Garden State - Kritik

Garden State

US · 2004 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 12 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • 5 .5

    Es gibt durchaus unterhaltsame Filme, in denen Menschen mit psychischer Erkrankung einigermaßen realistisch dargestellt werden. Super finde ich zB „einer flog übers Kuckucksnest“ oder „What about Bob?“. In „Garden state“ geht es um...

    ANFANG HANDLUNGSSPOILER
    ..,Andrew, der seit seiner Kindheit hohe Dosen an Psychopharmaka einnimmt. Anlässlich des Todes seiner Mutter kehrt er in seinen Heimatort zurück, nachdem er seine Medikamente abgesetzt und seinen Job gekündigt hat. Von beidem würde der Fachmann aus gutem Grund dringend abraten. Wenn man Menschen kennt, die seit 10 Jahren unter Psychopharmaka stehen, weiß man: unser netter Andrew ist sicher keiner von ihnen. Das ist schade, da seine psychische Erkrankung ein wesentliches Element im Film ist. Jedenfalls trifft er auf alte Freunde und verliebt sich. Ein bisschen ist die Message des Films, dass man keine Therapie braucht, sondern durch Freunde und Liebe gesund werden kann...
    ENDE HANDLUNGSSPOILER

    Das ist kompletter Unsinn. Auch aufgrund der schlechten Recherche zu diesem Themenkomplex kann ich mich den Begeisterungsstürmen nicht anschließen. Zudem finde ich, dass der Film nicht in die Tiefe geht, will sagen, er zeigt nicht, woran Andrew wirklich leidet.

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    • 4

      Klar wollte Zach Braff beweisen mehr auf dem Kasten zu haben als den im Arztkittel tagträumenden JD aus Scrubs, doch musste sein Regiedebüt ausgerechnet ein so langweiliges Indie-Drama sein, mit uninteressanten Protagonisten und viel Leerlauf. Einzig der Soundtrack reißt es etwas raus. Ansonsten hat man absolut nichts verpasst.

      4
      • 7 .5

        Ich wünschte, mehr Filme hätten solch einen wunderschönen Soundtrack wie dieser Film :)

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        • 7 .5

          Ein begabter, fleissiger junger Mann stellt sich hier vor: Zach Braff. Man kennt ihn als Hauptdarsteller der grandiosen Arztcomedy "Scrubs", hier aber tobt er sich so richtig aus als Hauptdarsteller, Drehbuchschreiber und sogar Regisseur. Was letztlich dabei rauskommt ist ein kleiner, feiner und intimer Film der sich irgendwie nicht wirklich erschließt - mir zum Beispiel nicht. Es ist eine alles in allem einfach eigenartige Zusammenführung einer kleinen, zarten Romanze, eines Familiendramas und einer tragikomischen Heimkehrgeschichte die durchweg von einem hohen Maß an Melancholie und Traurigkeit durchsetzt ist. Kein standardisiertes Popcorn Kino also, sondern ein eigensinniger, sanfter Streifen mit dem jeder für sich klar kommen muß. Auch wenn man das Gesamtbild nicht erfasst (ich sags ja, mir bleibts verschlossen) kann man sich der Menschlichkeit und des warmherzigen Humors der an etlichen Stellen nicht entziehen. Also: man sollte sich mal drauf einlassen und sehen was man daraus mitnehmen kann - könnte sehr viel sein.

          Fazit: Eigenartig traurige Geschichte aus der jeder für sich schlau werden muss - viel Gefühl ist aber in jedem Falle drin ...

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          • 6 .5

            Mir hat der Film sehr gut gefallen, sehr unterhaltsam, teilweise sehr amüsant und zum nachdenken anregend. Was mich allerdings total stört und mir den Film fast versaut hätte, war das Ende, das fand ich wirklich katastrophal und macht meine Bewertung gleich 2-3 Punte schlechter.

            • 6
              WithOpenEyez 07.06.2017, 16:17 Geändert 29.10.2017, 00:57

              "I've been on a crazy journey these couple of days."

