Greatest Showman - Kritik

The Greatest Showman / AT: The Greatest Showman on Earth

US · 2017 · Laufzeit 105 Minuten · FSK 6 · Musikfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Schöne Botschaft und ganz viel Kitsch! Da kann man auch über die technischen Schwächen hinwegsehen, immerhin hat man mit The Greatest Showman eine wirklich gute Zeit.

    2
    • 9

      Klasse, einfach nur Klasse!
      Die Musik geht mir einfach nicht aus dem Kopf, und ich bin wirklich kein Musical-Gänger/Gucker.
      Die komplette Umsetzung hat mir sehr gut gefallen, einzig die einfach gestrickte Story zwingt mich dazu, einen Punkt abzuziehen.

      Es macht echt Spaß, allen beim Singen und Tanzen zuzuschauen.

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      • 8

        Der Film hat mir sehr gut gefallen. Er hat hat zwar nicht so viel Tiefgang, wie man es von anderen Filmen kennt aber mehr Tiefgang als man von einem Musical-Film erwartet. Die Songs waren gut, Tanzeinlagen und Akrobatik waren auch klasse. Schauspielerisch haben mir alle Rollen sehr gut gefallen.
        Efron und Jackman harmonieren klasse und man hat stark ihre Erfahrung in der Musical Genre gemerkt.

        Sehr beeindruckend fand ich auch Anne gespielt von Zendaya und ihr körperlichen Leistungen.

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        • 10

          An all die die sagen die musik sei lahm kitschig zu poplastig austauschbar usw. Hab viel negatives gelesen euch sei gesagt das Album hat Platin bekommen also so schlecht kann es nicht sein .

          Und die anderen von euch die so wie ich die DVD nicht abwarten können und kein Tag vergeht an dem wir nicht diese Herrliche Träumerische und Kraftvolle vor lebenfreude und Spaß sprühende Musik anhören lasst uns damit weitermachen denn "Es ist alles was wir jemals wollten und alles was wir jemals brauchen "

          Auf zu yt The Greatets Showman Soundtrack

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          • 9

            Super Film . Die Songs sind sehr gut und passend gewählt . Klar die Handlung ist relativ einfach gestrickt aber es ist nun mal eher ein Musical und dazu noch ein sehr gelungenes .

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            • 5 .5
              FalloutGhost 25.03.2018, 22:04 Geändert 25.03.2018, 22:12

              6.0 als Bewertung für den Film als Musical, da einige Choreografien wirklich gelungen sind. Der Film als Ganzes liegt bei mir leider, unter Berücksichtigung des wirklich schlechten Drehbuches, eher bei 4,5. Dazu kommt die leider sehr mittelmäßige austauschbare Popmusik. Wenn man sich mit Musicals generell schwer tut also sowieso nicht empfehlenswert, aber wenn man Musicalfan ist und auch ein höheres Kitschniveau vertragen kann, schon mal einen Blick wert.
              P.S Planet_Error hat es mit seinem Kommentar weiter unten schon gut auf den Punkt gebracht.

              • 9

                Fazit

                Michael Gracey ist ein nahezu perfekter Feelgood-Movie gelungen, dessen Kraft und lobenswerten Aussagen über Individualität, Zusammenhalt und Träume einen unweigerlich mitreißen. Visuell und akustisch ist "Greatest Showman" ein wundervolles Spektakel, was durch die kraftvollen Songs, die atemberaubenden Choreografien und die starken Darsteller zu etwas ganz Besonderem gemacht wird. Ein Werk, dass vor Kitsch nicht zurückschreckt und Filmmagie in all seinen Facetten zelebriert.

