Fifty Shades of Grey 3 - Befreite Lust - Kritik

Fifty Shades Freed / AT: 50 Shades Freed; Fifty Shades of Grey 3

US · 2018 · Laufzeit 106 Minuten · FSK 16 · Drama, Erotikfilm · Kinostart
Du
  • 6

    Überraschend guter Abschluss einer Trilogie, die unterwältigend war. Im dritten Film kauft man den Darstellern zumindest ab, was sie da veranstalten, da sie aus der Vorlage das Maximum herausholen. Die Story ist recht stumpfsinnig, bietet aber auch interessante Themen, wenn es darum geht, ob man Kinder haben möchte.
    In jedem Teil von Fifty Shades hat mir die Musik gefallen, so auch hier wieder. Das ist vermutlich das beste an der gesamten Filmtrilogie.
    Insgesamt ist es ein solider Abschluss, der mit dem besten aufwartet, was aus dieser Thematik herausgeholt werden kann.

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    • 0

      Verdammt, warum habe ich mir ein IPad gekauft? FUNKTIONIERT NICHT!

      • 3

        "Fifty Shades Freed", das große Finale der Film-Trilogie, setzt da an, wo sich die großen Gefühle gängiger Romanzen erst ganz zum Schluss hinwagen. In verliebter Zweisamkeit stehen Christian Grey und seine Anastasie Steele vor dem Traualtar, wo sie endgültig zu Mr. und Mrs. Grey werden. Das BDSM-Verhältnis zwischen beiden, das schon in den beiden vorangegangenen Teilen eher sanfter Erotik mit gelegentlichen Handschellen entsprach, gehört bis auf kleinere Ausnahmen in diesem letzten Film der "Fifty Shades"-Trilogie der Vergangenheit an. Neben vereinzelten Momenten, in denen Mr. Grey doch noch einmal die Handschellen klicken lässt, gehört beim gemeinsamen Liebesspiel in "Fifty Shades Freed" zum Höchsten der Gefühle stattdessen eine Packung Eiscreme, die Christian auf dem Bein seiner Liebsten verstreicht und zärtlich verkostet.
        Dabei ist es fast schon überraschend und angenehm zugleich, dass der 3. Teil der Trilogie noch konventioneller und zahmer daherkommt als die beiden Vorgänger. "Fifty Shades Freed" versetzt die beiden Protagonisten am liebsten in ein gewöhnliches Eheverhältnis, bei dem die Frischvermählten ganz bieder darüber diskutieren dürfen, wie die gemeinsame Zukunft denn nun eigentlich verlaufen soll. Dass sie beide in ein möglichst luxuriöses Haus ziehen wollen, das ihr Gatte wie gewohnt mit einem Fingerschnipsen kaufen kann, ist da schon eindeutiger als der einseitige Kinderwunsch von Ana, der später im Film aufgrund einer Wendung für das erste große Drama sorgt. Während Christian grundsätzlich erstmals seine sanfteste Seite offenbaren darf, wenn er in einer Szene plötzlich am Klavier sitzt und für seine Geschwister sowie Ana singt, entdeckt Mrs. Grey ihre wildere, widerspenstige Seite, sobald sie in "The Fast and the Furious"-Manier im edlen Audi über die Straßen brettert, um unliebsame Verfolger des Pärchens abzuschütteln.
        Ernst nehmen lässt sich "Fifty Shades Freed" wenig überraschend erneut in so gut wie keiner einzigen Szene, doch im 3. Teil hat es tatsächlich hin und wieder den Anschein, als würde Regisseur James Foley das voll und ganz hanebüchene Drehbuch von Niall Leonard mit offenen Armen begrüßen und sich gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellern Dakota Johnson und Jamie Dornan in die Absurdität der jeweiligen Handlungsentwicklung lehnen. Wieder ist dieses Finale der Trilogie als glatte Hochglanz-Soap-Opera inszeniert, in der jede große Emotion umgehend lautstark von einem passenden Pop-Song unterlegt ist, doch über den Verlauf der diesmal insgesamt glücklicherweise nur gut 110 Minuten hinweg darf die ganz große Dramatik zum Ende hin ebenfalls nicht ausbleiben.
        Plötzlich wandelt sich "Fifty Shades Freed" in den letzten 20 Minuten noch zum waschechten Thriller, in dem Leben auf dem Spiel stehen und Ana im Alleingang ein drastisches Geiselnahme-Szenario bewältigen muss. Waren die ersten beiden Teile der Reihe schlichtweg zu öde und uninteressant geschrieben sowie unnötig in die Länge gezogen, so entpuppt sich zumindest dieser letzte Film als bisweilen charmant überzogenes Gaga-Fest, das den unterhaltsamen Trash-Appeal der Filmreihe zum ersten Mal sichtbar werden lässt. Zum großen Abschluss endet die "Fifty Shades"-Trilogie also gewissermaßen doch noch mit einem echten Höhepunkt.

