Four Rooms - Kritik

Four Rooms

US · 1995 · Laufzeit 98 Minuten · FSK 16 · Komödie, Drama, Actionfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 6 .5

    "Four Rooms" ist ein Sammelsurium an skurillen Charakteren, die skurille Momente miteinander erleben.
    Vier Regisseure geben ihren Senf hier ab und alle vier haben in den vier Episoden ihre wirklich unterhaltsamen als auch komplett abstrusen Momente.
    Tim Roth konnte ich diese Rolle nicht wirklich abnehmen, auch wenn er mich zugegeben öfters zum lachen bringen konnte, da so eine auf Slapstick und absurden Humor ausgelegte Figur sich einfach zu weit von dem entfernte, was der Mann sonst so spielt.
    Im großen und ganzen also ein interessantes Experiment, welches aber sehr seltsam sein kann.

    2
    • 6 .5

      Im Prinzip eine Klasse Idee – vier verschiedene Regisseure von denen jeder eine Episode zum Film beisteuert, die letzten beiden sind auch noch Robert Rodriguez und Quentin Tarantino selbst die obendrein ein immenses Starensemble versammeln – es tauchen auf Bruce Willis, Marisa Tomei, Salma Hayek, Quentin Tarantino, Antonio Banderas, Lily Taylor, Alicia Witt und Madonna. Leider ist das Konzept des Filmes dann aber doch eine Schwäche: die verschiedenen Episoden sind abgehackt und in einander geschlossen weswegen es immer nach gut 25 Minuten neu von vorne losgeht – und obwohl die Episoden einzeln für sich absolut nicht schlecht sind bleibt der Unterhaltungswert irgendwie nicht konstant. Klar, zum Ende hin wird’s immens cool wenn Tarantino die Leinwand betritt – aber trotzdem, irgendwie ist der Film so von Grund auf seltsam dass er nicht so richtig Spaß macht.Fazit: Völlig eigenartiger Film mit vielen guten Ideen und Stars, aber leider ist der Unterhaltungswert nicht optimal!

      • 7
        Gi4nn1 13.02.2018, 20:32 Geändert 18.02.2018, 12:01

        Eine schräge, schwarzhumorige Komödie mit schwankender Qualität.
        Es gibt einige gute Lacher, aber manche Szenen waren echt sehr albern.
        Die 3. Episode ist am stärksten, das Ende war dort einfach der Hammer!

        Kurz gesagt:
        Spezieller Still und spezieller Humor - kann aber sehr gut unterhalten. Ein Film für den Silvesterabend.

        Episode 1: 5/10
        Episode 2: 6/10
        Episode 3: 8/10
        Episode 4: 7/10

        Gesamt: Schwache 7 Punkte

        1
        • 4

          Abgesehen von der schauspielerischen Leistung von Tim Roth war das eher langweilig und anstrengend. Da kommt keine Stimmung auf. Die Idee erscheint zuerst echt lustig und spannend aber die Umsetzung ist eher schwach. Eigentlich bin ich ein großer Rodriguez und Tarantino Fan aber das war nix.

          • 8

            Ein Film von 4 Regisseuren, verilmt auf 4 Etagen in 4 Episoden. Das ist Four Rooms.
            Ein unglaublich witziger und total abgedrehter Film.
            Toller und großer Cast. Tim Roth spielt hier einfach einzigartig und einen richtig schrägen Hotelpagen. Zum Todlachen !
            Die 4 Episoden sind wirklich alle gut, und haben alle eine gute Länge. Genrell ist Four Rooms ein total kurzweiliger Film, bei dem mir die erste Stunde wirklich wie nur 20 Minuten vorkam :D
            Four Rooms macht richtig viel Spaß und ist definitv einer der witzigsten Filme, die ich kenne !

            • 6

              [...] Mit rabenschwarzem Humor und wirklich gelungenen Schauspielleistungen der beiden Kinderdarsteller treibt Rodriguez das fiese Szenario immer weiter auf die Spitze, bis das Hotelzimmer schlussendlich in lodernden Flammen aufgeht und Four Rooms bezeichnenderweise jenes Feuer verleiht, das die beiden Episoden davor so sehr vermissen ließen. Von Tarantino wird der Film zuletzt zu einem krönenden Abschluss geführt. Seine Episode Der Mann aus Hollywood glänzt als Hommage an das Kino von Alfred Hitchcock (Cocktail für eine Leiche), indem der Regisseur einen Großteil in einer einzigen, mit großartigen Kamerafahrten versehenen, Plansequenz inszeniert, während die eigentliche Geschichte um einen hitzigen Hollywood-Schauspieler und dessen Gefolgschaft als brillantes Kammerspiel von Tarantino-typischen Dialogen mit der Dichte eines Maschinengewehrfeuers vorangepeitscht wird. Durch seinen markanten Stil entwickelt sich Der Mann aus Hollywood zu einer fantastischen Mischung aus böser Groteske und dialoglastig-hyperaktivem Thriller, wobei Tarantino selbst nicht nur äußerst passend als Hauptdarsteller auftritt, sondern zusätzlich mit einem Ende verblüfft, das einen ebenso bösen wie abrupten Schlussstrich unter einen durchwachsenen, nur zur Hälfte sehenswerten Episodenfilm zieht. [...] Abgesehen von den ersten beiden Episoden, die man eigentlich direkt überspringen könnte, und dem höchst gewöhnungsbedürftigen Overacting von Hauptdarsteller Tim Roth ist „Four Rooms“ aufgrund der letzten beiden Episoden von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino gerade noch empfehlenswert. [...]