              Ja, so ändert sich die Wahrnehmung. Damals wo "Garden State" rauskam war Zach Braff J.D. aus Scrubs, eine Serie die ich super lustig fand. Habe GS vor über 10 Jahren denke 3x gesehen und war begeistert. Nun sind 9 Jahre vergangen und ich vergebe 6 Punkte. Warum? Weil es mir schwer fällt überhaupt auf eine grüne Wertung zu kommen (der Absturz von ehemals 10 Punkten ist ohnehin krass genug). Kurz gesagt ist "Garden State" ein relativ kurzer Film mit viel Leerlauf und ein paar ordentlichen, aber auch nicht übermäßig begeisterenden Szenen bzw. Momenten. Was Sinn ergibt, wenn die Charaktere zu egal und etwas zu crazy konzipiert wurden, um sie sympathisch zu finden. Wenn sich in den ersten satten 25 Minuten praktisch nix tut, Andrew's alte Freunde sich weg koksen und fluchen wie Rohrspatzen. Wenn ich auf Natalie Portman's Auftritt als Rettung hoffte, ihr Charakter mir aber zu überdreht agierte und scheinbar nur als recht simples Love Interest dienen durfte, weil jeder Film braucht so etwas. Wenn viel zu viel gelabert wird, und ich nur äußerst selten etwas von Substanz darin erkennen konnte. Wenn der Film irgendwie nur aus einer Anzahl von relativ lose zusammenhängenden Szenen zu bestehen scheint; dürfte ich die Schere ansetzen, würde viel Bla Bla rausfliegen, es bliebe nicht mehr viel übrig.

              Wenn die Musik zwar klasse ist, den Soundtrack besitze ich seit Ewigkeiten, ich durchaus den Eindruck hatte, Mr. Braff würde hier auf Zwang seine schönen Songs einbauen, damit er Emotionen der Zuseher weckt (und das Publikum manipuliert, gute Songs wirken positiv). Ich kann nur nochmal "Elizabethtown" zum Vergleich herziehen, der gewisse Parallelen aufweist, vielleicht sogar mehr und der mir zuletzt auch noch äußerst gut gefallen hatte. Prinzipiell ist "Garden State" gut gemacht, ruhig, unaufdringlich. Kann also nur an den Charakteren und am Script liegen. Mehr kann ich nicht sagen. Ach das noch: Vermutlich hatte für mich GS schon früher wenig Substanz, ich ließ mich von den gemochten Darstellern, der tollen Musik, den paar guten Einfällen blenden. Ich bin auch nicht sonderlich traurig, einen Favoriten verloren zu haben, habe ich doch zwischenzeitlich wieder starke Werke entdecken dürfen.

              "It's time to grow up."

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              • 7

                „Du musst diesen Song hören, er wird dein Leben verändern.“

                Was für ein großer Film von Zach Braff, der hier zeigt, was er als Regisseur drauf hat. Er vereint das Gefühl, welches wir im Medium Film brauchen. Man macht sich einen gemütlichen Abend und der Zuschauer kann sich in diese Geschichte hineinversetzen.
                Jeder von uns hat wohl die ein oder anderen Probleme, dennoch lieben wir es doch sich in Entscheidungen von anderen hineinzuversetzen. So auch bei mir mit Andrew, der selbst nicht weiß welche Entscheidung die bessere wäre.

                Eine tolle Reise der beiden Hauptcharaktere, bei der ich noch gefühlte Stunden länger zusehen hätte können. Die Darsteller harmonieren wunderbar. Zach Braff und Natalie Portman spielen hier groß auf und überzeugen mit Kleinigkeiten die ganz groß wirken.

                Ein Film zum lachen, weinen und zum nachdenken. Für mich eine große Überraschung. Ein Film der sicherlich beim nächsten Sehen nichts an seinem Zauber verlieren wird , da bin ich mir sicher.

                "New Slang" läuft schon in Dauerschleife.

                Was wäre passiert, wenn ich nie diesen Film gesehen hätte ? Was hätte in diesen knapp 100 Minuten in meinem Leben passieren können - ich weiß es nicht, vielleicht ist es sogar besser, darüber nicht nachzudenken.