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        • 0 .5

          Es ist geschafft. Wir haben es überlebt! Das Leben hat wieder einen Sinn. Hier wird definitiv Geschichte geschrieben, denn etwas Legendäres ist geschehen : Wir haben die schlechteste Filmtrilogie aller Zeiten. Es ist wirklich schon irgendwo eine Kunst, eine Trilogie zu kreieren, die insgesamt weniger Inhalt bietet, als manche 5minütigen Kurzfilme. Auch der dritte Teil dieser beschämenden Reihe schafft es wieder, keine Story zu erzählen. Der Film hat auch beim dritten mal keinen Inhalt, sondern nur peinliche Szenenabläufe, die bestückt sind mit schlechten Dialogen, den unerotischsten Szenen die ein Erotikfilm je bot und mit dem wohl schlechtesten Filmpaar der Kino Geschichte.

          Sie scheinen glücklich zu sein. Christian und Anastasia haben tatsächlich geheiratet und leben in einem neuen Haus. Doch gigantische Probleme machen sich bemerkbar. Anastasia hat es tatsächlich gewagt, ihre E-Mail Adresse nicht mit ihrem neuen Nachnamen auszustatten. Das kann Christian nicht auf sich sitzen lassen und es kommt, völlig verständlich, zu einer Auseinandersetzung. Trotzdem haben die beiden immer noch ihren leidenschaftlichen Sex. So ist das halt wenn man verzeiht, nicht wahr? Nebenbei ist da noch der Stalker, der ganz böse ist.

          Man kann es einfach nicht glauben, was für unfassbare Dialoge die Protagonisten hier wieder reden müssen. Viel heftiger finde ich es aber, wie man es schafft, zum dritten mal einen Film ohne Story zu erzählen. Ja, richtig gehört, Shades of Grey hat keine Story und da wäre es völlig irrelevant gewesen, welche Schauspieler man genommen hätte. Alles was wir hier zu sehen bekommen ist, wie Anastasia und Christian verreisen, "Sex" haben und die bescheuertsten Dialoge der Filmgeschichte führen. Nebenbei gibts da noch peinliche Thriller Elemente, die aber irrelevant sind. Mehr gibt es tatsächlich nicht zu erzählen, da es nun mal auch ein filmisches Nichts ist.

          Dakota Johnson und Jamie Dornan können einem echt Leid tun. Zumindest Dornan hat ja sonst eigentlich schauspielerisch was drauf, doch diese lustlose Performance zu sehen, tut mir selbst für die Beiden leid. Eine Chemie existiert zwischen den Beiden nicht und man merkt ihnen richtig an, dass sie so gar kein Bock auf ihre Rollen haben. Die "Sex-Szenen" sind unfassbar schlecht, es kommt keine Erotik rüber und mit SM hat das, wie schon in den Vorgängern, absolut nichts zu tun. Das schärfste sind aber die Dialoge, die einfach hochgradig unglaubwürdig sind, weil kein Mensch so miteinander redet. Man hätte auch zwei Baumstämme nehmen können, auf denen Smilies gemalt sind. Die beiden Baumstämme hätten wahrscheinlich mehr Ausstrahlung gehabt. Auch alle Nebendarsteller sind ein Graus. Warum Kim Basinger sich das angetan hat, wird für mich ein Rätsel bleiben.

          Fazit : Grauenhaft gespielt, peinliche Dialoge und eine nicht vorhandene Story. Wir haben es endlich geschafft und die schlechteste Trilogie aller Zeiten ist endlich überstanden. Die ersten beiden Filme gehören zu den schlechtesten Filmen, die ich gesehen habe, aber der dritte hier könnte sogar DER schlechteste Film sein, den ich jemals gesehen habe. Ich bin fast schon beeindruckt darüber, wie man 3 Filme machen kann, ohne eine Story zu erzählen. Selbst mit den besten Hollywood Schauspielern der Welt wäre das der Tiefpunkt schlechthin. Es gibt so viele tolle Filme über das Thema SM wie z.B. Secretary, Fessle Mich, Nymphomaniac oder Die Klavierspielerin. Aber das hier ist einfach filmischer Dreck untermalt mit Seifenoper Musik, der sogar noch die Qualität von Berlin Tag & Nacht unterbieten.