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                • 6

                  besser als gedacht...schöne geschichte

                  • 10
                    sithlord80 01.03.2018, 20:55 Geändert 01.03.2018, 20:59

                    Mega Szene/Song aus dem Film (Spoiler)

                    https://www.youtube.com/watch?v=rQWZK5U233s

                    Die Szene hat mich atemlos gemacht und im Kontext war sie nicht nur wunderschön sondern insgesamt bittersüß. Für solche Momente liebe ich das Kino

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                    • 10

                      It's all about dreaming and imagination


                      Die absolute Musical -Magie. Kein anderes Genre ist so sehr dafür gemacht mit offenen Augen zu träumen, zu verzaubern und Herzen zu öffnen. "The Greatest Showman" ist hoffnungslos romantisch und idealistisch von der ersten bis zur letzten Minute, es findet sich Zauber in jedem Winkel.
                      Michael Gracey ,vorher Werbefilmer, inszeniert seinen ersten(!) Film mit einer tiefen Aufrichtigkeit und Liebe zum Genre. Die visuelle Pracht und nicht zuletzt auch das geballte Talent des gesamten Teams beschwört die Glanzeiten der 30er- 50er, die großen Tage des aufwendigen,verschwenderischen Hollywood-Musical-Spektakel herauf und lassen die missglückten Versuche der letzten Jahrzehnte beschämt in der Ecke stehen (hallo LaLaLand ,Nine, Chicago), aus der sie hoffentlich nie wieder rauskriechen.
                      Hugh Jackman und Zac Efron sind on fire! (Und ich muß mir jetzt zum 34.mal 'The other Side' ansehen)

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                      • [...] Ich bin ein großer Musical-Fan, ich mag es, wenn in Filmen gesungen wird. Vor allem wenn gut gesungen wird. Der Trailer konnte mich zwar nicht komplett überzeugen, aber mir war dennoch klar, dass ich diesen Film sehen muss.

                        Der Cast ist erstklassig. Hugh Jackman, der ja ursprünglich aus der Musical-Ecke kommt, kann glänzen. Auch Zac Efron und Zendaya gefielen mir sehr gut. Sowohl einzeln auch als in ihren Interaktionen. Besonders umgehauen hat mich jedoch Rebecca Ferguson, die einen Gesangsauftritt zum niederknien bietet.

                        Die Optik fand ich ebenfalls ausgesprochen gelungen. Schöne Farbenspiele, gemischt mit tollen Outfits. Die Choreografien waren erste Sahne und haben mich mitgerissen. Zumindest innerlich.

                        Die Story ist zwar total vorhersehbar, aber das war mir von vornherein klar. Die Höhen und Tiefen waren jedoch gut gesetzt und auch glaubhaft dargestellt.

                        Der größte Schwachpunkt ist für meine Begriffe, dass die “lebenden Kuriositäten” zu wenig nach vorne gehoben werden. Anfangs sind sie wichtig für die Story, danach verkommen sie leider zu sehr zu Statisten. Etwas weniger Hugh Jackman wäre hier sicher nicht nachteilig gewesen. Zum Ende hin wird es allerdings wieder besser, was das angeht.

                        Alle die Wert auf eine sehr kreativ geschriebene und unvorhersehbare Story legen oder eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit diversen sozialen Themen sehen möchten, denen rate ich von einem Kinobesuch ab. Wenn jemand aber Musicals oder Filme mit zahlreichen musikalischen Elementen mag, sollte er sich Greatest Showman unbedingt ansehen. Er ist gerade durch seine tolle Optik, Tanz- und Gesangseinlagen perfekt fürs Kino geschaffen.

                        Hier die Bewertung

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                        • 6 .5

                          Dass der Australier Michael Gracey für sein Spielfilmdebüt gerade ein Musical über den Zirkus-Erfinder P.T. Barnum auswählte, kann als mutig angesehen werden. Nicht nur die handwerklichen Hürden mussten bewältigt werden, sondern auch eine passende Geschichte erdacht werden, in deren Mittelpunkt ein schwer zugänglicher Hauptcharakter steht. Zudem machten die transportierten Botschaften den Spielfilm “Greatest Showman” (OT: “The Greatest Showman”, USA, 2017) nicht nur zu einem Diskussionsobjekt, sondern führte sogar zu einem Boykott-Aufruf der Peta gegen den Film.