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                • 9
                  Rocket Man: Movic Freakz 23.01.2017, 21:37 Geändert 25.01.2017, 07:16

                  Manche Lieder erheben Filme in den Status Legendär. Und manche Bilder bewegen nicht nur das Auge. Manche Gesichtsausdrücke spiegeln das innere Ekel wieder. Und manches Lächeln spiegelt die Liebe wieder, die manchmal wie erloschen ist.
                  Manche Arbeit macht Spaß. Manche Arbeit saugt auch das letzte Quäntchen Glück aus deinen Venen. Aber manche Lieder haben das Bewusstsein inne, dass du dein ganzes Leben durch die Klänge einer Gitarre oder der Stimme eines tollen Sängers, ganz plötzlich, in wenigen Sekunden, aber doch irgendwie wie in Slow-Motion, genau vor dir siehst. Siehst du das?

                  Da erscheint einem sein eigenes Leben plötzlich ganz kurz und das Lied ist so schön, dass der Sänger dich verlockt zu denken, dass er es schlimmer hat, als du. In Musik steckt manchmal all die Hoffnung, die es zum Leben braucht. Denn wisst ihr, manchmal ist das Leben genau so grau, wie ihr denkt. Grau, bitter, ekelhaft und ohne jegliche Aussicht auf etwas Glück. Aber hört euch mal ’’In The Waiting Line’’ von Zero 7 an. In der Szene hat mich der Film gekriegt und plötzlich nicht mehr losgelassen. Ich sah mich plötzlich auf einem Sofa. Alle um mich rum ertranken im Glück. Alle um mich herum waren glücklich. Ich sah die kürze meines Lebens an mir vorbei ziehen und das ich nicht ansatzweise jemals so viel Glück verpürt habe, wie alle Menschen um mich herum. Ein Einzelgänger, der durch den unbedingten Willen, einer von Guten zu sein, für alles bezahlt hat, was er tat. Ein ausgelaugtes Rotkehlchen, dass weit über dem Himmel auf alle vergangen Entscheidung blickt und manchmal in Rachsucht und Erbarmungslosigkeit schwelgt. Manchmal denkt er darüber nach, was er den Menschen aus seiner Vergangenheit antun wollen würde, hätte er noch mal die Chance, alles zu erleben. Er denkt, dass er vielleicht nicht so gutmütig, sondern entschlossen und brutal gewesen wäre. Ganz klar mal zeigen, dass es keinen Boss gibt. Keinen. In einer Ehe gibt es den genauso wenig. Da gibt es eine Hose. Da müssen beide reinpassen. Trotzdem denkt Rocket manchmal, dass einige seiner alten Freunde grauehafte Dinge verdient hätten. Vielleicht auch einige Personen aus seiner Familie, die sich alles selbst versaut haben. Manchmal denkt er, sie hätten etwas von dem Leid verdient, dass ihn manchmal plagt. Auch wenn einiges davon in den tiefsten Ecken seiner selbst steckt. Nicht nur mit Worten, auch wenn ich das am liebsten tue. Denn sie können härter sein, als ein Schlag ins Gesicht oder in die Magengrube. Sie können Chaos, Verzweiflung und Hass streuen. Sie sind stärker, als alles andere. Und manchmal, da sagt ein Wort mehr, als es tausend andere könnten. Dass mit dem Glück ist eben so eine Sache. Damit will ich den Kommentar nicht allzu grau mit mir selbst färben. Denn in all dem Grau und dem Schwarz und dem blutverschmierten Rot, erkenne ich auch etwas Gelb, etwas Blau, etwas Grün. Etwas Frühling, etwas Himmel und etwas Hoffnung. Gelb, Blau und Grün.