          0,5/10

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          • Ja, nun. Beim dritten Mal darf man eigentlich nicht mehr überrascht sein. Dennoch: Keine Charaktere, sondern Pappaufsteller. Kein Plot, sondern Musikvideos. Alle Beteiligten schrammen an der Arbeitsverweigerung vorbei. Alles tut weh. Nichts prickelt, nichts passiert. Aber Audi. Oder so.

            • 3

              Das unspektakuläre Finale einer unspektakulären Reihe. Der Vollständigkeit halber gerade noch okay, aber im Prinzip ultra-langweilig.

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              • 6 .5

                Puh, irgendwie war mir in dem Film zu viel los. Da wurden so viele Themen angerissen - und nichts wurde wirklich ausgiebig betrachtet. Als müsste man möglichst viele Handlungsstränge in den Film packen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten, anstatt einfach einen spannenden und sinnlichen Film zu machen.
                Die Erotik konnte man vergessen. Okay, da waren einige sexy Momente, aber die waren so zwanghaft aus- und weggeblendet, dass der Streifen in meinen Augen auch FSK 12 hätte sein können.
                Da hopst Anna 15 Sekunden auf Christians Schoß rum und es wird so getan, als hätten sie gerade einen mordsmäßig erregenden Quicky gehabt. Zum Augen rollen...
                Was den Spannungsteil des Films angeht, war ich echt enttäuscht. Die Erklärung, warum hier ein Stalker agierte, war so lahm, dass ich es kaum fassen konnte.
                Gut fand ich allerdings, dass hier in pärchendingen nicht auf Freide, Freude, Eierkuchen gemacht wurde, sondern die sich über recht elementare Dinge gezofft haben. Dinge, über die man eigentlich vor der Hochzeit sprechen sollte...Aber dass sie die Hochzeit gleich an den Anfang gepackt haben und nicht als vor Kitsch triefendes Happy End, fand ich dann wieder gut.
                Es war also ein Auf und Ab der Gefühle und was es hier wieder raushaut, waren Soundtrack und Optik. Zwar kommt dieser Teil für mich optisch nicht an den ersten ran, sieht aber trotzdem famos aus. Schöne Menschen, viel Weichzeichner, durchgestylte Kulissen...ist schon hübsch anzusehen.
                Zusätzlich muss man dem Film anrechnen, dass er sehr kurzweilig war. Von daher eine durchschnittliche Filmreihe, die ich mir wahrscheinlich irgendwann nochmal am Stück angucken werde, um ein abschließendes Urteil zu fällen.

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                • 0

                  Absolut ungeeignet als Wixvorlage.

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                    Habe diesen Materialismus- und Mammon-verherlichenden Bullshit nicht ertragen können.
                    Irgendwie sagt dieser Film in seiner ersten halben Stunde, (weiter habe ich's nämlich nicht geschafft) für mich nichts anderes aus, als dass wohl wirklich alles und jeder käuflich ist.
                    Ich hab da eigentlich persönlich nichts dagegen, aber bei diesem Film hat mich das wirklich so sehr gestört, dass mich nichtmal die Hoffnung auf Beischlafszenen an der Stange gehalten hat.

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                    • 4

                      Ich gehöre einfach nicht zur Zielgruppe. Ihr fragt euch vielleicht warum ich den Film dann überhaupt geguckt habe, naja, ich habe eine Absprache mit einer Arbeitskollegin getroffen. Sie muss ein Film meiner Wahl gucken (Gladiator) und ich einen ihrer Wahl, ich weiß mich hat es hart getroffen xD. Neben der mäßigen Inszenierung ist die fehlende Chemie der beiden Hauptdarsteller ein weiteres großes Problem dieser Filmreihe und macht sie damit dann auch komplett uninteressant für mich.

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                      • 6 .5

                        Nicht der ganz große Höhepunkt. Das graniose Setting das bereits die Vorgänger für mich besonders ausgezeichnet hat sowie die beiden Hauptdarsteller und die von ihnen dargebotene Figuren sind aber doch interesant genug um den Streifen trotz kleinerer Stolpersteine bis zum Ende verfolgen zu wollen.