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                          • 3 .5

                            Die Chance, Freaks wie denen von 1932 Raum, Handlung und Persönlichkeit zu geben, wurde verschenkt zu Gunsten eines sozialkitschigen Hetendramas mit reichlichem Singsange und DarstellerInnen, die den Schönheitsidealen der Gegenwart genügen.

                            • 9

                              "Greatest Showman" ist ein wunderschönes Musical, das, meiner Meinung nach, besser ist, als "La La Land".
                              Genauer gesagt habe ich bei Filmen selten Gänsehaut - bei "Greatest Showman" hatte ich dies ganze vier Mal!
                              Doch zu den Details:
                              Die Musik, das wichtigste Kriterium bei einem Musikfilm, ist toll: Schon das erste Lied macht richtig Freude und je länger der Film wird, desto größer wird die Lust, direkt danach den Soundtrack zu kaufen: Fast bei jedem Song musste ich zumindest mitwippen und die ein oder andere Melodie geht einem auch noch lange nach Verlassen des Kinosaals durch den Kopf.
                              Die Szenerie, die Bilder sind ebenfalls schön, die Kostüme und Kulissen sehen recht aufwendig aus, oder sind zumindest so inszeniert, dass sie aufwendig aussehen.
                              Die SchauspielerInnen spielen durchweg solide, Hugh Jackman kann wie so ziemlich Jeder und Jede in dem Streifen gut singen und vor allem Sam Humphrey und die beiden Kinder von Barnum machen Spaß.
                              Doch auch insgesamt bringt Familie Barnum in ihren gemeinsamen Szenen etwas zauberhaftes, romantisches in den Film.

                              Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, ist der arg schnelle Sinneswandel von P.T. Barnum am Ende und die Tatsache, dass das Drehbuch aus dem eigentlich gegebenen Potential rund um die "außergewöhnlichen Menschen" zu wenig macht. Statt vielleicht ein wenig sozialkritisch zu werden, entscheiden sich Bicks und Condon lieber für die bunte, heile Welt, die wir in "Greatest Showman" kurzweilige 105 Minuten zu sehen bekommen.

                              Aber irgendwie liegt die große Stärke des Musical gerade in dieser bunten, heilen Welt...

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                              • 5 .5

                                Der Film lässt mich mit einer zwiespältigen Meinung zurück. Auf der einen Seite war es mir gelegentlich nicht möglich, mich der geradezu mitreisenden Atmosphäre zu entziehen. Auf der anderen Seite konnte ich mir an mancher Stelle das genervte Augenrolle leider nicht verkneifen.
                                Der Film wird als Musikfilm und Drama eingestuft. Ersteres kann ich, mangels Fachwissen, kaum objektiv beurteilen. Mir persönlich gefielen die Songs relativ gut, auch wenn sie vielleicht etwas poplastig und wenig originell klangen. Die Choreografien sahen in Verbindung mit tollen Kostümen beeindruckend aus, konnten aber leider eines nicht verbergen, das mir dann doch in vielen Szenen negativ auffiel: Die Greenscreens bzw. die nicht allzu guten GCI-Effekte. Beides war bei weitem nicht schlecht, tat aber genau dem ab, was der Film erreichen wollte. Der Film wollte den Zuschauer in seinen Bann ziehen. Gerade in den Gesangs- und Tanzeinlagen konnte ich mich wie Eingangs erwähnt nicht erwehren, mich zum Takt der Musik zu bewegen, doch allzu offensichtliche Computereffekte rissen mich je aus diesem Sog. Dies bezüglich verschenkt der Film meiner Meinung nach zu viel Potenzial und genau da darf er es eigentlich nicht, denn das andere Genre dass er bedient, kann er leider kaum ausfüllen. Der dramaturgische Aufbau der Handlung ist maximal mittelmäßig, allzeit absehbar und bietet nichts, was man nicht schon zu oft gesehen hat. Gerade das große Potenzial des Appells an Werte wie Toleranz, Akzeptanz und Gleichheit werden hier maximal angedeutet, einmal zwar sehr deutlich, aber auch hier in beinahe nicht mehr als einem Nebensatz. Die ganze Handlung wirkt wie ein schnell zusammen geschustertes Gerüst für einen Musikfilm. Leider ist dieses Gerüst zu schwach dieses zu tragen und da auch dieser Schwächen aufweist, muss ich gestehen, dass ich etwas enttäuscht war. Ich kann den Film für einen schönen Familien- bzw. Partnerabend durchaus empfehlen, finde aber nicht, dass er aus der Masse heraussticht.

