In Sachen Henry - Kritik

Regarding Henry

US · 1991 · Laufzeit 108 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
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    Kurz gefasst: Der Film ist aus der Sicht der zynischen Elite als kurzweilige, melodramatische Parodie für die zynische Elite angelegt. Was von verschiedenen Kritikern als "uninspirierte Regie" bezeichnet wurde, lässt sich eben auch als parodistischer Kitsch lesen.

    Leider ist der Film am Ende des Tages doch eine ziemliche Gurke. Das liegt wesentlich daran, dass die Problematik des Films, die durchaus ernst zu nehmen ist, vom Film selbst überhaupt nicht ernstgenommen wird. Ja, es scheint gar, der Film nehme sich selbst nicht ernst.
    Tatsächlich lässt der Film sogar eine zynische Lesart zu, die jene Personengruppen bestätigt, die vordergründig kritisiert werden.

    Da sind viele gute Ansätze, z. B. die wiedererentdeckte Freude an den kleinen Dingen des Lebens, die wesentlich durch den Therapeuten verkörpert werden, wobei dort sexistische Züge unübersehbar sind. ("Du siehst wieder geil aus heute!" "Die habe ich mir schon gegönnt!" "Die würde ich mir gerne gönnen!")
    Überhaupt baut der Film in der ersten Hälfte einen interessanten Konflikt auf: Henry muss deshalb wieder gesund werden, weil andernfalls der Lebensstandard der elitären Familie nicht gehalten werden kann. Da ist auch ganz viel Lug und Heuchelei dabei (die Ehefrau lügt mehrmals geradeheraus, sogar die eigene Tochter an; die bekommt als Kompensation aber wenigstens "ein Hündchen" (oh wie süß!!)). Henry selbst hingegen muss und will wieder lernen zu kommunizieren. Der Weg von der Angst des Unfähigen bis hin zum Unterricht durch die eigene Tochter ist dabei - zwar wenig originell - aber durchaus herzerwärmend.

    Aber leider vernachlässigt das oberflächliche Drehbuch (J. J. Abrahams) die Frage danach, wieso der alte Henry so geworden ist, wie er war. Es gibt zwar immerhin die Andeutung, dass er ja nicht a priori ein schlechter Mensch ist, aber warum ließ er sich früher verderben und jetzt nicht mehr?
    Da kommt tatsächlich die zynische Sichtweise auf: "Leute, die nicht den eigenen, materiellen Vorteil über das Wohl der Anderen stellen, müssen wohl schon einen ordentlichen Dachschaden haben."
    Verbindet man diesen Fakt mit der übertrieben rührseligen Inszenierung und dem Kitsch vor allem zum Ende des Films, dann wird aus Kitsch ganz schnell bewusste Ironie und ein Lache und eine Parodie.

    Überhaupt "Lachen": Der Film ist so voller Klischees, dass man mit einiger Family Guy-Erfahrung da kaum noch was ernst nehmen kann. Da ist z. B. die Haushälterin, die eine nahezu perfekte "Conzuela" abgibt, also eine Hispanic, nicht ganz helle, aber herzlig. Die Anwälte laufen natürlich alle in blauen Hemden (das tun sie zuweilen bis heute), Hosenträgern, gegelten Haaren und großen, runden Brillen herum. Sie sind jung, adrett, gepflegt, haben große Büros irgendwo am Central Park, empfangen Gäste aus Fernost mit denen sie sogar noch in Landessprache reden können. Ist ja klar. Außerdem stopfen sie sich auf ihren Parties mit Kaviar voll und lästern über die Anderen, die nicht zu ihrem elitären Kreis gehören.
    (Wenn es nicht so übertrieben wäre, könnte man es ja ernst nehmen.)
    Die armen Verlierer der Gesellschaft, leben in ziemlichen Bruchbuden, sind alt, krank und haben schlechte, verfärbte Zähne. Sie hadern mit ihrem Schicksal, das ihnen von der Elite der Gesellschaft raufgedrückt wird, weil sie ja selbst so ziemlich machtlos sind und keinen Anspruch auf Gerechtigkeit haben. Gerechtigkeit, so zeigt der Film, liegt im Wohlwollen des Anwalts und das wiederfährt den Geschädigten auch nur, wenn der Anwalt einen "ordentlichen Dachschaden" hat. Warum zum Beispiel hat der Film da nicht auch eine elitäre Familie als Opfer inszeniert?
    Am Rande: Da sind noch mehr versteckte Witze im Film. Zum Beispiel dieser rauchende Professor mit Brille und Fliege und Pornokino.