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                        • 5

                          Story schwach und Titten sieht man auf der Startseite von YouPorn mehr als in dem Film...

                          • 4 .5

                            Als Abschluss kann man den Film durchaus schauen, ist von der Story her sehr dünn, die Spannung und die Bedrohung wird künstlich aufgeblasen und ist in Wirklichkeit nicht der Rede wert.

                            Für alle, die sehen wollen, wie es nun ausgeht, durchaus guckbar, für alle anderen uninteressant.

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                            • 7 .5

                              Also kann die schlechten Kritik nicht verstehen. Bin mit diesen Teil sehr zufrieden und finde es einen schönen Abschluss der Reihe. Also ich kann ihn weiterempfehlen.

                              • 4 .5

                                man kann schon viel über den film lachen...

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                                  Harvejurco 30.03.2018, 00:17 Geändert 30.03.2018, 00:28

                                  Teil 1 und 2 etwas besser; aber man kann ihn schon anschauen. So ganz nachvollziehen kann ich den Hate nicht. Für mich ist die Reihe schon stimmig wie sie gemacht ist. Jeder der Filme ist kurzweilig, beide Hauptrollen sind gut besetzt. Die Thematik ist zu soft dargestellt, aber die Szenen sind nicht peinlich und wirken authentisch. Wer mit dieser Art von "Rollenspiel" grundsätzlich nichts anfangen kann bzw. lächerlich findet, soll den Film eben nicht bewerten.

                                  • noch mer scheiß geht nicht

                                    • Warum gucken Frauen nicht auch einfach mal nen Porno?
                                      Da ist die Handlung sogar noch nen Tick besser.

                                      4
                                      • 2

                                        Was soll ich sagen; es war Valentinstag, und ich bin verheiratet... und wie kann man da besser punkten, als die Fifty Shades of Grey mögende Holdrigkeit mit einem Kinobesuch zu überraschen...
                                        Und da sich meine Gattin so darüber gefreut hat, und wohl auch den Film ganz dufte fand, lass ich ich mich von der Euphorie anstecken und gebe erneut 2 Punkte

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                                        • 10

                                          Hätten Harald Glöckler und eine Staffel Bachelor ein Baby, dann wäre es dieser Film, ich war ihn mir mit meinem Schatz ansehen um uns das Wochenende zu versüßen. Ich muss schon sagen, bei der ersten erotischen Szene wurde es schon heiss zwischen uns und es gab ein heftiges Händchen halten, da hatten wir schon schwitzende Hände. Visuell bekommt man wirklich Hochglanz präsentiert, und die erotische Szenen? Eine Pracht, gut in den 90 gab es mit Basic Instinct mehr zu sehen, aber das waren auch einfache Zeiten, es gab Heterosexuelle, Homosexuelle und vielleicht noch CDU Wähler. Heute gibt es noch diverse andere, da fühle ich mich als altmodischer Schwuler schon etwas überfordert. Jedenfalls muss der Film jedem es wohl etwas Recht machen und das gelingt ihm.

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                                          • 3

                                            Besser als die Vorgänger, aber immer noch nicht passabel oder gar gut. Der Film hat Längen, ist unlogisch, ermüdend und langweilig. Mein Beileid für die Hauptdarsteller, die sich wirklich bemühen, aber denen die teilweise dämlichen und unfreiwillig komischen Dialoge oft einen Strich durch die Rechnung machen.

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                                            • 1 .5
                                              Framolf 18.02.2018, 06:06 Geändert 18.02.2018, 07:12

                                              'Befreite Lust' ist zwar aus handwerklicher Sicht nur unwesentlich besser als die beiden Vorgänger, aber er wirkt deutlich kurzweiliger. Das product placement wirkt ähnlich plump wie in den beiden ersten Episoden, die Handlung wurde ebenfalls vergleichbar trivial konstruiert, aber die Dialoge erreichen ein neues Level auf der Trashskala, was für so manche unfreiwillig komische Szene sorgt. (Beispiel: Christian zu Ana: "Mrs. Grey!" - Ana (stolz): "Das bin ich.")

                                              Die Erotikszenen verdienen diese Bezeichnung noch nicht mal annähernd und wirken seltsam steril - da kann Dakota Johnson noch so oft obenrum blank ziehen. Nackte Haut schön und gut, aber zu erotischen Szenen ist dann doch ein wenig mehr nötig als einfach nur das. Da hilft auch der hilflos mit eingebundene Eisbecher (natürlich auch hier wieder von Ben & Jerry's) nicht viel.

