Lucky#Slevin - Kritik

Lucky Number Slevin

US · 2006 · Laufzeit 106 Minuten · FSK 16 · Thriller, Kriminalfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Es gab eine Zeit . . .

    . . . in der DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN (1995) die Krone aller „Tricky-Drehbücher- mit finalem-Twist“ trug. Auf Jahre stolzierte dieser grandios besetzte, fleißig Haken schlagende und einen am Ende umhauende Thriller durch den Ballsaal des guten Geschmacks. Nach ihm kamen viele. Das coole Double von Guy Ritchie BUBE, DAME, KÖNIG, grAS (1998) und SNATCH (2000) im Gangster-Genre. Der unheimliche THE 6TH SENSE und einer der besten Superhelden-Filme überhaupt: UNBREAKABLE (2000). Beide vom einstigen Wunderkind M. Night Shyamalan. MEMENTO (2000) ließ Christopher Nolan gleich durch den Schredder jagen und verkehrt herum zusammen setzen. Später mischte man sogar im Action-Genre (SMOKIN' ACES / 2006) oder Rom-Com (500 DAYS OF SUMMER / 2009) ein paar scharfe Mixturen, wobei letzterer natürlich auch ohne einen finalen Twist begeistern konnte.
    2006 erschien dann aber ein Film, der es zumindest verdient hat, jeden zweiten Dienstag und Donnerstag mit der ÜBLICHEN Krone durch die langen und prunken Flure zu laufen. LUCKY#SLEVIN kam direkt in die Videotheken-Regale, trotz hervorragender Qualitäten und keinem Gramm überschüssigen Fettes auf den Rippen. Der „Kansas City Shuffle“ ging in den allgemeinen Sprachgebrauch über, Josh Hartnett hatte endlich einen „eigenen“ richtigen Film vorzuweisen und man selber Flecken auf den Linsen, verursacht von den abgefucktesten Tapeten, die ein nicht Seventies-Film vorzuweisen hatte.

    Es gab eine Zeit . . .

    . . . in der man der Meinung war, mit dem einlegen der DVD von LUCKY#SLEVIN eine nette, vielleicht sogar recht spannende Verwechslungsgeschichte erwischt zu haben. „Wahnsinnscheißeogott“ … wie konnte man auch erahnen, etliche geplatzte Blutpäckchen später mit aufgerissenen Augen und Mund nach Luft ringend mit einer Plastiktüte über dem Kopf zu erwachen?

    Es gab eine Zeit . . .

    . . . in der die Namen Bruce Willis und Ben Kingsley, und selbst Morgan Freeman auf dem Cover einer DVD oder BluRay noch zu freudigem Zungen schnalzen anregten. Heute kommen die Namen leider keiner Einladung, sondern eher einer Warnung gleich, sich zumindest erst mal ein paar Infos über den Film einzuholen, bevor man sich möglicherweise einen hartnäckigen 3 Tage andauernden C-Movie-Augenkollaps einfängt.

    Drehbuchautor Jason Smilovic und Regisseur Paul McGuigan haben mit LUCKY#SLEVIN einen extrem vielseitigen Film erschaffen, der Drama, Action und Humor in eine Linie bringt, sehr tricky daher kommt, sich am Ende aber komplett entknotet. Sicherlich fordert SLEVIN den Zuschauer, denn hier wird man zu Beginn erst mal vor ein nicht zu entwirrendes Puzzle gesetzt. Aber wenn man erst mal den Rand gelegt hat, dann kann der fantastische 'Kansas City Shuffle' beginnen, bis es einem den Hals zuschnürt . . .

    11
    • 10
      Rocket Man 22.09.2017, 23:59 Geändert 23.09.2017, 14:32

      Kansas City Shuffle

      Man steht morgens auf, macht sich fertig und ist, wer man ist.
      Man geht morgens zur Arbeit, legt langsam los und ist nicht, wer man ist.
      Zuhause mag man sich verfluchen, in den tiefen Gedanken über das Leben versinken und in Trauer zerfließen.
      Auf der Arbeit ist man nett, kümmert sich um seine Aufgaben und erfüllt seinen Zweck.
      Zuhause rede ich nett mit den Menschen, gebe viel und nehme nicht viel.
      Auf der Arbeit rede ich nett mit den Menschen, gebe viel und würde gerne auch mal etwas nehmen.

      Weil ich auf der Arbeit eben ein vollkommen anderer Mensch bin. Was ich auf der Arbeit bin, steht in meinem Arbeitsvertrag. Wer ich Zuhause und im Privatleben bin, steht auf keinem Blatt Papier. Und ebenso ergeht es Slevin (Josh Hartnett) in Lucky#Slevin, einem Film, der mit den großartigsten Schauspielern aufwartet, die ich kenne. Bruce Willis, Ben Kingsley, Morgan Freeman und eben Josh Hartnett. Letzterer ist mit eher unbekannt, auch wenn ich sein Gesicht schon auf ner Menge unaufgeregten oder ansprechenden DVD-Covern gesehen habe. Jedenfalls ist Slevin auch zunächst auch nicht ganz klar durchschaubar, ebenso wie seine Motive, seine Gründe und eigentlich alles, was er macht und woher verdammt er eigentlich her kommt. Vielleicht ein anderer Mensch, als er vorgibt, ein anderer Mensch, als es der Regisseur vorgibt.

