Hereditary - Das Vermächtnis - Kritik

Hereditary

US · 2018 · Laufzeit 126 Minuten · FSK 16 · Drama, Thriller, Horrorfilm · Kinostart
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  • SecondUnit: Podcast 22.10.2018, 09:18 Geändert 22.10.2018, 09:18

    Terror. Purer Terror. Der Film schafft es, seine Stimmung perfekt aufzubauen. Das Familiendrama ist ganz große Klasse. Toni Collette spielt sich hier zu einer Oscar-Nominierung (Do it, you cowards!). Die Besetzung ist perfekt, der Regisseur hat einen wunderbaren Blick für Details, alles stimmt. Selbst der Umschwung ins klassische Horror-Genre ärgert mich nicht (mehr), sondern macht mir richtig Spaß!

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    • 7 .5

      Oft konnte schon ein Langfilmdebüt eines neuen Regisseurs für Furore sorgen. In diesem Kinosommer hatte der Horrorsektor noch nicht so viel Besonderes zu bieten. Filme wie “Wahrheit oder Pflicht” (2018) und “The Strangers: Opfernacht” (2018) ermüdeten die Zuschauer. Kein Wunder also, dass “Hereditary – Das Vermächtnis” (OT: “Hereditary”, USA, 2018), Ari Asters Debüt, gleich als bester Horrorfilm des Jahres gehyped wurde. Dieser ordnet geschickt verschiedene Elemente des Genres neu zusammen, doch ob er sich wirklich diesen Titel verdient hat, bleibt fragwürdig.

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      • 7 .5

        [...] „Hereditary“ ist ein stark gespieltes, überaus stimmungsvolles Horror-Drama, das berührt, verstört und nachklingend beschäftigt. Die Grundideen sind weniger originell, wohl aber die Inszenierung. Ari Aster kokettiert mit dem Mainstream und schiebt sich mit seiner entschleunigten Erzählweise dann doch daran vorbei. Manchmal lässt sich der Regisseur/Autor gar zu viel Zeit und enthüllt am Ende vielleicht gar zu viel des Geheimnisses; nichtsdestotrotz gelang ihm ein stilvolles Grauen für Grusel-Gourmets.

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        • 9

          Hereditary ist ein wahres Horrormeisterwerk.

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          • 7 .5

            Ein kunstvoll inszenierter und mit zahllosen Referenzen auf die altehrwürdigen Gruselklassiker gespickter Grenzgänger zwischen Arthouse- und Genrekino.

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            • 8 .5

              Überragend vielschichtig in der weiblichen Hauptrolle: Toni Collette.

              • 8

                Ari Aster legt es nicht darauf an, willkürliche Schock-Momente zu kreieren, sondern jede Szene hat ihren Sinn.

                • 8

                  Vor allem Toni Collette liefert eine geradezu markerschütternde Performance ab und zeichnet eine Mutterfigur, die man so schnell nicht vergessen wird.

                  • 8 .5

                    Hereditary ist die Sorte Gruselfilm, die es ohne extremes Blutvergießen dennoch schafft, mit unheimlichen, heftigen und ekligen Details zu verstören und zu schockieren.

                    • 8

                      Ari Aster schafft mit großer Präzision eine eigene, total verstörende Atmosphäre, die eine fulminante Darstellung von Toni Colette einrahmt.

                      • 7

                        [...] Hereditary – Das Vermächtnis fühlt sich ein wenig so an, als hätte Regievirtuose Wes Anderson das Genrefach gewechselt. Perfekt symmetrische Bildkompositionen schmeicheln dem Auge ebenso wie langsame Kamerafahrten und unsichtbare Schnitte. Die skurrile Figurenzeichnung der Familie Graham und die im Haus stetig präsenten Miniaturwelten, in denen sich Vergangenheit, Gegenwart und unausweichliche Zukunft der Protagonisten abzubilden scheinen, tun ihr übriges, um die Parallelen zwischen Ari Aster und Wes Anderson vollkommen zu machen. Anders als Anderson gelingt es Aster jedoch nur bedingt, diese wunderbar in Szene gesetzten Skurrilitäten dem eigenen Film zuträglich zu machen und daraus einen atmosphärischen Effektgewinn zu generieren. Zieht Anderson seinen Humor größtenteils aus der verschrobenen Bildsprache, bewegen sich die schrägen Figuren und Bilder in Hereditary – Das Vermächtnis immer nah an der Grenze zur unfreiwilligen Komik, womit sich der Film letztlich den größten Schaden zufügt. Nicht selten entlädt sich die zuvor mühsam aufgebaute Spannung in einem grotesk überzeichneten Höhepunkt, der bei dem Zuschauer eher ein irritiertes Lächeln als Angst und Schrecken hervorrufen dürfte. [...]

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                        • 8

                          "Der US-Regisseur Ari Aster wagt sich an eine Neuinterpretation des Horrorkinos als bürgerliches Familiendrama. Sein viel beachteter Debütfilm "Hereditary – Das Vermächtnis" setzt dabei weniger auf eine möglichst überraschende Auflösung als auf ein sich allmählich ausbreitendes Unbehagen." [Michael Kienzl]

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                          • 8

                            Es wird (fast) komplett auf Jump Scares verzichtet, der Horror findet einzig und allein über die Atmosphäre und Inszenierung statt. Teilweise ist der Film so ruhig, dass die Frage aufkommen könnte, ob es sich hier wirklich um einen Horrorfilm handelt und nicht eher um ein herkömmliches Drama. Diese beiden Punkte verbindet der Film allerdings so geschickt, dass es nicht ins Gewicht fällt.

                            • 8 .5

                              Kaum ein Horrorfilm wurde zuletzt derart überschwänglich gefeiert wie „Hereditary“. Und das auch zurecht: Ari Aster nimmt in seinem Spielfilmdebüt zwar bekannte Elemente von verfluchten Häusern, macht daraus aber etwas ganz eigenes. Der Schrecken entsteht hier durch das Unerwartbare, die Grenzen zwischen Realität und Nachbildung verschwinden auf eigentümliche Weise. Vor allem aber die herausragenden Darsteller tragen dazu bei, dass übersinnlicher und persönlicher Horror hier Hand in Hand gehen, der Film gleichzeitig das Bild einer schmerzerfüllten, auseinanderbrechenden Familie zeichnet.

                              • 5

                                Die alles überstrahlende, dumme Auflösung zerstört den Film.

                                • 9

                                  Ein sehr verstörender Geisterfilm mit einer bravourösen Toni Collette.

                                  • 9

                                    Das Schlimmste kommen zu sehen, macht Hereditary nur noch unheimlicher.

                                    • 8

                                      Hereditary legt die Latte für emotionale Qualen hoch.

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                                      • 9

                                        Der wahnsinnig talentierte Ari Aster hat mit Hereditary ein neues Horror-Meisterwerk geschaffen. Ein Triumph für Toni Collette.

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                                        • 9

                                          Mehr Horror geht nicht: Geht nicht allein ins Kino und macht euch nachts ein Licht an!

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                                          • 9

                                            Der vom gemächlichen Erzähltempo her altmodisch wirkende Hereditary ist ein grossartiger Horrorfilm mit brillanten Darstellerleistungen und einer enorm dichten Inszenierung, die den Zuschauern die Sprache verschlägt.

                                            • 8 .5

                                              Hereditary ist makellos produziert. Eine Fantasie über den Horror im eigenem zu Hause mit einem tiefschwarzen Herz. Der Horrofilm setzt definitiv neue Maßstäbe. [David Rooney]

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