Fargo - Kritik

Fargo

GB/US · 1996 · Laufzeit 97 Minuten · FSK 16 · Komödie, Kriminalfilm, Thriller, Drama · Kinostart
Du
  • 10

    [...] Wer die Serie auf Netflix lieben gelernt hat und das Original nicht kennt, sollte hier bei diesem unter 20 € liegenden Mediabook von Filmconfect zugreifen. Gleiches gilt für ein Upgrade von DVD auf Blu-ray. Die Aufmachung und das Booklet lohnen sich gegenüber der Amaray für ein paar Euro mehr auf jeden Fall. Wer jedoch den Film schon auf Blu-ray haben sollte, muss diesen einfach lieben, um seine Plastehülle gegen das Buchformat auszutauschen. „Fargo“ ist und bleibt einer der besten Filme der Coen-Brüder und des letzten Jahrhunderts. [...]

    • 3

      Ein paar lacher sind am Anfang vorhanden...doch wurde der Film zunehmend langweilig. Die starke Bewertung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Auch den beiden anderen die diesen Film aufgrund der Bewertung mit mir geguckt haben, hat er überhaupt nicht gefallen. Die würden wahrscheinlich nicht mal 3 Punkte geben.

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      • 6 .5

        Fargo ist nicht schlecht aber vom Hocker gehauen hat er mich nicht, war bestimmt ein Fehler das ich die Serie zuerst geguckt habe. Da habe ich wohl zu viel erwartet.

        6
        • 10

          Wie die meisten Coen-Werke lässt sich auch "Fargo" schwer einem einzelnen Genre zuordnen. Egal: Die rabenschwarze Groteske voll schräger Typen ist längst Kult und gewann zwei Oscars (McDormand, Drehbuch).

          • 4
            Atalantia 13.07.2018, 10:48 Geändert 14.07.2018, 16:43

            Das dieser Film eine Auszeichnung für beste Kamera erhalten hat, verstehe ich nicht. Alle Einstellungen sind einfach durchschnittlich. Der Film hat ein genügendes Drehbuch und eine grausige Geschichte. Für einen ungemütlichen Abend geht es gerade noch. Angeblich ist das eine wahre Geschichte.

            PS: Ich habe dem Film ein paar Punkte abgezogen, weil es der Regisseur offensichtlich für angebracht hält, das Publikum zu beginn des Films zu belügen.

            • 8

              Frances McDormand hat mich bei diesem Film genau so überzeugt wie bei Three Billboards Outside Ebbing, Missouri. Toller Film mit super Schauspielern, was will man mehr.

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              • 3 .5
                LowRidah 07.06.2018, 21:59 Geändert 07.06.2018, 22:00

                Krimi: ja, Komödie: beim besten Willen nicht!
                Konnte nicht einmal schmunzeln, auch konnte ich da weder schwarzen- noch weißen Humor erkennen.

                Vorhersage von 7,5. Danke MP...

                Sehr langatmiger Streifen. Und meine Bewertung ist noch wohlwollend...

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                • Richtig guter Film

                  • 10

                    “Fargo” würde als düsterer Thriller bestens funktionieren, doch die Coen-Brüder spicken die Story mit skurrilen Wendungen, schrägen Figuren und ihrem typischen, schwarzen Humor. Was dabei herauskommt, ist ein spannender Krimi, der einem teilweise vor Lachen Tränen in die Augen treibt.

                    Was das Ganze funktionieren lässt, ist der hervorragende Cast. William H. Macy spielt den trotteligen Jerry Lundegaard, bei dem man nicht genau weiß, ob man gegen ihn sein soll, Mitleid haben oder ihn einfach nur auslachen soll. Allein das erste Treffen zu Beginn des Films mit Steve Buscemi und Peter Stormare als Gangsterteam, zu dem sich Lundegaard versehentlich verspätet und für Differenzen sorgt, macht klar, dass man sich hier nicht auf klassische Figurenkonstellationen verlassen kann. Allen voran liefert Frances McDormand als Marge Gunderson eine Performance ab, für welche sie nicht umsonst den Oscar bekommen hat. Die schwangere Polizistin, die sich unwissentlich in immer größere Gefahr bringt und das alles mit einem staunenden “Oh, Jeez!” hinnimmt, ist neben dem Dude und Anton Chigurh vermutlich die unvergesslichste Coen-Figur.