      In Lucky#Slevin geht's um…ja..eben Slevin. Und einen gewissen Nick Fischer. Und es geht um den Boss, der großen Einfluss hat und den Rabbi, der im Gebäude gegenüber sitzt und auch viel Einfluss hat. Dann geht's da noch um Wettgeschäfte, Handlanger, Polizei und Rache. Slevin, den zunächst ein Unglück auf das Nächste folgt, eben drei Mal Unglück und ein viertes, wenn es schon mal gut läuft, kommt im Hotelzimmer eines alten Freundes an und steckt plötzlich zwischen mehreren Fronten, in Geschäften und Abgründen, die noch sehr verwischt und unklar erscheinen…... Er landet dabei im Hotelzimmer eines altbekannten. Nick Fischer. Was er nicht ahnt ist, dass sein Unglück des anderen Glück ist und umgekehrt (unscheinbarer Spoiler, Vorsicht!).

      Die Geschichte ist komplexer, als man es gewohnt ist und die Darsteller geben alles, was sie können und die Dialoge in Lucky#Slevin geben dem Ganzen den Rest, setzen dem Ganzen die Krone auf.
      Was wahr ist, was falsch ist, was möglich sein könnte, was möglich ist, sein soll und muss, wird dem Zuschauer erst gegen Ende verraten und bis dahin spielen alle ihre Rollen so konsequent, dass man zunächst gewillt und gezwungen ist, dem zu glauben, was man auf dem Bildschirm sieht. Eben die Kunst, der sich ein Regisseur bedienen kann. Es ist wie Magie, denn er führt uns eigentlich an der Nase rum, redet so viel über Lügen, Zufälle, Liebe, Leben und Blickwinkeln, rückt aber mit einer anderen Wahrheit nach der anderen raus und macht aus Lucky#Slevin ein Glanzstück, poliert, aber trotzdem dreckig, düster und vielschichtig. Wie diese komischen russischen Puppen. Ahja. Ich weiß es wieder. Lucky#Slevin ist eine Babuschka, aber keine russische. Und er ist er selbst. Denn er spricht nicht nur von einem zunächst unbekannten Phänomen/Trick/Auftrag/was auch immer, das sich Kansas City Shuffle nennt, sondern ist selbst einer. Der Film ist genau das, worüber er auch selbst spricht. Oberhammer.

      „Was ist ein Kansas City Shuffle?“
      Goodkat: „Ein Kansas City Shuffle ist, wenn alle Welt nach rechts guckt, während du linksrum gehst.“

      Für einen Rache-Film, was Lucky#Slevin im Resultat dann doch ist, gibt es unendlich viel Weisheit, Leben, Atem und klare Luft in den Dialogen. Die Rachegeschichte oder überhaupt die ganze Geschichte, war für mich gar nicht so spannend, wie die Tatsache, dass drum herum so viel mehr über das Leben geredet und philosophiert wird, als ich es an einem Tag überhaupt in die Birne kriege. Viel Stoff und ein Drehbuch aus Gold…

      Rabbi: „Die Glücklosen sind nichts weiter als ein Bezugspunkt für die Glücklichen, Mr. Fisher. Durch ihr Unglück zeigen sie mir nur mein Glück. Es ist nur bedauerlich, dass die Glücklichen erst merken, welches Glück sie hatten, wenn es sie verlässt. Sie zum Beispiel: Gestern sind Sie besser dran gewesen als heute, aber erst durch den heutigen Tag merken Sie das, aber gestern ist vorbei und es ist zu spät. Verstehen sie? Die Leute sind nie glücklich mit dem, was sie haben. Sie wollen das, was sie mal hatten oder was jemand anders hat.“

      Nein, Luck#Slevin ist kein einfacher Rachefilm. Eher ein übergreifender Drama/Krimi/Geschichte/Thriller/Racheactioner mit unheimlich viel Köpfchen:

      Goodkat: „Also, ich könnte mir vorstellen, dass Ihr Sohn Ihnen lebendig mehr wert ist als dem Boss tot. Und mir ist mehr Geld mehr wert als weniger Geld. Und Sie sind doch der Kerl mit den großen Geldbündeln unter der Matratze.“

      Und manche Dialoge sind zum niederknien. Da könnt ich mich reinlegen und drin baden…:

