Jane Eyre - Kritik

Jane Eyre

GB · 2011 · Laufzeit 120 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Jane Eyre (Mia Wasikowska) arbeitet als Privatlehrerin im Haus von Mister Rochester (Michael Fassbender). Ihre erste Begegnung verläuft zwar etwas holprig, allerdings entwickeln sich bereits kurze Zeit später erste Gefühle. Der große Altersunterschied scheint scheinbar keinen zu stören. Mister Rochester lebt jedoch mit einem düsteren Geheimnis, welches Jane Eyre keinesfalls erfahren darf. Der Film spielt im 19. Jahrhundert und ist ein großartig besetztes Liebesdrama. Für Fans des Buchklassikers ist die Verfilmung sicherlich gelungen, ansonsten eher ein gewöhnungsbedürftiges Werk.

    • 9

      Eine wunderschön spröde Liebsgeschichte, mit einer Hauptdarstellerin, die im Laufe des Films immer schöner zu werden scheint.
      Es gibt doch noch Geschichtenerzähler, die es vermögen, einen auch ohne Verfolgungsjagden, Zweikämpfe, Schießereien etc., eine spannende Story zu erzählen.

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      • 8

        Endlich wieder eine Filmperle entdeckt. Absolut sehenswert.

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        • 5

          "Jane Eyre", ruhiger und emotionsgeladener Film mit ausgezeichnetem Cast.

          Eigentlich wollte ich "Effi Briest" schauen, irgendwie kam mir der Film in den Sinn, aber dann stellte ich fest, dass ich "Jane Eyre", stattdessen auf Netflix meiner Liste hinzugefügt hatte und ersterer gar nicht auf der Plattform vorhanden war. Also eben "Jane Eyre", denn ich war gerade in der Stimmung für diese Epoche und solch eine Geschichte. Nun überflog ich eben die Kritiken auf Moviepilot und bin leicht erschrocken, da der Film wohl hochgelobt zu sein scheint und mir mal wieder die schwierige Aufgabe zu Teil wird, ihn zu verreißen. "Jane Eyre" ist nicht gänzlich schlecht, er hat Atmosphäre, klasse Darsteller und eine tolle Optik. Auch die Kostüme fanden bei mir wieder Gefallen und die Kulissen waren hervorragend gestaltet. Hauptdarstellerin Mia Wasikowska (Crimson Peak) ist wie gemacht für diese Rolle, vor allem durch ihre blasse Haut und ihr unschuldiges Gesicht haucht sie Jane Eyre die richtigen Emotionen ein. Mia ist in meinem Sinne keine rechte Schönheit doch hat ihr Gesicht etwas anziehendes, fantastisches und sie weiß genau, wie sie es einsetzen muss. Sie scheint etwas unscheinbar zu sein, doch beweist sie in jeder ihrer Rollen Größe. Niemand anderes hätte Alice in der Disney Neuverfilmung oder Edith Cushing in "Crimson Peak" so authentisch wirken lassen wie sie und das ist eine wahre Gabe. So mimt sie auch Jane wieder hervorragend  in jeder Minute kauft man ihr die Rolle ab und da spielt sie locker mal einen Michael Fassbender (Shame) an die Wand. Bewundernswert ist die Chemie der beiden Darsteller, die so unglaublich abgestimmt und harmonisch wirkt. Auch Jamie Bell (Billy Elliot) gefiel mir außerordentlich gut, auch wenn mir die Entwicklung seines Charakters nicht gefiel.
          Dario Marianellis (Kubo and the Two Strings) seichte Klavierklänge sind schön, allerdings im Film irgendwann zu penetrant und anstrengend. Die Story beginnt interessant, zieht sich dann aber ziemlich hin und schleppt sich durch den ganzen Film. Das ist eben das, was "Jane Eyre" das Genick bricht, die Geschichte wird nicht interessant genug erzählt und kommt auch nicht so recht in die Gänge. Mia Wasikowska schleppt sich ab dem Mittelteil von einem traurigem Blick zum nächsten, während der Zuschauer darauf wartet, dass endlich etwas bedeutendes passieren würde. Allerdings kann ich selbst nicht genau sagen, wie man es spannender machen hätte können, ich als Zuschauer empfand den Film einfach nur als sehr anstrengend, weil ich immer den Eindruck hatte, das Bild würde stehen. Zwar gab es überraschende Wendungen, diese konnten aber den Großteil der ausgeprägten Ruhe nicht überbieten.

