Happy Burnout - Kritik

Happy Burnout

DE · 2017 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 6 · Komödie · Kinostart
Du
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    Absoluter Schrott.

    Der Film arbeitet mit viel zu vielen Klischees und verliert dadurch an effektiver Geschichtenerzählung. Null Kreativität.

    Der Hauptdarsteller nervt.

    Insgesamt kann man den Film nur sehen wenn man auf Droge ist, oder besoffen. So kriegt man von ihm nichts mit, und das ist gut so.

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      -Sometimes, manchmal, here and there, hier und da, and back, und zurück, an forward, und nach vorn, to yourself, zu dir selbst, through Life, durch‘s Leben, through the Sin, durch den Sinn, to yourself, zu dir selbst.-

      Spricht Leben eine andere Sprache, als die, die aus deinem Mund kriecht? Mir hat das Leben, wie Fussel, schon so oft Schreie und Misstrauen entgegengebracht, dass ich manchmal gar nicht weiß, wie sich Frieden anhören mag. Wie hört sich Frieden im Leben an? Ein lauer, kalter und erfrischender Wind, der dir um den Mund, die Stirn und die Nase bläst, wenn es draußen 40 Grad hat?

      Leben macht sich durch Geräusche bemerkbar, durch Menschen in unserem Umfeld und Geräusche, die wir, je größer wir werden und je mehr Eindrücke uns die Welt gegeben hat, verstehen können.

      Andreas Poschka ist einer dieser gezeichneten Menschen, die das Leben hervorbringt. Wenn die Melodie des Lebens einschlägt und aus dir plötzlich ein verkorkster, schlechter und verantwortungsloser Idiot wird. Andreas lebt auf Kosten der Allgemeinheit, der harten Arbeiterschicht, die tagtäglich dafür arbeiten geht, dass sie in vielen Jahren in Rente gehen und das Leben vielleicht noch genießen können. Auch, wenn es vielleicht irgendwann keine Rente mehr gibt oder sie auf 90,100 oder 200 Jahre angehoben wird. Jedenfalls füttert er seine Sachbearbeiterin von der Agentur mit traurigen und heldenhaften Geschichten, damit sie ihn weiter umsonst durchsickern lassen kann. Bald schon steht aber eine Prüfung an und für den Langzeit Bezieher, der schon so lange Hartz 4 bezieht, wie es Hartz 4 gibt, wird es langsam eng. Da kommt ein Burnout doch ganz gelegen, nicht?

      Zu Anfang ist Andreas noch ein grauer, rebellischer Vater, der eine eigene traurige Geschichte hat, aber durch seinen Humor und seiner Einstellung zum Leben, versucht alles zu überdecken, was ihn bedrückt und plagt. Wolken über der Sonne, Schatten auf der Erde. Oder vielleicht Hand vor den Augen, Dunkel in dir selbst. Andreas hält sich also die Hände vor die Augen und vor die Ohren, damit die Melodie des Lebens nicht so stark und laut auf ihn hereinprasselt, dass es bleibende Gehörschäden und Sehverlust zur Folge haben könnte. Wir alle halten die Hände vor die Augen und vor die Ohren, weil die Kraft dann manchmal einfach fehlt.

      Gegen seinen Burnout geht er in Therapie, denn seine Sachbearbeiterin, die ihn sehr verehrt, hat ihm ein lupenreines Attest besorgt. In der Einrichtung trifft er zunächst auf andere verstörte Seelen und braucht eine sehr lange Anlaufzeit, bis er sich den Problemen anderer und seinen eigenen stellen kann. Die Probleme anderer sind meistens nicht so interessant, wie die eigenen. So denke ich manchmal, du, Rocket, wir alle. Und trotzdem ist gerade das der Unterschied, zwischen einem schlechtem und einem guten Menschen. Andreas bringt sich gut in die Gemeinschaft ein und sorgt rund herum für Verwunderung. Die Ärzte haben zwar längst bemerkt, dass ihm nichts fehlt, aber haben auch nicht genug Personal für alle Patienten. Eine kleine Kritik an das Gesundheitswesen, dass so schlecht aufgestellt ist, dass Patienten nicht mehr verantwortungsbewusst behandelt werden können.