      Boss: „Ist Ihnen der Schmu ein Begriff, Mr. Fisher? Eine Comicfigur, die ich als Junge mochte. Der Schmu war ein äußerst liebenswertes Wesen. Er legte Eier, gab Milch und wurde geradezu ekstatisch, wenn man ihn hungrig ansah. Der Schmu liebte es, gegessen zu werden, er konnte schmecken, wie jedes Essen, auf das man Lust hatte. Schmuhaut dünn geschnitten ergab feinstes Leder. Sogar die Schmubarthaare waren noch ausgezeichnete Zahnstocher. Kurz gesagt: Der Schmu hat sämtliche Bedürnisse der Welt erfüllt.“

      Es gibt viel zu Deuten, Freiraum für eigene Gedanken oder dem einfachen Genuss von Zeilen, wie diesen:

      Boss: "Ich habe Sie angeheuert, damit Sie einen Job durchziehen. Aber er sollte nicht so aussehen, als wäre er ein Job. Sie nieten also die Israelis um, sprengen das halbe Gebäude und jetzt sieht besagter Job, der nicht so aussehen sollte, als wäre er ein Job plötzlich ziemlich so aus, als wär er ... ein Job... Okay... Drauf geschissen"

      Und so weiter und sofort.

      -------------------------------------------------------------------------------------------

      Es gab mal eine Zeit.

      Was?, mögt ihr jetzt denken.

      Und während ihr darüber nachdenkt und nach rechts schaut, gehe ich linksrum und verpass euch ne Kugel. Tut mir Leid…aber ohne eine Leiche läuft eben kein Kansas City Shuffle.

      14
      • 10
        Srics213 15.09.2017, 10:58 Geändert 16.09.2017, 13:25

        "Diese Geschichte ist lügenhaft zu erzählen, Jungens, aber wahr ist sie doch, denn mein Großvater, von dem ich sie habe, pflegte immer, wenn er sie mir vorsponn, dabei zu sagen: ‚Wahr muss sie doch sein, mein Junge, sonst könnte man sie ja nicht erzählen.‘" - die ironische Einleitung aus DER HASE UND DER IGEL

        Was ist eigentlich ein Spoiler? Eine Vorrichtung am Heck eines Autos, die das Fahrzeug besser am Boden haften lässt, wenn man schnell fährt.

        Es gibt Geschichten und Filme, die sind nichts ohne ihr Ende, ohne das große Finale, dem Twist. Weiß man, wie der Spaß endet, hält sich der Wunsch nach einem erneuten Kontakt durchaus in Grenzen. Doch es gibt auch eine Handvoll hochkarätiger Streifen, die sich nicht nur auf ein `Buh!´ am Ende verlassen, sondern dieses Gespenst so geschickt auffädeln, einleiten und umkreisen, dass eine erneute Sichtung nicht nur spannend ist, sondern das Geschehen in einem ganz anderen Licht dastehen lässt. Der Hase, der sich über den geknickten Igel lustig macht, sich über allem wähnt. Die wenigsten dieser Goldschätze verlassen sich dabei auf eine lupenreine Logik, auf eine saubere und nachvollziehbare Wahrheit. Ganz im Gegenteil. Viele Storydreher sind im Grund ausstaffierte Lügen, eine große Schwindelei und Täuschung. Was hat der Igel schon zu verlieren? Das gelingt mal mehr, mal weniger gut und die weniger guten Filme dieser Gattung werden zweifelsohne angeführt von DIE UNFASSBAREN (2013), einem ganz schlimmen Hokuspokus mit dämlich grinsenden Stars und Ideen, die sogar nicht magisch sind. Noch nie von Hasen und Igeln gehört. Natürlich log mich dieser Film an. Und zwar die hässliche Variante einer Lüge. Glaubt man einigen Studien, lügt der Mensch weit über 100 mal am Tag, vielleicht sogar noch öfter. Euphemismus und Polemik, ein Wettbewerb. Irgendwann fängt man an die Lügen zu beurteilen, hört man sie nur oft genug, spricht man sie selbst aus und erliegt der Faszination der Scharlatanerie. Ein Spaß, wenn man sich darauf einlässt. So lebt, arbeitet und liebt es sich einfach aufregender. Was wäre eine Geschichte ohne eine feine Lüge. Würde der Hase noch leben?

        Die größten, besten und genialsten Schwindeleien der jüngeren Vergangenheit, präsentierte mir der Spanier Oriol Paulo, dessen Filme THE BODY (2012) und vor allem der ganz hervorragende EIN UNSICHTBARER GAST (2016) einen nachhaltigen Eindruck hinterließen. Gehe ich durch die letzten zwei Jahrzehnte, sind es DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN (1995) und LUCK # SLEVIN (2016), die nichts von ihrer Strahkraft verloren haben. Während der eine locker von der Pinwand weg Geschichten erzählt und Momente verknüpft, treibt es der andere, SLEVIN, nicht ganz so bunt, schwindelt viel eleganter und verleiht dem Konstrukt, im Gegensatz zu den VERDÄCHTIGEN, eine ganz eigene Katharsis, glänzt mit einer lockeren, schrägen und galligen Art des schwarzen Humors, formt seine ganz eigenen Fußstapfen und ist somit, zumindest in meinen vier Wänden, die herrlichste aller Flunkereien, wiedergegeben von einem Cast, der besser nicht hätte aufgestellt werden können. Bruce Willis, Lucy Liu, Stanley Tucci, Morgan Freeman und Ben Kingsley in bester Spiellaune. Die Rolle der Hasen unklar, die des Igels und des anderen Igels kaum zu erkennen. Dass es LUCKY # SLEVIN nicht in die hiesigen Kinos schaffte, ist seltsam. Regisseur Paul McGuigan ist zwar kein Wunderkind, aber das virtuose Spiel aus Schnitt, Kamera und der ganz eigenartigen Musik ist einmalig, erinnert ein bisschen an SNATCH. Aber nur ein bisschen.