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                                • frommel 09.02.2018, 11:29 Geändert 09.02.2018, 11:31

                                  In Anbetracht dessen das ich Musicals in der Regel überhaupt nicht mag fand ich ihn sogar okay!

                                  • 7

                                    mit viel Glitzer, Pomp und schicken Kostümen wird hier die lose adaptierte Geschichte von Mr. Barnum auf die Leinwand getanzt. Klar, ist es teilweise echt kitschig, klischeehaft und manchmal schmerzhaft rudimentär, aber dafür geht man mit einem Ohrwurm aus dem Kino, hat den großartigen Hugh Jackman mal wieder gesehen (dafür leider von Michelle Williams zuwenig) und sich ein Stück verzaubern lassen - mehr will und kann der Film auch nicht.
                                    PS: Beste Szene überhaupt ist die in der Bar :)

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                                    • 6

                                      Chance leider vertan... dabei war die Story gut, die Schauspieler toll und auch die Musik ansprechend.... ich liebe auch Filme, die Gefühle mit Musik untermalen und verbinden.. gibt es viel zu wenig... die ruhigen, schönen Momente wurden viel zu oft durch die Hektik des Drehbuches und der Kamera zerstört... wie ein moderner Videoclip... schade...

                                      • 3 .5

                                        Oops, im falschen Kinosaal hängen geblieben.

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                                        • 7 .5

                                          Der Januarfilm ist immer etwas Besonderes für mich. In den letzten Jahren habe ich einen oder den Lieblingsfilm des Jahres stets im Januar gesehen. Ob es nun SILVER LININGS PLAYBOOK war, THE HATEFUL 8, LA LA LAND oder jetzt THE GREATEST SHOWMAN. Immer wieder erhebt sich etwas Würdevolles und Anmutiges am Jahresanfang, erwärmt den kalten Monat mit Grandezza. THE GREATEST SHOWMAN ist tatsächlich ein wunderbar warmer, schwungvoller Film, ein Fest der Bewegung, ein graziöser Showtanz. Das Paar Jackman und Efron ist Liebe pur. Silber und Gold.

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                                          • 10

                                            Ich habe den Film gestern gesehen und möchte behaupten, daß ich selten oder vielleicht auch noch nie so zufrieden und glücklich aus einem Film gekommen bin. Ich dachte unter anderem auch das weniger gesungen wird, aber genau das hat mich total gefesselt. Ich gehe ins Kino um auch mal wieder überrascht zu werden. Ich habe mir auch mehrere kritische Zeitungsartikel durchgelesen und dachte mir....Euch ist der Spaß schon laaaange vor diesem Film abhandengekommen. Tatsächlich hat mich der Film mitgerissen, er war zu keiner Sekunde langweilig, ich habe mich auch selbst dabei erwischt mitklatschen zu wollen, die Musik ist grandios. Es ist kitschig, es ist romantisch, es ist vorhersehbar, aber es ist wirklich ein wunderschöner geiler Film!!!

