung. Obwohl einem bewusst ist, dass der Hauptcharakter ein Psychopath ist, passieren ihm Dinge, über die wir uns alle schon aufgeregt haben. Nur führt unsere Hauptfigur das aus, was wir nur in unseren Gedanken zulassen. Dabei entstehen derart viele Situationen, bei denen man nicht anders kann, als lauthals los zu lachen, denn wenn sich unser Protagonist so richtig schön aufregt, dann ist das ein Bild für die Götter. Doch auch die ernsten Momente, besonders beim Finale, gehen unter die Haut und bleiben nachhaltig im Gedächtnis.

                          So gut Michael Douglas in Wall Street auch war, für Falling Down hätte er meiner Meinung nach den Oscar als bester Hauptdarsteller kriegen müssen. Er spielt einen einzigartigen Charakter, über den man noch lange Zeit nachdenkt. Allein sein jähzorniger Blick meißelt sich so fest ins Gedächtnis ein, dass einem noch Tage danach die atemberaubende Leistung von Douglas im Gedächtnis bleibt. Bei dieser Persönlichkeit ist es einfach schwierig ihn gänzlich unsympathisch zu finden, weil man, trotz seiner Tobsucht Anfälle, sein Verhalten irgendwie verstehen kann. Der legendäre Robert Duvall liefert als alternder Cop ebenfalls eine grandiose Leistung ab und überzeugt mit angenehmer Sympathie und einer interessanten Backstory. In einer kleinen Nebenrolle können wir noch Tuesday Weld als psychisch gestörte Ehefrau von Duvall bestaunen.

                          Fazit : Satire, Thriller und Drama. Falling Down gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und hat einen Michael Douglas, der in diesem Film wie von einem anderen Stern spielt. Falling Down schafft es, dass wir als Zuschauer mit dem Bösewicht sympathisieren, weil Regisseur Joel Schumacher auf die übliche schwarz weiß Malerei verzichtet. Der Film ist Satire und Gesellschaftskritik in seiner aller schönsten Form, ohne dabei gewaltverherrlichend zu sein. Solch ein Geniestreich sieht man vielleicht nur alle 5-10 Jahre.

                          10/10

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                          • 8

                            "Falling Down" gehört zu den Filmen, die mich schon seit Jahren in der Fernsehzeitung verfolgen und immer wieder sagen: "Guck mich an!". Erst jetzt habe ich es geschafft und es das Warten hat sich wirklich gelohnt.
                            Michael Douglas macht seine Arbeit wirklich prima, wenn er als von der Großstadtzivilisation genervter und vom Leben gepeinigter Typ durch die Straßen zieht und einfach nur ausrastet. Und obwohl er tatsächlich ein ziemlicher Soziopath und ziemlich pingelig ist, hat er in vielen Punkten einfach recht, wenn er sich gegen das respektlose Miteinander in der großen Stadt wehrt. Kein Wunder, dass er am Ende ziemlich verwundert guckt, dass er als "der Böse" von der Polizei gejagt wird.

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                            • 7
                              MCsebi 11.05.2018, 01:24 Geändert 11.05.2018, 12:58



                              Ein Mann sitzt im Stau fest. Die unbarmherzige Hitze LA's lässt das Auto zu einer Sauna auf Rädern mutieren, während die Bürokleidung schweißgebadet wie eine zweite Haut am Körper klebt. Inmitten des Tumultes aus Kinderschreien, Autohupen und sich streitenden Menschen wirkt das sonst so geräumige Fahrzeug plötzlich klaustrophobisch eng, und man hat das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Nach langem Überlegen, während nun neben der Hitze auch die zunehmende Nervosität die Schweißperlen auf die Stirn treibt, entfasst der Mann einen Entschluss: Er steigt aus. Sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne.

                              Die Einstiegssequenz, welche durch immer schneller werdende Schnittfolgen die Beklemmung auf den Zuschauer überträgt, sucht das Grauen im Alltag und stimmt somit perfekt auf den restlichen Film ein.

                              William Foster scheint mit seiner Krawatte und seinem Aktenkoffer auf den ersten Blick ein ganz normaler Durchschnittstyp zu sein. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Er ist es leid, Ungerechtigkeiten hinzunehmen, nur weil sie gesellschaftlich akzeptiert sind. Er hat keine Lust mehr, für alles und jeden der Fußabtreter zu sein. Foster ist ein äußerst rational denkender Mensch, und solche haben es in einer irrationalen Welt nun mal nicht leicht. Also beschließt er, die Alltagsfesseln mit Gewalt in Fetzen zu reißen. Nicht mehr der Kleinbürger zu sein, der Problemen aus dem Weg geht, nur weil sie ihn nicht direkt betreffen. Schluss mit dem Wegducken. Er hat einen klaren Standpunkt und diesen möchte er mithilfe der Meinungsfreiheit durchsetzen. Mit aller Radikalität. Sogar wenn dadurch die Moral auf der Strecke bleibt. Und sind wir mal ehrlich: Wollten wir nicht alle einmal so sein wie William Foster?