        Josh Hartnett spielt Slevin Kelevra, der Dreh- und Angelpunkt dieser vernetzten Story, mit einer abgeklärten, schnippischen und wortgewandten Hingabe, tänzelt durch alle Seiten, Interessen und ist in Figur und Motivation ein Zitat der Filmgeschichte. Seine beste und einprägsamste Rolle vor der Linse. All das wäre nichts ohne das geniale Drehbuch von Jason Smilovic. Dieses Drehbuch ist und bleibt, war und wird immer Platin bleiben. Geschulte und aufmerksame Naturen erahnen sicher schon früh, wo der Igel den Hasen auf's Kreuz legen könnte, aber ich gehörte einst nicht zu jenen Schlaubergern und mich blies diese Geschichte in all ihren Facetten um, wieder und wieder. Ob all seiner Zitate, der zig schlauen Metaphern und Wendungen, dem stimmungsvollen Gesamten und dem Schachspiel darin. Die Geschichte haftet am Boden, das Wissen um das Ende, die vielen Fäden ein Segen, ein schelmischer Kalauer. Und am Ende brechen die Hasen ob ihrer Gier zusammen und sterben.

        9
        • 8 .5

          Die Besetzung alleine ist so erlesen daß sie für zwei Filme gereicht hätte: Ben Kingsley, Josh Hartnett, Bruce Willis, Lucy Liu, Morgan Freeman und Stanley Tucci stehen hier gemeinsam vor der Kamera und das in einem genialen Film der ein tolles Prinzip aufweist: er verschaukelt den Zuschauer ganz gewaltig. Am Anfang bekommt man ein paar absolut zusammenhanglose Morde gezeigt, danach die Geschichte eines armen Spielers präsentiert - Dinge die keinen Sinn ergeben. Es ist so als würde man ein weißes Blatt vor sich haben mit wenigen schwarzen Punkten drauf - und wenn der Film dann nach und nach Linien zieht, die Punkte verbindet erkennt man langsam das Gesamtbild. Glaubt man zumindest, denn wenn man einmal denkt "Jetzt hab ich's" schwenkt der Film wieder brutal um und bietet gegen Ende ein paar der flinksten Pointen die in direkter "Wild Things" Tradition stehen. Obendrein bemerkenswert: obwohl es eigentlich ein düsterer und harter Gangster-Thriller ist hat er auf sympathische Weise einen gewissen Humor inne der ihn kurzweilig und locker erscheinen lässt. Also: endlich mal wieder einer dieser Filme die man sich aus dem Videothekenregal greift ohne sie zu kennen - und man merkt dann was es für ein Glücksgriff war.

          Fazit: Leider etwas blutig, aber ein kniffliger, phantasievoller und starbesetzter Mega-Thriller mit Witz und Traumbesetzung!

          1
          • 9
            BountyHunter2602 30.06.2017, 11:18 Geändert 30.06.2017, 11:23

            Ein Filmtitel den jeder wahrscheinlich schonmal gelesen oder gesehen hat, aber dennoch hatte ich den Streifen nie auf dem Schirm. Und auch die Schauspieler sind nicht meine Liebsten, bis auf eine Person die mich überzeugt hat diesen Film anzusehen. Das war niemand geringeres als die bezaubernde Lucy Liu. Wie sich aber letztendlich herausstellte wurde sie aber von allen anderen vor allem Freeman, Willis und Hartnett noch komplett in den Schatten gestellt. Ich muss zugeben ich hatte anfangs meine Zweifel, da mich viele Dialoge doch recht stark verwirrten und mir auch die Story nicht ganz entschloss. Im Laufe der knapp 2h Lauflänge wurde mir dann aber klar, was es mit dem Film auf sich hatte und so schnell war ich dann auch gebannt vom Ganzen. Was anfangs unlogisch und skuril wirkt ergibt letztendlich alles einen Sinn und es gibt dutzende "aha-Momente". Die Dialoge die anfangs verwirrten wirken jetzt so durchdacht und genial, dass ich an dieser Stelle ein riesen Lob an das großartige Skript geben muss. Ebenso der ein oder andere Twist gegen Mitte / Ende des Films war nicht mal ansatzweise vorhersehbar für mich und verdammt das liebe ich.
            Was ich ebenfalls bemerkenswert finde ist diese unglaubliche Leichtigkeit die der Film ausstrahlt, auch wenn Leute sterben und hintergangen werden, gibt es immer wieder komische Momente, sowas habe ich bisher in fast keinem Film dieses Genres gesehen.
            Lucky#Slevin ist ein Geheimtipp und nutzt so gut wie das ganze Potential komplett aus was er hat. Ich habe eine neue Perle gefunden und freue mich jetzt schon auf die 2. Sichtung.