          "Jane Eyre", optisch und darstellerisch wahrlich gelungen, inhaltlich leider etwas zu lau.

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          • 10
            Rocket Man: Movic Freakz 27.08.2017, 20:09 Geändert 21.08.2018, 21:03

            [...] Jane Eyre erzählt von allem Bösen, der grauen Realität, der Verdammnis durch das, was der Mensch selbst geschaffen, sich selbst angetan und erzählt dennoch einen bittersüße, bittertraurige und ehrliche Liebesgeschichte, wie sie das Leben höchst selbst lehrt. [...]

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            • 9 .5

              Eine junge Frau flieht aus einem alten Gemäuer, erst beschleunigten Schrittes, dann beginnt sie zu laufen. Sie will weg. Der Himmel ist grau, es ist neblig, karge Landschaft breitet sich vor ihr aus, als sie eine Kreuzung erreicht. Sie wirkt verzweifelt und ratlos. Der Weg wird beschwerlicher. Sie sinkt auf die Knie und weint hemmungslos, dann geht sie weiter. Es regnet stark. Sie stürzt. Seelisch und körperlich am Ende erblickt sie ein Haus. Dort brennt Licht. Mit letzter Kraft erreicht sie die Tür...

              Schon ist man mittendrin in einer schaurig anmutenden, düsteren Welt, die aber so voller Leidenschaft steckt und dabei von einem phänomenalen Score aus der Feder von Dario Marianelli untermalt wird, dass man dieses besondere Filmerlebnis nicht so schnell vergisst. Mia Wasikowska und Michael Fassbender porträtieren zwei verlorene Seelen, die gefangen in den herrschenden Konventionen, verzweifelt versuchen auszubrechen, um füreinander frei zu sein. Dabei harmonieren sie ganz großartig miteinander.

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              • 8

                Wunderschöne Kamera, Kostüme, Arrangements zum Schwelgen, kräftige, aber nicht holprig wirkende Gothikelemente, famoser erfrischender Rückblendekniff, Dialoge + Spiel eher zurückhaltend und deshalb gut. Fassbender mimt den Rochester perfekt, er kann den Schmerz und die zurückhaltende Wut seiner Figur wunderbar transportieren. Mia Wasikowskas wie immer sehr blasses Charakterspiel (ich meine das nicht wertend) passt hervorragend zu einer Jane Eyre! ohne dass die Figur erblasst - im Gegenteil!

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                • 8

                  Bereits für über 20 Fernseh- und Kinoadaptionen musste der viktorianische Literaturklassiker bereits herhalten. Cary Fukunagas neue Interpretation seiner "Jane Eyre" konzentriert sich vornehmlich auf die titelgebende Figur, anders als viele frühere Verfilmungen, die den mysteriösen Edward Rochester mit seinem düsteren Geheimnis ins Zentrum ihres Interesses stellten. Dem Regisseur gelingt es, vor allem Janes erfrischende Direktheit, die Klarheit und Nüchternheit ihres Charakters herauszuarbeiten, aber auch das Widersprüchliche der Figur, ihre Aura von Jenseitigem, Träumerischem und Märchenhaftem. Selbstbewusst und aus einer beeindruckenden Unverzwecktheit heraus, erzählt Fukunaga seinen Kostümfilm mit Anleihen aus dem Horrorfilm, Krimi und Liebesdrama. Nicht zuletzt sei die herausragende Leistung von Hauptdarstellerin Mia Wasikowska erwähnt, die mit beeindruckender darstellerischer Fertigkeit ihrer Figur Leben einhaucht. "Jane Eyre" ist daher ein sehenswertes Filmdrama, auch für diejenigen, welche schon andere Verfilmungen des alten Stoffes gesehen haben. Nach dem gleichnamigen Roman von Charlotte Brontë.
                  Wem dieser Film gefallen hat, dem könnte auch "Bright Star" mit Abbie Cornish, "Mansfield Park" mit Frances O'Connor oder "Effi Briest" mit Julia Jentsch liegen.