                    Die falsche, wahre Begebenheit und der pompöse Soundtrack machen dann noch einmal mit Nachdruck deutlich, dass die Coens einfach ihr komplett eigenes Ding machen und sich an keinen Mainstream anpassen. Was dabei entstand, ist ein kleines, skurriles Filmchen, das zeigt, was alles passieren kann, wenn Menschen sich in Dinge verstricken, aus denen sich völlig unberechenbare Konsequenzen ergeben.

                    • 7 .5

                      Ein guter Film der Coen-Brüder

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                      • 5 .5

                        "Fargo" ist nicht meins.
                        Der Film hat zwar seine Momente, ist aber irgendwie phlegmatisch, was sogar gewollt scheint.
                        Ich bin zum Ende hin wirklich müde geworden.

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                        • 9
                          Mattscheibenvorfall 07.03.2018, 23:44 Geändert 08.03.2018, 01:46

                          Coen-Retrospektive #6: Fargo

                          "There's more to life than a little money, ya know. Don'tcha know that? And here ya are. And it's a beautiful day. Well. I just don't understand it."

                          Rückblickend ist es schwer zu rekonstruieren, warum es gerade Fargo war, der den Coens erstmals nicht nur Würdigung seitens der Kritik einbrachte, sondern nun auch endlich die Gunst des Publikums. Zweifellos ist der sechste ihrer Filme der erste richtig große Wurf und darf problemlos als vorläufiger Höhepunkt ihres Schaffens angesehen werden. Hier kommt nun endlich alles pointiert zusammen, was das Kino der Coens zuvor auszeichnete, und wird nochmals weiter verdichtet. Thematisch ist Fargo eher eine Rückbesinnung auf die dunklen Motive ihrer Anfangszeit, wird allerdings mit dem bekannten schwarzen Humor und zahlreichen schrägen Figuren angereichert. Zudem scheinen die Coens ein großes Herz für das amerikanische Hinterland und dessen Bewohner zu haben, deren Stimme im Mainstream-Kino eher selten Gehör findet. Das schöne dabei ist, dass sie das keineswegs ironisch meinen und sich nie abschätzig darüber lustig machen. Diesmal kehren sie also zurück zu ihren Wurzeln: in die ländlichen Gegenden von Minnesota. Dort, wo die Zeit etwas langsamer zu vergehen scheint, wo die Menschen eher wortkarg und langweilig sind und wo raue Winter noch an der Tagesordnung stehen, spielt sich ein perfides Verbrechen ab. Die ländliche, winterliche Atmosphäre bietet dabei immer wieder einen herrlichen Kontrast zum oftmals sehr blutigen Geschehen. Schon die ersten Sekunden, wenn sich zum ausladenden wie traurigen Score aus der Feder von Carter Burwell ein Auto aus dem schneeverwehten Bild schält, sich scheinbar unendlich langsam durch das gleißende Weiß schiebt, wird deutlich, wie sehr die Landschaft hier eine ganz besondere Rolle spielen wird. Immer wieder fängt Roger Deakins sie in Aufnahmen leiser, unspektakulärer Tristesse ein und trägt dadurch maßgeblich zu einer in manchen Momenten beinahe schon entrückten Atmosphäre bei.

                          Besonders in den gewalttätigen Szenen ist Fargo geradezu grell brutal und blutig geraten, aber der Film kippt nie ganz in Richtung Farce, sondern ist vielmehr von einer tiefgreifenden, geradezu existenziellen Traurigkeit beseelt und zeigt uns die Absurdität des Lebens. Aber es gibt auch Hoffnung: letztlich ist es das kleine Glück der Gundersons, welches sich als Paradies entpuppt. Ein Ort der Ruhe und Entschleunigung, warm und behütet. Die Vorfreude auf das Baby, das Ei am Morgen und eine Drei-Cent-Briefmarke. Mehr braucht es nicht, man muss es nur auch erkennen. Das ist Jerry nicht gelungen, weil ihm das, was er hat, einfach nicht ausreichen will, und so zerrinnt ihm sein vermeintlich großer Coup - die Aussicht auf ein neues, ein besseres Leben - wie Sand zwischen den Fingern und seine Verzweiflung wächst und wächst. Am Ende läuft alles furchtbar aus dem Ruder und wenn Jerry letztlich festgenommen wird, in Unterwäsche bei einem mehr als nur dämlichen Fluchtversuch durch ein Toilettenfenster, dann ist das auch mehr als nur erbärmlich. Man vergisst es gern, aber zurück bleibt ein Kind ohne Mutter und Großvater und mit einem Vater im Gefängnis, verantwortlich für all dieses Leid. Vielleicht die wahre Tragödie hinter all dem. Fargo ist ein eigenwilliger, aber eben auch ein wahrhaftiger und deswegen großer Film trotz einer gewissen Intimität, wenn alles durch Schnee und Kälte seltsam gedämpft wirkt. Das ganz große Ding jedoch, das sollte erst noch kommen, aber Fargo verkündet bereits von allem, wozu die Coens fähig zu sein scheinen.