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                                            • 9
                                              TheNumber 22.01.2018, 15:48 Geändert 01.02.2018, 11:43

                                              Der Film hat mich völlig auf dem falschen Fuß erwischt. Ich war nach dem Trailer sehr skeptisch, weil der Film mir schon super kitschig vorkam. Ehrlich gesagt hat sich diese Erwartung auch bestätigt, der Film ist super kitschig und vorhersehbar und daran kann man sich auch sicher stören; ich fand den Film aber so sympathisch, mitreißend und kurzweilig, dass mir das ziemlich egal ist. Die Songs sind sehr schön und der Soundtrack ist fast schon vorbestellt. Vor allem die Musicaleinlage mit Zac Efron und Hugh Jackman in der Bar hat mir sehr gut gefallen, weil sie sehr kreativ ist, dynamisch und halt den guten Song "The Other Side" hat. Auch Zac Efrons Szene mit Zendaya ("Rewrite the Stars") ist ziemlich stark und schön gemacht. An seiner Performances sowie Performances des ganzen Casts gibt es nix zu mäkeln. Hugh Jackman hat mir endlich mal wieder richtig gut gefallen durch seinen Größenwahn und seinen Enthusiasmus. Hätte der Film nicht komplett alle negativen Seiten, die P.T. Barnum anscheinend hatte, weggelassen, wäre der Film vielleicht sogar ne 9,5 geworden...

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                                              • 9 .5

                                                Dieser Film strotzt nur so vor Klischees und Kitsch. Er ist ziemlich vorhersehbar und wirklich Spannung baut sich nicht auf. Trotzdem sitze ich am Ende im Kinosessel und denke "Hmmmm, morgen nochmal?"
                                                Ich weiß nicht warum (vielleicht an meiner Vorliebe für Underdog Filme oder guter Musik/Musicals) aber der Film hat mich sehr unerwartet getroffen und zwar genau an den richtigen Stellen.
                                                Super Bilder, super Musik, super Choreos (auch wenn ich finde wir sollten dem Barkeeper aus dem Jackman/Efron Duett viel mehr Beachtung schenken :D )
                                                einfach im großen und ganzen wirklich großartig.
                                                Bin immer noch etwas Baff :D

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                                                • 10
                                                  newgirl 20.01.2018, 15:38 Geändert 20.01.2018, 15:42

                                                  *schmacht***
                                                  Nach langer Zeit ein Film der mir wirklich nicht mehr aus dem Sinn geht <3
                                                  "The Greatest Showman" ist ein wunderbares Beispiel für Musical Filme, welche von Anfang bis zum Ende komplett durchdacht sind.
                                                  Fangen wir an bei der perfekten Mischung von einer guten, zum nachdenken angeregten Story ... abgerundet von ein bisschen (mehr) Kitsch ... geben wir noch ein *Ohrwurm* Soundtrack hinzu und zu aller letzt Hugh Jackman in der Hauptrolle ... was kommt dabei heraus ?
                                                  Ein 10 Punkte Film :)
                                                  Definitiv muss ich diesen Film noch einmal im Kino sehen <3

                                                  **Don't you wanna get away from the same old part you gotta play
                                                  'Cause I got what you need
                                                  So come with me and take the ride
                                                  It'll take you to the other side**

                                                  3
                                                  • 9 .5

                                                    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Habe den hier gestern im Kino gesehen.
                                                    Der Vorhersage-Algorithmus legt mir hier ganz enthusiastisch eine 8,5 vor, mal sehen, was draus wird.

                                                    Erster Gedanke: Mensch, dass ich Hugh Jackman mal in einem solchen Film sehen würde... entzog sich aller meiner Erwartungen. Gesang und Tanz? Von Zac Efron ist man das gewohnt. Um es noch mal deutlich zu machen: de Film ist ein Musical! Wem sich da die Zehennägel hochrollen, dem sei wärmstens von einer Sichtung abgeraten. Ich nahm diese Info erstmal nur wohlwollend zur Kenntnis und begann, in die sensationelle Welt von 'Greatest Showman' einzutauchen.

