Harry Potter und der Gefangene von Askaban - Kritik

Harry Potter and the Prisoner of Azkaban

GB/US · 2004 · Laufzeit 141 Minuten · FSK 12 · Fantasyfilm, Horrorfilm, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
  • 8 .5

    Der 3. Teil war schon etwas spannender als die ersten beiden Teile! Trotzdem sind sie alle super!

    • 9

      [...] Die Harry Potter-Welt dehnt sich sprichwörtlich aus und zieht sich wieder zusammen, während alle Menschen in ihr wild herumgewirbelt werden. Schwindelerregend ist Harry Potter and the Prisoner of Azkaban im besten Sinne, denn nach zwei Abenteuern im Herzen von Hogwarts offenbart sich plötzlich ein ganzes Universum, dessen Geschichte mit erstaunlichen wie erschreckender Ereignissen aufwartet. Während sich heimlich ein Fenster zur Vergangenheit öffnet, stürzt sich Alfonso Cuarón durch Spiegel und Zeit, um das zu Entdecken, was sich auf der anderen Seite versteckt. Steven Kloves, der erneut als Drehbuchautor zurückkehrt, baut dabei geschickt die Mythologie aus, verbindet spielerisch das Erzählen mit dem Erklären und begeistert im gleichen Atemzug mit einer beachtlicher Effizienz, mit der er Informationen verarbeitet. Selbst wenn sich ein Teil der Handlung wiederholt, bleibt der Film in keiner redundanten Sackgasse stecken, sondern bewegt sich mit mitreißender Geschwindigkeit nach vorne. Ehe sich Harry versieht, umkreisen ihn die Planeten und ein Licht strahlt so hell, wie es noch nie zuvor in einem Harry Potter-Film auf der großen Leinwand zu sehen war. Nicht einmal der Mond, der bedrohlich von den unberechenbaren Gefahren kündet, die tief im Inneren der Figuren schlummern, kann diesem Strahlen trotzen. [...]

      5
      • Wird hier als Horror-Film gelistet xD

        • 9

          Mein persönliches Highlight der Reihe. Im Gefangenen von Askaban wird alles etwas düsterer, aber dies auf eine sehr sehr feine Art und Weise, die die magischen Momente nicht erstickt. Es ist sozusagen der Umbruch in der Reihe. Es wird Chris Columbus sicherlich nicht all zu sehr gefallen haben, dass er an der Stelle raus war, aber die Reihe brauchte einen Wechsel in der Bildwelt und ich bin mir nicht sicher, ob es mit Chris geklappt hätte.

          • 7

            Im dritten Teil der HP-Saga muss sich Harry Potter vor dem gefürchteten Mörder Sirius Black in Acht nehmen. Er ist Todesser, kürzlich aus Askaban geflüchtet und sein einziges Ziel ist es, Harry zu töten.
            Mit Gary Oldman und David Thewlis erhält die Filmreihe prominenten Zugang und schafft es zu überzeugen. Die Schauspieler sind etwas älter geworden und alles ist viel düsterer als zuvor. Schön anzusehen.

            1
            • 10

              Der dritte Teil ist weitaus düsterer als die beiden ersten. Hier wurde zur Umsetzung tief in die Trickkiste gegriffen, was sich wirklich gelohnt hat. Die schaurigen Dementoren waren ebenso überzeugend wie Gary Oldman in der Rolle des Sirius Black. Die kindlichen Haupt - und Nebendarsteller sind inzwischen älter geworden, haben an schauspielerischer Erfahrung dazugewonnen und liefern demzufolge noch bessere Leistungen ab als in den beiden ersten Filmen. Begeistert hat mich auch Michael Gambon als Albus Dumbledore und David Thewlis als sehr sympathischer Remus Lupin konnte sich auch sehen lassen.

              • 10
                PumaDAce94 19.04.2018, 15:57 Geändert 19.04.2018, 15:59

                Während ich zu anderen bekannten Franchises wie Herr der Ringe oder Star Wars nie einen Zugang finden konnte, war ich bei Harry Potter immer begeistert dabei.
                Wenn du es schaffst selbst einen wie mich zum Lesen von 800 Seiten dicken Schinken zu bewegen, dann hast du alles richtig gemacht.
                Der dritte Teil ist mMn der beste, da er im Grunde der erste teil der reihe ist, der wirklich spürbar düsterer daherkommt als seine Vorgänger, aufgrund der Dementoren und der ständigen Gefahr um Black, die dann hinten raus klasse aufgelöst wird.
                Auch die Hauptcharaktere sind inzwischen natürlich etwas älter geworden und fangen an, wirklich klasse Leistungen abzuliefern, insgesamt wesentlich mehr Tiefgang als in den ersten beiden teilen.
                Ansonsten waren eigentlich bis auf den 6. Teil alle Filme der Reihe mMn sehr gut und absolut sehenswert.

                2
                • 6 .5

                  Den bereits im Vorgänger aufkommenden, und logischerweise den Vorlagen geschuldeten, düsteren Grundtenor intensiviert "The Prisoner of Azkaban" weiter, bereichert die Reihe aber darüber hinaus mit vielen klugen Entscheidungen. Cuarón lässt den Schauspielern grundsätzlich mehr Zeit, indem er Einstellungen schlichtweg länger laufen lässt, statt sie wie die Vorgängerfilme andauernd mit Reaction-Shots oder Stellvertreter-Staunen zu malträtieren. Das entspannt den Film nicht nur rein strukturell, sondern spielt vor allem den jungen Schauspielern zu, die hier nochmal einen deutlichen Sprung im Vergleich zu den Vorgängerfilmen machen. Mit Professor Lupin (verkörpert vom wundervollen David Thewlis) kann der Film zudem eine der interessanteren Figuren des Potter-Kosmos inszenieren und gibt diesem folgerichtig viel Raum. Dessen Konfrontation mit seinen eigenen Dämonen koppelt sich dabei sinnig mit den aufkommenden adoleszenten Ängsten seiner Schüler. Dass das wendungsreiche Finale diesen erst zum Bösewicht und dann zur tragischen Figur umdichtet, erscheint da nur logisch. Dass auch „The Prisoner of Azkaban“ - wie jeder andere Twist-intensive Film - mit jeder neuen Sichtung (spätestens nach der zweiten) eher verliert, denn gewinnt, liegt wohl einfach in der DNA der Geschichte, die immerhin den gröbsten Zeitreise-Paradoxien gekonnt aus dem Weg geht.