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              • 7
                RockyRambo 17.02.2017, 11:25 Geändert 17.02.2017, 14:16

                Ein Hotel. Vier Räume. Vier Regisseure. Vier Episoden. Ein Tim Roth
                der sich als Page der Nachtschicht mit seinen mehr als skurilen
                Gästen auseinandersetzen muss. In Zimmer 1 soll er bei einem Hexenzirkel als Samenspender herhalten um deren Göttin Diana wieder zum Leben erwecken. In Zimmer 2 landet er bei Sigfried und seiner Frau Angela, die beide eine Vorliebe für Psychosex haben und Ted als ihr unfreiwiliges Opfer in ihr Rollenspiel mit einbinden. In Zimmer 3 wird Ted dann angeheuert sich als Babysitter für diesen Abend um den Sohn und die Tochter eines Reichen Paares zu kümmern. Doch die Kids sind scheinbar die Blagen Satans persönlich. In Zimmer 4 dem Penthouse findet dann eine ganz besondere Party statt bei der ein Kübel mit Eis, ein Holzbrett und ein Hackebeil entscheidende Rollen einnehmen.

                Die Episoden von RR und QT liegen hier klar vorne aber alle 4 haben so
                ihre Momente. Vielleicht kein Must see aber nette unterhaltung bietet
                Four Rooms auf jeden Fall.

                10
                • 7 .5

                  Komplett abgedrehte Episodenfilm von 4 Regisseuren auf 4 Etage verfilmt.
                  Mega große und ausgefallene Cast aus der Tim Roth meilenweit herausragt. Sein Spiel ist urkomisch und einzigartig Schräg. Die 4 Episoden sind allesamt gut, nur gibt es in der Klasse schon Unterschiede.
                  Humor und auch die schwarzere Form davon werden reichlich verstreut.
                  Der Film macht einfach richtig Laune und das ist gut so!

                  8
                  • 9

                    ...allein schon die Grundidee dieses Films hat dafür gesorgt, dass ich mir diesen Film ansehen musste. Ich kannte ihn lange nicht und war deshalb verärgert, dass mir solch ein Klassiker durch die Finger gerutscht ist.

                    Wie viele Vorredner schon geschrieben haben, ist dieser Film in im Grunde 4 Kapitel unterteilt, die von 4 verschiedenen Regisseuren gedreht und erzählt wurden. Die einzige Konstante - Ted, der Page. Absolut gigantisch wie Tim Roth hier seinen Charakter darstellt, mit welcher Verrücktheit und Darstellung. Obwohl er nie - trotz teilweise tollen Darstellungen - ins ganz große Rampenlicht gerückt ist, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber allein seine Darstellung als Ted war sensationell.

                    • 6 .5

                      Four Rooms ist in vier Teile gegliedert, wo sogar zwei bekannte Regisseure
                      mitwirken und einer selber mitspielt. Also vier Räume, wo jeder Raum eine
                      eigene Regie hatte. Ohne auf das Cover zu gucken kann man erkennen, von wen
                      die einzelnen Räume gedreht wurden. Z.B. Regisseur Robert Rodriguez, der in seinem Hotelzimmer Antonio Banderas eingefügt hat. (Bekannt unter
                      Rodriguez Filmen wie El Mariachi, Desperado und Irgendwann in Mexiko). In
                      Quentin Tarantino`s Zimmer spielt er selber einen Filmstar namens Chester Rush.
                      Tarantino`s war für mich das beste Kapitel des Filmes, wegen der Wette, ...
                      SPOILER
                      ... die ein schnelles Ende findet.
                      Tim Roth hat mich auch sehr überzeugt wegen seiner zapeligen ausrastkönnenden
                      Rolle.

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                      • 6 .5
                        thenerd 21.02.2016, 14:38 Geändert 21.02.2016, 14:39

                        Der Film wäre Mist, wenn er nicht so unterhaltsam und auf eine seltsame Art lustig wäre. Tim Roth spiel einfach genial und den ganzen Film durch denkt man sich nur: "Was zur Hölle, schau ich mir hier an?" Ursprünglich dachte ich, ich würde die Tarantino-Episode am besten finden, aber es stellte sich heraus, dass die Rodrigez-Episode am besten ist (die Tarantino-Episode ist eigentlich die schlechteste; nicht schlecht nur die schlechteste im vergleich zu den anderen). Der Film ist einfach so durchgeknallt und bescheuert, dass es richtig spaß macht, aber ich kann es auch verstehen, wenn jemand diesen Film nicht mag. Ich fands aber, sehr unterhaltsam.

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                        • 7 .5

                          Klasse von Tim Roth gespielt, finde ich die Episode von Rodriguez am besten!

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                          • 1 .5
                            ArnoldWiseau 30.01.2016, 05:51 Geändert 30.01.2016, 06:16

                            Ach du heilige Scheiße: Leute finden diesen Film MITTELMÄßIG? Selten konnte ich mir etwas weniger vorstellen. Jemand kotzt aus dem Fenster. HAHAHA, brillant. Kinder sind betrunken und benehmen sich auf lächerlich übertriebene Weise daneben. Ich krieg mich nicht mehr ein vor Lachen; beeindruckendes humoristisches Niveau. Eine Gruppe von Hexen will ihre Göttin in einem esoterischen Sperma-Bad-Ritual wieder zum Leben erwecken? Ähm... WHAT? Wer schreibt solchen Müll? Dumm + sinnlos = witzig?

                            Ich bin für gewöhnlich jemand, der sich Tim Roth gerne in Filmen anschaut. Bei Tarantino hat er immer eine coole Performance abgeliefert, aber - meine Fresse - sein PERMANENTES Rumgehampel und auf dümmlichste Weise Grimassen Schneiden hat dem Grad der Erbärmlichkeit dieses Films noch die Krone aufgesetzt. Schmerz. Qual. Fremdscham.