                  • 6 .5
                    RoboMaus 07.06.2016, 09:02 Geändert 07.06.2016, 09:19

                    Du rackerst, kämpfst, frisst Scheisse, wähnst dich am Ziel, und doch hält das Schicksal nichts als Hohn für dich bereit. Jane Eyre hatte nie viel vom Leben und hat gelernt, ohne Ansprüche auszukommen. Ihr einziger Anspruch, als intelligenter Mensch akzeptiert zu werden, wird ihr bald zum Verhängnis. Niemand braucht jemanden, der Fragen stellt, schon gar nicht in einem Internat des 19. Jahrhunderts.

                    Die Bestrafung für derartigen Ungehorsam: Stockschläge, den ganzen Tag auf einem Stuhl stehen und soziale Isolation. Das erinnert mich an meine frühe Schulzeit Anfang-Mitte der siebziger Jahre: ein armer Teufel, der den Pfarrer im Religionsunterricht erzürnte, musste sich auf den Tisch unter eine Lampe stellen und so lange stehen bleiben, bis er erleuchtet wurde. Immerhin kam er mit einer Unterrichtsstunde davon, die vermutlich nicht reichte um ihn zu erleuchten - der Vorteil des 20. Jahrhunderts.

                    Doch Jane ist nicht unterzukriegen und findet nach einer Odyssee die vermeintliche Belohnung ihres entbehrungsreichen Lebens: wahre Liebe. Storytechnisch kann dieser Plot punkten, doch die Umsetzung hat für meinen Geschmack einige Längen und ist nicht sehr ergreifend. Es wirkt eher nüchtern als emotional, entfernt von bewegenden Dramen, die den Fernsehsessel fluten. Taschentuchalarm ist hier nicht angesagt.

                    'Jane Eyre' ist eher eine interessante Lebensgeschichte als ein Liebesfilm und glänzt phasenweise mit starken Dialogen in der Annährung zu ihrem Romeo, überzeugend verkörpert von Michael Fassbender.

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                    • 8 .5

                      Woran erkennt man einen guten-tollen Film? Eine Methode: Man hat ganz viel Schrott im Kopf, der einen beschäftigt und um den Schlaf bringt. Man ist eigentlich gar nicht in der "Verfassung" für den Film. Und dann kommt dieser Film - noch dazu mit dem Aufkleber "Frauenfilm" (die schlimmste Erfindung, seit es Hustinetten gibt) - und er schafft es, vollkommen von diesen Schlaflos-Problemen abzulenken und dabei sehr klug und aufregend zu sein. Unglaublich wie facettenreich hier Männer- und Frauenrollen gegenübergestellt werden. Ein Riesen-Kompliment an Mia Wasikowska (Fasssbender und Dench können bei mir eh NIE was falsch machen). Die Wasikowska fand ich auch schon früher großartig - aber jetzt muss ich sie doch mal mit Fan-Sternchen anklicken....

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                      • 6

                        Was für ein atemberaubender Soundtrack. Atemberaubend schlecht.
                        Und das retardierende Element am Ende ist nun wirklich das größte Klischee kitschigerLiebesromane und -filme. Mich wundert die gute Bewertung.
                        Der eine Punkt überm Durchschnitt ist für Wasikowska, Bell, Dench und Playboybunny Fassbender, die ihre Sache erwartungsgemäß gut machen.

                        • 8

                          [...] Bei Filmen wie 'Jane Eyre' – einer weiteren von zahllosen Adaptionen des weithin bekannten Romans von Charlotte Brontë – tue ich mich ja zuweilen etwas schwer und trotz eines grundsätzlichen Interesses an der Thematik wähne ich mich des Öfteren in dem Glauben, womöglich einem ungewöhnlich trockenen Film folgen zu müssen und so schlich ich auch einige Zeit um Cary Joji Fukunagas Version des Klassikers herum, bis ich mich in der richtigen Stimmung dafür wähnte, doch sollte meine Geduld belohnt werden, denn auch wenn der Film tatsächlich ungemein melancholisch und getragen daherkommt, ja beinahe bewusst entschleunigt wirkt, konnte ich mich doch der Faszination der Geschichte kaum erwehren, da es Fukunaga tatsächlich gelingt, dem Geschehen in seiner Inszenierung stets Rechnung zu tragen und so karge und lebensfeindlich wirkende Landschaften mit der opulenten Ausstattung der Residenz Lord Rochesters zu verquicken und ein melancholisch-mysteriöses Werk zu schaffen, das in seinen relativ exakt zwei Stunden Spielzeit keine merklichen Längen aufzuweisen hat, wenn man sich denn mit der tendenziell getragenen Erzählweise zu arrangieren weiß. [...]