      Andreas nimmt die Hand von den Augen, von den Ohren und sperrt die Lauscher nun weit auf. Er öffnet sich, seine Augen, sieht und hört seit langer Zeit mal wieder hin. Er hört und sieht die Melodie des Lebens und das man sich nicht jeden Tag davon zerstören lassen muss. Ein wenig Eigeninitiative, Willen und Glauben an sich selbst und die Melodie wird leiser. Oder es wird statt trauriger Melodie plötzlich Highway to Hell gespielt.

      Ein traurig anmutender, lustiger und überraschender deutscher Film, der überzeugen konnte und beweist, dass Wotan Wilke Möhring ein toller und sympathischer Schauspieler ist. Insgesamt hatte ich heute mal wieder die richtige Stimmung, sah mich selbst, grub mich ein, lachte, verschwand, schlief ein, kroch durch die Melodie des Lebens, wachte auf und sah, dass die Sonne dieses Wochenende schien. Ich weiß nicht vieles mit Gewissheit, aber dass heute und gestern die Sonne schien, dass weiß ich ganz genau.

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        Für mich gibts nichts besseres, als wenn nobody perfect ist. Ich mag solche Filme. Da fühlt man sich okay. Der Film ist ne Komödie, kein Drama, somit ist das Thema auch nicht verfehlt. Ich fand "Happy Burnout" sehr nett. Nicht perfekt.

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        • 5

          Die Mischung aus Drama und Komödie funktioniert hier nicht. Manche Themen sind einfach zu schwer, um sie in einem spaßigen Kontext darzustellen. Die Schauspieler geben jedoch ihr Bestes, um die Schwächen des Drehbuches aufzufangen.

          • 5 .5

            auch wenn der film nicht wirklich was zu bieten hat...wotan als punker fussel hab ich ins herz geschlossen

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              EchoOnline 04.05.2017, 12:45 Geändert 04.05.2017, 12:46

              War [Das Leben ist nichts für Feiglinge] noch ein Beispiel für eigensinnige, intelligente und originelle Kino-Unterhaltung, passt sich Happy Burnout fast schon nahtlos in die austauschbaren 08/15-Konzepte ein, die die meisten deutschen Komödien so öde erscheinen lassen. [Dirk Henninger]

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                Es klingt erstmal interessant: Wotan Wilke Möhring leidet unter Burnout und geht in eine Rehaklinik, Anke Engelke spielt die Therapeutin.
                Leider fühlt sich im Film aber alles falsch an.
                Die Drehbuchschreiber haben keine Ahnung, wie es in Rehakliniken, auf Arbeitsämtern oder in Gruppentherapien zugeht. Hatten wohl keine Lust, gründlich zu recherchieren.
                Schlecht, schlecht, schlecht. Enttäuschend.
                Warum gibt irgendjemand so einem schelchten Drehbuch Geld, um daraus einen Film zu machen???
                Man hätte soo viel aus dem Stoff und den Schauspielern machen können...

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                  Framolf 29.04.2017, 00:49 Geändert 29.04.2017, 00:50

                  Durch und durch mittelmäßige Komödie mit einem gut aufgelegten Wotan Wilke Möhring, die leider nur an der Oberfläche kratzt. Immerhin etwas besser als so manch andere Ausgeburt der deutschen Filmförderung, aber gewohnt risikoarm. Wenigstens spielen die üblichen Garanten für schlechte Unterhaltung nicht mit...