                                                    Der Film ist Kitsch. Wirklich, purer Kitsch.
                                                    Alles beginnt mit einer süßen Lovestory zwischen zwei Kindern, die (wer hätte es gedacht) in klassischer Romeo&Julia-Manier aus zwei höchstunterschiedlichen Verhältnissen stammen: Er, ein bettelarmer Schneidersjunge mit einem großen Traum, der schließlich zum Straßenwaisen wird und sie, wohlerzogenes Mädchen aus hohem Hause, das aber wenig Wert auf die gesellschaftliche Trennung der Schichten legt. Der Junge ist gar nicht mal so hübsch, verzaubert aber das Mädchen mit seiner netten Art und seinem Eifer beim Design seines Lebenstraums.
                                                    Diese Romanze sieht sich ab sofort durch deren beider Leben, sie durchstehen im Laufe der Handlung Hochs und Tiefs - das gibt für ein Musical die notwendige Rahmenhandlung, ist aber nur bedingt wichtig für die Story, die ihr Hauptaugenmerk unverkennbar auf den Protagonisten P. T. Barnum und seiner Entwicklung legt. Dieser dient als beispielhafte Verwirklichung des amerikanischen Traums:
                                                    Habe eine gute Idee, und selbst ein Straßenjunge kann zum 'Greatest Showman' werden.
                                                    Nachdem er mit Hilfe seiner Familie eine Gruppe von "unique people" (die allesamt wirklich stark verkörpert werden) um sich versammelt und mit diesen eine in Volk und Medien gleichermaßen geliebte wie verhasste Zirkusshow auf die Beine stellt, sucht er sich einen Juniorpartner (Zac Efron - unerwarteter heimlicher Held des Films, avanciert langsam aber sicher zu einem meiner Favoriten!), der ihm dabei helfen soll, auch zahlungskräftige Kundschaft anzuziehen, um mehr Kohle zu scheffeln.
                                                    Wurde der Zuschauer bis zu diesem Punkt weitgehend allein gelassen mit der Einschätzung, ob Barnum ein liberal-offener Menschenfreund und Showenthusiast oder nur gewiefter, die Sensationsgeilheit der Massen ausnutzender Geschäftsmann sei, so wird ihm spätestens jetzt klar: da läuft was in die falsche Richtung.
                                                    Vorhersehbarerweise wandelt sich die Hauptfigur etwa in der Mitte des Films charakterlich zum Negativen,wird fehlgeleitet: in ihr kommen Züge wie Hybris, Egoismus, Machtwahn und Narzissmus hervor, Barnum stößt seine Truppe vor den Kopf, baut Scheiße am laufenden Band und verfehlt seinen ursprünglichen Traum. Wie das in kitschigen Musicals so ist, verliert er dadurch natürlich alles, kehrt zurück, wird mit mehr oder weniger offenen Armen aufgenommen und besinnt sich wieder - es kommt zum happy end und grande finale.
                                                    Der Abspann wird untermalt vom grandiosen Soundtrack und ich tauche langsam wieder aus dem New York des 19. Jahrhunderts auf. Emotional geladene Zuschauer haben gerührte Freudentränen in den Augen (auch die meinen waren etwas angefeuchtet), das komplette Kino bleibt noch mindestens fünf Minuten sitzen, was ich bisher selten erlebt habe.
                                                    Ein wirklich wunderbares Kinoerlebnis.

                                                    Der Soundtrack dieses Musikfilms ist fantastisch. Die Lieder passen perfekt in die Handlung, haben z. T. Ohrwurmgarantie und sind ausnahmslos perfekt und mit reichlich Tempo choreographiert (der Song zur Überredung von Phillip - Wahnsinn!) - bis auf ein, zwei Ausnahmen haben mir die Lieder allesamt gut bis sehr gut gefallen. Schauspielerisch einfach ganz hohe Kunst, Kameraführung professionell und die Farbgebung märchenhaft. Eine Welt zum Eintauchen und wohlfühlen.
                                                    Einen halben Punkt Abzug gibt es, weil eben nicht alle Songs Erinnerungspotential haben und die Story allzu konform daherkommt, außerdem hat mich der Teil des Plots mit Jenny Lind (Rebecca Ferguson) nicht so überzeugt und beinahe etwas genervt.

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