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                          • 9

                            Der Vollständigkeit halber auch von mir ein Kommentar zu diesem Kultfilm. Ich gehe eigentlich davon aus, dass den jeder gesehen hat. Ein Auto mit Anhänger fährt durch eine sehr verschneite Landschaft und kommt irgendwann in Fargo, Nord-Dakota an. Der Hauptprotagonist Jerry (William H. Macy, "Shameless") ein fürchterlich spießiger Autohändler trifft ein paar Ganoven (Steve Buscemi und Peter Storemare) in einer Kneipe. Offensichtlich will er ihnen das Auto übergeben. Außerdem hat er sie wohl beauftragt, seine Frau zu entführen und Lösegeld vom Schwiegervater zu erpressen, das man sich dann teilen will. „Fargo“ dreht sich um die Konsequenzen dieses Auftrags.
                            Bei der Charakterentwicklung und Besetzung ihrer Figuren sind die Coen-Brüder für meinen Geschmack nicht zu toppen. Hier passt einfach alles. Die Landschaftsaufnahmen sind stimmungsvoll und ästhetisch, die Ausstattung wie immer super. Und natürlich die Geschichte selbst, die ist voll mit schwarzem Humor, etwas Slapstick und Spannung. Die OV lohnt sich. Der Dialekt hört sich so an, als ob einige Leute in Nord-Dakota etwas zurück geblieben wären. Die schwangere Polizistin ist total süß. Mit einer gewissen Bauernschläue und Hartnäckigkeit arbeitet sie sich durch einen Morast aus Dummheit und Desinteresse in ihrer Umgebung, bis sie den Fall schließlich aufklärt.

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                            • 5 .5

                              Habe schon viel von dem Film gehört und vor kurzem hatten ein Freund und ich spontan beschlossen, ihn zu sehen. Gesagt, getan. Der Film war ok. Aber irgendwie habe ich etwas anderes erwartet. Mein Problem mit dem Film: Ich fühle mit der Hauptperson einfach nicht mit, er wirkt auf mich recht unsympathisch, er ist dumm, und ist ein schlechter Lügner. Zudem hat er sich unnötig in diese Probleme verwickelt. Die Schauspielerische Leistung der Polizistin lässt auch zu wünschen übrig. Und wie schon unten jemand erwähnt hat ist es mir beim schauen des Films irgendwie ständig vorgekommen, als hätte ich das alles irgndwie schonmal gesehen. In besser. Schönen Tag noch.

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                              • 7

                                Der Film kommt ziemlich ruhig daher, ist dennoch nicht wirklich langweilig oder gar langatmig, wobei ihm mehr Spannung gut getan hätte, denn vieles war für mich einfach vorhersehbar. Dennoch konnte der Film mit seinen Dialogen, guten Darstellern und einer gewissen Prise Charme mich doch noch zu einem “sehenswert“ in der Bewertung verlocken.

                                10
                                • 7

                                  Schließe mich Movie-sampler1983 an , habe ihn gestern ebenfalls das erste mal gesehen ... Geh allerdings paar Pünktchen hoch , muss aber sagen ich war neugierig weil das ja wirklich so gewesen sein soll, eigentlich komplett gar nicht. In Wirklichkeit gab es einen Typen der in den 60 und 70 der Autokennzeichen überklebte und so General Motors betrogen hat aber es gab keine Entführung oder sonst was mit Lösegeld. Zum anderen gab es wirklich einen Mörder damals In Connecticut der seine Frau zur Mahlzeit machte. Alles andere war frei erfunden...

