Happy End - Kritik

Happy End / AT: Happy-End

FR/AT/DE · 2017 · Laufzeit 107 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 7
    NZZ 20.10.2017, 10:08 Geändert 20.10.2017, 10:08

    Dass sich die Protagonisten alle auf ihre Weise entfremden und verlieren, ist Ausdruck eines fundamentalen Scheiterns der Kommunikation – das zentrale Thema in Hanekes kinematografischem Kosmos überhaupt, der uns nun so schockierend wie intensiv erneut in seinen Bann zieht. [Björn Hayer]

    • 7 .5

      Da ist er wieder, der Marionettenmeister Michael Haneke, der die Gefühle und Reaktionen seines Publikums so geschickt zu leiten weiß. [Anke Leweke]

      • 6 .5

        Lange hält der Film die Konstellation mit nicht direkt einzuordnenden Ebenen und Perspektiven spannend. [Günter H. Jekubzik]

        • 7

          [Michael Haneke] wirft Beobachtungen hin, tupft das Familienbild fast beiläufig auf die Leinwand. Diese absichtsvolle Nachlässigkeit macht es dem Zuschauer schwer, in die Geschichte hineinzukommen. [Stefan Benz]

          • 6 .5
            RadioKoeln 12.10.2017, 11:47 Geändert 13.10.2017, 11:22

            In Happy End bleibt Haneke seinem Stil und seinen Themen treu und skizziert mit scharfer Beobachtungsgabe aus kühler Distanz die Abgründe innerhalb einer scheinbar ehrbaren Dynastie. [Heidi Reutter]

            1
            • 6 .5

              Mit seinen 75 Jahren poliert Haneke trotzig seinen Markenkern, lässt die Hüllen seiner Monster-Zeitgenossen fallen und sendet die Botschaft: schlimmer geht immer. [...] Für diese überklare Botschaft liebt man den österreichischen Menschensezierer, auch wenn er der Kraft der Wiederholung nicht allzu lange vertrauen sollte. [Alexandra Wach]

              • 5

                Der neue Film von Michael Haneke wirkt als hätte man alles schon einmal in seinen Filmen besser gesehen. Die Kargheit der Inszenierung und die unüberwindbare emotionale Distanz zu seinen Figuren machen es nicht leichter. [Hannelore Heider]

                2
                • 8

                  Der Untergang einer Bauunternehmersfamilie, von Michael Haneke als raffiniertes Spiel mit Verweisen aufs eigene Werk inszeniert: »Happy End« ist unerbittlich wie immer, aber farcenhaft leicht wie noch nie. [Georg Seeßlen]

                  • 5 .5

                    Alles an Happy End, von den Figuren, über die präzisen, kalten Bilder der Kamera bis hin zum zynischen Grundton ist unverkennbar Haneke, viele Momente überzeugen - und doch ist das Ergebnis diesmal deutlich weniger als die Einzelteile, die sehr vielen Einzelteile. [Michael Meyns]

                    • 5

                      Michael Haneke kehrt nach fünf Jahren nach Cannes in den Wettbewerb zurück mit einem sehr viel harmloseren Drama, das das Publikum wahrscheinlich spalten wird. [Deborah Young]

                      • 6 .5

                        Happy End ist womöglich der ultimative [Michael] Haneke-Film, aber fraglos nicht seine originellste Arbeit. Wollte man böse sein, könnte man sagen, dass dem österreichischen Kunstkino-Veteranen die Ideen ausgehen. Freundlicher könnte man von einer Quersumme seiner Karriere sprechen. [Andrey Arnold]

                        • 7

                          [Die Schauspieler] machen Happy End - der Titel ist wohl ironisch zu verstehen - zu einem Ensemblestück, in dem sogar Anflüge von schwarzem Humor zu erkennen sind. [Simon Eberhard]

                          • 7 .5

                            [Michael] Hanekes Art entspricht es, Schauspielerinnen wie Isabelle Huppert für seine Figuren zu engagieren. In vollendeter französischer Raffinesse beweist sie in Happy End wieder, dass sie mit den Mundwinkeln beherrscht, wozu andere einen Mittelfinger brauchen. [Wenke Husmann]

                            • 7

                              "Michael Haneke knackt den Code einer eher schrecklichen als netten Familie." [Michael Kienzl]