                  ''Everyone's saying different things to me

                  Different things to me
                  Everyone's saying different things to me
                  Different things to me
                  Do you believe

                  In what you see
                  There doesn't seem to be anybody else who

                  agrees with me
                  Do you believe

                  In what you see

                  Motionless wheel
                  Nothing is real
                  Wasting my time
                  In the waiting line''

                  Aber wenn dich ein Lied und ein Film so sehr erwischt, dann weißt du, dass sich in dir noch etwas regt. Also hör auf so weit runter auf den Boden zu schauen. Du hast gerade ein Lied gehört, dass dich in dein tiefstes Inneres gezogen hat. Es war schmerzhaft, ich weiß, aber da waren echte Gefühle, die du manchmal verdrängst. Alleine in deinem Zimmer kommt es halt manchmal raus. Ein Meer, gefüllt aus Tränen, aus Schicksal und Enttäuschung. Ein Meer aus Freudentränen, Vorsehung und Glück. Du bist nur auf der Suche nach Nähe, nach etwas Glück, nichts was unmöglich ist. Nichts, was man nicht erreichen kann. Ein Ziel, für das es sich lohnt eine Niederlage nach der anderen wegzustecken. Denn Morgen ist ein neuer Tag. Und du entscheidest, wie er ausgeht. Was wie eine Binnenweisheit klingt, ist der Sinn des Lebens. Irgendwann wirst du auch jemanden kennenlernen und glaub mir, es wird sich, verdammte scheiße, anfühlen, wie in dem Song New Slang von The Shins:

                  ''And if you took to me like a gull takes to the wind
                  I'd have jumped from my trees
                  And I'd have danced like the king of the eyesores
                  The rest of our lives would have fared well''

                  Garden State ist eine übliche Liebesgeschichte, mit außergewöhnlichen Ansätzen und einem Soundtrack, der mich manchmal so sehr in mein eigenes Leben sog, dass es weh tat. Mit Musik verarbeiten. Mit Musik Leben. Danke Zach Braff. Von dir hätte ich das nicht erwartet. Das habe ich nicht kommen sehen. Ein Film voller Leben, Schmerz, Sehnsucht und Verzweiflung. Aber auch Hoffnung und Liebe und dem Sinn des Daseins. Und eine mitreißende Darbietung von Zach Braff und Natalie Portmann…. Was ist da nur, dass ich diesen Film so wunderschön fand….spielt keine Rolle. Ich tue es! ♥

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                  • 9

                    Großartige Liebes-Drama-Komödie, mit einer noch bodenständigen Nathalie Portman, die wie ich finde, hier ihre beste Rolle hatte. "Sheldon Cooper" ist in einer Nebenrollen ebenso von der Partie. Zach Braff wie man ihn aus Scrubs kennt.
                    Für mich eine der schönsten Liebesgeschichten und das noch von Zach Braff im Regiestuhl... Chapeau!

                    Sollte man gesehen haben!

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                    • 8 .5

                      Hat gut getan.

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                      • 10

                        Nur durch ne Freundin zufällig gefunden und ein absolut toller, megasüßer Film.
                        Absolut empfehlenswert.

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                        • 10

                          Mein absoluter Lieblingsfilm!!! Der einen Soundtrack hat den man nicht vergisst und der zu jeder Szene passt wie die Faust aufs Auge! Den habe ich mindestens 10 mal gesehen!

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                          • 9 .5
                            Snookiesmoosh 25.06.2016, 02:19 Geändert 25.06.2016, 02:19

                            Ein großartiger Film, der sich selbst gar nicht so darstellen will. Die großen Momente kommen durch die kleinen Dinge, Gesten, Worte, Menschen im Leben. Es tolle, ehrliche und tiefgreifende Liebesgeschichte, die eine zentrale Rolle einnimmt. Es schwingt zwischen traurigen, ehrlichen, stillen, bis hin zu lustigen oder lauten Emotionen. Und das alles ohne den üblichen Kitsch. Nichts ist over the top gespielt. Und Charaktere sind normale Typen, mit nachvollziehbaren Motivationen und Problemen. Auch ich könnte in diesem Film stattfinden. Es könnte Jedermann sein. Besonders gefallen mir die ehrlichen, sich selbst den Raum gebenden Gespräche. Man lauscht den Wort, verbindet sich mit den Charakteren und kann etwas für sich selbst mitnehmen. Die Stimmung des Film, ist so toll gestaltet, so dass ich nicht dieses klassische Gefühl hatte, wo ich genau wusste, jetzt schaue ich doch nur einen Film. Nein, ich war Teil des ganzen und war außerhalb von Zeit und Raum. Herrlich. Und nicht zu vergessen, die Songs in dem Film sind wundervoll und immer passend. Da schaue ich gleich auf Spotify. Und was mir speziell ins Auge gestochen ist, ist die Performance von Natalie Portman. Sie ist so bezaubernd mit ihrem Lächeln. Darin kann man sich verlieren. Ein Highlight des Films.

