Gentlemen Broncos - Kritik

Gentlemen Broncos

US · 2009 · Laufzeit 89 Minuten · FSK 12 · Komödie, Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 8

    n „Gentlemen Broncos“ lässt uns Jared Hess in das Leben vom dem talentierten und träumerischen Benjamin (Michael Angarano) eintauchen. Der Hobbyschriftsteller, der Science-Fiction-Romane über alles liebt, hat die Möglichkeit an einem Kongress für Fantasyliteratur eine Vorlesung seines grossen Vorbilds Chevalier (Jemaine Clement) teilzunehmen. Benjamin hat alsbald damit zu kämpfen, dass seine Novelle, wo er sein Herzblut reingesteckt hat, zwar Aufmerksamkeit erhält, jedoch nicht den Erfolg erreicht, den er sich gewünscht hat.

    Der Streifen zeigt eine wunderbare Welt von zweitklassiger Literatur, Nerdtum und Menschen, die für Ihre Träume leben. «Gentlemen Broncos» veranschaulicht auch, wie sich Schriftsteller fühlen, wenn andere Menschen ihre Ideen neuinterpretieren und abändern.

    Wie auch bei „Napoleon Dynamite“ stehen wieder Charaktere, die nicht nur von Kitsch umgeben sind, sondern selber so eigenartig und einfallslos sind, dass sie wieder interessant werden.

    Abschliessend: Ein hoch auf die «chamäleonhafte» Schauspielleistung von Sam Rockwell!

    • 9

      Nach vielen Jahren mal wieder gesehen, aber immer noch die selbe Meinung wie damals:

      [...]Zum Abschluss kann ich sagen, dass der Film mir trotz geringfuegiger Schwaechen wirklich sehr gut gefallen hat und neben Scott Pilgrim ganz klar an der Spitze meiner Lieblingsnerdfilme steht. Sicherlich ist Gentlemen Broncos nicht jedermanns Sache und viele werden ihn einfach schlecht finden, aber wer eine gewsse Schwaeche fuer Nerdiges hat und dem Trash nicht ganz abgeneigt ist, der wird an diesem Werk Hess’ seine Freude finden. Dem Rest sei gesagt, dass ich lieber einen weiteren Film mit fliegenden Raketenwerfer-Elchen mitfinanzieren wuerde als gegen Geld einen Fast and Furious Marathon mit zu machen!

      http://www.omgwtfbbq1337.de/2010/11/30/gentlemen-broncos-2009/

      3
      • 5
        Dick Laurent ist tot 18.10.2015, 11:20 Geändert 18.10.2015, 11:20

        Welten liegen zwischen Napoleon Dynamite und Gentlemen Broncos.

        • 9
          TobivanTobsen 07.10.2015, 23:18 Geändert 11.10.2015, 17:18

          Wer Napoleon Dynamite mochte, wird diesen Film auch sofort ins Herz schließen. Ein Versagertyp, aber dennoch ganz groß. Sehr skurril und empathisch erzählte Story eines wahren integeren Fantasyautorenjünglings.

          1
          • 6 .5

            Ein seltsamer Film. Einerseits unterhaltend. Anderseits irgendwie außerhalb meines Comfort Zone.
            Es ist schon absurd in diesem Film Science-Fiction Autoren darzustellen und sie ausschließlich miesestens Trash schreiben zu lassen. Keine der Storys ist auch nur Ansatzweise ernstzunehmede SciFi. Die Umgebung, die Figuren und die Schicksale sind fast schon so tragisch, dass ich irgendwie gewzungen war etwas mitleid zu empfinden. Dennoch fand ich das irgendwie auch witzig, aber nicht überragend.

            • 7

              Ein Trash Film mit sympathischer Story. Es ist schon bemerkenswert das man so viel Trash zu einen durchaus sehenswerten Film machen kann.

              • 8

                In Gentlemen Broncos sind Szenerien mit maximalem Trash-Ausmaß in eine sehr gut verdauliche, logische Hülle gesteckt, die zwar nicht die originellste Geschichte der Welt ist, aber durchaus sympatisch ist, sehr hübsch und hochwertig gefilmt wurde und durch Charaktere, die allesamt aus einem obskuren Universum der Nerdness und Asozialeganz zu stammen scheinen, absolut sehenswert gerät. Maximaler Trash-Ausmaß! Maximal!