                            FOUR ROOMS ist genau die Art Comedy, die ich auf den Tod nicht austehen kann: einfach ALLES ist übertrieben und soll dadurch witzig sein. Ganz so einfach ist es aber leider nicht. Gute Comedy braucht Timing, Charme und meist auch zumindest ein Mindestmaß an Cleverness. NICHTS ist davon hier auch nur im Ansatz zu finden.

                            Die ersten drei Episoden dieses Films sind für mich schlichtweg nicht zu ertragen und gehören zu dem größten Mist, den ich jemals auf der Leinwand gesehen habe. Die erste ist ein Monument der Dummheit jenseits aller Worte, die zweite hätte ich von der Idee her zwar ok gefunden, aber ihre Umsetzung ist ein vollkommener Tritt in die Weichteile, und die dritte ist Rodriguez' typische Kinderkacke: DESPERADO meets SHARKBOY AND LAVAGIRL. Tarantinos vierte Episode ist daher das absolute Highlight, da sie immerhin ohne Schmerzen anschaubar ist, aber ich verstehe auch hier nicht, was mir an ihr aktiv gefallen sollte. Am Ende des Films kann ich im Grunde nur formulieren: Was sollte das? Wo war hier ein Konzept und vor allem: wo war hier Humor?

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                            • 4 .5
                              der cineast 09.01.2016, 23:47 Geändert 09.01.2016, 23:47

                              Das angestrengte und filmisch äußerst äußerlich gestaltete Experiment geht mit seinen ersten beiden nervtötenden Episoden vollständig baden im Samenwasser und Kotzklo, dann gibt Robert Rodriguez glücklicherweise etwas mehr Gas und lässt die Suite brennen, ehe Tarantino diesen recht unbrauchbaren Unfug noch ordentlich abrundet und mit einem kecken Schnitt alles beendet.

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                              • Our Daily Free Stream: Quentin Tarantino - Four Rooms. Tarantino ziert den Walk Of Fame nun auch mit einem Stern (ob das immer so lange dauert?) und deshalb gibts heute seinen Episodenfilm Four Rooms. Eine Anthologie aus vier Filmen, die in demselben Hotel spielen. Four Rooms scheint mir wie ein Gemischtwarenladen mit einer ausgelassenen Episode, einer passablen und zwei überflüssigen, die nicht funktionieren. Zusammengehalten werden alle vier Geschichten von dem Hotelpagen (Tim Roth). Das zweite omnipräsente Element heisst Quentin Tarantino, der 1995 nicht nur bewies, dass er grosse Filme inszenieren kann, sondern auch, dass er als Gast-Star wie eine penetrante Überdosis wirkt. Der beste der vier Filme ist The Misbehavers von Robert Rodriguez. Wir erleben, wie Antonio Banderas als Parodie seiner Latino-Macho-Rollen samt Frau und zweier Söhne eincheckt. Um, Silvester zu feiern, bittet er den Hotelpagen Ted, ob er die Kinder beaufsichtigen kann. Die Kinder allerdings können sich nicht benehmen und das auf einem grandios überzeichneten Niveau! Rodriguez Episode bietet feinsten Slapstick und macht Appetit auf eine Rodriguez Komödie (die er bis heute noch nicht eingelöst hat)! Unglücklicherweise ist das aber auch schon die einzig gelungene Episode. Es folgt The Man from Hollywood von Quentin Tarantino. Ein neuer Hollywood Star bewohnt eines der Hotelzimmer und als Ted es betritt, wird er Zeuge einer Wette, die den Verlierer einen Finger kostet. Leider wirkt das alles zwar tarntinoesk, doch ziemlich bemüht. Die Dialoge sind aufgesetzt und Tarantino hatte wohl die Idee, satirisch in eigener Sache zu wirken (was an sich eine gute Idee scheint) - jedoch versteht er offensichtlich seinen eigenen Humor nicht genug. Die verbleibenden Segmente sind reine Enttäuschungen. Wir erleben Madonna und Lili Taylor in The Missing Ingredient, die aussehen, als würden sie auf Instruktionen ihres Regisseurs warten. Gescheitert auch Rockwells Episode The Wrong Man mit Jennifer Beals. Die Geschichte eines eifersüchtigen Ehemanns funktioniert vorn und hinten nicht. Besonders aufschlussreich ist Tim Roth in seiner Rolle, da er von allen vieren angeleitet wird. Sein Ted funktioniert wie eine Comic-Figur, doch nur in Rodriguez Inszenierung lacht man. In den übrigen Episoden wirkt er wie ein Amateur mit übertriebenem Gang und unglaubwürdigen Reaktionen. Four Rooms wird als das Projekt von vier Freunden vorgestellt und Mitte der 90er fand Tarantino schnell Freunde, um noch zügiger ein Projekt mit ihnen zu realisieren. Heute wissen wir, wie er sich als Regisseur entwickelt hat, sein inszenatorisches Können ausgefeilte und - ja - erwachsen wurde. Zu Zeiten von Four Rooms sah es so aus, als ob er das nicht schaffen könnte.

                                • 7 .5
                                  Zettelamzeh 12.12.2015, 12:10 Geändert 12.12.2015, 12:12

                                  Es ist immer wieder schön auf alte Bekannte zu treffen. So auch in diesem Film. Ich liebe Tarantinos. Man muss sich bewusst sein, dass es hier in Four Rooms nicht normal zu geht. Wenn man sich auf diesen Film einlässt und nicht all zu ernst nimmt, dann bereitet er viel Spass.

