Logan Lucky - Kritik

Logan Lucky

US · 2017 · Laufzeit 119 Minuten · FSK 12 · Komödie, Drama, Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 7
    mad.failed 20.11.2017, 14:46 Geändert 20.11.2017, 14:50

    Unterhaltsamer, fluffiger Hillbilly-Heist-Spaß mit zynischem Unterton über 2 vom Schicksal gebeutelte Brüder, die nach einem erneutem Nackenschlag, spontan ein riesen Ding in einem Nascar-Freizeitparadies, dem fleischgewordenen amerikanischen Traum, drehen wollen. Um den bombensicheren Plan zu finalisieren, brauchen sie, neben ein paar wunderbar stumpfen Moralapostel-Landeiern, natürlich auch einen alten Sprengstoffexperten namens James Bond der temporär und ziemlich easy aus einem privaten Gefängnis flieht um das Ding zu drehen.

    Auch wenn man sich ziemlich oft fragt, warum und wie das ganze eigentlich so einfach klappt und es zum Ende hin einen ganz typischen Heist-Twist gibt, der das ganze geplante Chaos etwas abflachen lässt, so hat man doch eine überraschend gute Gaunerei erlebt, die vor allem durch Ihre unfassbar stumpfen aber ehrlichen Charaktere und Dialoge besticht und dem ganzen American Dream Gigantismus, samt seiner sozialen Diskrepanz, sehr schön den ironischen Spiegel vorhält. Dabei aber trotzdem noch irgendwo die "richtigen" Werte (neben Kohle) in Form von Familie, Liebe und Freundschaft wahrt.

    1
    • 6
      sachsenkrieger 17.11.2017, 22:58 Geändert 17.11.2017, 22:58


      Statt der Smartboys Clooney und Pitt im Casino, präsentiert uns Steven Soderbergh diesmal die Hinterwäldler um das Brüderpaar Jimmy und Clyde Logan, die sich in den "Katakomben" des Charlotte Motor Speedway tummeln. Da ist im Grunde genommen nicht viel Substanz vorhanden, alles läuft mehr oder weniger nach Schema "Ocean" ab. Trotzdem macht es Spaß, dem alten Hasen Daniel Craig und dem langsam, aber sicher reifenden Channing Tatum, beim Abgraben der Kohle zuzusehen...

      5
      • 6 .5
        Chionati 16.11.2017, 23:47 Geändert 16.11.2017, 23:47

        Witzige humorvoll gemachte Komödie mit einer gut ausgetüftelten Story.
        Die Logan-Familie war schon immer vom Pech verfolgt und auch in der Gegenwart scheint dies der Fall zu sein. Doch einer der Logans plant irgendwann den großen Coup und hat schon einen guten Plan. Dafür brauchen sie aber noch einen Sprengspezialisten, der aber erst mal aus dem Gefängnis geholt werden muss.
        Das alleine traut man den Logans und den Mitbeteiligten an dem Coup erstmal auf keinen Fall zu. Doch so unterschätzen sollte man sie nicht. Ist zwar natürlich alles utopisch und sehr weit hergeholt, aber es macht Spass zuzusehen. Was erst dramaturgisch beginnt, verläuft dann zur Komödie, die schließlich in eine doch spannende Schlussphase als Kriminalfilm endet. Man sollte nicht allzu viel auf Logik setzen, wird aber gut unterhalten und ist eigentlich genau das Richtige für zwischendurch.

        11
        • 8

          Ein Rundum - Wohlfühlfilm mit kriminellem Ganoven-Humor. Geht ab wie´n V8.
          Einfach und schön!

