Fikkefuchs - Kritik

Fikkefuchs

DE · 2017 · Laufzeit 101 Minuten · FSK 16 · Komödie · Kinostart
Du
  • 7

    [...] „Fikkefuchs“ ist eine wunderbar derbe und wahre Komödie von Männern über Männer für alle. Gerade in Zeiten neuer Frauenbewegungen und politischer Überkorrektheit ist dieser Film hochrelevant.

    • [...] Zuerst möchte ich erwähnen, dass meine Erwartungen alles andere als hoch waren, als ich mir “Fikkefuchs” angesehen habe. Ich wäre schon zufrieden gewesen, wenn ich 4-5 mal gelacht hätte. Es kam anders.

      Der Film lief in einem recht kleinen Saal, wir waren ca. 25 Leute. Von Beginn an wurde laut gelacht. Und das bis zum Ende. Es gibt keine längeren, ruhigen Momente, an denen man durchschnaufen kann, sondern es folgte ein grenzwertiger Kommentar nach dem anderen.

      Der Streifen ist wirklich am Limit und viele würden wohl nach wenigen Minuten am liebsten den Saal verlassen, oder tun das einfach. Doch es ist genau mein Humor. Ich wurde selten so gut, so lange und so dauerhaft unterhalten. Meinen Nebenleuten ging es übrigens genau so.

      Die Figuren sind so perfekt erzählt und übertrieben, dass man schon deshalb schmunzeln muss. “Fikkefuchs” bewegt sich ständig am Rand zur Psychose, aber schafft es doch, die Grenze mit einer gehörigen Portion Charme stets nicht zu überschreiten. Jedenfalls für mein Empfinden.

      “Fikkefuchs” zu sehen, war eine der besten Entscheidungen meiner Filmkarriere und eine absolut positive Überraschung!

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      • 6

        [...] Gerade dieser humoristische Teil weiß über weite Strecken des Films wirklich zu überzeugen, obgleich Fikkefuchs das peinliche Unvermögen seiner Hauptakteure natürlich reichlich reißerisch ausschlachtet. Dank reichlich Zynismus bleibt die Fremdscham jedoch im erträglichen Rahmen und im Gegensatz zu vielen anderen Komödien Marke Geschlechterkampf geht der Film oftmals auch dahin, wo es wirklich wehtut. Als gesellschaftskritische Satire scheitert Fikkefuchs leider gerade deshalb. Die herrlich amüsante Überzeichnung ist dermaßen allgegenwärtig, dass der notwendige Bezug zur Wirklichkeit ausbleibt. Selbst der eingebildetste Macho kann die vom Film geäußerte Kritik mühelos weglachen, weil Stahlbergs Figuren viel zu gekünstelt wirken, um als Identifikation für den Zuschauer zu fungieren. So adressiert der Film zwar dringliche Problemfelder und arbeitet die männliche Krise interessant auf, müht sich aber vergebens daran, das Lachen darüber hinaus auch einmal im Hals des Betrachters steckenbleiben zu lassen. Letztlich lässt Fikkefuchs seine Zuschauer lediglich über gesellschaftliche Außenseiter spotten, schafft es aber nicht ihnen den Spiegel vorzuhalten und dadurch seinem Thema die nötige Dringlichkeit zu verleihen. [...]

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        • 7 .5

          Kein Film für Jedermann/Jedefrau, aber ein unbequemes und dabei oft auch sehr witziges, komisches und unterhaltsames Werk. Endlich mal ein deutscher Film, der etwas bewegt. [Jörg Taszman]

          • 2

            Das Problem ist: Die fortwährende Überschreitung, die ständigen Beleidigungen, der tief verwurzelte Frauenhass, die unangenehmen Sexszenen - all das ist letztlich nicht film- geschweige denn abendfüllend. Man muss gar nicht die Sexismus-Keule in die Hand nehmen. Sondern ein viel gemeineres Wort für einen Film: Langeweile. [Katja Nicodemus]

            • 3

              Es gibt in Fikkefuchs schlicht keine zweite Ebene, die das dumpfe Handeln und Reden von Papa und Sohnemann als Satire oder Ironie erkennen ließen. [Matthias Dell]

              • 7

                Ein selbsternannter Weiberheld soll seinem bis dato unbekannten Sohn zeigen, wie das mit den Frauen funktioniert. Nein, daraus wird bei „Fikkefuchs“ keine schöne Liebeskomödie, sondern eine ätzende Abrechnung mit überheblichen Männern und ihrem Frauenbild. Auf Dauer ist das etwas anstrengend, insgesamt bietet der Film aber doch Stoff zum Nachdenken und Aufregen.

                • 8

                  Definitiv ist das kein Date Movie, aber trotz allen Widerwillens, der sich immer wieder einschleicht, letztlich doch eine berührende, ja sogar warmherzige Ekel-Komödie. Und ein großer Spaß. [Rupert Sommer]

                  • 8

                    Geschlechterkampf als Mediensatire: der provozierende Low-Budget Film von Jan Henrik Stahlberg überschreitet Grenzen. Nicht nur die des guten Geschmacks, sondern auch die aseptischer Filmproduktion. [Ulrich Sonnenschein]

                    • 7

                      "In "Fikkefuchs" ist die Krise der Männlichkeit gleichzeitig Trauerspiel und Lachnummer." [Karsten Munt]

                      • 3 .5

                        Während Herbert Grönemeyer auf die Frage: "Wann ist ein Mann ein Mann?" verschiedenste Antwortmöglichkeiten fand, ist die Antwort von FIKKEFUCHS recht eindeutig: Der Mann ist nur ein Mann, wenn er -vorzugsweise junge - Frauen flachlegt. Die Grundprämisse des Films ist durchaus interessant, allerdings beschränken sich die Dialoge der Figuren darauf 90 Minuten über Frauen, deren Körperöffnungen, Verführungstaktiken oder Sex zu schwadronieren. Nicht mein Fall. So gar nicht.

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                        • 3 .5

                          Eine noble Idee steht hinter dem Filmprojekt “Fikkefuchs” (Deutschland, 2017). Nachdem der Drehbuchautor und Produzent Wolfram Fleischhauer das Theaterstück “Die Vagina Monologe” von Eve Ensler (Trailer gibt es hier) gesehen hatte, wollte er auch so ein befreiendes Stück für die Männlichkeit machen, natürlich mit vielen Übertreibungen. Doch herausgekommen ist leider etwas anders.

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                          • 6

                            Ganz raus aus diesem Konstrukt kommt Stahlberg nicht, was das Ende seines Films etwas bemüht und allzu versöhnlich wirken lässt. Doch darüber lässt sich hinwegsehen, ist Fikkefuchs bis dahin eine konsequent böse Satire. [Michael Meyns]