I, Tonya - Kritik

I, Tonya

US · 2017 · Laufzeit 119 Minuten · FSK 12 · Sportfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Ungewöhnlich für ein Biopic dieser Art ist die Erzählweise von I, TONYA. Weil sich bei wichtigen Momenten die Versionen der Beteiligten unterscheiden, entscheidet sich der Film beide Versionen nebeneinander zu zeigen. Wenn Tonya ihrem wegrennenden Mann mit einer Flinte in der Hand hinterherschießt, dann aber direkt in die Kamera sagt, sie hätte das nie gemacht, entbehrt das natürlich nicht einer gewissen Komik und Selbstironie. Mir hat der Film nicht zuletzt wegen Margot Robbie und Allison Janney sehr gefallen.

    • 7

      [...] Ständig findet sie sich zwischen den Fronten wieder und muss sich gegenüber anderen beweisen, während sie es ist, die unter physischem wie psychischem Missbrauch leidet und versucht, gegen das Trauma anzukämpfen. Nur auf dem Eis vergisst sie die Welt um sich herum und beginnt, für wenige kostbare Minuten zu schweben. Wenn sich die Musik steigert und die Kamera sowohl die Geschwindigkeit als auch die Bewegung dieses furiosen Schauspiels einfängt und imitiert, beginnt I, Tonya wahrlich zu fliegen und atemberaubende Schönheit zu offenbaren. Ewig währt er aber nicht, dieser Traum. Denn sobald das Unmögliche geschafft ist, zerschellt er am Kliff der Hässlichkeit.

      6
      • 7 .5

        Die Schauspielleistungen in I, Tonya sind überragend. Die Inszenierung ist nicht weniger mitreißend. Die Kameraführung dynamisch. Die Montage wild. Das Zeitkolorit (die Achtziger- und Neunzigerjahre) schön getroffen. [Martin Thomson]

        • 7

          Keine Wahrheiten behaupten zu wollen oder das in der Boulevardpresse bis auf den letzten Tropfen ausgeschlachtete Thema final klären zu wollen, ist als filmischer Ansatz gut gemeint. Er birgt aber gleichzeitig die Gefahr der Trivialisierung einer Gesellschaftsschicht, aus der Harding unverkennbar kommt. [Toby Ashraf]

          • 8

            Es ist faszinierend anzusehen, wie sich die Australierin Margot Robbie als Tonya Harding durch ihr Leben kämpft. Sie ist vulgär, trotzig und kämpferisch: aber keine Witzfigur. [Andreas Fischer]

            • 8

              Getragen von hervorragenden Darstellern, vor allem den wirklich Oscar-würdigen Darbietungen von Robbie und Janney, erweist sich I, Tonya als echtes Kino-Schmankerl, das den legendären Harding/Kerrigan-Skandal auf wirklich originelle und clevere Weise aufbereitet. [Frank-Michael Helmke]

              • 6

                Erträglich und sogar unterhaltsam gemacht wird diese Story allenfalls als Farce. I, Tonya ist eine unablässig mit der Wahrheit jonglierende und die Gefühle manipulierende Mixtur aus scharfzüngigem Witz und unverstellter Anklage, bei der sich Lachen und Zorn binnen Sekunden ablösen. [Franz Everschor]

                • 7 .5

                  Das Gute an diesem Film ist, dass er die Widersprüche nicht auflöst, keine einfache Wahrheit serviert wird, stattdessen die Selbstinszenierungen nebeneinander stehen lässt und dabei das tragikomische Porträt einer Kampf-Sportlerin auf dem Eis gestaltet. [Stefan Benz]

                  • 7

                    Der Film erzählt diese Geschichte im Stil eines "Mockumentary" [...] mit gespielten Zeugenaussagen, Übertreibungen und schrägem Humor. Und einer fantastischen Margot Robbie als Tonya Harding ...]. Dass der Film gegen Ende seinen satirischen Biss verliert, dafür allerdings gibt es Abzüge in der B-Note. [Bettina PeuleckeBettina Peulecke]