                P.S.: Für Fans von Napoleon Dynamite ein hübsches Methadon-Programm.

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                • 7

                  Was haben futuristische Weltraumfahrten, krasse Hefe, rebellierende Teenager, fliegende Hirsche und ein 'anous Workshop' gemeinsam? Richtig, sie alle kommen in dem total abgefahrenen Streifen Gentlemen Broncos vor.

                  Wer Napoleon Dynamite kennt, kann sich ungefähr denken was hier auf einem zukommt. Abartiger Humor, im guten wie im schlechten Sinne wird einem hier um die Ohren gehauen und ergeben ein in allen Belangen unrundes Gesamtwerk. Doch genau dies macht den Film trotz seines teilweise doch zu übertriebenen Humors erfrischend anders. Sam Rockwell und Jemaine Clement, der schon in Eagle vs. Shark mit einem extravaganten Charakter überzeugen konnte, toben sich richtig aus und haben sichtlich Spaß an dem bizarren Schauspiel. Für diejenigen, denen skurril manchmal doch nicht genug ist, kann man diese Erfahrung der etwas anderen Art durchaus empfehlen.

                  "Chevalieeeeer"

                  7
                  • 6

                    „Gentlemen Broncos“ ist ein Film, der nicht jedermann gefallen wird. Anhand meiner Wertung könnt ihr sehen, dass er nur bedingt meinen Nerv getroffen hat.
                    Dafür waren manche Szenen einfach zu seltsam und auf eine merkwürdige Art auf witzig und anders getrimmt.
                    Das ist aber wohl der Stil des Regisseurs Jared Hess.
                    Man muss sich mit seinen ungewöhnlichen Bildern, der andersartigen Story und vor allem deren Verlauf eben anfreunden.
                    Da mir das aber nur teilweise gelang, konnte ich „Gentlemen Broncos“ nicht durchgehend genießen.
                    Die Story dreht sich um einen jungen Autoren, dessen beste Idee von seinem Idol, dem Sci- Fi – Autor Ronald Chevalier, geklaut wird. Daraufhin setzt er alles daran, wieder Herr über sein Buch zu werden.
                    Diese Geschichte garniert uns Hess mit allerlei denkwürdigen Szenen, die, auch wenn sie einem missfallen, im Gedächtnis haften bleiben.
                    Hin und wieder bricht der Witz auch bei mir durch, jedoch ist das Gesamtwerk zu übertrieben und wirkt auf mich einfach nur seltsam.
                    Ihr merkt schon: Mein Vokabular in diesem Kommentar umfasst häufig die Wörter „seltsam“, „ungewöhnlich“, „andersartig“ und „komisch“.
                    Das ist es auch, das „Gentlemen Broncos“ ausmacht. Oder eben nicht.
                    Er ist eben anders als andere Filme und das ist auch gut so. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Meinen trifft „Gentlemen Broncos“ leider nicht so oft, wie ich es gerne hätte. Da können die Schauspieler ihre Sache noch so überzeugend rüberbringen.

                    7
                    • 2 .5

                      Ich weiß gar nicht, was ich am furchtbarsten finden soll. Den Musikeinsatz vielleicht? Klaus Meine hätte sich sicher nicht träumen lassen können, dass es für "Wind of Change" nach Oli Geißen noch schlimmer kommen könnte. Oder vielleicht auch der Humor, der sich ungefähr auf einer Ebene wie Michael Bays "Transformers 2" bewegt? Könnte natürlich auch das Drehbuch sein, das gleich mal keinen wirklich sympathischen Charakter zu bieten hat und gegen Ende Handlungsfäden anfängt, die es dann einfach fallen lässt und den Hauptplot mit eine (abgeschwächten) Deus Ex Machina auflöst.
                      Hach, schwierig, schwierig...

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                      • 8 .5

                        Ich kann nicht genau sagen, was das Besondere und Superwitzige an den Filmen von Jared Hess ist. Ob es nun das Super-Trashige ist oder die seltsamen, befremdlichen Charaktere. Oder vielleicht der Look des Films, der einen irgendwie in die Vergangenheit (meistens in die 90er) zurückversetzt. Es handelt sich immer um einzigartige Geschichten voll skurriler Personen und so auch in diesem Film. Er zeigt nicht nur die Welt des jungen Autors, sondern ebenso Szenen aus seinem Buch „Gentlemen Broncos“. Hinzu kommen noch eine wirklich schlechte Verfilmung und ein tuntiges Plagiat des Buches. Durch die vielen sehr unterschiedlichen Ebenen und Darstellungen hinterlässt „Gentleman Broncos“ Bilder im Kopf, die wohl nie mehr vergehen werden.