                                              Der Schmachtfaktor wird erneut nur darüber aufgebaut, dass Christian Multimilliardär, Sportler, Konzernchef, perfekter Liebhaber, Kapitän, Pilot und (seit neuestem auch) Musiker in Personalunion ist, während Ana, das normale Mädel von nebenan, ihn zähmt und in die von ihr gewünschten Bahnen lenkt. Bei Grey wird so dick aufgetragen, dass es sich in keiner Weise mehr steigern lässt (wobei ich dann doch ein wenig enttäuscht war, dass er sich im dritten Teil nicht auch noch als Astronaut und/oder Vampir entpuppt), während Ana einfach nur die Frau sein muss/darf, auf die er sein Leben lang gewartet hat. Warum auch immer. Warum ausgerechnet sie (und keine andere), spielt dabei auch keine Rolle. Wichtig ist nur die Botschaft an die Zuschauerinnen: Das könntest auch du sein!

                                              Und mal wieder hieß es, dass die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern nun endlich stimmen würde. Dieses mal wirklich. Naja... Wirklich viel war davon allerdings nicht zu erkennen. Da hat man schon ganz andere Filmpaare gesehen. Die Liebesszenen zwischen den beiden wirken seltsam unterkühlt und beide Schauspieler scheinen auch nicht das handwerkliche Rüstzeug mitzubringen, das zu überspielen. Wenn so ein leidenschaftlich ineinader vernarrtes Liebespaar aussieht, dann gute Nacht. Allein schon in den beiden U-Bahnszenen in 'Shame' liegt mehr darstellerische und inszenatorische Kunst (und auch viel mehr Anspannung und Knistern) als in der kompletten 'Fifty Shades of Grey' Trilogie.

                                              Eines der Hauptprobleme dieser Filmreihe liegt meines Erachtens in der Konzeption der beiden Hauptcharaktere. Eine naiv-scheue Dame trifft auf einen großspurig auftretenden, aber von Eifersucht und Selbstzweifeln zerfressenen Multimilliardär, der zwar gerne die Hosen anhätte, aber bei jeder kleinen Krise oder Alltagssituation Angst hat, von seiner Ehefrau verlassen zu werden. Mehrmals fragt er sie nach kleineren Meinungsverschiedenheiten, ob sie ihn nun verlassen werde. Natürlich kann man eine Geschichte in diese Richtung scripten, aber ursprünglich ging es hier ja um Dominanz und Unterwerfung, um einen unsichtbaren Machtkampf und daraus resultierende Gelüste. In der hier präsentierten Form verkommt dieser anfängliche Machtkampf jedoch zu einem Schneckenrennen sondersgleichen. Fast so als würde man zwei einbeinige Sumoringer mir Arthrose gegeneinander im Marathon antreten lassen. Bevor einer von beiden auch nur annähernd in die Nähe des Ziels gekommen ist, dürften die meisten Zuschauer bereits eingeschlafen sein. Und Überraschung: [SPOILER] Den gesamten letzten Teil über setzt sich Ana bei sämtlichen(!) Meinungsverschiedenheiten durch. Christian darf natürlich weiterhin seine großen Töne spucken ("Ich könnte mich daran gewöhnen, dich hinter dem Herd zu sehen."), de facto wurde er aber längst selbst unterworfen. Zum Dahinschmelzen! :-) Wenn das nicht der Traum jeder Hausfrau ist... Da kann man schon mal den Namen des eigenen Stiefbruders vergessen.

                                              In diesem Sinne noch eine weitere Dialogperle:
                                              Christian: "Warum widersetzt du dich?" - Ana: "Weil ich es kann."
                                              Wow!

                                              Aufgrund des nochmal erhöhten Trashanteils und der vielen unfreiwillig komischen Dialogperlen (und der daraus resultierenden Kurzweiligkeit) lege ich im Vergleich zu den ersten beiden Teilen satte 50 Prozent bei den Punkten drauf und spendiere der 'Befreite(n) Lust' nicht weniger als 1,5 Punkte. Gern geschehen! :-)

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                                              • Liebes Tagebuch,
                                                ich stehe nun abermals jeden Abend mit meinem kleinen Bauchladen voller Bio-Gurken, Hanfseile und Panzertape vor dem Kino. Wenn noch ein vierter Teil rauskommt, dann kann ich mich endlich auf Barbados niederlassen...

