Hexe Lilli - Die Reise Nach Mandolan - Kritik

Hexe Lilli - Die Reise Nach Mandolan

FR/DE/AT · 2011 · Laufzeit 92 Minuten · FSK 0 · Abenteuerfilm, Komödie, Fantasyfilm · Kinostart
Du
  • 2

    Eine überflüssige Fortsetzung eines Erfolgsfilms, die uns nichts Neues zu erzählen weiß. Diesmal muss Lilli einem Großwesir zu Hilfe eilen. Das Sequel bedient sich zwar klassischer Märchentopoi, es gelingt ihm jedoch nicht, diese dann authentisch in Szene zu setzen. [Katrin Hoffmann]

    • 7 .5

      Hexe Lilli – Die Reise nach Mandolan ist keine Buch-Adaption, sondern wurde fürs Kino geschrieben. Das tut dem Film gut, denn dabei wurde der pädagogische Zeigefinger durch Handlung und Spielspaß ersetzt. Erziehung darf in einem deutschen Kinderfilm trotzdem nicht fehlen. Dieser plädiert für Freiheit, Freundschaft, Völkerverständigung. Und das kann ja so falsch nicht sein.

      • 6 .5

        Ganz in der „Tradition“ des ersten Hexe-Lilli-Films unterhält auch Hexe Lilli - Die Reise nach Mandolan als sich gut gelaunt gebendes, überbordend bunt ausgestattetes Kinderabenteuer und vielen Trickeffekten [...] Die Handlung selbst erscheint dagegen arg konstruiert, ächzt unter den vielen Schauplätzen und Wendungen und tut sich sichtlich schwer, einen Minimalanspruch an pädagogischer „Korrektheit“ in Einklang zu bringen mit der globalen Vermarktungsstrategie, die nach äußeren Schauwerten und einer gewissen „Glätte“ verlangt, sich bei allem Aktionismus aber sichtlich bemüht, bloß nicht allzu aufmüpfig-lustvoll über die Stränge zu schlagen.

        • 5

          „Hexe Lilli - Die Reise nach Mandolan“ besticht durch die farbenfrohe Bildgestaltung und eine märchenhafte Anmutung. Das Produktionsdesign von Christoph Kanter orientiert sich bei der Palastausstattung an asiatischer Pracht, bei der rote und goldene Farben dominieren. Dies setzt sich in der Kleidung fort: Zu den von Lilli bevorzugten kräftigen roten Farbtönen gesellt sich etwa ein Großwesir, dessen Kostüm vom Werbeträger der „Sarotti“-Schokolade abgekupfert zu sein scheint. Wie bereits im ersten „Hexe Lilli“-Film beeindruckt die Animation von Flugdrache Hector, der diesmal Konkurrenz von einem Flaschengeist in der Gestalt der hübschen Suki (Stimme: Cosma Shiva Hagen) bekommt. Die farbenprächtige Ausstattung in märchenhaftem Ambiente und die kindgerechte Abenteuer-Erzählung täuschen indes nicht über die Schwächen des Drehbuchs hinweg. Die Story ist nicht nur extrem vorhersehbar und leidet an einigen Logiksprüngen. Darüber hinaus enthält der Film einige Szenen, die eindeutig als Füllmaterial aufgenommen wurden, da sie dem Fortgang der Handlung kaum dienen.

          Diese Schwächen im Drehbuch fallen insbesondere im Vergleich mit dem ersten „Hexe Lilli“-Film auf, dessen Handlung sich viel stimmiger ausnahm. Außerdem besaß Stefan Ruzowitzkys Skript für „Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch“ eine Tiefe, die der zweite Film „Die Reise nach Mandolan“ vermissen lässt: Ruzowitzkys Film übte eine zwar kindgerechte, jedoch unzweideutige Kritik an der Leistungsgesellschaft, die sich etwa darin zeigte, dass in der vom Bösewicht beherrschten Welt alles grau in grau aussah und die Kinder nicht mehr spielen dürfen, sondern zu Arbeitskräften degradiert wurden. Ein solcher Subtext fehlt in „Hexe Lilli – Die Reise nach Mandolan“ vollends. Harald Sicheritz’ Film bietet zwar filmtechnisch perfekte, aber dennoch oberflächliche Unterhaltung.

          • 5

            Spannung oder eine Teilhabe am Schicksal der Figuren, die bis auf Lilli und Hektor ausschließlich Randerscheinungen bleiben, kommt zu keiner Zeit auf, das viel versprechende Orient-Setting wirkt wie aus einer TV-Kulisse entlehnt und selbst das Finale [...] gerinnt zu einer frappierend müden Veranstaltung. Da können auch die sympathische Protagonistin Alina Freund und der von Michael Mittermeier humorvoll vertonte CGI-Drache Hektor nicht mehr allzu viel Besserung herbeizaubern.

            • 6 .5

              Bollywood-Optik und -Musicaleinlagen färben Hexe Lilli - Die Reise nach Mandolan schön bunt. Und Drache Hector hat die Sympathien wieder auf seiner Seite. Der wenig einfallsreichen Geschichte aber fehlt es an Magie.

              • 7

                Humorvoll wie schon im ersten Teil ist der kleine Drache Hektor mit Michael Mittermeiers frechem Plappermaul, der sich hier sogar verlieben darf. Mit weniger Magie und Substanz, dafür aber mehr Abenteuer sorgt dieses zweite "Hexe Lilli"-Abenteuer für kindgerechte Unterhaltung und fantasievolle Zerstreuung weit weg vom Alltag.

                • 6 .5

                  An dem zweiten Leinwandabenteuer der Hexe Lilli werden wohl die lieben Kleinen am meisten Freude haben. Die Erwachsenen werden wie bei Teil 1 weniger auf ihre Kosten kommen, aber es gibt Schlimmeres, als den Kindern eine Freude zu machen. Die Furzwitze hätte man sich aber getrost sparen können, und etwas mehr Zauber anstatt Hi-Tech wäre auch schön gewesen. So ist es einfach nette Unterhaltung mit tollen Bildern und einem witzigen, kleinen Drachen, den wohl viele danach als Plüschtier haben wollen.