    Gerade der letzte Punkt schmerzt besonders, wenn man an das viele, aufdringlich-nervige Product Placement denkt. An einer Stelle sagt sogar der Therapeut selbst, dass das Bier "sauteuer" sei (dabei trinken sie nur Beck's, das ist ja kaum überhaupt ein "Bier" (Anm. d. Verf.)). Die dargestellen Produkte sind alle samt Marken, die für ebenjene "armen Verlierer" als Beispiel für Reichtum gelten müssen, selbst die Cracker werden dem Namen nach noch zum Nobelhotel umgedeutet. Die Marken, so lässt der Film uns sehen, sind Ankerpunkte der Persönlichkeit. Cracker werden zum Kunstobjekt, Bier wird immer dann getrunken, wenn man in freundschaftlicher Atmosphäre zusammen sitzt und die Liebe zu Schoko-Marshmellows überdauert sowieso alle Zeiten.

    Eine wahre Chance auf Änderung, ein wahres Umdenken jener elitärer Schichten gibt's nicht. Die Gruppe wird gegen jedwede Fremdeinflüsse durch die parodistische Inszenierung immunisiert. Ihr wird auch kein Gegenkonzept vorgehalten: Zu mehr als einer Kündigung reicht der Intellekt nicht aus. Aber das wird ganz hübsch als Liebes- und Familienfilm verpackt. Oben drauf gibt's noch ein Hündchen, das im Bett schläft und Sitz macht. Für alle Anderen ist der Film ein seichtes Gelächter, schließlich kriegt ja jeder irgendwie sein (Marken-)Fett weg. Für die Ingroup selbst aber ist das eine bewusste Parodie rührseliger Ideen, die die Gesellschaft von Moral Familie, Glück und Konsum hat.

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    • [...] In Sachen Henry ist liebevoll, tragisch, wunderschön, findet die Wahrheit hinter den wichtigsten Fragen des Lebens und überrascht bei dieser ernsten Thematik mit viel Humor und einem glänzenden Harrison Ford in der Hauptrolle. Ich konnte in In Sachen Henry viel aus meinem eigenen Leben entdecken, denn auch ich, wie jeder Mensch, denke manchmal erst nach, nachdem ich gehandelt habe. Da kostet andere Menschen Zeit und Kraft. Sollten wir also mehr darauf achten, was wir tun und wie wir es tun? Die Konsequenzen nicht aus den Augen verlieren? Ich finde, Ja….

      • 8 .5
        RedEagle187 23.02.2018, 21:16 Geändert 23.02.2018, 21:18

        Gut gelungenes Drama mit einem starken Ford.

        • 10
          Rocket Man: Movic Freakz 09.11.2017, 18:40 Geändert 21.08.2018, 20:44

          [...] In Sachen Henry ist liebevoll, tragisch, wunderschön, findet die Wahrheit hinter den wichtigsten Fragen des Lebens und überrascht bei dieser ernsten Thematik mit viel Humor und einem glänzenden Harrison Ford in der Hauptrolle. [...]

          10
          • 6 .5
            RoboMaus 21.09.2016, 22:17 Geändert 22.09.2016, 07:02

            Vielleicht muss man sich erst eine Kugel in den Kopf schiessen lassen und eine Sauerstoff-Unterversorgung des Gehirns hinnehmen, um ein besserer Mensch zu werden. Genau das passiert Harrison Ford in 'Regarding Henry' - als skrupelloser Anwalt wird er niedergeschossen und wacht mit Gedächtnisverlust auf, muss wieder gehen, sprechen und lesen lernen..... und hat plötzlich einen kindlichen Sinn für Gerechtigkeit.

            Allerdings macht der Plot nicht viel aus dem so gewonnenen Potential und bleibt eher oberflächlich; über weite Strecken tritt die Handlung auf der Stelle und verliert sich im seichten Wasser mehrerer Schauplätze - erst zum Ende entwickelt sie ein deutlicheres Profil und setzt Fords neuen Charakter in die Tat um.

            Am überzeugendsten ist die schauspielerische Leistung von Harrison Ford, der wieder bei Null anfangen muss, um die Hürden zu einem normalen Leben zu meistern. Sehr stark in der Phase nach dem Aufwachen im Krankenhaus, wo er kaum noch kommunizieren kann.