                                  Ich hab mich zwischenzeitlich echt richtig amüsiert und wie alle anderen schon sagten , es gibt wirklich ein paar szenen wo man einfach nur denkt WTF aber genau das ist echt gut gemacht .. Steve Buscemi (Alias Rockhound,Armageddon) und Peter Stromare ( Alias Lev,Armageddon) Spielen die zwei Entführer gar nicht mal so schlecht und bringen mit ihrem einzigartigen Aussehen ihre Rolle noch mal um einiges besser rüber. Mann muss den Schwarzen Humor halt doch mögen.

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                                  • 5 .5

                                    Gestern zum ersten Mal gesehen.
                                    7,7 ist echt ein Brett.
                                    Für mich eher Durschnittlich - wahrscheinlich habe ich den Film einige Jahre zu spät gesehen.
                                    Ich hatte das Gefühl alles irgendwie schon besser gesehen zu haben.

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                                    • 8

                                      Klasse Teil, Fargo spielt ein bisschen mit Genre Konventionen. Die Verbrecher sind inkompetent, die Bewohner Hinterwäldler. Trotz des schwarzen Humors und der skurrilen Charaktere entwickelt der Film eine gewisse Spannung.
                                      Ist im Vergleich zu den Genre Kollegen mal was frisches, unterhaltsames ohne die üblichen Stilmittel ganz aufzugeben und funktioniert dennoch auch als Thriller. Sehr starkes Rollendesign und Drehbuch. Für mich uneingeschränkt empfehlenswert.

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                                      • 8

                                        Ein brutaler und schwarzhumoriger Krimi der Coen-Brüder. Mit Stars wie William H. Marcy (Shameless), Steve Buscemi (Boardwalk Empire) und Frances MCDormand ist er hochkarätig besetzt. Er gehört du den Glanzlichtern der starken 90er Jahre Filme. Aus heutiger Sicht würde man ihn bestimmt ganz anderes erzählen und ob Frances McDormand wirklich zurecht der Oscar für beste Hauptdarstellerin bekommen hat, wage ich ein bisschen zu bezweifeln. So gut war jetzt ihre Rolle auch nicht gespielt. Aber der Streifen ist sehr kurz und er kommt schnell zum Punkt. Das ist zum zuschauen sehr angenehm. Kein Wunder also, gibt es jetzt eine TV-Serie zum Film, die ebenfalls grossartig ist. Fargo ist Pflicht für jeden Film und Krimifan.

                                        • 5

                                          ...am Ende ist Fargo dann doch ohne Belang

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                                          • 10
                                            Mekridi 26.10.2017, 13:57 Geändert 15.12.2017, 11:28

                                            Schwermut kommt vor dem Fall.

                                            Der MGM-Löwe brüllt, schwermütiger Score setzt ein, einsame Landstraße unter Tonnen von Schnee begraben, Schatten von Krähen in weiter Ferne, Autoscheinwerfer kommen langsam näher, Sound begehrt ein letztes Mal paukenschlagartig und episch auf...

                                            F A R G O

                                            Doch bevor man lange schwelgen kann, sitzt man schon in einer Bar. Mit am Tisch Autoverkäufer Jerry Lundegaard (William H.Macy) und die beiden zwielichten und bekloppten Ganoven 'Schnäuzer-Carl' (Steve Buscemi) und 'Blondier-Gaear' (Peter Stormare). Diese sollen im Auftrag von Jerry dessen Frau entführen und Lösegeld vom reichen Schwiegerpapa erpressen, denn Jerry braucht mehr als dringend Bares. Was er nicht brauchen konnte waren die beiden völlig unfähigen Entführer. Nicht dass der Plan nicht zunächst aufgehen würde, aber von Blutbädern und davon dass ihm bald auch noch die sympathischste Ermittlerin seit Agent 'X-Akte' Scully, die bodenständige und hochschwangere Marge Gunderson (Frances McDormand) an den Hacken klebt, war ganz gewiss keine Rede. So geht alles schief was nur schief gehen kann,

                                            es folgt der blutige Fall.

                                            Ein spannender, tiefschwarzer und melancholischer Schneefilm mit blutroten Gesichtern und durchgeknallten Charakteren. Getragen vom Ruhefels in der hektischen, eiskalten und unmenschlichen Thriller-Brandung, der überragenden Frances McDormand als leicht naiv wirkende aber umso schlauere Ermittlerin. Sie strahlt soviel Hirn und Herz aus, das würde eigentlich für alle Beteiligten im Lösegelddesaster ausreichen, würden diese sich nicht lieber vor Gier, Hass und Unzufriedenheit gegenseitig Löcher in die Körper schießen und zu Tode häckseln.