                  4
                  • 7 .5

                    Als Teenager habe ich die Bücher im Feuereifer verschlungen und jeden neuen Film mit Spannung erwartet. Bei dem Gefangenen von Askaban wurde nun Chris Columbus von Alfonso Cuarón abgelöst und den frischen Wind merkt man diesem Teil ganz besonders an. Ganz allgemein würde ich sogar behaupten, dass es sich hierbei um den inszenatorisch kreativsten Teil der Reihe handelt.

                    Immer wieder finde ich es erstaunlich, wie Steve Kloves es schafft die unglaubliche vielfältige Welt von J. K. Rowling Büchern in ein Drehbuch zu pressen. Natürlich findet es jeder Fan der Bücher schade, dass bestimmte Teile ausgelassen werden. Speziell der ersten Hälfte des Films merkt man an, dass man zügig durch die Handlung hasten muss. Viele Charaktere kommen dabei leider viel zu kurz. Figuren, wie Dumbledore, Hagrid, McGonagall oder auch Malfoy sind nur noch da, um die Welt auszufüllen, werden aber selbst kaum Teil der Handlung. Das ist sehr schade. Ich bin der Meinung, dass man in der heutigen Zeit die Bücher als ganze Staffeln einer Serie verfilmen würde. Für mich wäre das ein war gewordener Traum (mit genau diesem Cast).
                    Dafür nimmt sich der Film die gesamte zweite Hälfte viel Zeit für die Zeitreisegeschichte, die geschickt erzählt wird. Ich finde es erstaunlich, wie besonders dieser Teil es schafft Spannung zu erzeugen. Gibt es doch verhältnismäßig wenig Action und keinen wirklichen Antagonisten, denn das ist das einzige Jahr, in welchem Voldemort nicht in irgendeiner Form in Erscheinung tritt. Stattdessen wird besonders die großartige Figur des Sirius Black toll eingeführt. Überhaupt zeigt sich in diesem Teil einmal mehr das perfekte Casting der Figuren. Gary Oldman ist kaum zu erkennen und spielt toll, aber auch Emma Thompson und David Thewlis schaffen es ihren Charakteren eine einzigartige Präsenz zu verleihen. Michael Gambon liefert eine eigene etwas komödiantischere Version des Albus Dumbledore, als noch der leider verstorbene Richard Harris.
                    Einzig muss ich bemängeln, dass mir einige komödiantische Einlagen nicht besonders gefallen. Was zum Beispiel sollten diese merkwürdigen Szenen im Fahrenden Ritter?
                    Auch der alt bekannte Cast, rund um Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Alan Rickman, Robbie Coltrane, Tom Felton oder Maggie Smith passt zu den verkörperten Figuren wie die Faust aufs Auge.
                    Alfonso Cuarón verleiht dem Franchise seinen ganz persönlichen Stempel. So ist dieser Film erstmals deutlich düsterer und erwachsener (FSK 12!), was meiner Ansicht nach gut ist. Außerdem merkt man hier, dass ein Regisseur am Werk ist, der gerne kreativ arbeitet und sich mehr Freiheiten herausnimmt. Es wird nicht mehr die Handlung der Bücher rein formal nachvollzogen. Die Kamera bietet einige tolle Fahrten. Ich denke da zum Beispiel an die Unterrichtsstunde in Verteidigung gegen die dunklen Künste, welche in sehr langen Takes gedreht ist und den Anschein erweckt, als würde sie komplett im Spiegel stattfinden. Man erinnere sich außerdem an die Heulende Hütte, welche sich durch die vielen minimal drehenden Bewegungen der Kamera zu bewegen scheint. Als verbindendes Element zwischen verschiedenen Szenen dient die peitschende Weide im Wandel der Zeit, welche verschieden interpretiert werden kann. Solche kreativen filmischen Mittel habe ich in den anderen Teilen vermisst.
                    Die gesamte Aufmachung ist, wie in allen Filmen sehr wertig. Auch wenn die Effekte aus heutiger Sicht in einigen Einstellungen schon etwas überholt wirken, so waren sie im Jahre 2004 auf dem neuesten Stand. Sämtliche Kostüme und Szenenbilder sehen fantastisch designt aus und beleben die Welt ungemein.
                    Abschließend ist natürlich noch der famose Score von Altmeister John Williams zu erwähnen. Auch er wandert seinen Stil gegenüber den ersten beiden Teilen etwas. passen zur Regiearbeit wird er experimentierfreudiger und deutlich verspielter, aber auch dunkler.

                    Für mich also definitiv einer der besten Filme der Franchises. Auch wenn es sich natürlich nicht um ein filmisches Meisterwerk handelt, so dürfte sich doch jeder, der auch nur halbwegs etwas mit Fantasy anfangen kann, durch den Streifen gut unterhalten fühlen. Wieder dürfen wir in eine ganz eigene Welt eintauchen, die dieses Mal dank der Regiearbeit von Alfonso Cuarón deutlich dunkler und eigenständiger ist. In diesem Sinne: "Missetat begangen!"