          • 7
            lieber_tee 16.11.2017, 22:23 Geändert 16.11.2017, 22:28

            Nur weil das System einem nicht mitspielen lässt, heißt das nicht, dass man das System nicht ausspielen kann...
            Nach einer fast vierjährigen Pause kehrt Steven Soderbergh mit einer unabhängig finanzierten White-trash-Version von Ocean’s Eleven zurück, die angenehm unprätentiös wirkt. Mit Gespür für Rhythmus, einem prägnanten Ensemble und Sinn für Unbeschwertheit, ist dieses Robin-Hood-Heist-Movie sanft-anarchisches Meta-Kino mit Augenzwinkern. Sich nicht ständig über seine (angeblichen) Loser-Charaktere und ihr verpfuschtes Leben lustig machend, hat „Logan Lucky“ eine menschenfreundliche Seele. Die zahlreichen Witze sind gut dosiert, manchmal platt, oftmals hintersinniger als sie auf den ersten Blick erscheinen. Listig spielt Soderbergh mit der Erwartungshaltung des Publikums. Dreht Hillbilly-Einfältigkeit in Bauernschläue um und erschafft so ein Amerikabild, wo die Verlierer Gewinner werden. Wehmütige Nostalgie wird mit ironischen Kitsch gebrochen, das Loblied auf die "armen Wichte", die im Schatten des amerikanischen Traums von ihm nur träumen aber nie daran teilhaben dürfen, darf gesungen werden. Und das mit viel Herz.
            Sympathischer Film.
            7 hart-gekochte Eier mit Salz.

            20
            • 5 .5

              der lässt sich gut schauen aber sonst ist da nichts weltbewegendes...der coup hat mich auch nicht aus den socken gehauen

              1
              • 8

                Absolut positiv überrascht! Es ist einfach ein guter Film.

                • 8 .5

                  Logan Lucky ist für mich die größte, positive Überraschung seit einer sehr langen Zeit.
                  Steven Soderbergh verlagert die Ideen seiner "Oceans-Reihe" in ein NASCAR-Hillbilly-Szenario.
                  Der schleimige Glamour der alten Filme bleibt dabei auf der Strecke, was bleibt ist jedoch eine Menge Charme und hinzu kommt sogar ein kleines bisschen Herz.
                  Obwohl sich der Film stellenweise auch den Spaß erlaubt und das moderne Leben in solchen Kreisen ein bisschen auf die Schippe nimmt, gibt er seine Figuren nämlich nie der Lächerlichkeit preis.
                  Im Gegenteil sogar: Die etwas einfältigen Figuren mit dem irrwitzigen Plan, von einem Bombencast in erstklassiger Spiellaune verkörpert, erhalten sehr viel Raum für ihre Weltansichten, ihre Träume und Probleme. Trotz des überzeichneten Szenarios offenbart sich zwischen den Zeilen eine überraschende Tiefe.

                  Das coolste daran ist aber, dass der Film nicht mal im Traum daran denkt in sentimentale Gefilde abzurutschen. Das charmante Gaunerstück wird uns mit einer solchen Lässigkeit vorgetragen, dass man sich am Ende fragt wieso sich viele Filme heutzutage eigentlich immer so ernst nehmen müssen.

                  3
                  • 8

                    Soderbergh kann's noch. Die Drehpause hat ihm anscheinend ganz gut getan. Und die recht prominente Darstellertruppe dankt es ihm mit Spielfreude. Allein die BANG-Brüder und ihre ethischen Grundsätze waren das Geld wert.

                    Es braucht keine Massenkarambolagen oder apokalyptische Explosionen, um eine dürftige Story zu überbrücken. Mord und Totschlag am laufenden Band sind mehr als entbehrlich für einen guten Film. Dieser war kurzweilig und unterhaltsam. Man fühlt sich stets wohl und gut aufgehoben, phasenweise sogar getragen.

                    Von mir solide 8 Punkte.

                    • 5 .5

                      Wenn man auf den Humor und einem Film mit origineller Storyline steht, ist Lucky Logan der perfekte Film.
                      Das Ende ist nicht vorhersehbar, was dem Film nochmal einen Kick gibt. Dennoch reichen die Comedyeinlagen nicht aus, um den Geschmack von einer großen Masse zu unterhalten können.