                                  • 4
                                    Oekolampad 16.11.2015, 22:40 Geändert 16.11.2015, 22:41

                                    Ja, was gibt man einem Film, der tatsächlich aus vier qualitativ unterschiedlichen Teilen besteht? Durch eine ganz einfache, gerechte Rechnung:

                                    Honeymoon Suite – Die fehlende Zutat: 1
                                    Zimmer 404 – Der falsche Mann: 2
                                    Zimmer 309 – Die Ungezogenen: 4
                                    Penthouse – Der Mann aus Hollywood: 8

                                    Gesamt: 15 --> geteilt durch 4: 3,75 ... ich bin gnädig und runde auf: 4 Punkte. Das kann ich guten Gewissens tragen.

                                    Zusammengefasst: Ich hab mir insgesamt mehr davon erwartet und bin lediglich von einem meiner Lieblingsregisseure nicht enttäuscht worden.
                                    Sind ja dann glücklicherweise alle bei ihren Leisten - äh Filmen geblieben.

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                                    • 10

                                      Hammer Film

                                      • 6 .5

                                        Guten Abend, meine werten Herr- und Frauschaften, es ist mal wieder soweit!
                                        Die Super Duper Double Trouble Bingo Dingo Power Hour geht in die nächste Runde! Bekomme ich ein kräftiges Arooooooo??????
                                        Gut so!
                                        Und jetzt begrüßt meinen Co-Moderator und guten Kumpel - er ist derjenige, der Marnie für Hitchcocks Meisterwerk hält, der in Lars von Trier seinen Seelenverwandten gefunden hat, und der die 3 Wünsche auf Moviepilot ins Leben gerufen hat - einen prima Kerl, Troublemaker69.
                                        Ach ja, und dann gibt es da den Dingo namens Martin Canine, der wohl ich bin.
                                        Zuletzt widmete sich unsere kleine aber feine (bald große und famose!) Show einem meiner absoluten Lieblingsfilme, der 20, 15, vielleicht 10 besten Werke, die ich bislang gesehen habe, und den mein lieber Freund hier noch nicht kannte, Stanley Kubricks 'Uhrwerk Orange'. Er war ähnlich begeistert wie ich. Nun sollte ich hingegen einen Film sehen, der ihm ähnlich viel bedeutet wie mir das Droog-Meisterwerk, einen Episodenfilm von 4 verschiedenen Autorenfilmern, darunter 2, die wir beide als Meister ihres Faches betrachten. Diesmal geht es also um 'Four Rooms'!

                                        ---

                                        (Enthält SPOILER)

                                        Das Problem mit "Four Rooms" ist nicht, dass er nicht brillant sei. Denn er ist genial, schlichtweg atemberaubend. Das Problem ist jenes, dass er innerhalb seiner Laufzeit brillant, super, mittelmäßig und furchtbar ist, und genau in umgekehrter Reihenfolge als hier aufgelistet.
                                        Der Film wird zusammengehalten vom Hotelpagen Ted, der an Sylvester alleine Nachtschicht hat und von Zimmer zu Zimmer marschiert, wo er eben gerade gebraucht wird. Genau in 4 dieser Zimmer treten Ereignisse ein, bei denen 4 Autorenfilmer meinten, sie wären es wert, auf der Leinwand zu landen. Jeder Raum besitzt einen eigenen, von den anderen weitgehend unabhängigen Handlungsstrang, bei dem - so sieht es zumindest aus - jeder der einzelnen Filmemacher komplett freie Hand hatte. Jeweils eine stammt von Allison Anders bzw. Alexandre Rockwell. Und jeweils eine von Robert Rodriguez bzw. Quentin Tarantino. Um es sogleich vorwegzunehmen: 2 Episoden sind sehenswert. Und ohne dem Klischee entsprechen zu wollen: es lohnen sich die Stories der beiden auch heute renommierten Regisseure. Und ich hatte mich vorab nicht informiert, wem welcher Strang zuzuschreiben ist. Dies war ohnehin klar ersichtlich.

                                        Die erste Episode, geschrieben und inszeniert von Allison Anders, ist ein grandios gescheiterter Einstieg in das Werk, und beginnt den Film mit einem Knall wie dem einer Pistole, die dich in deine Kniescheibe trifft und dir fürchterliche Schmerzen zufügt. Sie dreht sich um eine Gruppe Hexen (ja, richtige Hexen, keine Möchtegernseherinnen a la AstroTV), die ein Ritual ausführen wollen, um eine versteinerte Göttin wieder ins Leben zurückzuholen. Doch leider konnte eine der Hexen ihre Zutat nicht besorgen: das Sperma eines Mannes. Gerade da kommt Ted in den Raum.
                                        Ich hatte vor Kurzem wieder einmal Ed Woods 'Glen or Glenda' gesehen. Ein Film, der furchtbar ist, bizarr und unverständlich, aber durch Sympathie und unfreiwillige Komik besser unterhält als so manche Komödie. Dieser Strang wäre genauso zu beschreiben, allerdings müsste ich nachdem Wort "unverständlich" einen Punkt setzen. Alleine meine kurze Inhaltsangabe klingt nach einem perfekten Plot für einen Porno, schlicht und ergreifend zu dem Zweck, einen Kontext zu erschaffen, der zum Sex zweier Figuren führt. Und genauso fühlt es sich auch hier an - nur, dass der Sex nicht bebildert wird. Dafür wird das Publikum schonmal durch eine groteske Szene angeheizt, in der eine Hexe ein Bild der Göttin zeigt, um Ted zu vermitteln, wie sie aussah - es zeigt zwei Frauen bei einem SM-Spielchen. Sinn? Das Bild beginnt sich zu bewegen und farbig zu werden. Und nochmal: Sinn?
                                        Das Traurigste ist jedoch, Superstar Madonna in einer Rolle zu sehen, die von jeder xbeliebigen Statistin verkörpert werden kann.
                                        Ihr wisst, ich bin großer Fan, und gerade in den 90er Jahren war Madonna experimentell und künstlerisch unterwegs.
                                        Besonders doof ist auch, dass diese Folge keinerlei Dramaturgie oder Spannung aufweist. Alles läuft wie am Schnürchen. In einer Zwischensequenz meint Ted sogar, es war der angenehmste Teil des Abends. Nicht für mich.