                    • 4 .5
                      Serienchiller 18.02.2018, 23:42 Geändert 19.02.2018, 01:55

                      Nachdem ich kürzlich noch einmal die Reihe in Hörbuch-Form erlebt habe, wollte ich mal schauen, ob mein merkwürdig schlechtes Bild der Filme, die ich bisher jeweils nur einmal gesehen hatte, noch Bestand hat. Da Viele sagen, der dritte Film soll der beste der Reihe sein, habe ich mit ihm begonnen. Und ich kann gleich vorweg nehmen: Meine Meinung zu den Filmen ist nicht besser geworden, im Gegenteil.

                      Problem 1) ist die ständig gehetzte Handlung. Natürlich ist mir klar, dass man im Gegensatz zu einer Buchvorlage immer stark kürzen muss. Das sollte aber in der Form geschehen, dass man Szenen weglässt und sich dafür für andere Szenen Zeit nimmt. Dieser Film nimmt aber dutzende sehr knapper Szenen und Dialoge und reiht sie einfach lose aneinander. Das führt dazu, dass gefühlt ständig alle Schauspieler miteinander reden, ohne jemals Pausen zu machen oder (als Charakter) kurz nachzudenken. Man könnte ihnen gleich gestatten, dass Script beim Spielen in der Hand zu halten, so unnatürlich und aufgesetzt wirken die Dialoge teilweise.

                      Problem 2) sind Verschlimmbesserungen zur Buchvorlage. Jeder Regisseur soll seine Freiheit gerne ausleben dürfen, aber man sollte mit der Vorlage und seinen Figuren doch wenigstens respektvoll umgehen.
                      Warum wird Tom, der Gastwirt des 'Tropfenden Kessels', (der in der Buchvorlage zwar als "zahnlos" beschrieben, ansonsten aber nicht dumm oder stumpfsinnig gezeichnet wird), hier zu Dr. Frankensteins Helfer gemacht, der Harry ständig schubst und angrapscht und wenn er lacht so klingt, als ob sich Geralt von Riva der Sache annehmen sollte?
                      Warum lacht Lupin, als Nevil ihm sagt, dass er am meisten Angst vor Professor Snape hat? Im Buch wird explizit gesagt, dass die Klasse lacht, Lupin aber eben nicht. Er runzelt vielmehr die Stirn darüber, weil er sich fragt, was Professor Snape in seinem Unterricht tut, dass Neviel solche Angst vor ihm hat. Der Film-Lupin wirkt verglichen damit nicht gerade sehr helle und nachdenklich. Warum lässt man einen Filmcharakter genau das Gegenteil von dem Buchcharakter machen, wenn dieses Gegenteil auch noch völlig mit dem Charakter bricht, den man dem Zuschauer zeigen will?
                      (Ich erinnere mich an die berühmte Szene aus Teil 4, als Dumbledore Harry fragt, ob dieser seinen Namen in den Feuerkelch geworfen hat. Im Buch steht "fragte Dumbledore ruhig/ bzw. "calmly" im Englischen. Im Film rennt Dumbledore außer sich auf Harry zu und schüttelt ihn, als ob dieser "Dumbledore+Grindelwald: es ging immer um den Stab" an die Schlossmauer geschrieben hätte.)
                      Warum tun die Harry Potter Filme das? Das ist ja nichtmal nur ein Ignorieren der Vorlage, sondern eine bewusste Um- bzw. Abkehr. Ich sehe darin keinen Sinn, außer, dass die gut geschriebenen Charaktere unglaubwürdig und inkonsistent werden.
                      Und dann noch die Szene als Harry Quidditch spielt und die Dementoren ihn fliegend jagen...Actionszenen in allen Ehren, aber was wäre Dumbeldore für ein Schulleiter, wenn er Dementoren an seiner Schule dulden würde, obwohl sie in der Luft Schüler jagen und fast umbringen? Im Buch kommen sie ins Stadion, weil Black dort ist, aber sie greifen niemanden an. Harry wird nur aufgrund ihrer Präsenz ohnmächtig. Und das reicht schon, damit Dumbledore ausrastet. Aber dass sie wie im Film völlig freidrehen und angreifen, wen sie wollen, wann sie wollen - ich denke, das könnte dem Schulleiter und vielen Eltern der Schüler dann doch etwas zu weit gehen und auch die Wiederwahl Fudges gefährden...