                      • 7 .5

                        Als weißblonder Bombenexperte macht Daniel Craig eine fantastische Figur und zeigt eine enorme Spielfreude. Auch die anderen Darsteller scheinen förmlich in den Rollen aufzugehen. Das tröstet etwas über die Schwachstellen, das stellenweise trödelnde Storytelling, hinweg.

                        • 7

                          Wie oft wohl die Helmszene aus dem Trailer gedreht wurde? Egal - Der Film ist angenehm humoristisch und unterhaltsam. Der Film bietet ein paar Szenen, welche hängenbleiben.

                          Wer hier einen Vergleich zu Oceans XY wagt, bitte nicht. Dieser Film ist ein ganz anderer Verbrecherfilm, ganz anderes Protagonisten-Niveau. Eher Richtung Olsenbande vergleichen.

                          Und: mittlerweile bin ich der Meinung, Hollywood sucht sich Schauspieler, welche Schauspielern ähnlich sehen, welche in der letzten Generation "funktioniert" haben, also so vor 10-20 Jahren. Ich habe in Riley Keough Züge der jüngeren Drew Barrymore gesehen.

                          • 7

                            Vor fünf Jahren hat Soderbergh in verschiedenen Interviews angekündigt, dass er mit dem Kino Schluss macht. Jetzt hat Steven Soderbergh doch wieder einen Film gedreht. Und wenn man nachschaut, woran er zwischenzeichtlich alles mitgewirkt hat, dann kann seine Pause nicht lange gedauert haben.
                            Mir ist es wurscht, ich steh' auf Soderbergh seit "Out of Sight". Abgesehen vom langweiligen "Haywire" kenne ich keine Inszenierung von ihm, die mich enttäuschte. Zugegeben, das Drehbuch strotzt nicht gerade vor Originalität (mal wieder!). Aber die launische Gaunerstory in der Hillbilly-Welt funktioniert. In dem Caper-Movie werden bekannte Motive der "Ocean’s"-Reihe aufgegriffen und in einer Inszenierung präsentiert, die arg an die Coen-Brüder erinnert. Wo Danny Ocean sehr stylisch bis zu drei Casinos gleichzeitig ausgeraubt hat, führt Jimmy Logan (Channing Tatum) seine zwei Geschwister an für ein ähnlich großes Vorhaben.

                            Sie überfallen den Charlotte Motor Speedway (North Carolina). Randinfo: schon "Days of Thunder" wurde hier gedreht, es kann über 200.000 Menschen aufnehmen und wird dadurch zeitweise zur drittgrößten Stadt im Staat. Und weil die Logans durch gewisse Umstände ihren geplanten Raub vorverlegen müssen, fällt der Coup genau auf so ein Rennwochenende. Während des 600-Meilen-Rennen am letzten Wochende im Mai (Memorial Day Weekend). Zusätzlich erschwert wird ihr Vorhaben dadurch, das zwei Kompagnons (Adam Driver, Daniel Craig) für den Raub aus dem Gefängnis befreit werden und anschließend wieder in den Knast einbrechen. Und all das soll gelingen, ohne das jemand dahinter kommt.
                            Die Besetzung ist toll gewählt, die Nebenrollen machen Freude (u.a. Katie Holmes, Katherine Waterston, Brian Gleeson, Hilary Swank), ein grossartiges Setting. Die Farben und der Look sind super. Die Kameraführung ist toll. Sie fängt detailierte, atmosphärische Bilder ein. Irgendwie stimmt alles in seiner Kompaktheit. Aber andererseits wirkt es auch ein wenig, als hätte man es bereits geesehen.

                            Innovativ oder neu ist Soderbergh hier nicht. Aber "Logan Lucky" ist erzählerisch klug, unterhaltsam und zauberte mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht.

                            "Es macht Spaß, wie der Film über die hanebüchenen Planungseskapaden seiner Helden den Charme des Zufälligen und Verspielten an den Tag legt. Die Figuren sind kauzig und liebenswert, ohne schablonenhaft zu werden." [Quelle: Dennis Vetter, Tagesspiegel] "Amerikanisches Kino vom Feinsten, naiv und clever, weltläufig und provinziell." [Quelle: F.A.Z.]