            • 8

              ++++++++++FRECH++++++++++

              2.Sichtung

              Seit vielen Jahren mal wieder gesehen, deshalb hatte ich auch die Handlung vergessen. Vielleicht war sie im Unterbewusstsein verankert oder ich habe einfach schon zu viele Filme gesehen, aber leider war für mich von vorne herein klar wie der Hase läuft. Für mich also komplett vorhersehbar, was am Ende auch bestätigt wurde. Abeeeeeeer trotzdem ein sehr guter Film. Durch seinen super Cast und dem frechen Slevin, der an einer Krankheit leidet wie wir erfahren und deshalb kein Gefühl für Sorge und Kummer hat. Vor allem die Dialoge machen den Film unterhaltend. Die Handlung ist in unterschiedlichen Episoden erzählt die am Ende zusammen laufen und deshalb sollte man schon konzentriert bei der Sache sein.
              Jetzt wo ich die Handlung wieder komplett kenne, ist der Faktor des Wiedersehens eher gering, was oft das Problem von Mindfuck-Filmen ist.

              1
              • 6 .5

                Topbesetzung, gut gedreht, schöne Bilder, der Film geht runter wie Öl, und bedient auch die alte Pulp Fiction-Schule. Gute, amüsante und eventuell sogar zu blutige Unterhaltung.
                Warum habe ich eigentlich nicht mehr Punkte gegeben?

                1
                • 6 .5

                  Von Anfang an weiß dieser Film mit sehr ausgefallenen, wirren Dialogen zu punkten - allerdings verlaufen die irgendwann im Sand und werden irgendwie zu viel.
                  Dafür bekommt man hier einen irren Plottwist, den ich so nicht kommen sehen habe, wenngleich er auch zu erahnen war (wenn man den Film nicht gerade völlig übermüdet guckt).
                  Die Schauspieler sind gut und "sehr Hollywood", doch das hat mir nicht gereicht, um den Film wirklich gut sein zu lassen. Irgendwas hat mir gefehlt. Die Handlung plätscherte in der Mitte zu sehr vor sich hin (was dafür gesorgt hat, dass ich für zehn Minuten tatsächlich eingeschlafen bin und den Twist fast verpennt hätte).
                  Ganz netter Actionstreifen in cooler Optik - aber ich habe auch schon besseres gesehen.

                  4
                  • 8

                    Raffiniert erzählte Geschichte um die Folgen einer missglückten Pferdewette. Die Erzählperspektiven wechseln, ein hoher Bodycount geht einher mit verblüffend langsamen und dadurch extrem wirkungsvollen Szenen (wie Bruce Willis erstem Auftritt im Flughafen). Der Humor ist mal subtil und mal derbe, die Action kommt aus dem Nichts und ist sofort wieder vorbei. Selbst Lucy Liu kann mal richtig in ihre Rolle einer hyperaktiven Gerichtsmedizinerin schlüpfen und der mir bis dahin komplett unbekannte Josh Harnett stolpert durch die Handlung wie ein Traumtänzer - wobei die Entwicklung dieser Figur ebenso gelungen ist wie der sich daraus ergebende Überraschungseffekt. Ein runder, gut gemachter Film mit einem sagenhaften Cast und einem überragenden Drehbuch. Gute Unterhaltung garantiert.

                    Es ist korrekt, den Film mit "Snatch" zu vergleichen - beide Filme bedienen dasselbe Genre "absurder Gaunerfilm". Ich möchte nicht urteilen müssen. Snatch ist verspielter und britischer, etwas derber vom Humor her und Lucky#Slevin hat dafür die interessantere Geschichte zu erzählen.

                    5
                    • 10

                      10 Jahre dürfte es jetzt her sein , dass ich diesen Streifen gesehen habe und ich frage mich damals wie heute, wie man auf ein dermaßen geniales Drehbuch kommt. Noch heute bekomme ich im letzten Drittel eine Gänsehaut.
                      Schauspielerisch erste Sahne und hochklassige Dialoge. So ein Film kommt nicht nochmal und ich bin froh dieses Meisterwerk auch noch in Jahren erleben zu dürfen.

                      3
                      • 7

                        Ein Film der ich als sehr positiv aufgenommen habe,weil als ich die DVD dazumal kaufte natürlich ein Blindkauf.War meine Erwartungen nicht hoch, aber eben ich würde positiv überrascht.