                                        Wo dieser Abschnitt noch an jeglichem Wert scheiterte, lässt der nächste sogar eine Prämisse erkennen, und besitzt Ansätze zur skurrilen Komik. Das Hauptproblem ist jedoch die Formlosigkeit und die Unfähigkeit zum Aufbau. Bei Alexandre Rockwell wird Ted beim Eintritt in den Raum mit einer Knarre bedroht. An einen Stuhl gefesselt sitzt eine Frau, geknebelt und des Fremdgehens beschuldigt. Ted findet sich hier zwischen Fronten wieder, außerdem werden ihm abstruse Worte in den Mund gelegt und er wird zu bizarren Handlungen gezwungen, so muss er schonmal am Ohr der gut verschnürten Dame knabbern wie auf einen Kauknochen. Bis zum Schluss wird das Geschehen immer bizarrer, und scheint seine Begründung im Minutentakt zu ändern - handelt es sich um eine sexuelle Fantasie des Paares, oder doch um eine Anschuldigung der Untreue? Es wäre gelogen, zu sagen, der Strang hätte keine amüsanten Momente, die besitzt er nämlich.
                                        Dennoch fehlt Rockwell (zumindest hier, sonst kenne ich nichts von ihm) jegliches Gespür dafür, Gags in Szene zu setzen. Timing, Dramaturgie und ein roter Faden werden oft ziemlich verpatzt, oder ganz aus den Augen gelassen, so wirkt das Ergebnis zwar, als hätte es gute Ideen, wäre allerdings einfach drauf losgeschossen worden, ohne viel Gedankenverschwendung. Wirklich aufregend ist das Ganze nicht, es prickelt nicht und hat wenig Charme, aber im Gegensatz zur vorangegangenen zeigt diese Episode zumindest in eine Richtung, die gefallen könnte. Aber den ersten Schritt in diese Richtung wagt man immer noch nicht.

                                        Robert Rodriguez' Beitrag zur Anthologie ist gleichzeitig der erste, der vollends überzeugt
                                        und das Lustigste, das der Edeltrashexperte jemals auf die Leinwand brachte. Gemessen an Schenkelklopfern. Schwierig zu sagen, ob man die Geschichte um 2 Geschwister, die den Silvesterabend allein im Hotelzimmer verbringen, und den Auftrag bekommen, "artig zu sein", eher mit Dick und Doof oder Duffy Duck vergleichen sollte.
                                        Ted muss freilich den Babysitter spielen, doch hat er auf die Rotzgören keinen Bock und hätte am Liebsten, sie würden einfach die ganze Zeit still sein. Wir wissen bereits, wer am Ende der Leidtragende sein wird, und wie es rübergebracht wird, ist einfach klassischer Slapstick in goldener Reinform. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass sich das Werk hier an ein erwachsenes Publikum richtet - Alkohol, Zigaretten, tote Prostituierte, benutzte Heroinspritzen, Erotikkanäle. Das Unartigsein der beiden Kids geht über das der Tiny Toons weit hinaus. Das Timing ist in dieser turbulenten Komödie mit jenem aus Klassikern wie 'Boeing Boeing' gleichzusetzen. Und natürlich kommen die Eltern (als Vater spielt Antonio Banderas einen mexikanischen Gangster) genau dann wieder nachhause, wenn die Lage am Allerallerschlimmsten aussieht. Es macht Spaß. Großen Spaß.

                                        Das Highlight dieser unausgeglichenen Fahrt ist die Schlussepisode von Quentin Tarantino. Nicht von Kultregisseur Quentin Tarantino, sondern vom jungen Wunderkind Quentin Tarantino, der größten Hoffnung der 90er Jahre Filmbranche.
                                        Ted wird ein weiteres Mal in ein Zimmer berufen - das Penthouse. Dort hat sich ein junger, aufstrebender Regisseur eingenistet (ratet mal, wer den spielt), der vom Pagen eine ganze Liste an Gegenständen beordert hat - unter Anderem einen Kübel Eis, ein Brett und ein Hackebeil so scharf wie der Teufel. Und da ist das Geniale: wer Tarantino kennt - und das weiß Tarantino, damit spielt er sich ja - der wird nur auf den Einsatz des Hackebeils warten. Und genau deswegen setzt Herr Quentin, der damals gerade durch 'Reservoir Dogs' und 'Pulp Fiction' zum größten Star der Bohéme aufstieg, auf minutenlange Monologe, bis er überhaupt einmal dazu kommt, wofür er das Beil braucht. Und dann noch mehr, damit dessen möglicher Einsatz spruchreif wird.
                                        Aber es ist ein Tarantino, und deswegen sind es auch keine gewöhnlichen Dialoge, sondern tarantinoeske. Das bedeutet, er stachelt zum Spannungsaufbau an, während er stilvoll und überaus cool über seine Lieblingsfilme, die Preise von Alkohol und Einspielergebnisse philosophiert.
                                        Immer mal wieder mit ironischem Foreshadowing. Vieles davon in einem Take, bevor plötzlich schlagartig das Tempo angehoben wird.
                                        Ich liebe es, wie frisch diese Episode wirkt. Hier schöpft Tarantino aus schier unermesslichen Ideen und Abermilliarden an Inspirationen. Eine Unverbrauchtheit, die ich auch dem zum Greifen nahen 'The Hateful Eight' wünsche.

