HERRliche Zeiten - Kritik

HERRliche Zeiten / AT: Sub; Subs

DE · 2017 · Laufzeit 110 Minuten · FSK 16 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 7

    Mit der Figur des irakischen Nachbarn Mohammed [...] setzt Drehbuchautor Jan Berger noch deftig eins drauf. Das Lachen bleibt einem in HERRliche Zeiten nicht nur deswegen im Halse stecken. [Karl Gedlicka]

    • 5 .5

      Man fühlt sich in HERRliche Zeiten ungut unterhalten bei den flott gesetzten Pointen, dem overacting der Hauptfiguren und der dräuenden Stimmung, die Roehler mit misstönenden Streichern und artifiziellem Rotlicht in den Film bringt. [Tim Caspar Boehme]

      • 5 .5

        So ist Roehlers neuer Film HERRliche Zeiten weder wirklich provokant oder entlarvend, übrigens auch nicht besonders witzig, sondern bloß auf eine lähmende Weise unangenehm. [Philipp Bühler]

        • 8

          Regisseur Oskar Roehler setzt die defizitären Egos gnadenlos ins Bild [...[. Dabei lassen die beiden brillanten Hauptdarsteller keine Denunziation ihrer Figuren zu, sondern gestalten diese ebenso bemitleidenswert wie abstoßend [...]. So treibt HERRliche Zeiten noch das eigene ethische Empfinden bis zum Äußersten. [Andreas Günther]

          • 4

            "Bei all der Unentschlossenheit, mit der "Herrliche Zeiten" den Exzessen einer überreichen Oberschicht begegnet, ist das schließlich die einzige wirklich nachhaltige Provokation des Films: In seinem Zentrum steht ein Aufsteiger, dem man seinen Reichtum und Erfolg von Herzen gönnt." [Philipp Schwarz]

            • 6

              Lass mich dein Sklave sein! „HERRliche Zeiten“ stellt uns ein anfangs noch vergleichsweise normales Ehepaar vor, das dank äußerst unterwürfiger Angestellter dem Machtrausch erliegt. Das ist teilweise wirklich witzig und zeigt uns genüsslich die hässliche Seite vermeintlich zivilisierter Menschen. Sonderlich subtil ist die Komödie dabei aber nicht und übertreibt es zum Ende dann auch.

              • 8

                Einen grausamen ökonomischen und seelischen Sadomasochismus konstatiert Oskar Roehler in einem rheinländischen Villen-Vorort, wo eine schreckliche deutsche Bourgeoisie, dubiose Immigranten und ausgebeutete Schwarzarbeiter aufeinandertreffen. Roehler gelingt so etwas wie Satire-Noir. [Hans Schifferle]

                • 7 .5

                  Gesittet läuft das deutsche Kino meist ab, bloß nicht anecken [...] scheint die Devise der meisten Regisseure zu sein. Ganz anders Oskar Roehler, der auch mit seinem neuen Film HERRliche Zeiten seinem Ruf als Provokateur gerecht wird und mit einem brillanten Oliver Masucci in der Hauptrolle von Wohlstand, Langeweile, Sadismus und der Verführungskraft der Macht erzählt. [Michael Meyns]