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                          • 8 .5

                            Literaturverfilmungen haben es heutzutage insofern schwer, als dass ihre Geschichten - so allgemeingültig sie auch sein mögen - schnell dem vermeintlichen Kitsch verfallen. Und gerade "Jane Eyre" dürfte da mit der Geschichte über eine von einer schweren Kindheit gezeichneten Gouvernante, die sich in ihren Hausherren verliebt, keine Ausnahme bilden.
                            Cary Fukunaga ("True Detective") kleidet den Film in kühle, atmosphärische Bilder, die zusammen mit dem differenzierten Spiel der beiden herausragenden Darsteller Wasikowska und Fassbender, eine großartige Atmosphäre schaffen. Durch die mystifizierten Bilder, und dem Erzählstil, der durch Rückblenden immer mehr von seiner Figur preisgibt, ergibt sich jedoch eine innere Spannung, die durch Mia Wasikowskas wunderbare Darstellung noch weiter getragen wird. Kitschig darf es infolgedessen natürlich werden, doch passt sich dieser den grauen Tönen an und umschifft somit die Grenzen zur plakativen Darstellung der inneren Zerrissenheit der Figur. Fukunaga erstrebt vielmehr das Herausarbeiten einer Frau, die durch die eigene Entscheidungskraft ein Unikum zu jener Zeit darstellte, und gerade dadurch eine so große Faszination auf die Männer - und natürlich die Leser - ausübte.
                            Eine großartige Verfilmung des Literaturklassikers, der den Kern der Vorlage zu treffen scheint und dazu noch durch eine atmosphärische und beeindruckende Inszenierung betört.

                            • 9

                              Der vielleicht am häufigsten verfilmte Roman von Charlotte Brontë erhält hier von Cary Fukunaga fast so etwas wie eine Neuinterpretation. Angeführt von zwei großartigen Hauptdarstellern Mia Wasikowska und Michael Fassbender kann sich auch das übrige Ensemble durchaus sehen lassen. (Sally Hawkins, Imogen Poots u.v.a.).
                              Die Handlung ist geschickt zerschnitten, bis sich Vergangenheit und Gegenwart wiedertreffen. Janes Vorgeschichte wird nur kurz beleuchtet, aber mit ersten deutlichen Hinweisen auf ihren Charakter: offen, freimütig, hilfsbereit und hart im Nehmen aber auch zart im Gefühl. Atmosphärisch ist der Film meist in blasses Grau oder überhaupt düstere Farben gehüllt und erhält gelegentlich einen Anflug von Horror. Neben der Landschaft, die der Heimat der Vorlage gut nachempfunden und großartig ins Bild gesetzt wurde, gibt es hier breiten Raum für die Dialoge, was den Film ganz nah an die eine der Bronté Schwestern heranrückt. Fukunaga stellt Jane viel deutlicher als im Roman zwischen zwei Männer: ihre große Liebe Sir Rochester (Fassbender) und den Geistlichen John Rivers (Jamie-Billy-Elliot-Bell). Klar für wen sie sich am Ende entscheidet. Aber da gibt es noch Ehehindernisse, die hier wie Überraschungsschocker in die Handlung eingebaut sind. Bigamie steht im Raum. Als guten Geist des Hauses Rochester sehen wir Judi Dench, die am Ende Jane gute und schlechte Nachrichten überbringt und den Zuschauer darüber aufklärt, was passiert war. Einen Aspekt, den Charlotte Bronté immer wieder betonen, ist auch hier enthalten: Janes Unabhängigkeit und finanzielle Selbständigkeit. Sie arbeitet als Erzieherin und Dorfschullehrerin. Und im Sinne von Charles Dickens wird ihr da noch nachgeholfen: sie erbt eine große Summe. Das passt gerade, denn Rochesters Haus liegt in Schutt und Asche. Manchmal sitzt da auch ein Schalk in Charlotte Brontés Nacken, wenn man Sätze hört wie ‘Die Schönheit des Mannes liegt in seiner Kraft.‘ Schön, dass es noch solche Filme gibt.