                                        Es ist das exquisite Sahnehäubchen auf der Torte, bei der man sich in der unteren Region nicht so ganz sicher sein kann, ob es sich wirklich einfach nur um scheußlich schmeckende Schokolade handelt.
                                        "Four Rooms" ist ein besonders unebenes Werk, dessen 4 Zutaten von widerlich bitter bis exquisit süßlich reichen. Auch Ted wirkt von Raum zu Raum anders. Zu Beginn eher etwas naiv, dann sehr überdreht, gefolgt vom typischen idiotischen Kinderhasser a la Tim Curry in 'Kevin allein in New York' und zu guter Letzt fast schon cool und lässig. Am Besten man betrachtet die Abschnitte als einzelne Kurzfilme, da man am Ende kaum ein Gesamtwerk erhält. Und auch, wenn ich Kurzfilme normalerweise nicht bewerte (außer ich hätte einen triftigen Grund), mache ich hier mal eine Ausnahme, um auf eine treffende Benotung des kompletten Filmes zu kommen.
                                        2.5 plus 4 plus 8.5 plus 10 dividiert durch 4 macht 6.25, ich bin mal gnädig und runde auf, da es immer noch besser ist, wenn ein Film besser anstatt schlechter wird, der Film wirklich höchst geniale Momente hatte, ich Rodriguez und Tarantino jeden Punkt gönne und generell beim Eintreten des Abspanns ein eher positives Gefühl hatte. Mehr als das ist aber letztlich, so leid es mir um das brillante Material der 2 begabten Regisseure auch tut, nicht drinnen.

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                                        Hey, ihr Moviepiloten da draußen!
                                        Ja, DU!
                                        Genau DU, der das hier gerade liest.
                                        Du kennst doch bestimmt dieses Szenario: du siehst gerade eine Folge deiner Lieblingsshow, der Super Duper Double Trouble Bingo Dingo Power Hour, und denkst dir: Mann, ich wäre auch gern mal dabei. Neben dem coolen Rebellen und dem kessen Dingo Filme zu reviewen und meine Leidenschaft fürs Medium kundzutun.
                                        Tja dann freut euch! Denn genau das ist jetzt möglich! Troublemaker69 und Martin Canine suchen einen Gast für ihre nächste Sendung!
                                        Voraussetzungen sind eine Leidenschaft für Filme und eine eigene Meinung!
                                        Alles, was ihr tun müsst, um euch zu bewerben, ist in den Kommentaren zur Review von 'Four Rooms', entweder von Troublemaker69 oder Martin Canine euer Interesse zu bekunden und mit etwas Glück seid ihr dabei!
                                        Also worauf wartet ihr noch? Los!

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                                          Trouble 14.09.2015, 22:00 Geändert 14.09.2015, 22:09

                                          The Super Duper Double Trouble Bingo Dingo Power Hour-Episode 5

                                          Herzlich Willkommen liebe Moviepiloten,
                                          wir sind es wieder, die Super Duper Double Trouble Bingo Dingo Power Hour, ich darf den einzigartigen, den kreativen Furry von mp ankündigen. Er ist der Mann, der uns die Musikreviews geschenkt hat, er ist ist der einzig wahre Martin Canine. *Applaus*
                                          Natürlich ist auch meine Wenigkeit mit von der Partie, die diesmal den Film aussuchen durfte und da konnte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, den einzig wahren Four Rooms zu wählen.
                                          Vier Räume.
                                          Vier Geschichten.
                                          Vier Blickfelder.
                                          Vier Herzen, die für einen Film schlagen.
                                          Wie nähert sich man am besten einem solchen Episodenfilm? Man könnte ihn einfach zusammenfassen oder aber seine Liebe zu jeder einzelnen Episode kundtun und genau das werde ich im Folgenden machen.

                                          Ted ist ein ganz normaler Page, zumindest scheint es so, er möchte doch nur die Silvester-Nacht ruhig überstehen und möglichst viel Trinkgeld erbeuten, dafür aber so wenig wie möglich tun. Sein Abend beginnt jedoch schon mal ziemlich turbulent in der Honeymoon-Suite, die uns Allison Anders schenkte. Es geht skurril mit einem Hexenzirkel los, dem nur noch eine Zutat fehlt und die kann auf einmal nur Ted liefern, doch dafür müsste er eines seiner Grundideale brechen. Allison liefert hier eine ungemein trashige und deswegen köstlich unterhaltsame Episode. Absurde Rituale und eine aufgedrehte Madonna erwarten einen hier.

                                          Doch auch im zweiten Raum, dem Zimmer 404, erwartet Ted eine böse Überraschung.
                                          Eine Frau ist an einem Stuhl gefesselt und geknebelt, ihr Mann fuchtelt mit einer Waffe vor ihrer Nase herum.
                                          Eine üble Verwechslung beginnt, doch was genau erwartet Ted diesmal?
                                          Alexandre Rockwell inszeniert eine spannende wie auch irrwitzige Episode mit netten Regie-Ideen und dem einen oder anderen nicht zu verachtenden Dialog. Tim Roths Performance als Ted ist wie in jeder Episode grandios, nur, dass er hier noch einen Zacken draufsetzt.

                                          Im Folgenden entführt Robert Rodriguez Ted dann in Zimmer 309, wo der gute Page für ein saftiges Trinkgeld eine Sonderleistung eingehen muss. Hier erwartet ihn ein Desaster der Extraklasse, Rodriguez inszeniert hier wie in meinen Lieblingsfilmen von ihm, stilvoll und witzig zugleich, das Ganze abgerundet mit einer wunderbaren Prise Charme. (Ist jemanden Selma Hayek aufgefallen?) Generell lassen sich auch hier die Darsteller wieder sehen, besonders Antonio Banderas, aber auch die frechen Kinder können punkten.