            Kein Highlight, aber ein ansehnlicher Beitrag zum oft verfilmten Thema "Unfreiwilliger Charakterwandel für einen besseren Menschen".

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            • 6

              Henry ist ein Arschloch. Ein egozentrischer, skrupelloser, erfolgsverwöhnter Staranwalt, der über Leichen geht. Eines Tages wird er Opfer eines Raubüberfalls und landet im Koma. Als er wieder zu sich kommt ist er ein völlig anderer Mensch, der wieder ganz von vorne anfangen muss und allmählich begreift, welch verachtungswürdiger Mensch er einst war.

              „In Sachen Henry“ ist ein atmosphärisches Drama, welches eindrucksvoll unter
              Beweis stellt, dass Harrison Ford, der nicht gerade als großartiger Charakterdarsteller bekannt ist, über schauspielerische Qualitäten verfügt. Hier schlüpft er in eine Rolle, die ihm im Gegensatz zu seinen sonstigen etwas mehr abverlangt, ohne jedoch dabei zum ganz Großen seiner Zunft zu mutieren – mal abgesehen von der Kohle, die er in all den Jahren gescheffelt hat, da er stets die richtigen Filmangebote bekam (Han Solo, Indiana Jones, Jack Ryan). Damit hier keine Missverständnisse entstehen; ich mag fast ausnahmslos alle Filme mit Harrison Ford, die er zwischen 1980 und 2000 gedreht hat, nur gibt es eben halt großartigere Schauspieler, die weitaus weniger gute Filme gedreht haben.

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              • 6

                Harrison Ford und zwar nur Harrison Ford macht dieses Rührstück interessant und ansehnlich.

                Die Story ist vollgestopft mit Klischees und Banalitäten, die Charakterumwandlung vom Karrieregeilen zum Familienmenschen ist ganz nette Unterhaltung, aber es fehlt das gewisse etwas und tiefgründig ist dies hier auch nicht.

                25.JAHRE sind auch nicht spurlos an dem Film vorbei gehuscht!

                6
                • 7

                  Ganz toller und menschlicher Film, über einen verbissenen Geschäftsmann (super gespielt von Harrison Ford), der zwar finanziell alles hat, jedoch beinahe das Wichtigste in seinem Leben verliert. Erst ein schwerer Schicksalsschlag macht ihn wieder zugänglich zu den wirklich lebenswerten Dingen.
                  Doch kann dieser Wendepunkt noch die Rettung bedeuten?
                  Kann man große Fehler im Leben wiedergutmachen?
                  Kann die Liebe wirklich alles bezwingen?

                  Sehenswert machen diesen Film die überzeugenden Darsteller und die Geschichte, die einem wieder aufzeigt, wie schnell sich das Leben ändern kann und wie wichtig es ist, die Prioritäten im Leben richtig zu setzen.

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                  • 7 .5

                    "In Sachen Henry" ist ein gut gespieltes und sehr interessantes Drama. Vor allem Harrison Ford und Annette Bening überzeugen auf ganzer Linie und tragen den Film gemeinsam auf ihren Schultern.
                    Auch wenn das Ende des Films etwas zu kitschig geraten ist für meinen Geschmack, finde ich diesen Film auf jeden Fall sehenswert und für alle Fans von Ford sowieso ein Muss.

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                    • 4 .5

                      war nett gemeint. eigentlich gut ausgedacht aber in der ausführung zu plump. und warum kommts mir vor, der film sei vor 40 jahren gedreht worden?! mensch wir haben doch erst 2014 *strange thing*