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                  • 6

                    Erkaus mit leichter Hand inszenierte Komödie offenbart zwischen Skurrilität und schrägem Witz manche Wahrheit um Lebensangst und Daseinsflucht – und appelliert, ohne allzu tief zu loten, sehr sympathisch an mehr Verständnis, vor allem an mehr Mit- und Selbstwertgefühl. [Horst Peter Koll]

                    • 6

                      Insgesamt ergibt sich somit ein netter, sympathischer Film, der sich aber nicht wirklich traut die konventionellen Pfade der deutschen Kino-Komödie zu verlassen oder zumindest mal eine etwas gewagtere Abzweigung zu nehmen. [Volker Robrahn]

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                        Die übersichtliche Versuchsanordnung geht mit der Power eines gemäßigten Abendprogramms im Öftechtlichen TV ans Werk. [Günter H. Jekubzik]

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                          Die zunächst locker-turbulente Satire, die auf politische Korrektheiten pfeift, wird am Ende zur familienfreundlichen Wohlfühlkomödie weichgespült. Kein deutsches Einer flog übers Kuckucksnest, sondern die Schwarzwaldklinik für Punks. [Krischan Koch]

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                            Happy Burnout entpuppt sich nach beschwingtem Beginn aber als ziemlich oberflächliche Gag-Parade mit wenig gelungenen Anleihen an Einer flog über das Kuckucksnest. [Andreas Fischer]

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                              Letzte Woche gesneakt. Harz-4 fliegt von Hamburg ins Kuckucksnest. Nicht gerade mitreißend, aber wenigstens bleiben uns größere Peinlichkeiten erspart, was auch die Freigabe ab 6 Jahren erklärt.

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                                [...] Happy Burnout [bleibt] ohne Courage, ohne Dringlichkeit und vor allem ohne einen echten Plan. Der gesamte Film wirkt von seiner Tonalität total zerfasert [...]

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                                  Schade, schade, schade! Mehr kann ich dazu gar nicht sagen.
                                  Als ich vergangene Woche das erste Mal in einer Sneak-Preview war hatte ich mich eigentlich sehr gefreut, hatte mich gefragt, was da wohl auf mich warten würde.

                                  Als dann der Titel "Happy Burnout" erschien war ich gespannt, da ich von dem Streifen bisher nur den Trailer kannte und somit ohne jegliche Erwartung an den Film herantreten konnte.
                                  Die Grundidee, einen komplett entspannten dafür aber beruflich eben auch nicht eingespannten Protagonisten auf eine Gruppe überarbeiteter Charaktere treffen zu lassen, ist per se wie ich finde keine schlechte.
                                  Der Film beleuchtet dann im Laufe der Spielzeit die Hintergründe einzelner Fälle, lässt ideologische Standpunkte kollidieren, jedoch ohne jemals einen Ansatz zu finden.
                                  Weder wird die immer schneller werdende Gesellschaft kritisiert, noch wird der Fall "Burnout" facettenreich betrachtet.
                                  Am Ende bleibt nur ein Protagonist, der in der Lage wäre, etwas zu schaffen, es jedoch aus Faulheit nicht einsieht und damit auch noch durchkommt.
                                  Die Entwicklung, die er durchmacht wird für mich leider gar nicht deutlich, am Ende ist er immer noch derselbe Typ nur mit einer sich nicht aufbauenden Romanze und einer Art Eigenbestimmung. Der Weg dorthin wird leider nicht beleuchtet.
                                  Stattdessen versucht "Happy Burnout" möglichst lustig zu sein, bleibt dabei meiner Auffassung nach jedoch zu brav, wodurch er nie wirklich bissig wird, wodurch er nur in den wenigsten Fällen so richtig lustig wird, wie ich finde.
                                  Inhaltlich fasst man die Charaktere mit Samthandschuhen an und schafft nur einzelne melodramatische Schicksale aufgetischt.