                                          In der letzten Episode entführt uns Quentin Tarantino in die Penthouse-Suite und lässt uns dort an all seinen Qualitäten teilhaben. Wir dürfen seine Liebe zu Filmen genießen, seine Hingabe zur Kunst schnuppern und an seinen brillanten Dialogen teilhaben.

                                          Was ist Four Rooms also?
                                          Eine Mischung aus Trash, Comedy, Brillanz, Genialität, Genuss, Filmliebe, Charme, Tarantino, Kunst, Rodriguez, Spaß, Überzeichnungen, Stil, Schauspielkunst, brillanten Dialogen, Mut zur Hässlichkeit, Hommagen, Easter Eggs, Regie-Einfällen, Kreativität, Flexibilität, Selbstreflexionen, Humor, Slapstick, Subtilität, eine Mischung aus allem, was ich an Film liebe.
                                          Allison? Rockwell? Rodriguez? Tarantino? Hört ihr mich? Danke, vielen lieben Dank für dieses lächerlich brillante Meisterwerk von Film, danke für all die Stunden, die ich mit diesem Film verbracht habe, danke für jeden Moment, der nur so für geschaffen schien. Danke, einfach nur danke für alles.

                                          Four Rooms-Ein Triumph der Kreativität, des skurrilen Humors, eine Erhebung all jener, die sich mit ihrem ach so brillanten Humor die ganze Zeit in der Ecke verstecken musste. Four Rooms lockt euch zu sich, ruft euch zusammen, zu einem Triumph von Film, zu einem Lieblingsfilm.

                                          Nun überlasse ich es Martin, sein Urteil zu fällen, möge er gnädig mit diesem brillanten Meisterwerk aus der Hand vierer begabter Regisseure umgehen.

                                          NOCH NICHT ABSCHALTERN!
                                          Nun liebe Leute liegt es an euch, für unsere nächste Show suchen wir einen Gast, wenn ihr also Lust habt, dann schreibt uns einfach in die Kommentare, warum ihr gerne dabei sein würdet. Wir würden uns freuen euch begrüßen zu dürfen. Nun macht es gut, habt eine schöne Woche und wenn ihr Ted trefft, grüßt ihn schön von uns.
                                          JETZT KÖNNT IHR ABSCHALTEN!

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                                          • 5

                                            V.a. in Sachen Regie ein interessantes Experiment, dabei hat Tarantino mit seinem Segment deutlich die Nase vorn. Faszinierende direction und das ganze in einem einzigen Zimmer. Leider weiß der Rest minder zu überzeugen und so sehr ich Tim Roth auch schätze, spätestens ab dem dritten Segment nervt er in dieser Rolle nur noch. Hier fehlt der EINE Regisseur, der dem guten Mann seine Grenzen aufzeigt und sich nicht auf die Inszenierung einer einzelnen Sequenz konzentriert.

                                            • 7
                                              JudgeCalimero 23.08.2015, 07:24 Geändert 25.08.2015, 02:27

                                              Man muss eigentlich jede Geschichte einzeln bewerten.
                                              1. Trotz sexy Hexen (Ausnahme: Madonna, die fand ich schon damals "Bähbäh") überzeugt die Story nicht wirklich. 3
                                              2.Die Psychosex-Spielchen haben mich dagegen schon recht gut unterhalten. 5,5
                                              3.Babysitting mit überraschendem Ausgang. Für mich der absolute Höhepunkt des Streifens! 9
                                              4. Eine Wette der etwas anderen Art. Lebt von den großartigen Dialogen, die Geschichte ist nur Mittel zum Zweck um diese an den Mann zu bringen. 7
                                              Tim Roth als verbindende Figur spielt prima und entwickelt sich im Verlauf immer mehr. Manko: Seine deutsche Synchro tut in den Ohren weh und schmälert das Vergnügen doch ein wenig (Originalfassung kenn' ich nicht).
                                              Rechne, rechne...gerundet 6,0. Extrapunkt für Timmi.

                                              "...EIIIISSSS !"

                                              • 6 .5

                                                Nachdem ich eigentlich schon wieder vergessen habe, was in den ersten beiden Episoden passiert (irgendwas mit Hexen und dann was mit ner Frau) bleiben die dritte und vierte Szene dann doch mehr in Erinnerung und gefielen mir dann sogar ganz gut.
                                                Klar ist man weit von der Realität entfernt, doch Spaß macht das ganze dann doch.

                                                Absurdes, buntes und lautes Ideenwirrwarr mit der einen oder anderen guten Szene. Alles in allem konnte mich der Film aber leider nicht 100%ig überzeugen.