                      Problem 3 ist das merkwürdige Under- oder Overacting der jeweiligen Charaktere. Wenn Harry, Ron und Hermine im Bild sind, ist meist Ersteres der Fall. Vor allem dem guten Daniel Radcliffe nehme ich 50% seiner Sätze nicht ab. Seine Bewegungen und Sätze wirken meist so offensichtlich auswendig gelernt und gleichzeitig unsicher, dass es so aussieht, als hätte der Regisseur aus Zeigründen hin und wieder direkt den ersten Cut einer Szene behalten müssen. Rupert Grints einzige Aufgabe scheint es zu sein, bei jeder möglichen Gelegenheit sein lustiges *hihi giggel giggel* Angst-/Panikgesicht aufzusetzen. Emma Watson macht noch den besten Job des Trios.
                      Overacting kommt immer dann zu tragen, wenn Thewlis und Oldman die Bühne betreten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die beiden spielen, in meinen Augen, eher wie Theater-, nicht wie Filmdarsteller. Jede Gestik wirkt übertrieben groß, jede Emotion sofort gewaltig, ohne sich zunächst zu steigern. Die ansonsten reichhaltig vorhandene Kreativität des Regisseurs scheint bei der Darstellung von vermeintlich Verrückten ihre Grenzen zu finden, abgesehen von "nunja...die äh...ich weiß auch nicht...schreien...?". Schon auf den Fahndungsplakaten tut Sirius nichts anderes als schreien.
                      Natürlich wird auch davon in den Büchern nichts erwähnt. Es passt auch wiedermal absolut nicht zu Siruius' Charakter. Er lacht, als er verhaftet wird, weil er es nicht fassen kann, dass Peter mit seinen Taten davon kommt, er ist immer komplett ruhig in Azkaban und auf den Fahndungsplakaten schaut er nur düster. Warum sollte so ein Charakter plötzlich in alle Richtungen brüllen, während er sich dreht wie ein Wetterhahn, wenn bei der Verhaftung Fotos von ihm gemacht werden? Das würde höchstens Sinn ergeben, wenn Peter selbst die Fotos schießt.
                      Stichwort: Als Peter von Sirius und Lupin von einer Ratte in einen Menschen zurückverwandelt wird, empfand ich in den nächsten Minuten unfreiwillige Komik anstelle der eigentlich gewollten Dramatik. Lupin und Sirius springen hier hin und dort hin und fuchteln mit ihren Zauberstäben herum wie Muggel, die denken "so schwer kann das ja nicht sein, das mit dem Zaubern kann ich auch".
                      Das traurige Highlight des Ganzen findet sich in dem Versuch Peters wegzulaufen, woraufhin Sirius und Lupin jeweils einen Arm von ihm festhalten und ihn zurückstoßen. Er ist kleiner als sie und hat nicht einmal Anlauf, aber die beiden "ringen" unter größten Anstrengungen mit ihm, damit er nicht "durchbricht"...es sieht in dem Fall einfach albern aus und wirft erneut die Frage auf, ob das wirklich schon der beste Take war und wie dann die anderen ausgesehen haben müssen. Und dazu wechseln Lupin und Sirius ihre Emotionen auch noch so rasant wie Ampelanlagen das Licht. Bei den beiden Filmcharakteren könnte ich die geistige Unversehrheit definitiv nicht so beruhigt beglaubigen wie bei den Buchcharakteren.

                      Fazit: Ich glaube, jemand, der die Bücher nicht kennt, bekommt hier einen guten, wenn auch für ihn/sie öfters leicht verwirrenden Film serviert. Die Bildsprache des Films ist kreativ und interessant und die Musik sehr atmosphärisch. Kennt man allerdings die Bücher, wird es manchen so gehen wie mir: Man fragt sich, warum diese oder jene Entscheidung für den Charakter, den Dialog oder die Szene getroffen wurde. Nicht, weil irgendwas im Vergleich zu den Büchern fehlt (also schon, aber das ist eben normal), sondern weil teilweise scheinbar bewusst die Vorlage ins Gegenteil verkehrt wird. Und das hilft niemanden. Nicht-Leser nehmen es nicht wahr, außer, dass sie unbewusst die Charaktere vielleicht weniger sympathisch finden, als sie es könnten, und Leser sind von diesen Entscheidungen enttäuscht. Aufgrund der gehetzten Präsentation, des unglaubwürdigen Actings und des bewussten Ignorierens des Vorlage ohne Grund, vergebe ich also am Ende nur 4,5 Sterne. Das Buch würde jederzeit eine 10 bekommen.

                      1
                      • 9

                        Menschen die diesen Film sehen muß man von vornerein in zwei Gruppen spalten: diejenigen die das Buch kennen und diejenigen die das nicht tun. Die Letzteren dürften es mit dem Film etwas leichter haben: sie bekommen einen spannenden und sehr düster geratenen Fantasy-Film geboten mit ein paar kongenialen Pointen die das letzte Drittel einleiten. All die andern Leute die eben die Vorlage (und somit auch die Auflösung) kennen konzentrieren sich wahrscheinlich darauf wie viel aus dem Buch ins bewegte Bild rübergerettet wurde – und werden auf so manche Kritikpunkte stoßen.Man muß fair sein: der dritte Band ist gute 150 Seiten dicker als sein Vorgänger (der immerhin fast 160 Filmminuten ergab), dass dabei zwangsweise so einiges auf der Strecke bleibt ist ja unvermeidlich. Ich finde aber dass man dies gar nicht so übel gemacht hat: man legte das Hauptaugenmerk einfach auf die Handlung und insbesondere auf das letzte Stück. Ohne zuviel zu verraten: das spannende letzte Drittel spielt komplett an einem Abend, und eben die dort stattfindenden Ereignisse rekonstruiert der Streifen relativ exakt, dafür iwrd all das vorherige (was laut Buch immerhin über einen Zeitraum von einem Jahr stattfindet) radikal zusammengestrichen.Am allerübelsten trifft es die Nebenrollen: schon im zweiten Film wurden einige auf ihre nötigsten Auftritte reduziert, aber hier erwischt es nahezu alle. Dumbledore, Draco, die Weaslys, Snape, Hagrid, Harrys Mitschüler und vor allem McGonagall – sie alle erledigen nur die unvermeidlichsten Szenen was so manches Mal ziemlich lieblos wirkt. Ebenso gibt es zahlreiche Stellen wo der „normale“ Zuschauer eine Szene sieht während der Buchkenner jede Menge wichtige kleine Insiderwitze und Details dahinter erkennt die aber dem normalen Zuschauer verborgen bleiben (z.B. die Szene in der Harry von Rons Brüdern eine magische Karte erhält, wenn dort Worte wie „Wurmschwanz“ oder „Tatze“ fallen hat der Buchkenner ein wissendes Lächeln parat). An manchen Stellen ist es aber doch ärgerlich: in dem Moment wo Harry Sirius Black zum ersten Mal gegenüber steht findet im Buch ein gut 50 Seiten langer Dialog statt der alles Hintergründe aufdeckt und bekanntes vertieft, im Film wird all das auf gut 3 Minuten gestaucht – geht dramaturgisch und zeitlich sicherlich nicht anders, hat aber den Effekt dass das ganze etwas „oberflächlich“ bleibt. Letztlich, was ebenfalls fast komplett fehlt ist das tägliche Leben in Hogwarts selbst – all die kleinen putzigen Ideen die Rowling im Buch so hat um den Alltag in der Schule rüberzubringen fehlen komplett, und – ironischerweise – fehlt damit ein wenig der „Zauber“.Trotzdem, nach all dem Gejammere komme ich nicht umher den Gefangenen von Askaban uneingeschränkt zu empfehlen. Sicher, die Handlung ist düsterer und mit deutlich weniger Humor ausgestattet, dafür mit den gewohnten Darstellern und allen zurückgekehrten Nebenrollen (eben außer dem verstorbenen Richard Harris), dazu gibt’s hervorragende Neuzugänge mit Berufsfiesling Gary Oldman, der schrulligen Emma Thompson und natürlich David Thewlis (unglaublich das mir „Dragonheart“ Schurke David Thewlis mal so sympathisch sein würde) und die Effekte sind auf höchstem Niveau und die Handlung ist zwar wie x-mal erwähnt reduziert, schafft es aber sehr wohl nahezu alle Pointen und Kniffe und Überraschungen des Buches herüberzuretten (von denen die Vorlage so einige besitzt). Fazit: Grandioses Fantasyspektakel voller cleverer Idee, Effekten und Wendungen – superspannend, dafür nicht mehr so humorvoll und federleicht wie die Vorgänger!