                                  Happy Burnout ist einfach zu konsumieren, er eckt nicht an, er kritisiert nicht, er tut nicht weh.
                                  Und genau das ist meiner Meinung nach gleichzeitig das Hauptproblem und auch der Grund, warum er nicht eine niedrigere Wertung von mir erhält.
                                  Auf der einen Seite hat man zwar nicht den Eindruck, in einen Diskurs zu gelangen oder prächtig unterhalten zu werden, auf der anderen Seite wird der Film auch nie geschmacklos oder unangenehm.

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                                    Um weiterhin Hartz IV beziehen zu können, lässt ein »Sozialschmarotzer« seinen angeblichen Burn-out in einer Klinik therapieren. Unentschlossen zwischen Komödie und Drama pendelnde »Kuckucksnest«-Variation. [Frank Schnelle]

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                                      Melcon 22.04.2017, 11:26 Geändert 22.04.2017, 13:57

                                      Da sollte mir eigentlich schon wieder das Kotzen kommen, aber irgendwie lohnt sich selbst das nicht mehr. Deutsches Assi Kino beschäftigt sich mit zwei Dingen, die geradezu ein Spiegelbild der Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft sind. Armut und Entkräftung verpackt in den Begriffen wie Hartzer und Burn-out. Klar, anstatt diese Themen mal richtig anzugehen bekommt das dumme deutsche Schaf mal wieder einer dieser unsäglich platten Komödien geliefert. Wenn ich in diesem Land irgendwas mit Film, Tv, Musik oder sonstige Medien zu tun hätte, ich würde mich in Grund und Boden schämen daran teilzuhaben. Gerade deswegen bin ich wohl auch nicht dabei.

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                                        Gesehenen in der Sneak. Deutsche Filme sind und bleiben schlecht!

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                                        • 6 .5

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                                            Deutsche Komödien tun sich äußerst schwer. Woran liegt es? Man hat eine Idee. Geht damit einige Zeit schwanger und entschließt sich dann, daraus ein Drehbuch für einen Film zu machen. So geschehen wohl auch mit diesem Stoff.
                                            Er nennt sich Fussel (Wotan Wilke Möhring), ein Name übriggeblieben aus seiner Schulzeit. Doch seit dieser Zeit hat er einige Stationen in seinem Leben durchlebt. Alt-Punker, Systemverweigerer, Frauenheld und Lebenskünstler.
                                            Der Arbeit und auch sonst irgendwelche Nutzbringende Tätigkeit gekonnt aus dem Wege gegangen. Aus Überzeugung. Er ist bei seiner Arbeitsagentur der älteste und längste Harzer.
                                            Dank seinem Charme hat er die Sachbearbeiterin Frau Linde (Victoria Trauttmansdorff) bisher gekonnt um den Finger gewickelt und mit Erfolg jede Arbeitssuche vermieden.
                                            Doch eines Tages wird es ernst. Eine Revision im Arbeitsamt lässt beide aktiv werden. Ein Arbeitsunfähigkeitsattest bescheinigt ihm – BURNOUT! Folge, sofortige Einweisung in eine Klinik und Beginn einer stationären Therapie.
                                            Plötzlich findet sich der Chaot, zwischen echten Ausgebrannten und anderen Gestrandeten, wieder. Doch Fussel mit seiner unorthodoxen Art, fängt an den Klinikalltag gehörig aufzumischen und bringt frischen Wind in die Klinik.
                                            Auch die Psychologin Alexandra (Anke Engelke) kann sich dem nicht entziehen. Auch die übrigen Insassen leben spürbar auf. Doch je länger Fussel`s Aufenthalt dauert, desto mehr denkt er auch über sein Leben nach. Wird die Therapie ein Erfolg?
                                            Eine Geschichte nahe am täglichen Leben, vom Ansatz gut gemeint, aber in Wirklichkeit einfach schlecht umgesetzt. Der Regisseur Andre Erkau kann sich nicht entscheiden. Komödie oder Drama?
                                            Aus diesem Stoff hätte man mehr machen können, was der Beginn des Films auch zeigt. Leider zerfließt er später in Banalitäten.
                                            103 Minuten – leider in den Sand gesetzt.