                                                • 8

                                                  Der Film beginnt mit einem Comicvorspann, welcher ein wenig an Pink Panther erinnert. Tim Roth spielt den Kellner sehr gut und - genau wie eine Comicfigur - sehr übertriebn und overacted. Der Film hat sonst auch eine großartige Besetzung: Tarantino, Antonio Banderas (einfach Klasse!), Jennifer Beals oder Bruce Willis... Die Schauspieler spielen zum größten Teil auch eher overacted und machen ihren Job gut.
                                                  Der gesamte Film ist sehr überdreht und schräg,wer so etwas nicht mag, sollte sich lieber etwas anderes angucken. Wenn man so etwas mag, wird man Spaß haben.
                                                  Die erste Episode handelt von ein paar Hexen, die eine Göttin zum Leben wiedererwecken wollen. Die Episode schafft es nicht einen wirklich zu fesseln, aber hat einige lustige Momente und ist vor allem amüsant, da die Story unglaublich schräg ist. Die schwächste Episode kriegt von mir 6 Punkte.
                                                  Die 2. Episode ist eine Steigerung und beinhaltet eine wieder verrückte Story mit ein paar lustigen Minitwists. Die Schauspieler spielen gut, allerdings schafft es diese Verwechslungsgeschichte nicht durchgängig ihre Komik zu halten, bzw. ist zwar komisch, aber auch nicht überragend. (Für mich ca. 7 Punkte)
                                                  Die 3. Episode ist für mich (anders als für die meisten und obwohl ich Tarantino-Fan bin) die beste Episode des Films. Antonio Banderas (supercool) lässt seine zwei Kinder im Zimmer während er mit seiner Frau ausgeht und befiehlt Ted auf die Kinder aufzupassen. Wie die Kinder Ted in den Wahnsinn treiben und die Katastrophen sich häufen ist unwahrscheinlich lustig und wunderbar anzusehen. "Meine Füße stinken nicht!" Rodriguez wertet diesen Film mit diesem durchgeknallten Teil sehr auf (von mir 9,5 Punkte).
                                                  Tarantino gibt mit seiner Hollywood-Suite-Episode ein grandioses Ende. Leider ist hier etwas bei der Synchronisation schief gegangen. Ted wird in die Welt der Stars hereingezogen und muss bei ihren kranken Spielen mehr mitmachen als ihm lieb ist. In Tarantino-Style ist die Episode ebenfalls sehr krank und lustig. Außerdem habe ich das Ende sehr gemocht (für mich 9 Punkte).
                                                  Wenn man so etwas mag, sollte man sich den Film ansehen!

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                                                  • 7

                                                    Schon mit Hauptdarsteller Tim Roth (Reservoir Dogs, Dark Water) präsentiert “Four Rooms” einen heute bekannten Namen. Und eben jenem Tim Roth ist es zu verdanken, dass “Four Rooms” so schön schräg ist, wie er geworden ist. Seine liebenswerte naiv tollpatschige Art den Pagen Ted zu spielen stellt das ideale Komikelement für die einzelnen Episoden dar und genau diese Art ist es auch die einzelnen Episoden so perfekt miteinander verbindet.

                                                    Doch Tim Roth als Ted ist nur ein Puzzleteil in “Four Rooms” und im Vergleich zu den vier Episoden ein eher kleines. Es sind eigentlich die vier Geschichten die den Film so besonders machen und die unterschiedliche Art der Inszenierung mit der die Regisseure ihre Episoden umgesetzt haben.

                                                    Erstaunlich ist dabei, dass die Qualität der einzelnen Episoden im Laufe des Films steigt. Die von Allison Anders (Sugar Town, Strutter) inszenierte erste Episode über die Hexen, die eine besondere Zutat von Ted brauchen hat zwar ihre amüsanten Momente, doch schafft es die Geschichte nicht wirklich in Erinnerung zu bleiben. Zu banal verkauft Anders ihre Idee von “Frauenpower” und selbst Madonna (Evita, Eine Klasse für sich) kann hier nicht wirklich etwas retten.

                                                    Alexandre Rockwell (Alle Kino, Little Feet) macht es mit seinem “Four Rooms”-Segment schon etwas besser, wirklich gut ist aber auch die zweite Episode leider nicht. Vom Ansatz dieser Episode müsste Ted eigentlich eine wirklich wichtig Rolle für den Plot spielen, in dem ein Gangster Ted töten möchte, da er glaubt Ted hätte mit seiner Frau geschlafen, doch stattdessen wird der Page fast zu einem Statisten degradiert. Mit etwas mehr Fokus auf das interessante Setting, hätte hier ein erstes Highlight inszeniert werden können, so ist diese Episode nur okay.

                                                    Dieses erste Highlight folgt dann allerdings in der dritten Episode des Films. Hier hat Robert Rodriguez (Machete, Sin City) auf dem Regiestuhl Platz genommen und wie schon in seinen “Spy Kids”-Filmen spielen auch hier Kinder die Hauptrolle. Hier funktioniert Ted als wichtiger Charakter und wird gut in die Geschichte eingebunden und so macht es wahrlich Spaß den beiden verzogenen Gören bei ihrem schlechten benehmen zuzusehen.

                                                    Für “Four Rooms” gilt allerdings, dass das Beste zum Schluss kommt und zwar in Form eines Segments von Quentin Tarantino. Hier trifft Ted auf einen berühmten Regisseur und die verrückten Freunde des selbigen. Im Mittelpunkt steht eine irrsinnige Wette, doch die Geschichte der Episode ist eigentlich unwichtig, denn hier erlebt man fantastische Dialoge und Tarantino in Bestform. Nicht nur ist er selbst zu sehen, vielmehr ist seine ganze Episode eine einzige Liebeserklärung an Alfred Hitchcock. Die Kernwette ist eine Anlehnung an eine Hitchcock TV-Serie und seine langen Einstellungen und die tollen Kamerafahrten erinnern ebenfalls stark an den berühmten Regisseur. Und tauchte Hitchcock nicht auch immer in seinen Filmen auf?

                                                    Insgesamt gesehen ist “Four Rooms” trotz der beiden schwächeren Episoden zu Beginn einer der wirklich guten Vertreter des Episodenfilms. Da von Beginn an klar ist, dass die einzelnen Räume nicht wirklich miteinander verwoben sind, wartet man am Ende nicht auf eine große Auflösung bekommt aber gleichzeitig mit dem Pagen eine Figur präsentiert, die die vier Geschichten wunderbar miteinander verbindet und den roten Faden im Film darstellt. Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt.

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