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                            • Mit jeder Sichtung wird der Film ein bisschen peinlicher. Mit jeder Sichtung trifft er Film anders, aber mitten ins Herz <3

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                                "If cancer were pretentious it would be Garden State."

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                                  HansNase 04.04.2016, 00:37 Geändert 02.05.2016, 00:25

                                  Dass Zach Braff gutes Fernsehen machen kann, lässt sein Kinodebüt "Garden State" von 2004 erahnen, doch ob das auch für einen guten Film reicht?
                                  Die Kult-Serie "Scrubs" lief bereits über zwei Jahre, als Braff diese Feel-Good-Komödie im zarten Alter von 28 Jahren auf dem Sundance-Festival vorstellte. Der Film wusste mit seinen akribisch durchdachten, pfiffigen Bildern zu überraschen und fand sich zeitweilig in der Top 250 der Internet Movie Database wieder. Humor hat der Mann ja, für ein paar Lacher und vielleicht eine Träne reicht der Film vom Gartenstaat aus.
                                  Die Geschichte beginnt mit einem havarierenden Flugzeug, dessen unbeeindrucktester Gast der von Braff gespielte Andrew ist. Womöglich ein Tagtraum - Nach einem Cut erfährt er von einem Schicksalsschlag, der ihn in den Ort seiner Kindheit zwingt. Von dort aus wird ein Potpourri aus Selbstfindung, Abschiednahme, Sich-Fallen-Lassen, Wertschätzung der einfachen Dinge, aus denkbar simplem Blabla aufbereitet, sodass die witzigen Ideen, der tolle Soundtrack und allerlei bekannte Gesichter nicht über den dünnen Background hinwegtäuschen können. Eine bemühte Natalie Portman ist zudem eine Nummer zu groß für den mimisch zu einseitigen Hauptdarsteller, sodass trotz emotional glaubhafter Einzelmomente keine richtige Einheit gebildet wird. Zum Ende hin driftet "Garden State" immer mehr in triefenden Frittier-Kitsch ab, irgendwann sind auch die Kulissen nicht mehr originell, die Lieder nurmehr aus dem Durchschnittsbrei der 00er Jahre entnommen - Da fehlen gefühlt bloß noch Smash Mouth und die Stars aus "American Pie". Und ausgerechnet da folgt Rettung. Mit "Let Go" von Frou Frou, einem letzten starken Song, wird ein scheinbar schmalziges Ende dekoriert, dass jedoch in Abgleich mit der Anfangsszene an Ambivalenz gewinnt. So hat Zach Braff noch einmal die Kurve gekriegt und den vielen Kalendersprüchen seines Films zumindest einen bitteren Beigeschmack verliehen.

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                                    Locker Flockiges Filmstück, das mit zwei fantastischen Schauspielern punktet (Portman & Braff).
                                    Tolles Debüt auf dem Stuhl von Zach Braff!

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                                      "Garden Sate" ist auf seiner ganz eigenen Art und Weise einzigartig, wozu vor allem die einzelnen Charaktere beitragen. Denn diese sind nicht nur absolut skurril in so ziemlich jeglicher Hinsicht, sondern sie sind einzigartig in dem was sie tun, was sie erleben und wie sie ihre Gefühle, welche absolut weitreichend sind, auf einen selbst transportieren.
                                      Jeder einzelne von ihnen hat sein Päckchen zu tragen. Sei es durch Probleme in der Vergangenheit, Krankheiten ect., was mit der Zeit bei jedem einzelnen irgendwie ans Tageslicht kommt.
                                      Was hierbei so überzeugend gemacht wurde, ist, dass das ganze zu keinem Zeitpunkt over the top geht. Man hat nie das Gefühl, dass die Charaktere zu künstlich melodramatisch daherkommen und auch nie dem Kitsch verfallen.
                                      Gerade Zach Braff, der hier auch als Regisseur sehr gute Arbeit geleistet hat, und Natalie Portman stechen als Hauptcharaktere aus der insgesamt sehr guten schauspielerischen Darbietung (auch in den Nebenrollen) noch einmal heraus. Die tolle Chemie zwischen beiden ist hier meiner Ansicht nach nicht abstreitbar.