                              Durch Joel Schumachers (gar nicht mal so) überspitzten Darstellung von Fosters Welt ist es jedoch nicht allzu verwunderlich, dass die Hauptfigur so handelt, wie sie es eben tut. Selten sah man so viele unsympathische Characktere in einem Film. Und das ist keineswegs negativ gemeint. Das Umfeld wimmelt nur so von egozentrischen Arschlöchern, gestörten Soziopathen und aggressiven Kleinkriminellen. An jeder Straßenecke scheint Missgunst, Arroganz und Frustration die Menschen zu beherrschen.

                              In solch einer von Abschaum bewohnten Welt scheint Foster neben dem von Robert Duvall gespielten Cop (welcher sich im Verlauf der Handlung ebenfalls bestimmten Gesellschaftsfesseln entledigt, wie z.B. denen, die seine Frau ihm auferlegt) der letzte zu sein, der noch einem bestimmten Kodex folgt und sich an Regeln hält, der Problemsituationen mit Logik und nicht mit Wut begegnet. Dies ändert sich jedoch, als Foster zunehmend die Beherrschung verliert und den Menschen nun auf andere Art die Augen öffnen möchte. Und dabei müssen nun mal Grenzen überschritten werden.

                              FALLING DOWN ist ein Psychodrama mit satirischem Biss, das zwischen all dem Wahnsinn durchaus Denkanstöße gibt. Dabei wird die hochinteressante Haupthandlung, in der Michael Douglas als amoklaufender Durchschnittsbürger brilliert, leider immer wieder durch die weniger interessante Nebenhandlung mit Robert Duvall unterbrochen, was ein wenig den Erzählfluss stört. Und gerade als FALLING DOWN zusätzlich im Finale in einen handelsüblichen, reißerischen Crimethriller inklusive verfolgtem Psychopath abzudriften droht, bekommt er letztendlich doch noch die Kurve. Denn am Ende steht die Frage: War William Foster ein schlechter Mensch?

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                              • 8

                                Fazit: "Falling Down" ist ein wirklich guter Film. Die Handlung ist stark und man kann hier teilweise wirklich viel zwischen den Zeilen lesen. Die Darsteller spielen sehr gut und auch die Figurenzeichnung hat ihren Reiz. Die Inszenierung ist ordentlich und die Atmosphäre bitterböse, aber gerade deshalb manchmal auch so amüsant. Der Unterhaltungswert ist sehr gut, die Laufzeit vergeht kurzweilig, es gibt etwas Spannung, etwas Action und eine gute Portion schwarzen Humor. "Falling Down" ist ein Unterhaltungsfilm, der aber durchaus eine gewisse Portion Anspruch besitzt und gerade deshalb so stark ist!

                                • 8

                                  Es ist krass, wie sehr Falling Down den sogenannten Verfall der Gesellschaft beschreibt und auch wie sehr aktuell dieser Verfall zu sein scheint.
                                  Die Metamorphose des William Foster ist typsich 90er, wenn nicht gar noch späte 80er ausgearbeitet. Sicher wird das die Web2.0-Generation nicht mehr berühren.

                                  Michael hat für mich zum Ende hin richtig Power im Schauspiel gezeigt und das hat mich letztendlich überzeugt.
                                  Für echte Drama-Fans durchaus zu empfehlen...wenn der Zeitgeist nicht missachtet wird.

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                                  • 9 .5

                                    Douglas beste Rolle. Top Film.

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                                    • 9

                                      Ich hab diesen Film zum ersten Mal mit 13 gesehen und hielt ihn damals für eine einzige große Komödie: streckenweise sind Michael Douglas Handlungen hier auch schreiend komisch, wenn er mit der Maschinenpistole Frühstück in einem Imbiß bestellt, Monologe über Hamburger hält oder einem Schreihals in seinem Wagen einfach eine reinhaut. Erst Jahre später habe ich den tieferen Sinn des Filmes verstanden – es geht um einen gebrochenen, zerstörten Menschen der seine ganze Existenz verloren hat und der seinen Frust auf die ganze Welt an der ganzen Welt hinaus läßt mit stetig steigenden Methoden – aus dem zu Beginn harmlosen Weißhemd wird eine eiskalte Kampfmaschine der niemand zu nahe kommen sollte. Michael Douglas verkörpert diese Rolle mit Leib und Seele, wenngleich man irgendwie nie weiß ob wir es hier mit einem Antihelden oder nicht zu tun haben. Altstar Robert Duvall ergibt den perfekten Gegenpart als liebenswerter Bulle der laufend von seiner Frau genervt wird. Unterm Strich eine harte Satire, schwarze Komödie und heftiger Psychothriller in einem.Fazit: Teils lustige Sache bei der einem das Lachen bald im Halse stecken bleibt – harte psychologische Bestandsaufnahme eines gescheiterten Menschen!