                        • 6

                          Stilsicher aber nur leidlich komisch.

                          • 8

                            What that?! Ein Film, der mir unglaublich schwer fällt zu bewerten. Genialer Opener (In the year 2525), sehr nerdig, hab auch noch nie eine Schlange mit Durchfall gesehen, geschweige denn der ekligste Filmkuss ever! Zeitweise schwach, dann wieder abgefahren lustig. Ich lasse mal eine 8.0 stehen und werde mir den Film bei Zeiten noch einmal ansehen.

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                            • 6

                              Die erste Hälfte war wirklich langweilig, die zweite erinnerte mich aber wieder stark an Napoleon Dynamite und war auch dementsprechend lustiger. Dafür, und für den ekligsten Filmkuss, den ich je gesehen habe, gibt's 6 Punkte.

                              • 8

                                Skurrilität - das Wort scheint wie geschaffen für die filmischen Auswüchse von Jared Hess und kein anderer beherrscht es so perfekt, aus scheinbar willkürlich und lakonisch aneinandergereihten Absurditäten eine in sich funktionierende Welt zu erschaffen. In GENTLEMEN BRONCOS ist "schlecht" das vorherrschende Adjektiv und wird einem in jeder Minute des Films geradezu aufgedrängt: von der Austattung und den kitschigen Songs über die Geschichten und den teilweise auftretenden Fäkalhumor, bis hin zu den Handlungen der Figuren - alles wirkt wie ein einziger Abgesang auf den schlechten Geschmack. Man kann sich sein eigenes Bild machen von Benjamins Umfeld und es als Liebeserklärung oder Anklage gleichermaßen auffassen. All die Charaktere, die diese Welt bevölkern und die man wohl allgemeinhin als hässlich bezeichnen würde, gehen weit über das hinaus, was man gewöhnlich als Nerds oder Aussenseiter serviert bekommt. Noch dazu sind nicht alle so liebenswert wie es der erste Anschein vermuten ließe, sondern entziehen sich durch ihre vielschichtigen Handlungen einer konkreten Einordnung. Selbst Benjamin, der durch seine "angenehme" äussere Erscheinung wie ein Fremdkörper wirkt, disqulifiziert sich im Grunde durch die von ihm verfasste Science Fiction Geschichte "Hefe Lords", die alles andere als eine literarische Offenbarung darstellt. Doch dann kommt der unter einer Schreibblockade leidende Sci-Fi-Autor Chevalier ins Spiel. Er stiehlt Benjamins Geschichte, macht durch ein paar Veränderungen die noch schlechtere Story "Die Chroniken von Brutus und Balzaak" daraus und knüpft nach deren Veröffentlichung endlich wieder an alte Erfolge an. Zur gleichen Zeit kaufen zwei vermeintliche Feunde Benjamin die Filmrechte für "Hefe Lords" ab und machen sich entgegen seiner Vorstellungen an die pseudo professionelle Umsetzung. Darüberhinaus gibts es da auch noch Benjamins Mutter, die all ihre Liebe und Energie in eine Kollektion von Nachthemden steckt, die man guten Gewissens wirklich nur Nachts tragen kann.

                                Was GENTLEMEN BRONCOS für mich so gut macht, ist die Herangehensweise von Hess. Er verteilt seine Anspielungen und Huldigungen an das "Nerdtum" nicht so platt und offensichtlich wie das z. B. in SCOTT PILGRIM zelebriert wird. Die Figuren sind nicht so eindimensional, was es einem schwer macht spontane Sympathien zu entwickeln, wenn man nicht bereit ist tiefer zu blicken. Zwischen Hässlichkeit, Allegorien, abstrusen Szenen und dem riesigen Haufen Skurrilität, den Hess mit sichtlicher Hingabe über seinen Film schüttet, lässt er eben dennoch genügend Platz für eigene Interpretationen.

