Fikkefuchs - Kritik

Fikkefuchs

DE · 2017 · Laufzeit 101 Minuten · FSK 16 · Komödie · Kinostart
Du
  • 6

    [...] Gerade dieser humoristische Teil weiß über weite Strecken des Films wirklich zu überzeugen, obgleich Fikkefuchs das peinliche Unvermögen seiner Hauptakteure natürlich reichlich reißerisch ausschlachtet. Dank reichlich Zynismus bleibt die Fremdscham jedoch im erträglichen Rahmen und im Gegensatz zu vielen anderen Komödien Marke Geschlechterkampf geht der Film oftmals auch dahin, wo es wirklich wehtut. Als gesellschaftskritische Satire scheitert Fikkefuchs leider gerade deshalb. Die herrlich amüsante Überzeichnung ist dermaßen allgegenwärtig, dass der notwendige Bezug zur Wirklichkeit ausbleibt. Selbst der eingebildetste Macho kann die vom Film geäußerte Kritik mühelos weglachen, weil Stahlbergs Figuren viel zu gekünstelt wirken, um als Identifikation für den Zuschauer zu fungieren. So adressiert der Film zwar dringliche Problemfelder und arbeitet die männliche Krise interessant auf, müht sich aber vergebens daran, das Lachen darüber hinaus auch einmal im Hals des Betrachters steckenbleiben zu lassen. Letztlich lässt Fikkefuchs seine Zuschauer lediglich über gesellschaftliche Außenseiter spotten, schafft es aber nicht ihnen den Spiegel vorzuhalten und dadurch seinem Thema die nötige Dringlichkeit zu verleihen. [...]

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    • 7 .5

      Kein Film für Jedermann/Jedefrau, aber ein unbequemes und dabei oft auch sehr witziges, komisches und unterhaltsames Werk. Endlich mal ein deutscher Film, der etwas bewegt. [Jörg Taszman]

      • 2

        Das Problem ist: Die fortwährende Überschreitung, die ständigen Beleidigungen, der tief verwurzelte Frauenhass, die unangenehmen Sexszenen - all das ist letztlich nicht film- geschweige denn abendfüllend. Man muss gar nicht die Sexismus-Keule in die Hand nehmen. Sondern ein viel gemeineres Wort für einen Film: Langeweile. [Katja Nicodemus]

        • 3

          Es gibt in Fikkefuchs schlicht keine zweite Ebene, die das dumpfe Handeln und Reden von Papa und Sohnemann als Satire oder Ironie erkennen ließen. [Matthias Dell]

          • 7

            Ein selbsternannter Weiberheld soll seinem bis dato unbekannten Sohn zeigen, wie das mit den Frauen funktioniert. Nein, daraus wird bei „Fikkefuchs“ keine schöne Liebeskomödie, sondern eine ätzende Abrechnung mit überheblichen Männern und ihrem Frauenbild. Auf Dauer ist das etwas anstrengend, insgesamt bietet der Film aber doch Stoff zum Nachdenken und Aufregen.

            • 8

              Definitiv ist das kein Date Movie, aber trotz allen Widerwillens, der sich immer wieder einschleicht, letztlich doch eine berührende, ja sogar warmherzige Ekel-Komödie. Und ein großer Spaß. [Rupert Sommer]

              • 8

                Geschlechterkampf als Mediensatire: der provozierende Low-Budget Film von Jan Henrik Stahlberg überschreitet Grenzen. Nicht nur die des guten Geschmacks, sondern auch die aseptischer Filmproduktion. [Ulrich Sonnenschein]

                • 7

                  "In "Fikkefuchs" ist die Krise der Männlichkeit gleichzeitig Trauerspiel und Lachnummer." [Karsten Munt]

                  • 3 .5

                    Während Herbert Grönemeyer auf die Frage: "Wann ist ein Mann ein Mann?" verschiedenste Antwortmöglichkeiten fand, ist die Antwort von FIKKEFUCHS recht eindeutig: Der Mann ist nur ein Mann, wenn er -vorzugsweise junge - Frauen flachlegt. Die Grundprämisse des Films ist durchaus interessant, allerdings beschränken sich die Dialoge der Figuren darauf 90 Minuten über Frauen, deren Körperöffnungen, Verführungstaktiken oder Sex zu schwadronieren. Nicht mein Fall. So gar nicht.

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                    • 3 .5

                      Eine noble Idee steht hinter dem Filmprojekt “Fikkefuchs” (Deutschland, 2017). Nachdem der Drehbuchautor und Produzent Wolfram Fleischhauer das Theaterstück “Die Vagina Monologe” von Eve Ensler (Trailer gibt es hier) gesehen hatte, wollte er auch so ein befreiendes Stück für die Männlichkeit machen, natürlich mit vielen Übertreibungen. Doch herausgekommen ist leider etwas anders.

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                      • 6

                        Ganz raus aus diesem Konstrukt kommt Stahlberg nicht, was das Ende seines Films etwas bemüht und allzu versöhnlich wirken lässt. Doch darüber lässt sich hinwegsehen, ist Fikkefuchs bis dahin eine konsequent böse Satire. [Michael Meyns]