                    • 7

                      Kann Janning aus Tonyas Mutter zumindest noch eine äußerst lebendige Karikatur machen, wird bei den anderen Nebenfiguren in I, Tonya kein Redneck-Klischee ausgelassen. [Till Kadritzke]

                      • 4

                        "Die Eiskunstkunstläuferin Tonya Harding schien genau zu wissen, was der Jury an ihr nicht passte. Das Biopic von Craig Gillespies offenbart dagegen eine äußerst fragwürdige Verschleierungsstrategie." [Olga Baruk]

                        • 8

                          Getragen von hervorragenden Darstellern [...] erweist sich I, Tonya als echtes Kino-Schmankerl, das den legendären Harding/Kerrigan-Skandal auf wirklich originelle und clevere Weise aufbereitet. [...] Im ansonsten sehr formelhaften und überraschungsfreien Biopic-Genre ist I, Tonya jedenfalls ein Kleinod von fast einmaligem Einfallsreichtum. [Frank-Michael Helmke]

                          • 8

                            Diese böse, schwarze Komödie macht vermutlich zu viel Spaß, um eine wirklich komplett wahre Begebenheit zu erzählen. Oder ist es vielleicht genau andersum? [Matt Glasby]

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                            • 7

                              Für sich genommen ist der Film witzig, bissig, mit hervorragenden Leistungen von Robbie und insbesondere Janney. Er erhebt aber schon im Titel I, Tonya den Anspruch, etwas über die «reale» Tonya Harding zu erzählen. Dafür gibt Gillespie sie jedoch zu oft für einen Lacher preis und verliert die Figur vor allem in der zweiten Hälfte aus dem Blick. [Nina Jerzy]

                              • 6

                                Aus dem Fall Tonya Harding komponiert Craig Gillespie mit 20 Jahren Abstand ein böse-vergnügliches Mockumentary, ein schwindelerregendes Vexierspiel, in dem er zusammen mit Hauptdarstellerin Margot Robbie und Nebendarstellerin Allison Janney mit den verschiedenen Versionen der Wahrheit jongliert. [Anke Sterneborg]

                                • 8

                                  Die Geschichte um die begnadete Eiskunstläuferin Tonya Harding, deren Karriere sehr hässlich endete, hätte Stoff für ein Drama oder auch einen Thriller gegeben. „I, Tonya“ macht daraus jedoch eine böse bis satirische (Meta-)Komödie, die sich über alles und jeden lustig macht, der damit zusammenhängt. Das ist wahnsinnig unterhaltsam und doch auch bitter, das tragische Underdogschicksal ist gleichzeitig ein erschreckender Blick auf das ausgestoßene Unterschichtenmilieu Amerikas.

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                                  • 8

                                    Eigentlich ist diese Geschichte zu verrückt, um wahr zu sein. Und weil sie so verrückt ist, lässt sie sich nur als Satire erzählen. Umwerfend, nicht nur auf dem Eis: Margot Robbie. [Michael Ranze]

                                    • 6

                                      Im Film I, Tonya hat die Geschichte über Harding kaum eine starke narrative Dichte oder Vielseitigkeit. [Justin Chang]

                                      • 9

                                        I, Tonya ist einer der besten Filme des Jahres. [Christy Lemire]

                                        • 5
                                          NewYorkTimes 08.12.2017, 14:01 Geändert 08.12.2017, 18:15

                                          Bei I, Tonya ist es schon verblüffend, wie die Filmmacher sich dazu entscheiden, eine comichafte Geschichte zu erschaffen, die erbärmlich und gleichzeitig entmutigend ist. Der Humor des Films wirkt eher schräg und verzerrt als lustig. [Manohla Dargis]

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                                          • 8

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                                            • 7
                                              HollywoodReporter 15.09.2017, 11:08 Geändert 15.09.2017, 12:00

                                              I, Tonya ist ein lustiger und merkwürdig ergreifend und frischer Blick auf eine alte Klatsch-Geschichte. [John DeFore]

                                              • 7 .5

                                                Margot Robbie gibt in I, Tonya eine erfreuliche Darbietung ab [...]. Es ist ein frischer, mutiger, boshaft amüsanter Film. [Owen Gleiberman]