                                            *Ach Norm, ich finde wir halten uns ziemlich gut.
                                            Ich liebe dich Margie.
                                            Ich liebe dich Norm.*

                                            Und ich liebe diesen Film.

                                            Auch dieser hat sich ziemlich gut gehalten und bekommt von mir, neben den 2 Oscars (bestes Drehbuch/Coen-Brüder und beste Hauptdarstellerin/Frances McDormand), noch immer:

                                            10 blutrote Eiskratzer mit ♥

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                                            • 10
                                              Benutzernahme 02.10.2017, 18:21 Geändert 02.10.2017, 18:25

                                              habe den damals im kino gesehen, weil ich in der zeitung gelesen hatte, dass er den oskar für das beste drehbuch bekommen hat. damals fand ich ihn okay, aber nicht herausrangend. der film ist aber herausragend, was mir leider erst bei weitern sichtungen bewusst wurde. ich musste wohl erst mal erwachsener werden. eigentlich bin ich kein fan der coen brüder, weil die mir ihre geschichten zu langatmig erzählen. aber fargo geht völlig in ordnung. werde mir ihn noch mal anschauen. ist heute tatsächlich einer meiner lieblingsfilme.

                                              • 8

                                                So kommt man auf bewährtes Zeug zurück: ich hab den Film kurz nach seinem Erscheinen mal gesehen, fand ihn aber nur durchschnittlich. Als Teenager kann man einen ereignisarmen und ruhig erzählten Film vermutlich nicht wirklich schätzen. Nun bin ich rund 20 Jahre später nochmal drauf gekommen als der alte Film in eine Fernsehserie umgeformt wurde. Mit dem Kenntnis der Fernsehserie hat der Film nämlich einen ganz besonderen Reiz: man kann erkennen welche Punkte und Details man sich ausgebuddelt hat um sie in der Fernsehserie auf eine größere Länge zu dehnen. Abgesehen von dieser Querverbindung hat der Film aber seine eigenen Reize: er ist ein Meisterwerk des kauzigen Humors und der entschleunigten Erzählweise, setzt schräge und bizarre Figuren in eine bitterböse Handlung und überrascht mit krassen Wendungen. Obendrein hat er mit Frances McDormand eine der ungewöhnlichsten Heldinnen im Zentrum (auch wenn sie erst nach einer guten halben Stunde in die Handlung eingreift). Daher ist dies ein Klassiker den man heute durchaus als langweilig empfinden könnte, dem man aber durchaus eine Chance geben kann.

                                                Fazit: Mögenswerter, kleiner Thriller mit vielen trickreichen Wendungen.

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                                                  Absolut derbe Schei... was hier abgeht. Diese Tragik-Komik ist absolut sehenswert und diese vielen WTF Momente. Dieser Film ist eine einzige Trauerkomik.

                                                  Du schaust dir das an und weißt nicht ob du lachen oder weinen sollst.
                                                  Es ist beides auf einmal. Ist der Film jetzt melancholisch, hysterisch, depressiv....? Ein einziges Gefühlschaos hier was man hier präsentiert bekommt.

                                                  Muss man gesehen haben.

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                                                    sachsenkrieger 12.08.2017, 09:54 Geändert 12.08.2017, 09:55


                                                    Ja? Jesses! Ja! Jor. Jesses! Jä. Jaaa ... beim dritten Anlauf hat es endlich richtig geschnackelt zwischen dem coenschen Schneebecher mit Erdbeersoße, und mir. FARGO ... weit muss man wahrlich gehen, um an den kalten Bärenarsch Minnesotas zu gelangen. Um dann dabei zuzusehen, wie gruselig normale Menschen, zumeist wohl unverkennbar skandinavischer Abstammung, sich den alltäglichen Banalitäten und der Banalität des ganzen Lebens stellen. Das ist keine Ironie, kein Zynismus, kein Sarkasmus ... die Coens zeigen wie schon beim Dude, wie das Leben wirklich ist, wie es aber glücklicherweise keiner von uns sehen kann, weil wir nicht aus der Kameraperspektive auf das Geschehen blicken können. Könnten wir es, hätten die Krähen jede Menge gut abgehangene Menschenknödel für den nächsten Winter...

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