                        • 6

                          Wie die Bertie Botts Bohnen mit Geschmacksrichtung "erbrochenen" kann ich den dritten Part der Zauberer Verfilmung nicht ausstehen, so wie Voldemort Harry Potter der hier null Timeline bekommen, beziehungsweise nicht den Weg in irgendeiner Form in die Magier Welt gefunden hat um Harry das Leben schwer zu machen. Mir fehlt einfach Voldis einmischen in Harrys Schuljahr viel zu sehr. Viel mehr sind jetzt die dunklen Anhänger die eigentlich nicht dem dunklen Lord ergeben sind auf der Jagt nach Harry oder auch nicht. Hier entfaltet sich einfach kaum etwas und der Spannungsbogen reißt nur manchmal wirklich richtig ein. Das Kindlichen Image nimmt hier einfach nicht ab, auch wenn der richtig düster wird besonders wegen dem Dementoren und das ist der große Fehler gewesen. Meine Seele wurde wirklich aufgefressen als ich mir das angeschaut habe und auch nach den ganzen Jahren bei meinem Marathon nimmt das einfach nicht ab. SCHAUSPIELER sind außerdem nicht so authentisch in ihren Emotionen wie das immer so angepriesen wird viel mehr wirkt alles aufgesetzter als man denkt und wenn Ron vor sich hin heult mit der Steinharten Überzeugung "Das das Bein amputiert werden muss, dann aber Halleluja. Eigentlich würde man ja denken ich würde mit schwimmen für den der Masse besten Potter Movie, doch das wage ich mich nicht den meiner Meinung muss einfach true sein egal wie sehr ich Harry Potter liebe.

                          So genug ausgeheult denn so schlecht ist es auch wieder nicht, denn der Moment als Krätze auf Flucht und Ron alles in seiner Macht stehende unternimmt um seinen haarigen Freund wieder in seine Arme schließen zu können sind bis zum einbrechen der Nacht über Hogwarts wirklich 15 Minuten ganz großes Kino mit einem sehr guten Gary Oldman als Sirius Black und einer von Alan Rickman alias. Severus Snape wenn auch viel zu kurz besten Szenen überhaupt. Der Zeitschleifen effect im Nachhinein war auch ganz cool, aber meilenweit davon entfernt Oscareif zu sein dafür ist es nicht ausgeklügelt genug wie beispielsweise die Sache mit den Horkruxen oder den Pokal der sich als Port schlüssel zum verlassenen Friedhof wo Voldemort sein Comeback feiert herauskristallisiert. Nicht vergessen möchte ich auch Remus Lupins einschneidende Verbindung zu Harrys Eltern sehr tiefgehend die Dialoge zwischen ihm und Potter, genau wie wenn Sirius in Harry einen Hoffnungsfunken aufleuchten lässt wie er bei ihm.

                          Joanne K. Rowling alles kein disrespect an sie ich rechne ihnen das alles ganz hoch an und man hat auch sehr viele gefunden die den dritten als den besten der Reihe lieben gelernt haben.

                          6 von 10 eiskalten Dementoren Küssen für den Gefangene von Askaban

                          5
                          • 7 .5

                            Es liegt auf der Hand, dass der spätere Regisseur von Children of Men und Gravity mehr inszenatorische Argumente aufweisen kann als jemand der Prince of Persia, Percy Jackson oder Legend of Tarzan gedreht hat. Zum Zeitpunkt von Harry Potter Teil 3 war Alfonso Cuarón jedoch noch ein wesentlich unbeschriebeneres Blatt also heute. Dennoch überbietet er mit Der Gefangene von Askab...
                            ----------------------------------weiterlesen auf The Blog Cinematic-------------------------------------------
                            Visit: https://theblogcinematic.wordpress.com/2017/10/06/harry-potter-der-gefangene-von-askaban-und-cuarons-magische-kamera/

                            2
                            • 3 .5
                              RoylesPika 18.09.2017, 12:33 Geändert 18.09.2017, 12:48

                              Neben dem Halbblutprinzen der HP-Teil, der am wohligsten auf seine Vorlage scheißt.