                              • 8

                                Jane Eyre ist der Prototyp der selbstbestimmten Frau. Emily Brontés Roman war seinerzeit eine Sensation. Der Film bringt das revolutionäre im Anspruch von Jane Eyre sehr gut herüber. Sehr schön und mit einem genialen Fassbender.

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                                • 7

                                  Wasikowska ist eine Sensation. Bei niemandem forsche ich lieber in den erstarrten Zügen nach einer Regung, die mir verrät, was dahinter verborgen liegt. Niemand spielt die neugierige, blutjunge Kreatur mit dem durchschneidenden Blick so nachhaltig und erzählt in den rastlosen Augen so ambivalent von den Träumen und Zweifeln einer Frau in der Weltenordnung des 19. Jahrhunderts. „Jane Eyre“ ist kein ödes Kostümdrama geworden, vielmehr eine Emanzipationsgeschichte, ausstaffiert mit den Stilblüten des Nebel-schwangeren Gothic-Grusels, die trotz dessen – und da liegt eine weitere Sensation begraben – glaubhaft eine tragische, große Liebesgeschichte vermittelt. Und Dialoge gibt es hier zu hören, denen über zwei Jahrhunderte hinweg nichts von ihrer zarten Schönheit und ihrem stillen Schmerz genommen wurde und die nach wie vor relevant von der Frustration eines Menschen um die Ungerechtigkeiten patriarchalischer Gesellschaften berichten.

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                                  • 7
                                    audioservant 04.01.2016, 22:41 Geändert 04.01.2016, 22:43

                                    Überzeugendes Schauspiel-Kino mit der (wie immer) tollen Mia Wasikowska und einem gleichermaßen aufspielenden Michael Fassbender. Die Chemie zwischen beiden stimmt einfach.
                                    Die Atmosphäre aus Licht und Schatten malt die Figuren treffend aus.
                                    Der Stoff an sich wirkt dennoch etwas angestaubt.

                                    • 9 .5

                                      Was hat der Herr Fassbender mir angetan?
                                      Ich hätte ihm noch stundenlang weiter zuschauen können.

                                      • 5 .5

                                        darsteller wie story fand ich eher mittelmaß...rein optisch haben die sich aber mühe gegeben

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                                        • 5

                                          Tolle Schauspieler, schöne Kulisse, starke Bilder, aber iwie wollte der Funke nicht überspringen, vielleicht war ich zu müde oder noch zu sehr im Star Wars Fieber oder ist halt einfach nicht mein Genre, kriegt vielleicht noch mal eine Chance.

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                                          • 8
                                            sachsenkrieger 23.12.2015, 01:20 Geändert 23.12.2015, 07:46


                                            Gott ... was für eine scheiß Zeit! Leute, werft mal wieder einen kurzen, nicht ein mal zwei Stunden langen Blick in die Vergangenheit und freut euch ausnahmsweise mal darüber, wie gut ihr es habt und wie gut es euch geht. Cary Fukunaga unterstreicht für mich mit der Literaturverfilmung JANE EYRE seinen Ruf als hervorragender Regisseur. Auch für die BBC möchte ich eine Latte aus dem Zaun brechen. In den letzten Jahrzehnten stehen die Produktionen der Briten, seien es Dokus, Serien oder Filme, fast immer für allerhöchste Güte. JANE EYRE basiert auf dem 1847 erschienenen Roman von Charlotte Bronte, der für heutige Verhältnisse kaum noch vorstellbar, damals eine literarische Sensation war. Bronte war gezwungen, ihren bekanntesten Roman unter einem männlichen Pseudonym zu veröffentlichen und verstarb nicht sehr lange danach mit 38 Jahren.