                        Zum Plot

                        Slevin (J. Hartnett) hat kürzlich seinen Job, seine Frau und seine Wohnung verloren und ist nach New York gekommen, um sich vorläufig bei seinem Kumpel Nick (S. Jaeger) einzunisten. Von diesem fehlt jedoch jegliche Spur. Stattdessen tauchen plötzlich einige Gangster auf, die Slevin für Nick halten und von ihm eine beträchtliche Summe Geld verlangen. Da Slevin das Geld natürlich nicht hat, muss er für den Gangsterboss einen Mord begehen. Das Opfer soll der Sohn vom Boss der Judengang sein. Als wenn das noch nicht genug wäre, mischt sich auch noch ein Detektiv ein und verkompliziert die Situation zusätzlich. Wird es Slevin gelingen, lebend aus dieser misslichen Lage zu entkommen?

                        Ein Film der mich überzeugte, Actionszenen sind gut und der Film ist unterhaltsam...@ Domiii - Ja genau der Humor ist eher für Jugendlichen gemacht und Josh Harnett ertrage ich auch nicht. Aber Bruce Willis macht Laune. Der Film ist gute Unterhaltung für zwischendurch.

                        • 7

                          Wenn Bruce Willis, Morgan Freeman und Ben Kingsley zusammen in einem Film spielen, kann man schon Neugierig werden. So ging es zumindest mir. Ich drückte auf meiner Fernbedienung „Play“, bevor ich mir gross Gedanken gemacht habe, was mir dieser Film wohl erzählen möchte.

                          Man wird von einer tollen Anfangssequenz und überzeugenden Schauspielerischen Leistungen empfangen. Ohne grosse Vorgeschichte geht es ziemlich rasch los. Bruce Willis weiss von Beginn an zu gefallen und macht seinen Job, wie meistens, sehr gut. Was zu einem Grossteil an seiner unglaublichen Präsenz liegt. Er geniesst bei mir einen Sympathiebonus, den nur wenige bekommen. Josh Hartnett war mir bis anhin etwa so wichtig wie ein Müllsack auf dem Balkon. Begeistern konnte er mich auch diesmal nicht (Subjektiv), doch für eine solide Leistung reicht es allemal (Objektiv). Da kommen wir doch gleich zu einem grösseren Problem des Films, der Humor. Meiner ist es nicht. Ich will niemanden beleidigen dem dieser Humor gefällt, aber ich würde ihn als „Teenager-Humor“ bezeichnen. In Kombination mit Josh Hartnett, ist das für mich echt ein Dorn im Auge (oder in den Lachmuskeln).
                          Zusätzlich konnten mir weder Morgan Freeman, noch Ben Kingsley so richtig gefallen. Man erwartet von den zwei Herren einfach mehr. Ein solider Auftritt ist bei diesen Profis einfach eine Enttäuschung. Die Charaktere möchten nicht zu den beiden passen. Ich mag meinen Morgan nett und meinen Kingsley überzeugender. Da hätte es wesentlich bessere „Bösewichte“ gegeben. Wir sind wiedermal Opfer eines dieser genialen Tricks aus dem Showgeschäft. Ich bin überzeugt davon, dass es sich ungefähr so abgespielt hat:

                          Morgen 10.00 Uhr in Hollywood, Besprechung des passenden Cast‘s für Lucky Number Slevin:

                          Hollywood Dödel Nr. 1: Wer ist denn das? Hab noch nie von dem gehört. Okay, ich muss zugeben, er würde perfekt auf die Rolle passen, aber wer kennt den schon?
                          Hollywood Dödel Nr. 2: Wir brauchen einen Schwarzen, am besten für den Juden.
                          Hollywood Dödel Nr.3: Wo sind die Donuts? Gestern Abend als wir über den neuen Adam Sandler Film sprachen, habe ich die Schachtel mit meinem Namen beschriftet und in den Kühlschrank gelegt! Ihr Unmenschen!
                          Hollywood Oberdödel Kreativ Kopf Nr.4: Leute! Ich hab es! Wir stecken so viele Stars wie möglich in den Film, falls der Inhalt nicht überzeugen kann, werden wir trotzdem viel verkaufen weil….Stars….die Leute mögen….Stars….Ob die Stars auf die Rollen passen fragst du? Was spielt das denn für eine Rolle? Sie sind….Stars…. Bitte entlasst diesen Praktikanten, er weiss sich nicht zu benehmen.

                          Der Film an sich gibt sehr wenig Raum für Schauspielerische Glanzleistungen, da er sehr schnell erzählt wird. Was dann eben wieder ein nicht gewollter Pluspunkt ist.

                          Lucky Number Slevin schafft es stetig spannend zu sein, ohne dass man gezwungen ist ins Kissen zu beissen. Die Handlung wird, wie schon erwähnt, schnell erzählt und der Film hat viele Überraschungen bereit. Die Action ist reichlich und es ist immer ein gewisser Nervenkitzel da, um die Neugier des Zuschauers zu wecken. Dies sind die Faktoren die den Zuschauer bei Laune halten. Eine Lucy Liu in der „Nebenrolle“ ist es bestimmt nicht und mehr als diesen Satz wird ihr auch nicht gewidmet. Das Ende mag zu überzeugen, auch wenn es jetzt nicht total überraschend kommt.