                              Viel Filmlaufzeit, die man für Buchinhalt hätte nutzen können, wird einer Anreihung sinnloser Slapstick-Szenen geopfert (Fahrender Ritter-Szene). Elementare Storyelemente werden ausgelassen oder verändert, sodass ein reiner Filmbetrachter wohl am Ende der Filmreihe auch keine Ahnung von der Geschichte der Rumtreiber haben wird.
                              Besonders schlimm finde ich jedoch das teils reformierte Design des Films. Alles ist jetzt düster und trist (oh wir HP-Filme sind jetzt so erwachsen geworden). Das Hogwarts-Gelände wurde KOMPLETT verändert (fällt den dummen Filmguckern sowieso nicht auf). Das Tragen von Schuluniformen ist hier auch eher überbewertet. Fucking FLIEGENDE Dementoren, ich kotz' gleich. Remus Werwolfform entspricht in keinster Weise der Buchvorlage und ergibt in Hinblick auf die Vorgeschichte der Rumtreiber auch keinen Sinn.
                              Im Allgemeinen ist der Film eine Anhäufung von veränderten Details, die einfach nicht nötig gewesen wären. Ich meine warum Gott zum Henker hatte Parvati ne Riesenschlange zum Irrwicht? Warum nicht einfach die verfickte Mumie, wie in der Buchvorlage, es hätte KEINEN scheiß Unterschied gemacht!
                              Dazu muss man noch sagen, dass Oldman und Thewlis zwar talentierte Schauspieler sein mögen, zu ihren Rollen dennoch nicht passen, da Black und Remus unter anderem gerade mal 33 in der Buchvorlage sind. Außerdem übertreiben es beide Schauspieler teils in ihrem Over-Acting, sodass Black wie ein durchgeknallter, dummer Penner daherkommt, der er nicht war.
                              Jeder Regisseur hat bei einer Buchverfilmung das Recht auf Änderungen und eigene Interpretation, allerdings sollten diese der Logik nicht schaden und auch einen Nutzen haben, den ich hier aber nicht erkennen kann.

                              2
                              • 7

                                Severus Snape vergisst im Angesicht des Werwolfs von einer Sekunde auf die nächste seinen Hass auf Harry, Ron und Hermine und stellt sich schützend vor die Kinder.

                                https://www.youtube.com/watch?v=-agTClDfpcQ

                                Für mich eine der bemerkenswertesten Szenen des Films, eigentlich sogar der gesamten Reihe! Eine perfekte Charakterisierung innerhalb einer einzige Szene, ein perfektes Foreshadowing, obwohl es Band 6 & 7 zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zu lesen gab. Wahrscheinlich hat J.K. Rowling Alfonso Cuarón und Steve Kloves hier etwas zugeflüstert^^

                                6
                                • 10
                                  albi1211 23.08.2017, 11:33 Geändert 23.08.2017, 11:45

                                  "Hermione got there first - SMACK!
                                  She had slapped Malfoy across the face with all the strength she could muster"

                                  Wie kann es sein, dass ein armer Junge der wenige Monate zuvor noch einen traumatischen Hippogreifen Angrif nur knapp überlebt hat, sich von einer Muggelstämmigen, aufgrund der Tatsache dass der Täter der Ihn verletzt hat endlich Bestraft wird und er erleichterung empfindet, geschlagen wird.

                                  • 7 .5

                                    Der dritte Film der "Potter"-Filmreihe ist dank Regisseur Cuarón düsterer, spannender und erwachsener gestaltet.

                                    • 9

                                      Parallel lese ich im Moment die Bücher wieder und der dritte Potter ist filmisch so gut gelungen, dass ich den Film sogar besser finde als die Vorlage. 9 Punkte für alle magischen Geschöpfe.