                                      Diese kleine Film-Perle ist Zach Braffs Drehbuch- und Regiedebüt und man merkt förmlich, wie viel Herzblut er in die ganze Sache gesteckt hat. Bitte mehr davon!
                                      Ein ausgezeichneter Film, der vor allem mit seiner Individualität in dem Dramödie-Genre absolut zu überzeugen weiß.

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                                        Handelt von einem Jungen der ein Mädchen kennen lernt. Am Ende stellt sich heraus, dass er sie küsst.. hmm..

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                                        • 7 .5

                                          Zach Braff macht so schöne Filme, die so ans Herz gehen.
                                          Schön geschriebene Dialoge und eine schöne Geschichte machen diesen Film zu einen Filmerlebnis.
                                          Schade das Zach Braff momentan ned so präsent im Filmgeschäft ist, wünsche mir mehr von ihm.

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                                            oliver.roth.5059 21.12.2015, 20:58 Geändert 21.12.2015, 21:16

                                            Braffs Regiedebut ist ein unterhaltsames Feelgoodmovie mit melancholischen Untertönen. Zusammen mit Natalie Portmann bildet er ein sympathisches Hauptdarstellerduo das sich in in knifflig-romantischem Geflecht verheddert. Routinierte Situationskomik wechselt sich mit stillen Momenten ab, stellenweise fehlt es dem Film trotz gelungener Atmosphäre an Kraft um seine Geschichte eindringlicher zu erzählen. Ein lockerer kleiner Indie-Film mit treffendem, exakt getimten Soundtrack und einigen guten Ideen, der in seinen witzig-trockenen Momenten authentischer wirkt als in den ernsten, und nach gutem Beginn irgendwann in ein etwas seichtes Story-Muster verfällt. Für einen relaxten Sofa-Abend jedoch allemal o.k.

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                                            • 7 .5
                                              drahdinedum 17.12.2015, 02:05 Geändert 17.12.2015, 02:38

                                              Respekt JD, für ein Regiedebüt war das mal echt nicht schlecht! Und wer dieses Ensemble um sich scharren kann.... Der darf sich auch seine Gratiseier bei Dr. Cox abholen!

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                                                Es wäre wirklich schön wenn es mehr Liebesgeschichten über solche etwas anderen Personen gebe, anstatt immer nur über solche geschnigelten Schönheitsideale.
                                                Natalie Portman ist als notorische Lügner Sam einfach zuckersüß und megasympathisch. Ich hätte es nur etwas besser gefunden wenn man mehr auf ihre Epilepsie eingegangen wäre, das war das einzige was mir im Film noch so fehlte.
                                                Ansonsten ist "Garden State" aber wirklich mal ein schöner Film.

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                                                • 8

                                                  Dies ist ein Wichtelkommentar im Rahmen der User-Wichtel-Aktion-2015 für White Tulip. Kommt leider mit ein bisschen Verspätung, aber ich hoffe, dass ich dir damit trotzdem noch nachträglich den 3. Advent versüßen kann ;)

                                                  ,,Aber so ist das Leben. Es ist doch immernoch irgendwo das Leben. Es ist da und manchmal tut es scheiß weh. Und am Ende ist es alles was wir haben!"