                                • 9

                                  [...] Zum Abschluss kann ich sagen, dass der Film mir trotz geringfuegiger Schwaechen wirklich sehr gut gefallen hat und neben Scott Pilgrim ganz klar an der Spitze meiner Lieblingsnerdfilme steht. Sicherlich ist Gentlemen Broncos nicht jedermanns Sache und viele werden ihn einfach schlecht finden, aber wer eine gewsse Schwaeche fuer Nerdiges hat und dem Trash nicht ganz abgeneigt ist, der wird an diesem Werk Hess’ seine Freude finden. Dem Rest sei gesagt, dass ich lieber einen weiteren Film mit fliegenden Raketenwerfer-Elchen mitfinanzieren wuerde als gegen Geld einen Fast and Furious Marathon mit zu machen!

                                  -moep0r.com

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                                  • 5 .5

                                    leider waren meine erwartungen an den film zu hochgesteckt..vom ehepaar hess erwartete ich mir einen film im stile von dem großartigen Meisterwerk napoleon dynamite wurde aber entäuscht. zwar erinnerte der anfang die figuren und die unsinnige story an dem vorbild jedoch gelang es nich den gleichen charme der figuren herzustellen und den witz aus np zu übernehmen

                                    • 5 .5

                                      Die Story hat ihr Haltbarkeitsdatum längst überschritten. Der Humor des Films ist entweder unter aller Sau oder einfach nur bekloppt und die Figuren wirken fremdartig und manchmal sogar irgendwie ekelig. Dennoch hat „Gentlemen Broncos“ Charme, eben weil er so erfrischend unförmig ist. Zwar übertreibt es Regisseur Jared Hess mit vergammelten Witzen über Körperflüssigkeiten, aber auch hier gelingen dem Film witzige Ausnahmen (Stichwort: Schlange).
                                      „Gentlemen Broncos“ ist gewiss kein großer wirklich, großer Wurf. Aber zwischen standardisierten RomComs und überzeichneten Klamauk sticht der Film der „Napoleon Dynamite“- Macher durchaus positiv hervor.

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                                      • 6 .5

                                        Ähm, ja... OK.. ^^
                                        Ich weiss nicht so wirklich, was ich von dem Streifen halten soll.
                                        Monty Python goes Star Trek: The original Series..
                                        Irgendwie..
                                        Der Film ist recht skurril, dabei aber teils auch HERRLICH schräg, was zu einem guten Teil an der Auswahl der Darsteller liegen mag, die vermutlich unter anderem in einer Freakshow gecastet worden sind.
                                        Zwar hatte ich nach dem mehr als gelungenen Vorspann (Musikauswahl und Bilder / Cover passten wie der vielgepriesene "Arsch auf Eimer") irgendwie etwas Besseres, vermutlich aber auch schlicht und einfach nur etwas Anderes erwartet.
                                        Wenn man den Trailer nicht gesehen hat, und nicht wirklich weiss, auf was man sich bei diesem Streifen einlässt, ist man erst einmal reichlich verdutzt, und weiss in den ersten Minuten nicht, ob man lachen oder weinen soll, auf Grund der Eindrücke, die mehr oder minder auf einen einstürzen.
                                        Wenn man sich aber erst einmal an die Athmosphäre gewöhnt hat, kann einen eigentlich nichts mehr erschrecken. (Hmm, vielleicht bis auf die Kussszene XD )
                                        Grösster Kritikpunkt ist das Ende des Filmes (Stiffler´s Mom.. äh, ich meine natürlich Benjamin´s Mom schleppt es quasi die ganze Zeit mit sich rum), welches nicht besonders originell ist, und auch nicht von grossem Einfallsreichtum zeugt.
                                        Man wird auch nicht drauf hingeführt.. es ist plötzlich einfach "da".
                                        Frei nach dem Motto: "Schwupp, ich bin das Ende. Hier bin ich!"

                                        Wenn diese Kritik also etwas verwirrend klingen mag: Das sind wahrscheinlich die Nachwirkungen des Filmes... wer also Lust verspürt, sich das Hirn einmal durchpusten und auf den Kopf stellen zu lassen, sollte sich den Film unbedingt anschauen.
                                        Zuschauer, die sich schwer damit tun, ihre cineastische Wohlfühlzone zu verlassen, lassen besser die Finger davon.

                                        So, und nun habe ich Lust auf einen schönen, alten Sci-Fi B-Movie!

                                        • 8

                                          N1, hat mir sogar noch besser gefallen als Napoleon Dynamite. Sehr sympatische Underdog-Story, garniert mit Sci-Fi Einschüben. Perfekt für jeden der mal Nerd war oder es noch werden möchte.