                                            Der Film beginnt bereits atmosphärisch sehr dicht. Jane Eyre flieht Hals über Kopf aus einem großen Gemäuer und hastet durch die karge, graue Landschaft. Hinweg über sprachlose Felsen, durch stummes Heidekraut und an lautlosen Gräsern, Moosen und Flechten vorbei, während der flüsternde, pfeifende, heulende Wind sein ewigwährendes Lied singt. Da hat Fukunaga mich ja bereits voll erwischt und der Rest des Films tat sein Übriges. Das Drehbuch von Moira Buffini ist makellos, ebenso der Score von Dario Marianelli und die Bilder von Adriano Goldman. Übertrumpft wird all das und die Inszenierung von Fukunaga allerhöchstens noch von Mia Wasikowska und Michael Fassbender, die herausragend spielen. Wie sich zwischen den Seelenverwandten fast wie von selbst ein tragisch-schönes Spinnennetz webt, das immer wieder zu reißen droht, ist schon eine Augen- und Ohrenweide. Ein wunderbarer Film über die Liebe und Erlangung der persönlichen Freiheit in Zeiten von Cholera, Sinn, Sinnlichkeit, Stolz & Vorurteil...

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                                            • 10

                                              Die aller-aller-allerschönste Jane Eyre Verfilmung die man sich vorstellen kann. Grandios besetzt. Die Darsteller sind so glaubwürdig, dass man sich fühlt, als würde man alles mitfühlen und erleben. Natürlich ist es im Vergleich zum Buch stark gekürzt. Aber wie bitte soll es denn sonst sein, wenn der Film nicht 4 Stunden gehen soll. Mia Wasikowska und Michael Fassbender sind unglaublich. Könnte den Film immer immer immer wieder sehen!

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                                              • 6

                                                Leider konnte ich diesem Film, trotz Michael Fassbender und Mia Wasikowska nicht viel abgewinnen.
                                                Vielleicht war es auch ein Fehler vorher die Miniserie von BBC anzuschauen. Die sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden hat dort viel mehr Raum (natürlich) und man versteht warum sie sich gegenseitig so anziehend finden. Mir hat hier einfach viel gefehlt und Spannung wollte leider auch nicht richtig aufkommen.
                                                Schade!

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                                                • 6
                                                  noxsuperman 09.08.2015, 15:20 Geändert 01.05.2016, 09:44

                                                  Der Film wurde im Vergleich zum Buch leider an einigen Stellen stark gekürzt oder sogar abgeändert dargestellt. Ich finde, dass einige Passagen wie z.B. der Beginn in der Familie Reed oder die Zeit in Lowood etwas zu kurz kommen. Generell wird mir alles zu düster dargestellt (so auch die Beziehung von Jane zu St. John und seinen Schwestern), auch der Charakter von Mr. Rochester erschien mir im Buch viel sympathischer. Wer den Film schon toll fand, sollte also auf jeden Fall auch das Buch lesen!

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                                                  • 8 .5

                                                    neuer darsteller auf der merkliste: Fassbender! altes buch auf der merkliste: Jane Eyre!

                                                    ja, getragen, ja schwülstig - ja, begeisternd! ich liebe die dialoge und glaube, dass (auch wenn es dabei wohl nichts zu vergleichen gibt) bisher nur Tarantino mich mit ewig langen dialogen so hat fesseln können. einzig schwierig war die verschachtelung der chronologischen reihenfolge, die mich gleich zu beginn sehr verwirrt hat, deren schlußendliche und nicht erwartete auflösung zwar das gleichgewicht brachte und dennoch mein harmoniebedürfnis nicht befrieden konnte. ich kann nicht sagen, ob die erste szenenfolge ein hier untentbehrlicher hook oder irgendwas wichtiges für die story war, behaupte trotzdem sie hätte für mich und meine perzeption des films gestrichen worden sein können. wäre das der anfang eines buches, hätte ich nicht mal die erste seite gelesen .. *duck*

                                                    eine schöne geschichte bei der ich davon ausgehe, dass im vergleich zum buch kaum änderungen vorgenommen wurden - und wenn doch, dann nicht zum nachteil. Jane ist wunderbar dargestellt, die ewige nach außen getragene kälte anstrengend aber dezent und adäquat ausbalanciert. wunderbares gegengewicht: Rochester mit stahlharter schale und butterweichem kern. beide spielen fantastisch, ebenso wie Dench, deren können ich in der rolle der haushälterin einmal ganz neu kennen lernen durfte und die mich, seltsam losgelöst vom ganzen film, begeistert hat.

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