                          Dass der Film nicht im Kino ausgestrahlt wurde, sondern nur auf DVD veröffentlicht und über 83 Millionen US-Dollar eingespielt hat, ist bestimmt ein Interessanter Fakt( Der Hollywood Trick hatte bestimmt keinen Einfluss *hüstel*). Mehrere Preise und Nominierungen konnten verzeichnet werden.

                          Im grossen und ganzen ist es für mich ein Sehenswerter Streifen, der sich jeder Action-Fan mit gefallen an Überraschungen bestimmt nicht entgehen lassen darf. Für alle anderen lohnt es sich nur reinzuschauen wenn man sich ein paar Fragen stellt:

                          - Ertrage ich Josh Hartnett 106 Minuten?
                          - Mag ich schnelle Filme?
                          - Kann ich es erlauben das Morgan Freeman nicht nett ist?
                          - Stehe ich auf „Teenager-Humor“? (Ich freue mich auf neue Feinde dank dieser Bezeichnung)
                          - Will ich sowieso jeden Film sehen indem Bruce Willis spielt?
                          - Steht mein Müllsack gerade auf dem Balkon weil ich bisher zu faul war ihn zu entsorgen?

                          Könnt ihr zwei dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, los, holt ihn euch.

                          7 von 10 Punkten

                          1
                          • 7 .5
                            HugoWuga 25.09.2016, 13:27 Geändert 25.09.2016, 13:29

                            Zweifelsohne unterhaltsam und originell, aber doch mit einigen Schwächen. Dieser Film wird hier besser bewertet als "Snatch" - einfach nur grotesk und lächerlich!

                            1
                            • 8

                              Der Kansas City Shuffle sagt alles aus - tolles Ding! ^__^

                              2
                              • 6
                                Johnny_F 19.09.2016, 00:08 Geändert 19.09.2016, 00:35

                                Dank amüsiert aufspielender Topbesetzung sehenswert, ansonsten versteckt sich unter einer Schutzhülle aus unterhaltsamen Dialogen, großen Namen, Filmzitaten, Morden und konstruierter Komplexität eine genau genommen wenig innovative Geschichte, deren großer Höhepunkt nur in Teilen überrascht. Dennoch ist das Finale samt Auflösung gut gelungen, dafür sind die Charaktere sehr oberflächlich gezeichnet. So ein Mittelding. Mal wieder.

                                1
                                • 10

                                  Lucky#Slevin ist der beste Film der jemals gedreht wurde. guter Cast, gutes Drehbuch, einfach ein genialer Film

                                  • 5 .5

                                    so recht zünden wollte der Film bei mir nicht, was vielleicht daran liegt, dass alles schon mal da war, alles auch ein bisschen besser umgesetzt, und der Twist, naja, war schon bissle vorhersehbar.

                                    5
                                    • 10

                                      Was für ein geiler Film!
                                      Verdammt gute Dialoge, super Humor und dann auch noch diese geniale Story und der ebenso geniale Plot Twist.
                                      Der Cast vollendet dann das Gesamtpaket!
                                      Leider viel zu unbekannt, aber auf jeden Fall ein Geheimtipp von mir!

                                      7
                                      • 8 .5
                                        patrick.rohrer.5 28.04.2016, 22:00 Geändert 29.04.2016, 01:07

                                        Warum zum Teufel kam der bei uns nicht im Kino und kam direkt als DVD auf den Markt?????
                                        Wurde von Freunden aufmerksam gemacht, mir LUCKY NUMBER SLEVIN mal anzusehen. Und ich war total überrascht, wie hier mit Wendungen herumgeschmissen wird ist einfach nur grandios, allein das perfekte Ende lässt mich für diesen Film schwärmen.
                                        Der Cast ist überragend, auch das Drehbuch kann sich sehen lassen, hier wurde wirklich verabsäumt, den ins Kino zu bringen, hätte ich mir bestimmt angesehen.
                                        LETZTES Wort : GEILOOOOOOOO

                                        7
                                        • 5

                                          Mensch, ist das alles originell. So unvorhersehbar!
                                          Wow.

                                          3
                                          • 8

                                            Clever, krass mit einer guten Portion Humor! Sehenswert...

                                            • 10

                                              Nicht umsonst mein Profilname!! Finde den Film GENIAL! Witzige Dialoge (z.B. die beiden Bodyguards) und Wendungen, das einem fast schwindlig wird. Hier heißt es aufpassen, oder nochmal gucken. Der Überraschungseffekt ist zwar nach dem ersten schauen weg, trotzdem kann man diesen Film immer und immer wieder ansehen. Allein schon der grandiose Cast mit Willis, Freemann, Kingsley, Hartnett und Lucy Liu ist klasse. Meisterwerk!