                            8
                            • 5 .5

                              Originell in vielerlei Hinsicht.
                              Unterm Strich akzeptable Unterhaltung.

                              • 5

                                Oceans Eleven, der vierte Teil. Diesmal mit Rednecks.
                                Figuren reichen von nervtötend bis nur in kleinen Dosen erträglich.
                                Soderbergh bietet hier auch nichts, was er uns nicht schon in anderem Gewand des öfteren präsentiert hätte.

                                • 7

                                  Sehenswerte Gute-Laune-Gauner-Komödie, wie man sie von Soderbergh erwartete. Der Film wartet mit (fast ein bisschen zu) kalkulierten Wendungen und einem herrlich gut gelaunten Cast auf. Klar ist hinter dieser Hinterland-Variante der Ocean's-Filme nicht wahnsinnig viel Substanz. Dies ist aber auch keinesfalls nötig, da sich "Logan Lucky" zum Glück nie wahnsinnig ernst nimmt.

                                  4
                                  • Craig ist mein absoluter Lieblingsbond und ich habe mir schon lange eine Rolle wie hier gewünscht. Während er drüben im Agenten-Franchise mit Testosteron, Kälte und Härte auftrumpft, bricht er hier wunderbar mit all diesen Eigenschaften. Selten hat er eine Rolle so sehr genossen wie hier.

                                    Der Rest des Casts ist ebenfalls perfekt. Für Driver hege ich schon seit Episode 7 eine heimliche Liebschaft, einfach weil er untypisch spielt. Tatum beweist erneut, dass er sich selbst weitaus weniger ernst nimmt als vermutet.

                                    Die Geschichte arbeitet wunderbar durch ihre Figuren, Soderberghs Regie lässt keine Wünsche offen, die Gags sitzen und insgesamt macht das Ding einfach großen Spaß! Davon hatten wir im Kinosommer ja leider viel zu wenig.

                                    • 6 .5

                                      Meine Erwartungen an den Film waren etwas Action und ne gute Packung Humor. Ersteres war nicht allzu stark vertreten aber es hat für diesen Film ausgereicht. Der Film punktete bei mir durch seine lockere Art und teils "Hintlerweltler-Humor", welcher in diesem Film hervorragend funktioniert hat. Dadurch sind sehr lustige Szenen entstanden, die teilweise sehr abstrus waren. Hier zum Beispiel die Game of Thrones Debatte.

                                      Die schauspielerische Leistung von Channing Tatum und Adam Driver fand ich auch ziemlich gut. Auch deren Schwester hat perfekt den Charakter der Logan-Familie dargestellt.

                                      Ein paar Minus-Punkte gab es von mir durch die teils unlogischen und nicht gut durchdachten Szenen, die auch teilweise den engen Zeitlimit des Filmes zuzuschreiben waren, obwohl eine Spieldauer von 2 Stunden für eine Komödie schon etwas länger ist. Hier als Beispiel der schnell geplante Gefängnisausbruch. Aber ich glaube bei diesem Film muss man nicht unbedingt auf die Machbarkeit des Plans schauen, im Vordergrund steht hier eindeutig die sehr lustig Inszenierten Witze und Situationskomik.

                                      Achtung kleiner Spoiler!!

                                      Auch gut gefallen hat mir die Botschaft des Filmes, dass Jimmy Logan am Ende doch nicht das Geld wichtig war, sondern nur das Zusammensein mit seiner kleinen Tochter, die übrigens auch ein sehr rührendes "Take Me Home, Country Roads" gesungen hat.

                                      Kleiner Spoiler Ende!!

                                      Allem in Allem eine durchgehend gute Komödie mit vielen Lachern und einer sehr guten Symbolik am Ende die ich nicht erwartet hätte. Allerdings mit kleinen Abstrichen was die Logik angeht.