                      • 4

                        Ohne Ford und Nichols nicht erwähnenswert

                        Manchmal wollen Schauspieler, die meist eher in Popfilmen auftreten, ab und an eine ernste Rolle spielen um so ihren Image eine Facette hinzufügen. Harrison Ford hat das eigentlich nicht nötig. Hatte er doch neben "Star Wars" und "Indiana Jones" schon mehrfach bewiesen, dass er anders kann wie z.B. "Mosquito Coast" oder "Der einzige Zeuge". Aber eben noch keinen geistig beeinträchtigten Menschen der er hier ja ist. So spielte er hier einen yuppiehaften Anwaltdandy der durch eine tragische Fügung zum besseren Menschen mutiert. Und so sehr ich ihn auch schätze, und so sehr Mike Nichols sehr gute menschliche Dramen gedreht hat, so sehr hadere ich mit diesen Film. Denn mich liess hier das Gefühl nicht los (wohlgemerkt ich sah ihn das erste Mal), dass dieser Film eins suggeriert: wenn man Geld besitzt, kann man sich die nötige medizinische Versorgung beschaffen um zu genesen. Und als Nebeneffekt wird man zum besseren Menschen. Das passt in die Post-80er-Jahre-Yuppie-Ära und könnte auch heute wieder aktueller denn je sein. Aber diese unterschwellige Botschaft störte mich. Und daran zerrt der ganze Film. Zwar sind die gefühlvollen Elemente nicht oberflächlich abgehandelt, aber sie bleiben stecken in einer zu schwulstigen Inszenierung. Und abgesehen von den rational betrachtet unlogischen Szenen (wie z.B. das der Schuss stecken bleibt) oder den klischeehaften Personen (so die spanische Haushälterin oder der schwarze Physiotherapeut, gabs damals eigentlich auf mal nen schwarzen Arzt in solch einen Film?) irritierte mich der Subkontext der Heilung durch Geld. Wie wäre die Story gewesen, wenn es statt eines Anwalts ein sagen wir Verkäufer in einer Supermarktkette passiert wäre? Würde der Krankheits- bzw. Genesungsverlauf genauso geschehen? Wäre es anders? Das fände ich interressant. So aber verpufft das ganze in zwar guter Schauspielerin aber inhaltsmäßig zu einseitig. Einmal sehen ist gut. Mehr reicht nicht. Kleine Info am Rande: Der Lieferjunge wird übrigens von J.J. Abrams gespielt, der auch das Drehbuch dazu verfasste.

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                        • 7 .5

                          Ein schöner Film und eine super Story mit ein tollen Ford, der seine Sache wieder hervorragend gemeistert hat...genug gesagt^^, einfach sehenswert

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                          • 8

                            Tolles Drama, was allerdings manchmal im Schmalztopf versinkt (ist mir allerdings bei dem Streifen egal). Harrison Ford spielt ganz stark und man nimmt Ihm seine Rolle ab. War einer meiner Lieblingsfilme und ich schaue Ihn noch immer gerne, auch wenn ich ein wenig von Dramen die Nase voll habe.

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                            • 8 .5

                              auch wenn ich ford in jeden film liebe aber hier ist es besonders doll...diese art wie er henry nach dem vorfall spielt ist so putzig!einfach sehenswert

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                              • 7 .5

                                Ich mag den Film, Ford spielt sehr gut, der Wandel vom Yuppie zum liebevollen Familienvater.... alles aufgrund einer Amnesie... gefällt mir immer wieder!

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                                • 6

                                  Heute in der Schule geguckt.....sagen wir es mal so am Anfang hatte der Film Potenzial , allerdings wurde er so klischee überladen und die Handelung ist total vorhersehbar. Auch die Therapeuten wurden so dermaßen überzogen.Seid wann machen Ergos Logopädie????Nagut kann sein das , dass in den Usa anders verläuft.Der Film konnte mich nicht einmal berühren weil es sich doch zum positiven gewendet hat , was auf Dauer ziemlich langweilig wurde .

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                                  • 6 .5

                                    In Sachen Henry ist ein gutes Drama, das emotionalvoll erscheint, aber trotzdem auf irgendeiner Weise mich nicht so richtig berührt hatte. In der Rolle des Henry bewies Harrison Ford, das er auch für gefühlsvolle Rollen geeignet ist.

                                    • 6

                                      Obwohl sich mit dem Namen Mike Nichols kein Unbekannter hinter dem Regieposten von "In Sachen Henry" versteckt, war vordergründig das Mitwirken eines Harrison Ford der entscheidende Anreiz, dieses etwas mit Patina belegte Drama (powered by Hans Zimmer) mal einer Sichtung zu unterziehen. Es ist aber auch die Grundidee, die vielversprechend erscheint: die per Kopfschuss unfreiwillige Katharsis eines eiskalten Anwalts zum liebenswerten Familienpapa. Das klingt in seiner charakterlichen Schwarz-Weiß-Malerei auf den ersten Blick wie ein rührseliges Klischee inmitten der rauen, harten Welt. Doch wenn schon ein Manifest auf das Gutmenschentum, dann aber auch richtig, mag man meinen. Nichols selbst versucht allerdings, die Geschichte so nah an der Realität zu halten wie möglich - und so zerfließt die Dramaturgie und das Drehbuch umso mehr, je länger die Laufzeit voranschreitet. Trotzdem der Film sich für seine Geschichte Zeit nimmt, überraschen die auf diesen Reset-Knopf des Protagonisten aufbauenden Plotpoints nur selten. Manche Wendungen sind entweder zu knapp abgehalten oder verpuffen schlicht. Viel herausreißen kann jedoch wie erwartet Harrison Ford mit seiner unnachahmlichen Präsenz, womit "In Sachen Henry" zumindest zur einer ganz soliden Nummer verhilft. Eine Frage stellte ich mir danach aber dann doch: Was hätte wohl ein Frank Capra aus diesem Stoff gemacht?

