Lena Fauch und die Tochter des Amokläufers - Kritik

Lena Fauch und die Tochter des Amokläufers

DE · 2012 · Laufzeit 90 Minuten · Drama
Du
  • 4 .5

    Schweres Betroffenheitskino im ZDF. Man muss sich ja nur mal die 6 Photos hier auf der rechten Seite anschauen: Veronika Ferres hat nur diesen ewig gleichen, betroffenen Gesichtsausdruck. In teilweise hölzernen Dialogen erfahren wir: ihr Mann war selbst Polizist und starb bei einem Einsatz, sie nimmt sich ihren eigenen Einsatz sehr zu Herzen, sie hat eine schlimme Vergangenheit.

    Leider ist der Film gleich zu Beginn unlogisch: da soll die Tochter des Amokschützen zu ihm ins Haus gehen. Der Polizeichef widerspricht, er will da keine Zivilistin in die Schusslinie bringen. Meiner Meinung nach, gäbe es jetzt 2 Optionen: entweder ich lass die Tochter allein zu ihrem Vater, um ihn ev. umzustimmen oder ich lass die GSG9 direkt stürmen. Aber was machen sie im Film? Die Tochter + Seelsorgerin gehen ins Haus, begleitet von einem Sturmkommando. Was für eine Überraschung, dass es beim Sturm der Einheit zu einem Schusswechsel kommt und die Tochter angeschossen wird.

    Der Himmel ist stets bewölkt, die Menschen tragen grau, viele Szenen zeigen stumm schweigende Menschen - typischer deutscher Problemfilm eben. Und als Krimi funktioniert der Film leider auch nicht, weil die Heldin erst ab Minute 60 wirklich aktiv wird bei ihren Nachforschungen. Bis dahin beschuldigt sie nur alle und macht ihr Betroffenheitsgesicht.

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