                                      3
                                      • 6 .5

                                        >>> Achtung!!! Enthält Spoiler!!! <<<
                                        Ein weiterer Potter, der bei mir nicht so recht zünden will. Dabei lässt sich gegen die Umsetzung und die Inszenierung nicht viel sagen, die Produktion ist hochwertig, technisch ausgereift und phantasievoll. Die vielen Kleinigkeiten sind liebevoll ins Detail ausgearbeitet, gerade von der Optik her lässt der Film kaum Wünsche offen. Diese eigentlich das Beste an daran, hielt mich bei der Sichtung lange bei Laune. Darauf wurde hier offenbar großes Augenmerk gelegt und ich muss sagen, dass sich der Aufwand durchaus gelohnt hat. Die mitunter düsteren und schaurig-schönen Schauwerte hätten in einem „herkömmlichen“ Mysteryfilm ebenfalls ganz gute Figur gemacht.
                                        Was mir jedoch nicht zugesagt hat, waren die zerfransten Handlungsebenen. Die Hauptebene mit dem Gefangenen gab wohl zu wenig her, weswegen Rowling einige Nebenschauplätze etablierte, wodurch die Handlung in ihrer Gesamtheit zwar ziemlich aufgefettet wurde, sich bisweilen jedoch in den Nebenschauplätzen verlor. So braucht es zB. am Anfang doch ein wenig, bis die eigentliche Handlung angelaufen war und auch dann gab es etliche eigentlich nicht wichtige Nebenschauplätze. Dabei hätte es diese meiner Ansicht nach nicht unbedingt gebraucht, die Überlänge wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Eine Straffung hätte den Streifen auf „normale“ Spielfilmlänge geschrumpft, was dem Machwerk auf jeden Fall gut zu Gesicht gestanden wäre.
                                        Interessant jedenfalls das Auftauchen der Dementoren vor der Schule. Diese sind für mich ein Hinweis auf die zunehmende Stärkung der Sicherheitsbehörden und deren Einfluss auf den öffentlichen Raum. Wie die Schüler muss auch der Bürger zunehmend Einschränkungen in Kauf nehmen und verstärkt Vorsicht walten lassen, haben doch die Mühlen der Justiz bereits die eine oder andere Existenz vernichtet. Eine kalte und autoritäre Auslegung der Gesetze, die zunehmend weniger Rücksicht auf die Begleitumstände nimmt und die Regelungen akkurat und reaktionär einhält, dabei kaum Rücksicht auf Verluste nimmt, diese als Kollateralschäden einfach hinnimmt. Ob das tatsächlich in dieser Form intendiert ist kann ich nicht sagen, ein interessanter Kontext ist es jedoch allemal.
                                        Die Darsteller wie in den anderen Teilen auch recht ansprechend, vor allem Alan Rickman hat mir sehr gefallen. Aber auch Gary Oldman in seinen wenigen Szenen ebenso glaubwürdig wie David Thewlis. Einen besonderen Auftritt hatte auch Timothy Spall - einer meiner Lieblingsschauspieler, seine Wandlungsfähigkeit ist immer wieder verblüffend.
                                        Fazit: Für eine einzige Sichtung absolut in Ordnung, die Optik hält einen da ganz gut bei Laune. Die Handlung an sich für mich wie gesagt zu sprunghaft, wahrscheinlich ist der Streifen für ein anderes Publikum gemacht als mich. Technisch hochwertig und auch von den Machern gut inszeniert und gespielt, bleibt der dritte Potter aber von der Handlung her eher schwach und blass. Da jedoch die Stärken überwiegen vergebe ich eine solide sechseinhalb.

                                        2
                                        • 8

                                          Hatte ich noch ganz gut in Erinnerung von damals.
                                          Die Story ist wieder interessant und spannend.
                                          Besonders die kleine Zeitreise fand ich ganz abwechslungsreich und genial.
                                          Eine gelungene Fortsetzung :-)

                                          • 8
                                            VinniVega73 06.05.2017, 22:43 Geändert 02.06.2017, 15:58

                                            Klare Steigerung zu den ersten beiden Teilen.

                                            Es wird wieder ein wenig düsterer und das ist gut so.
                                            Dementoren,viel Regen düstere Bilder und noch immer gut in Szene gesetzt.
                                            Dazu noch David Thewlis und leider mit wenig Screentime Gary Oldman lohnt sich allemal.
                                            Sirius Black kam mir zu kurz...denn der Charakter schafft einiges an Metern vom Interesse hier.
                                            Michael Gambon ist kein Ersatz für Richard Harris...aber der ging leider von uns.
                                            Viele neue Elemente beleben die Reihe und die 141 Minuten verfliegen im Nu.

                                            3
                                            • 8
                                              M.L.H 13.04.2017, 15:30 Geändert 13.04.2017, 20:46

                                              Inszenierte Regisseur Chris Columbus die ersten beiden Streifen noch als familientaugliche Abenteuerfilme, so entwirft Alfonso Cuarón den dritten Teil der Reihe als düstere, dauerverregnete Fortsetzung, die alleine in der ersten halben Stunde mehr Horrorelemente besitzt als beide Vorgänger zusammen. Von der kindlichen Magie ist wenig zu spüren - Harry Potter wird erwachsener, das zeigt sich auch in Michael Gambons Darstellung des Albus Dumbledore, der immer noch Richard Harris Schelm darstellt, seine Fassung des weisen Zauberers jedoch eine Spur härter interpretiert und dem deutlich sparsameren Einsatz des märchenhaften John Williams-Soundtrack. Letztendlich gelingt es Cuarón, nach einer stimmigen aber etwas vor sich her pläschernden ersten Hälfte, gegen Ende die Zügel anzuziehen und in einem wendungsreichen und - mit Ausnahme des Werwolfes - gut getricksten Finale, in der das Staraufgebot voll aufspielen kann, den Zuschauer zu fesseln. Da ist die nicht komplett durchdachte Zeitreisegeschichte zu verzeihen. Fazit: Die Magie fehlt, aber dank der unterhaltsamen, düstereren (mitunter sogar ironischen) Inszenierung gelingt die Übertrumpfung des Vorgängers - um Teil 1 zu überbieten hätte es jedoch mehr Magie gebraucht.

                                              • 9
                                                TommyBarin 23.02.2017, 22:29 Geändert 08.03.2017, 11:43

                                                (Keine Spoiler)