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                                                  (Spoiler)

                                                  Ich habe tiefsten Respekt vor den Schauspielern, die ihre Rollen in diesem lächerlichen Unsinn so ernsthaft verkörpern.

                                                  Genauso wie in den ersten beiden Teilen gibt es absolut unerotische, keusche Sexszenen, die total hohle Glorifizierung des Reichtums, die Verachtung aller Arbeiter Angestellten und Künstler, , stupide Dialoge sowie Frauenverachtung ( mich wundert, dass dieser Film noch nicht Ziel der metoo - Bewegung geworden ist. Grey ist absolut herrisch, machohaft, besitzergreifend, bevormundend. Aber ihn schützt wohl das gute Aussehen und der üppige Reichtum. )

                                                  Hinzu kommt dieses mal der Sicherheits--Fetischismus: überall Body-Guards, die Handschellen im "Spiel-Zimmer" werden der Polizei zur Verfügung gestellt, und Anastasia wird nur gerettet, weil Grey ihr Handy orten lässt. Schöne Propaganda für alle Sicherheits- und Überwachungsdienste.

                                                  Am Ende wird der Vampir---ähh Grey größtenteils gezähmt, von seiner "Perversion" geheilt.. Er ist jetzt ein verantwortungsbewusste, liebender Vater. Der spießige Alltag wird bei den beiden einziehen, und der pseudo-BDSM-Sex wird bald dem Blümchensex weichen.

                                                  Es bleibt der perfekte Film für alle naiven Teenie-Gören und sexuell frustrierte Hausfrauen( wie meine Mutter und meine 2 Tanten) , die davor zurückschrecken richtige Pornos zu schauen.
                                                  Aber jeder Porno ist erotischer und hat eine bessere Handlung!

                                                  Ich bin glücklich, dass dieses Franchise nun endlich zu Ende ist, und fühle mich echt "befreit". Es bleibt abzuwarten, inwieweit dieser Schund die dargestellte Sexualität in den kommenden Filmen beeinflussen wird.

                                                  1 / 10

                                                  Bessere (BD)SM Alternativen:

                                                  Belle de Jour (1967) ( Luis Buñel )!!
                                                  The Night Porter (1974)
                                                  The Piano Teacher (2001)!!
                                                  Secretary (2002)
                                                  Venus In Fur (2014)
                                                  "Last Tango In Paris" (1972)
                                                  “Story Of O” (1975)
                                                  “In the Realm Of The Senses” (1976) !!!
                                                  “Nymphomaniac. 1+2“ (Lars von Trier)!!!
                                                  The image (1975)
                                                  Die 120 Tage von Sodom ( Pasolini)!!!
                                                  Fessle mich! (1990)!!
                                                  Maitresse (1976)
                                                  Les Fruits de la Passion (1981)

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                                                    Ich muss mich ja schon so als kleiner Grey Fan outen
                                                    (habe die Bücher vor dem aktuellen Teil auf und ab gelesen)
                                                    Also gibt es ein 0.5 Aufschlag was die Punktzahl angeht :)

                                                    + bessere Kameraführung und Bildfilter
                                                    + hier und dort tolle Pop Songs
                                                    + der dritte Teil ergänzt Fragen vom Vorgänger
                                                    + Nebendarsteller durfte man diesmal besser kennen lernen
                                                    + so schlechte und unbewusste Gags das sie schon wieder gut sind
                                                    + intensive und leidenschaftliche detaillierte Sex Szenen
                                                    (also wieder was für die Libido)

                                                    - Szenen wurden teilweise angereiht ohne jegliche Überlegung
                                                    (hab das Gefühl gehabt das man alles in ein Teil quetschen muss)
                                                    - ''Fail'' Momente und zahlreiche Bildfehler z.b Auto / Action Szenen
                                                    - diverse andere Synchron stimmen
                                                    - viele Handlungen vom 2 Teil (Buch u Darker) wiederholen sich im 3 Teil
                                                    - schlechtes Ende (man hätte ruhig noch ein Paar Minuten von der gemeinsamen Zukunft drehen bzw zeigen können)

                                                    Nun ja, das Finale war ja jetzt ein Pups. Leider!
                                                    Insgesamt hat die Reihe von mir 7 Punkte.

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