Die Wunde - Kritik

Inxeba / AT: The Wound

ZA/NL/DE/NO · 2017 · Laufzeit 88 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 7

    Aber gerade weil der Film es sich in seinen Männerstudien nirgends leicht macht und die Ambivalenz der Situationen jedes seiner Bilder unter Spannung setzt, entwickelt er sich zu einem Thriller, in der eine soziale Ausnahmesituation plötzlich viel über die Welt erzählt, die sie produziert. [Jan Künemund]

    • 7 .5
      LATimes 08.09.2017, 12:37 Geändert 08.09.2017, 13:11

      Probleme von Sexualität, Generationslücken, Klasse und Selbsthass sind in dieser Geschichte des homosexuellen Xhosa, der sich durch traditionell heteronormative Übergangsriten fernab vom Blick der Gesellschaft navigiert, in ein fesselndes Werk von ausgefallener Männlichkeit verwoben. [Robert Abele]

      • 8

        Ein homosexuelles Trio inmitten eines südafrikanischen Beschneidungsrituals zur Mannwerdung: In seinem Spielfilmdebüt lässt John Trengove mit gefährlicher Ruhe Tradition und Moderne aufeinanderprallen. [Jens Balkenborg]

        • 7 .5

          Das konzentriert erzählte, anthropologisch angehauchte Drama um konkurrierende Männlichkeitsbilder, (sexuelle) Identität und Traditionen erzeugt die Spannung auf schnörkellose Weise aus der konfliktreichen Figurenkonstellation heraus. [Christian Horn]

          • 7

            In diesem harten und beunruhigenden Film wird das Camp, welches als einziges Setting von Die Wunde dient, zu einer Art Gefängnis. [Glenn Kenny]

            • 7 .5
              HollywoodReporter 18.08.2017, 10:47 Geändert 18.08.2017, 17:49

              John Trengove geht mit der Darstellung eines Aufnahmerituals der Xhao-ethnischen Gruppe in Südafrika ein Wagnis ein und liefert ein beunruhigendes Porträt des Aufeinanderprallens von kommunaler und persönlicher Identität. [Sheri Linden]

              • 7

                [...] Ob es Xolani und den anderen trotzdem gelingt, diesem ewigen Kreislauf passiver bis aktiver Unterdrückung zu entkommen? Oder bleibt nur der kurze Moment, in dem sich Kwanda alleine in eines der parkenden Autos zurückzieht, die Musik aufdreht und aus diesem geradezu unnatürlichen Raum heraus das Schauspiel am Lagerfeuer verfolgt, der einzige Trost, den The Wound seinen Figuren zu bieten hat? Wie auch immer die Geschichte enden mag: John Trengove lässt sich bis zur letzten Minuten jeden möglichen Ausgang offen und schafft dabei insbesondere ein Gefühl dafür, wie komplex und zerbrechlich das Gebilde ist, in das er mit seinem Film eindringt. The Wound ist folglich ein aufwühlendes Porträt, das reich an feinen Nuancen ist und in erster Linie zur Auseinandersetzung in einer Welt aufruft, in das das Traditionelle immer öfter mit einer neuen Lebensperspektive aufeinandertrifft.

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