                                                'Harry Potter und der Gefangene von Askaban' gilt vielen Fans des jungen Zauberlehrlings, als bestes Buch der Heptalogie und wurde im Jahr 2004 von Alfonso Cuarón mehr als gelungen verfilmt.
                                                Harry hat seine ersten zwei Jahre in Hogwarts überstanden und verbringt sein letztes Jahr in vermeintlicher Ruhe, bevor die Pubertät und auch Voldemort entgültig zu -bzw. zurückschlagen. Als Harry Potters Verwandte an einem Abend Besuch von Tante Marge erhalten, läuft jedoch alles schief und Harry steht vor großen Problemen.
                                                Alfonso Cuarón gelingt es mit der Verfilmung des dritten HP Buchs ein kleiner Geniestreich. Anstatt blind die Arbeit des etwas überforderten Chris Columbus aufzugreifen, verschafft er der Reihe den nötigen Neuanstrich. Das Setdesign wurde aufgrund seines Einflusses ein wenig verändert und unnötige prototypische Gimmicks der vergangenen beiden Filme wurden entfernt. Stattdessen ließ er Hogwarts zum Leben erwecken, in dem er die Welt des Harry Potter, dem Buch gerecht, visuell neu gestaltete. Alles in enger Zusammenarbeit mit JK Rowling (was man den Extras entnehmen kann).
                                                Die metaphorische Bildsprache von Cuarón verleiht der Geschichte um Harry Potter so viel Gewicht, dass die Bedeutung des Buches ganz klar einen optischen Unterstrich erhält. Beeindruckende Aufnahmen von der Landschaft ums Schlossgelände, werden von Cuarón spielend in die Handlung integriert und sorgen für ein monumentales Leinwanderlebnis.
                                                Doch auch die Figurenzeichnung wird intensiviert und die innere Zerrissenheit eines ehemals vereinsamten Jungen wird einem immer deutlicher. Doch dies ist sicherlich auch der hervorrangenden Vorlage geschuldet.
                                                Fazit: Nicht nur der beste Film aus der achtteiligen Reihe, sondern auch einer der besten Fantasyfilme aller Zeiten.

                                                4
                                                • 6

                                                  So langsam aber sicher entwickelt sich die Reihe. Wird Erwachsener, aber noch nicht reifer.
                                                  Das merkt man daran das sich der look ändert und auch das Kinderschuh Alter wird abgestreift und die Freigabe verdoppelt sich von 6 auf 12.
                                                  Dadurch resultiert sichtlich mehr Spielraum in Sachen Gruselfaktor. Und der neueste Regisseur der Reihe (Alfonso Cuaron) der ja Jahre später mit dem Streifen (Gravity) nur so mit Oscars überhäuft wurde, durfte die Regie für den dritten Potter Part übernehmen.
                                                  Dabei geht es gewohnt los, Harry sitzt im Haus der buckligen Verwandtschaft fest und die aufgeblasene Besucherin, bläst Harry dann erst mal richtig auf. Mittlerweile haben seine Kost und Logie Geber aber schon etwas mehr Respekt vor Harry's Fähigkeiten. Der Aufenhalt in der Behausung dauert aber nicht ewig. Denn nach der Episode mit der Zeppelin Tante packt der Zauberlehrling wortwörtlich seine sieben Sachen und macht sich aus dem Staub.
                                                  Mitgenommen wird er von einem Geisterhaften Zauberbus, dessen Fahrer ein alter Zausel mit Aschenbecherbrille ist und ein Jamaikanischer Schrumpfkopf ihm stets Kommandos für die Fahrt gibt. Der Einfall mag nett sein, ist aber praktisch zu albern.

                                                  Aus der Zeitung erfährt Harry vom entflohenen Sirius Black aus Askaban. Und das dieser ihn suchen möchte und umbringen will.
                                                  Im Vorgänger erwähnte ich ja schon die gewisse Ähnlichkeit zum Star Wars Universum in Form der Musikalischen Untermalung. Aber wenn der Verantwortliche Komponist der Filmmusik der selbe wie Star Wars ist, wem wundert es dann?
                                                  Teil 3 der Reihe ist an sich schon recht nett, aber irgendwie sind gewisse Handlungselemente nur Zweckdienlich hineingearbeitet so dass ich als Zuschauer das Gefühl habe, künstlich aufgebläht werden zu müssen mit irgendwelchen optischen Zwischenmahlzeiten.

                                                  Jedenfalls nutzt der leicht erhöhte Gruselfaktor das aus, um Kreaturen wie die Demontoren einzubauen. Deren erscheinen bei der Zugfahrt schon erheblich für einen kleinen Genußmoment sorgten. Gut ist auch, dass auch die Darsteller ihren reellen Vorranschreiten Tribut zollen und in die Pubertätsphase übergehen. Das lässt sich auch prima auf die Zaubercharaktere implimentieren die dadurch eine neue Ebene kennen lernen müssen.
                                                  Jedenfalls möchte man nicht die Gefahr Sirius Black aus den Augen verlieren. Dessen Rätsels Lösung ja gar nicht mal so schlecht ausfällt, aber eben wegen dem Kinderniveau eine Wolfshungrige Lightversion für unser einen ist.
                                                  Gary Oldman als Black finde ich sehr passend. Sein Schicksal und die Verankerung in die Geschichte macht das ganze Tromborium um Voldemort noch einmal etwas lebendiger. An sich alles schön und gut inszeniert, die Charaktere mag man mittlerweile sogar etwas, auch wenn da ein Malfoy Bubi eher nicht zu zählt, der aber nun mal diesen Schleimbeutel spielen darf. Solche Typen haste immer mal dabei. Darum sind alle Charaktere im Potterversum auch irgendwie herrlich stereotyp.

                                                  Was dem Film halt nicht gut tut, ist die Verbilderung in hektisch langsam, ohne jedem Schauplatz genügend Entfaltungsmöglichkeiten zu geben.
                                                  Der Zeitwanderungsgedanke dagegen war an sich ne coole Idee. Hauptsache dieser Kniff wird nicht stetig verbraucht. Der Gefangene von Askaban ist leicht erwachsener, zumindest jugendlicher. Stets neue Charaktere werden dazu gefügt. Wie es in der Filmbranche nun mal üblich ist. Zumindest hätte ich nicht nach den zwei eher kindlichen Teilen gedacht, dass meine Neugier für das Potter Genre weiter wachsen könnte. Aber, siehe da, passt schon.

                                                  8
                                                  • 8 .5

                                                    Harry Potter. Wir lieben Ihn. Ein sehr guter Film, in einer Welt des Märchens. Für Fantasy Fans ein Muss. Wunderschöne Kulissen und wunderschöne Charakteren.