                                      1
                                      • 7
                                        EchoOnline 21.09.2017, 09:54 Geändert 21.09.2017, 09:54

                                        So ist dieser Film ein großer Spaß, wenn auch nicht unbedingt für Actionfans. Mit seiner lässigen Inszenierung erweckt Soderbergh den Eindruck, als ginge es ihm weniger um Action als um eine Hommage an einen Menschenschlag, dessen "mir san mir"-Attitüde sich in einem knochentrockenen, sehr maskulinen Galgenhumor äußert. [Birgit Roschy]

                                        1
                                        • 6 .5
                                          ernje 20.09.2017, 22:22 Geändert 20.09.2017, 23:22

                                          Hat Spaß gemacht. Frisch und lustig kommt alles daher; der Cast harmoniert, der Score geht klar, Story is OK, wenn auch etwas sehr bemüht den Wohlfühlfaktor aufrecht zu erhalten. Fetzige Charaktere die zwar Klischees bedienen, diese aber nicht zu sehr ausgeweitet werden, als dass man schon facepalmen muss. Hat mich streckenweise etwas an die Performance von Fargo erinnert, war direkt automatisch ein Schmunzeln im Gesicht ^^
                                          Weiter so!
                                          Und ich muss hier nochmal Werbung für die kostenlose CInestarcard machen; es war heut der letzte Tag, dass dies der Film der Woche war und ich habe statt satten 11 nur 5 euro pro Karte bezahlt; genau mitte-hinten Premium-Loge Doppelsitz, der mittlerweile sogar mit nem kleinen Tisch anner Seite aufwartet ;) ...

                                          1
                                          • 4
                                            mofie 20.09.2017, 18:52 Geändert 20.09.2017, 18:54

                                            Das Ziel der Produzenten war klar: Die Atmosphäre der Oceans-Reihe aufgreifen und an deren Erfolge anknüpfen. Also mit bewährter Story Kasse machen...
                                            Leider hat das nicht wirklich funktioniert.
                                            Der Film folgt der klassischen Oceans-Dramaturgie und ist daher nicht wirklich neu oder innovativ. Der Coup war außerdem nicht besonders "überraschend" - eher gequält inszeniert.
                                            Neue Gags oder v.a. die spritzigen Dialoge für die die Soderbergh-Filme bekannt sind, sucht man hier vergebens.
                                            Ein 4ter Teil der Oceans-Reihe wäre wohl effektiver gewesen.
                                            Bevor man sich diesen Film gönnt, sollte man nochmal in seiner DVD-Sammlung kramen und Ocean's 11 auflegen.

                                            • 9

                                              Da haben wir ihn : Den witzigsten Film des Jahres! Und das ganz ohne Klamauk und Fäkalhumor. Lachflashs im Minutentakt. Steven Soderbergh ist ein echter Meister-Regisseur, der immer ein Händchen für trockenen Humor hat. Mit Logan Lucky hat er seinen besten Film seit Ocean's 11 inszeniert. Aber Vorsicht : Logan Lucky ist nicht für Klamauk Fans oder für Freunde von Komödien im Stil von Hangover geeignet. Dieser Film ist trocken. Sehr sehr trocken. Wenn man diese Art von Humor (ähnlich wie bei Snatch) liebt, wird man bei Logan Lucky aus dem Lachen nicht mehr heraus kommen.

                                              Jimmy Logan ist ein gewöhnlicher Mann von der Baustelle. So scheint es. Er und seine Familie haben nicht gerade einen erfolgreichen Ruf. Zu allem Überfluss verliert er auch noch seinen Job. Da er seiner geliebten Tochter ein besonderes Leben gönnen will, beschließt er einen ganz großen Coup. Zusammen mit seinem einarmigen Bruder Clyde und seiner Schwester Mellie will er jede Menge Geld während eines NASCAR Rennens stehlen. Doch dafür brauchen sie Hilfe vom Knacki Joe Bang, den sie nun irgendwie aus dem Knast bekommen müssen.