                                          • 6 .5

                                            ...Somit fügt sich die seltsam zeitlose, aber nichtsdestoweniger in ihrer Gesamtheit geschmacklose Ausstattung des Films, die Unterstreichung durch einen Soundtrack aus großen, kitschigen Hymnen der Popgeschichte wie Chers Just Like Jesse James oder Wind of Change der Scorpions und die zwischengeschnittene Science-Fiction-Handlung zu einem sehr liebevollen Blick auf die Ambitionen der Menschen zusammen. Die Sympathien gilt allen, die ernsthaft etwas schaffen wollen, seien ihre Ergüsse auch noch so kitschig. In Anbetracht des großen Ganzen, das der Eröffnungssong besingt, sind wohl alle Versuche der Menschen, selbst die hochgeschätztesten Kunstwerke, nichts als Stümperei und klägliche Bemühungen....

                                            • 5

                                              Wer eine Art 2. "Napoleon Dynamite" erwartet, wird hier enttäuscht.
                                              Ich bin ähnlich an den Film gegangen und habe mich streckenweise wirklich gelangweilt.
                                              Highlights sind der Dr. Chevallier (gespielt von einer Hälfte der großartigen Flight of the Conchords) und die No Budget Umsetzung des Buchs.
                                              Die Freaks und Sonderlinge sind nicht so liebenswert wie in "Napoleon Dynamite".
                                              Nett für zwischendurch, keineswegs ein must-see.

                                              • 7 .5

                                                Ich möchte mich mal an dieser Stelle aus dem Fenster lehnen und sagen, dass der Film - trotz seiner Skurrilität - durchaus auch einen ordentlichen Batzen Wahrheit über das kleinstädtische Amerika (in Utah) erzählt. Klar sind die Charaktäre überzeichnet. Aber jeder der schon mal in der Ecke unterwegs war und/oder sich mal hinter kalifornischen Annekdoten der "Männer die auf Ziegen starren" geklemmt hat, wird feststellen, dass es im Westen der USA schon einen Haufen abgedrehter Typen gibt. Was allerdings nicht heißen soll, dass der Film eine Realsatire ist - vielmehr ist er eine überdrehte Komödie, in dem gewohnt grellen Licht von Jared Hess, der sich diesmal über das Sci-Fi-Universum lustig macht. Inklusive einer Außenseitergeschichte, bei der die Außenseite mal wieder das letzte Lachen für sich haben - quasi einer Neuauflage der "Revenge of the Nerds".

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                                                • 8 .5

                                                  „Gentlemen Broncos“ zeichnet sich durch eine eigentümliche und – sofern man diese skurril-anarchische Art Humor mag – überaus witzige Inszenierung aus. Schon der Vorspann nimmt den Stil des ganzen Filmes vorweg, ahmt er doch die reißerisch-grellen Titelseiten billiger Science-Fiction-Romane aus den fünfziger und sechziger Jahren nach. Deren Kombination mit den gestreiften, karierten und abenteuerlich gemusterten Hintergründen prägt bereits den bewusst schäbig-gewöhnlichen Stil von „Gentlemen Broncos“. Die Farbpalette im Hauptstrang der Handlung, von alt- und zartrosa über lachsfarben bis himmelblau – allesamt etwas verwaschen – sowie die Kleidung, die mit ihren unförmigen Jeans und den abgenutzten Lederjacken eher an die frühen achtziger Jahre erinnert, unterstreicht die neudeutsch „trashig“ genannte Anmutung des Filmes, bei dem Jared Hess das von ihm zusammen mit seinem Bruder Jerusha Hess selbstverfasste Drehbuch verfilmt.„Gentlemen Broncos“ stellt sich nicht nur als eine Hommage an Nachwuchskünstler heraus, die gegen aus ihrer Sicht eigenartige Welt der Erwachsenen zu kämpfen haben. Darüber hinaus feiern die Filmemacher in Benjamins Mutter, der verwitweten Judith (Jennifer Coolidge), auch die Mütter, die Familie und Beruf zu vereinbaren versuchen.

                                                  • 0 .5

                                                    "Jared Hess, der auch Napoleon Dynamite gemacht hat, den ich ehrlich gesagt nicht verstanden habe, hat einen Film mit Gentlemen Broncos gemacht, den ich nicht im Geringsten verstehe."