                                                  Ausgesucht hab ich mir fürs Wichteln einen Film den ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit sehen wollte: Die Rede ist von "Garden State". Der wird ja von allen Seiten gelobt und auch das, was ich davor so von ihm gesehen hatte gefiel mir eigentlich richtig gut. Also wagte ich mich jetzt mal an ihn ran und... jup, er ist ein großartiger Film^^

                                                  Zach Braff, der den meisten wohl als Dr. John "J.D." Dorian aus Scrubs bekannt ist, liefert mit seinem Regie-Debüt "Garden State", eine wunderschöne, lebensnahe Tragik-Komödie ab.
                                                  Protagonist Andrew Largeman (ebenfalls Zach Braff), ein erfolgloser Schauspieler, lebt ein unscheinbares Leben in Hollywood. Doch als er eines Tages die Nachricht vom Tod seiner Mutter bekommt, fliegt er zurück in seine Heimat New Jersey (Spitzname: Garden State) und muss sich dort mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Dort trifft er auf seinen Vater (Ian Holm), alte Schulfreunde...
                                                  ... und auf Sam (Natalie Portman). Sam ist ein wenig eigentümlich, impulsiv und unsicher. Das typische "Mädchen von nebenan". Doch während Andrew Zeit mit ihr verbringt, kommen sich die beiden näher. Und begeben sich zusammen mit Andrews alten Kumpel Mark (Peter Sarsgaard) auf eine kleine Odyssee durch den Garden State...

                                                  Zach Braffs Regie-Debüt hätte sehr schnell in Kitsch abdriften können, was es aber zum Glück nicht tat. Im Gegenteil: "Garden State" hat eine der unkitschigsten Love-Stories, die ich je in einem Film gesehen hab. Die Beziehung zwischen Andrew und Sam wirkt so ungezwungen und realistisch, wie eigentlich auch der gesamte Film. Der sprüht zwar nur so vor skurrilen Charakteren und kreativen Einfällen, trotzdem (oder gerade deswegen) fühlt sich alles extrem Lebensecht an. Schließlich schreibt ja das Leben die verrücktesten Geschichten und laut Zach Braff basiert der Film tatsächlich zu 80% auf realen Ereignissen, auch wenn ihm nicht alles davon selbst passiert ist.

                                                  Fans von Scrubs sollten allerdings nichts erwarten, das zu sehr in die Richtung der Serie geht. Bei "Garden State" handelt es sich doch mehr um ein berührendes Drama als um eine Komödie. Zwar gibt es durchaus komische Szenen, doch auch der Humor ist ein ganz anderer. Manchmal kindlich und naiv, manchmal zynisch und gemein. Immer authentisch.

                                                  Ein Punkt, der bei Garden State auch noch besonders stark heraussticht, ist der Soundtrack. Als die-hard Coldplay-Fan muss ich da natürlich als erstes "Don't Panic" nennen, bei dem es sich auch separat vom Film um einen der schönsten Songs handelt, die ich kenne (Unbedingt anhören!). Sehr stark ist auch noch "New Slang" von The Shins (,,Der Song wird dein Leben verändern.") und "Let Go" von Frou Frou, wohl einer der besten Endcredits-Songs aller Zeiten.

                                                  Abschließend kann ich einfach nur jedem empfehlen: Schau ihn dir an! Du wirst es nicht bereuen. "Garden State" ist ein kleines Film-Juwel erster Klasse. Und wenn du das getan hast, kann ich auch Zach Braffs zweiten Film "Wish I Was Here" noch sehr empfehlen. Der ist zwar trotzdem bei weitem nicht so gut wie sein Erstlingswerk, aber so ist das Leben. Und am Ende ist es alles was wir haben.

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                                                  • 7 .5

                                                    "Garden State" erzählt eine Liebesgeschichte so ganz nach meinem Geschmack. Sie ist nicht überzuckert, nicht frivol, nicht klamaukig. Die Geschichte wirkt authentisch und gefällt deshalb auch so sehr.

                                                    Hinzu kommen die kleinen fies-feinen Erzählstränge, die so ganz nebenbei über die Verwobenheit des Daseins in der Realität erzählen, wenn sich etwa herausstellt, dass der eigene Vater Andrew therapiert. Auch überraschen die skurrilen Einfälle, wie z.B. der Kleintierfriedhof im Garten von Samantha sucht seines Gleichen.

                                                    Ein Film, den ich gerne geschaut habe. Gute 7,5 Punkte.

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