                                              Man darf bei Soderbergh nicht vergessen, dass er auf Arthouse Filme spezialisiert ist. Das merkt man auch bei Logan Lucky. Der Film hat einen sehr ruhigen Erzählstil und hier und da hat der Film auch kleinere Längen. Das Ganze ist aber verdammt gut geschrieben, der Humor ist trocken und bodenständig und dadurch zum brüllen komisch. Ich habe wirklich lange auf eine Komödie gewartet, die komplett frei vom infantilen Humor ist und auf Fäkalien gänzlich verzichtet. Die Story ist clever und nicht ganz einfach, da man auf viele kleine Details achten muss.

                                              Die Schauspieler haben alle eine brillante Chemie miteinander. Channing Tatum wird von Film zu Film besser und inzwischen ist er ein richtig guter Schauspieler geworden. In Logan Lucky verkörpert er einen äußerlich einfach gestrickten Mann, der aber innerlich extrem clever ist. Aber er wäre nur halb so gut ohne Adam Driver, der immer mehr Potenzial hat, meine neue Nummer 1 unter den Schauspielern zu werden. Schon in Star Wars Episode VII und Paterson hat er mich umgehauen und auch in Logan Lucky haut er wieder eine Performance raus, die mich so sehr zum lachen gebracht hat, dass ich feuchte Augen bekam. Er war mein absolutes Highlight im Film und seine Chemie mit Tatum ist so gut, dass sie tatsächlich wie Brüder wirken. Auch Daniel Craig haut eine amüsante Performance raus, die fernab von seinem Bond Charme ist. Es gibt auch zahlreiche Gastauftritte, die ich jetzt nicht vorweg nehmen will.

                                              Fazit : Witzig, clever und trocken. Logan Lucky ist der witzigste Film des Jahres. Ich hatte wirklich Tränen in den Augen vor lachen. Allerdings wird der Film nicht jeden gefallen, da man hier keinen Hangover, Superbad oder Bad Neighbors Humor erwarten darf. Logan Lucky ist trockener Humor vom feinsten, der aber genau meinen Geschmack trifft. Wer also ein Freund von Arthouse-Comedy ist (z.b. Jim Jarmusch Filme), der wird hier eine echte Perle vorfinden. Alle Schauspieler, insbesondere Adam Driver, spielen erstklassig und sowohl die Dialoge, als auch das Drehbuch sind erstklassig geschrieben.

                                              9/10

                                              ---------------------------------------------

                                              JokerReviews Hauptseite auf Instagram : https://www.instagram.com/joker.reviews/

                                              3
                                              • 7 .5

                                                Hätte ich den Film nicht in der Sneak sehen dürfen, wäre er wohl an mir vorbeigegangen. Ich bin nämlich nicht der größte Channing Tatum oder Daniel Craig Fan...
                                                Aber da hätte ich wirklich jede Menge verpasst!
                                                Ich mag diese Art von Heistkömodien, besonders die Oceans-Reihe von Soderbergh, echt gern, auch hat mir der Humor hier wirklich gut gefallen.
                                                Die Charaktere, die teilweise wirklich nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind, werden liebe- und humorvoll dargestellt.
                                                Den Film werde ich mit Sicherheit noch 1-2 Mal schauen bei nem gemütlichen Filmabend sehen :-)

                                                1
                                                • 7

                                                  Unterhaltsame, wenn zum Teil auch etwas zu gemächlich inszenierte Gauner- bzw. Heistkomödie, die phasenweise durchaus auch als kleine Milieustudie des amerikanischen Prekariats verstanden werden kann, ohne dabei in ken-loach-mäßige Sozialdrama-Tristesse auszuarten. Locker, sympathisch, im Aufbau - wie bereits erwähnt - aber etwas zu ruhig. Knappe 7 von 10.

                                                  2
                                                  • 5

                                                    Trotz Starbesetzung war er leider nur ziemlich dürftig. Die Gags konnte man locker an einer Hand abzählen und der Coup an sich war viel zu langweilig gemacht. Stellenweise war der Handlungsaufbau etwas verwirrend, enttäuschende 5 Punkte, da konnte Craig auch nichts dran retten.

                                                    1