                                              • 7 .5
                                                Wasabitapir 03.02.2016, 12:58 Geändert 03.02.2016, 13:26

                                                Idole sind bestimmt gut und wichtig, aber eben auch immer ein zweischneidiges Schwert. Lucky Number Slevin kopiert Quentin Tarantino? Nicht weiter problematisch, euphemistisch ausgedrückt – wagt man für L#S den Sprung in die Bresche –, wird Tarantino hier eher leidenschaftlich zitiert und das vor Augen geführt, was Kino nun mal ist: Ein Mosaik aus bewegten Möglichkeiten, nicht aus Unmöglichkeiten. Immerhin wird das, was Tarantino bewerkstelligt hier nur konsequent fortgeführt, nämlich das Zitatezitieren. Das differierende Aber ergibt sich darin, dass Tarantinos Werk mehr einem Fotomosaik gleichkommt, welches zusammengesetzt seinen ausdrücklichen Stil klar erkennen lässt, während Paul McGuigan jetzt auch ein Bild mit Tarantino-Motiv puzzelt, statt über das Vorbild hinauszugehen, was ja ohnehin kein leichtes Unterfangen – wenn nicht gar auf dem Gebiet der ironischen Ganovenballade ein Ding der Unmöglichkeit – wäre. Groovige, swingende, verkomplizierte Wortgefechte, drollige Charaktere - die spielwütigen Schausteller sind hier gänzlich allererste Sahne mit thronender Kirsche –, vertrackte Handlungsstränge – Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“ wird als Vorbild erwähnt –, stimmige Sets, schnurriger Soundtrack und irgendwie auch eine ganz relaxte Haltung machen irrsinnig Spaß. Ähnlich wie bei Tarantino - aber eben doch ganz anders -, kommt es, was das Genre angeht allerdings gelegentlich zu fingerschnippenden 180-Grad-Drehungen mit anschließendem Dreifachsalto vom Zehnmeterturm, was dem Streifen dann doch eine plötzliche Bierernsthaftigkeit auflegt, die man nicht abkaufen mag. L#S wirkt damit leider jederzeit bloß so, wie Pulp Fictions treuster Fan. Ein teuflisch verliebtes Tribut, weshalb man ihm die Selbstverliebtheit nie ganz abkaufen und deshalb letztlich auch verzeihen kann. Der Film funktioniert sehr kühl – aber immerhin tut er das.

                                                1
                                                • 7

                                                  Ein spritziger und kleiner Ganoven Film!
                                                  Das gute an diesem Film ist, dass sich die Darsteller sich selber nicht allzu ernst nehmen. Auch wenn die Themen und Anspielungen, zum Beispiel wie Familienfehden, Liebe und Rache, von den Schauspielgrössen wie Morgan Freeman und Sir Ben Kingsley angespielt werden, tun sie es trotzdem mit einem Augenzwinkern. Josh Hartnett spielt hier ein richtiger Klugscheisser mit einer spitzfindigen Zunge und Bruce Willis erblüht sein Können mit einer eiskalten Ausstrahlung.
                                                  Die Geschichte ist ja wahrlich nichts besonders. Denn man könnte meinen die Dialoge hätte und die Einstellungen gewisser Szenen könnte aus einem Tarantino Film kommen. Auch die Handlung ist nicht fremd. Denn Clint Eastwood hatte auch schon zwei gegnerische Familien auseinander genommen.
                                                  Die Auflösung kommt leider etwas zu früh. Man weiss nicht, ob das Geld ausgegangen wurde. Aber man hätte es nur ein bisschen länger aushalten sollen. So fehlt leider der AHA Effekt und der Rest bleibt leider nur noch Massenware.
                                                  Fazit: Ein guter und schwarzhumoriger Ganovenstreich mit coolen Schauspielern, das leider viel zu früh endet!

                                                  1
                                                  • 8

                                                    Lucky # Slevin hat mir insgesamt aufgrund der teilweise genialen Dialoge und der unglaublich durchdachten Story gut gefallen. Die Geschichte entfaltet sich grade auf der Zielgrade in den letzten 30 Minuten nochmal richtig und obwohl mir einige Wendungen schon vor ihrer Enthüllung klar waren, ist das meiste dennoch überraschend gewesen. An der Stelle komme ich aber auch gleich zum größten Manko des Films: Am Schluss ist es mit den Twists ein klein wenig zu viel des Guten. Manche der Wendungen machen auf mich den Eindruck, dass sie nur aufgrund des Überraschungseffektes eingebaut wurden und für die Gesamtstory nur wenig Relevanz haben. Die Dialoge sind zwar größtenteils stark - aber teilweise over the top und mit inflationär vielen One-Linern. Dass die Macher große Teile ihrer Inspiration für Lucky # Slevin aus diversen Tarantino Filmen und Usual Suspects gezogen haben, ist leider außerdem kaum zu übersehen.