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                                      • 8 .5

                                        Der Streifen hat mich regelrecht erschlagen, da muss ich ganz ehrlich sein. Die Atmosphäre, die man hier geboten bekommt, ist tatsächlich phänomenal. Das sonst so auf Hochglanz polierte L.A. wird hier stellenweise von seinen dreckigsten Seiten gezeigt. Und mittendrin befindet sich der Vorzeige-Psychopath D-Fens auf seinem brutalen Kreuzzug, eigentlich nur auf dem Weg zur Geburtstagsfete seiner kleinen Tochter. Sollte man mal gesehen haben. Douglas läuft hier auf Hochtouren.

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                                        • 8

                                          William Fosters Abrechnung mit einer dekadenten, rücksichtslosen und nur um sich selbst kreisenden Gesellschaft hat auch im Jahr 2017 nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Michael Douglas liefert eine eindrückliche Performance, die mich stets zwischen Abscheu und Bewunderung schwanken lässt. Einerseits verkörpert er den liebenden Vater und Rebellen, der Schluss machen will mit seiner Angepasstheit an diese verrohte Gesellschaft, andererseits agiert er kaltblütig und rassistisch. Genial ist in meinen Augen der Moment am Ende, als er mit Prendergast konfrontiert wird und dieser ihm zu verstehen gibt, dass er der Böse ist. In diesem Moment fällt es Foster wie Schuppen von Augen. Die widerlichen Strukturen, die er bekämpfen wollte, haben ihn selbst zum Monster gemacht.

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                                          • 8

                                            Klassiker. Hochspannend, unberechenbar, mal auf bitterböse Art und Weise mit Humor, mal sehr hart. Michael Douglas trägt den Film problemlos allein. Was 90s-Thrill angeht, steht 'Falling Down' sehr weit oben auf der Liste.

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                                            • 9

                                              Ach, es ist einfach so nachvollziehbar das Ganze (hoffentlich werde ich jetzt nicht abgeholt, von wegen Ankündigung von sonstwas ^^)

                                              9,0/10

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                                              • 8

                                                Vornweg; ich bin mit vollkommen falschen Erwartungen in den Film gegangen ... ein Kollege erzählte mir, auf sehr humoristische Art und Weise, von einigen Szenen des Films ... neugierig und gut gelaunt angesehen ...

                                                Man muss sagen Michael D. hat hier eine tolle Leistung abgeliefert. Ob der Charakter in seiner Ausprägung eine realistische Abbildung einer Psychischen Störung wiedergibt, kann ich nicht bewerten - aber der ständige Verfall der Hauptpersonen über die Laufzeit lassen den Zuschauer auf intensive Weise erfahren, wie schwierig der Umgang mit dem Protagonisten ist. Aus seiner Sicht handelt er richtig, ist zum Teil brüskiert über die Reaktionen auf sein Verhalten. Meiner Ansicht nach ist das Emotionale Finale das Betrachten der alten Videos, aus der gemeinsamen Zeit mit seiner Frau und Kind. Verstörend und Mitgefühl erweckend.

                                                Die einzelnen Episoden sind für sich betrachtet interessant und lassen einen mitfiebern - zum Teil mit ein wenig Humor ...

                                                ... je weiter der Film voranschreitet desto mehr hofft man auf ein baldiges Ende - nicht weil man den Film nicht gut findet - sondern man möchte die Bedrohung von Frau und Kind abwenden.

                                                ... am Ende war ich ein wenig gedämpft in meiner Laune.

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                                                • 8 .5

                                                  "Falling Down" ist ein toller Film. Es geht los mit einem Mann, der in einem Auto sitzt. In brühtender Hitze wartet er, inmitten eines Verkehrstaus. Man spührt förmlich, wie sehr Ihn auch nur die kleinste Kleinigkeit fast zum explodieren bringt.
                                                  Allein zu Beginn, fängt die Kamera diese Szenen so klasse ein. Und man weiß, dass dieser Film super werden wird.
                                                  Und dies bestätigt sich auch größtenteils mit fortlaufender Handlung. Jedoch ist auch genau diese nicht ganz logisch. Denn dass, "William Foster" (Michael Douglas) auch mit Großaufgebot der Polizei nicht aufgehalten werden kann, ist etwas unlogisch.
                                                  Das ist der einzige Kritikpunkt. Dieser macht einiges aus, jedoch habe ich versucht über die unlogischen Handlungsstränge hinweg zu denken um einfach dieses besondere Stück an Filmkunst zu genießen.

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                                                  • 10

                                                    Wer kennt es nicht : Manchmal ist es einfach zum ausrasten. Michael Douglas in meiner Meinung nach besten Rolle.

                                                    Als gebildeter und mündiger Bürger mit Augen und Ohren bringt er auf dem Heimweg seine Gesellschaftskritik jedem näher, der ihm in die Quere kommt.

                                                    "D-Fens" hat bei seinem Amoklauf größtenteils recht; von der Inflation hin zur Werbeindustrie, Besitzansprüche um zweifelhafte Objekte, der immerwährende Faschismus, Baustellen...
                                                    ich denke da liegt der besondere Reiz, der für mich diesen Film zum Meisterwerk macht. Dem Wissen um seine psychische Verfassung und diesen falschen Kreuzzug den "D-Fens" beschreitet, mit Waffengewalt die Misstände anzuprangern, fiebere ich dennoch mit...

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