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                                      • 8

                                        Staranwalt Henry Turner (Harrison Ford) erleidet einen Schussverletzung am Kopf. Nach gelungener OP ist Henry wie ein hilfloser Säugling, er muss sich mühsam alles wieder neu erlernen. Hilfe erhält er von dem Krankenpfleger Bradley (Bill Nunn), mit dem er sich anfreundet. Am liebsten würde Henry zu dem Freund ziehen und nicht zu Frau und Kind, die beide Fremde für ihn sind.
                                        Sarah, seine Frau (Annette Benning) und seine Tochter Rachel (Mikki Allen) stehen ihm zur Seite und langsam erwachen alte Gefühle in Henry... sie wachsen wieder zu einer Familie zusammen und Henry lernt, dass er nicht mehr der ist, der er vor seiner Schussverletzung war, was auch seine Partner und die Geliebte schmerzhaft lernen. Sarah sieht den "neuen" Henry als den Mann, in den sie sich verliebt hatte und begreift ihre Situation als Chance, die Ehe zu retten.
                                        Henry hängt an seiner Tochter, die ihm so viel geholfen hat und die in der Eliteschule unglücklich ist, die er vor seinem Unfall für sie ausgesucht hatte. Rachel sollte alle Möglichkeiten erhalten, Karriere zu machen.
                                        Anrührend ist, wie Henry der Schulleiterin klarmacht, was er alles aus Rachels Leben vergessen hat und dass er keine Zeit mehr verlieren will, ihr der Vater zu sein, den sie braucht.
                                        Überzeugend spielen Harrison Ford, Annette Benning und Mikki Allen die Familie Turner und wie sie wieder zueinander finden, wie Henry aus den Scherben sein Leben zusammenfügt, nicht aufgibt. Möglicherweise wird einiges zu glatt gebügelt, aber der Wandlungsprozess von Henry wird von Harrson Ford einfühlsam umgesetzt.
                                        Für mich ist "In Sachen Henry" ein Film, den ich mir immer wieder gerne ansehen kann.

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                                        • 8 .5

                                          Ein wunderbarer Film der zu meinen Lieblingsstreifen gehört ...

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                                          • 7

                                            Tolles Drama mit einer guten und fesselnden Geschichte. Harrison Ford zeigt eine seiner besten Schauspielerischen Leistungen und schafft es wirklich die Figur des Henry liebenswert und sympatisch darzustellen. An seiner seite glänzt Annette Bening die auch voll überzeugt. In sachen Henry ist ein Sehenswertes Familiendrama mit einer guten Besetzung und einer höchst interessanten Handlung die einer der wenigen erfolgreichen Dramen in Fords Filmographie darstellt.

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                                            • 7 .5

                                              Ein interessanter Gedanke, um nicht zu sagen "Therapieansatz" - skrupelloser, über Leichen gehender Rechtsanwalt, erleidet einen Kopfschuss (an die genau richtige Stelle) – und wird nach seiner Heilung, fortan ein netter und lieber Familienmensch.

                                              Ein Klassefilm - Harrison Ford spielt überzeugend beide Rollen.

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                                              • 7

                                                Harrison Ford beweist mal wieder Größe indem er eine perfekte schauspielerische Leistung bringt und auch Mike Nichols ist zu loben, der einen sehr tragischen und herzerweichenden Film auf die Leinwand gezaubert hat. "In Sachen Henry" ist einer der wenigen Filme wo ich sagen muss, dass man ihn mal gesehen haben sollte.

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                                                • 6 .5

                                                  Stellt jetzt keinen Klassiker dar, aber kann man sichh ansehen!!

                                                  • 6 .5

                                                    Bewegend bis zu einem gewissen Grad, einige wirklich schöne Einfälle, außerdem hat der Film sicherlich Ritz-Crackern zu enormen Umsatzsteigerungen verholfen. :-)

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